DFB-Pokal: Favoriten ziehen ins Halbfinale ein

Von am 16. Dezember 2012 – 13.27 Uhr 17 Kommentare

Der 1. FFC Turbine Potsdam und der SC Freiburg stehen im Halbfinale des DFB-Pokals. Während die Freiburgerinnen ihre Aufgabe gegen den Herforder SV souverän lösten, siegte der Deutsche Meister beim SC Sand nur mit dem knappsten aller möglichen Ergebnisse.

Vor 580 Zuschauern im Kühnmatt-Stadion gewann Potsdam durch einen Flugkopfball von Genoveva Anonma in der 35. Minute beim Tabellendritten der 2. Bundesliga Süd mit 1:0 (1:0). Dabei machten sich die Turbinen das Leben selbst schwer, denn Yuki Ogimi verschoss wenige Minuten vor der Pause einen Foulelfmeter (41.). In der zweiten Halbzeit beschränkte sich darauf, das Ergebnis zu verwalten und den Sieg über die Zeit zu retten.

Freiburg in Torlaune
Weitaus weniger Mühe hatte der SC Freiburg mit dem Herforder SV, Tabellendritter der 2. Bundesliga Nord. Die Elf aus dem Breisgau gewann vor 180 Zuschauern mit 6:2 (2:0).

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Genoveva Anonma

Genoveva Anonma erzielte den Treffer des Tages © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Carmen Höfflin (7. und 16.) stellte mit frühen Treffern die Weichen für den Sieg. Katherine Reynolds erhöhte auf 3:0 (50.), ehe Svenja Burkhardt für den Gast verkürzen konnte (55.). Sylvia Arnold (69.) und Sonja Giraud (84.)  bauten den Vorsprung jedoch weiter aus, ehe den Herforderinnen durch Lena Hackmann ein zweiter Treffer gelang (87.). Den Schlusspunkt setzten jedoch wieder die Gastgeberinnen, Anja Maike Hegenauer stellte den Endstand her (89.).

Bayern weiter, Wolfsburg gegen Jena abgesagt
Bereits am Samstag hatte Titelverteidiger Bayern München durch einen klaren 5:1-Auswärtssieg bei der TSG 1899 Hoffenheim das Halbfinale erreicht. Das Erstliga-Duell zwischen Bundesliga-Tabellenführer VfL Wolfsburg und dem FF USV Jena musste aufgrund widriger Witterungsbedingungen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

17 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    enthusio schrieb;
    „Und im Pokal zuhause gegen die Bayern, die ja nun nicht gerade zu den TOP-3 der Bundesliga gehören, völlig chancenlos auszuscheiden, ist wahrlich kein Ruhmesblatt.“

    Sie mögen im Moment nicht unter den Top 3 sein!!!
    Die Bayern-Ladies liegen aber nur ein Pünktchen dahinter, und haben als einzige Mannschaft die Wölfinnen (immerhin 3:0) besiegt, und zudem auch den hochfavorisierten FFC Deutschland (sogar 2x)!!!
    Damit zählen sie ohne Frage zu den besten Mannschaften Deutschlands!!!

    Und Hoffenheim hat im Gegensatz zu Sifi ein wesentlich besseres „Gesamtkonzept“, sodaß sie im Falle eines Aufstieges ganz andere Möglichkeiten (siehe Prinz und Iwabuchi) hätten!!!

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  • Sheldon sagt:

    Nun, zunächst einmal steht ein Aufstieg noch gar nicht zur Debatte. Hoffenheim steht in beglichener Rechnung immer noch 1 Punkt hinter Köln, und auch Sand, Crailsheim und überraschenderweise und glücklicherweise auch der 1. FC Saarbrücken sind noch nicht ganz abgeschlagen.
    Da muss man erstmal zeigen, dass man sich für die Bundesliga qualifizieren kann.

    Und auch dann sehe ich es ähnlich wie enthusio: Für die 2. Liga reicht ein guter Sturm (Prinz, Hartel, Iwabuchi), für die 1. Liga brauchst du (wie Duisburg zeigt) insbesondere eine gute Abwehr.
    Und wenn ich mir anschaue, dass Hoffenheim gegen Sindelfingen 4 Tore kassiert hat (Sindelfingen hat in 11 Bundesligaspielen 4 Tore erzielt) und mir die Abwehr anschaue (Giehl, Zinner, Breitner, Pankratz), muss ich sagen, dass das bei weitem nicht bundesligatauglich ist. Und ich glaube kaum, dass eine komplett neu zusammengekaufte Abwehr funktionieren kann, das hat Frankfurt selbst mit Nationalspielerinnen nicht geschafft!

    Insofern, selbst wenn du regionale Sympathien besitzt, Detlef, muss auch ich angesichts dieser Umstände stark bezweifeln, dass Hoffenheim mehr Erfolg haben sollte als Sindelfingen, Gütersloh, Herford etc.

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