Asiens Spielerin des Jahres: Ogimi nominiert, aber chancenlos

Von am 25. November 2012 – 11.56 Uhr 2 Kommentare

Yuki Ogimi, Stürmerin beim  1. FFC Turbine Potsdam, ist eine von drei Spielerinnen, die vom asiatischen Fußballverband (AFC) zur Spielerin des Jahres nominiert wurde. Doch paradoxerweise steht jetzt schon fest, dass Ogimi den Titel  nicht wird gewinnen können.

Denn ein auch unter asiatischen Fußballfans umstrittenes Kriterium für den Gewinn der Auszeichnung ist die persönliche Anwesenheit bei der Verleihung, die am Donnerstag, 29. November, im Hotel Mandarin Oriental in Kuala Lumpur stattfinden wird.

Ogimi muss absagen
Ogimi teilte via Facebook mit: „Ich kann leider nicht teilnehmen, denn ich habe ja ein Bundesliga-Spiel zu bestreiten.“ Der 1. FFC Turbine Potsdam empfängt am Sonntag, 2. Dezember, Aufsteiger FSV Gütersloh 2009, und kann es sich bei seinem verletzungsgeplagten Kader derzeit nicht leisten, aus freien Stücken auf eine Spielerin zu verzichten. „Ich habe also leider keine Chance, zu gewinnen.“

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Asiens Fußballverband verteidigt umstrittene Regelung
Der asiatische Fußballverband (AFC) räumt auf der eigenen Website ein: „Kritiker dieses Kriteriums mögen argumentieren, dass die persönliche Anwesenheit eines Spielers wegen seiner Verpflichtungen im Verein zu dieser Zeit nicht möglich ist.“ Doch der AFC wirft zugleich die Frage auf: „Wenn ein Spieler möglicherweise ein einziges Mal in seinem Leben eine derart prestigeträchtige Auszeichnung erhält, ist es so falsch zu erwarten, dass der Ehrengast auf der Party erscheint?“

Yuki Ogimi

Yuki Ogimi – nominiert, aber ohne Siegchance © Nora Kruse / ff-archiv.de

Ogimi trotzdem erfreut und geehrt
Ogimi freut sich dennoch: „Ich fühle mich aber geehrt und bin froh, für diese Auszeichnung nominiert worden zu sein. Ich bedanke mich bei allen Leuten, die mich unterstützen.“ Neben Ogimi sind zwei weitere japanische Fußballerinnen nominiert: die aktuelle Weltfußballerin Homare Sawa und Aya Miyama.

Japanische Dominanz
Auch der Kandidatinnenkreis bei der Wahl zur besten Nachwuchsspielerin Asiens wird von Japanerinnen dominiert. Yui Hasegawa und Hanae Shibate stehen in der Auswahl, hinzu kommt Ri Hyang Sim aus Nordkorea. In der Auswahl zum besten Frauen-Team des Jahres stehen die U17 aus Nordkorea, die U20 aus Japan und die Nationalelf Japans, die die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in London eroberte.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

2 Kommentare »

  • FFFan sagt:

    @ Markus:

    Es mag ein unbedeutendes Detail sein, aber: wenn du bei den Nachwuchsspielerinnen, wie in Japan üblich, den Familiennamen zuerst nennst (z.B. Shibata Hanae), warum dann nicht auch bei den ‚Erwachsenen‘: also „Ogimi Yuki“ etc.?

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  • Markus Juchem sagt:

    @FFFan: Die Namenslistung habe ich von der AFC-Website übernommen:

    Warum dort unterschiedlich verfahren wird, weiß ich nicht. Aber der Einheitlichkeit halber kann ich es gerne ändern.

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