DFB-Elf spielt remis gegen Frankreich

Von am 29. November 2012 – 17.46 Uhr 35 Kommentare

In Halle an der Saale erwies sich die französische Nationalelf als der erwartet starke Gegner. Für die DFB-Elf reichte es im letzten Testspiel des Jahres 2012 vor enttäuschender Kulisse trotz schneller Führung nur zu einem Remis.

Im strömenden Regen sahen die nur 5 123 Zuschauer  im Erdgas Sportpark ein leistungsgerechtes 1:1 (1:1) zwischen den beiden besten europäischen Teams der FIFA-Weltrangliste. Es war im elften Aufeinandertreffen der beiden Teams das erste Unentschieden, nach zuvor acht Siegen für Deutschland und zwei Erfolgen für Frankreich.

Highlights der Partie anschauen

Anzeige

Stimmen zum Spiel

Bilder zum Spiel

Faißt erzielt Führung
Die DFB-Elf erwischte einen Auftakt nach Maß, denn nach schöner Vorarbeit von Linda Bresonik und der einzigen Sturmspitze Célia Okoyino da Mbabi erzielte die bärenstarke Verena Faißt am langen Pfosten mit ihrem ersten Treffer im Nationaltrikot die frühe Führung – Frankreichs Abwehrspielerin Corinne Franco schien noch nicht ganz wach zu sein (2.).

Französische Akzente
Doch die Französinnen ließen sich auf dem nassen Rasen durch den schnellen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. Ein Aufsetzer von Louisa Necib (4.) und ein Distanzschuss von Camille Abily (7.) sorgten für erste offensive Akzente.

Latte rettet DFB-Elf
Und die DFB-Elf hatte Glück, nicht den Ausgleich zu kassieren. Nach einem Foul von Lena Goeßling an Abily setzte Necib den Freistoß an die Latte, den zurückspringenden Ball nahm Abily mit dem Kopf auf und erneut verhinderte der Querbalken einen Treffer (11.).

Okoyino da Mbabi im Pech
Okoyino da Mbabi hatte die Chance zu erhöhen, nach einer Ecke von Faißt zog sie aus dem Gewühl im Strafraum ab, doch der Ball ging einen Meter neben das Tor (16.). Doch nach einer guten Anfangsphase stellte sich Frankreich immer besser auf das deutsche Spiel ein.

Chancen auf beiden Seiten
Eugenie Le Sommer düpierte Bianca Schmidt auf der rechten Abwehrseite, doch ihr Schuss geriet zu schwach (16.). Dennoch kam auch die DFB-Elf zu weiteren Chancen, Anja Mittag traf jedoch nach Hereingabe von Schmidt und Laudehrs Weiterleitung per Hacke nur das Außennetz – Frankreichs Torhüterin Sarah Bouhaddi hatte etwas zu spät reagiert (19.).

Verena Faißt

Verena Faißt krönte ihre starke Leistung mit einem Treffer © Sven-E. Hafft /girlsplay.de

Franco gleicht aus
Den Treffer erzielten jedoch die Französinnen, bei einer Ecke von Necib konnte Torhüterin Nadine Angerer den Ball nicht festhalten, Corine Franco bedankte sich mit dem 1:1 (24.). Nach einer halben Stunde kam der Spielfluss immer mehr ins Stocken, die beiden Teams beharkten sich im Mittelfeld. Ein Kopfball von Marie-Laure Delie (37.) und eine Aktion von Okoyino da Mbabi, der in aussichtsreicher Position der Ball versprang (42.) waren die letzten Höhepunkte der ersten Halbzeit.

Schmidt im Pech, Delie trifft Latte
In der zweiten Halbzeit kam die DFB-Elf wieder besser ins Spiel, mit einem Schrägschuss hatte Schmidt früh die Führung auf dem Fuß (46.). Und bei einem Laudehr-Schuss musste Bouhaddi ihr ganzes Können aufbieten (54.). Doch die beiden Teams kamen immer weniger zu Torchancen, für einen Aufreger sorgte Delie, die aus der Distanz die Latte traf (79.) und Babett Peter, deren Schussversuch im letzten Moment geblockt wurde (80.).

Letzte Torchancen
In der Schlussminute hätte die DFB-Elf aber fast noch den Sieg perfekt gemacht. Nach schöner Einzelleistung von Martina Müller in ihrem letzten Länderspiel, schob Schmidt den zentimetergenauen Pass aus kurzer Distanz am Tor vorbei, auch ein Kopfball von Lena Lotzen brachte nichts mehr ein (90.).

Neid: „Im Mittelfeld nicht aggressiv genug“
Neid erklärte nach der Partie: „Es war ein Spiel auf hohem Niveau. Frankreich hat bewiesen, dass sie bei der EM im kommenden Jahr zu den Favoriten gehören. Wir haben sehr gut angefangen, dann aber das Heft des Handelns aus der Hand gegeben, weil wir in den Zweikämpfen im Mittelfeld nicht genügend Aggressivität gezeigt haben.“

Bini: „Spielerinnen haben ihr Bestes gegeben“
Frankreichs Trainer Bruno Bini meinte: „Wir haben nicht gut begonnen und so etwas kann katastrophal enden. Der Freistoß von Louisa Necib an die Latte hat uns gut getan. Wir hatten oft die Ballhoheit, aber Deutschland war bei schnellen Kontern immer gefährlich. In der zweiten Halbzeit hatten wir Probleme, aber die Spielerinnen haben heute ihr Bestes gegeben.“

Deutschland – Frankreich 1:1 (1:1)

Deutschland: Angerer – Schmidt, Krahn, Bartusiak (46. Henning), Peter – Goeßling (88. Keßler), Laudehr – Bresonik (46. Odebrecht), Mittag (72. Müller), Faißt (46. Behringer) – Okoyino da Mbabi (65. Lotzen)

Frankreich:
Bouhaddi – Renard, Franco (83. Soyer), Georges, Houara – Abily, Soubeyrand – Thomis (76. Catala), Necib, Le Sommer – Delie

Tore: 1:0 Faißt (2.), 1:1 Franco (24.)

Gelbe Karten: Keine

Schiedsrichterin: Kirsi Haikkinen (Finnland)

Zuschauer: 5 123

Tags: , ,

Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

35 Kommentare »

  • Pudel sagt:

    5 123 Zuschauer danke ZDF/ARD das macht den Frauenfußball eher kaputt als das es ihm hilft wenn sie die Mannschaft um so eine Uhrzeit spielen lassen…der DFB sollte entlich zum Frauenfußballsender Nr1 gehen Eurosport dann kann man auch um 20 Uhr spielen

    (0)
  • Holle sagt:

    @Pudel

    Ich denke auch, dass die Anstoßzeit an einem Donnerstag um 15:15 Uhr nicht gut für den FF ist.

    Zum Einen ist es vielen potentiellen Zuschauern (in Halle ist man hinsichtlich höherklassigem Fußball nicht verwöhnt)zu einer solchen Zeit nicht möglich istins Stadion zu gehen, und auch die TV-Quote wird wohl deutlich unterdurchschnittlich ausfallen.

    Anderseits muss man natürlich sagen, dass selbst zu einer solchen Zeit über ARD/ZDF noch mehr Zuschauer erreicht werden als bspw. über Eurosport, einen Sender den ich äußerst schätze.
    Zudem muss man sehen, dass die Wintersportsaison mit Fernsehsportarten wie Skispringen und vor allem Biathlon begonnen hat und potentiell mehr Zuschauer anzieht.

    Auch wenn eine Übertragung auf Eurosport wahrschinlich weniger Zuschauer erreicht, wäre es mir doch lieber Frauenfußballspiele dort übertragen zu sehen. Denn letztendlich, seien wir ehrlich, ist Frauenfußball eine Sparten-/Randsportart und genau dafür gibt es Spartenkanäle wie Eurosport, die sich damit im Idealfall fachlicher und auch liebevoller, vor allem aber zeitlich intensiver damit auseinandersetzen können.

    Schade übrigens, dass die Auslosung des dfb-pokal-viertelfinals nicht live gezeigt wurde. Der Frauen-Vereinsfußball genießt im Gegensatz zur Natio kaum allgemeine öffentliche Aufmerksamkeit und Akzeptanz – Hier wirkt ein Blick über den Tellerrand jedoch relativierend: Wie steht es bspw. um die Berichterstattung über Frauenhandball, -volleyball, -basketball usw.

    Abschließend (sorry für die Länge meines Beitrags) noch der Wunsch oder vielmehr die Utopie, dass sich die Dritten Programme der ARD verstärkt der Übertragung von Frauenfußballspielen ihres jeweiligen Einzugsbereichs kümmern. VON NIX KOMMT NIX!

    (0)
  • wrack sagt:

    Zufrieden bin ich nicht mit der Leistung des deutschen Teams. Frankreich glänzte lediglich mit Standards und Fernschüssen, bieb aber ansonsten auf der spielerischen Seite einiges schuldig.
    Eine unsichere Nadine Angerer verschuldete den Ausgleich. Betrachtet man ihre Leistungen in den letzten Spielen, dann ist sie nach dem Maßstab deutscher Torhüterinnen nicht mehr die Nr.1.
    In der ersten Halbzeit war das Spiel noch verteilt, in der zweiten dominierte nach meinem Eindruck Deutschland. Leider fehlten die dazugehörigen Tore.
    Celia arbeitete viel im offensiven Mittelfeld, die Bälle, die sie in der Spitze erreichten, waren zwar z.T. schwer zu nehmen, an einem anderen Tag hätte sie aber ein Tor daraus gemacht. Lotzen konnte sie aber (noch) nicht ersetzen.
    Anja Mittag fehlte auch etwas die Spritzigkeit und der Witz.
    Bei Linda Bresonik fehlte viel, vom Glück über das sichtbare Feuer bis hin zur Übersicht.
    Laudehr verschwand auf der 6 ganz hinter Goeßling, die in HZ1 herausragte, auf rechts wurde Laudehr in der zweiten Halbzeit dann wesentlich besser.
    Ähnliches gilt für Bianca Schmidt, die am Ende den Siegtreffer auf dem Fuß hatte und Martina Müller den Assist in ihrem letzten Spiel hätte schenken können.
    Odebrecht blieb deutlich unter ihren Möglichkeiten.
    Faißt hat sich gegenüber Behringer klar bewiesen.
    Insgesamt hatte ich nie das Gefühl, dass Deutschland verlieren könnte, bei den Französinnen erreichte eigentlich nur die Verteidigung Normalstärke. Angst hatte ich nach Angerers Fehler nur bei Eckbällen und Freistößen.
    1:1 war heute gegen diese Französinnen zu wenig, tröstlich ist wenigstens die Bilanz des Jahres.

    Ach ja… @ Sheldon: Keßler hat DOCH gespielt. Deine Voraussagen bleiben weiterhin zu 100% … falsch 😉

    (0)
  • Michele sagt:

    Wenn ich schon wieder eure Kommentare hier lese, halte ich besser meinen Mund! […]

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

    (0)
  • eisbär sagt:

    Frankreich hat nach dem Ausgleich das Spielen eingestellt, Deutschland war bemüht. Das reicht, um ein schwaches Spiel zu kommentieren. Die Umstände (schlechtes Wetter und damit schwer zu spielender Platz, Reisestrapazen vieler französischer Spielerinnen) ließen vielleicht ein besseres Spiel nicht zu.
    Zu hoffen bleibt, dass das Testspiel nächstes Jahr in Frankreich einen besseren Aufschluss über die Leistungsstärke der beiden Teams gibt, dann vielleicht mit einem neuen französischen Nationaltrainer. 😉

    (0)
  • enthusio sagt:

    Ich bin eigentlich mit dem Spiel beider Mannschaften vom spielerischen Niveau her sehr zufrieden, Frankreich baute allerdings in der 2. Halbzeit ganz gewaltig ab. Der Start des Spiels war doch wohl klasse: schönes Zusammenspiel von Bresonik und Okoyino, die nach dem Paß von Bresonik in die Schnittstelle der französischen Abwehr mit einer genialen Vorlage quer durch den Strafraum Faißt bediente, die von links sicher einnetzte. Danach gab es Chancen auf beiden Seiten, wobei die Französinnen ballsicherer wirkten und deutlich mehr Spielanteile hatten.Die technischen Fähigkeiten von Necib und Abily bei deren Lattenfreistoß und Lattenkopfball, von Le Sommer bei ihrem Solo gegen Schmidt und zwei weitere Verteidigerinnen sowie Franco bei ihrer Direktabnahme zum 1:1 waren schon beeindruckend. Aber auch unsere Frauen hatten die eine oder andere gut herausgespielte Torchance. In der 2. Halbzeit waren insbesondere die Einwechselung von Behringer und der Positionswechsel von Laudehr ein belebendes Element, beide setzten die Französinnen ziemlich unter Druck. Es war dann im Grunde ein Spiel auf ein Tor mit einigen klaren Torchancen (Schmidt, Laudehr, auch Okoyino da Mbabi). Frankreich hatte nur noch den Schuß von Delie in der 79. Minute zu bieten, die auch 2x bei zwei gefährlichen Vorstößen in der überragend grätschenden Josephine Henning ihren Meister fand. Hätte Bianca Schmidt in der 90. Minute nach der wunderschönen Vorarbeit von Martina Müller nicht die 100%ige Siegtorchance ausgelassen, wäre Deutschland insgesamt als verdienter Sieger vom Platz gegangen. In der ersten Halbzeit dominierte Frankreich das Spiel, in der zweiten war nur noch Deutschland am Drücker. Mit der Leistung der 2. Halbzeit kann Bini überhaupt nicht zufrieden sein, Neid aber umso mehr. In der Form der 1. Halbzeit allerdings ist Frankreich für mich Top-Favorit auf den EM-Titel.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    Solche Spielerinnen wie Georges und Renard […] wünscht sich denke ich jedes Team. Ich habe 4-5 Grätschen im Strafraum gesehen, die alle hart und super getimt waren.

    Solche Spielerin sind gerade bei wichtigen Spielen goldwert, weil sie nicht nur aushelfen, wenn es brennt, sondern auch die Gegenspielerinnen durch das harte, aber faire Einsteigen Kraft nehmen. Ich denke, dass gerade auch diese Gangart heute das Spiel eher auf Kampf ausgerichtet war.

    Ich bewundere diesen französischen Fußball. Bedenkt man, dass 8 von denen am WE noch in Japan (um die 10 Zeitstunden Unterschied) gespielt haben, muss man dieser Leistung Tribut zollen. Schade, dass sie mit zunehmender Zeitdauer abgebaut haben, ich hätte gerne noch mehr von dieser fantastischen Spielkultur gesehen, das ist Magie, was da Necib, Thomis, Le Sommer und Abily im Mittelfeld zaubern. Da kommt keine Nation heran.

    Ich find es schade, dass Bussaglia nicht zum Einsatz kommt. Im Blick auf die EM sehe ich sie gegenüber Soubeyrand deutlich stärker. Sie würde das stärkste Mittelfeld der Welt komplett machen.
    Diese Mannschaft erinnert mich an Deutschland 2003, hübsch, leichtfüßig und schnell, das ist einfach super. Vielleicht schaffen sie nächstes Jahr den Durchbruch mit dem EM-Titel.

    Technisch konnte Deutschland da größtenteils nicht mithalten, und zwar deutlich. Das ist nichts Neues. Ich finde übrigens das französische Team besser aufeinander abgestimmt. Hintendrin mit Georges und Renard die […] Brecher, im defensiven Mittelfeld die Arbeitsbienen Abily und Soubeyrand, im Offensiven Mittelfeld Madame „Zizou“ Necib und zwei pfeilschnelle Leibgarden zu ihren Seiten, nur vorne fällt es ein bisschen ab mit Delie.

    Allerdings war ich überrascht gerade über die Wolfsburgerinnen. Ich war sehr überrascht, dass Neid tatsächlich Spielerinnen wie Henning oder Keßler gebracht hat. Für mich haben beide ihre Chance genutzt. Henning hat die einzige Grätsche im Strafraum gezogen, glänzte also mit ihrem Timing und auch als Abwehrdirigentin, von Krahn sah man in der zweiten Halbzeit gar nichts mehr, es war, als hätte Neid Henning für Bartusiak und Krahn gebracht und die Abwehr stand sicherer.
    Keßler hatte genau einen Ballkontakt, aber der war zugegebenermaßen grandios: Der Pass auf Müller! Man sieht, dass das auch hier abgestimmt ist.
    Auch Faißt hat deutlich geglänzt, viel, sehr viel Betrieb gemacht.

    Dagegen haben mal wieder die üblichen Verdächtigen enttäuscht. Neben Angerer, Schmidt, Behringer und Krahn kamen diesmal auch noch Mittag und Peter dazu.

    […]

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

    (0)
  • Guido sagt:

    Nach meinem Eindruck hat dieses Spiel wenig Aussagekraft: Die deutsche Mannschaft wirkte zumindest in der 1. HZ überhaupt nicht eingespielt, was an der ungewöhnlichen Aufstellung gelegen haben mag. Bei der EM sollten die Automatismen bitte etwas besser funktionieren. Immerhin hat die 2. HZ gezeigt, dass die DFB-Frauen auch einen Gegner von internationalem Format dominieren können – auch wenn nicht viel dabei herumgekommen ist.

    Bei den Französinnen hatte man zwar den Eindruck, dass die Mannschaft ein großes Potenzial hat, aber dass sie mit dem 1:1 ganz gut leben konnten. Wenn das jetzt ein Halbfinale gewesen wäre, hätten sie in der 2. HZ sicher mehr Zug in Richtung Tor gezeigt. Veilleicht waren einige Spielerinnen auch von der Club-WM noch nicht ganz erholt.

    Bleibt also festzuhalten, dass man das Spiel nun werten kann, wie man will:

    Optimisten-Sicht: Tolle Serie (ungeschlagen seit der WM) fortgesetzt; den stärksten europäischen Konkurrenten trotz des Fehlens wichtiger Spielerinnen in der 2. HZ dominiert und am Rande einer Niederlage gehabt.

    Pessimisten-Sicht: Seuchen-Serie (seit drei Spielen ohne Sieg) fortgesetzt; nur mit viel Glück und mehrfacher Hilfe des Aluminiums eine Niederlage gegen mit halber Kraft spielende Bini-Elf verhindert und trotz hoher Spielanteile kaum Gefahr produziert.

    Dann halte ich jetzt mal das einzige fest, was wohl 100% konsensfähig sein dürfte: Danke an Martine Müller, den besten Joker (25 Tore nach Einwechslungen!), den die N11 je hatte!

    (0)
  • DAWIDenko sagt:

    Ich bin auch mit dem Spiel recht zufrieden. Rückblickend ist natürlich das Ergebnis natürlich ausbaufähig.
    Deutschland war das aktivere Team, nutzte nur seine Chacen nicht gut, und zeigte sich nicht so kombinationssicher.
    Trotzdem mobilisierte die Mannschaft noch einmal Reserven und hätte sich zum Schluss fast mit dem Sieg belohnt.
    In der zweiten Halbzeit ließ man gegen die pfeilschnellen Stürmerinnen der Französinnen wenig zu und hatte selbst aussichtsreiche Möglichkeiten.
    Nach dem frühen Tor, zeigte man zwar phasenweise gute Ansätze, verlor aber auch viele unnötige Bälle. Da war Frankreich mit seinem schnellen Direktspiel besonders stark. Die Doppelchance-2 mal Latte- blieb aber weitestgehend die besten Chancen.

    Besonders Positiv war für mich Schmidti ein warer Aktivposten im Spiel offensv, wie defensiv überall zu finden.
    Schade, dass sie ihre gute Leistung nicht mit dem möglichen 2:1 Siegtreffer nach schöner Vorarbeit von Müller krönen konnte.

    Auch Behringer spielte verbessert. Sie verhielt sich gut in den Zweikämpfen, ging nur frontal in Zweikämpfe, begann keine dummen Fouls und eroberte viele Bälle.
    Sie war weniger ein Aktivposten als Faißt in Halbzeit 1, aber gab zwei tolle einleitende Pässe: 1. auf Peter, 2. in die Mitte auf Celia.

    Besonders freute es mich auch, wie gut sich Josi Henning einbrachte. Gegen die schnellen Thomis und Delie verteidigte sie gut und konsequent und konnte auch Frau Neid einmal überzeugen auf die Arrivierten Krahn und Bartusiak Druck auszuüben.
    Von daher brachte ihr dieser Einsatz in der N11 mehr, als wenn sie zuvor einen nahezu beschäftigungslosen Nachmittag gegen Kasachstan oder die Türkei verlebt hätte.

    Viele Spielerinnen bekamen Chancen sich zu Präsentieren. Leider bekam die momentan sensationelle Nadine Keßler nur noch ein paar Minuten.
    Ansonsten konnten sich viele Spielerinnen zeigen, wenngleich es natürlich vonehmlich die gleichen Gesichter sind.
    Aber das Spiel verdeutlicht, wie viele gute Alternativen man besitzt.Wenn z. B. Deutschland ohne Bajramaj, Marozsan oder Kulig auftreten musste.

    (0)
  • Spielerfrau sagt:

    Erstmal ist es schade, dass von den namhaften Redaktionen kaum jemand im Stadion vor Ort war. Warum gibt es kein eigenes Bildmaterial?

    Die Stimmung im neuen Stadion war trotz des widrigen Wetters – tagelanger, eisiger Regen – gut, und das Stadion war gefüllt (zumindest gab keine „Geisterstimmung“). Fast 6.000 an einem Donnerstagnachmittag – ist doch beachtlich, und zeigt, dass es Sinn macht, auch andere Orte zu erkunden (wobei es für die Mannschaft sicherlich anstrengend war).

    Schade, dass Martina Müller zu ihrem Abschiedsspiel in der Natio nicht über die gesamte Spieldauer zu bewundern war. Ich hätte es ihr gegönnt, gerade zu diesem Spiel nicht nur als Joker eingesetzt zu werden.

    Einige Spielerinnen hätte ich jedoch nicht wiedererkannt. Wolfsburg setzt vor, bei den Frankfurter Spielerinnen konnten gewisse Unsicherheiten festgestellt werden.

    Schon zu Olympia war Frankreich einer der Favoriten, und führten sie nicht gegen den späteren Goldgewinner zunächst sogar mit zwei Toren?

    (0)
  • waiiy sagt:

    Glückwunsch an die Abwehr! Es wurden nur drei Chancen zugelassen, wovon 2 nach Standards waren und eine ein Distanzschuss. Da hatte ich gerade mit Krahn viel mehr erwartet. Aber auch Henning hat gespielt, als wäre sie schon immer in der N11 dabei.

    Erschreckend fand ich die Schwäche bei hohen Bällen bei Angerer. Von den 3 besagten Chancen hätte sie die Ecke rausfausten müssen, den Freistoß über die Latte lenken und gegen Delie mehr auf der Linie stehen müssen (Mitspielen ist gut, Tore verhindern besser). Schön, dass der Reporter es beim Tor auch angesprochen hat.

    Silvia Neid sagt, dass wir uns das Heft des Handelns im Mittelfeld aus der Hand nehmen lassen. Wenn sie eine gute Trainerin und selbstkritisch wäre, hätte sie auch gleich den Grund dafür genannt: Anja Mittag in die Mitte zu ziehen! Damit hat sie die Mannschaft gleich auf 2 Positionen geschwächt: außen hat sie mit ihrer Schnelligkeit gefehlt und in der Mitte fehlte die Ballverteilerin. Neid sollte sich langsam Gedanken machen, wer aufläuft, wenn Marozsan ausfällt, unter Form spielt oder bei der EM gleich zu Anfang des Spiels völlig aus dem Spiel genommen wird (wovon ich ab den Finalspielen ausgehe). Auf Lira Bajramaj zu setzen, ist ein gewagtes Unterfangen, wie man bei den Genesungsverläufen der vergangenen Kreuzbandrisse anderer Spielerinnen sieht. Wenn sie nicht mehr fit wird oder in Form kommt, wird es da sehr eng. Es bleibt also nur die Alternativen „Keßler“ oder Da Mbabi nach hinten zu ziehen und Popp stürmen zu lassen. Für Beides war gestern die ideale Gelegenheit – 2 Halbzeiten, 2 Varianten…

    Bei Frankreich muss man, wie schon bei den USA, sehen, dass Olympia vorbei und die EM noch nicht ran ist. Das heißt, dass man vom Kopf her in der Findungs- und Aufbauphase ist. Das ist ein anderer Aufbau als bei Deutschland, wo man 2 Jahre Zeit hat, sich auf die EM vorzubereiten.

    Aber im Prinzip gibt es kein Recht zur Kritik, weil die Serie ja gehalten hat…

    (0)
  • Jennifer sagt:

    Schade, dass Nadine Angerer jetzt nicht auch noch erkannt hat, dass sie ihren Zenit bereits überschritten hat … Vielleicht tritt sie Anfang des Jahres noch zurück, damit sich die neuen Torhüterinnen noch einspielen können (man wird ja wohl noch hoffen dürfen).

    Nadine Angerer spielt längst nicht mehr so überzeugend wie noch vor wenigen Jahren. Hoffentlich lässt sie es nicht drauf ankommen, dann scheidet Deutschland wieder wegen irgendwelcher Klopser aus.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    Man sollte übrigens bei Deutschland einfach nur froh sein, dass man gestern ohne größere Verletzung da herausgekommen ist. Ich sehe unsere Schwächen insbesondere in der Abwehr, auch wenn das einige gestern anders gesehen haben.

    Mit Krahn und Bartusiak, aber vor allem auch Schmidt und Peter, die gegen Le Sommer und Thomis überhaupt keinen Zugriff hatten, kann das ganz gefährlich werden. Frankreich hatte auch Chancen aus dem Spiel, nur wurden die von Le Sommer oder Abily so kläglich vergeben, dass sie gar nicht mehr als Chancen gewertet werden.

    Was waiiy sagt, mag ansatzweise richtig sein, doch gegen ein französisches Mittelfeld in Topform, wie wir es bei der EM erwarten dürften, setzt du bei Deutschland auch in Bestbesetzung keinen Nadelstich, da haben wir in Deutschland leider mittlerweile kaum noch eine Spielerin, die an diese Klasse herankommt.
    Schade, dass sie nach 30 Minuten mit dem Spielen aufgehört haben, aber da merkt man gerade auch an den Laufduellen (Thomis gegen Schmidt beispielsweise), das die Spritzigkeit bei den Französinnen zur Zeit raus ist.

    Den Französinnen zuzuschauen, macht sehr viel Spaß und ich hätte mich gefreut, wenn diese feine Technik noch mehr zu sehen gewesen wäre.

    Wenn für eine Necib schon 5-6 Spielerinnen gebraucht werden, um die auszuschalten, und wenn sich Le Sommer mit einem Schulmädchentrick gegen Schmidt und Bresonik befreien kann, dann zeigt das doch schon den Klassenunterschied zwischen Deutschland und Frankreich mit brachialer Gewalt auf.

    Schafft es Frankreich, nun noch eine Mittelstürmerin zu finden, die diesen Namen verdient (schade, dass sich Celia damals nicht anders entschieden hat), dann ist das eine Mannschaft, die in Topform von keiner anderen mehr geschlagen werden kann.

    Übrigens, die Diskussion um Bompastor kam hier gar nicht mehr auf. Wie auch, Houara hat ihren Job bestens gemacht, und ich möchte nicht wissen, wie das ausgegangen wäre, wenn Bompastor noch auf dem Platz gestanden hätte.

    Ich hätte für die EM einen Vorschlag für Bini: Er soll es doch mal mit dieser Mannschaft probieren:

    Bouhaddi – Franco, Georges, Renard, Bompastor – Bussaglia, Abily – Thomis, Necib, Le Sommer – Tonazzi 😉

    (0)
  • jochen-or sagt:

    Gemischter Eindruck.

    Frankreich hat schnellere Stürmerinnen und einige sind technisch inzwischen wohl besser als die meisten der unsrigen.
    Auf deutscher Seite finde ich positiv die Entwicklung von Bianca Schmidt und Faißt, die sich m.E. gegenüber der Vorsaison verbessert zeigen, was auch deshalb erfreut, weil sie beide zu den schnelleren Spielerinnen gehören, die man international braucht.
    Auch Gößling scheint mir athletischer und beweglicher/schneller.
    Letzteres erhoffe ich für die Zukunft auch für Marozsan.
    Auf jeden Fall ist erkennbar, dass in Wolfsburg gute Arbeit gemacht wird.
    Bedenken habe ich weiterhin im Abwehrzentrum bei Krahn, die technisch wohl nie internationales Niveau erreichen wird. Zudem ist sie nicht in der Lage ist, das Spiel von hinten raus kontrolliert zu eröffnen. Aber immerhin dürfte sie mental stark sein.

    Hier muss man mal die andere Seite mit Renard und George sehen.
    Da ist Frankreich erheblich besser besetzt.

    Henning hat sich wacker geschlagen; auch bei ihr scheint sich ein gutes Training in Wolfsburg bemerkbar zu machen, aber dennoch ging jedes Mal mein Puls hoch, als sie im Laufduell mit einer Französin war. Ball oder Bein – das ist bei ihr leider häufig die Frage – Ablaufen wird sie mangels Schnelligkeit wohl nie die Französinnen und andere flinke Spielerinnen können. Das gehört aber m.E. zur internationalen Klasse.
    Leider stagniert einer meiner Lieblinge, nämlich Babett Peter.
    Von ihr habe ich große Stücke gehalten und sie eigentlich für die Zukunft im Abwehrzentrum ( für Krahn oder Bartusiak) gesehen, aber sowohl bei Frankfurt als auch in der N11 fällt sie nicht weiter auf.

    Eher negativ sehe ich die Entwicklung von Angerer.
    Da sollte man mal überlegen, ob man nicht schon jetzt konsequent auf Schult baut, die doch in der N11 einen guten Eindruck hinterlassen hat und sowieso Angerer bald ablösen muss, auch wenn sie leider im Verein nicht international spielt.

    Unter dem Strich sehe ich einem möglichen Halbfinale Frankreich-Deutschland bei der EM mit gemischten Gefühlen entgegen.
    Das größere spielerische Potential sehe ich aktuell bei den Französinnen. Aber sowohl die WM als auch die Olympischen spiele haben gezeigt, dass sie das bisher nicht umsetzen konnten. Hier könnten wir zumindest einen mentalen Vorsprung haben.
    Also meine ich, dass ein solches Spiel offen ist und es ein wenig auf den Verlauf (wer schießt das 1. Tor) ankommt.

    Auch bei der WM habe ich vor Ort in Mönchengladbach die Deutschen gegen die Französinnen trotz des 4 : 2 Sieges ( gegen 10 Französinnen, die meiner Erinnerung nach noch 2 Tore schossen) eigentlich nicht besser gesehen. Da wurden unsere wenigen Chancen gut verwertet.

    Das alles ist aber – selbstverständlich – nur mein subjektiver Eindruck.
    Zudem war es nur ein Freundschaftsspiel und es schien beiden wichtig, jedenfalls nicht zu verlieren.

    Schade, dass es mutmaßlich nicht das Endspiel in Schweden werden kann und wird, denn ich meine, dass dies die beiden besten Mannschaften in Europa sind.

    (0)
  • waiiy sagt:

    @jochen-or: Den „mentalen Vorsprung“, den wir in einem solchen Halbfinale haben könnten, kann man auch vorsichtig anders herum sehen, wenn man bedenkt, wann bei uns in den beiden genannten Turnieren Schluss war… 🙂

    (0)
  • Sheldon sagt:

    Eines ist enorm auffällig: Deutschland ist sehr, sehr anfällig bei Standards, gerade gegen Frankreich. Die beiden Tore bei der WM sowie auch das gestern waren nach einer Ecke, dazu der Freistoß von Necib, an den Angerer nicht mehr ran kam und auch eine weitere Ecke, wo allerdings Abily die Großchance dann vergab.

    Da muss unbedingt dran gearbeitet werden, sonst wird bald jede Ecke zu einem Elfmeter!

    (0)
  • xyz sagt:

    Ich fand das Spiel ganz gut.Hinsichtlich der EM im nächsten Jahr,würde ich eine neue Nr.1 für das Tor bestimmen,da Angera hat in der letzten Zeit ganz schön nachgelassen. außerdem finde ich,dass Krahn mit ihren technischen Defititen nicht mehr in die startelf der Natio passt. sie wird es nicht mehr lernen,für eine vernünftige spieleröffnung zu sorgen. Da gibt es jetzt viel bessere Alternativen.

    (0)
  • Jan sagt:

    Das vllt. Wesentlichste schien auch mir, dass man „das Heft des Handelns im Mittelfeld“ (lt. S.Neid) in Hz.2 wieder in die Hand bekommen hat (wenn auch spielerisch nicht allzu viel lief). Und das kann m.E. nicht nur daran gelegen haben, wie eine einzelne Spielerin, nämlich eine (evtl. auch etwas saisonmüde) A.Mittag, aufgestellt war, wie waiiy meint. Jedenfalls war es dann mit der frz. Fußballherrlichkeit weitgehend vorbei; Binis Sorgenfalten schienen auch größer als Neids.

    Für ein mögliches EM-HF Fra-Ger sollte Frankreich erstmal seine schwere EM-Gruppe plus VF einigermaßen ohne Verletzungen und Sperren überstehen. Denn da scheint der dt. Kader insgesamt wohl etwas stärker besetzt, oder?

    (0)
  • wfm sagt:

    @sheldon
    wenn Du schon das Spiel nicht gesehen hast, wäre doch immerhin noch die Zusammenfassung bei dfb-tv anzuraten. Dann wüsstest Du, dass Angerer durchaus noch den Freistoß von Necib an die Latte lenken konnte.
    Recht gebe ich Dir aber darin, dass an der Verteidigung von Standards gearbeitet werden muss. Zwar hat Angerer beim Gegentor verpasst, aber Franco hätte nicht so frei zum Schuss kommen dürfen. Die gleiche Situation gab es in der 10. Minute im 2. Spiel gegen die USA, wo Shannon Box ebenso frei zum Schuss kam aber knapp verfehlte und sich Laudehr und Gössling ratlos ansahen.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @Jan: Ich denke schon, dass der französische Kader sehr gut besetzt ist.

    Auf der Bank werden dann beispielsweise noch Bussaglia sitzen, eine Spielerin, die anscheinend wegen Verletzung in Lyon noch nicht viel gespielt hat.
    Auch eine Gaetane Thiney ist eine fantastische Alternative auf den Außenbahnen.
    In der Abwehr sitzt eine Sandra Viguier auf der Bank, die in Lyon zuletzt einen Stammplatz hatte.

    Weitere Alternativen wären Sonia Bompastor, Amandine Henry und Laetitia Tonazzi. Da hat Bini auf jeden Fall noch einiges in der Hinterhand, und er dürfte das auch zu nutzen wissen.

    Ich sehe da doch deutlich mehr Probleme auf der deutschen Seite. Da wackelt ja schon die 1. Elf bedenklich.

    Übrigens würde ich noch gar nicht in Richtung Halbfinale schielen. Im Viertelfinale kommt erstmal England, und welches Potential diese Mannschaft mitbringt, die dann übrigens gerade in Topform sein werden, da sie sich mitten in der Saison befinden, hat man an Arsenal gesehen.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @wfm: Angerer hatte die Finger nicht dran. Der Ball wurde von ihr nicht in seiner Richtung beeinflusst. Das war einfach nur unplatziert von Necib geschossen!

    (0)
  • Tim Wolf sagt:

    @ Sheldon
    …ich fand, dass die Abwehr gegen die schnellen Französinnen eigenlich sehr gut gearbeitet hat. Sowohl in der ersten als auch in der zweiten HZ. Thomis ist auf den ersten Metern, die mutmaßlich schnellste Spielerin der Welt, ihr Antritt ist absolut beeindruckend. Ich kann mich da aber an eine Szene aus der 2. HZ erinnern, wo eine dt. Abwehrpielerin den Ball gegen sie sehr gut behauptet hat und die Situation wunderbar geklärt hat. Und Le Sommer war hauptsächlich dann zu sehen, wenn sie viel Platz hatte. Den hatte sie allerdings gerade in der 1. HZ erschreckend oft, da Schmidt doch sehr weit zur Mitte gezogen stand. Da Frau Neid allerdings auch nach der zweiten derartigen Situation ruhig geblieben ist, keinen Unmut gezeigt hat und in der 2. HZ ähnliche Situationen aufgetreten sind, vemute ich das eine derartige Raumdeckung von ihr ausgegeben war. Die meisten Situationen konnten, durch die resultierenden längeren Laufwege der Angreifer- und kürzeren Laufwege der Verteidigerin auf beiden Seiten eigentlich gut geklärt werden. Das Schmidt sich von Le Sommer düpieren lies, ist natürlich quatsch. In einer solchen Doppelsituation an der Außenlinie wird schon im Jugendbereich gelehrt, dass die hintere Frau die Linie zumacht und die zu Hilfe eilende aggresiv draufgeht, den Ballgewinn sucht und den anderen Weg versperrt. Da Bresonik hier aber zu halbherzig zu Werke gegangen ist, stehen Beide dann dumm da. Passiert. Sehr gut gefallen hat mir auch Henning, zwar ist es mir lieber, wenn es garnicht erst zu gefährlichen Situationen kommt. Aber wie sie Diese dann per Grätsche gerettet hat, war schon großartig. Eine Abwehr Peter, Bartusiak/Goeßling, Henning, Schmidt kann ich mir für die Zukunft sehr gut vorstellen und bei dem Gedanken wird mir keinesfalls bange.

    (0)
  • pinkpanther sagt:

    ähm Sheldon, „unplatziert“??? Einen Freistoß/Torschuss, der an die Latte geht, halte ich mitnichten für einen unplatzierten Schuss *grübel*

    (0)
  • wrack sagt:

    @ wfm: „Dann wüsstest Du, dass Angerer durchaus noch den Freistoß von Necib an die Latte lenken konnte.“

    Ob sie den Ball überhaupt berührt hat, kann am besten wohl Angerer selbst sagen. Es ist m.E. nicht zu erkennen. Die Perspektive läßt durchaus AUCH die Annahme zu, dass sie die Richtung des Balls sehr geringfügig verändert. So oder so aber wäre der Ball an die Latte gegangen. Dass sie beim französischen Ausgleich den Ball nur wegklatscht, ist allerdings ein schwerer Fehler und geht absolut und allein auf ihre Kappe.
    Insgesamt habe ich den Einduck, dass Nadine Angerer seit der WM viel an Sicherheit und Souveränität eingebüsst hat. Die Verletzungspause hat daran nichts geändert. Kaum ein Natio-Spiel von ihr in diesem Jahr, wo sie mir nicht durch eine Unsicherheit oder einen gröberen Fehler aufgefallen wäre. Gerade bei Ecken hat sich das zugespitzt. Das kann schon einmal ein, zwei oder drei Spiele bei einer Torhüterin sein, aber bei ihr dauert es jetzt für MEINEN Geschmack zu lange. Schult hat sich Anfang des Jahres gut bewährt, ich hoffe, dass sie im nächsten Jahr wieder zeigen kann, dass eine deutsche Torhüterin von hinten Sicherheit ausstrahlt.

    (0)
  • wfm sagt:

    Ohne mich in die allgemeine Diskussion zu Angerer einmischen zu wollen, im speziellen Fall war sie mit den Fingerspitzen noch dran. Das wird nicht nur bei den Highlights bei dfb.tv gesagt, sondern wer einen Mediplayer hat, der Frame für Frame abspielen kann, wird sehen, dass der Ball von Angerer noch mit den Fingerspitzen gegen die Latte gelenkt wird. Anderfalls wäre er wohl gegen die Unterkante der Latte gegangen und hätte dann auch drin sein können.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @wfm: Ich habe mir die Szene nun mindestens zehnmal angeschaut und es ist überhaupt nicht auszumachen, dass Angerer den Ball überhaupt berührt hat, und wenn, dann in keinem Fall entscheidend.

    @pinkpanther: Die Definition von „platziert“ ist für mich wie folgt:
    der Ball kommt hart und genau aufs Tor. Das war bei Necib nicht der Fall. Die Latte ist nicht das Tor, daher ist der Ball nicht platziert geschossen gewesen, zumal Angerer den Ball gehabt hätte, wenn er nicht an die Latte geklatscht hätte.

    Ein platzierter Ball ist für mich bei einem Freistoß ein Tor oder zumindest so stark geschossen, dass die Torhüterin ihn nur mit einer Glanzparade den Ball entschärfen kann!

    (0)
  • star sagt:

    sheldon, wie soll man bitte bei wind und regen einen schuss genau platzieren ?! fussball wird nun mal draussen gespielt und der wind lässt sich schlecht berechnen. der necib freistoss war meiner meinung nach bewusst geschossen und mit ganz viel glück von angerer an die latte gelenkt.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @star: 1. Man kann bei Wind und Regen bewusst Standards trainieren, um das einzuschätzen. Biathleten müssen aus 50 Metern im Stehen ein 11,5 cm großes Ziel treffen, da wird man ja wohl erwarten dürfen, dass eine Fußballerin das aus 20 Metern mit einem Ball auf 15 m² schafft.

    2. Angerer war nicht am Ball, jedenfalls nicht entscheidend, der Ball wäre auch so an die Latte gegangen.

    (0)
  • star sagt:

    der vergleich biathlon-fussball ist doch sehr weit hergeholt. den ball muss man perfekt treffen, was bei regen und einem durchweichten platz schon schwer genug ist (vielleicht weisst du das nicht,da du vielleicht noch nie selbst an einen ball getreten hast), beim biathlon wird die patrone einfach geradeaus aus dem lauf geschossen und man muss hoffen,dass sie nicht vom wind verweht wird. insofern hat beides mit glück zu tun,wenn wind im spiel ist.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @star: Ich habe nur gesagt, was meine Definition von „platziert“ ist. Natürlich triffst du nicht jeden Ball platziert und ich mache Necib auch keinen Vorwurf daraus, aber du kannst nicht sagen, dass ein Ball wirklich platziert ist, wenn er nicht auf das Tor geht.
    Das wird schon allein die Schützin nicht sagen.

    Natürlich muss du den Ball perfekt treffen, aber es gibt schließlich Spieler, die schaffen das in Serie, siehe Arango.

    (0)
  • Micol sagt:

    @Sheldon: „Weitere Alternativen wären Sonia Bompastor, Amandine Henry und Laetitia Tonazzi. Da hat Bini auf jeden Fall noch einiges in der Hinterhand, und er dürfte das auch zu nutzen wissen.“

    Wohl kaum. Die drei stehen bei Bini auf der Negativliste – da muss erst ein neuer Trainer kommen, bevor sie wieder für Frankreich spielen werden.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @Micol: Dass Bompastor sich mit Bini verkracht hat, ist mir ja bekannt, aber woher nimmst du, dass es auch bei Henry oder Tonazzi so ist?

    (0)
  • Micol sagt:

    @Sheldon – Ob die drei sich mit Bini „verkracht“ haben, weiß ich nicht, aber jedenfalls sind sie ganz offensichtlich draußen, obwohl ihre Leistungen eigentlich für sich sprächen. Alles Weitere, das ich dazu sagen könnte, beruht nur auf Gerüchten, das lasse ich lieber.

    (0)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Micol
    > Die drei stehen bei Bini auf der Negativliste…
    Dann ist Binis Negativliste inkl. der 3 Genannten wohl kein Gerücht?
    Dies zu schreiben, hättest Du wohl lieber auch bleiben lassen sollen… 🙁

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @Micol: Tonazzi und Henry standen 2011 beide im erweiterten WM-Kader, wurden dann allerdings wieder gestrichen. Ich denke, dass beide eine gute Chance haben, ins Aufgebot zu rutschen, wenn sie so weiter spielen.

    Henry hat natürlich auf ihrer Position im defensiven Mittelfeld enorme Konkurrenz mit Soubeyrand, Abily und Bussaglia, die auf Binis Zettel zur Zeit wohl noch alle vor ihr stehen.
    Tonazzi spielt erst seit dieser Saison wieder auf dem hohen Niveau, was sie als Stürmerin in der N11 braucht. 2011/12 spielte sie in Juvisy nicht CL und erzielte in 21 Spielen nur 8 Tore. Bei Lyon hat sie in 6 Spielen bereits 7 Tore erzielt und in der CL in 4 Spielen 4 Tore und sich damit mehr als würdig für die Vertretung Schelins erwiesen.

    Allerdings spricht wohl gegen Tonazzi ihr Alter und ihre Ersatzrolle in Lyon. Dass sie keinen Stammplatz in Lyon besitzt, ist tatsächlich ein Problem, was ihrer Nominierung im Wege stehen würde. Dennoch sehe ich sie durchschlagskräftiger als Delie!

    (0)

Kommentar schreiben

Add your comment below. You can also subscribe to these comments via RSS

Seien Sie nett. Bleiben Sie beim Thema. Kein Spam.

You can use these tags:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

This is a Gravatar-enabled weblog. To get your own globally-recognized-avatar, please register at Gravatar