VfL Wolfsburg trennt sich von Carolin Simon

Von am 29. Januar 2013 – 16.44 Uhr 19 Kommentare

Erst durfte Verteidigerin Carolin Simon aus disziplinarischen Gründen nicht mit ins Trainingslager noch Portugal, nun hat Bundesliga-Tabellenführer VfL Wolfsburg sogar den Vertrag mit ihr vorzeitig aufgelöst.

„In beidseitigem Einvernehmen“, so die offizielle Sprachregelung gehen Verein und Spielerin ab sofort getrennter Wege.

„Wir möchten der jungen Spielerin keine Steine in den Weg legen. Um ihre sportliche Entwicklung nicht zu beeinträchtigen, kann Carolin Simon den Verein ablösefrei verlassen“, so der Sportliche Leiter und Cheftrainer Ralf Kellermann.

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Negative Entwicklung
„Die 20-Jährige war erst vor der Saison vom aufgelösten Hamburger SV zu den Niedersachsen gewechselt, ursprünglich hätte der Vertrag noch bis zum 30. Juni 2014 laufen sollen. Noch vor wenigen Monaten hatte Kellermann Simon als außergewöhnliches Talent bezeichnet.

„Nicht so zusammengefunden“
Wie der Verein in einer Pressemitteilung ausführt hätten der Verein und die U20-Nationalspielerin „seit Beginn der Zusammenarbeit zur aktuellen Saison nicht so zusammengefunden, wie bei der Verpflichtung erhofft.“

Der Verein wünscht der Spielerin alles Gute für ihre sportliche Zukunft.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

19 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    Verlorenes Jahr für Caro. Schade, hoffe, sie findet ihren Verein. Man kann nur hoffen, dass sie daraus gelernt hat und nicht sofort wieder zu einem Verein geht, der „das meiste bietet“.

    Ein Verein wie Jena, Bayern, Freiburg oder Gütersloh, das dürfte die Umgebung sein, wo sie sich entfalten könnte. Gute ausgebildete Linksverteidigerinnen mit nem starken linken Fuß suchen wir in Deutschland eigentlich vergeblich.

    Deshalb verstehe ich nicht, wie der VfL Wolfsburg eine solche Spielerin auf der Bank versauern lassen kann.

    Vor zwei Jahren haben Göransson und Simon noch auf einem annähernd gleichen Niveau gespielt und den Verein gemeinsam mit Crno und Kulig auf Platz 4 geführt. Seither hat Göransson sich bei Potsdam bombastisch entwickelt, während Simon bei Wolfsburg stagniert hat. Spricht irgendwo auch für sich…

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  • FFFan sagt:

    War leider zu erwarten.

    Im Nachhinein betrachtet ist das ein typisches Beispiel für eine Verpflichtung, die keinen Sinn macht. Es waren mit Wensing, Faißt und Bunte genügend (stärkere) Außenverteidigerinnen vorhanden – trotz der Verletzung von Tetzlaff, mit der es ja begründet wurde. Jetzt wo Tetzlaff wieder fit ist, hat Simon (die wegen der U20-WM zudem einen Teil der Vorbereitung verpasst hat) erst recht keine sportliche Perspektive mehr im Team (auch unabhängig von etwaigen disziplinarischen Verfehlungen).

    Bin aber mal gespannt, wo sie jetzt hingeht…

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  • xyz sagt:

    Hier konnte man mal wieder sehen,dass das ,,Gesamtpaket“ nicht immer glücklich macht.Was nützt es einer jungen Spielerin,wenn sie nur mit einem Kulturbeutel zum Trauning laufen kann(lt. Popp),das monatliche Gehalt üppig ist aber man dafür die Bank drücken muss.Junge Spielerinnen wollen in der Meisterschaft spielen und nicht nur trainieren!

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  • Wolle sagt:

    Das war wirklich leider zu erwarten.
    Ich habe Sie 2x in BN noch zu HSV-Zeiten gesehen, da fiel Sie mir damals schon positiv auf. Hoffentlich findet Sie schnell einen neuen Verein, wo Sie wieder spielen kann.
    Caro gehört für mich zu den hoffungsvollen Nachwuchskickerinnen, die den Sprung ins A-Team schaffen kann, auch wenn Sie bei der U20-WM die letzten Spiele nicht in der Startelf war.
    Jetzt wünsche ich mir nur noch, dass sich die anderen Talente von Wob’s Ersatzbank auch einen neuen Club suchen, damit Sie mal Spielpraxis in der 1. Liga bekommen. Ich denke da an Jäger, Magul und Vetterlein. Für Selina Wagner wird es sicherlich auch schwer werden.
    Mich würde es jedenfalls freuen, Caro in der Rückrunde wieder in der 1. Liga spielen zu sehen. Verdient hat Sie es auf jeden Fall. Erst der Zwangsabstieg mit dem HSV, dann der Griff ins Klo mit dem Wechsel nach Wob, es kann eigentlich nur wieder aufwärts gehen.

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  • speedy75 sagt:

    Schade aber gut manche Dinge kommen eben anders. Wünsche Caro alles gute und dass Sie schnell wieder einen neuen Verein findet wo sie ihr Potenzial voll abrufen kann.

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  • xXx sagt:

    Carolin Simon hat schon einen neuen Verein. Sie spielt in Zukunft für Bayer Leverkusen.

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  • Sheldon sagt:

    Ich wundere mich, dass hier im Forum die Wolfsburg-Fans immer betonen, dass sie sich diskriminiert fühlen, und ja immer so betonen, welch tolle Arbeit beim VfL geleistet wird, aber sich zu diesem Thema gar keiner äußert.

    Man hat einer erstklassigen, jungen Perspektivspielerin ein halbes Jahr ihrer Entwicklung geraubt, sie auf der Bank verschmoren lassen und das alles nur, weil man den Hals an Spielerinnen nicht voll kriegen konnte.

    Das Gesamtpaket kann Simon jetzt egal sein, denn mehr als Geld bleibt nicht übrig.

    Und dann noch auf Gutmensch zu machen und zu sagen: „Wir fordern keine Ablöse für diese Spielerin, um ihr keine Steine in den Weg zu legen“, ist echt der Gipfel bei einer Spielerin, die gerade mal zweimal in der Bundesliga im Kader stand (ohne Einsatz) und die man sonst in die 3. Liga abgeschoben hat…

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  • enthusio sagt:

    @Sheldon:
    Ich verstehe Deine Kritik an Kellermann nicht. Wolfsburg hat sich mit gestandenen Spielerinnen gut verstärkt, liegt nach der Hinrunde auf Platz 1 und tanzt noch auf allen drei Hochzeiten mit. Außerdem spielt die Mannschaft einen begeisternden Offensivfußball. Die jungen Spielerinnen, die nicht oder nicht oft zum Einsatz kommen, haben im täglichen Training mit so vielen Spitzenspielerinnen die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln und zu lernen. Wem das nicht genügt, kann sich ja einen anderen Verein suchen, bei dem er mehr Spielpraxis erhält – allerdings auf niedrigerem Niveau.

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  • Sheldon sagt:

    @enthusio: Junge Spielerinnen entwickeln sich vor allem im Spiel weiter, dauerhaftes Training frustriert nur.

    Kellermann hat Simon geholt, obwohl er genau wusste, dass er mit Wensing und Faißt auf ihrer Position zwei Nationalspielerinnen hatte und er Gefahr läuft, sie versauern zu lassen. Da sieht man einfach, wie übersättigt der Kader bereits in Wolfsburg ist.

    Mich begeistert in Wolfsburg rein gar nichts, weil Wolfsburg arrogant ist. Nicht positiv arrogant, sondern negativ arrogant.

    Spieler wie Olli Kahn waren positiv arrogant, sie waren emotional. Die Spielerinnen bei Wolfsburg sind nicht emotional, sondern eiskalt und berechnend. Das will keiner sehen. Jubel geht da nur mit angewinkelten Armen. Das ist kein Spaßfußball. Ich sehe eine Maren Wallenhorst lieber mit allen Spielerinnen und Ersatzspielerinnen jubeln als Wolfsburgerinnen. Das ist ehrlicher. Bei den Wolfsburgerinnen wirkt es immer so, als ob nur über die nächste Erfolgsprämie gejubelt wird!

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  • Tim Wolf sagt:

    Qualität setzt oder besser hätte sich durchgesetzt. Gescheiterte suchen die Schuld immer beim Gegenüber, anstatt bei sich selbst.

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  • Sheldon sagt:

    @Tim Wolf: Klar, jetzt wird wieder diese Keule geschwungen. Fakt ist, dass Carolin von Anfang an keine Chance beim VfL hatte und das auch deutlich war. Sie war nur die Lückenfüllerin für eine Maren Tetzlaff, die auch ohne ihre Verletzung sowieso hinter Wensing auf die Ersatzbank gerutscht wäre.

    Obwohl Wolfsburg immer wieder betont, wie wichtig der große Kader und damit einhergehend Rotation ist, hat man Carolin nicht mehr als 2 DFB-Pokalspiele gespielt, dabei nur gegen Zweitligist Lübars über 90 Minuten, gegen einen zerfallenen FCR Duisburg durfte sie die letzten 17 Minuten ran, als es schon 7:1 stand.

    Ich glaube nicht, dass sich eine U20-Vizeweltmeisterin, die bei all ihren Einsätzen dort überzeugt hat und völlig unverständlich in den letzten beiden Spielen von einer Annabel Jäger dort verdrängt wurde, die an ihre Leistung ganz und gar nicht herankam.

    Das war einfach nur Schikane. Aber man sieht sich immer zweimal im Leben und mein Traumergebnis für das Spiel Leverkusen-Wolfsburg in der Rückrunde lautet: 1:0 (Carolin Simon, Freistoß, 89. Minute)!

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  • The Jack sagt:

    @Sheldon: Das war glaub ich das beste u. vernünftigste was ich in letzter zeit gelesen habe !!

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  • be sagt:

    Sheldon, es gehören doch immer zwei zu einer Vertragsunterzeichnung. Also nicht nur Wolfsburg, sondern auch Simon selbst. Es ist verständlich, dass Wolfsburg „für den Fall der Fälle“ nimmt, was (wen) man kriegen kann und ins Portfolio passt. Wer ausgesprochen hohe Ambitionen hat, muss auch unerwartete Ausfälle weitgehend gleichwertig kompensieren können. Simon muss bewusst gewesen sein, dass die Konkurrenz im Kader sehr groß ist, bzw. es hätte ihr bewusst sein müssen.

    Dass sie im ersten Kader fast nicht eingesetzt wurde, ist eine Sache. Dass aber auch ihre Zweitkadereinsätze übersichtlich sind und hinter den Einsätzen beim HSV zurückliegen, eine andere. Das deutet eher darauf hin, dass die Chemie zwischen ihr und den Vereinsgebahren vielleicht nicht so stimmte, sie vielleicht das eine oder andere Mal eine Äußerung hat fallen lassen oder einen verminderten Trainingseifer an den Tag legte, was nicht so gut ankam. Auch das Nachtreten Wolfsburgs, „ihr keine Steine in den Weg legen zu wollen“, deutet auf ein zuletzt eher angespanntes Verhältnis hin mit dem Hinweis an andere Vereine, dass es pflegeleichtere Spielerinnen gibt. Von daher bin ich eher über den Dreieinhalbjahresvertrag in Leverkusen erstaunt.

    Ob die „Schuld“ nun aber eher beim Verhalten der Spielerin oder der Wolfsburger Führungs- und Trainingsebene zu suchen ist, kann man von außen betrachtet nicht sagen. Letztlich sind das auch Interna, die uns nichts anzugehen haben. Hoffen wir lieber, dass sie in Leverkusen wieder deutlich mehr Einsatzzeit bekommt und ihre Entscheidung, dorthin zu wechseln, nicht ebenfalls sehr schnell bereut.

    Von Schikane zu sprechen, ist jedoch völlig fehl am Platz. Schikane wäre es gewesen, wenn Wolfsburg ihr dahingehend einen reingewürgt hätte, indem sie allenfalls in der Zweiten die Bank hätte anwärmen dürfen ohne oder nur mit marginaler Spielpraxis, auf Vertragserfüllung bis 2014 bestanden und sie auch gegen Ablöse nicht freigegeben hätte.

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  • Sheldon sagt:

    @be: Wir wissen beide, dass man Schikane nicht so betreibt, dass sie alle mitbekommen. Das, was aus Wolfsburg kam, war schon rufschädigend genug (Nichtberücksichtigung aus disziplinarischen Gründen).

    Allerdings sehe ich die Schuld schon bei Wolfsburg. Denn schließlich hat man Simon in Wolfsburg einen Erstligavertrag angeboten. Doch statt ihr Chancen zu geben, um sich zu zeigen, wurde sie – zusammen mit Chandraratne und Vetterlein komplett in die zweite Mannschaft abgeschoben. Mehr noch: Wenn Faißt mal nicht gespielt hat, dann bekam Stephanie Bunte, die vom Potential bei weitem nicht mit Simon mithalten kann und gelernte Mittelfeldspielerin ist, den Vorzug auf ihrer Position.

    Natürlich hätte ihr das klar sein müssen, dass es so kommen wird und ich frage mich auch, wieso sie darauf eingegangen ist. Aber letztlich wird ihr der Vertrag unter Vorspielung einer falschen Wirklichkeit angeboten worden sein, ansonsten hätte sie sich sicherlich nie darauf eingelassen!

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  • O. Christ sagt:

    In Ermangelung der bildlichen Möglichkeit: Daumen hoch für be, Daumen runter für Sheldon. Weder im Vertragsangebot vom Sommer noch im Vertragsauflösungsangebot jetzt kann ich etwas Kritikwürdiges sehen, und auch nicht darin, dass die Spielerin beides angenommen hat. Wolfsburg und Simon haben eben nicht zueinander gepasst, und beide haben ihre Konsequenzen gezogen.

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  • Cosmos sagt:

    @Sheldon

    Bezeichnend wie du in deinem Post von 13:01 Uhr klar offenbarst, wessen Geistes Kind deine ganze Kritik ist bzw. welche Substanz sie hat. Nämlich abseits eines unbändigen und moralisierenden Hasses auf Wolfsburg letztlich gar keine.

    Oder wo finde ich von dir eine derartige Kritik an Potsdam? Wo finde ich Statements wie „bekommen den Hals an Spielerinnen nicht voll“ deinerseits im Bezug auf Turbine, die eine auswärtige Nationalspielerin nach der anderen verpflichten, ihren Kader inzwischen auf satte 28 Spielerinnen aufgebläht haben und dem eigenen Nachwuchs damit einen Stein nach dem anderen in den Weg legen?! Wo, @Sheldon, wo finde ich solche Statements im Bezug auf Potsdam von dir?

    Aber es darf ja nicht sein, was nicht sein kann, gelle?! Denn Potsdam, das sind ja per se die Guten, der Schröder Bernd trägt ja einen Heiligenschein, während man Wolfsburg & Frankfurt als Ausgeburten der vermeintlichen (Kommerz-)Hölle alles erdenklich schlechte wünschen muss und jeden noch so nichtigen Anlaß hernimmt, um auf sie draufzuschlagen, ganz gleich wie lächerlich die dazu dienende Faktenlage auch ist.

    Diese Scheinheiligkeit von dir und allen „Sheldons“ dieser Frauenfussballwelt geht wirklich auf keine Kuhhaut mehr und ist ab Absurdität kaum zu überbieten.

    Der User be bringt es auf den Punkt, wenn er darauf aufmerksam macht, dass das einzig wirklich erstaunliche an dem ganzen Theater um Simon der 3 1/2-Jahresvertrag für eine offenkundig wenig pflegeleichte Spielerin in Leverkusen ist.
    Ich zumindest würde keiner Spielerin einen derart langen Vertrag geben, die es in Wolfsburg ein halbes Jahr anscheinend an der notwendigen Einstellung im Training hat fehlen lassen (Und das dürfte abseits deiner Verschwörungstheorien der wirkliche Grund für ihre mangelnden Einsatzzeiten sein) und sich am Ende sogar derart daneben benommen haben muss, dass sie erst vom Trainingslager suspendiert und dann sogar ihr Vertrag aufgelöst wird, nur um dann kaum mehr als 12 Stunden später bereits in der Leverkusener Geschäftsstelle einen neuen Vertrag zu unterschreiben.

    Man muss übrigens auch kein Schelm sein, um diesbezüglich die Rolle Leverkusens in dem ganzen Theater mal kritisch zu hinterfragen.

    Aber ja, Leverkusen gehört bei dir ja anscheinend (noch) nicht zur „Achse des Bösen“. Für Wolfsburg- und/oder Frankfurt-Bashing gibts eben am Ende des Tages auch mehr Applaus in den Foren.^^

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  • Sheldon sagt:

    @Cosmos: […] Ich habe sowohl die Verpflichtung von Winters, von Jaques, von Singer, von Yango als auch die von Vidarsdottir kritisch hinterfragt. Auch der Verpflichtung von Asano stehe ich nicht vorbehaltlos entgegen. Und ich fand es auch nicht richtig bzw. finde es nicht richtig, wie mit Berger umgegangen wird.

    Aber man muss eben auch sagen, dass Schröder fast allen eine Chance gegeben hat, sich durchzusetzen, sogar Yango spielte. Dazu muss man auch sehen, dass die Verletztenliste bei Turbine teilweise so lang war wie der Bayern München-Meisterschafts-Kader 68/69, dass einige Spielerinnen wohl zum Saisonende abgehen werden und dass eben auch der eigenen Jugend ne Chance gegeben wird: Jenny Cramer (19) ist Stammspielerin, Wibke Meister (17) hat bereits einige Spiele bestritten und mit Pauline Bremer (16) steht eine großes Nachwuchsspielerin im Sturm vor der Tür, die bereits beim Hallenpokal gezeigt hat, was in ihr steht.

    Das alles hat Wolfsburg eben nicht. Wolfsburg hat mit Merle Frohms und Johanna Tietge gerade mal zwei Nachwuchstalente im Kader, davon ist bisher nur Merle Frohms einmal zum Einsatz gekommen. Alle anderen Spielerinnen haben bereits eine Transfergeschichte hinter sich und größtenteils vorher in Bundesligaclubs gespielt. Von der Stammbesetzung hat nur Martina Müller keinen Vertrag für die neue Saison, Burmeister, Smith, Chandraratne, Omilade und Wagner gehörten in der Vergangenheit meist sowieso nicht mehr zum Erstligakader. Und die Verletztenliste war nie länger als 5-6 Spielerinnen, lediglich Wagner, Smith und Tetzlaff waren langzeitverletzt.

    Mich wundert es schon, dass Simon ausgerechnet zu Leverkusen gegangen ist, da sie viele Angebote hätte haben können. Ich habe ja Möglichkeiten genannt, Jena oder Freiburg wären sicherlich sehr interessiert gewesen. Gerade auch, weil Leverkusen nun auch so ein Verein ist, der eigentlich auf der schwarzen Liste steht (Werkself etc.), hätte ich ihr zumindest von diesem Wechsel abgeraten.
    Sie jetzt als per se „nicht pflegeleicht“ hinzustellen, ist schon etwas sehr arg, nur weil Wolfsburg das behauptet hat. Simon hat noch nie irgendwo Schwierigkeiten gemacht und gehörte in Hamburg in der vorletzten Saison zu den absoluten Topspielerinnen, genauso wie in der U20-N11. Sie hätte ich mir auch gut bei Bad Neuenahr vorstellen können, da dort Peggy Kuznik – eigentlich Innenverteidigerin – diesen Part ja spielt.

    Aber gut, es ist so, wie es ist und in Leverkusen kommt sie wenigstens zum Zug. Thomas Obliers ist ein Trainer von Format, der sie so einsetzen kann, wie sie es braucht, um ihr volles Potential auszuschöpfen und wie Kellermann es anscheinend nicht konnte.
    Ich freu mich jedenfalls, dass sie endlich wieder Einsatzzeit bekommt und – wer weiß – vielleicht spielt sie ja irgendwann in der A-Mannschaft auf der linken Verteidigerposition 😉

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • wieb ke sagt:

    1.)Evt. hat auch eine entlassene Simon (sie wusste es sicher, bevor es veröffentlicht wurde)bei Mädels, die sie kennt nachgehört, ob eine Möglichkeit besteht. Sie passt ins Leverkusener Konzept der jungen Spielerinnen, warum sollte also Obliers nicht zuschlagen. Er legt grossen Wert auf Disziplin und wird seine Fronten schon klar gestellt haben.Laut Bayer-Website lagen Simon mehrere Angebote vor. Hätte sie bei einem anderen Verein unterschrieben, wäre dieser der Böse….
    2.)Kann mich erinnern, dass Claudia Götte (2011?)bei Bad Neuenahr, warum auch immer, entlassen wurde und anschliessend bei Leverkusen eine neue fussballerische Heimat gefunden hat. Seit dem hat man nie wieder etwas von disziplinarischen Schwierigkeiten gehört.

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  • Cosmos sagt:

    @Sheldon

    „Ich habe sowohl die Verpflichtung von Winters, von Jaques, von Singer, von Yango als auch die von Vidarsdottir kritisch hinterfragt. Auch der Verpflichtung von Asano stehe ich nicht vorbehaltlos entgegen. Und ich fand es auch nicht richtig bzw. finde es nicht richtig, wie mit Berger umgegangen wird.“

    Vergleich mal Tonfall, Duktus und Intensität deiner „kritischen Hinterfragungen“ bzgl. Potsdam mit jenem Bashing, dass du wie in einer Endlosschleife bei jeder Gelegenheit gegen Wolfsburg oder Frankfurt fabrizierst.
    Da liegen Lichtjahre dazwischen. Deine ideologisch gefärbtes Moralaposteltum ist inhaltlich schon fragwürdig genug. Aber wenn dann wende es doch wenigstens konsequent auf alle Vereine an. Oder besser: Hinterfrage deine normativen Ansprüche an sich mal kritisch.

    „Burmeister, Smith, Chandraratne, Omilade und Wagner gehörten in der Vergangenheit meist sowieso nicht mehr zum Erstligakader.“

    Smith war also wenn fit keine gesetzte Stammspielerin? Wagner bis zum Beginn ihrer Verletzungsmisere keine regelmäßig eingesetzte Spielerin? Faktencheck: Sheldon, Setzen, Sechs.

    „Gerade auch, weil Leverkusen nun auch so ein Verein ist, der eigentlich auf der schwarzen Liste steht (Werkself etc.), (…)“

    Oha! Der Herr führt bereits „schwarze Listen“. Manche Menschen entlarven sich schon durch ihre Wortwahl …

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