FCR 2001 Duisburg muss Insolvenzantrag stellen

Von am 17. Januar 2013 – 19.07 Uhr 88 Kommentare

Das Frauenfußball-Jahr 2013 beginnt mit einer traurigen Nachricht: Der FCR 2001 Duisburg ist im Sinne der Insolvenzordnung zahlungsunfähig und wird in der kommenden Woche beim zuständigen Amtsgericht den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen.

Wie es in einer Pressemitteilung des Vereins heißt kann der FCR 2001 Duisburg „die zum 15. Januar 2013 fälligen Gehälter nicht zahlen.“ Diese Liquiditätslücke sei kurzfristig nicht zu schließen, so dass der Vorstand rechtlich verpflichtet sei, einen Insolvenzantrag zu stellen.

Logo des FCR 2001 Duisburg

Logo des FCR 2001 Duisburg ©FCR 2001 Duisburg

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Insolvenzantrag in der nächsten Woche
Um den Verein in die Lage zu versetzen, den Spielbetrieb in der laufenden Saison fortzusetzen und um eine Sanierung des Vereines und damit auch eine weitere Teilnahme am Spielbetrieb der 1. Bundesliga zu ermöglichen, lässt der Vorstand zur Zeit den Insolvenzantrag durch einen Insolvenzrechtler vorbereiten, um ihn dann in der nächsten Woche zu stellen.

Verhandlungen mit dem DFB
Gleichzeitig werden auch Gespräche mit dem DFB und den nachgelagerten Verbänden geführt, damit der laufende Spielbetrieb nicht beeinträchtigt wird und um den Fortbestand des Vereins über das Saisonende hinaus zu sichern. Wie der DFB in einer Pressemitteilung am Freitagmorgen bekanntgab, hat das Einreichen des Insolvenzantrags zunächst keine Auswirkungen auf den Spielbetrieb der Frauenfußball-Bundesliga, weder auf die schon ausgetragenen Spiele des Vereins noch auf die noch zu absolvierenden.

Duisburg droht Abstieg
Sollte jedoch ein Insolvenzverfahren mangels Masse abgelehnt oder vor dem letzten Spieltag eröffnet werden, würde Duisburg als erster Absteiger der Saison 2012/2013 feststehen. Alle Spiele, die der Klub in der Bundesliga bis zu diesem Zeitpunkt absolviert hat und die er danach noch austrägt, würden in diesem Fall nicht gewertet werden. Heike Ullrich, DFB-Abteilungsleiterin Spielbetrieb, erklärt: “Wir stehen im engen Kontakt mit dem FCR. Der Verein hat deutlich gemacht, Lösungen finden zu wollen, und möchte den Spielbetrieb in der Frauen-Bundesliga aufrecht erhalten.”

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

88 Kommentare »

  • gerd karl sagt:

    nah herr juchem, da kann man nur für sie hoffen das das wahr ist.
    sonst sollte man sie verklagen, denn man sollte erst abwarten bis der verein dies bestätigt.
    hat was mit gutem journalismus zu tun.

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  • Winter sagt:

    Ich drücke Duisburg die Daumen.!

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  • failure sagt:

    Das IST ein Schock-. Good Luck.

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  • Rainer sagt:

    Marcus zitiert eine Pressemitteilung des Vereins.

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  • gerd karl sagt:

    diese pressemitteilung ist aber nirgends zu finden.
    und der verein hat auf seiner homepage nichts gebracht.

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  • Cosmos sagt:

    Eine traurige Episode für den deutschen Vereinsfrauenfußball. Man kann nur hoffen, dass man in Duisburg in den kommenden Wochen/Monaten das Ruder noch herumreissen kann.

    In Washington dagegen wird man sich wohl freuen, denn damit dürfte der Wechsel von Ashlyn Harris in die NWSL bereits zum Beginn der dortigen Saison über die Bühne gehen.

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  • uwe sagt:

    @ Gwerd Karl

    Es ist wahr 🙁

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  • mrx sagt:

    Der Verein hat die PM übrigens selbst verschickt. 😀

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  • Beobachter sagt:

    Die Meldung ist inzwischen auch woanders zu lesen.
    Schade, sehr schade.
    Solche finanzielle Schieflagen haben oft lange Vorgeschichten. Einer, der noch bis Sommer 2012 lange Verantwortung im Vorstand des FCR hatte, ist jetzt in Essen in Funktion. Wird Essen diesen Weg dann auch bald gehen?
    Dem FCR drück ich die Daumen, dass er es schafft.

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  • Wi(e)so sagt:

    Ich drücke dem FCR ganz fest die Daumen, dass es trotz allem weitergeht, die Spielerinnen dem Verein möglichst die Treue halten und auch das Team hinter dem Team nun eng zusammenrückt und weitermacht. Alles Gute FCR !

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  • Speedy75 sagt:

    Auch wenn es manche wohl nicht wahr haben wollen, leider ist es wahr. Ich drücke Duisburg auch die Daumen dass sie es schaffen, wäre extrem schade wenn wieder ein grosser Verein verschwindet. Waren ja bereits vor Saisonbeginn fast in einer ähnliche Situation haben es damals aber noch geschafft.

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  • FF-Fan sagt:

    Das ist ein Hammer, aber wenn man die Liga verfolgt hat, dann kommt es nicht überraschend. Auch andere Vereine kämpfen mit massiven Geldproblemen. Sindelfingen entlässt den Co-Trainer um Geld zu sparen, Bad Neuenahr werden Probleme nachgesagt durch den Ausstieg von Lotto, Jena ist nicht auf Rosen gebettet und das alles ist nur die Spitze des Eisberges. Man kann es sich jetzt einfach machen und sagen: in den Vereinen haben eben die falschen Leute die falschen Entscheidungen getroffen. Aber das ist zu billig und zu kurzsichtig gedacht. Die Anforderungen in dieser Liga sind inzwischen so hoch, dass es kaum noch Spielerinnen gibt, die unter 400 Euro Verdienst dort „arbeiten“ können. Denn viele sind jung, studieren, sind Schülerinnen, manche in einer Ausbildung. Bei allen jedoch ist es das gleiche Problem: die Anforderungen der Bundesliga vertragen sich nicht mit mehreren Nebenjobs um sich dieses Hobby zu finanzieren. Ein junger Mensch, der sieben, acht mal die Woche trainiert und auch am Wochenende für den Sport unterwegs ist, ist nicht in der Lage auch noch nebenbei mit anderen Berufen Geld zu verdienen. Für regulär Berufstätige ist ein Vormittagstraining utopisch – und ohne diesem verliert man schnell den Anschluss. Der DFB ist gefordert! Er hat sein Produkt gehypt und läßt es jetzt versauern. Was soll man denn mit den bezuschussten 180.000€ schon bewerkstelligen? Zwei Hauptamtliche (Trainer, eine administrative Person), Kosten für Auswärtsfahrten und dann noch die Kosten für einen einigermaßen konkurrenzfähigen Kader – von der Jugendarbeit und sonstigen Kosten ganz abgesehen. Das Geld reicht vorne und hinten nicht. Klar, es gibt Sponsoren. Aber Sponsoren geben Geld nur für eine Gegenleistung: Aufmerksamkeit, Publicity, Umsatzsteigerung. Nur Mäzene geben Geld ohne diesen Bedingungen, aber hier wäre mir keiner bekannt in der Liga. Keine Mannschaft verfügt über ein hohes Sponsoring-Einkommen. Die „Männer-Abkömmlinge“ sind hier ausnahmen, aber das kann nicht der Maßstab sein. Der DFB muss entweder die Bundesliga TV-gerecht vermarkten, den Druck bei den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten erhöhen, oder er muss die Schatulle weiter öffnen um die Professionalität in den Vereinen und in ihrem Umfeld zu fördern, was auf Sicht gesehen die Liga attraktiver machen kann, aber das ist Zukunftsmusik. Was macht eigentlich diese […] Kommission der Frauenbundesliga, oder wie auch immer diese Interessengemeinschaft genannt wird? Noch nie hat man was von diesen gehört. Insider berichten wenig positives über dieses Gremium und auch bei diesem Fall wird diese „Gemeinschaft“ schweigen – zumal einer davon (G. Lutz) wohl tiefe Einblicke in die Probleme in Duisburg hatte. Wird der Verband nicht aktiv, so wird die Liga ganz schweren Zeiten entgegen gehen…

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • MariaOzawaFan sagt:

    Weiß jemand wie es weitergehen könnte? Wenn die Spielerinnen nicht bezahlt werden, werden sie wohl kaum spielen wollen, bzw. können weil sie Geld verdienen müssen.

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  • Cosmos sagt:

    @MariaOzawaFan

    Zumindest für drei weitere Monate ist die Bezahlung der Spielerinnen jetzt im Zweifel mittels des Insolvenzausfallgeldes gesichert.

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  • gerd karl sagt:

    ja, ich glaube der herr watzke sollte mal was für den frauenfussball tun.

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  • Detlef sagt:

    Eigentlich hätte man es schon zu Saisonbeginn ahnen können, daß ein so gravierendes Problem nicht von jetzt auf gleich aus der Welt geschafft werden kann!!!
    Man hat ja auch gerne glauben wollen, daß einem so traditionsreichem Verein gerne geholfen wird!!!

    Und hieß es dann nicht sogar, daß man „Dank der treuen Sponsoren“ die nächsten zwei Spielzeiten zwar mit deutlichen Abstrichen, aber immerhin auf Bundesliganiveau weiterspielen könne???
    Also was ist da in Duisburg passiert???
    Sind die treuen Sponsoren etwa abgesprungen, oder hat man sich mit den Verpflichtungen von Banecki, Reed und Harris doch übernommen???
    Warum hat man den Mitgliedern noch vor wenigen Wochen in der JHV nix von den erneuten Problemen erzählt, sondern sich vielmehr damit gebrüstet, wie geschickt man doch dem Pleitegeier entkommen sei???
    Wie kann es sein, daß jetzt plötzlich kein Geld mehr für die Gehälter da ist???
    Oder haben die Vereinsoberen schon in der JHV gewußt, daß es bald vorbei sein würde???
    Gehälter sind laufende Kosten, keine Sonderzahlungen!!!
    Warum ist das Geld, daß angeblich zwei Jahre reichen sollte, schon nach sechs Monaten aufgebraucht???

    Schade Duisburg, es war immer toll bei Euch!!!
    Aber spätestens jetzt wird sich auch die letzte bundesligataugliche Spielerin nach einem neuen Arbeitgeber umschauen, und damit wird der FCR wohl auch sportlich auf einem Abstiegsplatz landen!!!

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  • FFFan sagt:

    Der FCR 2001 Duisburg – ein Lehrstück über Großmannssucht im Frauenfußball!

    Wie ist das eigentlich geregelt: stehen die ‚Löwinnen‘ mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens automatisch als erster Absteiger aus der Bundesliga fest?

    Auf den Internetseiten des DFB gibt es noch keine Meldung zu dem Thema. Scheint so, als ob diese Entwicklung den Verband zwei Tage vor dem Hallenpokal kalt erwischt hat…

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  • xyz sagt:

    Ich gebe FF-Fan in allen Punkten Recht. Aber viel haben die Vereine auch selber verschuldet,wenn sie in finanzieller Schieflage geraten sind.Es sind z. Zt. gerade mal zwei Vereine,die mit ihrem Geld die ,,Stars„ des FF anlocken und verpflichten können.Dann gibt es einzelne Vereine,die schlicht über ihre Verhältnisse leben und schon in der Vergangenheit Spielerinnen verpflichtet haben,dessen Forderungen sie nicht auf dauer bezahlen konnten.
    Duisburg z.B. hätte lieber eine Nachwuchtorhüterin verpflichten müssen,anstatt eine teure,zwar gute, Amerikanerin zu verpflichten. Außerdem stand sie nicht oft im Tor,weil sie verletzt war. Eine Barnecki wird auch nach Duisburg gegangen sein,weil man ihr mehr Geld zahlen wollte,als Essen. Sie war .wie man es in der Presse lesen konnte mit Essen in Verhandlungen und plötzlich unterschrieb sie in Duisburg.Da hätte man an ihrer stelle wohl das ,,Gesamtpaket„ wie es immer so schon gesagt wird,mal besser ansehen sollen. Jetzt ist in ihrem Paket direkt die Insolvens mitdabei!
    Wenn die Vereine alle nicht über ihre Verhältnisse leben würden dann könnten nicht so viele Spielerinnen zu hohe Gehälter verlangen.Es können ja nicht alle nach wolfsburg und Frankfurt gehen!Bad Neuenahr hat dies,so hoffe ich rechtzeitig erkannt und will ,wie Essen auf guten Nachwuchs setzen. Ich hoffe,dass Duisburg für alle Vereine eine Warnung ist,dass das über die Verhältnisse leben,zu kurz gedacht ist!Und wie man sieht,hat Frankfurt auch so seine Probleme,zwar nicht finanziell,aber dafür Sportlich.Geld allein ist nicht der Garant für die Meisterschaft!Wenn man sieht,wer in letzter Zeit die Liga verlassen hat und ins Ausland gegeangen ist,dann sind es oft diejenigen ,die hier sehr viel Geld kassiert haben`,der Verlasssen Verein in finanzieller Schieflage geraten ist und jetzt nur noch ihr,,Gesamtpaket„im Ausland finden.Barjamar soll ja auch schon über das Ausland nachdenken. Der Markt ist eben hier abgegrast,dann zieht man eben weiter.

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  • FF-Fan sagt:

    @xyz: klar, du hast vollkommen recht. Neue Spielerinnen kommen nicht wegen der schönen Landschaft nach Duisburg, die haben natürlich auch finanzell „passende“ Angebote erhalten, wie immer diese auch ausgesehen haben. Und da muss sich der Verein durchaus hinterfragen, wieso er hier so kurzsichtig handelt. Zumal das auch ggü den neuen Spielerinnen mehr als unfair ist. Die haben ja ihren Lebensmittelpunkt nun nach Duisburg verlegt – und im Sommer geht die Suche wieder von vorne los.
    Definitiv leben die Vereine mit den finanziellen Problemen über ihren Verhältnissen. Nur in diesem Fall muss man berücksichtigen: niemand hat sich dabei bereichert! Oft sind eben diese 400€ schon über der finanziellen Schmerzgrenze. Und eine Spielerin mit 600€ Nettoverdienst kostet den Verein ja schon durch die Lohnnebenkosten 800€ (sehr grob geschätzt). Es muss daher ein Zeichen vom DFB gesetzt werden, eine „Selbstregulierung“ aller Vereine ist eher schwierig. Was möchte der DFB? Weiterhin eine der weltbesten Nationen im Frauenfussball bleiben? Das geht nach meiner Ansicht nur, wenn man allen Spielerinnen in der Bundesliga ermöglicht, diesem Sport ohne Zweit-/Drittjobs nachzugehen. Oder man sagt sich ganz gemütlich: wer Geld verdienen möchte, der geht nach Wolfsburg oder Frankfurt, der Rest kickt auf absoluter amateurbasis, kommt auch mit drei, vier Trainingseinheiten pro Woche aus. Dadurch ist es kaum noch möglich, in den kleineren Vereinen Talente ausreichend zu fördern und die zwei „Großen“ haben durch fehlenden Konkurrenzkampf in der Liga auch ein Niveauproblem. Potsdam liegt bei dieser Aufzählung ein bißchen zwischen den beiden Extremen, es bleibt zu hoffen, dass dort das Geld noch eine Weile reicht. Zur WM 2011, da wurde die Liga gehypt, indirekt forderte man seitens des DFB´s von den Vereinen die Teams zu verstärken, machte Hoffnung, dass nach der WM der Boom einsetzt und sich dann alles auf einem höheren Niveau einspielt. Das Turnier lief unglücklich, der neue DFB-Präsident hat noch kein Wort über FF verloren und so gehen die Dinge einen negativen Gang. Und um das hier noch mal zu betonen: die Liga lässt es sich auch gefallen, leider sieht man hier kein Entgegensteuern gegen diese Tendenz. Dafür wäre in meinen Augen diese FF-BuLi-Kommission gedacht, welche aber nie in Erscheinung tritt.

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  • Beobachter sagt:

    Einfache mögliche Gründe für finanzielle Probleme: Die Heimspiele des FCR sind nach den vielen Abgängen für die Zuschauerinnen und Zuschauer unattraktiver geworden, die durchschnittlichen verkauften Ticketzahlen viel niedriger, also auch die Einnahmen. Zuschauerzahlen sind nicht mehr vierstellig, sondern dreistellig.

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  • Markus Juchem sagt:

    Der Artikel wurde am Ende ergänzt mit einem Statement vom DFB.

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  • Maxsee sagt:

    Man kann FF-Fan nur zustimmen und seine Informationen bedenken.
    Das sollte die Anhänger des FF sehr nachdenklich machen. Dazu noch weiteres:
    – Die Zuschauerzahlen sprechen eine deutliche Sprache – Minus bei allen Klubs; Wer kann mit einem Schnitt von 400 Heimzuschauern eigentlich bestehen?
    – Neuenahr holt Minnert zurück in die Geschäftsführung.
    – Was wäre mit dem Bundesliganiveau ohne die “ amerikanische Spritze“?
    -Auch bei den Großen ist nicht nur eitel Sonnenschein. Die Commerzbank Frankfurt will in Deutschland 6000 Stellen abbauen. Wiie wird sich das auf ihr Sponsoring auswirken ?
    – In Potsdam wollen die Stadtverordneten einen höheren Anteil der Betriebskosten des „Karli“ – kein Pappenstil- auf Turbine abwälzen.
    – Und der DFB sowie die Frauenverantwortlichen haben dazu keine treffende Aussage? Die Kommision Dietrich/Lutz sagt schon seit 2 Jahren nichts? Und die Frau Jones?
    Was sagt ein bekanntes Sprichwort? Bei Geld hört die Gemütlichkeit auf!
    Warum wurde eigentlich der Beitrag von FF-Fan editiert? Stellt es auch unbequeme Fragen?

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  • Markus Juchem sagt:

    @Maxsee: Im angesprochenen Beitrag wurde ein Wort gelöscht, weil es nicht mit unseren Leitlinien im Einklang stand: http://www.womensoccer.de/ueber-uns/blog-regeln/

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  • gerd karl sagt:

    liebe leute, über die verhältnisse leben, tun das nicht alle.
    ich will nicht wissen, wie viel schulden, lyon, psg, tyresö, malmö und die anderen frauen clubs haben,
    es ist natürlich auch eine schuld der fans, warum gehen sie nicht mehr zu den spielen von duisburg nur weil ein paar führungsspielerinnen weggegangen sind, das der verein in finanzieller schieflage ist.
    und dann die exspielerinnen und trainer, die denn verein verlassen haben weil er kein geld mehr hat.
    haben sie eine mitschuld, natürlich, laudeher, popp, wensing, krahn, bresonik und die trainer mvt und keteler.
    war keteler krank oder hat er nur den eleganten absprung gesucht.
    es sind alle schuld, auch die fans, leider.

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  • Sheldon sagt:

    Zunächst einmal tut es mir um den Verein leid, und ich denke auch, dass der Verein das nicht überleben wird, vielleicht seine Mannschaften auch generell aus dem Spielbetrieb zurückziehen wird. Es wäre ein klares Signal.

    @Detlef: Ich kann deine Wut ja verstehen, doch generell war das seit 2011 nur noch Insolvenzverschleppung wie sich jetzt rausstellt. Dass man sich mit Harris, Banecki und Reed übernommen haben soll, finde ich schon sehr komisch, für diese Spielerinnen haben Bresonik, Laudehr, Popp, Wensing und Krahn gegangen, die deutlich mehr Geld geschluckt haben.

    Ich sehe es eher wie FF-Fan. Der DFB hat sein „Projekt“ gehypt und dann ganz schnell wieder fallen gelassen. Duisburg hat lange hoch gepokert, hat dort bis 2009 versucht, eine Jahrhundert-Elf auf Pump aufzubauen, doch hat danach die Entwicklung verschlafen, hat sämtliche Perspektivspielerinnen ziehen lassen und nur auf die alten Eisen gebaut. Bedeutete: Hohe Gehälter für niedrigen Erfolg.

    Duisburg hat sich darauf verlassen, dass der Hype um die Sportart am Ende auch den eigenen Finanzen zu Gute kommen wird und dass man sich mit dem starken Sponsorenzulauf durch die WM sich grundsanieren könne. Doch die WM kam zu spät, das Chaos fand in Duisburg 1 Saison zu früh statt, genau so, dass alle Sponsoren, die vielleicht nach der WM angelockt worden wären, nun die Schotten dicht gemacht haben.

    Damit bleiben mit Potsdam, Essen und Bad Neuenahr nur noch zwei annähernd konkurrenzfähige Traditionsvereine. Bis nächste Saison auch noch Bad Neuenahr geschluckt wird, sodass sich eines Tages Potsdam und Essen zwischen den Fronten von Wolfsburg, Hoffenheim, Leverkusen und Frankfurt aufreiben werden und so auch noch die letzten Fans aus den Stadien verschwinden!

    Aber diese Entwicklung ist ohne leitendes und lenkendes Handeln der FF-Offiziellen beim DFB nicht überraschend. Fußball wird bei den Frauen immer mehr zu Russisch Roulette für die kleinen Vereine. Jede Entscheidung, die sie treffen, kann den Todesstoß bedeuten. Denn dann kommt man schnell in finanzielle Engpässe, sofort beginnt ein riesiger Exodus der Spielerinnen, der durch Kaufsucht von einzelnen Vereinen noch beschleunigt wird, und damit droht auch der Abstieg ins sportliche Niemandsland, die Sponsoren verschwinden vollends und irgendwann auch die Fans.

    Am Ende werden in der Bundesliga nicht mehr die besten Vereine spielen, sondern nur noch die paar Unken, die die Lizenzbedingungen hinbekommen durch große Gönner.

    Selbst wenn ich es nie für möglich gehalten hätte, so langsam fände ich, dass das amerikanische Modell ein gutes Vorbild für Deutschland wäre, damit die Liga nicht komplett zusammenbricht. Denn zur Zeit ist es so, dass die Liga sich tatsächlich in Regionen entwickelt wie einst die WPS! Kein Wunder, dass sich die US-Girls bei uns so wohl fühlen, da müssen ja schon Heimatgefühle entstehen 😉

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  • Detlef sagt:

    FF-Fan schrieb;
    „Zur WM 2011, da wurde die Liga gehypt….“

    Also da müssen wir zu der Zeit auf unterschiedlichen Planeten gelebt haben!!!
    Auf meinem Himmelskörper wurde nur die Natio gehypt, und nur die!!!
    Von der Buli wurde eher negativ berichtet, von unprofessionellen Strukturen, leeren Stadien usw!!!
    Und deshalb haben in der folgenden Saison auch nur die Vereine mit Natiospielerinnen von diesem „Hype“ etwas profitieren können!!!

    Dem DFB kann man sicherlich viel vorwerfen, aber für das Mißmanagement in den Vereinen sind ganz allein sie selber verantwortlig!!!
    Wer meint, das Pokerspiel um Topverdienerinnen unbedingt mitmachen zu müssen, ohne dabei auf seinen Kontostand zu achten, der endet dann auch völlig zu Recht in der Pleite!!!

    Deshalb war es damals auch richtig, daß man in Potsdam (wenn auch schweren Herzens) LIRA hat ziehen lassen!!!
    Sicher hätte man auch bei TURBINE ihre von Sidi beflügelten Gehaltsvorstellungen zumindest eine gewisse Zeit lang bezahlen können!!!
    Aber es hätte das komplette Gehaltsgefüge des Vereins zerstört, vor allem weil LIRA schon vor der WM nicht mehr die Leistungen zeigen konnte, die sie in ihrer ersten Saison bei Potsdam erbrachte!!!

    Ganz unschuldig ist der DFB an diesem Trauerspiel allerdings auch nicht!!!
    Denn seit Jahren hält man die Buli möglichst eng an der kurzen Leine, und verhindert somit die finanzielle Unabhängigkeit der Liga!!!
    Solange diese weiterhin nur in medialen Nischen stattfindet, solange wird es den Vereinen auch in Zukunft schwerfallen, potente Sponsoren an Land zu ziehen!!!

    Und das man die Konzentration von vielen Nationalspielerinnen in gerade zwei Vereinen nicht unterbunden hat, trug zusätzlich zu dem Pokerspiel mit überhöhten Gehältern bei!!!

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  • Sheldon sagt:

    @FFFan: Freilich gibt es Mäzene in der Liga, das ist ja das Problem. Würden Wolfsburg und Frankfurt nicht so immense Summen in den FF prügeln, dann wären einzelne Fehlentscheidungen längst nicht so verhängnisvoll, wie es in Duisburg der Fall war. Dann hätten die Vereine mehr Zeit, Fehler derart schnell wieder auszubügeln, dann würden die Gehälter nicht so in die Höhe schießen, dann würde alles einigermaßen im Rahmen bleiben.

    Und vor allem: Dann würde jeder mal was vom Kuchen abbekommen, sprich: Eine Chance aufs europäische Geschäft haben.

    So wie in der Bundesliga bei den Männern. Mit Bayern, Dortmund, Schalke, Leverkusen, Stuttgart, Wolfsburg und Werder Bremen spielten in den letzten 5 Jahren 7 verschiedene Vereine Champions League, aber darüber hinaus insgesamt mit Gladbach, Hannover, Mainz, Hamburg, Hertha und Nürnberg 6 weitere Klubs im UEFA-Cup/Europa League. Geh noch 5 Jahre zurück und du hast mit Nürnberg, Frankfurt, Bochum, Kaiserslautern und Aachen 5 weitere Klubs, die dort vertreten waren.

    In 10 Jahren haben 18 deutsche Klubs international gespielt! Einmal eine gesamte Bundesliga. Der anhaltende Erfolg der Bundesliga hängt auch damit zusammen, dass durch diese Ausgeglichenheit sich auch die kleinen Vereine an den großen Töpfen bedienen und sich vermarkten konnten bei den Fans und den Sponsoren.

    Wieviele Klubs waren es bei den Frauen in 11 Jahren? Ganze 5 Vereine: Potsdam, Frankfurt, Wolfsburg, Duisburg, Bayern, davon Wolfsburg und Bayern bisher genau einmal.

    Es kann also nicht nur um den DFB gehen, es muss auch um die UEFA gehen. Bei den Männern kam 1955 parallel zum Landesmeisterpokal der Messepokal zustande, 1961 kam dann der Europapokal der Pokalsieger zustande. Solche Wettbewerbe fehlen im Frauenfußball. Ein zweiter Rang ist für viele Teams in der Bundesliga kaum zu machen, weil die ersten Plätze unter Potsdam, Frankfurt und Wolfsburg neuerdings ausgespielt werden. Aber ein 4., 5. Platz, das ist für jedes Team drin. Oder auch mal ne Pokalendspielteilnahme. Zumindest ein 5. Platz wurde von Essen, Hamburg und Bad Neuenahr schon erreicht, Jena und Saarbrücken haben das Pokalfinale zumindest schonmal erreicht. Das sind dann immerhin schonmal 10 Vereine, die in den letzten 5 Jahren international und auch regelmäßig international vertreten gewesen. Das hätte die Breite wesentlich gestärkt. „The Best of the Rest“ hätte dann wirklich was bedeutet und damit wären die Vereine auch für viele Spielerinnen interessant geblieben und geworden.

    Insofern sollte man hier wirklich mal konsequent das Problem in allen Instanzen angegangen werden. In Schweden und Frankreich sieht es sicherlich nicht anders aus bei den Vereinen, die nicht top sind. Das ist ein europäisches Problem, dass es auch bei den Männern gibt, aber nunmal nicht so extrem, weil nunmal eine Gruppe von Vereinen von der Europa League aufgefangen wird.

    Bestes Beispiel, was das auslösen kann, ist Atletico Madrid: Über Jahre konnten sie sich an die großen beiden heranarbeiten, weil sie konsequent gearbeitet haben und durch die Erfolge in der Europa League sowohl deutlich mehr Spiele auf Augenhöhe als auch die nötigen finanziellen Mittel bekommen haben. Nun können sie in der Primera Division Real ärgern und die Liga etwas ausgeglichener darstellen!

    Insofern sollte international gedacht werden!

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  • Kim sagt:

    „Sollte jedoch ein Insolvenzverfahren mangels Masse abgelehnt oder vor dem letzten Spieltag eröffnet werden, würde Duisburg als erster Absteiger der Saison 2012/2013 feststehen.“

    Ich unterstelle mal, dass noch genug Kohle da ist um das Insolvenzverfahren zu finanzieren, so dass Variante 1 nicht eintreffen wird.

    Aber die Saison ist noch lang. Kann man Fall 2 überhaupt verhindern? Wenn der Antrag einmal gestellt wird, liegt es in der Hand des Gerichtes, ob und wann der Insolvenzsntrag stattgegeben wird.
    Kann man überhaupt Einfluss darauf nehmen, wann das Verfahren letztendlich eröffnet wird?

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  • MOPessen sagt:

    Tja, Tradition schützt auch vor Missmanagement nicht. Detlef hat es ja oben schon richtig angesprochen. Was auf der JHV noch für große Töne gespuckt wurden grenzt im Nachhinein schon echt an Wahnvorstellungen. Aber das Problem des
    Missmanagements ist ja nicht erst seit gestern so beim FCR.

    Was der Liga definitiv fehlt ist ein Äquivalent zur DFL im herrenfußball. Auf den DFB ist halt kein Verlass. Ich erinnere nur mal an den Beginn der Saison. Da wurde die Kleinigkeit vergessen dass die U20 WM stattfindet. Und das als amtierender Weltmeister. Es müssen endlich mal die Interessen der Liga VERNÜFTIG vertreten werden. Und das Hauptproblem um die Fernsehübertragung gelöst werden. Es kann ja nicht sein das man die rechte vergibt nur damit es dann nicht gezeigt wird. Die BBC macht es ja hingegen richtig und überträgt die Spiele der FF-Liga. In Frankreich und insbesondere in den USA dasselbe. Wenn medienpresenz da ist kommt auch Sponsoring leichter zustande. Ist in allen Sportarten so.

    Trotzdem würde ich jetzt die Liga nicht abschreiben. Denn wir reden ja über ein FCR spezifisches Problem. Wir können ja froh sein das der VFL die Lücke geschlossen hat die der FCR gerissen hat. Und um die drei großen muss man sich nun wirklich keine sorge machen. Aus finanzieller Sicht gesprochen. Außerdem hat man mit dem FCB einen Verein der auf kurz oder lang auch zu den drei aufschließen wird. Sportlich als auch finanziell. Und um eines noch mal klar zu stellen. Turbine gehört zu den drei großen was Etat angeht. Hier wird es ja gerne etwas anders dargestellt. Hinzu kommt das man mit der SGE und Freiburg auch noch vereine hat die immer in der lag sind die großen zu ärgern.

    Und was die gehaltsfrage angeht hat der FCR auch auf das falsche Pferd gesetzt. Was besonders die Personalie Popp zeigt.
    http://www.waz-online.de/Wolfsburg/WAZ-Sport/Sport-allgemein/VfL-Nationalspielerin-Alexandra-Popp-Mindestens-ein-Titel-sollte-drin-sein
    FYI! Spielerinnen wie Nadine Keßler sind nebenbei auch am arbeiten. http://www.nadine-kessler.de/ Auch wenn das Gesamtpaket hier oft in ““ gesetzt oder belächelt wird. Es ist nun mal so das im FF es mehrere entscheidende punkte gibt. Soweit ich informiert bin hat der Umstand dass der Freund von Banecki bei Homburg spielt auch zu ihrer Entscheidung beigetragen. Und AUCH in Potsdam wird man sehr gut entlohnt. Obwohl immer wieder gerne das Märchen von 11 Freundinnen die für lau spielen verbreitet wird. Und das sage ich als einer der mit Potsdam sympathisiert.

    Was so Kooperationen angeht war und ist der FCR selbst vereinen wie meiner SGE weit hinterher. Außerdem zwingt den FCR ja keiner dazu zu hohe Gehälter zu zahlen. Wenn man bedenkt wie viele Talente aus der eigenen Jugend in der Vergangenheit nicht oder kaum eigesetzt wurden und jetzt bei anderen Vereinen stamm sind.

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  • Beobachter sagt:

    In niederländischen Medien zum FF (Vrouwenvoetbalnieuws) wird schon spekuliert, dass die Teilnahme des FCR Duisburg am Hallenpokal in Magdeburg wahrscheinlich die letzte Aktivität des Vereins sein könnte.

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  • franksquasher sagt:

    Tja, man müsste schon alle genauen Zahlen über Sponsorengelder, Spielergehälter, Zuschauereinnahmen usw. auf dem Tisch haben um sagen zu können wo und an welcher Stelle genau das Schiff anfing zu schlingern.
    Ich dachte eigentlich der FCR hätte seine Hausaufgaben gemacht und nach der extremen Abspeck-Aktion das richtige Maß gefunden.
    Die Zuschauerzahlen sind natürlich rückläufig aber immer noch im hohen dreistelligen Bereich, nicht übel wenn man bedenkt wie viele andere Clubs, auch in der Bundesliga, praktisch unter Ausschluß der Öffentlichkeit spielen. Zum Vergleich…der ebenfalls im PCC beheimatete Oberligist VfB Homberg spielt im Schnitt vor 200 Zuschauern und hat höhere Kosten für die Spieler seiner Herren-Mannschaft zu bewältigen.
    Dieser Niedergang ist allerdings für diese Region bezeichnend…traditionelle und früher sehr erfolgreiche Randsportarten…Rollhockey, Wasserball, Billard…gehen am Stock…der Eishockeyclub stellt nur noch eine Sammlung aus jungen Förderlizenzspielern, die Handballdamen verzichten aus Kostengründen auf den Aufstieg, der MSV ist gerade selbst einer Insolvenz entgangen und wird nur noch künstlich am Leben gehalten. Nicht gerade rühmlich für eine ehemalige Sport- und sportbegeisterte Stadt.
    Apropos MSV: In guten Zeiten, als der FCR international so erfolgreich war, ließ man sich gerne neben-und miteinander ablichten…ob diese „Verbundenheit“ in schlechten Zeiten etwas wert ist ? Ich schätze mal der Terminplan der Zebras lässt kein „Retterspiel“ für die Löwinnen zu. Dabei könnte es ein leichtes sein, genau hier für den Erhalt des FF in Duisburg ein Zeichen zu setzen.
    So oder so…der Ruhrpott ist gesellschaftlich und wirtschaftlich im Niedergang…der Sport bekommt es zu spüren…nicht erst seit gestern…
    Trotzdem…Glück auf Löwinnen…

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  • Sheldon sagt:

    Bei all dem schlechten, die diese Nachricht mit sich bringt, ein Gutes kann die ganze Sache auch haben: Im Sommer steht schon einmal einige frischen Spielerinnen bereit, die neue Vereine suchen, darunter auch eigentlich sehr talentierte Spielerinnen. Beispielsweise denke ich, dass Mandy Islacker, Lieke Martens, Nicole Banecki, Jenny Oster, Jackie Groenen, Daria Streng und Stephanie Weichelt den Rest der Saison dazu nutzen werden, sich für andere Vereine zu empfehlen.

    Dabei wird sicherlich Essen einige Spielerinnen übernehmen, aber auch Bad Neuenahr dürfte sich um die eine oder andere bemühen. Islacker könnte für Essen eine Alternative zu Hartmann im Sturm sein. Damit würde zumindest ein Standort im Westen gesichert.

    Auch Gütersloh dürfte im Einzugsgebiet sein, sodass dort einige Spielerinnen landen könnten. Für Gütersloh bedeutet diese Entscheidung zudem höchstwahrscheinlich die zweite Chance in der Bundesliga! Würde es den Mädels gönnen!

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  • Cosmos sagt:

    D’accord. Exakt dies sind die Knackpunkte, die auch abseits der nun spezifischen Probleme des FCR entscheidend für den Erfolg/Misserfolg des professionellen Frauenvereinsfussballs sind bzw. sein werden.
    Kann an gar nicht oft genug wiederholen: Schaffung eines DFL-Pendants -> Erhöhte Medienpräsenz -> Bessere Vermarktungsmöglichkeiten.

    P.S.: Auch Sheldons Ansatz bzgl. des internationalen Wettbewerbs muss zugestimmt werden. Was hat man sich bei der UEFA eigentlich vor 3 Jahren gedacht, als man den UEFA-Pokal in Champions League umbenannte ohne jedoch auch den Modus entsprechend zu ändern?!
    Eine echte Champions LEAGUE müßte her, die analog zu den Männern zunächst mit einer Gruppenphase beginnt und somit den teilnehmenden Teams dadurch mindestens 3 Heimspiele planbar garantiert, sowie mehr Teams aus den starken Ligen Zugang gewährt. Je 4 Teilnehmer aus Frankreich, Schweden und Deutschland, je drei aus England, Russland und Italien zum Beispiel. Was ganz nebenbei auch das sportliche Niveau dieses Bewerbs erheblich steigern würde.

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  • Detlef sagt:

    Ich kann MOPessen in fast allen Punkten zustimmen!!!
    Das Horrorszenarium von Sheldon ist sicherlich stark übertrieben, und seine Vergleiche mit dem MF absolut unpassend!!!

    Die finanzielle Selbstüberschätzung ist sicher kein rein Duisburger Phänomen, sondern ist gerade im Herrenbereich sehr weit verbreitet!!!
    Im FF beschränken sich die meisten Klubs auf ihre Möglichkeiten!!!
    Die Beispiele von gerd karl sind daher unsinnig, da hinter allen Vereinen große Oligarchen stecken!!!
    Wenn Du so einen Gönner (oder den größten Autokonzern der Welt, oder einen der weltweit größten Finanzzocker) hast, spielt Geld natürlich nur eine sehr untergeordnete Rolle!!!
    Ein Verein lebt nur dann über seine Verhältnisse, wenn er mehr ausgibt als er zur Verfügung hat, was weder auf LYON,PSG,Tyresö und seit Kurzem auch auf Malmö nicht mehr zutrifft!!!

    Potsdam hat sicherlich kein kleines Saler zur Verfügung, kann aber (zumindest finanziell) nicht mit Vereinen wie Frankfurt oder Wolfsburg mithalten!!!
    Wenn dem nämlich so wär, hätte man in den letzten Jahren nicht so viele Spitzenkräfte verloren, die man ständig durch eher unbekannte Spielerinnen ersetzen mußte!!!
    Aber zum Glück ist Geld eben nicht alles was man für den Erfolg braucht, wofür gerade der FFC Frankfurt das allerbeste Beispiel ist!!!
    Auch in Spanien sieht man deutlich, daß Geld allein nicht reicht, um Barca sofort zum Meister zu machen!!!

    Für die Bundesliga wäre ein Zwangsabstieg vom FCR zwar ein großer Verlust, aber ganz sicher kein Weltuntergang!!!
    Wie MOPessen richtig anmerkte, stehen mit WOB und Bayern längst adäquate „Vertretungen“ auf dem Sprung!!!
    Die Topspielerinnen aus Duisburg werden zudem andere Vereine (Essen, Leverkusen, Bayern, Gütersloh, Köln) verstärken, und somit zu Kräfteverschiebungen innerhalb der Liga führen!!!
    Möglicherweise wird Mainhatten auch die präkäre Situation vom FCR ausnutzen, um so kostengünstig zu einer treffsicheren Stürmerin zu kommen!!!
    Aber ansonsten wird das Fehlen der Löwinnen keine größeren Lücken hinterlassen als dies Klubs wie Rheine, FSV Frankfurt, HSV, Wattenscheid usw hinterließen!!!

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  • MOPessen sagt:

    Sheldon spricht da einen guten Punkt an. Ich bin auch der Meinung das zwei Plätze für das internationale Geschäft in einer top Liga VIEL zu wenig ist. Und da nehme ich auch England, Schweden und Frankreich mit ins Boot. Es würde ja auch der Marke CL sehr gut tun wenn es mehrere Topteams schaffen würden. Dann wäre auch wieder mehr Spannung drin. Vor allem müssen diese unsäglichen reisen nach Kasachstan wegfallen oder in eine Vorrunde verschoben werden. Ich kann mich noch gut erinner als der FCR dort spielen musste. Es konnten damals nicht alle Spielerinnen mit weil es sich sonst nicht rentiert hätte.

    Es trifft ja nicht nur Vereine wie Bayern oder Essen, sonder die drei großen noch viel schlimmer. Egal welchen der drei man nimmt, es gehören ALLE in die CL. Auch eine Qualifikation durch einen Pokalsieg fände ich sinnvoll. Wie Sheldon schon sagte, so Vereine wie Saarbrücken oder Jena hätten mit dem Geld viel anfangen können.

    Aber das Hauptproblem ist und bleibt die fehlende Präsenz im Fernsehen. Die Gehälter steigen sowieso. Das wird auch nicht zu verhindern sein. Daran sind aber auch alle drei großen gleich schuld. Was ich persönlich auch nicht als schlimm empfinde.

    @sheldon Frankfurt oder Wolfsburg haben nichts mit dem (finanziellen) scheitern des FCR zu tun. Der FCR war schon im schwanken als VW sich noch nicht besonders für den FF interessiert hatte. Den FCR kann man mit dem BVB vergleichen. Damals waren auch nicht die Bayern daran schuld das sich die Preise so nach oben gedreht haben.

    @detlef bei den ganzen Abgängen die Potsdam zu verbuchen hatte waren glaube ich auch noch andere Umstände am Werke. Ich will mich da ganz vorsichtig ausdrücken.

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  • SC07FanatikerXXL sagt:

    Ich würde WOB liebend gerne gg. Rheine eintauschen…

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  • Sheldon sagt:

    @Detlef: Meines Erachtens verharmlost du hier zum wiederholten Male und auch deine Meinung zu Potsdam kann ich nicht teilen!

    Potsdam könnte, wenn sie wollten, finanziell natürlich für eine bestimmte Zeit mithalten mit den ganz großen Vereinen und könnten immer damit rechnen, in einer Krisensituation vom Land Brandenburg aufgefangen zu werden.
    Potsdam ist nunmal das sportliche Aushängeschild der Region, seit Hertha in einer dauerhaften Krise steckt.

    Aber das ist nunmal nicht das Konzept von Potsdam. Man arbeitet dort ehrlich und wettbewerbsgerecht, was in anderen Regionen der Liga nicht zu erleben ist.

    Man könnte natürlich locker mithalten, aber wieso sollte man das tun? Man ist seit Jahren Seriensieger und in der CL war man in den letzten Jahren 3 Mal Finalist. Wieso den Verein dann noch künstlich aufblähen? Wozu Spielerinnen wie Bajramaj usw. halten, wenn man den Erfolg auch viel einfacher und billiger haben kann?

    Wozu braucht eine Spielerin mehr als 40.000-50.000 Euro pro Jahr? Kann mir das mal jemand verständlich machen? Wenn sie nebenbei noch ne Ausbildung macht? Das reicht locker, selbst für ne 4-köpfige Familie, ich hab das jahrelang erlebt, dass man davon sehr gut leben kann.
    Wieso braucht also eine Spielerin wie Bajramaj, wie Popp, wie Laudehr oder Odebrecht 60.000 bis 100.000 Euro Jahresgehalt? Das führt nur zur Bequemlichkeit.

    Ich hoffe ganz stark auf das US-amerikanische Modell der N11-Spielerin-Verteilung. Je mehr man darüber nachdenkt, desto sinnvoller wird es. Man sollte vielleicht 30-40 Spielerinnen als einen erweiterten Kreis annehmen.
    Jeder Verein 3-4 Spielerinnen, dazu einen aufgeteilten Pool an Juniorenspielerinnen, damit einmal die Chancengleichheit gewahrt ist.
    Stärkere Beschränkungen bei den Transfers usw.

    Wir brauchen endlich stärkere Regulierung, um diesen Ritt auf der Rasierklinge zu vermeiden! Diesem System muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden!!!

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  • Sheldon sagt:

    @SC07Fanatiker: Daumen hoch!

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  • Cosmos sagt:

    @Sheldon

    So sehr ich dir z.B. bei deinem Statement zum internationalen Wettbewerb zustimmen musste, so kurzsichtig sind manche deiner anderen Thesen.

    Erster Punkt: Deine Regulierungsidee z.B. ist völlig an der Reelität vorbeigedacht. Meinst du die Nationalspielerinnen würden sich vom DFB vorschreiben lassen wo sie zu spielen (und mithin auch zu leben) haben? Delegationsprinzip wie damals in der DDR? Gute Güte!^^

    Ergebnis wäre letztlich nur, dass die besten Spielerinnen dann dem DFB den Vogel zeigen und reihenweise ins Ausland zu den zahlungskräftigen Vereinen wie Lyon, Paris, Tyreso und Malmö abwandern würden

    Zweiter Punkt: Wozu Top-Spielerinnen ein gutes Gehalt benötigen? Damit sich der Sport weiter professionalisiert. Ganz einfach. Denn anonsten wird sich die Bundesliga über kurz oder lang aus der europäischen Spitze verabschieden müssen, da andernorts dieser Weg steigender Professionalisierung und Vermarktung gegangen werden wird.

    Dritter Punkt: Dieses Gerede vom „ehrlichen“ Potsdam (die im übrigen mehr auswärtig eingekaufte Spielerinnen im Stammteam haben als jeder andere Club^^) und den achso bösen kommerzialisierten Wolfsburgerinnen und Frankfurterinnen ist absurd. Insbesondere das Prinzip FFC Frankfurt (Eigenständiger Frauenverein, gut vermarktet, vorbildliche Sponsoringstruktur, stabile und steigende Fanbasis) ist die Zukunft des Frauenvereinsfussballs. Oder er hat eben keine Zukunft und wird auch in 20 Jahren noch semiprofessionell vor im Schnitt 800 Zuschauern und unter Ausschluss der Medienöffentlichkeit stattfinden.

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  • Detlef sagt:

    @MOPessen,
    Stimmt, es lag sicherlich nicht nur am Geld!!!
    Aber mit entsprechend angepasstem Saler, wären viele sicher in Potsdam geblieben!!!

    Auch ich fordere schon lange eie unabhängige Ligavertretung auch für die Frauenbundesliga!!!
    Diese könnte/sollte dann auch die Lizenzrechte vergeben, und die Auflagen für deren Vergabe überprüfen!!!
    Mit einer sorgfältigeren Prüfung zu Saisonbeginn, wäre so eine Pleite zur Halbzeit vielleicht gar nicht erst entstanden!!!

    Langfristig könnte diese Ligavertretung sich auch um die eigenständige Vermarktung der Liga kümmern!!!
    Dazu müßte man natürlich auch eigene Sponsoren finden, um auch finanziell unabhängiger vom DFB zu werden!!!

    Auf jeden Fall sollte das Hauptanliegen so einer echten Vertretung sein, daß das Terminchaos vergangener Jahre endlich ein Ende hat

    Vorstellbar wäre auch die Einführung einer gewissen Obergrenze für Nationalspielerinnen, sowohl für deutsche- als auch für ausländische-!!!
    Auch eine Quote für Nachwuchsspielerinnen halte ich für sinnvoll!!!

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  • Detlef sagt:

    Sheldon schrieb;
    „Potsdam könnte, wenn sie wollten, finanziell natürlich für eine bestimmte Zeit mithalten mit den ganz großen Vereinen und könnten immer damit rechnen, in einer Krisensituation vom Land Brandenburg aufgefangen zu werden.“

    Das meinte ich ja mit dem Beispiel von LIRA!!!
    Aber je nach Anzahl solcher „LIRAS“ würde diese „bestimmte Zeit“ zwischen 2-3 Jahren und 6 Monaten schwanken!!!
    Einen Kader wie Frankfurt oder Wolfsburg könnte Potsdam mit dem jetzigen Sponsorenpool keine 3 Monate finanzieren!!!

    Das Land Brandenburg finanziert zwar die Sportschule, aber wenn TURBINE mal in eine Insolvenz geraten sollte, (was hoffentlich nie passiert) wird man auf keine Rettung hoffen dürfen, außer vielleicht sie ist unverschuldet durch höhere Gewalt eingetreten!!!

    Was bitte habe ich Deiner Meinung nach verharmlost???

    Deine Vorschläge zur besseren Regulierung decken sich ja in etwa mit meinen!!!
    Eine Gehaltsobergrenze einzuführen halte ich für schwer durchführ- und kontrollierbar!!!
    Aber solange man mit dem FF keine höheren Gewinne erzielen kann, werden sich die Jahresbezüge kaum über die von Dir genannten Beträge bewegen!!!
    Bitte bedenke bei Deinen 40.000-50.000€ auch die Tatsache, daß sie nach dem Fußball keine Berufserfahrung haben, und ein ziemlich großes Risiko auf Berufsunfähigkeit besteht!!!
    Außerdem verzichten die Spielerinnen für ihren Sport auf Sachen, die für uns selbstverständlich sind!!!
    Nach Abzug aller Steuern und Versicherungen bleibt dann gerade einmal ein gutes Facharbeitergehalt übrig!!!

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  • Sheldon sagt:

    @Cosmos: Mir ist eine semiprofessionelle, aber ausgeglichene Liga sehr viel lieber als das Konstrukt, was wir zur Zeit erleben. Eine solch semiprofessionelle Liga würde sich langsamer, aber dafür kontinuierlich entwickeln und wäre nicht angewiesen auf einzelne Sponsoren.

    Und das US-Modell ist hier sehr gut. Und hier würde ich als Nationalverband ein klares Machtwort sprechen wie dort. Wer nicht in Deutschland spielt, wird nicht für die N11 nominiert. So einfach ist das.

    Wir sehen jetzt, dass unter diesem Modell die N11 leidet. Die USA postiert sich durch ihre neue Liga, die wirklich Erfolg haben könnte, weil man sich auf die eigene Nation fokussiert. Da ist alles auf die N11 konzipiert, auf die Nachwuchsförderung, um auch in Zukunft Nr. 1 zu sein. Da gibt es keine persönlichen Techtelmechtel im Verband, da gibt man sich auch nicht mit 2. Plätzen zufrieden, da zählen nur Siege, und so wird auch verfahren!

    Daran müssten wir uns in Deutschland mal eine Scheibe abschneiden. Denn wir können die hochprofessionalisierteste Liga haben, solange die Identifikationsfiguren fehlen, solange die N11 schwächelt, bedeutet das alles nichts.

    Auch wieder ein Beispiel aus dem Männerfußball: Der Vereinsfußball der Männer war um 2000 herum super erfolgreich:

    UEFA-Cup-Sieger 1996 Bayern
    CL-Sieger 1997 Dortmund
    UEFA-Cup-Sieger 1997 Schalke
    CL-Finalist 1999 Bayern
    CL-Sieger 2001 Bayern
    CL-Finalist 2002 Leverkusen
    UEFA-Cup-Finalist 2002 Dortmund

    7 Europacupfinals in 7 Jahren!

    Aber dennoch wurde diese Zeit als eine schwache Zeit des deutschen Fußballs eingeordnet, als schwarzes Loch, und das aus zwei Gründen (trotz WM-2.):
    1. Es gab nahezu keine (sympathischen) Identifikationsfiguren
    2. Die Nationalmannschaft hat geschwächelt – 1998 Viertelfinale WM, 2000 Gruppenphase EM, 2002 Vize-Weltmeister (mit glanzlosen Spielen und 1:0-Siegen gegen Paraguay, USA und Südkorea), 2004 Gruppenphase EM.

    Seit der WM 2006 beschwört man wieder das Zeitalter der „Goldenen Generation“, die Massen sind euphorisiert, man fühlt sich fußballerisch eigentlich auf den Thron gehörig und ein WM-Titel scheint so greifbar wie schon lange nicht mehr.

    Dabei sehen die Erfolge der Liga viel, viel dürftiger aus:
    Europa League-Finalist 2009 Werder Bremen
    CL-Finalist 2010 Bayern München
    CL-Finalist 2012 Bayern München

    Woher also der Hype?
    Weil die Nationalmannschaft 2006 und 2010 WM-Dritter und 2008 EM-Zweiter wurde. Und weil die N11 mit Müller, Schweinsteiger, Klose, Reus, Neuer, Hummels u.a. wieder echte Führungsspieler hat, Identifikationsfiguren.

    Eine Profiliga wird also nur dann ihre Lorbeeren ernten, wenn sie dazu führt, dass die N11 Erfolg hat. Und wenn sie echte Identifikationsfiguren hervorbringt.

    Und genau das ist das Problem der Deutschen: 1. ist die Erfolgsserie genau bei dem gehypten Medienevent 2011 abgerissen. 2. hat sich von den Spielerinnen, die dort auf dem Platz standen, keine Spielerin als Führungsspielerin gezeigt bzw. wurde keine der Öffentlichkeit als solche präsentiert.
    Die, die es hätten sein können wie z.B. Prinz oder Bajramaj, an deren Stuhl wurde künstlich gesägt. Andere fielen von sich aus aus, wie beispielsweise Nadine Angerer oder Simone Laudehr, und anderen, die es hätten werden können, wie Popp und Celia, wurde das Vertrauen nicht geschenkt.

    Vor der EM 2013 im nächsten Jahr stellt sich also die Frage: Kommt der Erfolg zurück? Und: Gibt es Spielerinnen, die diese Rolle der Führungs- bzw. Identifikationsfiguren einnehmen können, in den Medien wie einst Prinz, aber auch spielerisch wie eine Renate Lingor?
    Bei beidem bin ich skeptisch. Der Erfolg der Vermarktung der Liga hängt nicht davon ab, wer wie gut spielt und wie gut sie professionalisiert ist, er hängt schlicht und einfach immens von dem Image ab, dass die deutsche Nationalmannschaft bei der EM vermitteln kann. Kippt Deutschland hier ganz aus der Favoritenrolle heraus, dann wird es umso schwerer für die Liga, denn dann schrumpft die Glaubwürdigkeit in die generelle Arbeit des Frauenfußballs immer mehr!

    Es ist schließlich auch kein Wunder, dass Profiligen in den USA immer nach einem Erfolgserlebnis der USA starten, und immer nach einem Misserfolg wieder zusammenbrechen. Das folgt demselben Prinzip, nur eben in schnelleren und krasseren Ausmaßen!

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  • Aldur sagt:

    Also ich bin zwar kein Arbeitsrechtsexperte, aber ich denke, da die Spielerinnen von Ihren Vereinen bezahlt werden, kommt dies mindestens einer Nebentätigkeit gleich. Demnach stünde die hier geforderte Regulierung der Anzahl der Nationalspielerinnen pro Team dem EU-weit garantierten Recht auf Arbeitnehmerfreizügigkeit entgegen – genau wie z.B. die alte Ausländerregel (Stichwort Bosman-Urteil).

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  • Sheldon sagt:

    @Aldur: Wie erklärst du dir dann, dass es weiterhin eine Ausländerregel gibt, die Nicht-EU-Ausländer betrifft? Würde ja auch der Arbeitsnehmerfreizügigkeit widersprechen.

    Außerdem kann man das ganz einfach umgehen: Man schreibt sich vom DFB einfach auf die Fahnen, dass man nicht mehr als 3 oder 4 Spielerinnen einer Mannschaft in die Nationalmannschaft beruft. Fertig! Damit würde man das Ganze umgehen. Und ich bin mir relativ sicher, dass man auch damit einen recht starken Kader zusammenbekäme.

    @Detlef: Ich habe geschrieben: „40.000-50.000 Euro incl. Ausbildung“. Demnach haben sie einen Job, haben auch halbtags Berufserfahrung, und ich sehe das Problem einer allgemeinen Berufsunfähigkeit nur sehr bedingt. Manche mag das treffen, aber eine allgemeine Berufsunfähigkeit zu erlangen, ist schon ziemlich schwer. Dazu musst du schwerwiegende langzeitliche körperliche und/oder psychische Schädigungen nachweisen können, dass du wirklich in keinem Beruf mehr arbeiten kannst.

    Dass die Spielerinnen auf etwas verzichten müssen, sehe ich nicht so. Klar entscheiden sie sich für einen Lebensweg, der sehr anders demgegenüber ist, was wir erleben. Aber dafür kannst du dein Hobby zum Beruf machen. Und ich persönlich würde jeder Fußballerin und jedem Fußballer raten, sobald er diesen Beruf nicht mehr als Hobby, sondern als Belastung empfindet, sobald er keine Freude mehr findet und das Geld hier etwas stopfen muss, was er anders nicht aufbringen kann an Glücksgefühlen, sofort aufzuhören damit. Denn damit macht man sich bloß kaputt!

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  • sitac sagt:

    Kurzes Statement zum Beginn dieses Threads. Nach meiner Recherche kam Markus Juchem als Erster mit dieser Meldung heraus, die offensichtlich fundiert überprüft war. Alle anderen von Focus über Handelsblatt zu WAZ etc. waren 30 bis 40 Minuten später dran, von Framba ganz zu schweigen. Von mir Gratulation zu dieser journalistischen Leistung!
    Ansonsten, hier schon angesprochen, bei den katastrophalen Zuschauerzahlen in Liga 1 scheint der Frauen-Vereinsfussball in Deutschland ohnehin verzichtbar.
    Und noch eins:Immer mehr Respekt vor Jena und den Anderen, die ohne nennenswerte Sponsoren und mit knappen Resourcen ihren Laden über die Runden bringen und trotzdem irgendwie mithalten!

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  • gerd karl sagt:

    alle achtung herr juchem, nehme alles zurück und entschuldige mich.
    andererseits hat deutschland noch immer die höchsten zuschauerzahlen europas, in der französischen liga gibt es spiele, auch bei den grossen, wo nur 150 zuschauer da sind.
    ausserdem sinken im winter die zuschauerzahlen immer, war auch voriges jahr so.
    und wenn es wärmer wird gehn sie wieder rauf.
    steffi jones macht auch fehler, sie unterstützt ausländische ligen und vernachlässigt die bundesliga.
    wie kann man die fernsehrechte der frauen bundesliga verkaufen und nicht darauf bestehen das die spiele im fernsehen auch gezeigt werden.

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  • Aldur sagt:

    @Sheldon: Du hast die Antwort doch schon selbst gegeben. Die jetzige Ausländerregel betrifft nur Nicht-EU-Asuländer(innen), weil für EU-Bürger(innen) eine solche Regel nach EU-Recht nicht mehr zulässig ist.

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  • Thomas sagt:

    Also, irgendwie verstehe ich die ganze Aufregung hier nicht. Da soll eine DFL gegründet werden, die Cl aufgestockt werden und schließlich die Buli an amerikanische Verhältnisse angepaßt werden.

    Alles bloß weil ein(!) Verein in Deutschland insolvent ist.
    In meinen Augen wird hier eindeutig über das Ziel hinausgeschossen.

    Natürlich tun mir die Fans und Spielerinnen des FCR leid, sie können am allerwenigsten dafür. Der eigentliche Verantwortliche ist der, der die Verträge, die den Verein so in finanzielle Schwierigkeiten gebracht haben, unterschrieben hat. Ob wir je erfahren wer es war?? Ich glaube eher nicht.

    Interessant wäre zu wissen wie es zur Insolvenz kommen konnte, zum Saisonbeginn hieß es die nächsten 2 Spielzeiten wären gesichert.

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  • Cosmos sagt:

    @Sheldon

    Nur eine kurze Replik: Diese totale Fokussierung sowohl der Medien wie auch des DFB auf die Nationalmannschaft bei gleichzeitiger Vernachlässigung bzw. sogar Gängelung der Vereins- und Ligastrukturen ist Teil und nicht Lösung des Problems.

    Erfolg ist langfristig immer eine Frage der Professionalisierung. Denn wenn Japan, Frankreich und die USA sich vollprofessionelle Ligastrukturen schaffen, während man in Deutschland weiterhin die Vereine und die Bundesliga stiefmütterlich an der kurzen Leine des DFB hält, dann werden sich auch langfristig jene Nationen durchsetzen, die den Frauenfussball professionell betreiben und deren gesamte Erstligaspielerinnen hauptberuflich agieren und zweimal täglich trainieren können, während in Deutschland auch in 10 Jahren noch das „Sheldon’sche Prinzip“ der „ehrlichen“ Semiprofessionalität herrscht. ^^

    Und bzgl. des Rests hat Aldur dich ja schon auf alles notwendige hingewiesen.

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  • gerd karl sagt:

    cosmos, die usa sind nicht professionel, 3 versuche eine liga aufzubauen das ist nicht gut.
    ausserdem werden die ligen in frankreich, japan und jetzt auch in den usa vom verband, so wie in deutschland unterstützt.
    und wenn man ahnung von fussball hat, dann weiss man das diese drei länder das deutsche model umgesetzt haben.
    in deutschland trainieren die spielerinnen mehr als in anderen ligen, es wird nur darauf geachtet, vom dfb, den vereinen, das jede spielerin noch eine ausbildung macht.
    das ist auch gut so.

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  • Detlef sagt:

    @Thomas,
    Die Überlegungen/Forderungen einer unabhängigen Ligavertretung waren allgemeingültig gedacht, und haben eher wenig mit der Situation in Duisburg zu tun!!!

    Die Frage ist halt nur, ob so eine Vertretung zB die Erfüllung der Lizenzauflagen etwas genauer geprüft hätte, als das offensichtlich der DFB gemacht hat???

    @Cosmos,
    Ganz so schwarz würde ich die Situation in Deutschland nicht malen!!!
    Meiner Einschätzung nach ist die Bundesliga immer noch die stärkste und erfolgreichste FF-Liga der Welt!!!

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  • FF-Fan sagt:

    @Thomas: es ist nicht nur die Problematik, dass nun ein Verein Insolvenz anmelden muss, es gibt noch einige weitere Bundesliga-Standorte bei denen immer wieder von finanziellen Problemen berichtet wird. Und sollte Duisburg nun die Liga verlassen müssen, dann wäre das nach dem HSV schon der zweite Verein, der unabhängig vom Sportlichen absteigt. Klar, beim HSV lag das Problem wo anders, aber für die Liga und deren Standing ist das beides eine absolute Katastrophe! Es wäre mehr als nötig, hier einen Dachverband zu gründen, welcher die gesamte Liga anders aufstellt und auch kontrolliert.
    Die Schaffung von weiteren internationalen Spielen und Vergleichen wäre in meinen Augen allerdings eher (sinnvolle) Zukunftsmusik. Die Reisekosten sind für kaum einen Verein aktuell finanzierbar. Und solange das weiterhin unter Ausschluss der Öffentlichkeit passiert (hierzu zähle ich auch 200.000 Zuschauer bei Eurosport) wird das auch keine weiteren Sponsoren anlocken. Ich denke, hier handelt es sich um eine finanzielle Belastung, welche erst ab dem Viertel- vielleicht sogar Halbfinale zu einem ertragsreichen Wettbewerb wird. Zunächst muss sich hier, vor der Haustüre, vieles ändern. Eine weitere Möglichkeit, wenn diese auch nicht unbedingt sonderlich populär wäre: alle Herren-Bundesligavereine werden gezwungen, eine Frauenabteilung zu gründen. Analog dazu, dass die Vereine ja auch beim eigenen Nachwuchs sehr viele Anforderungen seitens der DFL haben. Und ein eigenes Jugendinternat, ein Leistungszentrum, kostet ein Vielfaches von einer Frauenabteilung. Das wäre natürlich über kurz oder lang das Ende für Vereine wie Essen, Bad Neuenahr, Jena. Aber im Sinne einer Professionalisierung und Förderung des Frauenfußballs wäre es eine Lösung. Gerade die „Ableger“ scheinen ja keinerlei finanzielle Probleme zu haben. Bayern München erhält offenbar sogar etwas mehr Geld in letzter Zeit, anders sind die Amerikanerinnen ja auch nicht zu finanzieren. Freiburg hat vor der Saison viele Spielerinnen „anlocken“ können. Leverkusen scheint handlungsfähig und von Wolfsburg braucht man ja hier gar nicht reden. Bei diesen Vereinen sind eben viele professionelle Strukturen schon vorhanden, und die Einbindung einer Frauen-Abteilung bindet hier nur geringe Ressourcen. Natürlich könnte es passieren, dass die Männervereine irgendwann „ehrgeizig“ werden, mehr Geld bereit stellen. Aber das wäre final nur gut für die Entwicklung des Frauenfussballs an sich – und wohl der einzige Weg in absehbarer Zeit eine professionelle Liga zu gründen. Falls jetzt einer mit dem HSV als Gegenbeispiel kommt: natürlich wäre die Frauen-Abteilung locker weiter finanzierbar gewesen, da brauchen wir nicht zu diskutieren. Ein Verein mit einem van der Vaart im Kader hat sicher noch ein paar „Krümel“ (mehr ist es nicht im Gesamtetat) für den Frauenfußball übrig. Aber der HSV konnte ja tun und lassen was er wollte. Es gibt viele Vorgaben für den Männersport, bei dem zunächst gejammert wurde, aber heute sehen die Vereine den Nutzen dieser Auflagen. Das wäre auch beim FF möglich, da bin ich sicher – im Sinne einer Professionalisierung und Förderung dieses Sports.
    Aber wir alle diskutieren hier, machen uns Gedanken – ich bezweifle, dass solche Theman auch beim DFB aktuell auf dem Tisch liegen – und gleich zwei mal nicht bei der von Herrn Dietrich angeführten Kommission, das würde schließlich langfristig mehr Konkurrenz für seinen Verein bedeuten.

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  • sitac sagt:

    Noch ein Nachtrag zu den Zuschauerzahlen. Ich finde hier trotz längerer Recherche keinerlei Zahlen international, schon gar keine offiziellen.
    Hier jedoch ein Statement von Kozue Ando hierzu(Dezember 2012):

    „Seit unserem Titelgewinn hat sich alles verändert – das Interesse der Medien ist extrem gestiegen, sehr viele Mädchen kommen zu den Begegnungen oder wollen auch selbst spielen. Wenn man vor der WM bei Ligaspielen zufrieden war, wenn mal mehr als 1.000 Zuschauer kamen, spielt die Liga heute nicht selten sogar vor mehr als 10.000, manchmal sogar 20.000 Zuschauern – das ist gigantisch!“
    Kozue Ando (Nationalspielerin, Japan) über die Veränderungen in ihrem Heimatland nach dem Gewinn des Weltmeistertitels.

    Quelle:

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  • sitac sagt:

    @FF-Fan : Für mich ist zum Beispiel der Pokalgewinn bei den Frauen ein Muster ohne Wert, nur für’s Archiv, weil er nicht mit dem Zugang zu einem internationalen Wettbewerb verbunden ist. Aber genau aus den von dir genannten Gründen sollte es auch so bleiben: hohe Reisekosten, in den ersten Runden teilweise nicht mal 100 Zuschauer, auch miserable Fernsehquoten, wenn überhaupt übertragen wird.

    Noch eine Beobachtung zu den Printmedien: In den Zeitungen kann
    man z.B. jedes Ergebnis der männlichen Jugend nachlesen -Ergebnisse von Spielen, bei denen grad mal 20 Eltern anwesend sind-, aber oft schon die 2. Frauen-Bundesliga, spätestens aber die Regionalligen, sucht man vergebens.

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  • franksquasher sagt:

    „…es waren Dinge, auf die wir keinen Einfluss hatten“, sagt Hückels. Das klingt, als seien externe Zusagen nicht eingehalten worden…“

    http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/duisburg/dinge-auf-die-wir-keinen-einfluss-hatten-id7496926.html

    Wie gesagt…alles ganz normal in dieser Region…

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  • Sheldon sagt:

    @Cosmos: Ich habe nichts gegen eine Professionalisierung der Liga, aber dann muss es für die gesamte Liga gelten. Das ist zur Zeit nicht möglich, also kann man sie nicht fordern. Niemand nützt es, eine Liga zu haben, in der einige Teams professionalisiert und einige Teams maximal halbprofessionell sind, so wie es zur Zeit ist.

    Ergo muss man sich Möglichkeiten überlegen, wie man eine professionelle Liga erreicht. Diese erreicht man langfristig nur, indem man das Finanzkapital aufbringt. Wie wird das erreicht? Indem man Zuschauer und Sponsoren gewinnt. Wie gewinnt man diese? Durch medienpräsente Erfolge.

    Soweit so gut. Medienpräsente Erfolge sind vor allen Dingen große Turniere. Die gibt es aber nur bei der N11. Masseneuphorie kannst du nur schwerlich über lange Zeit auslösen, das geht nur partiell.

    Das heißt also, man muss zunächst einmal den Sport über die N11 verkaufen, zwangsläufig. Das heißt, der Sport muss zunächst einmal auf die N11 konzipiert werden.

    Wenn man das will, muss man versuchen, innerhalb der Liga möglichst viele Spiele auf Augenhöhe auszutragen. Das geht nur, wenn die Teams relativ ausgeglichen besetzt sind.

    Daher muss man einen Weg zu einer größeren Ausgeglichenheit der Teams finden. Ich sehe diesen Weg, indem man einen Pokal der Pokalsieger oder UEFA-Cup anbietet, vielleicht erstmal nur im Kerngebiet der UEFA und dann auch mit regional verteilten Qualifikationen. In der Europa League gibt es das bereits, dort ist es nach Nord-Mitte-Süd verteilt.
    In diesem spielen dann eben die nachfolgenden Teams + Pokalsieger beispielsweise.
    Bei den Männern hat das in den 70er Jahren die Bundesliga gerettet. Denn damals gab es noch den Pokal der Landesmeister und für den qualifizierten sich nur der Meister der Bundesliga, und das waren zwischen 1969 und 1977 nur Bayern oder Gladbach.
    Für den UEFA-Cup qualifizierten sich allerdings ab 1971 immer vier deutsche Teams (bei 64 Teilnehmern).
    In 6 Jahren schafften es damit mit Braunschweig, Hertha, HSV, Köln, Lautern, Frankfurt, Stuttgart, Wuppertal, Düsseldorf, Duisburg und Schalke gleich 11 weitere westdeutsche Vereine, sich international zu zeigen. Und natürlich konnte auch Gladbach durch den Triumph 1973 seine Stellung in der Liga untermauern. Darüber hinaus konnten durch den Pokal der Pokalsieger in diesen 9 Jahren noch Offenbach international vertreten sein. Eine wichtige Voraussetzung dafür, dass man zwischen 1972 und 1992 bei 11 Nationalwettbewerben nur dreimal NICHT im Finale stand (4 mal bei Weltmeisterschaften, 4mal bei Europameisterschaften, je zweimal 1. und 2.), was wiederum die Voraussetzung für den Massenhype um die Bundesliga war, ein Hype, der TROTZ Umstellung auf das Privatfernsehen mit RAN nicht gestoppt werden konnte.

    Ich sehe es also als unvermeidlich an, dass international der Vereinsfußball attraktiver wird, und wenn dies von den Vereinen selbst ausgeht, wie einst der Messestädte-Pokal. Da muss sich was bewegen, sonst fangen wir die Zuschauer und Sponsoren einfach nicht auf.

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  • Hg sagt:

    […] Wenn man weiss,dass man gerade noch einem Insolvenzverfahren im Sommer von der Schippe gesprungen ist,dann sollte man eigentlich sehen,dass man sein Geld zusammenhält.
    Weiss einer,wieviel geld der Medi/Reha-Partner der Duisburger an Geld für seine Dienste kassiert/verlangt hat?Wer kein Geld hat,der sollte auf soetwas verzichten.
    Hat etwa der trainer schon etwas geahnt oder gewust,dass er rechtzeitig das Weite gesucht hat–auch hier wurde schon wie im Sommer ein brisantes Thema zu locker gesehen–und nicht zu vergessen,dass der Verein einen Pleitegeier aus der ersten Pleitenzeit zurückgeholt und mit ins Boot geholt haben.

    Ich wage es zu bezweifeln,dass Duisburg den Kopf aus der Schlinge ziehen kann und sich finanziell zu retten kann.
    2 Liga wenn nicht noch tiefer müsste ein Neuanfang gemacht werden.
    Niedrige zuschauerzahlen sind bei diesen Eintrittspreisen doch nicht verwunderlich–denn da sind die Duisburger Meister.
    Jedoch sollte der Verein irgendwie doch noch gerettet werden,so sollte wenigstens der Vorstand und der Manager dieses Vereins den Hut nehmen-denn dies die die absolut unfähigsten Personen.

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • timmy sagt:

    Na, bei den Männern lässt sich aber auch Geld verdienen mit Europacupspielen. Gäbe es ne Frauen-Europa-League würde da nicht viel rumkommen denk ich, außer die UEFA pumpt da ordentlich was rein. Aber woher nehmen, bei den Männern abknapsen?

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  • Cosmos sagt:

    @Detlef

    Ich will gar nicht als Schwarzmaler rüberkommen, sondern versuche nur zu skizzieren wohin der Weg führen muss, wenn man die derzeit (noch) starke internationale Stellung der Frauen-Bundesliga beibehalten und darüberhinaus den Frauenfussball allgemein dahingehend entwickeln will, dass er medial, finanziell und zuschauertechnisch zumindest die Ebenen z.B. vom Herren-Handball oder des Herren-Basketball erreicht.

    Und dazu bedarf es m.E. eben ein mehr an Unabhängigkeit vom bürokratischen Moloch DFB statt noch mehr Bindung daran wie von Sheldon gefordert. Und dazu bedürfte es eines unabhängigen Ligaverbandes, der die Liga richtig vermarktet (so wie es bei den Herren ebenfalls der Fall ist) und auf diesem Wege auch zur weiteren Professionalisierung der daran beteiligten Vereine beitragen kann.

    Alleine die nur 300.000 €, die derzeit durch die Fernsehrechte an die Vereine fliessen, sind ein schlechter Witz und der DFB trägt an diesem Verkauf weiter unter Wert wesentlich die Schuld, z.B. mit seinem sturen Festhalten am DFB TV.

    Und auch in Sachen Infrastrukturen müßte viel geschehen, denn viele Zuschauer lockt man auf Dauer nur an, wenn man im Gegenzug nicht nur attraktiven Sport, sondern auch Atmosspähre und Erlebnisfeeling zu bieten hat. Aber gerade dies ist in mehr oder minder maroden Stadien mit kaum überdachten Plätzen, stimmungskillenden Laufbahnen usw. kaum herzustellen. Und auch nicht in für Frauenfussballverhältnisse total überdimensionierten Arenen wie in Essen.
    Denn der massive Zuschaueraufschwung sowohl in der Fußballbundesliga der Herren wie auch z.B. im Eishockey hatte wesentlich auch mit der Schaffung moderner Stadien und Arenen zu tun.

    Das Karli in Potsdam, das Dietmar-Hopp-Stadion in Hoffenheim oder zumindest ansatzweise auch die Tönnies-Arena in Gütersloh könnten hier übrigens als bisher vereinzelte positive Ausnahmen genannt werden. Aber es sind eben leider bisher nur Ausnahmen.

    @Sheldon

    Von deinem Vorschlag eine Europa League oder einen Europacup der Pokalsieger einzuführen halte ich wenig. Denn es hatte halt schon seine Gründe warum der EdP bei den Männern abgeschafft wurde und derzeit auch die Tendenz eher zur Abschaffung der Europa League und weiterem Ausbau der CL geht.
    Wie ich oben bereits einmal ausführte wäre mein Ansatz ein Umbau (-> Gruppenphase) und Ausbau (bis zu vier Teams aus den starken Nationen) der Champions League.

    Statt neue (Trost-)Wettbewerbe zu schaffen, die womöglich die Vereine am Ende eher mehr kosten als ihnen einbringen, sollte zunächst einmal die bestehende CL richtig strukturiert, sportlich aufgewertet und mithin dann besser vermarktbar gemacht werden.

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  • FFFan sagt:

    Der DFB hat erste Konsenquenzen aus dem Finanzdesaster des FCR Duisburg gezogen: das Lizenzierungsverfahren soll geändert werden. Künftig müssen die Vereine der Frauen-Bundesliga Testate über die finanzielle Leistungsfähigkeit einreichen. Die neue Regelung soll ab der Saison 2014/15 gelten.

    http://www.soccerdonna.de/de/dfb-will-lizensierungsverfahren-wie-bei-den-maennern/news/anzeigen_1945.html

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  • Speedy75 sagt:

    Aber selbst das Regellizenzierungswerk der Männer wird nicht helfen denn man sieht ja das auch im Männerfußball bei den Lizenzierung getrickst wird.

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  • MariaOzawaFan sagt:

    Zum Thema Insolvenz passt ganz gut die Meldung von „Powerfrauen im Paradies“.

    Der USV Jena hilft dem FF USV mit einer Kreditspritze von 30.000 Euro kurzfristig aus, bis ein neuer Sponsor bereitsteht.

    Quelle: Powerfrauen im Paradies(ziemlich weit unten)

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  • sitac sagt:

    @MariaOzawaFan: vielen Dank für den Hinweis! Ich kannte diese Webseite bisher gar nicht. Insgesamt sehr lesenswert!
    Allerdings wird hier zurecht bzgl. des Kredits von einer „ernsten“ Meldung gesprochen. Neuer Sponsor, wo soll der in Jena herkommen?
    Die suchen doch schon sehr lange händeringend nach neuen Geldgebern.

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  • foxi sagt:

    Zur oben genannten Pressemeldung des FF USV ist aber anzumerken, dass das Finanzloch hauptsächlich durch die 2010 erfolgte vollständige Sanierung des Rasens vom USV-Hauptplatz entstanden ist. Hier konnten sich Stadt, Uni usw. nicht auf eine vollständige Kostenübernahme einigen. Das Trainerchaos tat ein übriges, hier sind sicher auch ein paar Kosten dazugekommen. In Jena sollte also keine Insolvenz zu fürchten sein!

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  • Sheldon sagt:

    @Cosmos: Wenn man deine Strategie weiterverfolgt, haben wir im deutschen FF bald Zustände wie im italienischen, spanischen und englischen MF.
    Wollen wir das? Wollen wir, dass die Spieler irgendwann Gewerkschaften gründen und in einen Streik gehen, weil die Vereine die Gehälter nicht mehr zahlen können? Davon sind in Spanien sogar Clubs betroffen, die in der oberen Tabellenhälfte spielen.
    Wollen wir wirklich, dass unsere Frauenfußballvereine bald von einzelnen Wirtschaftsbossen kontrolliert werden, deren einziges Interesse daran besteht, möglichst viel Geld aus den Klubs rauszuschlagen und die, wie in Malaga geschehen, bei den ersten Problemen sofort abspringen?
    Wollen wir wirklich, dass es in unseren Ligen zwei oder drei Vereine gibt, die über Jahre und Jahrhunderte alles kontrollieren, während die anderen Vereine immer mit einem Fuß in der Insolvenzfalle stehen?
    Wollen wir so wirklich Korruption und Spielmanipulationen fördern, wie in Italien jahrelang geschehen?

    Ich will dieses alles nicht, und niemand, der den Fußball mag, will das.

    Gestern hat die Sportschau eine interessante Theorie zu Pep Guardiola aufgestellt, wieso er ManCity, ManU, Paris usw. links liegen gelassen hat und bei Bayern angeheuert hat: Weil Bayern der wirtschaftlich gesündeste Verein der Welt ist.

    Da müssen unsere Prioritäten hingehen, dass unsere Vereine finanziell gesund werden. Der Weg, der uns in diese Krise hineingeführt hat, nämlich diese immense Liberalisierung und die Großinvestitionen Einzelner kann doch nicht der Weg sein, der uns aus dieser Krise hinausführen soll.

    Deswegen bin ich so für die Einführung sogenannter „Loser-Cups“. Diese Loser-Cups hatten in Deutschland immer eine hohe Wertigkeit, lange Zeit auch in anderen Ländern. Vor den großen Übernahmen durch Scheichs in Großbritannien lag das Augenmerk sehr stark auf UEFA-Cup und Pokalsieger-Cup. Gerade in den 80ern hatten diese Wettbewerbe Hochkonjunktur. In Deutschland hatten diese Wettbewerbe gerade in Krisenzeiten immer große Bedeutung. Und sie bekommen auch immer mehr Bedeutung, seit die Vereine gemerkt haben, dass man dort auch ganz vernünftig Kohle machen kann. Sie erfüllen eine ganz wichtige Pufferfunktion zwischen den finanziell abgehobenen Vereinen und den anderen.
    Spätestens nach dem Streich von Mourinho, der 2003 mit Porto mit dem Sieg im UEFA-Cup die Grundlage für den CL-Sieg 2004 legte, dürfte die Relevanz des UEFA-Cups/der Europa League bekannt sein. Und auch viele internationale Vereine wie Atletico Madrid, SSC Neapel, ManCity oder Paris St. Germain haben sich in der Europa League die Wettbewerbshärte geholt, die sie brauchen, um in der CL und in der nationalen Spitze mitzuhalten.

    Zuletzt sei noch das Argument genannt, dass Deutschland gerade durch die langjährige, fokussierte Nutzung der Europa League und des UEFA-Cups den Anschluss an die europäische Spitze wiedererlangt hat, ohne Mäzene, ohne Schulden, grundsaniert, und das, weil viele Teams diese Chance genutzt haben, um sich im Vergleich mit der internationalen zweiten Klasse die nötige Wettkampfhärte zu holen.
    Ich möchte nicht auf Teufel komm raus an der Spitze der Vereinswelt bleiben. Wenn Paris, Lyon, Tyresö, Rossiyanka oder die englischen Vereine meinen, Millionen in den Sport pumpen zu müssen wie in ein schwarzes Loch, dann sollen sie das ruhig machen und ein paar Jahre die Welt beherrschen. Doch in 5-10 Jahren kommt Deutschland wieder, durch kontinuierliche Arbeit und wird – ganz ohne Millionen und Milliarden – wieder dort stehen, wo heute diese Vereine stehen. Nur dass die deutschen Vereine dann in einer breiten Masse kommen und gerade diese Vereine ins Schleudern kommen.

    Die Zeit ist noch nicht reif. Lasst uns unser Augenmerk darauf richten, wie wir gerade in der eigenen Jugendarbeit die Macht werden bzw. bleiben, denn das ist der Grundstein zu allem!

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  • Cosmos sagt:

    @Sheldon

    Welche Gedankensprünge du in deinem letzten Beitrag vollziehst, um von meinem Ansatz der Bildung eines einheitlichen Ligaverbandes und mithin optimierterer Vermarktungsmöglichkeiten zu solch abstrusen Theorien zu gelangen, entzieht sich mir ehrlich gesagt gänzlich.

    Du redest einerseits finanziell gesunden Vereinen das Wort, wehrst dich aber andererseits gegen die von mir aufgezeigte Möglichkeit dies zu realisieren durch eben eine bessere (weil koordinierte) Vermarktung. Denn einzig dadurch wäre einerseits steigende Medienpräsenz realisierbar, die andererseits zu einem erhöhten Sponsoreninteresse führen würde.

    Der DFB kann, wird und will dies nicht leisten bzw. steht dem in vielen Punkten auch kontraproduktiv entgegen. Der deutsche Männderfussball zog daraus die richtigen Konsequenzen und gründete die DFL. Ähnliches geschah auch in anderen Sportarten, die dadurch in den letzten Jahren erheblichen Aufschwung vor allem zuschauertechnisch nahmen. Zum Beispiel Eishockey, Handball oder Basketball.

    Und bzgl. der internationalen Wettbewerbe scheinen wir nicht zusammenzufinden. Ich befürworte eben einen weiteren Ausbau, eine bessere Strukturierung und eine sportliche Attraktivitätssteigerung des bestehenden Wettbewerbs, nämlich der CL, während du diesem bestehenden und bisher supoptimal strukturierten und dadurch schlecht vermarktbaren Wettbewerb noch einen weiteren Wettbewerb dieserart hinzufügen willst. ^^

    Denn beides gleichzeitig geht wohl kaum, es sei denn du willst vier deutsche Teilnehmer in einer entsprechend umstrukturierten Champions League unterbringen PLUS nochmals 3-4 Teilnehmer in einer UEFA Cup-Kopie unterbringen.
    In einer 12er-Bundesliga gäbe es dann am Ende fast nur noch entweder internationale Plätze oder Abstiegsplätze. Sprich da ging dann letztlich jede vernünftige Relation verloren …

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  • Sheldon sagt:

    Zunächst einmal habe ich nichts gegen bessere Vermarktung. Nur wirst du die nicht durchsetzen können. Selbst mit einem eigenen Verband (ganz zu schweigen davon, wer diese Stellen dann auch noch alle bezahlen soll) wirst du dich immer noch gegen andere Sportinteressen durchsetzen müssen.
    Profitieren würden davon sowieso nur die, die bereits haben. Denn die Fernsehrechte würden nur Topspiele bekommen, wie bereits auf DFB-TV, damit würden nur Wolfsburg, Potsdam oder Frankfurt Geld bekommen, die sowieso schon im Geld schwimmen.

    Selbst wenn Eurosport und DSF bedingt einsteigen würden, so würde das Zuschauerinteresse nicht sonderlich steigen, da diese Sportsender sowieso nur von einer Insidersportklientel geschaut wird, nicht vom allgemeinen Fan.

    Gerade deine Beispiele (Handball, Basketball, Eishockey) sind gerade Beispiele dafür, dass das generell nichts nützt und auch diese Vereine am Rumkrebsen sind. Im Handball wird das durch 3 internationale Wettbewerbe aufgefangen, beim Basketball bedingt durch die CL, beim Eishockey gar nicht! Beim Eishockey gibt es sogar gar kein Aufsteigersystem, da das Gefälle zwischen 2. Liga und 1. Liga so groß ist, dass selbst der beste Verein aus der zweiten Liga die Lizenzbedingungen für die 1. Liga nicht schafft.

    Handball und Eishockey haben in den letzten Jahren durch zwei Ereignisse mehr Zuschauer gewonnen: Durch den WM-Sieg 2007 und die WM im eigenen Land 2009 oder 2010? Das Auftreten der Teams bei diesen beiden Ereignissen hat partiell für mehr Zuschauer gesorgt, allerdings würde ich bestreiten, dass beide auf Vereinsebene einen deutlich gewachsenen Zuschauerstrom abseits der Erfolge bei Großereignissen haben.

    Was nützt ein weiterer Ausbau der CL mit noch mehr Teilnehmern, noch mehr Runden und damit noch mehr Spielen? Willst du erst 5 Qualifikationsrunden, danach 2 Gruppenphasen, bist du dann irgendwann endlich irgendwann in die Runde der letzten 32 vordringst? Ich befürworte eher eine weitestgehend abgespeckte Champions League, in der wirklich nur die Eliteteams aktiv sind und auch erst meines Erachtens in der Gruppe der letzten 16/24/32 eingreifen. Gruppenphase ist okay, aber dann regional getrennt.
    Ich bin dafür, dass die 10 Teams gesetzt sind, und sich 6 Teams qualifizieren.

    Gesetzt sind zwei Deutsche, zwei Französische, zwei Schwedische, ein Englisches, ein Italienisches, ein Dänisches und ein Russisches.
    Alle anderen müssen sich qualifizieren. Das wäre eine echte Europaliga. Ich wäre dabei auch für einen Modus wie beim Eishockey, die besten 3 jeder Gruppe kommen weiter, spielen dann in zwei 6er Gruppen, wo die Ergebnisse der Gruppenphase mitgenommen werden und sich dann wieder je vier qualifizieren ins Viertelfinale. Das würde mehr Spiele gegen mehr Teams generieren.

    Darunter dann quasi eine zweite Liga, […]. Da kommt dann beispielsweise ein Teil der gescheiterten Qualifikanten der Europaliga hinein, es kommen die Pokalsieger hinein sowie einige weitere über die Liga gesetzte Teams.
    Für Deutschland sähe das beispielsweise so aus, dass 1.+2. für die Europaliga qualifiziert wären, und 3.-5. für die Loser League + Pokalsieger dazu. Ähnlich in Frankreich und Schweden, und dann halt abstufig.
    Dazu kämen die 18, die in den letzten beiden Qualirunden der Weltliga herausgeflogen sind. In regionalen Ausscheidungen gäbe es hier Qualifikationen, wie heute schon in der Europa League der Männer.

    So wären die Milliardenvereine isoliert für sich und die anderen Vereine Europas würden „the Best of the Rest“ ermitteln. Nach und nach könnte man dann wieder diese Weltliga aufstocken, je nachdem, wie stark sich das Leistungsgefälle verschiebt. Zur Zeit wäre aber ein solches Schema deutlich besser und verträglicher für die Ligen.

    Ich zum Beispiel würde gerne mal sehen, wie sich Bayern oder Bad Neuenahr gegen Everton, Göteborg, Juvisy, Barca, Skovbakken oder Bardolino unter Pflichtspielbedingungen verkaufen würden. Das wären aktuelle Kandidaten für eine solche Loser League. Und eines dieser Teams würde sich mit einem internationalen Pokal schmücken können. Vielleicht könnte man das Ganze krönen, indem man dem Gewinner einen Qualiplatz in der Europaliga zuspricht. Das wäre ein zusätzlicher, auch wirtschaftlicher Anreiz, denn durch die verschärften Bedingungen würde natürlich auch der finanzielle Anreiz einer solchen Europaliga steigen, da durch größere Wahrnehmung auch mehr Geld ausgeschüttet werden könnte.

    Ich sehe es als eine unbedingte Notwendigkeit zur Stärkung des europäischen, aber auch explizit des deutschen Fußballs, dass man diesen internationalen Vergleich viel stärker auch unter Pflichtspielbedingungen sucht. Zudem sind internationale Paarungen für die Ausstrahlung immer attraktiver als nationale Bundesliga-Duelle, das hat immer den Hauch von etwas größerem, von einer nationalen Aufgabe!

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • timmy sagt:

    Preisgelder 650.000 € (250+200+2*50+4*25)
    Antrittsgelder Runde der 32 bis Halbfinale 1.200.000€ (20.000 je Club und Runde)

    Macht 1.85 Millionen Euro die an die Clubs rausgehen pro Champions-League-Saison. Wobei von den 20.000 je Runde ja auch die Auswärts-Reise finanziert werden muss.

    Zum Vergleich mal nur zwei Zahlen der Männer: „UEFA awards €2.1 million to each team in the play-off round. For reaching the group stage, UEFA awards a base fee of €8.6 million.“

    Also, wenn die UEFA das Geld der Frauen nicht mal locker verdreifacht oder so, dann ist da leider noch nicht viel zu holen.

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  • Sheldon sagt:

    @timmy: Das Geld kriegt die UEFA auch nicht so einfach. Das bekommen sie nur durch Einschaltquoten und den Verkauf der Rechte an den Spielen.

    Eine Europaliga mit 16 (12) Teams, in der die besten Teams aus den 6-8 führenden Fußballnationen Europas spielen, wo jede Mannschaft bis zum Titel 17 (15) spannende Spiele auf Augenhöhe bestreitet, hätte ein sehr viel höheres Vermarktungspotential, als eine „Champions League“, in der es übers Jahr insgesamt gerademal etwa 9-10 interessante Spiele gibt und es im Regelfall erst im Viertelfinale interessant wird.

    Ich gebe zu, dass die Belastung deutlich steigen würde, zusammen mit Pokal und Meisterschaft wären das knapp 45 Spiele übers Jahr, darüber hinaus die Nationalmannschaftsspiele, da sind wir bei ähnlichen Belastungen wie bei den Männerprofiteams.
    Allerdings glaube ich auch, dass damit die Professionalisierung am schnellsten zu erreichen würde und die Mannschaften, die dort spielen, das generieren könnten. Triple werden durch die zunehmende Belastung natürlich schwerer zu erreichen, größere Kader werden zwangsläufig nötig, um viel rotieren zu können.

    Die Besetzung wäre zumindest erstklassig, hier mal eine mögliche Lostopfaufteilung für das nächste Jahr:

    Lostopf 1 – Potsdam, Arsenal, Lyon, Wolfsburg
    Lostopf 2 – Malmö, Tyresö, Paris, Rossiyanka
    Lostopf 3 – Bröndby, ASD Torres, Birmingham (Q), Hjörring (Q)
    Lostopf 4 – Athletic Club (Q), Lilleström SK (Q), Zürich (Q), Zorkiy/Neulengbach (Q)

    Daraus könnten sich folgende Gruppen ergeben:
    Gruppe 1: Arsenal, Rossiyanka, ASD Torres, Zürich
    Gruppe 2: Wolfsburg, Malmö, Hjörring, Lilleström
    Gruppe 3: Potsdam, Paris, Bröndby, Zorkiy/Neulengbach
    Gruppe 4: Lyon, Tyresö, Birmingham, Athletic Club

    Aus den je drei Gruppenbesten würden sich dann zwei 6er Gruppen bilden.
    Gruppe A: Wolfsburg, Malmö, Hjörring/Lilleström, Potsdam, Paris, Bröndby
    Gruppe B: Arsenal, Rossiyanka, ASD Torres/Zürich, Lyon, Tyresö, Birmingham

    Allein die Zusammensetzung dieser Gruppen ist atemberaubend. Topwerbung für den Frauenfußball.

    In der zweiten Liga („Loser League“) würden dann neben weiteren deutschen Mannschaften Teams Göteborg, Juvisy, Zorkiy/Neulengbach, Everton, Bardolino, Stabaek, Prag, Twente, Barca, Glasgow, Thor usw. spielen, sodass auch dieser Wettbewerb noch topbesetzt ist und verhältnismäßig ausgeglichener. Hier würde man mit knapp 80-100 Teams starten, mit Mini-Turnieren, in denen schnell aussortiert würde, danach kommen dann die Teams aus den Topligen und die 18 Teams, die in der CL-Quali scheiterten, dazu, es gibt nochmal eine oder zwei Qualirunden, nach Regionen sortiert, sodass man auch hier am Ende eine Art Elite hat.
    Die Clubs würden sich gegenseitig pushen, um die bis jetzt noch sehr deutlichen Lücken zur eigenen nationalen Spitze ihrerseits zu verkleinern.

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  • fcr Zuschauer sagt:

    Der FCR Duisburg hat in den letzten Jahren die Jugendarbeit vernachlässigt. Gute Jugendmanager sind gegangen, unqualifiziertes Management Personal gekommen und parallel wurde die Qualität der Trainer bei den B Juniorinnen immer schlechter. Die guten Mädels haben sich dann in den anderen Vereinen verteilt.
    Man kaufte lieber mittelmässige Spielerinnen als die Talente oben richtig einzugliedern (auch da braucht man allerdings den passenden Bundesliga Trainer!). Genau dieser Weg hat dann das Geld gekostet, was heute fehlt.

    Aber liebe Duisburger, ihr seid da nicht die Einzigen, die so verfahren. Der Dauerabonnent der letzten 2 Jahre für die Westdeutsche B Juniorinnen Meisterschaft und die diesjährige Meisterschaft in der neuen Struktur, macht es genau so und wird sich dann auch irgendwann wieder eine Klasse tiefer wiederfinden.

    Schade für Duisburg. Bleibt nur die Hoffnung, daß der Verein irgendwie weitermachen kann.

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  • Cosmos sagt:

    Sheldon: „Denn die Fernsehrechte würden nur Topspiele bekommen, wie bereits auf DFB-TV, damit würden nur Wolfsburg, Potsdam oder Frankfurt Geld bekommen, die sowieso schon im Geld schwimmen.“

    >>> Wie schön, dass du anscheinend zu wissen glaubst wie ein künftiger Ligaverband die Fernsehgelder verteilen würde. Wieder mal nix als eine leere und spekulative Behauptung von dir, die du als Faktum ausgibst. ^^

    Sheldon: „Selbst wenn Eurosport und DSF bedingt einsteigen würden, so würde das Zuschauerinteresse nicht sonderlich steigen, da diese Sportsender sowieso nur von einer Insidersportklientel geschaut wird, nicht vom allgemeinen Fan.“

    >>> Aber nicht doch, die bisher überhaupt nicht gegebene Möglichkeit die Frauenfussballbundesliga regelmäßig und ausführlich bundesweit im frei empfangbaren TV verfolgen zu können, würde natürlich überhaupt nichts bringen. Kein Zuschauerinteresse, kein Geld, kein gar nichts. Sheldon bastelt sich die Welt wie sie ihm gefällt (bzw. in seine „Argumentation“ paßt). ^^

    Sheldon: „Handball und Eishockey haben in den letzten Jahren durch zwei Ereignisse mehr Zuschauer gewonnen: Durch den WM-Sieg 2007 und die WM im eigenen Land 2009 oder 2010? Das Auftreten der Teams bei diesen beiden Ereignissen hat partiell für mehr Zuschauer gesorgt, allerdings würde ich bestreiten, dass beide auf Vereinsebene einen deutlich gewachsenen Zuschauerstrom abseits der Erfolge bei Großereignissen haben.“

    >>> Wieder einmal pure Faktenresistenz deinerseits. Du palaverst und urteilst einfach über Sachverhalte ohne dir die Mühe zu machen zu recherchieren. Denn hättest du es, dann hättest du bemerkt wie unhaltbar deine These ist. Die Zuschauerschnitte in den genannten Ligen sind allesamt konstant und bereits seit Jahren dauerhaft angestiegen. Aber wieder einmal darf es in Sheldons Welt nicht geben, was nicht ein darf (bzw. nicht in deine „Argumentation“ paßt) …

    Sheldon: „Was nützt ein weiterer Ausbau der CL mit noch mehr Teilnehmern, noch mehr Runden und damit noch mehr Spielen? Willst du erst 5 Qualifikationsrunden, danach 2 Gruppenphasen, bist du dann irgendwann endlich irgendwann in die Runde der letzten 32 vordringst?“

    >>> *lol* Diesen Anflug von Polemik kann man angesichts deiner dann folgenden kruden Planungen für mehrere Europaligen mit 4er-Gruppen, dann folgenden 6er-Gruppen und was weiß ich nicht noch nur noch als Realsatire betrachten.
    Ich dagegen möchte gerne eine ganz normale 32er-Champions League analog zu jener der Mäner im Frauenfussball haben. Also mit einer Gruppenphase und dann anschliessenden KO-Spielen. Du jedoch halluzinierst von mehreren Europaligen, die jeweils mehrere Gruppenphasen einschliesst, später gar zur Weltliga mutiert und wahrscheinlich irgendwann im Finale auf dem Mars endet. *lol*
    Aber ja, ist für die Vereine bestimmt schon dolle attraktiv, wenn sie in der zweiten Europaliga spielen. Und die TV-Sender werden sich um sowas sicher reißen.
    Ach Moment, ich vergaß, Fernsehübertragungen sind ja eh nutzlos in deinen Augen. *kopfschüttel*

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  • Sheldon sagt:

    @Cosmos: Eine ganz normale Champions League, klar… Wahrscheinlich auch mit ganz normalen Profis zur ganz normalen besten Sendezeit. Tut mir leid, dieses Muster gibt es schon. Wir haben es jetzt schon, wir hatten vorher einen UEFA-Cup, der gerade wegen diesem Konzept aufgelöst worden ist und in die CL übergegangen ist, weil sich bei der Qualität, die in den Gruppenphasen noch mitschwimmen würde, das sowieso kein Schwein anschauen würde.
    Was der Frauenfußball braucht, sind viele hochkarätige, spannende Spiele. Die sind bei dem europäischen Leistungsgefälle nur dann zu leisten, wenn man klar zwischen 1. Liga und 2. Liga unterscheidet […].
    Denn auch jetzt besteht die CL aus 32 Teams, und auch jetzt müssen unsere Mannschaften nach Kasachstan fliegen. Nur dann werden es drei verschiedene Teams sein, die diese Reise antreten müssen.
    Die Reisekosten würden explodieren, da mehr Spiele bestritten werden müssten, gegen schlechtere Teams.

    Bei meinem Vorschlag gäbe es kaum Reisekosten. Die Teams (mit Ausnahme von Rossiyanka) kommen fast alle aus der alten EU. Und auch die weiten Reisen nach Island müssten dann nicht mehr bestritten werden. Dafür hat man dann aber insgesamt 97 europäische Spiele, die allesamt packend und hochdramatisch wären. Innerhalb eines Jahres, an 15 Spieltagen. Das fesselt Menschen, nicht irgendso ein Spiel, wo ein kasachischer Überraschungsmeister, […], gegen einen norwegischen Club spielt, der infolge seiner Meisterschaft Spielerinnenausverkauf hatte und unter anderen Umständen niemals die Phase der 32 überstehen würde.
    Oder Lyon und Potsdam, die mal eben irgendso einen Isländischen oder Finnischen Club mit 10:0/9:0 in die Wüste schicken. Wer braucht solche Spiele? Es wäre besser für die Teams, nicht anzutreten, die Spiele würden nur 5:0 gewertet und sie sparen sich die Reisestrapazen.

    Zu deinen vermeintlichen Fakten: Die Zuschauerzahlen im Handball sind in 40 Jahren von einem Schnitt von 2.000 pro Jahr auf in den besten Zeiten (2007/08; nach dem Handball-WM-Titel der Männer) auf knapp 5000 gestiegen und sind mittlerweile wieder auf unter 4000 gefallen, auch weil einige Traditionsclubs in den letzten Jahren weggebrochen sind. Im Basketball trägt natürlich die Marke Dirk Nowitzki zur größeren Bekanntheit bei, die Liga schwimmt in seinem Rücken mit. Und dennoch, die Liga hat in den letzten 7 Jahren jedes Jahr lediglich einen durchschnittlichen Zuwachs um 3,8%.
    Im Eishockey ähnlich. Dort sind die Zuschauerzahlen innerhalb der Hauptrunde seit 10 Jahren stabil zwischen 5500 und 6000. Und auch innerhalb der Playoffs schwankt es nur gering, zwischen 7000 und 8500 seit ebenfalls 10 Jahren. Keine Tendenz zu erkennen.

    Wie sieht das beim FF aus? Da hast du seit 15 Jahren ein stetiges Wachstum von 8,7 Prozent (und da ist die Rekordsaison im letzten Jahr mit über 1000 Zuschauern im Schnitt nicht mal miteingerechnet). Auch hier hat es in den letzten Jahren etwas stagniert, doch nicht stärker als in den anderen Sportarten.

    Bedeutet: Es ist unabhängig davon, ob es eine mediale Präsenz gibt oder nicht. Es ist nur abhängig davon, wie der Sport sich als solcher verkauft.

    Auch hier nochmal: Nicht ich bin es, der sich von seinem Wunschdenken leiten lässt, du bist es. Ich sehe die Fakten und gehe damit ehrlich um, du verschiebst nur die Probleme, gibts Klischeelösungen an und beschuldigst die anderen.
    Ich sehe, dass man es beim Handball und beim Eishockey schafft, mit einem umfangreichen Gruppensystem die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu entfachen und zu binden. Wieso nicht auch im Frauenfußball?
    Ich sehe auch, dass mediale Präsenz allein nicht das Zünglein an der Waage ist, sondern eben auch eine gewisse sportliche Qualität vorhanden sein muss, die zur Zeit eben nur 12-15 Vereine international haben.

    Und das andere, nach dem Motto: „Zweite Liga ist nichts wert!“, das ist genau das Denken, das Italien, Spanien und England in die Krise geführt hat. Frag mal Bell, Wörle, Pilipovic oder Högner, ob für sie ein solcher Pokal attraktiv wäre. Die sind realistisch. Die wissen, Champions League, die können sie eh nie gewinnen, weil die Lücke einfach zu groß ist.
    Ich für meinen Teil kann zumindest sagen, dass ich als Werder-Fan zumeist froher war, wenn der 3. Platz in der CL herausgesprungen ist als der 2., weil der CL-Sieg sowieso nicht in Reichweite war, so aber mein Team noch länger im internationalen Geschäft war und ne Chance auf einen internationalen Pokal hat (siehe 2008/09, wo sie es fast geschafft hätten). Wörle hat doch schon gezeigt, dass ihm ein DFB-Pokalsieg mehr wert ist als ein 2. Platz in der Liga, weil man eben einen Erfolg hat, selbst wenn der DFB-Pokal nicht zu einer internationalen Teilnahme berechtigt, du hast nen Pott, den du dir in die Vitrine stellen kannst. Und die Teams in dieser „zweiten“ Liga sind beileibe keine Selbstläufer, die muss man auch erstmal knacken!

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Jochen sagt:

    Es ist in einigen Beiträgen schon hinreichend bemängelt worden, wo denn eigentlich die Frauenfussball Bundesliga Kommission ist.
    Weiterhin stösst mir auf, das Hannelore Ratzeburg und Steffi Jones zwar DFB-Direktorinnen sind – nur- von ‚Direktoren/innen‘ erwarte ich intensiveres Arbeiten als sich nur in der Öffentlich-
    keit bei Grossveranstaltungen zu „präsentieren“.
    Ausserdem wird vom DFB der Männer-Natio bei Grossturnieren das Geld vorne und hinten reingeschoben, selbst die Bankdrücker erhalten die vollen Prämien. Hiervon wäre mit Sicherheit ein grosser Batzen für die Frauen Buli als Spritze abzweigbar!

    Dann Guido Lutz: Fast zeitgleich mit der Meldung des Insolvenz-antrages lese ich dann, dass er in Essen anheuert und dort unter anderem am Aufbau des Jugendleistungszentrums mitarbeiten soll!
    Gerade zu seiner Zeit als Vorsitzender liess man in Duisburg so viele talentierte junge Spielerinnen abwandern, die in der Bundesliga sicher Perspektiven gehabt hätten.
    Gott sei Dank steht in dem Beitrag auch, dass unter seiner Führung der FCR 2001 in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist. Wenn der Vorstand der SGS Rückgrat hätte, würden sie ihn besser aussen vor lassen. Es wäre sehr schade, wenn Herr Lutz dennächsten Revierclub zugrunde richten würde.

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  • Cosmos sagt:

    @Sheldon

    Ich breche die Diskussion jetzt mit dir ab, da ich keine Motivation mehr verspüre hier mir weiterhin die Finger wund zu tippen, nur damit du dann jedesmal erneut völlig an den von mir dargelegten Sachverhalten vorbeiredend irgendwelche Behauptungen aufstellen bzw. am Thema vorbeigehende Zahlendrehereien veranstalten kannst.

    Nur zwei Beispiele:

    – Du polemisierst gegen meinen Ansatz bzgl. einer CL-Restrukturierung ähnlich des Männerwettbewerbs mit dann angeblichen stattfindenden Spielen in Kasachstan und Island. Dass ich im Rahmen meines Modellvorschlags aber eine signifikante Anhebung der Teilnehmerzahlen aus den starken Nationen gefordert habe, ignorierst du geflissentlich und ziehst für deine billige Polemik einfach mal eben die Teilnehmer der CL heran, so wie sie derzeit noch strukturiert ist.
    Was das dann noch mit meinem CL-Modell zu tun hat? Nix natürlich. Und das weißt du auch.

    – Das prinzipielle Thema war das für und wieder der Gründung eines eigenen selbstständigen und professionell arbeitenden Ligaverbandes. Die Thematisierung der Zuschauerzahlen erfolgte meinerseits im Rahmen dieses Themas, um die möglichen Entwicklungspotentiale solch eigenständiger Organisierung aufzuzeigen.
    Nun kommst du mit irgendwelchen Zahlenvergleichen aus völlig willkürlich gewählten Zeiträumen um die Ecke statt am eigentlichen Thema orientiert zu bleiben. Und da wäre beim Eishockey z.B. der einzig seriöse Vergleichszeitraum der von heute mit dem Zeitpunkt direkt vor der DEL-Gründung. Also der zwischen 1993 und 2013. Und seitdem ist der Zuschauerschnitt im deutschen Eishockey um etwa 50% gestiegen. Stattdessen suchst du dir aber ganz clever einen Zeitraum heraus, der diese Steigerung nicht erkennen läßt und missbrauchst ihn dann als „Argument“ gegen mich.
    Aber was hat der von dir gewählte Zeitraum dann noch mit dem eigentlichen Thema zu tun? Nix natürlich. Und das weißt du auch.

    Und das sind jetzt nur zwei adhoc gewählte Beispiele als Beleg einer durch und durch unlauteren Diskussionsweise deinerseits.

    Fazit: Such dir ab jetzt bitte einen anderen Partner für dein virtuelles Proseminar in sophistischer Rethorik.

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  • Sheldon sagt:

    @Cosmos: Kannst von mir aus auch deinen bevorzugten Zeitraum nehmen. Wenn du dir die Zahlen anschaust, wirst du sehen, dass das ein munteres Rauf und Runter ist, eben ohne Tendenz.

    Und weißt du, wieviel der Frauenfußball seit Start der eingleisigen Liga 1998 zugelegt hat? Um über 200%, deutlich stärkere Entwicklung als die Eishockey-Teams. Und diese Entwicklung verläuft deutlich gleichmäßiger.

    Nun, dein CL-Modell hast du noch nicht einmal explizit vorgestellt, wer welche Startplätze kriegen soll. Denn ich bin mir sicher, dass – egal, wem du die Startplätze zusprichst – es sich nicht verbessern wird. Denn das Problem sind die Leistungsbrüche innerhalb der Ligen.
    Du hast in Europa nunmal genau die 12-16 Teams, die ich genannt habe, die ein einigermaßen hohes Leistungsniveau mitbringen, danach kommt erstmal ein Bruch.

    Und ganz ehrlich: Willst du Teams aus Kasachstan oder Island einfach ausschließen aus den Wettbewerben? Thor Akureyri oder BIIK haben sich dieses Jahr auch in der Quali durchgesetzt und ihre Nationen stehen hoch im Rang in Europa. Alma KTZH/CSHVSM Almaty hat sich jedes Jahr für die Gruppenphase der besten 16 Teams qualifiziert im UEFA-Cup, da musst du schon unverhältnismäßig aufstocken.

    Die wirst du irgendwo immer dabei haben. Fragt sich nur, ob du sie frühzeitig eliminierst, oder in einer Gruppenphase mitschleppst…

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  • FF-Fuchs sagt:

    Ich habe nun einige Meinungen zu diesem Thema gelesen. Aus meiner Sicht werden zukünftig alle reinen FF-Vereine es sehr schwer haben sich in der 1. Bundesliga zu behaupten. Überleben werden alle FF-Abteilungen, die einen starken Hauptverein hinter sich haben, die gewillt sind etwas von ihrem Kuchen für den FF abzugeben. So z.B. Bayern München, SC Freiburg, Hoffenheim, Köln, Leverkusen nur um mal einige zu nennen. Solange sich die Medien weigern ausführlicher über FF zu schreiben und zu berichten, wird das Interesse am FF eine Randerscheinung bleiben. Nur bei größerer Medienpräsenz, wird man mehr Interessierte für den FF heran ziehen können. Es ist das Glück der reinen FF-Vereine, dass die FF-Abteilungen (außer Wolfsburg)von ihrem Hauptverein stiefmütterlich behandelt, und den FF als reinen Ausgabenposten sehen.

    Sollte sich das wiedererwartend einmal ändern, haben die reinen FF-Vereine keine Chance mehr. Präsidenten und Manager solcher Hauptvereine bräuchten nur mit dem Finger zu schnippen und das Budget könnte ohne Probleme verdoppelt oder verdreifacht werden, was bei den FF-Vereinen nicht möglich wäre.
    Nach meiner Meinung nutzen auch die Erweiterung der CL nichts, da die Medienpräsenz nicht vorhanden ist.

    Mann kann also nur Respekt vor allen Frauen haben, die diesen Sport mit großem Aufwand und kleinem Gehalt beteiben. Wenn diese Spielerinnen für Geld spielen würden, gäbe es keine Frauenbundesliga.
    Große Anerkennung deshalb auch an alle reinen Frauenfußballvereine die versuchen das Beste aus Ihren bescheidenen Möglichkeiten zu machen.

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  • Beobachter sagt:

    Radio Duisburg meldet heute Vormittag: Hüttenheim – Der FCR Duisburg gibt heute den Insolvenzantrag ab. Spielerinnen und Mitarbeiter können nicht mehr bezahlt werden. Es fehlen knapp Hunderttausend Euro.
    Falls der Fehlbetrag wirklich so hoch ist – wie konnte Anfang der Saison beim FCR gesagt werden, dass der „aktuelle Finanzrahmen nun für die folgenden Spielzeiten gesichert ist“ (news des FCR 01 vom 1. Juli 2012) ???

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  • FFFan sagt:

    @ Beobachter:
    „Falls der Fehlbetrag wirklich so hoch ist – wie konnte Anfang der Saison beim FCR gesagt werden, dass der “aktuelle Finanzrahmen nun für die folgenden Spielzeiten gesichert ist”“

    Dass dies eine Fehleinschätzung war, wissen wir mittlerweile. Ich glaube aber nicht, dass damals bewusst gelogen wurde. Ursache für die Zahlungsunfähigkeit sollen unvorhergesehene Einnahmeausfälle sein.

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  • Beobachter sagt:

    @ FFFan: – Rückgang der Zuschauerzahlen bedeutet weniger Einnahmen, o.k., aber es war vorherzusehen, dass ohne die Spielerinnen, wegen denen in der Vergangenheit viele kamen, das neue Team weniger ZuschauerInnen haben wird. Waren sie im Sommer noch zu blauäugig?

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  • waiiy sagt:

    @FF-Fuchs: Besser kann man es nicht zusammenfassen.

    Das heißt aber, wenn man denn den FF erhalten will, dass man alles dafür tun muss, um ihn populärer zu machen, um das Interesse von Zuschauern, Medien und eben auch Sponsoren deutlich zu erhöhen. Und das sollte an allen Fronten passieren durch unermüdlichen Einsatz aller Spielerinnen, Vereinsangestellten und -ehrenamtlichen, Zuschauer und Offizielle des DFB.

    Da sollte man beispielsweise auch im beschaulichen Bad Neuenahr (nur weil zuletzt sowohl in einem eigenen Thread als auch beim Hallencup das Thema hochkam) daran gehen, irgendwie die Zuschauerzahl zu erhöhen, auch wenn es dann nicht mehr so familiär ist. Und man sollte nicht alles mit dem Satz „wir sind hier in der Provinz“ abtun und den Kopf in den Sand stecken.

    Ja, ich weiß, Rossyianka wurde belächelt, als die Spielerinnen vor der Saison 2011/2012 knapp bekleidet abgelichtet wurden. Aber gesprochen wurde darüber sogar in Deutschland. Das war vielleicht nicht die richtige Methode. Aber es war ein Zeichen. Es müssen Zeichen gesetzt werden.

    Und manchmal gilt: „Any news are good news.“ Klar waren die letzten 15 Minuten im Spiel Potsdam – Frankfurt unrühmlich für den FF. Und ich will das gar nicht mehr aufwärmen. Aber 1 Woche lange war der FF Gesprächsthema und ich wurde von einigen Fußballfans, die sich nur für MF interessieren, darauf angesprochen und konnte einiges zum FF erklären.

    Klar sind SiDi und BS vollständig gegensätzlich in ihren Vorstellungen. Aber dadurch, dass sie sich fast zu jedem Thema zu Wort melden (so jetzt auch BS zu Duisburg), geben sie den Medien Nahrung. Wenn sie sich beim gemeinsamen Gespräch zoffen, dann lesen das mehr Leute, als wenn einer von Beiden nicht mehr Lautsprecher sein würde. Auch das ist ein Beitrag.

    Ja, es ist nicht existenziell, dass Wolfsburg an die Algarve ins Trainingslager fährt und Potsdam noch ein Wochenende in Liebenberg ist. Aber so gibt man der Presse Futter und hält die Fans bei der Stange, bis die Rückrunde beginnt. Von anderen Vereinen hört man weniger (warum war Celia offensichtlich in Jöllenbeck nicht dabei?)…

    Wir sind halt alle Botschafter, die die Message transportieren müssen. Klar, man kann auf Anna Sarholz schimpfen, dass sie sich immer wieder zu Wort meldet, dass sie auf Facebook soviel macht. Aber sie ist auch die Spielerin, die für die Fans am meisten greifbar ist, mit der man immer reden kann, die viele Mädchen im Raum Potsdam persönlich an den Verein und an den Fußball bindet. Ähnliches war bei Coco Schröder und Lira Bajramaj zu beobachten, als sie in Potsdam waren. Das muss unbedingt gefördert werden. Solche Spielerinnen gelten bei den Mädchen zwischen 11 und 16 als absolut cool. Da muss Kontakt her, auch indem man öfter beim Training des Nachwuchses vorbeischaut und einfach „Hallo“ sagt oder beim Trainingsspiel mal im Tor steht.

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  • sitac sagt:

    Nur ein kleiner aktueller Vergleich zum Männerfußball.
    Der FC Bayern München führte vor einigen Tagen ein Benefizspiel für die insolvenzbedrohte Alemannia Aachen durch(3.Liga!!). Die gesamten Einnahmen von 500 000 Euro(Eintrittsgelder!) gehen an die Alemannia.

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  • Beobachter sagt:

    Laut der Zeitung WAZ wird kolportiert eine Lücke von etwa 200.000 Euro. Na, dann gute Nacht FCR 🙁

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  • berggruen1 sagt:

    @sitac: Daran musste ich auch gleich denken, allerdings dürften, selbst wenn sich Potsdam, Wolfsburg oder Frankfurt zu so einem Benefizspiel bereit erklärten, niemals 200 000 Euro zusammen kommen, nicht einmal die Hälfte dürfte realistisch sein – selbst wenn man es schaffen sollte, das Duisburger Stadion zu füllen.

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  • Cosmos sagt:

    @FF-Fuchs

    Deine Gedanken zu den reinen FF-Vereinen einerseits und den FF-Abteilungen in den Männerclubs andererseits weisen durchaus in die richtige Richtung.

    Allerdings sehe ich, möglicherweise in leichter Differenz zu dir, nur im Erhalt der bestehenden sowie in der Bildung neuer reiner FF-Vereine eine tatsächliche Entwicklungschance für den deutschen Frauenfußball.

    Denn nur eigenständige FF-Vereine, die für sich selber stehen, als eigene und einzigartige Marke vermatrktet werden können und sich auf diesem Wege eine eigene stabile Fanbasis aufzubauen in der Lage sind, könnten in der Lage sein den Frauenfußball auf Vereinsebene aus seinem derzeitigen völligen Nischendasein mit Zuschauerzahlen im teilweise unteren dreistelligen Bereich herauszuführen.

    Die Unterabteilungen der Männerclubs dagegen werden niemals in der Lage sein dieses Nischendasein zu überwinden, da sie eben unter den Fans der jeweiligen Männerclubs bestenfalls als nettes Anhängsel belächelt werden, aber eben nicht in der Lage sind sich eine eigene substanzielle Fanbasis unabhängig vom Hauptverein zu schaffen.

    Die miserablen Zuschauerzahlen in Freiburg, München, Köln, Leverkusen, Hoffenheim, Leipzig und bis letzte Saison auch Hamburg sprechen hier Bände.
    Einzige Ausnahme hiervon scheint derzeit der VfL Wolfsburg zu sein, allerdings mit der Betonung auf dem „scheint“. Denn die mitunter hohen Zuschauerzahlen dort resultieren zum einen aus intensiven und zumeist immer nur auf einzelne Topspiele bezogene Werbemaßnahmen seitens des Hauptvereins und zum anderen natürlich aus dem aktuellen Erfolg. Wer sich die Zuschauerzahlen der Wölfinnen einmal genauer ansieht, der erkennt schnell, dass kein anderer Verein über derart schwankende Zuschauerzahlen verfügt wie der VfL. In dieser Saison z.B. zwischen 3.000 und 300. In der letzten Saisonn noch extremer. Auch hier ist also beileibe keine signifikante eigene Fanbasis am Werke oder auch nur in Sicht.
    Man ist und bleibt abhängig vom Wohl und Wehe der Fans des männlichen Hauptvereins bzw. deren Mobilisierung durch eben jenen Verein.

    Dagegen zeigen die Beispiele vor allem in Potsdam und Frankfurt (unterschiedliche Herangehensweisen jeweils, aber beide gleich wertvoll für den FF -> siehe auch den guten Beitrag von waiiy dazu), aber auch in Duisburg und ansatzweise in Essen, dass sich (nur) als eigenständig vermarkteter FF-Verein stabile und signifikante eigene Fanbasen aufbauen lassen.

    Desweiteren ist der Frauenfußball für die Männervereine auch nur solange interessant, solange man sie sich zur eigenen Imagepflege für kleines Geld halten kann. (Der Run der Männervereine sich einen FF-Verein einzuverleiben begann ja auch passenderweise exakt zu dem Zeitpunkt als bekannt wurde, dass Deutschland die Frauen-WM 2011 austragen würde und jegliche Medienarbeit zugunsten der dann einverleibten FF-Abteilungen endete dann auch quasi abrupt nach dem WM-Finale. Einzige Ausnahmen wären auch hier Wolfsburg und ansatzweise vielleicht noch Hoffenheim und Bayern).
    Sprich solange man sich einen FF-Bundesligisten für sechsstellige Summen im Jahr in die Bundesliga führen respektive dort halten kann. Denn jede Investition über solche Summen hinaus würde bei den meisten Bundesligisten zu Belastungen der Herrenabteilungen führen, die aber natürlich niemand ernsthaft anstrebt oder gar vereinsintern durchzusetzen bereit wäre. Die Entscheidung des HSV im letzten Sommer war insofern auch konsequent und ein Vorgeschmack auf die Zukunft.

    Ergo werde insbesondere die FF-Abteilungen der großen Männervereine auch kein Interesse an einer weiteren Entwicklung des deutschen FF-Vereinsfußball haben, da diese weitere und höhere Ausgaben mit sich brächte.

    (Als einzige mögliche Ausnahmen von dieser Tendenz sähe ich theoretisch nur drei Männerclubs und zwar Wolfsburg, Hoffenheim und Bayern München. Denn diese drei Clubs verfügen über derart große und stabile finanzielle Mittel, dass auch FF-Budgets von 3-5 Mio zu keiner substanziellen Schwächung ihrer Herrenabteilungen führen würden.)

    Fazit: Sollte der deutsche Frauenvereinsfußball tatsächlich mal sein derzeitiges Schattendasein überwinden und Zuschauerzahlen bzw. auch Medienpräsenz vergleichbar mit dem Herren-Handball oder -basketball erreichen, dann wird dies auf der Grundlage einer von eigenständigen und gut vermarkteten FF-Vereinen dominierten Liga geschehen. Oder es wird eben gar nicht geschehen.

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  • HH1971 sagt:

    Ich hab mir jetzt einige Beiträge durchgelesen, gerade die der letzten Woche, und ich muss sagen, ich bin ein wenig geschockt von soviel Blauäugigkeit. Was glaubt ihr denn, wo die Zuschauer herkommen sollen? Hatten wir nicht 2011 ne WM im eigenen Land, wo die Stadien recht voll waren, wo man meinte, jetzt geht es voran, und dann ist nichts passiert? Warum ist das so? Die WM fand statt, während die Männer Sommerpause hatten. DAS war der Hauptgrund, warum die Stadien voll waren. Sobald gleichzeitig die Männerligen laufen, interessiert sich nur ein kleiner Teil der Fussballfans für Frauenfussball. Und wenn man mal ehrlich ist: das wird man in den nächsten 20 Jahren auch nicht ändern. Wenn selbst die Medienpräsenz, die während der WM da war, nicht zu mehr Zuschauern führt, muss man einfach mal die einsehen, dass Frauenfussball kein massenkompatibles Potenzial hat. Aber was ist daran so schlimm? Es gibt so viele Sportarten, die jedes Wochenende Wettkämpfe stattfinden lassen, ohne dass es um Geld geht. Dann muss man halt einfach mal einsehen, dass man mit Frauenfussball kein Geld verdienen kann, und dass die Spielerinnen ihren Sport als Hobby betreiben, so wie das Hundertausende anderer Sportler in Deutschland auch tun. Dafür muss man sich nicht schämen. Der Geldkuchen wird schon von den Männern verputzt, und daran wird sich so schnell auch nichts ändern.

    Im übrigen sehe ich in den letzten Jahren kein Wachstum bei den Zuschauerzahlen. Guckt euch doch mal Wolfsburg, Bayern oder Leverkusen an: Da gehen 300-400 Leute hin, in Wolfsburg sind es ab und zu mehr, aber das ist doch finanziell für keinen Bundesligaverein interessant. Da wird nicht mehr reingesteckt, als die Steuerberater raten. 🙂 In Duisburg fallen die Zahlen, vorallem auch, weil man meint, man müsste die höchsten Eintrittspreise haben, obwohl das Team das nicht rechtfertigt. Nach dem Hype bei der WM sollten die Verantwortlichen endlich mal wieder auf den Boden der Tatsachen kommen, und sehen, dass Frauenfussball mehr mit Idealismus zu tun hat, als mit Geld scheffeln. Und damit meine ich auch die Spielerinnen!

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  • HH1971 sagt:

    OK, ich korregiere mich in einem Punkt. Ich habe gerade nochmal nachgeforscht: Wolfsburg hat keinen schlechten Zuschauerschnitt in der Hinrunde. Allerdings fällt auf, dass es da sehr hohe Schwankungen gibt. So waren gegen Sindelfingen angeblich über 3000 Zuschauer im Stadion, gegen Freiburg aber nur 350. Ich denke, da wird irgendwas mit den Tickets gedeichselt, z.B. mit Schulklassen, oder die Fans, die schon Tickets für´s Männerspiel haben, kommen umsonst zum Frauenspiel, oder sowas in der Art. Nur ne Schlussfolgerung, also nicht empirisch belegt. 🙂

    Insgesamt liegt der Zuschauerschnitt der Hinrunde bei 910. Die 1000 wurden also nicht geknackt. Zieht Potsdam, Frankfurt und Wolfsburg ab, bleibt ein Schnitt von 550.
    Die Vereine, die Männerbundesligisten haben, haben einen Schnitt von 720, ohne Wolfsburg bleiben allerdings nur 310.

    OK, man kann nun Frankfurt, Potsdam und Wolfsburg anführen, die zusammen einen Schnitt von fast 2000 haben, wobei ich bei Wolfsburg nicht sicher bin, wie die zu den hohen Zahlen kommen, aber ich bezweifel, dass das Zuschauerpotenzial alle Vereine haben. Duisburg hat nen Schnitt von 940 Zuschauern, wobei die schon Frankfurt und Potsdam zu gast hatten, was jeweils 1300 Zuschauer gebracht hat. Aber ich erinner mich an Spiele, da waren in Duisburg über 2000 wenn diese beiden kamen. Anscheinend geht mit dem Erfolg auch ein großer Teil der sogenannten Fans, und Erfolg können nicht alle 12 Mannschaften in der Liga haben. Ausser bei den Topvereinen hat sich an den Zuschauerzahlen jedenfalls nicht viel getan.
    Ich frage mich allerdings schon, warum man in Duisburg keine Struktur finden konnte, die ähnliches wie in Potsdam oder Frankfurt möglich macht. Ich gehe da mal stark von Mismanagement aus. Da wird lieber ein Stadion gemietet, um ein Rückspiel des UEFA Pokal Endspiels auszutragen, welches schon im Hinspiel entschieden war. Zu günstigen Ticketpreisen kriegt man zwar das Stadion voll und brüstet sich mit der rekordverdächtigen Zuschauerzahl, aber die Kohle für das Stadion kriegt man nicht wieder rein. Danach spielt man dann Europapokalspiele in Oberhausen aus, wo man mehr Miete bezahlt, aber auch nicht mehr Leute hatte, als ins PCC Stadion gepasst hätten. Da ist einiges schiefgelaufen und man hat sich wohl auf Dinge konzentriert, die kurzfristig Erfolg bringen, aber langfristig den Bach ausheben, den es danach dann runtergeht.

    Naja, ich vermisch jetzt Insiderwissen mit Vermutungen. Aber mit Sicherheit ist da was dran, und ich bin mir sicher, dass Frauenfussball in den nächsten Jahren wieder interessanter wird, wenn man sich bewusst wird, dass es ein Amateursport ist.

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  • Alice sagt:

    HH1971,
    ich war bei jedem wolfsburger Heimspiel der Hinrunde, außer bei denen, die eben mitten in der Woche stattfinden -> Das Spiel gegen Freiburg war an einem Mittwoch um 15:00Uhr, was die Zuschauerzahl erklärt.
    In Wolfsburg ist es so, dass nur die VfL-Dauerkartenbestitzer auch umsonst ins Stadion am Elsterweg zu den Frauen gehen können. Ich weiß nicht was du genau mit „an den Tickets gedeichselt“ meinst, aber so wie ich das sehe wird da wenig bis gar nicht gedreht. Schulklassen hab ich auch noch nie beobachten können. Studenten, Schüler, Rentner und Kinder zahlen weniger, wie überall 🙂 Aber das ist ja auch total Off-Topic, jetzt. Sollte nur ein kleiner Einschub sein.

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  • HH1971 sagt:

    Alice: Das war gar nicht so böse gemeint. Im vergleich zu den anderen Mannschaften fielen mit bei Wolfsburg halt die extremen Schwankungen auf. Ist auch egal wo sie herkommen, denn die Zahlen der anderen Vereine mit großen Männermannschaften sehen trotzdem armselig aus, und das ist das, was ich ausdrücken wollte.

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