Bad Neuenahr kürzt Etat für Saison 2013/14

Von am 17. Dezember 2012 – 13.27 Uhr 36 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist SC 07 Bad Neuenahr wird mit einem deutlich reduzierten Etat in die Saison 2013/14 gehen, will aber dennoch Jugendarbeit und Scouting verbessern und weiterhin eine Rolle in der Bundesliga spielen.

„Wir können auch in der Zukunft eine Rolle in der Bundesliga spielen, aber alles hat seine finanziellen Grenzen, die wir nicht überschreiten werden. Es gilt in erster Linie den Verein endlich einmal schuldenfrei zu stellen“, erklärte Präsident Bernd Stemmeler nach einer sechsstündigen Klausurtagung des SC 07 Bad Neuenahr im SETA Hotel in Bad Neuenahr.

Schwachstellen aufdecken, Lösungen finden
„Gemeinsam die Zukunft gestalten“ – unter diesem Motto analysierten beinahe das komplette Präsidium sowie Cheftrainer Colin Bell und Vereinsmanagerin Sandra Minnert die Stärken und Schwächen des Frauenfußball-Bundesligisten, erarbeiteten Lösungen zur Behebung der bestehenden Situationen und stellten die ersten Weichen für die Zukunft. Alle Bereiche des Clubs wurden auf den Prüfstand gestellt, auch die finanzielle Situation.

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Klausurtagung des SC 07 Bad Neuenahr

Bad Neuenahrs Vize Stefan Gustav (li.) bespricht mit Trainer Colin Bell und Managerin Sandra Minnert die neuen Aufgabenbereiche © SC 07 Bad Neuenahr

Jugendarbeit und Scouting ausbauen
„Wir werden in den nächsten Monaten weiter unsere Hausaufgaben machen, die wir dem Verein und vor allen Dingen unseren Partnern  wie Lotto Rheinland-Pfalz und die Kreissparkasse Ahrweiler schuldig sind, die uns bisher auf dem schwierigen Weg begleitet haben“, so Stemmeler. Trotz eines für die nächste Saison deutlich reduzierten Etats – Zahlen wurden nicht genannt – wird der schon seit dem vorigen Jahr eingeläutete sportliche Weg weitergegangen. Neben der Jugendarbeit wird das Scoutingkonzept weiter ausgebaut und zusammen mit der DFB-Eliteschule versucht, Talente an die Ahr zu holen.

Infrastruktur und Organisation verbessern
„Wir haben schließlich was zu bieten“, erklärt Vize-Präsident Herbert Kommer. „1. Bundesliga, 2. Bundesliga und Juniorinnen Bundesliga sind mit Mannschaften des Kurstadtclubs besetzt. Dies ist nicht nur für Rheinland-Pfalz ein Alleinstellungsmerkmal auf das man stolz sein kann“. Auch die Verbesserung der Infrastruktur und der Organisation in allen Bereichen haben sich die Teilnehmer der Klausurtagung auf die Fahnen geschrieben.

Motivierter Trainer
So war auch Cheftrainer Colin Bell sehr angetan von den Ergebnissen der Zusammenkunft. „Die Intensität mit der hier gearbeitet wird, motiviert auch einen Trainer sehr. Ich denke der SC 07 Bad Neuenahr wird in Zukunft vor allem in der Region wieder mit anderen Augen gesehen.“

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

36 Kommentare »

  • FFFan sagt:

    @ Sheldon:

    Du hast vor der Saison für Duisburg einen 5.Platz vorausgesagt, noch vor Frankfurt. Daran musst du dich messen lassen.

    Und du willst uns doch jetzt nicht ernsthaft erzählen, dass die sportliche Misere allein an der Verletzung von Hauer liegt? Auch mit ihr wäre die Hinrunde für den FCR kaum anders verlaufen.

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  • Sheldon sagt:

    @karl: Für Paris wäre das nen Leichtes, eine Million Jahresgehalt für Celia aufzubringen, wenn sie sie wirklich wollen.

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  • frafufan sagt:

    Wow, Bad Neuenahr muss das Budget kürzen und nun mehr auf regionale Sponsoren setzen. Das machen Vereine wie Jena oder Sindelfingen schon seit Jahren und kämpfen sich damit durch. Anerkennung vielleicht? Ich fände es schade, wenn insbesondere Sindelfingen absteigt.

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  • SC07FanatikerXXL sagt:

    Der Unterschied ist, dass Jena eine Metropolregion ist. Während Bad Neuenahr, was Großunternehmen, Industrie etc. ein kleines Bauernkaff ist! Hier gibt es schlichtweg kaum regionale Sponsoren, die man ansprechen könnte! Und wenn doch, dann sind die bereits bei Vereinen wie TuS Koblenz, oder inzwischen auch den Vulkanladies (Handball) „engagiert“. Bad Neuenahr und die Region sind nicht gesegnet mit potentiellen Geldgebern!

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  • Sheldon sagt:

    @SC07: Na, nun trägst du aber auch groß auf! Jena ne Metropolregion? Tut mir leid, aber das kannst du beim besten Willen nicht behaupten! Die nächstgrößere Metropole ist Leipzig und die ist in etwa soweit weg wie der Ruhrpott von Bad Neuenahr. Oder halt Erfurt, aber ich bitte mal alle, die auf „Grünen Daumen“ gedrückt haben, einmal nach Erfurt zu fahren und sich dort umzuschauen. Da ist mit Wirtschaft aber mal gar nix los. Und auch Weimar und Gera sind – um es mit deiner Sprach zu sagen – „Bauernkäffer“!

    Und was die potentiellen Geldgeber angeht, der einzige Geldgeber, den es im Osten mit großer Regelmäßigkeit und Zuverlässigkeit gibt, ist der Solidarausgleich, ansonsten ist das meiste hier totes Kapital, zumindest noch zur Zeit!

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  • frafufan sagt:

    Danke Sheldon, dass du das richtig gestellt hast. Jena ist bei weitem keine Metropolregion. Und dort stehen sich die Vereine fast noch mehr auf den Füßen, was die Sponsorensuche betrifft (FC Carl Zeiss Jena, Jena Caputs, Science City Baskets, usw.) Also bitte erst erkundigen, SC07Fanatiker, bevor du solche Halbwahrheiten verbreitest.

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