Kehrt Ashlyn Harris der Bundesliga den Rücken?

Von am 10. Januar 2013 – 11.24 Uhr 11 Kommentare

Die neu gegründete US-Profiliga National Women’s Soccer League (NWSL) hat eine Liste von 55 Spielerinnen aus den USA, Kanada und Mexiko veröffentlicht, die am Freitag auf die acht NWSL-Teams aufgeteilt werden. Darunter auch eine Spielerin, die derzeit noch in der Frauen-Bundesliga aktiv ist.

Unter den 23 US-Spielerinnen firmiert neben den Ex-Bundesligaspielerinnen Ali Krieger und Keelin Winters auch der Name Ashlyn Harris, Torhüterin in Diensten von Frauenfußball-Bundesligist FCR 2001 Duisburg.

Harris hat Ausstiegsklausel
Harris hatte erst im Juni vorigen Jahres einen Zweijahresvertrag bei den Duisburgerinnen unterschrieben. Dieser enthält allerdings eine Ausstiegsklausel, die jedoch an bestimmte Bedingungen geknüpft ist.

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Duisburgs Sportlicher Leiter Jörg Schemberg erklärt auf Womensoccer-Anfrage: „Ashlyn Harris wird am 14. Januar nach Duisburg zurückkehren und am 15. Januar wieder in das Training einsteigen. Sie hat einen Vertrag bis zum 30. Juni und wird auf jeden Fall die Saison zu Ende spielen.“

Liste der 55 Spielerinnen

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

11 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    Hört sich irgendwie wie Planwirtschaft an, was dort drüben abläuft. Aber was passiert eigentlich, wenn eine Spielerin langzeitverletzt ist? Verschwindet sie dann von der Gehaltsliste? Was ist mit Nachwuchstalenten? Können die Spielerinnen verdrängen, die auf der Liste stehen? Wie oft wird diese Liste aktualisiert? Können Spielerinnen überhaupt verdrängt werden, oder haben sie Arbeitsverträge über mehrere Jahre beim Verband? Und was ist eigentlich, wenn eine oder mehrere Spielerinnen einer Spielerin von der Liste ein besseres Angebot machen kann? Kann sie dann aus dem Vertrag mit dem US-Verband herausgekauft werden?

    Alles ungelöste Fragen! Dieses Modell wirkt so realitätsfern und absolut starr, dass ich nicht einmal glaube, dass diese Liga das erste Jahr überhaupt übersteht! Ich freue mich, dass zumindest Naeher, Singer und die Bayern-Mädels davon verschont wurden. Diese Liga ist eigentlich zu mehr als 100% zum Scheitern verurteilt.

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  • gerd karl sagt:

    leute von womensoccer, bitte erst mal abwarten ob diese komische liga überhaupt den betrieb aufnimmt.
    denn das echo in den staaten auf diese neue frauenfussball liga war doch sehr gering.
    spielerinnnen die nicht im nationalkader sind, sollen nur 16000$ im jahr verdienen, das ist bei den hohen lebenshaltungskosten in den usa nicht zu machen.
    diese liga macht schon wieder die selben fehler, es gibt zuviele konkurierende ligen in den staaten, ncaa, w-league und wpsl.
    sie brauchen wie es in deutschland und europa üplich ist eine 1.liga eine 2. liga und für den unterbau eine 3. liga, dann würde es auch klappen.
    aber diese leute werden es wieder in den sand setzen.

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  • Beobachter sagt:

    Wer gesehen hat, was Ashlyn Harris im Tor für Duisburg leistet, weiß, wie bitter momentan der Verlust für Duisburg wäre.

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  • speedy75 sagt:

    Der Verlust wäre für Duisburg wirklich bitter. Harris ist derzeit neben Naeher einer der Toptorfrauen der Bundesliga.

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  • timmy sagt:

    Naja, verdienen denn (nicht national-) Kickerinnen in Deutschland abseits der Topclubs mehr als 16.000 € im Jahr? Kann doch eigentlich auch nicht sein.

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  • Karl sagt:

    @gerd karl : Die Lebenshaltungskosten in den USA und in Deutschland sind in etwa gleich. Wo die niedriger oder hoeher sind kommt meistens auf die Umstaende und die Area an. Ich glaube auch nicht dass Spielerinnen die nicht in den Nationalkadern sind in der deutschen Bundesliga mehr als 16000$ im Jahr verdienen, jedenfalls bestimmt nicht im Schnitt. Den europaeischen Unterbau gibt es dort in keiner Sportart. Der Amatuersport ist dort nicht in Vereinen sondern eher in den Schulen und Universitaeten organisiert. Da kann man europaeische Ligaprofile halt schlecht kopieren. Ob sich die neue Liga langfristig durchsetzt bleibt abzuwarten, aber fuer ein paar Jahre wird es wohl schon funktionieren.

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  • Sheldon sagt:

    @Timmy: Wenn ich mir das Durchschnittsalter der Mädels so anschaue, dann ist der Großteil noch im College- oder University-Alter. Und wenn du dir die Kosten dafür anschaust, dann siehst du, dass 16.000 Euro da absolut nix sind, dafür werden gerade mal die College-Kosten bezahlt (13.000$/Jahr) bzw. bei den University-Kosten (18.000$/Jahr) musst du selbst noch was oben drauf legen. Und da sind Nebenkosten noch gar nicht eingerechnet.

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  • gerd karl sagt:

    die schwedische liga gibt es seit 24 jahren und die deutsche liga seit 22 jahren, es wird doch wohl möglich sein in den usa eine liga aufzubauen die nicht nach 3 jahren den löffel abgibt.
    aber die amerikaner werden sowieso wieder die beste und teuerste liga der welt haben wollen, ob die wps die beste liga war, darüber lässt sich streiten.
    ich habe einen onkel in den staaten und wenn der mit 16000$ im jahr auskommen müsste, der wäre ganz schnell wieder in deutschland.
    mietet in den staaten mal eine vernünftige wohnung, da bist du aber ganz schnell bei 1000$ im monat, und das ist dann kein luxusviertel.
    und wer schon einmal in einem us discounter eingekauft hat wird feststellen das die lebensmittelpreise in deutschland doch sehr viel niedriger sind.
    und wenn man jetzt noch vergleicht was sarah hagen oder niki cross in deutschland verdienen, und in deutschland stzen sie nicht auf der bank sondern spielen, dann ist amerika für nicht nationalspielerinnen nicht das beste wo man spielen will.

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  • FFFan sagt:

    Es wäre ein schwerer Schlag für den FCR, wenn Harris schon vor dem Ende der Saison den Abgang machen würde.

    Die US-Amerikanerin zählt zu den absoluten Leistungsträgerinnen der Mannschaft. Trainerin Petra Hauser setzt im DFB.de-Interview ihre Hoffnungen für die Rückrunde denn auch vor allem auf „erfahrene Spielerinnen wie Ashlyn Harris, die mit ihrer Ausstrahlung ein großer Rückhalt für die Mannschaft ist“.:

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  • FFFan sagt:

    Die Nationalspielerinnen der USA, Kanadas und Mexikos sind inzwischen auf die einzelnen ‚Vereine‘ verteilt worden:

    Ashlyn Harris und Ali Krieger spielen künftig für Washington Spirit, Keelin Winters für die Chicago Red Stars.
    ‚Weltfußballerin‘ Abby Wambach geht zu Western New York Flash, die Drittplatzierte bei dieser Wahl, Alex Morgan spielt gemeinsam mit der Kanadierin Christine Sinclair für Portland Thorns. Hope Solo bleibt in Seattle, wo Megan Rapinoe erst nach ihrem ‚Europa-Abenteuer‘ dazustoßen wird…

    Die komplette Liste:

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  • Sheldon sagt:

    @FFFan: Laut Duisburg ist Harris noch nicht freigestellt.

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