Geldstrafe für Thomas Wörle

Von am 26. November 2012 – 17.22 Uhr 14 Kommentare

Bayern Münchens Trainer Thomas Wörle wurde vom DFB wegen unsportlichem Verhaltens mit einer Geldstrafe belegt.

Wörle hatte sich nach Auffassung des DFB-Sportgerichts während des Bundesligaspiels gegen den SC Freiburg am 11. November 2012 wiederholt unsportlich gegenüber dem Schiedsrichter-Team um Nathalie Eisenhardt (Holzgerlingen) verhalten und war deswegen in der 42. Minute aus dem Innenraum verwiesen worden. Wörle wurde mit einer Geldstrafe von 500 Euro belegt und hat dem Urteil zugestimmt. Es ist somit rechtskräftig.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

14 Kommentare »

  • xyz sagt:

    Das ist doch wohl ein schlechter Witz! Da trifft eine Schiedrichterin eindeutig eine Fehlentscheidung nach einander(was man bei den aufnahmen zweifelsfrei sehen kann) und der DFB steht noch hinter so einer unfähigen Peron und verhängt eine Geldstrafe?
    Das ist eindeutig ein falsches Signal! Da werden den unfähigen Schiedsrichtern der Rücken gestärkt,obwohl die dringend eine Nachschulung benötigen!
    An diesem Spieltag hat so manch ein unqulifiziertes Schiedrichtergespann keine gut Werbung für den Frauenfußball gemacht!
    Ich kann nur hoffen,dass diese 500€ für eine bessere Ausbildung bei den weiblichen Schiedrichtern verwendet wird!

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  • waiiy sagt:

    Dass man das Verhalten von Wörle verstehen kann, ändert nichts daran, dass es falsch ist. Man muss im Nachhinein (leider) Schiedsrichterentscheidungen und Trainerverhalten voneinander trennen, wenn auch das Eine der Auslöser für das Andere ist. Wenn man das nicht täte, wo sollte das hinführen? Ich überspitze mal: „Wäre ein Faustschlag okay, wenn ich gerade richtig hart getroffen wurde, der Schiedsrichter aber nicht pfeift?“ So kann es nicht sein.

    Leider versäumt man es beim DFB seit Jahren, auch mal Fehlentscheidungen von Schiedsrichter/-innen zuzugeben. Das wäre mal eine gute Geste, die den Referees keinen Zacken aus der Krone brechen würde.

    Und na klar muss dem DFB irgendwann auffallen, dass das Verhalten und die Entscheidungen der Schiedsrichter/-innen sofort Einfluss auf das Verhalten der Spieler/-innen, Trainer/-innen und Zuschauer/-innen hat. Aber da ist der Umgang der Handelnden und des DFB mit diesen 3 Gruppen sehr mangelhaft.

    Da fällt mir sofort das Bild vom Wochenende ein, bei dem Trainer Klopp der 4. Offiziellen den Arm um die Schulter legt und mit ihr plaudert. Das scheint wichtiger zu sein, als dass sie im FF präsent ist, wo oft völlig überforderte Schiedsrichterinnen pfeifen. Aber vielleicht kann man Bibiana Steinhaus auch nicht mehr zu den Frauen unter den Schiedsrichtern zählen…

    Sorry, dass ich ein wenig vom Thema weg bin.

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  • timmy sagt:

    Diese ständige Motzen auf die Schiris hasse ich schon bei mir in der untersten Liga. Habe aber noch nie gemanden sagen hören „Der Schiedsrichter hat heute super gepfiffen.“

    Und nun soll der DFB zugeben, dass sie Schiris es nicht drauf haben? Ist doch ganz normal, dass sich der „Chef“ vor seine Arbeiter stellt.

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  • Frieda sagt:

    Ich frage mich auch, warum sie stetig weiter motzen. Hat schon jemals ein Schiri wegen eines schimpfenden Trainers zurück gezogen? Nicht das ich wüsste. Eigentlich gibt es doch immer nur (völlig zurecht) Strafen. Wer meint es besser zu können sollte vielleicht einen Schein machen und zeigen, dass er/sie es wirklich besser kann.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    > Ich frage mich auch, warum sie stetig weiter motzen. Hat schon jemals ein Schiri wegen eines
    > schimpfenden Trainers zurück gezogen?
    Ach, Frieda, genauso motzen doch häufig Spieler(innen) über Schiri-Entscheidungen, mit Null-Chance daran etwas ändern zu können! Wo ist denn da der Unterschied? Ich sehe keinen!
    Weniger dramatisch, aber auch auffällig, dass bei einem Ball im Aus, auch wenn die Situation der Fortsetzung eindeutig ist, Spielerinnen beider Teams die Hand heben, teilweise den Ball zum Einwurf schon in die Hand nehmen oder gar eine Rangelei deswegen vom Zaun brechen.
    Gehört alles dazu zum Spiel, wie der Anstoss und der Abpfiff…

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  • Frieda sagt:

    „Genauso motzen doch häufig Spieler(innen) über Schiri-Entscheidungen, mit Null-Chance daran etwas ändern zu können! (…) Gehört alles dazu zum Spiel, wie der Anstoss und der Abpfiff…“

    Nee, gehört nicht zum Spiel und ist genau so schlimm. Mutige Schiedsrichter zeigen dafür gelb. Nur trauen sich das leider die wenigsten.

    Ich stelle mir einen Hoeneß vor, wenn sein Müller wegen Meckerns mit geb-rot fliegt…

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Frieda

    Wenn ich schreibe:
    > Gehört alles dazu zum Spiel, wie der Anstoss und der Abpfiff…

    Dann sollte man doch auch ohne dem dazu passenden Smiley herauslesen können, dass das kein Schönrederei oder gar Ausdruck meiner Akzeptanz ist!
    Gemeint war lediglich, dass es leider all(spiel)tägliche Praxis auf den Plätzen ist, wo man auch hinschaut.

    Deine Quintessenz, dass alle Schiris Memmen sind, ist dennoch überzogen!

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  • Sheldon sagt:

    Entschuldigung, aber haben wir in Deutschland nun freie Meinungsäußerung oder nicht? Die sollte dann meines Erachtens auch im Sport gelten. Meckern ist doch nichts Schlimmes, solange es nicht beleidigend wird. Ich finde, wenn man eine andere Sicht auf das Geschehen hat, sollte man das auch sagen.

    Es macht auch die Qualität eines Schiedsrichters aus, über solchen Dingen zu stehen und sich davon nicht beeinflussen zu lassen. Zeigst du dafür eine gelbe Karte, dann riskierst du, dass dir das Spiel ganz aus dem Ruder läuft und eine Mannschaft nur noch gegen den Schiedsrichter spielt.

    Vielleicht sollten sich die Schiedsrichter in solchen Situationen einfach mal fragen: Was hätte Collina in dieser Situation getan? Und Collina hatte es sicherlich nicht nötig, für Meckern gelb zu zeigen…

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  • waiiy sagt:

    @Sheldon: Wenn Du mit Gesetzen kommst, kannst Du gleich auch raussuchen, unter welchen Umständen dieses Grundrecht eingeschränkt wird und wirst dann feststellen, dass diese Äußerungen von Trainern gegenüber Schiedsrichtern durchaus sanktioniert werden kann.

    Und übrigens wird gerade im Ausland wie England und Italien viel schneller zu solchen Sanktionen gegriffen, wenn Schiedsrichterentscheidungen kommentiert werden. Das hat dazu geführt, dass dort auch weniger lamentiert wird.

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  • Sheldon sagt:

    @waiiy: Was ist bitte an einer Kommentierung der Schiedsrichterleistung verwerflich? Ich unterstelle damit doch nichts? Ich sage nur, dass ich es anders gesehen habe.

    Wie oft wird im Nachhinein erkannt, dass der Spieler bzw. der Trainer recht hatte? In schätzungsweise 50% der diskussionswürdigen Entscheidungen.

    Wenn man allerdings sagt, dass die Schiedsrichterentscheidung auf dem Platz nicht verbal angefochten werden darf, hätte auch Klose eine Gelbe Karte sehen müssen, als er sein Handspiel zugab. Schließlich hat er damit nichts anderes getan, als die Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters in Frage zu stellen. Das ist derselbe Tatbestand, und da kann es nicht sein, dass der eine mit dem Fairplay-Preis geehrt wird, der andere aber mit einer Geldstrafe belegt wird oder eine Gelbe Karte sieht.

    Bei so einer Aktion eine Gelbe Karte zu zeigen, ist nur ein Zeichen von der mangelnden Fähigkeit, mit Kritik umzugehen!

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  • waiiy sagt:

    @Sheldon: Wörle hat die Strafe nicht bekommen, weil er Recht oder Unrecht hatte, sondern weil seine Aussagen in der Form so nicht korrekt waren. Das hat er übrigens auch selbst eingesehen, weil er diese Strafe anerkannt hat. Es ging also nicht um den Inhalt der Aussage sondern um die Form. Schade, dass man das einem Fachpublikum wie Dir erklären muss.

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  • Tom Schlimme sagt:

    Fußball lebt davon, dass es auf dem Platz nach einem Foul, Einwurf, was auch immer sofort weiter geht. Deswegen gibt es das Grundprinzip, dass der Schiedsrichter die Entscheidung trifft, und die ist als Tatsachenentscheidung zu akzeptieren.
    Seine Meinung kann man hinterher dazu äußern, aber während des Spiels wird nicht diskutiert. Das hat nichts mit einer Einschränkung des Grundrechts auf freie Meinungsäußerung zu tun. Wenn man es so machen will, dass man während des Spiels erst mal ausdiskutiert, wie eine Situation zu werten ist, wer was gesehen hat, bekommt man ein völlig anderes Spiel, und ich bezweifle entschieden, dass dadurch Fußball attraktiver würde.

    Im Spiel haben die Schiris immer recht, auch wenn sie nicht recht haben.

    Unabhängig von diesem Grundprinzip bin ich natürlich auch der Meinung, dass die Schiedsrichterinnenausbildung deutlich verbessert werden sollte, insbesondere auch durch verstärkte Videoaufzeichnung von Spielen und nachfolgende Analyse der Schiedsrichterentscheidungen.

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  • Sheldon sagt:

    @waiiy: Es ging mir dabei gar nicht um Wörle, sondern um die für Reklamieren geforderte Gelbe Karte von Frieda. Das finde ich schon ziemlich schwach, denn schließlich sind Schiedsrichter irrende Menschen und sollten akzeptieren, dass man Dinge auch anders sehen kann und das Spielfeld nicht nutzen, um ihre Macht zu demonstrieren!

    Man sollte nicht päpstlicher sein als der Papst!

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  • Frieda sagt:

    @ Sheldon
    Ja, völlig absurd der Gedanke, sich an das Regelwerk des DFB zu halten. Hast du da schon mal reingeschaut?
    Seite 82:
    „Ein Spieler erhält eine Gelbe Karte und wird verwarnt, wenn er eines der folgenden sieben Vergehen begeht:
    – unsportliches Betragen,
    – Protestieren/Reklamieren durch Worte oder Handlungen,
    – wiederholtes Verstoßen gegen die Spielregeln,
    – Verzögerung der Wiederaufnahme des Spiels,
    – Ignorieren des vorgeschriebenen Abstands bei Eckstoß, Freistoß oder Einwurf,
    – (Wieder-)Betreten des Spielfelds ohne Erlaubnis des Schiedsrichters,
    – absichtliches Verlassen des Spielfelds ohne Erlaubnis des Schiedsrichters.“

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