FSV Gütersloh holt Marion Gröbner

Von am 20. Januar 2013 – 15.29 Uhr 6 Kommentare

Bundesliga-Aufsteiger FSV Gütersloh 2009 hat sich die Dienste von Marion Gröbner gesichert. Die österreichische Nationalspielerin unterschrieb einen Vertrag bis zum Saisonende und soll die Offensive der Ostwestfälinnen verstärken.

„Marion ist eine erfahrene Spielerin, die im Prinzip überall spielen kann“, so FSV-Geschäftsführer Michael Horstkötter gegenüber Womensoccer, „aber bei uns drückt der Schuh in erster Linie in der Offensive.“

Gröbner erklärt: „Das Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt mit dem FSV Gütersloh, und ich bin auch überzeugt, dass wir dieses Ziel schaffen!“

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Gastspiel in Norwegen
In Kontakt mit der Österreicherin steht der FSV bereits seit längerem, denn in der Region ist sie durch ihre zwei Jahre beim Herforder SV keine Unbekannte. „Wir haben bereits zu Saisonbeginn mit ihr gesprochen, aber da hat sie sich für Norwegen entschieden“, sagt Horstkötter. Mit Medkila IL spielte Gröbner in der zweiten Liga. Das Saisonziel Wiederaufstieg wurde knapp verfehlt, aber „menschlich war es eine tolle Erfahrung, etwas ganz anderes zu erleben, mit einer anderen Sprache zu leben und einfach nur Fußball zu spielen“, resümiert die 27-Jährige, deren Vertrag in Norwegen ausgelaufen ist.

Nach einem halben Jahr in Norwegen kehrt Marion Gröbner nach Ostwestfalen zurück. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Nach einem halben Jahr in Norwegen kehrt Marion Gröbner nach Ostwestfalen zurück. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Sprache entscheidend
Mit FSV-Trainer Markus Graskamp stand Gröbner, die 2008 in Österreich zur Fußballerin des Jahres gewählt wurde, während der vergangenen Monate stets in Kontakt, und nun hat sie bis zum Saisonende in Gütersloh unterschrieben. Für Horstkötter war neben Gröbners Leistungsvermögen auch die Sprache entscheidend.

„Wir haben in Gütersloh schon Erfahrungen mit Amerikanerinnen gemacht, und es dauert auch immer einige Zeit, bis die sich eingelebt haben. Daher war uns wichtig, eine deutschsprachige Spielerin zu verpflichten, die sich schnell integrieren kann. Und der deutsche Markt gibt momentan nicht viel her.“

Bereits Anfang des Monats gab der FSV die Verpflichtung der Schweizer Nationalspielerin Lara Keller bekannt. Ob bis zum Ende der Transferperiode am 31. Januar weitere Neuverpflichtungen folgen werden, ließ Horstkötter offen. „Noch sind ein paar Tage Zeit, und wir schauen uns natürlich um.“

 

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6 Kommentare »

  • MariaOzawaFan sagt:

    Schön zu sehen, daß sich der FSV Gütersloh noch nicht aufgegeben hat. Evt. reicht auch der 11. Platz zum Klassenerhalt falls Duisburg keine Lizenz für die nächste Saison erhält.

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  • enthusio sagt:

    Das will ich ja wohl nicht hoffen. Die Absteiger sollen sportlich ermittelt werden, nicht durch einen Lizenzentzug.

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  • MariaOzawaFan sagt:

    @enthusio,

    was heißt eigentlich sportlich? Sportlich bedeudet für mich fair, weil Sport und Fairness eigentlich zusammengehören.

    Ist es etwa sportlich wenn Mannschaften wie Sifi oder Gütersloh im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten bleiben und deshalb am Tabellenende stehen während Duisburg über seine Verhältnisse lebt, d.h. Spieler verpflichtet die sie nicht bezahlen können und deshalb in der Tabelle etwas besser darstehen. Ich würde es schon fair finden wenn Duisburg für nächste Saison keine Lizenz bekommt.

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  • FFFan sagt:

    @ enthusio:
    „Die Absteiger sollen sportlich ermittelt werden, nicht durch einen Lizenzentzug.“

    Das wünschen wir uns vermutlich alle. Aber bei Duisburg muss man schon froh sein, wenn sie diese Saison noch zu Ende spielen können (und damit alle Ergebnisse in der Wertung bleiben). Dass sie für die nächste Saison noch mal eine Lizenz bekommen, kann ich mir nicht vorstellen, es sei denn es geschieht in den nächsten Tagen ein Wunder und es muss doch kein Insolvenzantrag gestellt werden.

    Wahrscheinlich reicht demnach erneut Platz 11 zum Klassenerhalt. Die Chancen für den FSV Gütersloh stehen also relativ gut.

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  • Sheldon sagt:

    Dass Duisburg eine Lizenz für die nächste Saison bekommt, kann ich mir nicht vorstellen. So wie ich das verstanden habe, dürfte dies bereits sicher sein.

    Ich finde es sehr schade, wenn hier alle immer und überall auf dem Finanzmanagement des FCR Duisburg in dieser Saison herumhacken. Es hängt sicherlich nicht daran, dass der Verein derart kaputt ist. Der Verein hat über fast ein Jahrzehnt über seine Verhältnisse gelebt, nun zahlt er dafür verspätet die Zeche. Gerecht wäre ein Zusammenbruch vor vier Jahren gewesen, denn damals war der Verein schon so gut wie bankrott!

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  • MariaOzawaFan sagt:

    @Sheldon,

    möglicherweise begannen die Probleme schon viel früher. Leider liegen wie eigentlich immer keine genauen Informationen vor.
    Duisburg ist kurz vor der Saison gerade noch so dem Pleitegeier entkommen, trotdem hat man einen Etat von 1 Million Euro und verpflichtet noch 2 Amerikanerinnen die bestimmt nicht billig sind.
    Für mich ein Zeichen von Größenwahn.

    Was passiert eigentlich wenn sie keine Lizenz für die nächste Saison bekommen? Müssen sie dann in die Regionalliga oder wird der verein gar aufgelöst??

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