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Wer holt sich den Titel in Jöllenbeck?

Von am 10. Januar 2013 – 17.17 Uhr 6 Kommentare

Zum 34. Mal wird am kommenden Wochenende 12. und 13. Januar das „Internationale Hallenturnier“ des TuS Jöllenbeck ausgetragen. Ein Budenzauber der Extraklasse, auch wenn einige namhafte Spielerinnen fehlen werden.

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Trainer Bernd Schröder von Meister 1. FFC Turbine Potsdam hofft, dass seine Elf nach 2010 endlich wieder einmal mit dem Titel nach Hause zurückkehren kann.

Schröder: „Jöllenbeck ist immer ein Erlebnis“
„Wir sind wohl eine der Mannschaften, die in der Geschichte des Jöllenbecker Turniers am häufigsten teilgenommen hat. Ich hoffe, dass wir in diesem Jahr endlich wieder mal dran sind, ganz vorn zu landen. Die Vorfreude auf die Veranstaltung ist bei uns ungebrochen, Jöllenbeck ist immer ein Erlebnis, nicht nur, weil man jedes Jahr viele bekannte Gesichter in der Halle trifft“, so Schröder.

Zwei Turbine-Neuzugänge in Jöllenbeck
Mit nach Jöllenbeck nimmt Schröder die beiden Torhüterinnen Alyssa Naeher und Anna Sarholz, dazu die Feldspielerinnen Yuki Ogimi, Genoveva Anonma, Patricia Hanebeck, Stefanie Draws, Heleen Jaques, Grace Yango sowie die beiden Winter-Neuzugänge Maren Mjelde und Ada Hegerberg. Der Rest des Kaders wird am parallel ausgetragenen Nordcup in Kiel teilnehmen.

Wiedersehen mit Inka Grings
Für den 1. FFC Turbine Potsdam gestaltet sich die Aufgabe aber alles andere als leicht, denn in Gruppe 1 treffen der Erste, Dritte und Vierte des Vorjahres aufeinander. Das sind der Titelverteidiger SC 07 Bad Neuenahr, dazu  Dänemarks Skovbakken IK und der Schweizer Meister FC Zürich Frauen, in dessen 14 Spielerinnen umfassenden Kader auch Inka Grings steht, während Sonja Fuss in Jöllenbeck nicht teilnehmen wird.

SC 07 Bad Neuenahr

Der SC 07 Bad Neuenahr reist als Titelverteidiger nach Jöllenbeck © Nora Kruse / ff-archiv.de

Bad Neuenahr ohne Okoyino da Mbabi
Beim Titelverteidiger SC 07 Bad Neuenahr freut man sich ebenfalls auf die Veranstaltung. „Durch unseren Sieg und unsere Spielweise in der Halle, haben wir uns natürlich auch den Respekt der Anderen erarbeitet. Wir wollen natürlich so lange wie möglich im Turnier bleiben. Die Winterpause hat den Mädels wieder neue Frische gegeben und ich hoffe mein Team ist so motiviert, wie im letzten Jahr“, so Trainer Colin Bell, der allerdings auf Nationalstürmerin Célia Okoyino da Mbabi und auch Sarah Gregorius verzichten muss, die beide erst am DFB-Hallenpokal in Magdeburg teilnehmen werden.

Drei Champions-League-Teams in Gruppe 2
In Gruppe 2 geht der deutsche Vizemeister VfL Wolfsburg als Favorit ins Rennen und muss mit zwei weiteren Champions-League-Teilnehmern dieser Saison um den Einzug ins Halbfinale kämpfen: Dem tschechischen Serienmeister Sparta Prag und Dänemarks Vizemeister Fortuna Hjørring. Viertes Gruppenmitglied ist der FSV Gütersloh 2009, der als Lokalmatador aus Ostwestfalen für eine Überraschung sorgen will.

Wolfsburg ohne Popp, Smith und Wagner
Auch der VfL Wolfsburg wird bei den beiden Hallenturnieren am Wochenende nicht in Bestbesetzung antreten können. „Eigentlich war mein Plan mit jeweils zehn Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen nach Jöllenbeck beziehungsweise Kiel zu fahren“, so Cheftrainer Ralf Kellermann. „Bei mehreren verletzten und angeschlagenen Spielerinnen muss ich mein Vorhaben aber wohl ändern.“

Der endgültige Kader für die beiden Turniere wird erst am Freitag bekanntgeben. Definitiv nicht mit dabei sein werden Alexandra Popp (Sehnenanriss in der Fußsohle), Rebecca Smith (Aufbautraining nach Knie-Operation) und Selina Wagner (Sehnenentzündung).

Gütersloh noch ohne Keller
Der FSV Gütersloh 2009 wird in Jöllenbeck noch ohne Neuzugang Lara Keller auskommen müssen. Die Schweizer Stürmerin wird erst am Montag zum Team stoßen.

Gruppe 1

SC 07 Bad Neuenahr (Turnier-Titelverteidiger 2012)
1. FFC Turbine Potsdam (Deutscher Meister 2012)
FC Zürich Frauen (Schweizer Meister 2012)
Skovbakken IK (Dänischer Meisterschafts-Dritter 2012)

Gruppe 2

FSV Gütersloh 2009 (Bundesliga-Aufsteiger 2012)
VfL Wolfsburg (Deutscher Vizemeister 2012)
Fortuna Hjørring (Dänischer Vizemeister 2012)
AC Sparta Prag (Tschechischer Meister 2012)

Mehr Infos zum Turnier
Facebook-Seite des Turniers

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

6 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    Ich freue mich schon riesig auf dieses Spektakel!!!
    Hoffentlich wird die Hallensaison 2013 für die TURBINEN um einiges erfolgreicher als letztes Jahr!!!

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  • Andreas sagt:

    Ostwestfalen wird am Wochenende zum Treffpunkt vieler guter BuLi Teams und ausländischen Gastmannschaften. Aber nicht nur in Jöllenbeck wird Fußball der Extraklasse geboten, nur 15 km entfernt spielen in Gütersloh ab Freitag abend 19:00 Uhr zwanzig U17 Nachwuchsteams um den Turniersieg der Gütersloher Hallenmasters. Durch die geringe Entfernung kann man schön pendeln und sich beide Turniere anschauen.

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  • Markus Juchem sagt:

    Der Kader des VfL Wolfsburg in Jöllenbeck:

    Vetterlein A., Burmeister – Blässe, Bunte, Chandraratne, Goeßling, Hartmann, Jäger, Müller, Omilade, Wensing

    Neben den Verletzten Alex Popp, Maren Tetzlaff, Rebecca Smith und Selina Wagner wird auch Stürmerin Conny Pohlers fehlen. „Um ihr Knie nicht zu gefährden, dessen Verletzung sie eineinhalb Jahre außer Gefecht gesetzt hat, möchte Conny nicht in der Halle spielen“, so Coach Ralf Kellermann. Das unterstütze ich vollkommen. Unser Fokus liegt ganz klar auf der Rückrunde mit den drei Wettbewerben, da möchten wir kein Risiko eingehen.“

    https://www.vfl-wolfsburg.de/info/aktuelles/detailseite/artikel/zwei-reiseziele.html

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  • Markus Juchem sagt:

    Liveticker:

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  • enthusio sagt:

    Ich habe den ersten Tag des Hallenturniers in Jöllenbeck vor Ort verfolgt (morgen bin ich leider verhindert) und möchte folgende Anmerkungen dazu machen : in der Gruppe 1 hat Potsdam in den ersten drei Spielen überzeugt, insbesondere die Leistung von Ada Hegerberg war schon sehr vielversprechend, während Maren Mjelde noch nicht besonders gut integriert schien. Die dänische Mannschaft aus Skovbakken war allerdings 2x ein unangenehmer Gegner, das Siegtor im letzten (durchaus gleichwertigen) Spiel fiel für Potsdam erst kurz vor Schluss. Zürich mit Inka Grings, die nur selten Akzente setzen konnte und auf mich etwas lustlos wirkte, fiel niveaumäßg gegenüber Potsdam und auch Skovbakken deutlich ab, das gleiche gilt für Bad Neuenahr. In der Gruppe 2 dominierte Wolfsburg mit seiner Rumpftruppe in den ersten drei Spielen. Leider verletzte sich Martina Müller im 3. Spiel leicht und wird nach Aussage eines Betreuers morgen wohl vorsichtshalber geschont. Ohne sie war das Angriffsspiel im vierten Spiel (gegen Prag) wirkungslos und ging völlig verdient mit 0:2 verloren. Prag machte auf mich insgesamt einen technisch starken Eindruck, es machte Spaß, die Spielweise der Tschechinnen zu verfolgen. Hjörring und Gütersloh blieben im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Ich bin gespannt, ob Wolfsburg es ohne Martina Müller ins Endspiel schaffen wird und ob Potsdam seine gute Form auch morgen demonstrieren kann. Mit dem Abwehrverhalten seiner Mannschaft war Bernd Schröder erkennbar unzufrieden, im Angriff lief es dagegen zu seiner Zufriedenheit. Aber vielleicht gewinnt ja wie im letzten Jahr wieder ein Außenseiter das Turnier.

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  • Detlef sagt:

    Ich kann enthusio im Großen und Ganzen eigentlich zustimmen!!!
    Allerdings würde ich nicht so weit gehen, daß TURBINE wirklich überzeugt hat!!!
    Es war auch hier und da etwas Glück dabei, ohne das die durchweg knappen Siege auch anders ausgehen hätten können!!!

    Allerdings sahen die Potsdamer Angriffsbemühungen schon recht ordentlich aus wenn man bedenkt, daß sie gerade einmal eine Woche im Training stehen, und dabei zwei völlig neue-, und zwei verletzte Spielerinnen integrieren mußten!!!
    Das da noch nicht alles klappt ist logisch!!!

    Was mich allerdings etwas gestört hat, ist das geradezu zwanghafte Schöngespiele!!!
    Selbst in bester Schußposition wird immer wieder der Querpaß gespielt, um den Gegner auch noch auf den letzten Zentimetern vor der Torlinie auseinanderzudrippeln!!!
    Das da viele Chancen liegengeblieben sind ist ebenso logisch!!!

    Nur die junge ADA HEGERBERG machte da eine erfreuliche Ausnahme, fackelte nicht lange und schoß aus allen Rohren!!!
    Sie hinterließ wirklich einen starken Eindruck am heutigen Tag!!!

    Gegen Ende des Turniertages wurden dann auch die anderen TURBINEN etwas mutiger, und versuchten es hier und da mit einem Distanzschuß!!!

    MAREN MJELDE agierte etwas unauffälliger, schoß aber (wie ADA) auch 2 Tore!!!

    Insgesamt bleibt erfreut festzuhalten, daß es ein relativ ausgeglichenes Starterfeld ist!!!
    Es gab bis jetzt keine großen Klatschen, wie es in der Historie dieses Turniers oft vorgekommen ist!!!
    Alle Ergebnisse waren verhältnismäßig knapp, vor allem in Gruppe Eins!!!

    Die Überraschungsmannschaft des heutigen Tages sind die Mädels aus der goldenen Stadt!!!
    War Sparta Prag letztes Jahr nur „Kanonenfutter“, so spielten sie heute sehr beherzt auf, und konnten sich sogar an die Spitze der Gruppe Zwei setzen!!!

    Es wird morgen also ein spannender Finaltag werden!!
    Es gilt für die Topteams, ihre gezeigte Leistung zu bestätigen, und die anderen Mannschaften wollen sich sicherlich weiter verbessern!!!

    Die Rahmenbedingungen sind wie immer Spitze organisiert, dafür ein großes Lob an den TUS Jöllenbeck!!!

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