Frankfurt schlägt Bad Neuenahr

Von am 25. November 2012 – 15.20 Uhr 19 Kommentare

Der 1. FFC Frankfurt hat zum Abschluss des 10. Spieltags der Frauen-Bundesliga sein Heimspiel gegen den SC 07 Bad Neuenahr klar gewonnen und nach Punkten zum Tabellenzweiten 1. FFC Turbine Potsdam aufgeschlossen.

1 820 Zuschauer sahen im Stadion am Brentanobad einen 4:1 (3:0)-Erfolg der Frankfurterinnen.

Eigentor bringt Führung
Die ohne die drei Nationalspielerinnen Fatmire Bajramaj (Kreuzbandriss), Kim Kulig (Nasenbeinbruch) und Dzsenifer Marozsan (Adduktorenzerrung) angetretenen Gastgeberinnen gingen durch ein Eigentor von Laura Störzel in Führung (31.) und erhöhten noch vor der Pause durch Kerstin Garefrekes (39.) und Svenja Huth (43.) zu einer komfortablen Halbzeitführung.

Anzeige

Garefrekes trifft doppelt
Nach der Pause erhöhte Garefrekes mit ihrem zweiten Treffer (66.), ehe Anja Selensky der Ehrentreffer gelang (72.). Die zuletzt erstmals in den Kader der U19-Nationaelf berufene Theresa Panfil wurde eine Viertelstunde vor Schluss eingewechselt und bestritt ihr erstes Bundesligaspiel.

garefrekes-frankfurt-neuenahr

Kerstin Garefrekes (Mitte) steuerte zwei Treffer zum Sieg bei. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Lob für Debütantin Panfil
„Sie hat im Training immer eine gute Leistung gebracht und in den Testspielen gezeigt, dass sie sich die Einsatzzeit verdient hat“, so FFC-Trainer Philip Dahm. Durch den Sieg ist die Frankfurter Elf nun punktgleich mit dem 1. FFC Turbine Potsdam (22 Punkte), liegt aber aufgrund des schlechteren Torverhältnisses hinter den Potsdamerinnen auf Platz 3. Bad Neuenahr belegt mit 13 Punkten den sechsten Platz.

Dahm verärgert über Gegentor
Zur Leistung seiner Elf meinte Dahm: „Wir haben in der ersten Halbzeit das Spiel gut um Griff gehabt, aber wir wussten, dass Bad Neuenahr defensiv stark ist und wir Geduld haben müssen. Wir sind dann nicht gut aus der Pause gekommen und haben das Spiel aus der Hand gegeben. Mich ärgert das Gegentor maßlos, das hätte nicht passieren dürfen.“

Bell: „Haben den Kopf verloren“
Bad Neuenahrs Trainer Colin Bell meinte: „Wir wollten lange zu Null spielen und wenig zulassen, das hat 30 Minuten lang funktioniert. Wir haben nach dem Eigentor den Kopf verloren, uns zu sehr auf das 0:1 fixiert und innerhalb von 14 Minuten das Spiel verschenkt. Aber ein Spiel dauert 90 Minuten.“

Tags: ,

Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

19 Kommentare »

  • Towatei77 sagt:

    Scheint, als hätte Frankfurt tatsächlich endlich in die Spur gefunden. Platz zwei bleibt also nach wie vor in Reichweite. Sehr schön!

    (0)
  • laasee sagt:

    In Buli 2 the Frankfurt II lost at Hoffenheim.

    Birgit Prinz scored the second Hoffenheim goal.

    Cool.

    (0)
  • Great match, the Bundesliga isnt decided yet.

    (0)
  • Speedy75 sagt:

    Beim Spiel der 2ten Bundesliga Süd zwischen
    TSG 1899 Hoffenheim – 1. FFC Frankfurt II stand es am Ende 3:0 für Hoffenheim und Brigit Prinz spielte über 90 Minuten durch. Sie sorgte zwischenzeitlich auch für die 2:0 Führung durch einen verwandelten Elfmeter.

    (0)
  • enthusio sagt:

    War das Spiel der Frankfurterinnen in Bad Neuenahr wirklich so schlecht ? Vielleicht kann ja jemand etwas dazu schreiben ?
    Link: http://www.rhein-zeitung.de/sport/regionalsport/regionalsport-rhein-wied-ahr-eifel/frauenfussball-mitte_artikel,-SC-07-Bad-Neuenahr-hilft-bei-Frankfurter-Sieg-kraeftig-nach-_arid,518615.html

    (0)
  • Michael sagt:

    Ich konnte das Spiel nicht sehen. Aber wie sich Dahm zum Gegentor und auch zum Spiel gegen Wolfsburg äußerte, gefällt mir sehr gut.

    In der 72. fällt das Gegentor, in der 75. ersetzt er Bianca Schmidt durch Panfil, in der 79. Kumagai durch Meike Weber. Auch das wirkt konsequent und mutig.

    Ich glaube, dieser Trainer fasst Stück für Stück Tritt.

    (0)
  • Herr Schulze sagt:

    @towatei77: Dass der FFC „in die Spur zurück gefunden“ hat, stimmt nur, wenn man mit „Spur“ die überwiegend glanzlosen Vorstellungen der laufenden Saison nimmt. Zumindest die ersten beiden Tore waren weniger erspielt als erstolpert. Das war wohl eher ein Ausgleich für früher versiebte Chancen. Denn echte Chancen, von Fernschüssen (Laudehr Latte)abgesehen, gab es dieses Mal praktisch gar nicht in der ersten Hälfte. Stattdessen sah man sehr viel Ballgeschiebe, immer wieder in die Breite und zurück mit teils unsäglichen Ballverlusten, kaum Zug zum Tor. „Im Griff“, wie der Trainer meint, hatte der FFC das Spiel dabei kaum, und ganz gewiss nicht den Ball. Es gab sogar eine haarsträubende Szene bei einem Pressschlag Angerer, der durchaus ins eigene Tor hätte gehen können.
    In der 2. Halbzeit sahen wir den FFC in seinen besten Szenen auf Konter spielen, die sehr effektiv über Bianca Schmidt kamen. So viel auch das 4-1, ein schönes Tor.
    Gut gespielt haben Melanie Behringer, Bianca Schmidt und Sandra Bartusiak. Mit Abstrichen Simone Laudehr und Kerstin Garefrekes, schwach fand ich dieses Mal Svenja Huth, Sandrine Bresigny und Alex Krieger (nicht in der Defensive, aber im Passpiel). Die aber beide durchspielten
    Bei Bad Neuenahr kam Celia Mbabi nicht zur Geltung. Die Abwehr war bis auf die turbulente Phase sehr kompakt. Leider kenne ich die Spielerinnen nicht so gut, das mir mir hätte auffallen können. Übrigens durfte auch Meike Weber nach 75 Minuten mal wieder ein bisschen mitspielen. Und Sandra Smisek die letzten fünf.

    (0)
  • Detlef sagt:

    Herr Schulze schrieb;
    „Gut gespielt haben Melanie Behringer, Bianca Schmidt und Sandra Bartusiak.“

    Deine Definition von „gut“ würde mich mal interessieren!!!
    Jedenfalls kannst Du da doch nicht ernsthaft Behringer in einem Atemzug mit SCHMIDTI und Bartusiak nennen???
    Letztere habe ich auch sehr gut gesehen, aber Behringer???

    Immer wenn bei Frankfurt der Ball verloren ging, war mit ziemlicher Sicherheit Frau Behringer in der Nähe!!!
    Sie war bemüht, daß kann man ihr nicht absprechen, aber gut ist dann noch mal etwas anderes!!!
    Ähnliches gilt übrigens auch für Simon!!!
    Sie war auch bemüht, aber für eine Nationalspielerin war das viel zu wenig!!!

    Dagegen kann ich Deine Kritik an KG und Huth nicht nachvollziehen!!!
    Beide waren sehr kämpferisch, und beide haben zusammen drei Tore erzielt!!!

    Sandrine Bretigny und Alex Krieger habe ich auch eher schwach gesehen, da hätte Dahm reagieren müssen!!!

    Insgesamt war Mainhatten nicht wirklich angsteinflößend!!!
    Da waren zu viele Schnörkel im Spiel nach vorn, „Kaum Zug zum Tor“, das trifft es wirklich!!!
    Es ist genau wie letzte Saison, Frankfurt hat keinen funktionierenden Sturm!!!
    Ein glanzloser Sieg bringt aber auch 3 Punkte ein, und damit wird es jetzt wieder spannend an der Tabellenspitze!!!

    Von Bad Neuenahr war ich sehr enttäuscht!!!
    Nach der starken Vorstellung im Pokalspiel gegen Potsdam, hätte ich ihnen sogar ein Punktgewinn zugetraut!!!
    Aber das Offensivspiel war viel zu harmlos, und vor allem Celia ein Totalausfall!!!
    Die Defensive stand eigentlich ganz gut, mit Ausnahme von COCO!!!
    Sie sah gegen SCHMIDTI absolut kein Land, und wurde immer wieder überlaufen!!!
    Auch Almuth Schult strahlte heute eher Unsicherheit aus, und hätte sich fast ein Ei selber ins Nest gelegt!!!
    Ein richtiges Mittelfeld gab es beim SC07 auch nicht, da klaffte eine große Lücke zwischen Abwehr und Angriff!!!
    Sarah Gregorius und (nach ihrer Einwechlung) Anja Selenski waren sehr fleißig, bekamen aber nur selten etwas Verwertbares geliefert, sodaß Frankfurts Abwehr kaum Probleme hatte!!!

    (0)
  • FFFan sagt:

    Mit dem Sieg gegen seinen ‚Lieblingsgegner‘ SC Bad Neuenahr hat der 1.FFC Frankfurt die Gunst der Stunde genutzt und in der Tabelle zu Potsdam aufgeschlossen. Die Frankfurterinnen ließen sich weder durch den Ausfall einiger Stammkräfte noch durch die offenbar widrigen Platzverhältnisse (siehe den Bericht bei ‚Framba‘) aus dem Konzept bringen. Neben Doppeltorschützin Svenja Huth (auch das vermeintliche Eigentor wurde ihr später offiziell gutgeschrieben) durfte mit der 17-jährigen Theresa Panfil ein weiteres FFC-‚Eigengewächs‘ erstmals Bundesligaluft schnuppern. Die Nachwuchsarbeit des Vereins trägt also Früchte!

    (0)
  • Michael sagt:

    @enthusio:
    Hier ein Spielbericht:

    (0)
  • Towatei77 sagt:

    Herr Schulze, da ich bislang nur auf Spielberichte und Ticker zurückgreifen konnte, habe ich auch die Vokabel „scheint“ benutzt. Daran ist sicherlich nichts auszusetzen. Aber dennoch: eine Mannschaft, die quasi ohne Torchance 3 : 0 zur Pause führt, kann so schlecht nicht sein. Anders, als noch zum Saisonauftakt, stimmen nun wenigstens die Ergebnisse. Darauf lässt sich aufbauen und man kann zumindest zuversichtlich der Rückrunde entgegen schauen. Nicht mehr und nicht weniger wollte ich damit zum Ausdruck bringen.

    (0)
  • enthusio sagt:

    @Michael:
    Danke, diese Seite kannte ich noch nicht.

    (0)
  • Towatei77 sagt:

    @Michael: Vielen Dank für den Link. Der Spielbericht liest sich dann doch so ganz anders, als der des Herrn Schulze.

    (0)
  • Herr Schulze sagt:

    Eine kurze Replik sei gestattet.
    Mein „Spielbericht“ ist sicher subjektiv. Sollte ein Service sein. Der im Link von enthusio (frauenfussball-info) ist aber, was die Wertung angeht („starkes Spiel“) weit weg von dem, was die Frankfurter Rundschau, die FAZ oder auch jene Rhein-Zeitung (s.o.)gesehen haben. In letzterer wird der Trainer von Bad N zitiert, der mit seiner Meinung, nicht eine herausgespielte Chance des FFC gesehen zu haben, etwas übertreibt (das 4:0 war herausgespielt), aber so falsch nicht liegt.
    @Detlef: Nach meinem Eindruck hat Behringer, die gesucht wurde, ihre Sache sehr gut gemacht. KG, die ich sehr gerne sehe, habe ich nicht kritisiert, sondern hervorgehobe. Ihre veränderte Rolle war mir nicht ganz klar.
    Im Grunde haben beide Teams enttäuscht und der FFC aus meiner stillen Warte gottseidank und natürlich hochverdient gewonnen.

    (0)
  • grammofon sagt:

    Kann es sein, dass bei Frankfurt 4 Flügelspielerinnen in der Startformation waren? Wie hat das denn funktioniert?

    (0)
  • Michael sagt:

    @grammofon:
    Hier eine gute Antwort auf deine Frage:
    http://www.fr-online.de/ffc-frankfurt/ffc-frankfurt-ueberraschung-fuer-den-gegner,1473454,20963544.html

    Außerdem für mich der überzeugendste Bericht.

    (0)
  • grammfon sagt:

    Danke für den Link. Ja, KG auf der 10 scheint mir auch eine gute Idee zu sein. Man könnte sie eventuell vielleicht sogar auch mal im Sturm ausprobieren.

    Beantwortet aber noch nicht ganz meine Frage. Vermutlich war Behringer dann mit Laudehr auf der 6? Schmidt rechts und Huth links?

    (0)
  • Lucy sagt:

    @ grammofon

    Genau so war es: Behringer und Laudehr in der Mitte auf der 6, Schmidt und Huth auf den Aussen.

    (0)
  • DAWIDenko sagt:

    Mit KG auf der 10 ist taktisch wirklich mal etwas neues und bringt viele Vorteile.

    Zum einem ist sie evtl. auf Grund ihres Alters nicht mehr so schnell auf den Außen.
    Wenn Frankfurt schwer ins Spiel findet, oder zu linkslastig agiert, kann sie kaum zur Geltung kommen.

    Außerdem kann sie in zentralerer Postition ihre excellente Torgefährlichkeit besser einbringen.
    Eventuell könnte sie auch einmal in die Spitze vordringen oder sich mit Bretigny bzw. Jessi Wich abwechseln.

    Zudem hat man mit „Schmidti“ für die rechte Seite eine sehr gute Spielerin. Ich finde sie persönlich sowieso noch viel besser auf der offensiven Außenposition, als in der Abwehr.
    Auch in Frankfurt, was ich bisher gesehen habe im Spiel gegen Wolfsburg, fand ich darin Bestätigung.

    (0)

Kommentar schreiben

Add your comment below. You can also subscribe to these comments via RSS

Seien Sie nett. Bleiben Sie beim Thema. Kein Spam.

You can use these tags:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

This is a Gravatar-enabled weblog. To get your own globally-recognized-avatar, please register at Gravatar