DFB-Elf erkämpft Remis in Frankreich

Von am 13. Februar 2013 – 20.34 Uhr 26 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat zum Auftakt des EM-Jahres dank zweier Treffer von Nadine Keßler eine Niederlage in Frankreich vermieden. Trotz einer frühen Führung von Bianca Schmidt geriet die DFB-Elf mit 1:3 in Rückstand, doch mit Moral kämpfte sich das Team in die Partie zurück.

Vor 15 888 Zuschauern im Stade de la Meinau, darunter UEFA-Präsident Michel Platini, DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und DFB-Direktorin für Frauenfußball, Steffi Jones, kam die deutsche Elf gegen die Französinnen zu einem 3:3 (1:2). Bianca Schmidt brachte die DFB-Elf in Führung (12.), doch zwei Treffer von Louisa Nécib (14., 22.) und ein Tor von Marie-Laure Delie (53.) drehten die Partie zugunsten der Französinnen, ehe Nadine Keßler die DFB-Auswahl vor einer Niederlage bewahrte (66., 81.).

Highlights Frankreich gegen Deutschland anschauen

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Keßler in der Startformation, Faißt im Mittelfeld
Gegenüber dem 1:1 in Halle/Saale veränderte Bundestrainerin Silvia Neid ihr Team auf vier Positionen: Im Tor stand Almuth Schult für Nadine Angerer, die Doppel-Sechs bildeten Kim Kulig und Nadine Keßler anstelle von Lena Goeßling und der verletzten Simone Laudehr. Für die ebenfalls verletzte Linda Bresonik rutschte Dzsenifer Marozsán in die Startformation. Frankreichs Trainer Bruno Bini wechselte hingegen nur auf zwei Positionen: Für Jessica Houara und Elodie Thomis durften Gaëtane Thiney und Laure Boulleau von Beginn an spielen.

Schmidt erzielt Führung
Die DFB-Elf erwischte einen guten Start, nach Flanke von Verena Faißt hatte Célia Okoyino da Mbabi mit einem Kopfball den ersten Hauch einer Torchance (6.). Und schnell konnte die optische Überlegenheit in ein Tor umgemünzt werden, Schmidt traf aus kurzer Distanz zur frühen Führung, Keßler und Anja Mittag leisteten die Vorarbeit (12.).

Nadine Keßler (li.) erzielte zwei Treffer ©  Zetbo / Framba.de

Nadine Keßler (li.) erzielte zwei Treffer © Zetbo / Framba.de

Patzer von Schult
Doch wie aus heiterem Himmel kamen die Gastgeberinnen zum Ausgleich. Nécib traf mit einem präzisen Heber in den Winkel zum 1:1 (14.). Frankreich kam nun besser ins Spiel, doch es bedurfte eines kapitalen Schnitzers von Schult, die einen Rückpass von Saskia Bartusiak vertändelte, sodass Nécib ungehindert zum 2:1 einschießen konnte (22.).

Delie trifft
Frankreichs Torhüterin Sarah Bouhaddi konnte sich per Fußabwehr bei einem Faißt-Schuss auszeichnen, auf der Gegenseite hielt Schult einen Versuch von Delie. Kalte Dusche anfangs der zweiten Halbzeit: Nach einem schlecht getimten Rückpass von Bartusiak spritzte Delie dazwischen, umkurvte an der Strafraumgrenze Schult und schob zum 3:1 ein (53.).

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Krahn erleidet Innenbandriss
Annike Krahn musste mit einem Innenbandriss im rechten Knie vom Platz, laut erster Diagnose ist es aber kein Kreuzbandriss, für sie kam Luisa Wensing in die Partie. Deutschland biss sich in die Partie zurück, nach einer Ecke von Marozsán landete der Ball nach einer zu kurzen Kopfballabwehr von Frankreichs Kapitänin Sandrine Soubeyrand vor den Füßen von Keßler, die aus 20 Metern abzog und zum 2:3 verkürzte (66.).

Und es war erneut die Wolfsburger Mittelfeldspielerin, die im zweiten Versuch aus kurzer Distanz das 3:3 erzielte (81.), nach einem Zuspiel ihrer eingewechselten Wolfsburger Teamkollegin Lena Goeßling. In der 90. Minute hatte die DFB-Elf gar die Chance zum Sieg, doch da Mbabi scheiterte mit einem wuchtigen Schuss aus der Drehung an der Latte.

Frankreich – Deutschland 3:3 (2:1)

Frankreich: Bouhaddi – Franco, Georges, Boulleau, Renard – Soubeyrand, Thiney (62. Thomis), Abily, Nécib, Delie (78. Tonazzi), Le Sommer

Deutschland: Schult – B. Schmidt, Krahn (62. Wechsel Wensing), Bartusiak, Peter –
Kulig (46. Goeßling), Keßler – Mittag (81. Maier), Marozsan, Faißt (76. Huth), Okoyino da Mbabi

Tore: 0:1 B. Schmidt (12.), 1:1 Nécib (14.), 2:1 Nécib (22.), 3:1 Delie (53.), 3:2 Keßler (66.), 3:3 Keßler (81.)

Gelbe Karten:
Keine

Schiedsrichterin: Pernilla Larsson (Schweden)

Zuschauer: 15.888

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

26 Kommentare »

  • Grace Kelly sagt:

    Toll zurückgekommen, aber meine Haare sind immer noch gesträubt vom 2:1 und 3:1

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  • oleole sagt:

    Ich werde jetzt Dortmund gucken damit der Abend gerettet wird, bin immer noch shocking. Gute Besserung Annike. Positiv war eigentlich nur die Leistung von der Wolfsburgerin Keßler. Und die Moral ab der 2. Halbzeit. Saskia Bartusiak hatte das mit dem Freundschaftsspiel wohl zu gut gemeint. Kim Kulig war wo? Ich vermisse Ihre tolle Leistung, von damals. Ich hoffe sie rappelet sich über den FFC auf und wird zu einer Führungsspielerin in dem Team.

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  • Kalki sagt:

    Tja Frau Neid so schnell werden sie Kessie wohl doch nicht mehr los 😉

    Einfach starke Willensleistung von ihr in der 2.HZ .

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  • noworever sagt:

    50 years german/french friendship – the germans proved themselves to be friends you can truly depend on! – vive la france! 😉

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  • noworever sagt:

    … but what also was quite evident:

    the girls do not have to be afraid of this high-praised french team – it was clearly visible who’s the better team!

    (they only have to be ‚afraid‘ of themselves 😉 )

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  • Beobachter sagt:

    Gibt es da nicht noch einige andere im Tor als die aktuelle Nummer 2 ?

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  • wrack sagt:

    Gute Besserung an Annike Krahn – Come back soon !
    Um das Spiel zu analysieren, braucht’s einige Seiten. Deswegen Stichpunkte: Keßler und Maro beste Spielerinnen, Schult zeigt schwache Nerven, Deckung anschließend zeitweise ein Hühnerhaufen, Kulig mit schlechtem Tag, Faißt und Mittag gut…und ausbaufähig. Celia in der 90. mit Gewinnchance (wie schon in Halle Schmidt), aber die Latte kann den Ball nicht verwandeln.
    Grundlegende Erkenntnis: Das Neid-Team ist offenbar nicht zu schlagen, nicht einmal durch sich selbst. Und: Frankreich wird zur Zeit wohl überschätzt. Konterboxen und Geschenke mitnehmen ist ja OK, ab sonst kam da wenig oder wurde wenig zugelassen.

    Resumee: Der Test hat sich gelohnt, allein schon wegen Nadine Keßler (und Leonie Maier). Freue mich auf den Algarve Cup. Wie wär es denn mal wieder mit einem Sieg ?

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  • gerd karl sagt:

    schultt kann nichts dafür, wer bartusiak vor sich hat muss immer aufpassen.
    aber tolle kämpferische moral der deutschen mannschsaft.
    und an anlehnung an noworever : es lebe deutschland

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  • Kalki sagt:

    Spielerisch ist da sicher noch Luft nachoben aber die Moral und die 2.HZ wo man die Französinnen „kaputt“ gelaufen hat sprechen für das Team.
    Für so ein junges Team war das nicht schlecht.
    Die Erwartungshaltung bei vielen ist halt viel zu hoch obwohl sich das Team ja seit der WM drastisch verändert hat.
    Spätestens bei der EM wird man das wieder merken wo ich davon ausgeh das es für den Titel nicht ganz reichen wird.

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  • jochen-or sagt:

    Postive Erkenntnis:

    Mit Kessi und Leonie machten 2 in der 2. Halbzeit Druck, auf die man in der Zukunft bauen kann. Gleiches gilt für Wensing für die Abwehr. Beide haben auch schon oft bewiesen, dass sie mental sehr stark sind und gegen halten können, wie dies auch heute geschehen ist.
    Insgesamt hat sich die Mannschaft nach dem Rückstand gut gewehrt.

    Aber:
    Anders als der Reporter fand ich die Französinnen nicht besonders stark. 2 absolute Glückstore!

    Immer noch hält Neid in der Abwehr an Krahn und Bartusiak fest, die meines Erachtens beide kein Gefühl im Fuß haben. Nicht umsonst diese Rückgabe von Bartusiak.
    Die Innenverteidigung in dieser Form hat weiterhin kein internationales Spitzenformat und wird den Ansprüchen einer Nr.2 in der Welt nicht gerecht.

    Gößling ist in Wolfsburg schneller und beweglicher geworden.
    Wensing sollte hier weiterhin eingesetzt werden.
    Vielleicht sollte man die mal einige Spiele dort einsetzen. Auch mit Babett, die leider stagniert und mir weniger spritzig und beweglich als zu Turbinezeiten erscheint, könnte man es mal in der Innenverteidigung versuchen.

    Schult hatte mit dem ersten Tor einfach Pech. Das war ein Sonntagsschuss, den auch eine Angerer oder Solo nicht gehalten hätte. Leider dann dieser Patzer.
    Offensichtlich will Neid modern spielen lassen und in diesem Spiel übernimmt der Torwart die Rolle des letzten Feldspielers.
    Dies ist ja prinzipiell richig.
    Ob Schult dem fußballerisch gewachsen ist, kann ich nicht beurteilen, da ich sie nur 2xmal live gesehen habe. Das sah jedenfalls nicht gut aus.
    Ich kenne da aber eine, die es auch fußballerisch bringt, die es aber auch – leider – versteht, sich aufs Abstellgleis zu manövrieren.

    Es hat mich jedenfalls gefreut, dass die Elf es noch gepackt hat – und Kessi, die ich schon zu Turbinezeiten ganz hoch eingeschätzt habe und die damals leider durch die Verletzung so zurück geworfen wurde, sollte jetzt nicht mehr übergangen werden können – auch wenn Neid ihre Lieblinge hat, zu denen sie wohl nicht gehört.

    Das genaue Passspiel ist ein Manko der Truppe. Überzeugend war insoweit einmal mehr Anja, die nicht nur das Tor, sondern auch die Großchance von Faisst vorbereitet hat (meine ich ).

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  • eisbär sagt:

    Deutschland mit einer guten kämpferischen Leistung, spielerisch ist noch eine Menge Luft nach oben. Frankreich wird kein Europameister, solange Bini sein Ego über den Erfolg der Mannschaft stellt. Soubeyrand ist für das französische Spiel zu langsam und technisch zu limitiert. Im Gegensatz zu Lyon hört die französische Nationalmannschaft nach einer Führung auf, Fußball zu spielen. Die Dominanz, die Lyon auf dem Spielfeld demonstriert, ist bei der Nationalmannschaft nicht zu sehen, auch steht die Nationalmannschaft in der Defensive viel tiefer als Lyon. Da sollte sich Bini mal hinterfragen, warum das so ist.

    Im großen und ganzen war es aber ein ordentliches Spiel. Mit Louisa Necib hat meine Lieblingsspielerin die erste Hälfte geprägt und in der zweiten HZ hat mit Nadine Keßler meine deutsche Lieblingsspielerin das Spiel geprägt.

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  • enthusio sagt:

    Ich habe nur die 1. Halbzeit (ab der 11. Minute, danke Eurosport !) sehen können. Insgesamt haben mir in der 1. Hälfte Keßler und Faißt am besten gefallen, Kim Kulig war dagegen ein Totalausfall. Das 0:1 war eine schön herausgespielte, schnelle Kombination über Keßler-Mittag-Schmidt. Die Französinnen haben dann aber wiederholt das Mittelfeld technisch schön überbrückt, die deutschen Mittelfeldaktionen wirkten dagegen oft holprig und von vielen Fehlpässen geprägt. Da ist noch viel Luft nach oben. Necib hat nicht nur ihre super Technik, sondern auch ihren Torriecher unter Beweis gestellt. Für Nadine Keßler freut es mich besonders, dass sie ihre guten Leistungen aus der Bundesligavorrunde auch in diesem Spiel überzeugend bestätigen konnte. Und bei dfb-tv konnte ich dann ja auch noch den schönen Lattenknaller von Celia bewundern. Für Saskia Bartusiak war es dagegen ein Spiel zum Vergessen. Aber immerhin: nicht verloren, fast noch das Spiel in der letzten Minute gedreht, viele Erkenntnisse gewonnen: das alles ist doch schon viel wert im EM-Jahr. Und Maier und Huth durften auch noch ran, immerhin.

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  • Steffen sagt:

    Solange Silvia Neid sich stur stellt und Saskia Bartusiak aufstellt, werden wir noch des öfteren so enttäuscht werden. Silvia Neid hätte nach der WM rausgeschmissen werden müssen. Das haben viele schon wieder vergessen, ich nicht.

    Aber auch wenn wir verloren hätten, wiegt die Niederlage zur WM doch schlimmer. Das Schlimmste aber ist die Ungewissheit, wie lange Silvia Neid noch da ist bzw. Saskia Bartusiak noch spielen kann. Genauso hilflos habe ich mich schon vor der WM 2011 gefühlt, und so wird es auch vor der WM in Canada sein, den Launen einer Trainerin ausgesetzt. Ich würde Saskia Bartusiak nicht mal in der Bundesliga einsetzen. Wenn sie nicht aus Frankfurt kommen würde, wäre sie nicht da, wo sie jetzt ist. Durch die Vergabe der Kapitänsbinde an Saskia Bartusiak hat Silvia Neid die Karre noch tiefer in den Dreck gezogen.

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  • xyz sagt:

    Ich wünsche,dass die Verletzung bei Krahn nicht so schlimm ist und man nicht wieder von diesem fürterlichen K-Wort lesen muss.
    Aber,da ich nicht von der Leistung einer Krahn in der Vierekette überzeugt bin(da gibt es technisch Bessere) ,hoffe ich, dass Wensing jetzt ihre Chance erhält und bei der EM die Abwehr verstärkt!

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  • FFFan sagt:

    Bei DFB-TV gibt es die Höhepunkte des Spiels in einer kurzen Zusammenfassung (mit einem schwer ‚karnevalsgeschädigten‘ Kommentator ;-)):

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  • gerd karl sagt:

    ich hoffe das sich frau bartusiak für ihre regionalliga leistung bei almuth schult entschuldigt hat.
    beim 1-1 hatte sie keine schuld, das hätte auch hope solo nicht gehalten.
    beim 2-1 wurde sie erst vom rückpass von frau bartusiak in bedrängnis gebracht, man muss die torhüterin nicht anspielen wenn man sieht, und das musste sie sehen, das eine französische spielerin sehr nahe an der torhüterin war um sie zu attackieren.
    am 3-1 war almuth schult schuldlos, da frau bartusiak einen pass zur blau gekleideten spielerin, das war keine deutsche spielerin, gab.

    ich hoffe almuth schult gibt den kampf um den stammplatz im tor für die euro 2013 nicht auf.

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  • Andreas sagt:

    Da haben sicher einige heute keine Werbung für sich gemacht, insbesondere natürlich Schult und Bartusiak.

    Die Entstehung der Tore 2 und 3 ist eigentlich symptomatisch für die Probleme, an denen das Deutsche Spiel schon seit der WM krank, nämlich dem unzureichenden Spielaufbau aus der Abwehr. Der letzte Fehler bei 2. Gegentor kam dann zwar von Schult, aber auch hier haben die beiden Innenverteidigerinnen, allen voran Saskia Bartusiak kräftig mitgeholfen. Dieses hilflose Ballgeschiebe während die Französinnen immer näherrückten. Das war ja fast ein Tor mit Ansage. Den Hauptvorwurf, den ich Schult hier mache ist, dass sie den Ball nicht irgendwann weit in die gegnerische Hälft gedroschen hat. Das hätte sie in dieser Situation, in der sich ihre Vorderleute so hilflos gezeigt haben einfach machen müssen. Das 3. Tor ist natürlich auch haarsträubend von Bartusiak, wenn meiner Meinung nach auch Schult hier viel zu weit vor dem Tor stand.

    Die Abwehr ist weiterhin eine große Baustelle in der Mannschaft. SN sollte mindestens Goessling dauerhaft in die Innenverteidigung versetzen, zumal wir im Mittelfeld ja eher zu viele als zu wening gute Spielerinnen haben. Sie ist als Verteidigerin sehr soide und verfügt über eine recht gute Spieleröffnung. Wer an ihrer Seite spielen sollte kann ich allerdings nicht richtig beurteilen, aber offensichtlich nicht Saskia Bartusiak.

    Das Spiel hatte aber auch einige positive Aspekte. Die Stärke Frankreichs (oder auch die Schwäche Deutschlands) wird deutlich überschätzt. Hätte es nicht diese haarsträubenden Abwehrfehler gegeben, Deutschland hätte dieses Spiel sicher gewonnen. Spielerisch sind wir deutlich stärker. Ich hoffe, dass die EM zeigen wird, dass dies auch noch für den Rest von Europa gilt. Beruhigend ist auch zu sehen, dass wir im kreativen Bereich im Mittefeld und Sturm über genügend Feuerkraft verfügen, um jede Mannschaft auf dieser Welt zu besiegen. Keßler sollte sich mit diesem Spiel etabliert haben und Popp, Bajramaj und Laudehr kommen ja auch wieder zurück, andere wie Kulig werden mit mehr Spielpraxis (sie war ja vor der Winterpause auch verletzt) auch wieder zu alter Form finden. Mir ist also nicht bange.

    PS: Mal ein ketzerischer Gedanke und eine Frage an die Experten hier, die sich besser auskennen als ich. Ich gehe davon aus, dass die Perspektiven für Odebrecht auf der 6 nicht so rosig sind, angesichts der Konkurrenz auf dieser Position. Könnte man sie nicht (zumindest in der N11) zur Innenverteidigerin umschulen. Der Spieleröffnung würde es auf jeden Fall guttun und mit Goessling funktioniert das schließlich auch.

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  • Michele sagt:

    Ich finde es nicht gut, dass einige das Spiel jetzt auch noch schönreden! Es war eine schlechte Leistung, der deutschen Elf. Wie sie in der zweiten Hälfte dann gekämpft haben, ist doch selbstverständlich und nicht lobenswert!
    Man kann nur hoffen, dass es sich bei Annike Krahn „nur“ um einen Innenbandriss handelt! Auf ihre FB-Seite hat sich Annike schon gemeldet: Dem Knie ginge es nicht gut und sie erwarte heute eine genaue Diagnose!
    Schade, dass eine Josi Henning 90 Minuten draussen bleiben musste und eine S.Bartusiak ihr „Können“ über die volle Dauer zeigen durfte!

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  • Tim Wolf sagt:

    Meine kleine Spielerkritik:
    Beste Spielerinnen: Schmidt und Faißt
    Weniger gute Spielerinnen: Kulig, Bartusiak und Schult
    Meine Eindrücke soweit ich mich errinnern kann…
    Schmidt(Note:1,5):
    Für mich eigentlich die Spielerin des Spiels. Bot als eine der Wenigen, unabhängig von ihrem Tor, eine gute bis sehr gute Leistung. Unaufgeregt, souverän und überlegt mit sehr guter Passquote und ausgezeichneten Zweikampfwerten, dazu ein Tor. Weitermachen!
    Faißt(Note 2):
    Nicht ihr bestes Spiel. Aber schnell, beweglich mit gutem Defensivverhalten. Ab und zu ein bisschen zu hektisch. Hier geht was!
    Kessler(Note:3):
    Zwei Tore gemacht, Gesamtauftritt allerdings eher durchwachsen. Nach hinten nicht stattgefunden, nach vorne zu ungenau. Davon abgesehen gute kämpferische Leistung. Wenn sie es schafft ihre Ungenauigkeiten im Passspiel abzustellen, in jedem Fall eine Bereicherung. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer!
    Kulig(Note:5):
    Robust im Zweikampf, ansonsten wenig zählbares.
    Gas geben!
    Bartusiak(Note:5,5):
    Unsicher, unübersichtlich…unbrauchbarer Tag!
    Krahn(Note:3):
    Hat das gemacht wofür sie da ist, nicht schön aber kompromisslos. Gute Besserung!
    Peter(Note:3,5):
    Bis auf einige intensive Zweikämpfe kaum in Erscheinung getreten. Fazit, unauffällig, was für Verteidiger in der Regel ja bereits ein Prädikat ist. Nicht auf den Lorbeeren ausruhen!
    Marozsan(Note:3):
    Im Ansatz überzeugend, wurde jedoch durch ihre Mitspieler und deren Ungenauigkeiten zu selten in Szene gesetzt, gute Aktionen daher Mangelware. Als Ballverteilerin weniger durch die Mitte, sondern auch mal über die Außenbahnen. Mehr reden! Sie kann und weiß wie es funktioniert, nur muss sie es ihren Mitspielern auch sagen!
    Mittag, da Mbabi(Note:4):
    Hab das Spiel ohne Ton geschaut. Vielleich hat ja der Kommentator ab und zu ihre Namen erwähnt, allein gesehen hab ich sie selten. Wo für Verteidiger unauffällig ein Prädikat ist, ist es für Angreifer sicherlich ein Kritikpunkt. Beide bemüht. Aber mit zu vielen Ballverlusten und verlorenen Zweikämpfen.
    Schult(Note:5):
    Einfach unglücklich. Hatte wenig Chancen sich auszuzeichnen. Dazu der Patzer zum 2:1. Ein Fehler, den wohl jeder Torwart in seiner Karriere schon mindestens einmal gemacht hat. Daraus lernen und das nächste Mal weg mit dem Ball. Kopf hoch!
    Wensing:
    Kämpferisch mit Drang nach vorn. Hat sich nach ihrer Einwechslung sofort eingefügt. Ähnlicher Spielertyp wie Schmidt, laufstark, athletisch. Nicht nur für die Außen- sondern auch für die Innenverteidigung eine Alternative. Sehr gefällig!
    Goeßling:
    Bis auf die Flanke zum 3:3 hab ich nicht gemerkt, dass sie im Spiel ist. Auffällig unauffällig bis unauffällig auffällig?!
    Huth:
    Völlig kopf- und planlos, daher im besten Fall unberechenbar.
    Wer hat das Maskottchen aufs Spielfeld gelassen!?
    Maier:
    Wirkte in der kurzen Zeit ein bisschen deplaziert und behäbig.
    Blieb ohne nennenswerten Ballkontakt.
    Ersten Länderspieleinsatz bekommen, jetzt weiter üben, üben, üben.

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  • Sheldon sagt:

    @Michele: Es ist erstaunlich, ich lese hier 18 Kommentare über die schlimme Verletzung von A. Krahn (btw gute Besserung an sie, immerhin kein Kreuzbandriss, wie es aussieht :)) und über das Katastrophenspiel von Bartusiak, aber du bist die erste, die mal Josi Henning ins Spiel bringt. Es ist eine Schande für Deutschland, dass man seine beste Verteidigerin bei einer solchen Gurkenabwehr auf der Bank lässt. Ungewohnt waren diese Fehler von Bartusiak auch nicht, sie war ja schließlich auch schon mit für das 1:0 der Japanerinnen verantwortlich. Es ist von Silvia Neid einfach nur dumm, ihr dann auch noch die Kapitänsbinde zu geben. Sie hatte sie jetzt zweimal, beide Male war sie überfordert: Beim ersten Mal hat sie sich gegen die Türkei eine völlig unnötige Gelb-Rote Karte geholt, beim zweiten Mal die eigene Mannschaft auseinandergenommen.

    Man kann sich groß und breit über die Ausmusterung von Sonia Bompastor echauffieren, was in Deutschland mit Henning gemacht wird, dafür habe ich echt keine Worte mehr. Das muss man sich mal vorstellen: Da hat Wolfsburg in dieser Saison die absolut beste Defensive Deutschlands und es werden weder Torhüterin noch Innenverteidigerinnen noch Außenverteidigerinnen noch defensive Mittelfeldspielerin aufgestellt bzw. auf den falschen Positionen eingesetzt.
    Wieso gibt man Wensing als Innenverteidigerin den Vorzug vor Henning? Hat man sich überhaupt ein Spiel von Wolfsburg angeschaut?

    Und da komme ich dann zu dir, @Andreas: Natürlich könnte man Odebrecht zur Innenverteidigerin umschulen. Doch wozu? Man könnte genauso gut einfach die komplette Innenverteidigung von Wolfsburg spielen lassen, dann hätten wir diese ganzen Probleme nicht. Auch Goeßling im defensiven Mittelfeld, tut mir leid, aber die gehört wenn überhaupt in die Abwehr.

    Was Almuth Schult angeht, am ersten und zweiten Tor war sie nicht unbeteiligt. David Seaman wurde ein ähnliches Tor wie das erste (WM 2002 Ronaldinhos Freistoß aus 40 Metern) zur Sau gemacht, sich so überlupfen zu lassen, da trägt man als Torhüterin schon eine Mitschuld.
    Tor 2 ist einfach dumm gewesen, von beiden Spielerinnen. Bartusiak muss den Ball rausschlagen und Schult muss, wenn sie den Ball schon bekommt, schnell zur Stelle sein und ihrerseits den Ball wegschlagen.

    Im Gegenteil dazu hat man klar gesehen, wieviel die Aufstellung von Keßler bringt. Sie war an allen Toren entscheidend beteiligt. Ihre Aufstellung hinter Marozsan kann dieser in Zukunft auch den Druck nehmen. Generell wäre Deutschland ohne Keßler gestern ziemlich aufgeschmissen gewesen.

    Was Kulig, Laudehr usw. auf die Beine stellen, mag alles ganz schön und gut sein. Doch Spielerinnen wie Bresonik, Keßler oder Marozsan (auch Odebrecht), haben einfach den Vorteil, Spiele im Alleingang entscheiden zu können. Das können Kulig und Laudehr nicht.

    Generell müssen wir bei all unseren Überlegungen eines bedenken: Hier schreiben Menschen mit unterschiedlichen Erwartungen. Es gibt manche, die sind ergebnisorientiert. Da ist der Sieg wichtig, egal, wie das Spiel war. Das ist ja okay. Am Ende kommt es, was die harten Fakten angeht, schließlich auch nur darauf an. Doch es gibt dann einige von uns, die sind Barca- und Bayern-verseucht (auch Männer-N11). Die Spiele von Barca oder Bayern sind nicht unbedingt spannend, sondern meist klare Siege. Und doch sind sie absolut sehenswert, weil das einfach dominanter, sehr, sehr starker Fußball ist. Von dieser Schiene komme ich her. Nicht, weil ich immer die höchsten Ansprüchen unbedingt an jede Mannschaft stelle, sondern weil wir in Deutschland das Potential hätten, mal mindestens die nächsten zehn bis 15 Jahre absolut zu dominieren. Die Konkurrenz hat nicht aufgeholt, man hat sie künstlich rankommen lassen. Wenn du wirklich die beste deutsche Elf aufstellen würdest, könntest du jeden Gegner dominieren. Es wird dann zwar nicht mehr spannend, und dennoch wäre es eine Freude, die Mannschaft so spielen zu sehen, weil man sähe, dass es ihr selbst auch riesigen Spaß macht und weil dort dann nun einmal wirklich die Creme de la Creme spielen würde.

    Mannschaften, die ein paar Mal nur ganz knapp gescheitert sind, schreiben keine Geschichte. Selbst Mannschaften, die Titel gewinnen, schreiben nicht zwangsläufig Geschichte. Geschichte schreiben nur Mannschaften, die entweder qualitativ oder emotional in einer anderen Liga spielen. Das Wunder von Bern war nicht qualitativ hochwertig, sondern emotional. An Mannschaften wie die Breslau-Elf oder das ungarische Team 1950-54 wird man sich eher erinnern als an die WM 1994.

    Meines Erachtens vertut die Nationalelf gerade die riesige Chance, sich ein für alle Mal als zweite goldene Generation in die Geschichtsbücher einzutragen, nicht nur statistisch, sondern auch als Jahrhundert-Elf vom Spielstil her.

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  • waiiy sagt:

    Als Erstes stelle ich fest, dass das, was in der Halbzeit getan wurde, gefruchtet hat und Deutschland in der 2. Halbzeit deutlich verbessert war. Insgesamt habe ich Lichtblicke und (un-)erwartete Enttäuschungen gesehen.

    Im Tor hoffe ich, dass es weiter bei der Rotation bleiben wird. Nur so kann Almuth Schuldt wachsen und die Schwächen abstellen. Anders als andere sehe ich das 1:1 durchaus als Torwartfehler, weil sie sich auf den Torschuss und nicht auf die Flanke konzentrieren muss. Die mögliche Flanke müssen die Abwehrspielerinnen abewhren, solange Necib die Chance zum Torschuss hat. Also muss Schuldt auf der Linie bleiben und dann hat sie den Ball auch.

    In der Abwehr sind die erwarteten Schwierigkeiten aufgetreten. Positiv hat Bianca Schmidt herausgestochen. Über ihre Seite kam kaum Gefahr durch Frankreich, auch nicht als Le Sommer auf die Seite wechselte. Und nach vorn konnte sie sich auch einschalten. Babett Peter hatte mit ihr deutlich mehr Schwierigkeiten, vor allem aber auch, weil Necib öfter auf den rechten Flügel auswich in Halbzeit 1 und Kim Kulig sich nicht wirklich zuständig fühlte. Zu Bartusiak ist alles geschrieben wurde. Dem meisten kann ich mich anschließen.

    Im Mittelfeld konnte sich Kim Kulig zu keiner Zeit auf Necib einstellen. Und wenn diese keine Zuwendung bekommt, schießt sie halt 2 Tore. Nach dem Wechsel hat sich Lena Goeßling rührend um sie gekümmert und schon blieb sie blass. Daumen hoch für die Leistung von Lena Goeßling! Gewinnerin des Spiels war mit Sicherheit Nadine Keßler. Starke Leistung und an allen 3 Toren beteiligt! Davon betroffen war in Halbzeit 1 vor allem Maroszan. Sie kam meiner Meinung nach gar nicht zurecht damit, dass von hinten eine solch einen Wirbel veranstaltet hat. Aber (und das spricht für sie) nach dem Wechsel fanden sich die Beiden immer besser und so hatte auch Maro ihre Aktionen. Bei den Beiden sollte man die Rotation beenden und sie sich einspielen lassen. Damit sollten die Gegner viel mehr Probleme haben.

    Die beiden Außenbahnen waren eigentlich gut besetzt. Aber sie müssen aus der Mitte effektiver bedient werden, dass man gegnerische Viererketten aushebeln kann. Auch deshalb sollte das Herz der Mannschaft gleich bleiben und sich einspielen.

    Celia hat in meinen Augen gut gespielt. Mehr konnte man von einer einzelnen Spitze nicht erwarten. Sie ist halt in einem solchen Spiel dafür da, dass sie Abwehrspielerinnen bindet und so Platz für das nachrückende Mittelfeld schafft.

    Insgesamt konstatiere ich, dass Frankreich und Deutschland auf Augenhöhe sind. Das war vor 4 Jahren nicht so. Entweder hat Frankreich aufgeholt oder Deutschland nachgelassen. Ich tendiere zu einer Mischung aus Beiden. Das heißt, dass Deutschland nicht automatisch Topfavorit auf den Titel in Schweden sein wird, wo auch noch der Gastgeber und England mitmischen werden.

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  • glossy sagt:

    Es war sicher ein Spiel mit Höhen und Tiefen, das Stärken aber auch Schwächen dieser Mannschaft aufgezeigt hat. Aber darf das in einem Testspiel nicht auch sein? Frau Neid hat sich nicht gescheut, jungen Spielerinnen Einsatzzeiten zu geben und sich zeigen zu müssen, was diesen meiner Meinung nach auch zufriedenstellend gelungen ist. Einer Svenja Huth Plan- und Kopflosigkeit zu bescheinigen und Leonie Maiers Kurzauftritt mit deplaziert und ohne nennenswerte Ballkontakte zu beschreiben , halte ich nicht für gerechtfertigt. Im Gegenteil, für diese 10 Minuten war Leonie erstaunlich gut ins Spiel eingebunden, wurde häufig von ihren Mitspielerinnen angespielt und konnte die Bälle durchaus sinnvoll weiterverarbeiten.

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  • hanah sagt:

    Nécib hat ein super spiel gemacht und die deutsche Nationalmannschaft hat kampflwistung bewiesen. Aber vor der Em sollten die deutschen noch an sich arbeiten:)

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  • Thomas sagt:

    Das wird zwar nie passieren, aber ich würde mal mit einer Abwehr:
    Faißt, Peter, Wensing, Maier spielen. Ich finde Wensing hat deutlich Stabilität gebracht und bei der u20 WM letztes Jahr hat sie ja gezeigt, dass sie dort spielen kann. Ich möchte diese beiden […] aus der bisherigen Innenverteidigung nicht mehr sehen. Natürlich wünsche ich Krahn keine Verletzung, aber auch keine Nominierung für die Nationalmannschaft.

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Sheldon sagt:

    @Thomas: Wo ist die Wolfsburger Innenverteidigung? Henning und Goeßling, schon mal was von den betreffenden Personen gehört? Die beste Defensive in der Liga mit 8 Gegentoren aus 12 Spielen? Ich bin doch sehr erstaunt, wie man diese Spielerinnen einfach so ausblenden kann. Und dann Wensing in die Innenverteidigung stecken will, die doch in Wolfsburg über rechts eingesetzt wird? Mal ganz ehrlich: Meint ihr wirklich, wenn Wensing eine bessere Innenverteidigerin wäre als Henning oder Goeßling, würde sie dann in Wolfsburg auf der Außenbahn spielen? Ich verstehe das nicht so recht… Man beschneidet sich ja nur um die beste Defensive der Liga (neben Georges und Renard vllt sogar der Welt).

    Meine Abwehr wäre wie folgt: Maier, Goeßling, Henning, Faißt. Natürlich steht die Abwehr mit Peter und Wensing stabil, Fakt ist aber auch, dass in dieser Abwehr drei Spielerinnen sich aus dem Verein kennen und auf rechts mit Wensing noch eine Spielerin dazukommen könnte. Problem ist nur: Auf rechts haben wir mit Schmidt, Maier und Wensing ein echtes Überangebot…

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  • Carly B sagt:

    Schreibst Du hier über die Wolfsburger Spielerinnen die keinen Biss haben und in der Vorbereitung zur Rückrunde Urlaub an der Algarve machen?

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  • […] Fehlstart ins EM-Jahr 2013 vermieden. Rund fünf Monate vor EM-Beginn leistete sich das Team beim 3:3 gegen Frankreich in Straßburg eine ganze Reihe von individuellen Fehlern. Und darf dennoch für die kommenden […]

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