Zwei weitere Erstligaspiele abgesagt

Von am 8. Dezember 2012 – 19.56 Uhr 31 Kommentare

Die winterlichen Witterungsverhältnisse fordern neuerlichen Tribut: Am Samstag wurden zwei weitere der für Sonntag angesetzten Bundesligaspiele des 12. Spieltags abgesetzt.

So wurde das zuvor bereits als gefährdet eingestufte Spiel zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem SC Freiburg abgesagt. Und auch das Revierderby zwischen der SGS Essen und dem FCR 2001 Duisburg muss aufgrund der Unbespielbarkeit der Spielfläche zu einem späteren Termin nachgeholt werden. FÜr das Duell zwischen Essen und Duisburg steht bereits ein neuer Termin fest: Sonntag, 16. Dezember, 14 Uhr.

Somit werden nach derzeitigem Stand der Dinge am Sonntag folgende Spiele stattfinden:

FSV Gütersloh 2009 – VfL Wolfsburg, 14 Uhr
FF USV Jena – 1. FFC Frankfurt, 14 Uhr (live auf DFB-TV)
FC Bayern München – SC 07 Bad Neuenahr, 14 Uhr

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

31 Kommentare »

  • abc sagt:

    Ist schon komisch,dass das Spiel Essen gegen Duisburg heute schon abgesagt wurde.Für den Viertligisten RWE wurden weder Kosten noch Mühen gescheut,dass das Derby gegen Oberhausen im Stadion stattfinden konnte.Ich dachte immer,die höherklassige Mannschaft hat dann den Vorzug,wenn nur eine Mannschaft spielen kann.Die SGS Essen spielt zwar in der 1. Bundesliga,RWE nur Rgionalliga,was aber den Verantwortlichen wohl dann egeal ist.
    Hier sieht man mal wieder,welchen Stellenwert der Frauenfußball hat. Es ist also doch kein Stadion für Essen gebaut worden,sondern nur für den RWE ! Die Damen weden nur geduldet,dass der teure Bau politisch gerechtfertigt werden kann.

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  • enthusio sagt:

    Ich glaube, es ist gut, dass das Spiel abgesagt und auf nächste Woche verlegt wurde, wenn ich das hier lese: http://www.reviersport.de/216837—rwe-2-1-sieg-gegen-rwo.html

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  • Silberlocke sagt:

    Genau getroffen. Solange die öffentlich-rechtlichen Sender den Frauenfußball nicht ins Programm einbinden, wird sich daran auch nichts ändern. Druck kann da nur die DFL oder der DFB machen, aber die sind nur an den Erfolgen der Frauen interessiert. Wie viel mehr Erfolg möglich wäre, würde man durch TV-Übertragungen den Werbewert und somit die Einnahmen der Frauenvereine erhöhen, würde sich das kurzfristig ändern. Grundsätzlich kann man die Überlegung anstellen, ob es beim DFB und bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern auch Gleichstellungsbeauftragte gibt, die in dieser Richtung etwas bewegen könnten. Ich befürchte, dass ähnlich wie in vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen, Wasser gepredigt und Wein getrunken wird.

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  • Lucy sagt:

    Jena-Frankfurt wurde gerade auch abgesagt 🙁

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  • Sheldon sagt:

    @abc: Die Frage ist, ob es bei den Männern so gesehen wird, dass die 1. Bundesliga der Frauen höherklassig ist als die Regionalliga der Männer. Schließlich sind die ersten 3 Ligen der Männer als Vollprofi-Ligen ausgeschrieben. Und das ist die 1. Liga der Frauen noch lange nicht. Man sollte die 1. Liga der Frauen, was die Wertigkeit in der deutschen Fußballwelt angeht, irgendwo zwischen 4. und 6. Liga in Deutschland einordnen.

    Aber das ist ja nicht schlimm. Die Bundesliga der Männer ist 50 Jahre alt, die Liga der Frauen noch nicht einmal 15 Jahre. Da muss sich das alles erst entwickeln!

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  • netflyer sagt:

    Absolut richtig und nachvollziehbar, dass Rotweiß Essen den Vorzug erhält. Zum Derby kamen 10.000 Zuschauer, die hat SGE in einer ganzen Saison. Solange der Frauenfußball nicht seine Hausaufgaben macht (u.a. Schiedsrichterinnenproblem), ist der Sport einem breiten, fachkundigen Publikum gar nicht zu verkaufen.

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  • xXx sagt:

    Nun wurde auch das Spiel zwischen Jena und Frankfurt abgesagt.

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  • FF-Talent sagt:

    FF USV Jena – FFC Frankfurt zwei Stunden vor Anpfiff abgesagt worden. Der DFB-Livestream bleibt also heute „kalt“ …
    Gestern haben im Jenaer Stadion die Männer von Carl Zeiss Jena anscheinend schon bei minus fünf Grad ein Schneespiel gehabt (laut örtlicher Presse), nach diesem Spiel hätte man die heutige FF-Partie doch schon absagen können – warum man da bis Sonntagmittag warten musste?

    Schade, dass es heute kein Live-Spiel im Netz gibt, aber bei soviel Schnee wäre das Spiel vielleicht am Ende undankbar mehr durch Zufall als Können entschieden worden.

    PS @ Silberlocke: Man darf gerne berechtigt(!) über Institutionen schimpfen (vor allem, wenn sie DFB heißt), aber die mitaufgezählte DFL hat mit Frauenfußball nicht wirklich was zu tun (zwar hängen die FF-Ableger der Männer-Bundesligisten z.B. Freiburg, Bayer, Bayern, Wolfsburg, etc. indirekt über die Vereine mit drin, aber die DFL kümmert sich vorrangig um 1. /2. Männer-BL, teilweise noch darunter). Der DFB ist hier der eigentlich einzige Adressat für Kritik … und der tut was?
    Genau, Jahr für Jahr derselbe unorganisierte und jedes Mal neu improvisierte Mist im Winter, wenn es um FF geht!

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  • HGD sagt:

    Nach den Schnefällen von Freitag und auch in der der Nacht zu heute wundert mich die Absage nicht.der ansonsten recht ordentliche Platz in Essen dürfte trotz Rasenheizung ordentlich in Mitleidenschaft gezogen worden sein,daher ist es nicht schlecht,eine Woche später das Derby stattfinden zu lassen/ggf mit Zuschauereinbußen)

    In Essen steht nach meiner erkenntnis RWE an erster Stelle-was die Nutzung des Stadions angeht-

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  • Michele sagt:

    Hätte man den Frankfurterinnen die lange Anreise nach Jena nicht ersparen können? Erst müssen sie über 300 Kilometer anreisen und jetzt, ohne zu spielen, wieder zurückfahren!

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  • Chefchen sagt:

    @Michele..vlt. waren sie noch ein Eis essen. Dann war die fahrt nicht ganz umsonst 🙂
    Aber mal im Ernst, jeder der einen Fernseher / Radio besitzt hat gesehen was da auf Deutschland Wettermäsig zukommt. Da jagt man einen Bus mit wertvoller Fracht über vereist Pisten in Deutschland mit der Erkenntnis das man wohl wegen dem vielen schnee doch nicht spielen kann. Was hat der DFB-Verantwortliche erwartet ? Das das Wetter an Jena vorbeizieht ?

    […]

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Silberlocke sagt:

    @ ff-talent: ich denke, wir sind da einer Meinung. Mir ging es darum, aufzuzeigen, dass die DFL von einer Frauenquote – sei es bei der Besetzung der Geschäftsführung respektive Mitarbeitern, oder bei den Verhandlungen bzgl. der TV-Übertragungen von Frauenfußballspielen – so weit entfernt ist wie weiland es im 19. Jahrhundert war. Beim DFB treffen wir ja nun schon einige Frauen, zumindest in der mittleren Führungsebene, an.

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  • kopfballungeheuer sagt:

    Der Platz in Jena sah die letzten Tage schon so aus. Das Spiel von Carl Zeiss fand auf schwierigem Boden statt und noch morgens gab die Platzkommission grünes Licht für das Spiel…
    Mir kann keiner sagen, dass sich der Platz innerhalb von zwei Stunden so verändert hat.
    Für mich ist es immernoch völlig unverständlich, wieso man das Spiel nicht einfach früher absagt anstatt auf die Entscheidung der Schiedsrichterin eine Stunde vor Spielbeginn zu warten. Man hätte sich und einigen anderen ziemliche Kosten gespart!
    Und da spreche ich nicht nur vom Frankfuter Fanbus, der sich (übrigens nach Telefonat mit Verantwortlichen in Jena!!) auf den Weg machte über mit Schnee und Eis bedeckte Autobahnen, vorbei an zig festgefahrenen LKWs, um dann wenige Kilometer vor dem Ziel von der Absage zu hören…
    Es gibt durchaus schöneres, als einen zweiten Advent für nichts auf der Autobahn zu verbringen…

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  • waiiy sagt:

    12 Mannschaften – 22 Spieltage – Spiele bis 09.12. und ab 17.02. :

    Die Probleme sind hausgemacht und wären mit einer vernünftigen Saisonplanung abstellbar gewesen, genauso wie die Spielausfälle durch die U20-WM. Aber man lernt nichts aus den vergangenen Jahren.

    Wenn meine Kinder aus ihren Fehlern (die sie machen dürfen) nichts lernen, dann würde ich mir Gedanken machen…

    PS: Und die DFB-Pokalrunde am nächsten Wochenende wird die Krönung der Saison.

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  • Sheldon sagt:

    @Silberlocke: Eine Frauenquote löst das Problem auch nicht. […]

    Letztlich begehen wir einen gedanklichen Kurzschluss: Wir vertauschen meines Erachtens Ursache und Wirkung. Wir sollten uns nicht vormachen, die DFL und der DFB sind Profitunternehmen und keine Wohltätigkeitsorganisationen. Es geht in diesen Firmen darum, den größtmöglichen Profit zu erwirtschaften.

    Und es ist nunmal so, dass die Sportschau am Samstag bzw. die Liveübertragungen auf Sky viel viel mehr Menschen anlocken, als die Frauen.
    An einem normalen Spieltag kommen zu den Spielen der jeweiligen Ligen folgende Zuschauer:

    1. Bundesliga der Herren – 20.000 bis 80.000
    2. Bundesliga der Herren – 4.000 bis 40.000
    3. Bundesliga der Herren – 1.000 bis 10.000
    Regionalliga West – 300 bis 8.250
    Regionalliga Nordost – 150 bis 8.000
    Regionalliga Südwest – 150 bis 3.500
    Regionalliga Nord – 200 bis 3.000
    1. Bundesliga der Frauen – 200 bis 2.000 (!)
    Regionalliga Bayern – 200 bis 1.500

    Letztlich gehört die Bundesliga der Frauen damit in den Bereich der Regionalligen, noch unter der 3. Liga der Männer. Und wo siehst du schonmal Regionalliga im Fernsehen? Insofern muss man leider feststellen, dass der DFL und der DFB sich marktwirtschaftlich korrekt verhalten und nur konsequent sind, wenn sie die Frauenbundesliga im Stile einer Regionalliga vermarkten, nämlich gar nicht.

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • kopfballungeheuer sagt:

    Nicht nur die Pokalrunde nächstes Wochenende wird die Krönung…

    Für den 22.12.!! ist ein Nachholspieltag angesetzt.

    Ob da überhaupt irgendwo gespielt werden kann? Zumindest Wolfsburg überlegt wohl jetzt schon für Samstag abzusagen…

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  • FFFan sagt:

    @ waiiy:
    „12 Mannschaften – 22 Spieltage – Spiele bis 09.12. und ab 17.02.:
    Die Probleme sind hausgemacht und wären mit einer vernünftigen Saisonplanung abstellbar gewesen (…)“

    Dann skizziere doch mal, wie ein „vernünftiger“ Spielplan aussehen könnte!

    Grds. finde ich Spielansetzungen im Dezember oder im Februar jetzt nicht so abwegig. Es ist in unseren Breiten nicht so, dass um diese Jahreszeit immer Schnee und Eis einen Spielbetrieb verhindern (bspw. konnten am ersten Dezemberwochenende alle Spiele stattfinden). Umgekehrt kann es auch im März mal schneien oder, wie in diesem Jahr, im Oktober.

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  • Sheldon sagt:

    @FFFan: Beispielsweise hätte man englische Wochen in der Bundesliga veranstalten können.

    @waiiy: Ich muss FFFan allerdings recht geben. Die Männerbundesliga spielt jedes Jahr bis in die letzte Vorweihnachtswoche hinein, und fängt bereits Ende Januar schon wieder an! Das funktioniert auch und so einen Winter wie dieses Jahr gibt es nicht immer!

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  • waiiy sagt:

    @Sheldon: Wie viele Stadien mit Rasenheizung haben wir in der 1. Bundesliga der Männer und wie viele in der 1. Bundesliga der Frauen? Mit der Antwort erübrigt sich weiteres Nachforschen.

    @FFFan: Offensichtlicherweise hat sich der Winter in den letzten Jahre nach vorn verschoben. Und 22. Spieltage sollte man gut in die schneefreie Zeit unterbringen können.

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  • MariaOzawaFan sagt:

    Zum Thema Rasenheizung: Laut Reporter vom DFB-TV zum Spiel Jena – ? kostet es so um € 60000 die Heizung anzustellen und das ist für die Vereine wohl zu teuer.

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  • Detlef sagt:

    waiiy schrieb;
    „@Sheldon: Wie viele Stadien mit Rasenheizung haben wir in der 1. Bundesliga der Männer und wie viele in der 1. Bundesliga der Frauen? Mit der Antwort erübrigt sich weiteres Nachforschen.“
    Zusatzfrage;
    Wieviele FF-Vereine könnten sich überhaupt die Betriebskosten einer Rasenheizung (so vorhanden) leisten???

    Die finanziellen Möglichkeiten der Männer-Profiligen mit denen der FF-Buli auch nur ansatzweise vergleichen zu wollen, verbietet sich eigentlich von selber!!!

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  • Sheldon sagt:

    @waiiy: Theoretisch hast du mittlerweile über 3 schneemögliche Monate. Letztes Jahr lag fast das gesamte Jahr kein Schnee, woher sollte man dann ahnen können, dass es dieses Jahr anders kommt? Durch den Klimawandel sind die klassischen Jahreszeiten sowieso nahezu außer Kraft gesetzt. Mittlerweile kann es sogar zwischen Ende Oktober und Anfang Mai zu jedem Zeitpunkt Schnee geben, haben wir alles schon gehabt.
    Insofern ist es für mich lachhaft, 22 Termine zu finden, die garantiert ohne schneebedingte Spielabsagen auskommen werden. Dann müsstest du die Liga auf Skandinavien umstellen und die Sommerpause durchspielen.

    Und wenn die Vereine sich nunmal keine Rasenheizung anschaffen, ist es auch mit ihre Schuld, dass die Spiele nicht zustande kommen. Es gibt die Mittel, um so etwas zu verhindern. Wenn man sie nicht nutzt, darf man sich über Spielausfälle nicht beschweren.
    Letztlich gibt es genau die gleichen Problematiken bei den Männern von der Regionalliga abwärts. Und auch im DFB-Pokal hätte das durchaus passieren können, da kann immer ein Außenseiter bis ins Achtelfinale kommen. Und ein Viertligist hat auch keine Rasenheizung!

    Letztlich ist der DFB und der DFL eine Profitorganisation, für die es überhaupt keine Rolle spielt, ob ein Bus zwei Stunden vor dem Spiel umdrehen muss, weil es ausfällt. Das sind ein paar Fans, die verärgert werden, aber der Spielplan steht und das ist das Wichtigste.

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  • be sagt:

    @ Sheldon:

    > Und wenn die Vereine sich nunmal keine Rasenheizung anschaffen, ist es auch mit ihre Schuld,
    > dass die Spiele nicht zustande kommen.

    Du scheinst nicht zu wissen, was eine Rasenheizung in der Anschaffung kostet. Tipp: Liegt mal eben im mittleren sechsstelligen Bereich.

    MariaOzawaFan hat ja schon was zu den Betriebskosten geschrieben. Das ist weit mehr als ein Tausender je Nutzung. Das Ernst Abbe Sportfeld hat eine Rasenheizung, da so etwas für die zweite Männerliga von der DFL gefordert wird. Aber die bleibt aus Kostengründen schon seit langem auch bei den Männern aus. Wie sollen das Ligavereine mit einer durchschnittlichen Zuschauerzahl von etwa 1000 Leuten finanzieren, ohne nochmals deutlich bei den eh schon nicht riesigen Spielerinnengehältern kürzen zu müssen? Konstruktive Vorschläge willkommen!

    Hinzu kommt außerdem, dass die genutzten Stadien selten Vereinseigentum sind. Das Stadion am Brentanobad beispielsweise gehört der Stadt Frankfurt, und noch immer nicht hat es eine Flutlichtanlage. Die fänd ich weit sinnvoller als eine ökologisch nicht vertretbare Rasenheizung.

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  • Sheldon sagt:

    Dann versteh ich aber euer Gemecker nicht um die Spieltermine. Schließlich habe ich oben festgestellt, dass Frauenfußball sich irgendwo in die 4.-5. Liga einordnen muss resonanztechnisch. Und wisst ihr, wieviele Spiele dort abgesagt werden? In der Regionalliga waren es 28 von 37, in der 5. Liga fanden nur noch vereinzelt Spiele statt (max. 1 pro Liga), dort waren bereits letzte Woche viele ausgefallen.

    So läuft das nunmal im Amateursport und da kann der Frauenfußball nicht sagen, wir wollen aber ne Extrawurst, nur weil er im Namen das Wort Bundesliga trägt. Wenn du regelmäßig Stadien mit 20.000-30.000 Zuschauer gefüllt bekommst, dann kannst du das mokieren. Aber dann wirst du dir auch ne Rasenheizung leisten können!

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  • S.N. sagt:

    @sheldon:
    Wieviel Mannschaften der 1.Frauenbundesliga haben denn ein eigenes Stadion?
    Selbst die Damen vom FC Bayern spielen irgendwo in der Walachei!!!

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  • Detlef sagt:

    @Sheldon,

    Es geht nicht darum, für alle FF-Vereine eine Rasenheizung PLUS dazugehörige Betriebskosten zu fordern!!!

    Es geht einfach um eine bessere Terminierung der Ligaspiele in der Saison!!!

    Dazu können auch englische Wochen gehören!!!
    Oder man schlachtet endlich „heilige Kühe“, und opfert nicht wertvolle Wochenenden, nur wegen Natioauftritten!!!
    Man könnte auch einen Blick nach Skandinavien riskieren, und die Saison einfach den Jahreszeiten anpassen!!!

    Möglichkeiten gibt es sicher genügend!!!
    Man muß sich nur trauen sie erst einmal zu denken, und dann darüber offen zu diskutieren!!!

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  • FFFan sagt:

    @ Detlef:

    Zu deinen Vorschlägen:

    1. ‚Englische‘ Wochen:

    Ligaspiele unter der Woche gelten als „zuschauerfeindlich“ und sind deshalb bei Fans und Vereinen wenig beliebt. Außerdem gilt es zu bedenken, dass nicht alle Spielerinnen Vollprofis sind.

    2. Länderspiele einsparen:

    In dieser Saison wurde noch kein ‚wertvolles‘ Wochenende für die Nationalmannschaft geopfert. Das Frankreich-Spiel fand an einem Donnerstag statt und die USA-Spiele fielen in eine offizielle UEFA-Abstellungsperiode, d.h. diese Termine waren sowieso ‚frei‘.

    3. Umstellung des Spieljahres aufs Kalenderjahr:

    Das wird langfristig sicher kommen. Ich befürworte es aber erst dann, wenn auch die europäischen Vereinswettbewerbe entsprechend umgestellt werden. Einen Alleingang der Frauen-Bundesliga halte ich nicht für sinnvoll.

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  • netflyer sagt:

    Natürlich ist es sehr ärgerlich, wenn wie am letzten Woechenende fast komplette Spieltage ausfallen. Aber man doch nicht alles so pauschal auf die schlechte Terminplanung schieben, ohne praktikable Verbesserungsvorschläge zu machen.

    Englische Wochen sind keine sinnvolle Alternative, da dann noch weniger Zuschauer kommen, wenn teilweise wochentags um 14 Uhr oder 15 Uhr gespielt werden muss in Ermangelung eines Flutlichts. Außerdem gibt es ja viele Spielerinnen, die noch einen Job haben und dann extra Urlaub nehmen müssen.

    Schlecht sind sicherlich die unmöglichen WM-Termine (U20-WM, U17-WM), das lässt sich aber nur international lösen.

    Die echte Lösung wäre m.E. eine Saison nach dem Kalenderjahr. Dazu gibt es aber keine Mehrheiten. Ich bin wirklich kein Weichei, ich gehe jeden Tag auch bei minus 15 Grad joggen. Aber ich bin ehrlich, ich gehe im Winter sehr selten ins Stadion, ich habe keine Lust stundenlang rumzusitzen oder zu stehen und mir sonst was abzufrieren. Aber es gibt hier leider keine Mehrheiten und demzufolge muss man auch mit den Konsequenzen leben, wenn man nichts besseres vorschlagen kann. Und ja, Sheldon hat doch Recht, der Frauenfußball liegt von der Zuschauerresonanz so etwa zwischen 4. und 5. Liga und auch in diesen Ligen gab es am letzten Wochenende fast nur Spielabsagen.

    Eine Lösung wäre doch endlich mal die wirklich hausgemachten Probleme im Frauenfußball anzugehen.

    1. Schiedsricherinnenproblem: Ergänzung durch Männer wo nötig, vor allem auch auf der Seitenlinie. Nur ein fair schiedsgerichteter Sport ist überhaupt nach außen hin vertretbar. Würde der Frauenfußball jede Woche im TV laufen, wäre es doch lächerlich, wenn in 5 Zeitlupen bewiesen würde, das 50% der Linienrichterinnen die Abseitsregel nur rudimentär kennen.

    2. Neid: Ich kann nicht verstehen, dass man an ihr nach der WM 2011 festhält. Sie hat sicher ihre Verdienste, jetzt braucht man aber jemand anderen. Es reicht nicht aus, permanent auf Spielerinnen der Nummer 3 in Deutschland zu setzen.

    3. Ebendiese Nummer 3, die seit Jahren die besten Spielerinnen zusammenkauft und die sich dann nicht mehr weiterentwickeln. Gerade Problem Nummer 3 ist nicht zu lösen von außen, vielleicht wacht aber dieser Verein irgendwann mal auf oder die Sponsoren kürzen endlich mal die Gelder.

    So, und wenn man diese Probleme nicht endlich mal angeht, wird der Frauenfußball auch noch in 10 Jahren vor sich rumdümpeln und immer die gleichen Dinge mokiert. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! Endlich.

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  • Sheldon sagt:

    Ich denke auch, dass es, wie FFFan hinweist, zu keinen Änderungen kommen wird. Es wird auch nicht zu einer Liga nach Kalenderjahr geben, denn dazu müssten nicht nur die CL umgestellt werden, sondern auch die Nationalelfwettbewerbe. Und da hakt es spätestens an den olympischen Spielen.

    Kein Trainer wird seine Spielerinnen für 2-3 Monate innerhalb einer laufenden Saison abgeben, das ist einfach nicht möglich!

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  • Sheldon sagt:

    @Netflyer: „oder die Sponsoren kürzen endlich mal die Gelder“

    Das wird nicht passieren, nicht in Frankfurt. Das liegt in der Natur des Systems. Denn die Spielerinnen sind eben nicht mehr die Spielerinnen des Vereins, sondern eben die privaten Angestellten von Siggi Dietrich (bis vor kurzem hat er sogar noch die Spielerinnen, die er selbst bezahlt hat, auch noch als Spielerbetreuer unter der Fuchtel).
    Und solange Siggi Dietrich Lust hat, sich die ein oder andere (unabhängig von dem Erfolg des Teams) zu holen, wird er das auch machen, selbst wenn die Mannschaft in der 3. Liga spielt. Da liegt es eben auch in der Verantwortung der Spielerinnen, selbst das Gute vom Schlechten scheiden zu können.

    Übrigens, genau diesen Punkt habe ich bereits erörtert im Zusammenhang mit dem VfL Wolfsburg, wo genau dasselbe System existiert. Auch dort sind die Spielerinnen keine Vereinsspielerinnen, sondern die persönlichen Angestellten von VW in der Branche „Frauenfußball“, eine sogenannte Werkself.

    Das kann solange gut gehen (siehe Frankfurt zwischen 1997 und 2006), solange das Verhältnis der Firma zur sportlichen Leitung stimmt. Doch sobald diese bei der Kaderplanung übergangen wird (wie durch Dietrich in Frankfurt gegenüber Kahlert geschehen) und der sportlichen Leitung auch nötige Kompetenzen fehlen (siehe Kahlert), endet das eben in dem Desaster, das zur Zeit in Frankfurt stattfindet. Aber was soll man dagegen tun? Dietrich hat offiziell keinerlei Einfluss in Frankfurt, da es einen Präsidenten und einen Vorstand gibt. Seine Macht hat er nur durch das Geld, dass er Frankfurt zur Verfügung stellt. Er kann niemanden feuern und niemanden einstellen, das kann nur Adler. Doch Frankfurt ist so abhängig von Dietrich, dass man ihn gewähren lässt.

    Präventiv könnte man nur bei den großen Vereinen vorgehen, indem vom DFB festgehalten wird, dass die gesamte sportliche und finanzielle Verwaltung der FF-Abteilung in einer unabhängigen Instanz liegt und der Hauptverein damit lediglich zu einer Art Hauptsponsor wird. Ob das was helfen würde, weiß ich nicht, aber es wäre zumindest mal ein Ansatz!

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  • waiiy sagt:

    Ich denke, dass das Ausweichen für 1 – 3 Spieltage in eine Stadion mit Flutlicht durchaus machbar und bezahlbar wäre für die meisten Vereine. Und die Termine kann man auch so legen, dass sie nicht mit englischen Wochen der 1. und 2. Liga kollidieren, sodass es auch Kapazitäten in den Stadien gibt, die Flutlicht haben. Und bei dieser Anzahl von Spielen dürfte man auch mit dem Arbeitgeber reden können, dass eine Freistellung möglich ist. Und Mannschaften, die überhaupt keine Möglichkeiten für Flutlichtspiele haben, haben dann halt Auswärtsspiele.

    Ich denke aber, dass Städte wie Frankfurt, Duisburg, München, Leverkusen, Freiburg, Essen durchaus Stadien mit Licht haben. Und Wolfsburg und Potsdam sind meiner Meinung nach sowieso ausgerüstet.

    Man sollte nicht so tun, als wenn das nicht ginge oder als ob es sich um eine komplette Saison handeln würde, die dann in die Wochenmitte verlegt wird. Außerdem müssen die Spiele, die ja (vorhersagbar) ausfallen, auch neu terminiert werden. Und wenn man mal ein Trainingslager vor einer WM schon Ende März beginnen will, kriegt man das ja auch irgendwie hin.

    Die Diskussion um die Zuschauerzahlen an einem Mittwoch sind in meinen Augen völlige Augenwischerei. Wenn der Anstoß vernünftig um 19 Uhr oder gar 20 Uhr erfolgt, dann schafft es das Heimpublikum auch nach der Arbeit ins Stadion (Potsdam zeigt das seit Jahren in der CL). Die Mengen an Auswärtspublikum hat man meiner Meinung nach sowieso bei den wenigstens Vereinen (da fällt mir neben Potsdam fast nur Duisburg und mit Abstrichen Frankfurt und München ein). Von daher wird hier etwas ins Feld geführt, was eigentlich nicht existiert.

    Die wirklich Frage ist, ob ein Wille da ist, etwas zu ändern…

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