Bayer Leverkusen feiert ersten Saisonsieg

Von am 24. November 2012 – 20.02 Uhr 7 Kommentare

Bayer 04 Leverkusen hat am zehnten Bundesligaspieltag den ersten Saisonsieg gefeiert. Mit einem 3:1-Erfolg beim FSV Gütersloh 2009 verließ die Werkself damit die Abstiegsränge. Auch der FCR 2001 Duisburg beendete seine Negativserie.

Die Duisburgerinnen kamen gegen den FC Bayern München zu einem 2:1 (1:1)-Erfolg. „Dieses Ergebnis war absolut verdient, weil Duisburg den Sieg einfach mehr wollte, viel mehr Galligkeit an den Tag legte und unglaublich aggressiv auftrat“, so Bayern-Trainer Thomas Wörle.

München geht in Führung
Der FCR, der auf Torfau Ashlyn Harris (Schienbeinreizung) sowie Lieke Martens (Länderspiel) und Marina Himmighofen (gesperrt) verzichten musste, geriet vor 784 Zuschauern in der 19. Minute in Rückstand. Sarah Romert traf für die Gäste. Auf die Duisburgerinnen schien der Gegentreffer belebende Wirkung zu haben. Sie kamen besser ins Spiel und noch vor der Halbzeitpause zum Ausgleich. Bayern-Torfrau Kathrin Längert konnte den Freistoß von Barbara Müller nicht abwehren, Mandy Islacker (40.) hatte keine Mühe, ins leere Tor einzuschieben.

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Duisburg klettert auf Rang acht
Kurz nach dem Seitenwechsel gelang Kozue Ando (50.) der 2:1-Endstand. Die japanische Weltmeisterin traf nach schöner Vorarbeit von Islacker aus etwa zwölf Metern zur Führung. Die Münchenerinnen bekamen in der letzten Minute noch einen Eckball zugesprochen. „Da habe ich doch ein wenig Angst gehabt, aber letztlich haben wir diesen Sieg verdient; wir haben endlich die Kurve gekriegt, das war ein Erfolg der gesamten Mannschaft, die mit einem tollen Teamgeist überzeugt hat. Wir haben uns selbst aus der bedrohlichen Situation rausgezogen und positiv an unserem Tabellenstand gearbeitet“, freute sich FCR-Interimstrainerin Petra Hauser über die drei Punkte, die ihre Mannschaft auf den achten Tabellenplatz klettern lassen.

Freiburg gewinnt gegen Jena
Dabei profitierten die Duisburgerinnen von der 0:2 (0:2)-Niederlage des FF USV Jena beim SC Freiburg. Durch die Tore von Melanie Leupolz (33.) und Fiona O‘Sullivan (40.) gingen die Freiburgerinnen in der ersten Halbzeit in Führung und gaben sie nicht mehr ab. „Die Mannschaft war heute sehr schwerfällig“, so SC-Trainer Milorad Pilipovic, denn die Führung fiel für sein Team fast aus dem Nichts. Sie wirkte jedoch wie ein Weckruf, denn in der Folge taten die Breisgauerinnen mehr für das Spiel. „Wenn man die 90 Minuten sieht, dann sieht man, dass wir das Spiel verdient gewonnen haben. Obwohl wir unsere beste spielerische Leistung nicht abgerufen haben. Aber es hat für die drei Punkte gereicht. Das wollten wir unbedingt“, bilanziert Pilipovic, und sein Jenaer Kollege Daniel Kraus fügt an: „Auch wenn die Tore etwas unglücklich für uns gefallen sind, so geht das 2:0 für Freiburg in Ordnung.“

Sindelfingen bleibt am Tabellenende
Die SGS Essen hat unterdessen beim VfL Sindelfingen einen 3:0 (3:0)-Erfolg feiern können. Alle Essener Tore fielen in der Anfangsviertelstunde. Zunächst brachte Charline Hartmann (2.) die SGS mit 1:0 in Führung, kurz darauf erhöhten Caroline Hamann (12.) und Sabrina Dörpinghaus (14.). Damit klettert Essen zumindest bis morgen auf den fünften Tabellenrang. Die Sindelfingerinnen bleiben am Tabellenende.

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7 Kommentare »

  • cujo31 sagt:

    Sindelfingen gegen Essen war ca.30 Minuten Fußball,danach passierte nichts mehr.Viele Fehler und sehr sehr wenig spielfluss.

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  • sitac sagt:

    @cujo31: Wird Sindelfingen sich, realistisch betrachtet, noch retten können? Der ganze bisherige Saisonverlauf war meiner Meinung nach vorhersehbar angesichts der „Personalpolitik“ nach dem Aufstieg.

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  • speedy75 sagt:

    Sollte sich bei Sindelfingen nichts grundlegendes ändern sind sie wohl leider nach nur 1 Saison gleich wieder abgestiegen.

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  • Jochen sagt:

    @ sitac
    inwieweit war es denn voraus zu sehen? Personalpolitik? Wenn eine Mannschaft so überlegen durch die Saison der 2. Buli spaziert und somit den Aufstieg schafft, wer glaubt denn da schon an solch einen Einbruch in der 1. Buli?

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  • sitac sagt:

    @Jochen: Ich hatte in der Transferphase vor Saisonbeginn schon einmal ausführlicher dazu etwas geschrieben. Ich fasse es gerne jetzt noch einmal zusammen: Meinen wiederholten Beobachtungen nach haben Aufstiegsmannschaften in den Ballsportarten, sei es Volleyball, Handball oder Fußball, ein großes Problem. Und das Problem ist noch größer, wenn eine so großartige Saison wie bei Sindelfingen zum Aufstieg führte. Dieses Problem besteht darin, dass das gloriose und gefeierte Aufstiegsteam in aller Regel doch nicht das Niveau hat, um die erreichte höhere Klasse zu halten. Andererseits ist das Team aufgrund des erreichten Aufstiegs bei den Fans und auch vereinsintern sakrosankt und quasi unantastbar. Und doch ist ohne gezielte Verstärkung im Bereich der – in der niedrigeren Klasse sich nicht auswirkenden – Schwachpunkte das Scheitern vorprogrammiert.

    Ich führe dazu immer wieder gerne ein Beispiel aus der Frauenvolleyball- Bundesliga an. Es liegt schon etwa 30 Jahre zurück, dass die Frauenmannschaft des CJD Feuerbach in die erste Bundesliga aufstieg. Alle Spielerinnen kamen aus dem Umfeld von Feuerbach und waren Eigengewächse. Die Fans hatten diese Mannschaft in ihr Herz geschlossen. Jedoch war der Verlauf der ersten Saison nach dem Aufstieg desaströs. Das Ende vom Lied war, dass von der Aufstiegsmannschaft nur noch die auf internationalem Niveau spielenden Sauvigny-Schwestern übrigblieben. Mathias Eichinger wurde der neue Trainer. Geholt wurden Spielerinnen wie Renate Riek, Ute Hankers, Karin Steyaert, Nancy Celis, Xiaojun Yang, um nur die prominentesten zu nennen. Bis auf die zwei Sauvigny-Schwestern spielten dann alle anderen Spielerinnen der Aufstiegsmannschaft weiter in niedrigeren Ligen im Umfeld von Stuttgart.
    Was dann folgte, war die dreifache Deutsche Meisterschaft 1989, 1990 und 1991, der viermalige Deutsche Pokalgewinn 1987, 1988, 1989 und 1990, sowie der Gewinn des CEV-Pokals 1983.

    Ich hoffe, nicht zu langweilen. Aber diese Geschichte aus grauer Urzeit scheint mir auch heute noch beispielhaft zu sein.
    Wie oft ist hier im Forum Thema, inwieweit bei erfolgreichen Vereinen wie Potsdam oder Frankfurt die eigene Jugend überhaupt eine Chance hat, in die Bundesligamannschaft Eingang zu finden, weil die Plätze eben durch von außen geholte Spitzenspielerinnen belegt sind. Wie hat Wolfsburg seine jetzige Stärke erreicht? Wie viele Spielerinnen aus der – sagen wir mal – Saison 2008/2009 sind heute noch dabei?
    Wer in das Wasser einer ersten Liga springt, muss mitschwimmen, wenn er nicht untergehen will. Und mitschwimmen heißt – und erst recht Erfolg haben heißt –, dass erstklassige Spielerinnen von außen kommend verpflichtet werden müssen.

    Niko Koutroubis, der Trainer von Sindelfingen, sagte nach der Niederlage in Gütersloh:“ Mir fehlen zwei/drei gestandene und erfahrene Bundesligaspielerinnen. “ Wahrscheinlich hat er dies auch schon zu Beginn der Saison gewusst. Und ich vermute, dass dem Verein einfach die Mittel fehlen und fehlten, um solche Spielerinnen zu verpflichten.
    Und, um dies auch noch zu sagen, weil nach meinem Kenntnisstand -man möge mich korrigieren- die Sponsorenliste diesbezüglich leer ist, in der Nachbarschaft des Floschenstadions werden Karrossen zusammengeschraubt , bei denen ein Spitzenmodell wahrscheinlich doppelt soviel kostet wie der Jahresetat der Sindelfinger BuLi-Frauschaft.

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  • FFFan sagt:

    @ sitac:

    Zu der von dir kritisierten ‚Personalpolitik‘ des VfL Sindelfingen gab es wohl aus finanziellen Gründen keine Alternative. Und die wenigen aus dem Ausland geholten Neuzugänge erwiesen sich nicht als die erhofften Verstärkungen, sind z.T. nur Mitläuferinnen (J.Eder) oder gar Ergänzungsspielerinnen (Küffer; Betschart).

    Das Zuschauerinteresse ist inzwischen auch wieder auf Zweitliganiveau angelangt (gegen Essen waren es gerade noch 110). Wo soll da der Anreiz für potentielle Sponsoren sein?

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  • Speedy75 sagt:

    Wer weiss wo Sindelfingen wohl aktuell stehen würde, wenn die angeblichen Gespräche vor Jahren mit dem VfB Stuttgart über eine Frauenfußballabteilung Wirklichkeit geworden wären.

    Vor Saisonbeginn gab es wohl Gespräche mit schon bundesligaerfahrenen Spielerinnen aber leider kam da kein Wechsel zu stande.

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