Wolfsburg feiert Last-Minute-Sieg

Von am 23. November 2012 – 21.28 Uhr 82 Kommentare

Im Topspiel des 10. Spieltags der Frauen-Bundesliga schienen sich lange Zeit die Fußballgötter gegen den VfL Wolfsburg verschworen zu haben. Denn trotz drückender Überlegenheit und hochkarätiger Chancen der Wolfsburgerinnen führte Potsdam bis in die Schlussphase, ehe Nadine Keßler mit zwei Treffern das Spiel drehte, als Potsdam in Unterzahl agierte.

Am Ende stand vor 3 069 Zuschauern im VfL-Stadion am Elsterweg ein 2:1 (0:1)-Sieg der Wolfsburgerinnen. Lisa Evans erzielte kurz vor der Pause den Führungstreffer für Turbine (44.), Nadine Keßler glich in der Schlussphase aus (82.) und erzielte in der Nachspielzeit den viel umjubelten Siegtreffer (90.+3). Wolfsburg zementierte somit die Tabellenspitze (25 Punkte) vor Potsdam (22) und hat noch ein Nachholspiel in der Hinterhand.

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Highlights Wolfsburg gegen Potsdam anschauen

Wolfsburg gegen Potsdam in voller Länge anschauen

Veränderungen in beiden Teams
Der VfL Wolfsburg trat mit einer gegenüber dem 8:1-Pokalsieg beim FCR 2001 Duisburg auf zwei Positionen veränderten Startformation an. Für Ivonne Hartmann und Stephanie Bunte kehrten Josephine Henning und Verena Faißt ins Team zurück. Der 1. FFC Turbine Potsdam bot gegenüber dem 1:0-Erfolg im DFB-Pokal beim SC 07 Bad Neuenahr Jennifer Cramer in der Anfangself für die erkrankte Patricia Hanebeck (Magen-Darm-Grippe) auf.

Wolfsburg drängt von Beginn an
Von Beginn an übernahm der VfL Wolfsburg das Kommando, schon nach 60 Sekunden musste Stefanie Draws einen Schuss von Conny Pohlers zur Ecke blocken (1.), Pohlers scheiterte kurz darauf mit einem Schuss übers Tor (3.). Für die drückend überlegenen Wolfsburgerinnen sollte es die Halbzeit der verpassten Chancen werden, Pohlers (20.), Nadine Keßer (21.), Goeßling (26.), Odebrecht (27.) und Popp (28.) ließen beste Chancen liegen.

Chancen für Wolfsburg, doch Potsdam trifft
Turbine konnte sich auf dem nassen Rasen nur selten aus der Umklammerung befreien, Evans gab einen ersten Schuss aufs Wolfsburger Tor ab (35.). Wegen einer Abseitsstellung verwehrte Schiedsrichterin Christine Baitinger einem Treffer von Pohlers die Anerkennung. Die mangelnde Chancenverwertung der Wolfsburgerinnen sollte sich rächen, denn Evans kam kurz vor der Pause am langen Pfosten freistehend an den Ball und verwertete aus 12 Metern zur 1:0-Führung für Turbine (44.) – der Spielverlauf der ersten Halbzeit war damit auf den Kopf gestellt.

Jubel des VfL Wolfsburg

Der VfL Wolfsburg hatte späten Grund zum Jubeln © Lutz Kollmann / girlsplay.de

Goeßling verschießt Elfer, Keßler trifft, Yango sieht Gelb-Rot
Und der zweiten Halbzeit ging es im gleichen Rhythmus weiter, Pohlers ließ nach Ecke von Goeßling und Müller-Flanke die nächste gute Chance aus (54.), einen Kopfball von Keßler hielt Naeher sicher (63.). In der Schlussviertelstunde überschlugen sich die Ereignisse, die eingewechselte Jeanette Ngock Yango sah nach einem Foul an Jakabfi die Gelb-Rote Karte – Goeßling scheiterte vom Elfmeterpunkt an Naeher (77.). Und Keßler verpasste die nächste gute Chance (78.). Doch Minuten später ist sie zur Stelle und erzielt mit einem Drehschuss den hoch verdienten Ausgleich (82.).

Ereignisse überschlagen sich
Und Popp vergab Sekunden vor Schluss aus kurzer Distanz den Siegtreffer (89.), Goeßling hatte noch einmal den Sieg auf dem Fuß (90.+1). Doch auch Potsdam hatte noch eine gute Chance in der Nachspielzeit, Ogimis Schuss ging knapp vorbei und als beide Teams schon fest mit einem Remis rechneten, schlug Keßler noch einmal zu und erzielte das 2:1 (90.+3).

Kellermann: „Klar bessere Mannschaft“
Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann erklärte: „Wir waren die klar bessere Mannschaft, haben aber unfassbar viele Chancen liegen lassen. Aber wir haben bis zum Schluss an uns geglaubt. Der Sieg in der Nachspielzeit ist glücklich, aber unterm Strich hoch verdient.“

Schröder: „Hatten nicht viel zu bestellen“
Potsdams Trainer Bernd Schröder meinte: „Wir hatten heute nicht viel zu bestellen, Wolfsburg hat verdient gewonnen. Aber das Ergebnis zählt, deswegen ist es ärgerlich. Wir haben nur reagiert und es war klar, dass wir das nicht halten können.“

VfL Wolfsburg – 1. FFC Turbine Potsdam 2:1 (0:1)

VfL Wolfsburg: Vetterlein – Wensing, Goeßling, Henning, Faißt – Jakabfi, Keßler, Odebrecht – Martina Müller (71. Blässe), Pohlers (84. Magull), Popp (90.+4 Ivonne Hartmann)

1. FFC Turbine Potsdam: Naeher – Singer, Draws, Jaques – Cramer (46. Ngock Yango), Doorsoun-Khajeh, Winters (80. Starke), Göransson – Evans, Anonma (69. Mirlach), Ogimi

Tore: 0:1 Evans (44.), 1:1 Keßler (82.), 2:1 Keßler (90.+3)

Schiedsrichterin:
Christine Baitinger (Friesenheim)

Zuschauer: 3 069

Gelbe Karten: Cramer (31.), Ogimi (37.), Anonma (62.)

Gelb-Rot: Ngock Yango (77. wiederholtes Foulspiel)

Besondere Vorkommnisse: Goeßling scheitert mit Foulelfmeter an Naeher (77.)

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

82 Kommentare »

  • xXx sagt:

    Das ist zur Zeit nicht Turbine Potsdam. Diese vielen einfachen Ballverluste, einfachste Fehlpässe (jeder Pass praktisch gleich ein Fehlpass), fehlende Durchsetzungsfähigkeit in den Zweikämpfen und schon alleine im Kopf einfach sehr, sehr langsam, im 1gegen1 kann sich auch keine Turbine-Spielerin mal durchsetzen.

    Das war ja heute echt die Krönung. Und solche vielen Ungenauigkeiten sind auch nicht mit den vielen Verletzten zu erklären. Das ist die komplette Organisation auf dem Spielfeld flöten gegangen. Einen einfachen Flachpass über 3 oder 4 Meter müssen auch die vorhandenen Spielerinnen zu ihren Mitspielerinnen bekommen können. Und das klappt dutzendweise nicht.

    […]

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Kay sagt:

    […], ein Kompliment geht an Turbine, die sich selbst in Unterzahl und mit einem Kader bzw. einigen Spielerinnen die Ihren Stammplatz im Normalfall in der zweiten Mannschaft haben, achtsam aus der Affäre gezogen hat. […]

    Ich finde es interessant wie das Fell des Bären hier immer schon verteilt wird bevor er erlegt wurde, ich hätte es zu gerne gesehen wie entsprechende Personen argumentiert hätten, wenn das Spiel Remis, oder gar mit einem Sieg für Turbine ausgegangen wäre.

    Ohne jetzt wieder eine Schiri Diskusion anzetteln zu wollen, finde ich es schade, das wenn 3 Minuten Nachspielzeit angezeigt werden und der Ball dann bei 3:05 Minuten drüber, im Toraus landet in diesem Fall die Schiedsrichterin nicht genug Chuzpe hat das Spiel abzupfeifen, aber gut, das ganze ist halt Ermessenssache.

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Frank W. sagt:

    Verdienter Sieg.
    Aber was ist denn schon passiert?
    Potsdam hat diese Saison 2 Spiele in der Bundesliga verloren, beide in Unterzahl, beide in der Nachspielzeit und beide gegen die Topfavoriten auf den Titel vor der Saison. Das ist doch mehr als man ihnen vor der Saison zugetraut hatte.
    Beim letzten mal als Potsdam einen Aderlass hatte, hat man 2 Jahre nichts gerissen. Dann kam man aber wieder mit 4 Titel in Folge.

    Und @xXx: Doch man kann es mit den Verletzten erklären, wenn man nur 11 gesunde Spielerinne hat, die dann jedes Spiel machen müssen, ist es kein Wunder das einige Müde und nicht ganz fit sind. Und wenn man Müde ist passieren viele Ballverluste und Fehlpässe.
    Man sieht einigen Spielerinnen schon an, das sie froh sind wenn bald die Winterpause kommt.

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  • Sheldon sagt:

    Glückwunsch Wolfsburg! Konnte das Spiel leider nicht sehen, aber es ist scheinbar das altbekannte Muster.

    Ich würde hier auch nicht den Fehler machen, das Fell des Bären zu verteilen. Wolfsburg scheint vor dem Tor einfach viel zu harmlos zu sein, wie aus dem Spielbericht hervorgeht. Eigentlich darf man nicht Meister werden, wenn man so unendlich viele Torchancen vergibt.

    Auf der anderen Seite ist es schon erstaunlich, Turbine hat eine oder zwei Torchancen und die werden verwandelt. Da scheint es doch so, dass selbst in der allergrößten Not noch genug Potential dabei ist, um Wolfsburg empfindlich zu treffen.

    Schließlich fehlten Andonova, Hanebeck und Kemme, dazu werden in der Rückrunde noch Elsig, Wesely und vllt auch de Ridder stoßen.

    Übrigens finde ich es erschreckend, dass anscheinend schon wieder eine Schiedsrichterentscheidung zum Ergebnis beigetragen hat. Schon mal jemand darüber nachgedacht, einfach gar keine Schiedsrichter mehr aufzustellen?

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  • gerd karl sagt:

    seit wann wird die nachspielzeit in der frauen buli angezeigt.
    verdienter sieg, glückwunsch wolfsburg

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  • laasee sagt:

    Zuschauer = 3,069 – that is a very respectable number.

    Night games provide better watching on the internet than day games.
    Hopefully there will be more.

    Wolfsburg totally dominated the game, especially in midfield.
    Turbine defended heroically and came so close to getting one point.
    Now Wolfsburg are hot favourites to win the buli.

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  • Fee sagt:

    „Übrigens finde ich es erschreckend, dass anscheinend schon wieder eine Schiedsrichterentscheidung zum Ergebnis beigetragen hat. Schon mal jemand darüber nachgedacht, einfach gar keine Schiedsrichter mehr aufzustellen?“
    Besser wäre es du würdest keine Kommentare mehr abgeben.

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  • Tom Schlimme sagt:

    Schade, dass das Spiel hier mal wieder nur aus Turbine-Sicht kommentiert wird. Ich finde, die Spielerinnen des VfL Wolfsburg spielen eine ganz starke Saison und haben nach ihrem Klasseauftritt gegen Frankfurt nun auch gegen Potsdam ein Superspiel hingelegt. Wie die Wolfsburgerinnen dieses Spitzenspiel dominiert haben, war einfach beeindruckend. Oft hat man Potsdam noch nicht derart in der eigenen Hälfte eingeschnürt gesehen, und das lag meiner Meinung nach weniger an Potsdamer Schwäche, als vielmehr an Wolfsburger Stärke.
    So, wie die Wolfsburgerinnen auf die Bälle gegangen sind, immer wieder Überzahl in Ballnähe geschaffen haben, sich auch bei scheinbarem Ballverlust die Kugel gleich wieder geholt haben, das war beeindruckend, und ganz besonders Dszanett Jakabfi hat mir da imponiert, die schon im Spiel gegen Frankfurt spielentscheidend war und auch gegen Potsdam ihre Stärke bestätigt hat.
    Was mir besonders aufgefallen ist, war das schnelle Spiel aus der Abwehr heraus, das würde ich gerne bei Frankfurt so sehen, kein langes Geplänkel im Mittelfeld, kaum Querpässe, einfach den Ball ruckzuck nach vorne gespielt oder auch, wie Lena Goeßling öfter, mal aus der Innenverteidigerinnenposition mit Ball durchs zentrale Mittelfeld gewandert, super!
    Dazu stand die Abwehr noch bombensicher, von dem einen Blackout, der zum Potsdamer Tor führte, mal abgesehen, aber über 92 Minuten war das eine tolle Abwehrleistung.
    Nadine Keßler und auch Viola Odebrecht im zentralen Mittelfeld mit tollen Pässen und Balleroberungen, Keßler dabei noch eine Schippe stärker, kein Wunder, dass sie auch beide Tore gemacht hat.
    Im Sturm wartete Wolfsburg eigentlich auch mit vielen guten Szenen auf, aber hier kann den Spielerinnen das einzige Manko, die mangelnde Chancenverwertung, natürlich nicht aus der Wertung gelassen werden. Insofern war der Wolfsburger Sturm eigentlich sogar der schwächste Mannschaftsteil, und das will was heißen bei dieser hochkarätigen Besetzung.

    Insgesamt sehe ich Wolfsburg in dieser Verfassung einen ordentlichen Ticken stärker als Potsdam oder Frankfurt. Die jahrelange gute Aufbauarbeit macht sich jetzt bezahlt!

    Lina Magull hat die wenigen Spielminuten, die sie hatte, mit guten Szenen für sich und ihr Team nutzen können. Ebenso Anna Blässe. Auch die Ersatzbank von Wolfsburg ist gut besetzt.

    Es ist noch zu früh, den kommenden Meister zu prognostizieren, aber der heutige Auftritt des VfL Wolfsburg war jedenfalls ebenso meisterlich wie die meisten bisherigen Saisonauftritte!

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  • eisbär sagt:

    Wolfsburg spielt den zurzeit mit Abstand schönsten Fußball in der BL. Sie dominieren die Gegner über weite Strecken des Spiels sowohl spielerisch als auch physisch und stehen deshalb völlig zu Recht an der Spitze. Erinnert schon ein wenig an Potsdam 2009/2010. Selbst wenn die Stürmerinnen nicht treffen, findet sich trotzdem meistens eine Spielerin, die dann in die Bresche springt, wie heute Keßler.

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  • Yak sagt:

    @gerd karl

    Ich kann nur vermuten dies war eine sarkastische Äußerung von dir, ansonsten „Guten Morgen“ 😉

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  • Yak sagt:

    Da es ja anscheinend hier ein paar unwissende gibt was das anzeigen der Nachspielzeit angeht, nur so kann ich die positive Bewertung von Karls Kommentar deuten, versuche ich das mal denjenigen etwas näher zu bringen die immer nur dfb-tv schauen.

    Auch wenn man in der Frauenbundesliga zum Ende der regulären Spielzeit niemanden sieht der eine Anzeige hochhält auf der dann z.B. eine 3 aufleuchtet, so zeigt die Hauptschiedsrichterin immer mit entsprechend vielen ausgespreizten Fingern an wie viele Minuten nachgespielt werden. So ich hoffe ich konnte die jenigen unter euch denen das bis dato nicht aufgefallen ist, ein wenig dafür sensibilisieren.

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  • NaviDrH sagt:

    Erstmal speziell an diejenigen, die das Spiel nicht gesehen haben (und trotzdem immer ihren Senf dazugeben müssen): man kann die Schiri-Leistung so oder so bewerten, aber auf keinen Fall spiel-entscheidend.

    Wesentlich war zum einen, dass Turbine wirklich mit dem „letzten Aufgebot“ (soll nicht despektierlich sein) antreten musste. Und dafür haben sie sich nicht so schlecht aus der Affäre gezogen, Alyssa Naeher hat alle überragt, Antonia Göransson mehr defensiv gefiel mir auch gut (war halt mal was anderes als Sturmspitze)und bei hohen Bällen hatte Potsdam im eigenen Strafraum eigentlich immer die Lufthoheit bis – ja bis zur Auswechslung von Keelin Winters. Ich weiß nicht ob sie platt war, sie ging etwas unrund vom Feld – auf jeden Fall hat Bernd Schröder sich und der Mannschaft mit seinen Wechseln keinen Gefallen getan – was zum anderen letztlich das Ausschlaggebende war.

    Wenn Jenny Cramer nicht verletzt ist, war es aus meiner Sicht eine Schnapsidee, die vollkommen bundesliga-unerfahrene Jeannette Ngock Yangoz schon zur Halbzeit in diese wichtige Schlacht zu werfen, dieser Schuss ging mehrfach nach hinten los. Und in der letztlich entscheidenden Szene hat Winters hinten eben gefehlt.

    Das alles soll die gute Leistung der Wölfinnen nicht schmälern, gepaart mit Mannschaftsgeist und Willenskraft haben sie das Spiel verdientermassen gedreht, besonders Nadine Keßler schienen nach der DFB-Nominierung noch zusätzlich Flügel gewachsen zu sein.

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  • H2O sagt:

    So toll! 🙂

    Den Highlights nach zu urteilen war das Spiel sehr einseitig und der Sieg verdient, wenn auch in der letztendlichen Entstehung noch mit etwas Glück behaftet (sehr spätes Siegtor).

    Balleroberung, das zustellen der Schnittstellen in der Verteidigung und der super Spielaufbau bei Wolfsburg sind momentan ein Genuss.

    Das sie sich diese vielzahl an tollen Chancen herausgespielt haben und kaum eine zuließen ist das Resultat daraus.

    Allerdings war Chancenverwertung schlecht und das ist ist schade, aber die herausgespielten Chancen sind das was das Ziel sein muss.
    Ob der Ball dann im Tor landet entscheiden nuancen.

    Naeher war sehr sehr gut… warum spielt sie eigentlich nicht für das USWNT?

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  • enthusio sagt:

    Das war ein überragendes Spiel der Wölfinnen, eine Demonstration modernen Fußballs. Ich habe in der Bundesliga noch nie erlebt, dass Potsdam von einer gegnerischen Mannschaft so beherrscht wurde. Die Vorstöße von Jakabfi und Spieleröffnungen von Wensing waren eine Augenweide, ebenso die Offensivstärke und Dynamik von Keßler und Odebrecht. Ogimi und Anonma, Evans und Göransson wurden allesamt aus dem Spiel genommen, Doorsoun und Winters waren Totalausfälle. Die Potsdamer Abwehr konnte einem leid tun. Unglaublich aber auch, wieviele Torchancen Wolfsburg braucht, um ein Spiel zu gewinnen. Genauso unglaublich die geringe Anzahl Potsdamer Torchancen in diesem Spiel, nämlich zwei (Evans‘ Führungstor und Ogimis Torschuß in der 92. Minute), bei einer allerdings beeindruckenden 50%igen Chancenverwertung. Müdigkeit hin, Verletzungspech her, Bernd Schröders Videoanalyse dürfte Rekordlänge erreichen, nämlich das komplette Spiel beinhalten. Und Nadine Keßler hat ihre überragende Form aus dem Pokalspiel gegen Duisburg bestätigt und ihre Nominierung für das Frankreich-Spiel absolut geerechtfertigt. Mal sehen, welche Schlüsse Silvia Neid aus diesem Spiel zieht. Ansonsten kann ich den guten Ausführungen von Tom Schlimme zum Spiel weiter oben nur voll beipflichten.

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  • gerd karl sagt:

    die nachspielzeit wird von der schiedsrichterin mit den fingern angezeigt, oh entschuldigung das ich dieses klare zeichen übersehen habe.

    bitte darum das man diese klaren zeichen auch in der männer buli einführt und diese, oft zu übersehenden tafeln abschaft, denn fingerzeigen ist deutlicher. 🙂

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  • Tobias sagt:

    Zu den mal wieder aufkommenden Schiedsrichter-Diskussionen darf ich mal aus den FIFA-Handreichungen zur Regel 7 (Dauer des Spiels) zitieren(Hervorhebungen von mir): „Der vierte Offizielle zeigt am Ende der letzten Minute jedes Spielabschnitts an, wie viele Minuten gemäß Entscheidung des Schiedsrichters MINDESTENS nachgespielt werden. Diese Anzeige ist KEINE EXAKTE ANGABE der nachzuspielenden Zeit. Der Schiedsrichter kann die Nachspielzeit bei Bedarf VERLÄNGERN, nicht aber kürzen.“
    Nichts anderes dürfte auch für eine individuell vom Schiedsrichter selbst angezeigte Nachspielzeit gelten.
    Einen ziemlich genau mit Ablauf der angezeigten Nachspielzeit noch entstehenden Eckball noch ausführen zu lassen, ist sicher völlig in Ordnung, dann muss ich mich als Turbine-Mannschaft im Strafraum halt besser sortieren.

    Unterm Strich: Potsdam darf sich wegen der Spielanteile und Torchancen über die Niederlage in keinster Weise beschweren, Wolfsburg hätte sich wegen der vergebenen Möglichkeiten über ein Unentschieden, im schlimmsten Fall sogar eine Niederlage nicht beschweren dürfen. Am Ende hat sich doch nicht die Mannschaft durchgesetzt, die für das Spiel deutlich mehr getan hat, und das ist verdient, auch wenn der Siegtreffer in letzter Minute fällt.

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  • FFFan sagt:

    Das mit Spannung erwartete Spitzenspiel war -gemessen an den Spielanteilen, nicht was das Ergebnis betrifft- eine überraschend einseitige Angelegenheit. Ich kann mich nicht erinnern, dass Turbine Potsdam schon mal derart ‚an die Wand gespielt‘ wurde wie gestern abend: der amtierende Meister kam im gesamten Spiel (großzügig gerechnet) auf drei Torschüsse, das Spiel fand fast nur in der Potsdamer Hälfte des Platzes statt, es gab keinen Spielaufbau von hinten heraus und selbst Befreiungsschläge landeten sofort beim Gegner. Im Mittelfeld hatte Turbine überhaupt keinen ‚Zugriff‘. Der Ausfall von Hanebeck konnte nicht kompensiert werden, es fehlte an Ideen und an Handlungssschnelligkeit; zudem gingen fast alle Zweikämpfe verloren. Nur der Wolfsburger Abschlussschwäche und einer überragenden Alyssa Naeher im Turbine-Tor (erneut Siegerin im Elfmeter-Duell! Wurde sie in der Bundesliga überhaupt schon mal vom Punkt bezwungen?) war es zu verdanken, dass es kein Debakel gab.

    Natürlich korrespondierte diese Schwäche der Gäste mit der Stärke der Heimelf („actio gleich reactio“), die in spielerischer und kämpferischer Hinsicht einmal mehr eine Spitzenleistung an den Tag legten, die Räume gut ‚zustellten‘ und verlorene Bälle durch gemeinsame Aktionen schon tief in der gegnerischen Hälfte zurückeroberten (auf neudeutsch: „Gegenpressing“). Beeindruckend war auch, mit welcher Leidenschaft und Einsatzbereitschaft die ‚Wölfinnen‘ um den Sieg kämpften und welches enorme Laufpensum sie nach all den ‚englischen‘ Wochen absolvierten (wo nehmen die eigentlich die Kraft her?). Einziges Manko: der VfL benötigt zu viele Chancen für seine Tore. Als dann nicht einmal ein Strafstoß genutzt werden konnte (auch hier gilt „actio gleich reactio“: der Elfer war zwar von Naeher stark pariert, aber von Goeßling -die ansonsten ein gutes Spiel machte- auch schwach geschossen), hätte man sich fast um den verdienten Lohn gebracht.

    Und so kam es, dass Turbine Potsdam (denen man immerhin Effizienz bescheinigen muss, da sie ihre einzige Torchance verwerteten) lange führte und vielleicht sogar gewonnen hätte, wenn Trainer Bernd Schröder nicht eine fatale Entscheidung getroffen hätte: er nahm gut zwanzig Minuten vor Schluss für Mirlach die diesmal schwache und zuletzt wohl auch etwas kränkelnde Anonma vom Feld. Er hätte besser zuächst die erst zur zweiten Halbzeit ins Spiel gekommene Yango wieder ausgewechselt, die nicht nur Gelb-Rot-gefährdet, sondern auch stark angeschlagen war und mehr humpelte als lief. Es kam wie es kommen musste: die Kamerunerin kam gegen Jakabfi im Strafraum zu spät, ‚flog‘ vom Platz und in Unterzahl konnte Potsdam dem Wolfsburger Dauerdruck schließlich nicht mehr standhalten.

    Es ist nicht daran zu zweifeln, dass der Sieg des VfL verdient ist, aber das Zustandekommen ist am Ende doch als sehr glücklich zu bezeichnen. Das Spiel war eigentlich schon vorbei, auch die Nachspielzeit abgelaufen, als die eingewechselte Magull mit der vermeintlich letzten Torchance an Naeher scheiterte. Ich ging jedenfalls davon aus, dass der folgende Eckstoß nicht mehr ausgeführt werden würde. Doch Frau Baitinger hat anders entschieden und das muss man akzeptieren. Und dass Nadine Keßler trotz ihrer nur 1,69m zu den kopfballstärksten Spielerinnen der Liga gehört, sollte doch gerade in Potsdam bekannt sein…

    Obwohl Keßler mit ihren zwei Toren natürlich die ‚Spielerin des Spiels‘ war, ist es im Grunde unangebracht, aus der starken und geschlossenen Mannschaftsleistung jemanden hervorzuheben. Mit drei Punkten Vorsprung und noch einem Nachholspiel hat der VfL Wolfsburg jetzt natürlich eine glänzende Ausgangsposition, und wenn die ‚Wölfinnen‘ so weitermachen, wird ihnen der Titel kaum zu nehmen sein. Aber von einer Vorentscheidung würde ich noch nicht sprechen; die Saison ist noch lang und es kann noch viel passieren.
    Für Turbine Potsdam gilt es nun, sich möglichst schnell zu ‚berappeln‘, sonst gerät selbst die Champions-League-Qualifikation noch in Gefahr.

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  • MariaOzawaFan sagt:

    Wolfsburg war die total überlegene Mannschaft und hat hochverdient gewonnen, allerdings hätte der Sieg höher ausfallen müssen. Wenn eine Mannschaft so überlegen ist und so viele Chancen herausarbeitet langt dann selbst eine miserable Chancenverwertung zum Sieg.

    Eine Riesenenttäuschung war das Turbine Mittelfeld. Lediglich Göransson war in Normalform – Folge war das der Sturm keine vernünftigen Anspiele bekam. Dort sehe ich wirklich Handlungsbedarf in der Winterpause. Wenn Winters und Hanebeck verletzt oder außer Form sind gibt es keine wirklichen Alternativen – selbst wenn alle Spielerinnen gesund sind.

    Falls WOB die letzten Spiele gewinnt und mit einem 6 Punkte Vorsprung in die Winterpause geht dürfte ihnen die Meisterschaft nicht zu nehmen sein. Letzte Saispn reichten TP 5 Punkte Vorsprung und das trotz eines total verpatzten Rückrundenstarts.

    Ein Wort noch zu Alyssa Naeher. Sie ist wirklich die absolute Elfmetertöterin. Seit sie für TP spielt hat sie alle Elfmeter gehalten (Bresonik, Celia, Hagen und Gößling). Hoffentlich bleibt sie uns noch lange in der BL erhalten.

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  • waiiy sagt:

    Das Spiel war für mich wie erwartet. Diese Abwehrschlacht von Potsdam und diesen Angriffswirbel von Wolfsburg hatte ich so erwartet. Überraschend war die Chancenauswertung von Wolfsburg. Da hab ich immer mal wieder geguckt, ob bei Pohlers und Keßler nicht doch noch irgendwo ein rotes Trikot unter ihrem grünen durchscheint.

    Im Nachhinein war es für den FF richtig gut, dass Potsdam so unverdient in Führung ging und so das Spiel bis in die Endphase offen hielt. Und natürlich hab ich bis zum Schluss gehofft, dass man das Evans‘ Tor bis über die Ziellinie reichen würde. Aber Wolfsburg hat sich den Sieg und die jetzige Ausgangssituation verdient. Gratulation!

    Ich habe es in der Vorbetrachtung schon getan und ich lege mich fest: diese 6 Punkte Vorsprung (nach gewonnenem Nachholespiel) reichen für Wolfsburg für die Meisterschaft. Sie könnten sich jetzt erlauben, in Frankfurt UND Potsdam zu verlieren, können also diese beiden Spiele mit der Lockerheit angehen, mit der sie sich noch nicht einmal verlieren werden.

    Was ich bei Turbine gestern richtig gut fand, war der Einsatz und die körperliche Präsenz. Spielerisch konnte man leider nicht viel dagegenhalten, weil die Schaltzentrale fehlte und die beiden Außen einfach zu sehr in der Defensive gebunden waren. Da hingen die Stürmerinnen einfach in der Luft. Aber wie man in die Zweikämpfe gegangen war, das war gut und hatte nichts von den „Künstlerinnen“, die man manchmal sieht. Es war „Ärmel hochkrempeln“ angesagt und es wurde getan. Dass dabei die eine oder andere gelbe Karte dabei verteilt wird, ist normal. Aber zu oft habe ich genau das vermisst.

    Da bin ich bei den gelben Karten und dem Schiedsrichterteam. Da will ich (was selten genug vorkommt) mal ein Lob verteilen. Ich fand, dass richtig gut gepfiffen wurde. Es wurden ein paar Fouls nicht gesehen. Aber es wurden die richtigen Entscheidungen getroffen. Und das Spiel wurde NICHT durch falsche Schiedsrichterleistungen entschieden. Vielleicht hätte man in der 1. Halbzeit schon Anonma eine gelbe Karte geben können, weil sie auch da schon beherzt an Stellen zugegriffen hat, wo es sich eher um „taktische Fouls“ gehandelt hat. Dann wäre sie noch vorher ausgewechselt worden, was meiner Meinung nach eine Schutzmaßnahme vor „Gelb/Rot“ war. Es ist natürlich Ironie des Schicksals, dass Minuten nach ihrer Auswechslung die angeschlagene Yango sich diese Karte einsammelt.

    Den Schachzug schlechthin hat Wolfsburg diese Saison dadurch gemacht, dass sie Goeßling in der Abwehr einsetzen. Da Henning es gewohnt ist, auch in einer Dreierkette zu spielen, kann Goeßling sich konsequent mit in den Spielaufbau einschalten und verstärkt dadurch Keßler und Odebrecht. Dadurch wird die Überzahl im Mittelfeld geschafft und so die Dominanz an sich gerissen. Das System „Henning/Goeßling/Odebrecht/Keßler“ funktioniert richtig gut und scheint auch nicht anfällig zu sein. Ich hoffe, Silvia Neid hat das gestern auch so ausgemacht…

    Alles in allem hat Wolfsburg das bestätigt, was ich so auch vorher gesehen hatte. Und man kann ihnen jetzt wohl nicht mehr nachsagen, dass sie in großen Spielen nichts gewinnen können. Immerhin haben sie sowohl gegen Frankfurt als auch Potsdam einen Rückstand aufgeholt und das Spiel gedreht. Jetzt können sie sich nur noch selbst schlagen, was aber aus meiner Sicht nicht zu erwarten ist.

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  • gerd karl sagt:

    mein kommentar zur anzeige der nachspielzeit, bezog sich auf die kritik der turbine fans, man hätte ja früher abpfeifen müssen, das sehe ich nicht so.
    die nachspielzeit war gerechtfertigt, die schiedsrichter leistung war gut, wolfsburg hat ein hervoragendes spiel abgeliefert, sie waren haushoch überlegen und können sich bei alyssa naeher auf knieen bedanken das es am ende nicht 8-1 ausging.

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  • wrack sagt:

    Ein Spiel dauert so lange, bis der Schiri abpfeift. Und ob ein Tor in letzter Sekunde oder in der 50. Minute fällt, macht keinen Unterschied. Tor ist Tor. Gratulation an Wolfsburg zum Sieg, großer Respekt vor den verletzungsgeplagten Potsdamerinnen, die durch ihre optimale Chancenverwertung die Sache sehr spannend gemacht haben. Überhaupt bewundere ich insgesamt, wie sich das Team durch diese Verletzungs-Krise durchhangelt. Hätte ich nicht gedacht.

    Was sagt man zur Chancenverwertung bei Wolfsburg ? Hat gereicht.

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  • laasee sagt:

    The ‚problem‘ with added time is not the fault of a referee.
    It is an issue that the law makers (FIFA) have failed to remedy.
    In other sports the matter has been resolved.
    In rugby, for example, the clock is stopped at all breakdowns in play.
    Everyone, players and fans, know exactly how much time is left to play.

    Football should adopt a similar system.
    I think this issue is even more important than goal line technology – as it effects every game and not occassional moments.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Nach einer schlecht durchschlafenen, weil emotional zu aufgewühlt, Nacht und mit etwas Abstand zu dem einseitigen Spitzenspiel, bin ich nunmehr auch in der Lage, meine Eindrücke von der FF-Seele zu schreiben.
    Zuerst jedoch meinen uneingeschränkten Glückwunsch inkl. der gehörigen Portion Hochachtung dem gestrigen Gegner, dem VfL Wolfsburg!
    Im Gegensatz zu dem Hellseher vor mir, habe ich diese über 95 min. sehr einseitig geführte Partie nicht vorhergesehen, und ich behaupte mal, wer kann das schon? Selbst ein Bernd Schröder dürfte da nicht dazu gezählt haben! Aber egal, wer das meint, hat sicher seine Gründe!
    Kann mich auch nicht besinnen, eine so deutliche gegnerische Dominanz, ausser im WCL-HL gegen OL, gesehen zu haben, und beim VfL war nur ein Makel spürbar, die desolate Chancenverwertung! Eigentlich hätte das Spiel so enden müssen, wie Turbines Auftaktspiel gegen Sindelfingen, nur eben für das Heimteam mit 9:1 endend. Das es letztendlich nicht so kam, war vornehmlich einer überragenden Torfrau Naeher zu verdanken, die in den Schlußminuten von ihren Vorderleuten 2x alleingelassen wurde, so dass das Pendel doch noch in die richtige Richtung ausschlug und eben nicht ein (ungerechtes) Fußballwunder eintrat. Andernfalls wären viele Kritikpunkte zu Unrecht kaschiert worden und die Spielanalyse vermutlich zu oberflächlich ausgefallen.
    Ich glaube, Vetterlein hat in einem Spiel Erster vs. Zweiter noch nie einen so geruhsamen Fußballabend erlebt; man hätte ihr bedenkenlos die „11 Freunde“ zum Lesen geben können!
    Da das Spiel im Niveau nicht mit dem vor 2 Wochen mithalten konnte, manifestiert sich bei mir die Überzeugung immer mehr, dass es Turbine nicht gelingen wird, einer der beiden Erstplazierten am Saisonende zu sein. Man konnte nicht nur international, sondern jetzt auch nicht national Paroli bieten. Arg limitiert in der Anzahl der verfügbaren Spielerinnen, steht es auch mit derer Qualität nicht zum besten. Wer sollte doch gleich die Spielerin mit Goldstaub-Wert sein? Das konnte man gestern und das gleich mehrfach ausnahmslos auf des Gegners Seite, teilweise zum mit der Zunge schnalzen, registrieren.
    Das VfL-Teamplay erinnerte mich an die Zeiten, wo Turbine in Saft und Kraft stand (seufz!)! Gestern war es nicht mal mehr nur Kraft…
    Defizite ohne Ende, es krankt vom Kopf bis hin zum Fuß, denn auch Schröder wankt deutlich, wie ich meine an dem Disput mit Doorsoun erkannt zu haben, den die Kamera mal kurz streifte. Sara muß ganz schön zurückgekeift haben, denn der Trainer fand keine Widerworte…
    Ich würde mich sehr für den dt. FF freuen, wenn es dem VfL gelänge, die Gestern-Abend-Form zu konservieren und bei den nächsten Spielen, insbesondere der WCL, erneut zu präsentieren!
    Turbine sollte umfassend in Klausur gehen und über Teambuildingmaßnahmen Ausgleich schaffen, denn die gestrige Niederlage muß aufgearbeitet, die richtigen Schlußfolgerungen und vorallem Konsequenzen gezogen werden, denn so kann es generell nicht weitergehen!
    Anja, die z.Z. bei ihrem alten Team mittrainiert und sicher auch das Spiel miterlebt hat, was wird wohl in ihrem Kopf vorgehen? Sicher nicht nur Freude, den Schritt nach Schweden als richtig einzustufen, sondern auch einiges Unverständnis darüber, was da am (Falsch-)Laufen ist!

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  • Yak sagt:

    gerd Karl, das was du auf die reine sachliche Äußerung meinerseits, bezüglich der Anzeige der Nachspielzeit geschrieben hast, finde ich sehr unverständlich.

    Anstelle den Sachverhalt bzw. die Information, welche dir ja anscheinend unbekannt war, als hilfreich einzustufen, argumentierts du mit Sarkasmus, Übertreibung und wirst zum Polemiker.

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  • gerd karl sagt:

    yak, ja 🙂

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  • blumig sagt:

    @tobias
    Du hast Recht, man könnte fast sagen, Potsdam kann sich in allerallerkeinster Weise beschweren!

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  • Frieda sagt:

    laasee: „In rugby, for example, the clock is stopped at all breakdowns in play.
    Everyone, players and fans, know exactly how much time is left to play.“

    Nope. Die Uhr KANN im Rugby angehalten, wird es aber nicht in jeder Situation (das ist American Football). Es kann auch im Rugby zu leichtem Zeitspiel kommen. Wird aber selten gemacht.
    Die Spieler und Fans wissen NIE wie viel Zeit noch zu spielen ist. Denn auch wenn die Uhr abgelaufen ist, geht es im Rugby so lange weiter, bis eine Standardsituation (außer Strafstöße, dann geht es noch immer weiter) zustande kommt. Also muss der Ball ins Aus gehen oder ein Vorball passieren bevor abgepfiffen wird. Bei einem Spielstand von 22:20 mit Ballbesitz für die zurückliegende Mannschaft kann das einiges an Nerven kosten und die Spielzeit auch um 10 Minuten überschritten werden.

    Ich finde den Richtwert im Fußball genau richtig. Denn würde nach 3 Minuten Schluss sein müssen, dann würde sich ja für die führende Mannschaft unsportliches Zeitspiel quasi aufdrängen.

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  • laasee sagt:

    @Frieda

    In rugby the clock is stopped when a player gets injured.
    The clock is on display in the stadium and the fans know.

    When 80 minutes shows on the clock, then play ends when the ball ‚goes dead‘.
    Football could decide on a different way to end the game.

    It is interesting that in the modern hi-tech world in which we live, football allocates additional time as 0, 1, 2, 3, 4 minutes.
    That is not exact. It is stupid.
    What if the actual additional time amounts to 2 minutes 35 seconds?

    I think football could learn from other sports.

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  • DAWIDenko sagt:

    Eigentlich wurde schon alles gesagt.

    Bleibt nur festzustellen, dass es von Seiten von Turbine heute nicht an der zuvor viel gescholtenen Abwehr lag. Wie auch schon geschrieben wurde, hatte man die Lufthoheit im eigenen Strafraum und da möchte ich auch insbesonders Ulla Draws hervorheben!!! Gerade was sie alles aus der Gefahrenzone bugsierte, vor allem in Halbzeit eins war bemerkenswert. Auch Singer und die überraschend spielende Heleen Jacques zeigten eine gute Partie. Wenn man gegen eine weit aufgerückte Wolfsburger Mannschaft im Mittelfeld die Bälle nicht kontrollieren kann und „nur“ Fehlpässe fabriziert, kann auch die beste Abwehr nichts machen.

    Trotz alledem konnte man die Sturmläufe der Wölfinnen nicht entscheidend unterbinden und auch der ein oder andere Schritt zu spät war natürlich in der Abwehr dabei.

    Vor allem in der 2. Halbzeit war auf einmal die Hoffnung, da dass man das Heft noch einmal in die Hand nahm, aber irgendwie klappte es nicht. Für Außenstehende könnte es auch an den Wechseln gelegen haben.
    Ich glaube, das Jenny Cramer wegen ihrer Gelben-Karte vorbelastet war, und Schröder sie deshalb rausnahm.
    Das brachte wenig ein, da sich Grace Yango zwar an Einsatz nichts vermissen ließ, allerdings dabei zu ungestüm zu Werke ging und defensiv deshalb wenig einbrachte.

    Toni sah ich vielleicht noch am stärksten im Mittelfeld, allerdings zeigt sie gerade in Halbzeit einen schlimmen Schnitzer, der fast zu einem Gegentor führte ( Ballverlust an Odebrecht, die spielt Müller an, verzieht übers Tor aus aussichtsreicher Position)
    Yuki wieder sehr bemüht, allerdings auch glücklos. Außer die große Chance kurz vor Ende. Ein toller Schuss, der nur knapp am Tor vorbei ging.
    Die einzigen „echten“ Chancen auf das Tor waren das 1:0 von Evans und Yukis Schuss. Dies ist definitiv zu wenig.
    Evans konnte nicht so gewinnbringend eingesetzt werden. Ich denke, dass Hannebeck schon sehr fehlte, doch war die Leistung im Spielaufbau ungenügend. Das machte es der Abwehr auch so schwierig zu verteidigen, gegen eine stark drängende ball-und kombinationssichere Wolfsburger Mannschaft.
    Daher mein Lob besonders an Ulla Draws. Sie war meiner Meinung nach, neben der glänzenden Alyssa Naeher, die beste Turbine auf dem Platz.

    Auch Anonma muss manchmal, wie Grace aufpassen, wann sie Härte zeigt. Auch ihr Einsteigen ist manchml etwas grenzwertig.
    Die Gelbe Karte für sie vollkommen zu Recht.
    Wolfsburg kam fast ohne Fouls aus. Das zeigte zum einem auch ihr hervorragendes Zusammenspiel besonders in der Defensive, aber auch die Harmolosigkeit des Gegners. Einzig der Schubser von Kessi gegen Yuki in der Schlussphase war ein Foul. Wurde auch gepfiffen.

    Der Sieg geht absolut in Ordnung, wobei ein Unentschieden in der jetzigen Phase den Turbinen selbstbewusstsein geben könnte.
    Hätte man das 1:0 über die Zeit gerettet, was anderes wäre es nicht gewesen, wäre es unverdinet gegenüber der hervorragenden Leistung der Wölfinnen gewesen.

    Das bessere und engagiertere Team hat sich am Ende belohnt.

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  • DAWIDenko sagt:

    Wolfsburg hat , gerade durch die Siege gegen Frankfurt und gegen Potsdam viele Kritikpunkte widerlegt:

    1.)Wolfsburg kann nur gegen kleinere Gegner gewinnen.

    2.)Wolfsburg wurde bisher nicht gefordert, durch Rückstände. (Ausnahme Champions-League gege Röa)
    Sie könnten damit vielleicht nicht umgehen.

    3.)Das Spiel ist zusehr auf Pohlers ausgerichtet. Was passeirt wenn sie nciht trifft.

    4.)Die Mannschaft ist nur in der ersten elf richtig stark. Wenn Leistungsträger fehlen, können sie das nicht kompensieren.

    Wolfsburg hat gezeigt, dass sie gegen die Mitfavoriten gewinnen-
    jeweils nach Rückständen.

    (Frankfurt 0:1, Potsdam 0:1. Außerdem kassierte man gegen Frankfurt noch den Ausgleich, postwendend die erneute Führung)

    Conny Pohlers traf weder gegen Frankfurt noch gegen Potsdam.
    Gegen Frankfurt gab es bei 4 erzielten Toren, 4 verschiedene Torschützinnen.

    Zumindest im Mittelfeld gibt es mehrere Möglichkeiten.
    Gegen Frankfurt spielte Anna Blässe, Popp auf war auf der Bank. Diesmal spielte Popp von Beginn an, Blässe wurde eingewechselt.
    Im Sturm hat man 3 excellente Stürmerinnen für 2 Positionen.

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  • Frieda sagt:

    @ laasee
    1) „In rugby, for example, the clock is stopped at all breakdowns in play.“
    Does not equal
    „In rugby the clock is stopped when a player gets injured.“

    2) The ref can stop the clock but he doesn’t have to. Sometimes players are taken care of while the game goes on.

    3) „When 80 minutes shows on the clock, then play ends when the ball ‘goes dead’.“ That is exactly what I said! But it can take 3, 4, 5 or even 10 minutes until the ball does go dead.

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  • preuße sagt:

    @ SF

    Gebe Dir mit allem absolut recht.
    Öfters hatte ich schon meine Sichtweise über das Spielsystem
    Turbines zum Ausdruck gebracht.Auch wenn die anschließenden
    Erfolge immer über vieles hinweg täuschten.

    Die Spielweise wirkt jede Saison ab einen bestimmten Zeitpunkt
    komplett gleich statisch.
    Vergleichbar, als wenn eine Band 40 Jahre immer denselben Komponisten hat,nur mit verschiedenen Bandmitgliedern.
    Dabei kann ich aber nicht wirklich erkennen woran es liegt !!!

    In den Aussagen von B.S. spricht er offen und ehrlich,wie er sich
    alles spielerisch vorstellt.

    Doch entweder wollen oder können die Spielerinnen wirklich nicht besser,was ich nicht glaube.Oder sie verstehen Ihn nicht oder
    nicht mehr.

    Und das ehemalige Spielerinnen Potsdams woanders schlechter
    spielen,wurde gestern wohl eindeutig widerlegt.Was wiederum zu dem
    Schluß führt,das einige Mädels wohl doch nicht nur wegen des
    materiellen Anreizes gehen.

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  • Jennifer sagt:

    So ein Flutlichtspiel am Freitag abend – das hat schon was! Tolle Atmosphäre, viele Zuschauer. Hoffe, dass es so eine Gelegenheit mal öfter geben wird.

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  • Matze sagt:

    Ich stimme dir bedingungslos zu, Jennifer:
    Glühwein hat geschmeckt, spannendes Spiel, Bratwurst war lecker und drei Punkte.
    Was will man mehr…. 🙂

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  • Detlef sagt:

    Wolfsburg war die bessere Mannschaft, und zumindest gestern mindestens eine Klasse besser als Potsdam!!!
    Deshalb muß man mit den überschwänglichen Komplimenten an den VfL etwas vorsichtig sein!!!

    TURBINE agierte ohne Mittelfeld und auch ohne Sturm!!!
    YUKI und AYOMA waren so weit von ihrer Normalform entfernt, daß da auch PATTI nicht viel hätte ausrichten können!!!
    Auch LISA gelang (außer ihrem tollen Tor) leider nicht sehr viel!!!
    JENNY und TONI waren fast ausschließlich mit Defensivarbeit beschäftigt, daß sie eigentlich nie zu Offensivaktionen kamen!!!
    Auch MIRLI, GRACE und SANNI konnten dies in Hälfte Zwei nicht ändern, und so blieb Potsdams gefürchtete Offensivabteilung
    kraft und saftlos!!!

    Es tut einfach nur weh, TURBINE in so einer desolaten Verfassung zu sehen!!!
    Wann hat man je über eine Potsdamer Mannschaft sagen können, daß sie zu langsam, und konditionell limitiert war???
    Aber neben den 11 Verletzten bzw Kranken neben dem Spielfeld, agierte Potsdam halt auch mit 3-4 angeschlagenen/kranken Kräften auf dem Rasen!!!
    Ob man jetzt allerdings wirklich alle Verfehlungen auf diese personelle Schwäche schieben kann, ist mir auch nicht ganz klar!!!
    Also wie kommen wir aus diesem Dilemma wieder raus???
    Jetzt aber gleich wieder die Systemfrage zu stellen, finde ich auch albern!!!
    Das sie es eigentlich viel besser können, wissen wir alle!!!
    Die Moral stimmte gestern zumindest, wenn auch die spielerischen Mittel dazu fehlten!!!

    Das Schiri-Gespann war, wie gewohnt, gestern normal schlecht !!!
    Fehlentscheidungen gab es aber auf beiden Seiten, das Übliche halt!!!
    Ob ihre Entscheidungen letztlich auch spielentscheidend waren, muß ich mir noch einmal anschauen!!!
    Es hatte zumindest ein unschönes Gschmäckle, daß man bei drückender Überlegenheit der Wölfinnen, und gleichzeitiger personeller Unterzahl der TURBINEN überhaupt so lange nachspielen ließ!!!

    Der VfL ist gestern noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen!!!
    Wer vorne so viele 100%-ige Torchancen liegen läßt, und dazu noch einen Elfer vergeigt, der hätte nach der alt bekannten Fußballerweißheit eigentlich verlieren müssen!!!
    Nicht jede Spitzenmannschaft wird den Wölfinnen den Gefallen tun, sich am Ende selber personell zu dezimieren!!!

    Die Meisterschaft ist aber immer noch offen, denn bisher hatte noch jede Mannschaft ihre Schwächephasen gehabt!!!
    Potsdam wird in der Rückrunde mit einem hoffentlich viel breiteren Kader wieder mehr Konkurrenzkampf ins eigene Team bekommen!!!
    Denn wenn die Mannschaft sich quasi von selber aufstellt, ist an Leistungsdruck nicht zu denken!!!

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  • Towatei77 sagt:

    Ach, Detlef – nicht persönlich gemeint, aber ob Du wohl einen schlichten Aussagesatz auch mal mit einem Punkt und nicht immer mit drei Ausrufezeichen beenden kannst? Deine Beiträge lesen sich immer, als würdest Du permament schreien. Sehr anstrengend.

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  • MariaOzawaFan sagt:

    Detlef schrieb:
    „Es hatte zumindest ein unschönes Gschmäckle, daß man bei drückender Überlegenheit der Wölfinnen, und gleichzeitiger personeller Unterzahl der TURBINEN überhaupt so lange nachspielen ließ!!!“

    Die Nachspielzeit hängt doch nicht davon ab ob Mannschaften vollzählig oder überlegen sind, sondern von den Spielunterbrechungen. Da es 6 Wechsel + Verletzungspause gab sind 4-5 Minuten nicht übertrieben.

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  • Tobias sagt:

    Man kann Detlefs Beitrag ja „leider“ nicht mehr lesen, aber ein Kommentar noch zu dem Zitat bei MariaOzawaFan:

    Andersrum wird ein Schuh daraus. Nicht weil eine Mannschaft in Unterzahl spielt, sondern weil eine Spielerin des Platzes verwiesen und zurecht Elfmeter gegeben wurde, kann man deutlich länger nachspielen lassen. Oder sind das alles keine Spielunterbrechungen? Es wäre schön, wenn manche hier zumindest für 10 Minuten mal ihre Vereinsbrille ablegen könnten, aber das ist offenbar schon zuviel verlangt.

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  • Antje sagt:

    @ Matze und Jennifer

    Schön, dass Ihr das Spiel im Stadion erleben konntet und mit allem zufrieden seid. Auch Glückwunsch an Wolfsburg, es war verdient – basta!
    Mich irritiert lediglich ein Punkt, warum wurde Anomna bei ihrer Auswechslung derart böse vom heimischen Publikum beschimpft? Das habe ich tatsächlich nicht verstanden, doch meine ich, bei der Übertragung ua. deutlich „Drecksau“ eines wütenden Fans herausgehört zu haben. Vielleicht habe ich es auch falsch verstanden doch wir haben uns die Szene noch einmal betrachtet. Was war da los?

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  • enthusio sagt:

    @Antjee
    Ich kann darüber nur Vermutungen anstellen, weil ich das Spiel nur bei dfb-tv. gesehen habe. Anonma hat in der 15. Minute Lena Goeßling von hinten wohl absichtlich in die Hacken getreten, ohne irgendeine Chance auf Ballbesitz zu haben. Das Foul hätte ich mit „Gelb“ und nicht nur mit einer Ermahnung geahndet. In der 21. Minute hat sie in ähnlicher Weise ziemlich unsportlich, aber etwas versteckter eine Wolfsburger Spielerin von hinten „gehakelt“. Und in der 62.Minute bekam sie ja dann doch noch „Gelb“ wegen einer Unsportlichkeit. Anonma und Yango fielen diesmal so ziemlich als einzige in diesem eigentlich fairen Spiel an einigen wenigen Stellen durch versteckte (Anonma) bzw. dumme(Yango) Fouls auf. Möglicherweise war das der Grund für die unqualifizierten uind beleidigenden Kommentare einiger Wolfsburger Zuschauer.

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  • waiiy sagt:

    @Antjae: Ich sehe es ähnlich wie enthusio. Anonma war sehr giftig und hat immer wieder auch durch die Körpersprache provoziert. Vielleicht war sie auch gefrustet, weil vorn halt nichts ankam.

    Klar, sollten die Zuschauer das nicht machen (auch das Klatschen ach Gelb/Rot von Yango). Aber ich kann es auch verstehen, da nicht nur die Spieler mit dem Spiel mitgehen. Ich würde das Publikum wegen solcher (vereinzelter) Äußerungen nie als unfair bezeichnen. Deshalb würde das Wolfsburger Publikum von mir nicht dem Stempel „unfaires Publikum“ erhalten, wie es ja unser Potsdamer Anhang jeweils nach dem Heimspiel gegen Frankfurt immer wieder kriegt. Solche Dinge sollten nach 90 Minuten vergessen sein und nicht mehr nachgetragen werden.

    Für mich war Anonma genauso wie Yango deutlich Kandidat für Gelb/Rot auf Grund der Masse der Fouls. Aber sie wurde durch Auswechslung rechtzeitig geschützt (auch wenn der Reporter es nach Gelb/Rot Yang nicht verstehen konnte).

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  • Jennifer sagt:

    @Antje: Leider war ich nicht im Stadion und kann die Situation nicht direkt beurteilen, was enthusio beschreibt habe ich über DFB-TV so auch wahrgenommen.

    Meine Bemerkung auf die Atmosphäre bezieht sich auf die Aufnahmen von DFB-TV, da ich es stimmungsmäßig einfach schöner finde ein Spiel bei Flutlicht zu sehen und noch dazu mit so vielen Zuschauern. Dass ich „mit allem zufrieden“ bin, wie du schreibst, na ja, dazu gäbe es vermutlich viel zu schreiben.

    Ein Spiel auf den Freitag abend zu legen, finde ich sehr gut, da (wenn ich in Deutschland bin) immer finde, dass Samstags und Sonntags schon soviel los ist mit anderen Fussballspielen, die Kinder zum Fussball müssen usw. Ist aber evtl. für viele Vereine nicht machbar, da entweder kein Flutlicht vorhanden oder zu teuer.

    (0)
  • Antje sagt:

    Danke, Ihr Lieben, für die schnelle Reaktion. Irgendwie hatte ich es so vermutet, doch an dem Abend und bis jetzt wollte ich es nicht wahr haben. Sorry Jennifer, das hatte ich dann wohl falsch interpretiert.

    (0)
  • Antje sagt:

    Nach den ausgiebigen Spielanalysen meiner Vorschreiberlinge, die ich weitestgehend interessiert wie amüsiert lese, wollte ich als bekennende Nicht-Fanin des Potsdamer Stadionsprechers den Wolfsburgern diesbezüglich meinen uneingeschränkten Neid aussprechen. Euer Sprecher hat es drauf. Außerdem gefiel mir, wie die Spielerinnen mit Euch feierten. Das erinnerte mich ein wenig an früher, wie es mal im Karli war.
    Nochmals Glückwunsch an den Vfl!

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  • MariaOzawaFan sagt:

    @Antje,
    „Außerdem gefiel mir, wie die Spielerinnen mit Euch feierten. Das erinnerte mich ein wenig an früher, wie es mal im Karli war.“

    Wie ist es denn heute ?

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  • Antje sagt:

    Es ist distanzierter und tatsächlich freudloser geworden. Das wird schon wieder, so hoffe ich. Aber das ist jetzt auch ein anderes Thema, dass meiner Meinung nach nicht an dieser Stelle vertieft werden muss. Mir ging es mehr um die Fan-Spielerinnen-Anfeuerungen nach dem Spiel in Wolfsburg, die ich sehr schön und unterhaltsam empfand. Während der Übertragung fiel mir auf, dass es diese Auswüchse schon lange nicht mehr in Potsdam gab.

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  • MariaOzawaFan sagt:

    @Antje,

    danke für die Infos. 🙂

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  • Ina sagt:

    Ein hart umkämpftes Spiel, in dem nicht nur die Potsdamerinnen ausgeteilt haben. Da ich eher ein „Harmonie“-Fan bin halte ich nichts von Auspfeiffen, Ausbuhen oder schadenfrohem Klatschen.
    Die Fouls von Anonma und Yango waren schon etwas heftiger und wurden zu Recht mit Karten geahndet. Am entrüstendsten fand ich allerdings das Verhalten einer Wolfsburger Spielerin gegenüber der verletzten Yango. Nachdem Yango Müller gefoult hatte und sich dummerweise selbst dabei wehgetan hat, kam eine Wolfsburgerin (ich glaube es war Jakabfi) energisch auf sie zu und zerrte sie heftig am Arm, um sie hochzuziehen. Emotionen hin oder her, Wut hin oder her, Theatralik hin oder her. Ich glaube nicht, dass Yango die Schmerzen an dieser Stelle simuliert hat zumal sie den Rest ihrer Spielzeit nicht mehr wirklich rund lief. Solche emotionsgeladenen Reaktionen sind ebenso wenig Fairplay wie harte Fouls und sollte man zügeln. Ich hätte mir hier auch eine Ermahnung der Schiedsrichterin an die Wolfsburgerin gewünscht, die soweit ich sehen konnte jedoch nicht erfolgte. Ohne derartiger Ermahnungen kann so ein Spiel auch mal ganzschön aus dem Ruder laufen und sich Nicklichkeiten häufen, wie man in der Szene unmittelbar danach sehen konnte, in der Anonma Gelb sieht, weil sie den Ball nochmal wegstupst, woraufhin sie von Goeßling geschubst wird, was wiederum auch nicht ermahnt wurde.
    So ist Fußball zwar manchmal, aber öfter sehen möchte ich sowas auch nicht.

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  • Detlef sagt:

    @Ina,
    Ich danke Dir wirklich sehr für Deinen Beitrag, und kann ihn absolut unterstützen!!!
    Allerdings wurden AYOMAS Fouls nicht mit Karten bestraft, sondern entweder das kurze Ball wegstubsen, oder wie es der DFB-TV-Kommentator vermutete wegen Meckerns!!!

    Die Karten für GRACE YANGO muß man vielleicht etwas distanziert sehen!!!
    In beiden Fällen war es ein klares Foul, aber waren es auch absichtliche oder „gesundheitsgefährdende“???
    Das Erste war wohl eher unglücklich, denn sie rutscht beim Tacklingversuch weg, und bringt dadurch Martina Müller zu Fall, und verletzt sich dann auch noch dabei!!!
    Auch das zweite Foul war eher tolpatschig als absichtlich oder grob fahrlässig!!!
    Da gab es vorher viel klarere Situationen (unter Anderem ein klares Handspiel von YUKI, das absichtliche Nachhaken von AYOMA, die Sense von Goeßling gegen JENNY CRAMER, das Schubsen von Goeßling gegen AYOMA, oder das angesprochene Zerren von Jakabfi am Arm der verletzten GRACE, wo eine Karte angebracht gewesen wäre!!!

    Also wenn Frau Baitinger bei GRACE 2x Gelb zeigt, und alle Anderen mit Ermahnungen (oder auch ganz ohne) davon kommen, darf man doch schon mal leicht ins Grübeln kommen!!!

    @Anje,
    Die Bindung der Spielerinnen zu den Fans muß erst wieder wachsen!!!
    Wie viele Spielerinnen sind denn noch aus der „guten alten Zeit“ dabei???
    Außer ULLA und JENNY ZIETZ, eventuell noch FELIX, sind doch die Meisten noch relativ neu im Kader!!!
    So etwas braucht halt Zeit!!!

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  • jochen-or sagt:

    Anders als andere hier finde ich die Stimmung im Karli gegenüber der Mannschaft immer noch o.k..
    Es ist eben auch eine wenig schwieriger, sich mit einer verpflichteten Ausländertruppe zu identifizieren als mit einer jungen Eigengewächsmannschaft wie 2008/9 – und Wolfsburg schwimmt im Erfolg, der für die Zuschauer zudem ganz neu ist.

    Laut VG kommen übigens jetzt die Hegerberg-Schwestern Andrine (19) und Ada (17) von Stabaek (letztes Jahr Kolbotn) eine Woche nach Potsdam.

    http://www.vg.no/sport/fotball/kvinner/artikkel.php?artid=10048031

    Ada hat beim 4 : 0 im Pokalfinale gegen Röa in der ersten Halbzeit einen lupenreinen Hattrick geschossen und war wirklich sehr stark gegen eine allerdings recht schwache Abwehr von Röa, in der Kapitänin Siri Nordby ihr letztes und leider schwaches Spiel absolvierte.
    Andrine spielt im Mittelfeld (siehe U 20 WM) – sie wäre aber m.E. noch nicht die aktuell erforderliche Verstärkung. Ada ist Mittelstürmerin und scheint das größere Talent zu sein. Schröder wäre für beide jedenfalls der richtige Trainer.

    Leider kann man im Ausland DFB.TV aus Rechtegründen nicht sehen.
    Daher kann ich zum Spiel nichts sagen.

    Ehrlich gesagt hatte ich einen wesentlich klareren Sieg von Wolfsburg erwartet. Schade, dass es dann so „glücklich unglücklich“ gelaufen ist. Aber der hier geschilderte Spielverlauf war nach dem Auftreten der letzten Wochen doch absehbar und auch ohne Weiteres das schwache Spiel verzeihlich. Man kann nur allen (Rest-)Turbinen einen Dank für die wirklich aufopfernden Bemühungen der letzten Wochen aussprechen. Die Pause muss für die aufrechten 12-13 bald kommen.
    Es ging und geht unter all diesen Umständen dieses Jahr sowieso nur um die CL-Quali – und allein schon diese wäre eine mehr als großartige Leistung.

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  • Antje sagt:

    @Detlef

    Das denke ich ebenfalls. Allerdings gibt es beim Vfl auch einige Neulinge seit dieser und letzter Saison, allerdings bekanntere Namen, alte Hasen sozusagen, das füge ich hinzu.
    Bei den Übertragungsbildern wurde ich halt ein wenig wehmütig, das musste mal raus.
    Doch der Stadionsprecher… ach, was soll’s. Ich freue mich auf den kommenden Spieltag. Ein Heimspiel 😉

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  • Lakshmi sagt:

    @jochen-or,

    hier in England kann man DFB-TV empfangen. Ausnahme sind manche Berichte von der N11.

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  • waiiy sagt:

    @Detlef u. jochen-or:

    Mehr durch Zufall (weil meine Tochter danach auf dem Platz spielte) habe ich am Sonntag fast das ganze Spiel von Turbine II gegen Cloppenburg gesehen. Da war ca. die Hälfte der 1. Mannschaft als Zuschauer (plus Gast aus Malmö…) da. Da wurde auch locker mit den Fans geplaudert. Ich denke, dass die Stimmung rund um die Spiele zur Zeit sehr angespannt ist, weil die Spiele halt auch nicht mehr so locker gewonnen werden in der jetzigen Situation. Aber wenn man die Mädels dann neben dem Platz erlebt, kann man sich auch schnell wieder näher kommen. Schön war beispielsweise auch, dass Sonntag eben auch Lisa und Natasa dabei waren. Wie ich hörte, waren sie später noch beim Judo, wo dann auch die US-Fraktion dabei war.

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  • grammfon sagt:

    Bzgl. Stimmung: Mir scheint es, dass alle in Potsdam die neue ‚multi-kulti‘ Identität angenommen haben. Dies sieht man, wenn man z.B. die ganzen Fahnen der verschiedenen Nationen sieht, die immer im Stadion hängen. Da ist ja eigentlich auch was schönes dran.

    Und auch die Spielerinnen scheinen es zu mögen. Ich hatte in London beim Arsenal Spiel die große Ehre, die Familie von Lisa Evans kennen zu lernen. (Übrigens alles große Turbine Fans, die auch oft in Potsdam im Stadion dabei sind.) Die haben mir erzählt, dass die neuen Spielerinnen sich alle in Potsdam sehr wohl fühlen, und dass gerade der internationale Charakter der Mannschaft viel dazu beiträgt. Und ähnliches hört man ja auch öfters von den verbliebenen Deutschen bei ‚Turbine Zum Anfassen‘.

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  • be sagt:

    @jochen-or:
    Da scheint meine Vermutung ja so falsch nicht gewesen zu sein. Schröder äußerte sich ja gegenüber Potsdameins nach dem Heimspiel gegen Arsenal bezüglich Verpflichtungen zur Winterpause so: Ausländer aus dem Norden, diese Saison bereits CL gespielt, aber ausgeschieden. Und da beide Hegerbergs schon vor längerer Zeit als Ziel ausgaben, irgendwann in Deutschland spielen zu wollen und Potsdams Mittelfeld derzeit nicht den besten Eindruck macht, hatte ich zumindest Andrine durchaus auf dem Zettel als potentielle Verpflichtung.

    Zurück zum Spiel: Bei Yango dürfte ihr zuvor praktisch nicht existenter Einsatz in der Bundesliga auch zu einer Übermotivation geführt haben, die halt gegen einen Gegner wie Wolfsburg nicht zielführend ist. Hier sollte das Trainergespann die in Potsdam nicht ganz unübliche Methode, Spielerinnen in brenzligen Situationen ins kalte Wasser zu schmeißen, gründlich überdenken.

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  • MariaOzawaFan sagt:

    Ich stimme be zu. Gerade BS hätte vom Arsenal Hinspiel mit der Einwechslung von Wiebke Meister lernen sollen, zumal er ja noch Mirlach auf der Bank hatte. Kein Vorwurf an Yango die noch jung und unerfahren ist.

    Zu den beiden Norwegerinnen: Ich denke sie sind richtig große Talente, aber ob sie wirklich eine Verstärkung wären – falls sie kommen?
    M.E. bräuchte TP eher zwei erfahrene Spielerinnen, eine Außenverteiderin und eine zentrale Mittelfeldspielerin.
    Mit dem jetzigen Personal dürfte selbst die CL-Quali schwierig werden,
    selbst wenn ein paar der Verletzen zur Rückrunde wieder fit sind.
    Von diesen Langzeitverletzten darf man keine Wunder erwarten.
    Mal abwarten was in der Winterpause so passiert.

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  • Jennifer sagt:

    @Jochen-or: Bzgl. DFB-TV, also ich bin immer wieder beruflich im Ausland und habe mich jetzt echt geärgert, dass DFB-TV plötzlich auch geo-block benutzt. Habe jetzt das Express VPN und damit kannst du dich beliebig in den USA, UK und Deutschland einwählen. Klappt bei mir von Asien aus wunderbar. Vielleicht hilft dir das?

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @grammfon
    Wohlfühlfaktor hin oder her, entscheidend ist doch die Leistung in den wichtigen Spielen und die war doch arg limitiert und gegnerfreundlich ausgelegt. Ausserdem ist es einfach, sich gut zu verstehen, wenn man Erfolg hat, wenn der aber ausbleibt und man scheinbar dennoch zufrieden ist und alles nach Friede, Freude, Eierkuchen aussieht, beginne ich spätestens dann, mir meine Gedanken zu machen.
    Reibeflächen, wie der teaminterne Konkurrenzkampf, sind da wohl eher förderlich, weil leistungsstimulierend. Fehlt dieser aber, weil immer eine Notelf aufläuft, dann kommen eben auch Ergebnisse raus, die bei den Betreffenden kaum Kritik greifen lassen. Anlaß zum Überdenken der eigenen Leistung ist da eher selten anzutreffen, und wenn, dann ändert sich dennoch nichts Grundlegendes.

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  • DAWIDenko sagt:

    „Ich stimme be zu. Gerade BS hätte vom Arsenal Hinspiel mit der Einwechslung von Wiebke Meister lernen sollen, zumal er ja noch Mirlach auf der Bank hatte. Kein Vorwurf an Yango die noch jung und unerfahren ist.“

    Die Einwechslungen sind natürlich der dünnen Personalsituation geschuldet.
    Aber für den Aussenstehenden kommt sie schon seltsam vor.
    Yango war auch mehr mit Defensiv-Aufgaben bedacht.
    Da wre Mirlach vor der Abwehr mit Winters viellicht besser gewesen. Keelin hätte sich dann auch mehr nach vorne oriertieren können.
    Sara Doorsoun wäre dann auf rechts gerückt, Toni auf links.
    Vielleicht hätte man Yango eher zum Schluss für die Offensive bringen können, evtl. für Anonma, die keinen guten Tag hatte, und auch schon vorher eher durch Fouls aufgefallen war.

    Weiss jemand was eigentlich mit Erica Dillmann ist?
    Und wie es bei Chantal de Ridder mit ihrem Heilungsprozess ausschaut.
    Sie ist seit nunmehr einem Jahr verletzt.

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  • Detlef sagt:

    @DAWIDenko,
    Laut diesem Spielbericht auf der TP-HP, , spielte ERI in der Zweiten in Cloppenburg!!!
    Was mit CHANTAL ist würde ich auch gerne wissen!!!

    @Frau Fußball,
    Ich stimme Dir zu!!!
    Wenn sich die Mannschaft quasi von selbst aufstellt, ist an Leistungsdruck nicht wirklich zu denken!!!
    Es fehlen einfach die Alternativen auf der Bank!!!

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  • Speedy75 sagt:

    Bei Turbine deuten sich wohl schon evtl. Winterwechsel an nachdem man angeblich die beiden Schwestern Andrine und Ada Hegerberg zum Probetraining eingeladen hat.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    > Bei Turbine deuten sich wohl schon evtl. Winterwechsel an nachdem man angeblich die beiden
    > Schwestern Andrine und Ada Hegerberg zum Probetraining eingeladen hat.

    Genau das hatte ich vor paar Tagen bereits geschrieben als BS im Interview von der Verpflichtung von „Nordländern“ sprach, aber man sich eher auf die schwed. Torhüterin Nillson einschoss.
    Die anders terminierte Saison in Skandinavien ist geradezu blendend geeignet, sich in der Winterpause durch Verpflichtungen aus diesen Ländern zu verstärken. Ich tendiere aber unverändert zu Schwedinnen und konkret zu Malin Diaz aus dem Abstiegsteam von AIK und hoffe es liest endlich mal jemand, der sie bei TP auf die Liste setzt. Ein Wechsel ist wegen des Abstiegs des Hauptstadtklubs vertraglich sicher kein Thema.

    (0)
  • DAWIDenko sagt:

    @Detlef:

    Danke für die Info.
    In den letzten Spielen war Eri meines Wissens nicht mehr im Kader. Deshalb hatte ich mich schon gewundert und befürchtet ob sie evtl. auch noch verletzt ist.

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  • grammfon sagt:

    @SF: Mein Kommentar galt ausschließlich dem Thema ‚Stimmung‘, im Stadion und in der Mannschaft. Und da kann doch wirklich keiner dagegen argumentieren, dass eine gute Stimmung auch für die Leistung gut ist.

    Dass eine gesunde(!) Konkurrenz auch gut für die Leistung ist, ist ebenfalls selbstverständlich. Und klar tut sich da Turbine zur Zeit mit den vielen Verletzten schwer.

    Den Leistungsdruck werden die Spielerinnen jetzt aber mMn spätestens nach dem Wolfsburg Spiel selbst empfinden und dafür bedarf es auch nicht unbedingt einen Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft. Dieser Leistungsdruck wird schon durch einen Blick auf die Tabelle klar. Aber wie können wir den Turbinen helfen, wieder an ihre wahre Leistung anzuknüpfen? Mit Stimmung!

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  • waiiy sagt:

    @DAWIDenko: Eri hat in dem Spiel auch einen guten Eindruck hinterlassen. Insgesamt hatte ich Sonntag das Gefühl, dass auch die 2. Mannschaft wieder ein wenig gestützt werden soll. Immerhin spielten auch Wibke Meister und Kristin Demann (das 3. Mal in Folge) sowie Ann-Kathrin Berger mit. Man will wohl verhindern, dass die 2. Mannschaft bedingt durch die Einsätze der Leistungsträgerinnen in der 1. Mannschaft zu sehr abrutscht.

    Ich bin gespannt, wann Kristin Demann wieder im Kader der 1. Mannschaft auftaucht. Sie machte am Sonntag auch einen guten Eindruck und scheint auch konditionell auf der Höhe zu sein.

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  • speedy75 sagt:

    @waiiy
    Schönen Dank für die Info zu Kristin Demann, wenn ich das richtig sehe spielte sie ja nun schon das 3te mal bei der 2ten nach ihrer Verletzung durch.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @grammfon
    > Aber wie können wir den Turbinen helfen, wieder an ihre wahre Leistung anzuknüpfen? Mit Stimmung!
    Hm, die Stimmung auf den Tribünen ist doch auch ein Spiegelbild des Erfolgs, d.h. wenn´s da sportlich nicht läuft, wie kann man(n) ohne zu heucheln, positiv Stimmung ausstrahlen bzw. verbreiten.
    Der eine o. andere Zuschauerpfiff bei schlechter Leistung auf dem Platz sollte doch auch als Ansporn gesehen werden! Das ist wie mit der geschriebenen o. gesprochenen Kritik, wenn diese stimmt, ist sie Bestandteil der Fehleranalyse und gleichzeitig eine erste Hilfe für’s Bessermachen. Leistungen kaschieren und aufmunternd wirken sind für mich 2 Paar verschiedene Schuhe.
    Ich kann mich nicht damit zufriedengeben, wenn nach einem gegen die Wand gefahrenem Punktspiel, einhergehend mit dem deutlichen Verlust der Tabellenspitze, das Gros der Spielerinnen lachenden Gesichts auf Fotos zu sehen ist, oder auch vor laufender Kamera und Mikrofon in Erstere gegrient und einer ersten Spielanalyse mit Drumrumgerede aus dem Weg gegangen wird.
    Zu einer gelebten Professionalität gehört das jedenfalls nach meinem Verständnis nicht!
    Anders verhält es sich da mit der Yuki Absage zur Verleihung dieser Auszeichnung, die sie zwar vermutlich sowieso nicht gewonnen hätte, aber de facto ein deutliches Zeichen von ihr ans Team und dem Verein ist!

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  • grammfon sagt:

    @SF: Da sind wir dann anderer Meinung. Ich denke nämlich, dass die Fans immer hinter der Mannschaft stehen sollten, auch wenn es mal nicht so gut läuft. Und klar muss es Kritik geben, aber da können wir uns auf Schröder verlassen, dass er diese Kritik auch ausspricht. Außerdem würde ich den Spielerinnen auch zutrauen, genügend selbstkritisch zu sein. Das muss aber nicht bedeuten, dass sie dann nach einem verlorenen Spiel (gegen den Titelfavoriten) deprimiert sein müssen. Denn wenn die Spielfreude fehlt, dann fehlt meist auch auf dem Platz die Leichtigkeit. Und daher ist es für mich ein gutes Zeichen, wenn die Spielerinnen jetzt nach diesen schweren Monaten auch noch lachen können.

    Aber gut, jetzt gibt es erst mal zwei relativ ‚einfache‘ Spiele zu hause und dann können sich alle eine wohlverdiente Pause nehmen und nach Weihnachten mit neuer Kraft zurück kommen.

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  • Sheldon sagt:

    @SF: Sie hätte sowieso keine Freistellung bekommen, da kann man das wohl kaum als freiwillige Absage sehen!

    Darüber hinaus gehört es nun einmal, wie du richtig sagst, zur Professionalität dazu, mal richtig auf die Kacke zu haben, eben nicht das Standardgrinsen für DFB-TV aufzusetzen, sondern auch mal Emotionen rauszulassen. Und ich sehe da bei Potsdam noch immer das größte Potential von allen Spitzenklubs, Sarholz, Zietz, Hanebeck und Doorsoun sind ganz sicher keine Spielerinnen, die die Schnauze halten, wenn es schlecht läuft. Das macht auch ein gutes Team aus.

    Bayern spielte zu der Zeit am erfolgreichsten, als sich die Spieler am meisten mit der Öffentlichkeit und untereinander gekloppt haben. Mit Matthäus, Kahn, Basler, Effenberg, Jancker, Scholl, Ziege und Jeremies hatte man zeitweise ein unglaubliches Pulverfass im Kader, das aber sportlich überragend war.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @grammfon

    > @SF: Da sind wir dann anderer Meinung. Ich denke nämlich, dass die Fans immer hinter der
    > Mannschaft stehen sollten, auch wenn es mal nicht so gut läuft.

    D.h. im Umkehrschluß, dass z.B. bei einem verschossenen 11er dennoch gejohlt und applaudiert werden soll? Wenn man Gegentreffer hinnehmen muss ebenso? Wenn kaum ein Zuspiel bei der eigenen Mitspielerin ankommt und selbst 100%ige Torchancen in Serie liegengelassen werden, soll man Klatschen, Trommeln und die Ratsche drehen wie wild?
    Ich glaub`s nicht, dass die Fankultur so gepolt ist!
    Und wie bereits geschrieben, hinter der eigenen Mannschaft stehen ist sowas von allgemein dahergeschrieben, das ich behaupte, dass trifft auch dann zu, wenn man mal seinen Unmut durch einen Pfiff oder eine kritische Äußerung bzw. Geste rauslässt. Deswegen muss man nicht gleich seine Grundhaltung zum Team und Verein neu definieren oder gar das Team wechseln!

    @Sheldon
    Deine Behauptung bzgl. einer Nichtfreistellung von Yuki halte ich ohne genaue Kenntnis einer zuverlässigen Quelle für absolute Banane! 🙁

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  • Katerli sagt:

    sollte diese ganze Diskussion nicht mal in größeren historischen Dimensionen betrachtet werden?
    Zu Beginn der Saison waren alle Potsdamer Fans verunsichert, was nach diesem Aderlass passieren wird mit der Mannschaft.
    Schröder selbst hat kleine Brötchen gebacken, es benötigt wieder eine Findungsphase oder so ähnlich, hat er gesagt. Dann liefen die allerersten Spiele sehr gut und auch da hat er noch formuliert: Ziel der Saison 12/13 – in der CL so weit wie möglich kommen; das Pokalenspiel erreichen, den Kampf um die Verteidigung des Meistertitels aufzunehmen.
    Dann lief es bis zum Frankfurtspiel super und plötzlich haben alle (vom Trainer bis zu den Fans) die Maßstäbe verloren. Und das trotz der vielen Verletzungen und Krankheiten. Wie soll da eine gefestigte Mannschaft (!) spielen, wo jeder genau weiß, wo und wie der andere spielt (wie das eben bei Wolfsburg der Fall sein kann und so schön anzuschauen ist).
    Es wird gemeckert … Die so schon angeschlagene Psyche der Spielerinnen leidet.
    Am Vorabend des Wolfsburgspiels hat Schröder seine Mannschaft als Außenseiter bezeichnet, viele hier haben befürchtet, dass es eine Klatsche für Turbine mit hoher Niederlage gibt.
    Dann schlägt sich die Mannschaft – wenn auch nicht gut – aber wacker, und verliert nur 1:2. Warum muss man dann deshalb den Kopf hängen lassen? Erfolgreich wurde Schlimmeres verhindert. Und das trotz gravierender Einwechselfehler des Trainerstabs. Und dann beschimpft Schröder auch noch die Frauen …
    Wenn er so die guten Spielerinnen halten will, nach ich weiß nicht.
    PS @grammfon: wenn ich mich richtig erinnere, ist im Dezember auch noch das nächste Pokalspiel. Die Auslosung erfolgt morgen in der Halbzeitpause des Länderspiels, und da könnte nochmals ein schwerer Brocken auf die Frauen zukommen. Dazu benötigen Sie psych. Stabilität und die bekommen sie nur durch die Trainer und wenn wir Fans hinter ihnen stehen, wie du so richtig schreibst

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  • Sheldon sagt:

    @SF: Glaubst du wirklich, dass Schröder für so einen Anlass 3 Punkte riskieren würde? Spätestens nach Anonma sollte er belehrt sein! Das wird er auch nicht so schnell wieder machen! Wenn der asiatische Bund meint, seine Ehrung nicht in der allgemeinen Winter- bzw. Sommerpause vornehmen zu müssen und dann solche Regeln aufstellt, dann tut es mir leid für ihn. Damit schneidet er sich nur selbst ins Bein!

    Ich als Trainer würde jedenfalls bei der Personallage keiner Spielerin eine Freistellung geben, und sei es für die Weltfußballerwahl selbst. Das Team ist immer wichtiger als die einzelne Spielerin, denn erst das Team macht die Spielerin zu dem, was sie ist!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Katerli
    > Erfolgreich wurde Schlimmeres verhindert.
    Hä, da muss ich Dich doch gleichmal fragen, was das sein soll, das Schlimmere?
    1. Drei Punkte in der Meisterschaft an einen unmittelbaren Mitkonkurrenten angegeben.
    2. Drei Punkte Differenz auf diesen (bei 1 Spiel mehr).
    3. Einseitiges Spiel mit 95%iger Belagerung des TP-Tores.
    Was gibt es da Schlimmeres? Die von mir als durchaus auch möglich gewesene 9:1-Schlappe, wenn der Vfl seine Chancen konsequenz in Tore umgemünzt hätte!
    Klar, da muss man natürlich äußerst zufrieden sein und eine Kerze mehr in der FF-Kirche anzünden.
    Solche verklärte Blickweisen erlaube ich mir nicht, weil das ist Schönrederei und -färberei und nichts anderes!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Sheldon

    > @SF: Sie hätte sowieso keine Freistellung bekommen, da kann man das wohl kaum als freiwillige Absage sehen!

    Also doch keine verlässliche Quelle, sondern nur Deine Sichtweise inkl. vagen Versuchs, sich in BS hineinzuversetzen…
    Woher ahnte ich das bloss? 🙁

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  • MariaOzawaFan sagt:

    Katerli schrieb:
    „..Am Vorabend des Wolfsburgspiels hat Schröder seine Mannschaft als Außenseiter bezeichnet..Und dann beschimpft Schröder auch noch die Frauen …“

    @Katerli,
    gibt es einen Link dazu? Ich konnte nirgendwo Aussagen von BS nach dem Spiel finden.

    „Dann schlägt sich die Mannschaft – wenn auch nicht gut – aber wacker, und verliert nur 1:2. Warum muss man dann deshalb den Kopf hängen lassen?“

    Wenn man nur das Ergebnis sieht, war es nicht schlimm. 2:1 auswärts bei dem Meisterschaftsfavoriten zu verlieren ist wirklich keine Katastrophe. Erschreckend war der Spielverlauf, ein Klassenunterschied in Halbzeit eins. Hätte WOB seine Chancen genutzt wäre es wahrscheinlich 6:1 oder höher ausgegangen und das wäre doch wirklich dramatisch.

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  • FFFan sagt:

    @ Katerli:
    „Schröder selbst hat kleine Brötchen gebacken…“

    Tut mir leid, aber das habe ich anders in Erinnerung. Schon vor dem ersten Spieltag tönte Potsdams Trainer, dass seine Mannschaft ganz bestimmt nicht schlechter sei als letzte Saison. Und in der CL wurde forsch der Titelgewinn als Ziel ausgegeben; darunter mache man es quasi nicht.
    So wurden die aufgrund der Erfolge der letzten Jahre ohnehin hohen Erwartungen noch mehr geschürt. Dementsprechend groß ist jetzt nach dem frühen Ausscheiden in der ‚Königsklasse‘ und dem ernüchternden Auftritt in Wolfsburg die Enttäuschung!

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  • Katerli sagt:

    @MariaOzawaFan:
    bei der DFB-Live-Übertragung konnte man ihn am Rande oft schimpfen sehen, aber das ist man ja gewöhnt
    aber nach Abpfiff war eine kurze Szene zu sehen, wo er Sarah D. ziemlich schlimm „angemacht“ hat. Ich weiß nicht, ob das Spiel noch in ganzer Länger bei DFB-TV hinterlegt ist.
    Na klar, der Klassenunterschied war zu sehen, aber der ist im Augenblick aus vielen Gründen die Normalsituation und das sollte man auch so sehen. Und ich frage mich darüber hinaus, welchen Anteil hat BS selbst an dieser Situation? Zu psycholog. Fragen habe ich ja schon geschrieben. Aber wie kommt es , dass das Passspiel u.a. nicht klappt. Kann das nicht auch am Training liegen? Allein mit Kondition kann man heute kein Fußballspiel mehr gewinnen

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  • MariaOzawaFan sagt:

    @Katerli,

    das Spiel gibt es bei DFB-TV zu sehen. Die einzige Turbine die nach dem Spiel kurz was sagen darf ist Draws.
    Ja, er hat Sarah ganz schön angebrüllt, aber das ist leider nichts Neues :-(. Sarah hat aber ganz schön zurückgebrüllt. 🙂

    „Aber wie kommt es , dass das Passspiel u.a. nicht klappt. Kann das nicht auch am Training liegen?“
    Woran es liegt weiß ich auch nicht. Das sie es besser können haben sie ja schon gezeigt.

    Vielleicht war das Pressing von WOB so stark,
    vielleicht lag es an dem nassen Rasen, vielleicht Konzentrationsfehler bedingt durch Müdigkeit?

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  • enthusio sagt:

    Traurige Nachricht für alle Potsdam-Fans: Inka Wesely hat es erneut erwischt.
    Link: http://fansoccer.de/8190/erneuter-kreuzbandriss-bei-inka-wesely/

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  • waiiy sagt:

    Inka tut mir echt leid. So ein Schicksal wünscht man wirklich niemandem!

    Ich hoffe, dass die Genesung komplikationslos verlaufen wird und dass sie wieder angreifen kann.

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  • speedy75 sagt:

    Da wünsche ich Inka Weseley auch gute Besserung. Ist ja echt bitter in so kurzer Zeit gleich 2 mal die selbe Verletzung.

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  • Detlef sagt:

    Zunächst einmal gute Besserung an INKA!!!
    Kopf hoch Mädel, es kommen sicher wieder bessere Zeiten!!!

    @Katerli,
    FFFan hat absolut Recht, Schröder hat vor der Saison gesagt, daß die „neue Mannschaft“ nicht schlechter sein wird als die letzte!!!
    Und damit legte er selber die Meßlatte ziemlich hoch!!!
    Das dies zumindest im Moment nicht beweißbar ist, da einige wichtige Leistungsträgerinnen krank, angeschlagen oder verletzt sind, macht ihn damit aber nicht zum Lügner!!!

    Und warum können wir nicht endlich damit aufhören, die Kritiker (egal an welcher Mannschaft) immer wieder als „Meckerer“ hinzustellen???
    Bernd Schröder hat selber immer wieder gefordert, daß es in Deutschland endlich wieder eine Streitkultur geben soll!!!
    Dieses „alles ganz toll, alles super, wird schon wieder“-Geschwafel bringt keinen auch nur einen Millimeter vorwärts!!!
    Die Spielerinnen wissen doch selber wenn sie Fehler machen!!!
    Ich würde mir da absolut verarscht vorkommen, wenn mir nach so einem Spiel jemand auf die Schulter klopfen würde, und „gutes Spiel, gut gemacht“ ins Ohr flöten würde!!!
    Also was ist so schlecht daran, wenn man diese Fehler offen anspricht, und über Lösungen und Möglichkeiten offen diskutiert???
    Es wird ja keine Spielerin hier beschimpft oder runtergemacht, wie das im MF Gang und Gäbe ist!!!
    Man sollte auch nicht alles schlecht reden, daß ist schon richtig!!!
    Die Abwehrschlacht hat zumindest gezeigt, daß man sich bei TURBINE nicht in seiner Limitiertheit ausgeruht hat, sondern statt dessen die Arschbacken zusammengekniffen, und den Kampf gegen einen (zumindest an diesem Tag) übermächtigen Gegner angenommen und gekämpft hat!!!

    Und ich gebe Dir auch darin Recht, daß man so zumindest Schlimmeres verhindert hat!!!
    Es ist sicherlich auch so schon schwer genug, die knappe und letztlich auch unglückliche Niederlage zu verdauen!!!
    Aber wenn man mit einem 1:7 oder 1:8 aus Wolfsburg nach Hause gefahren wäre, hätte das wahrscheinlich einen unheilbaren Knacks im Selbstvertrauen gegeben!!!
    Somit ist der Blick aufs reine Ergebnis wesentlich angenehmer!!!
    Und die Tatsache, daß man nur in Unterzahl gegen so einen starken Gegner die 2 Gegentore kassiert hat, läßt zumindest fürs Rückspiel etwas hoffen!!!

    Ob das mangelhafte Paßspiel der letzten Spiele etwas mit dem Training von Schröder zu tun hat, habe ich mich auch schon länger gefragt!!!
    Aber sie haben es in dieser Saison (mit dieser neuen Mannschaft) auch schon ganz anders zelebriert, und nicht nur gegen schwächere Teams!!!
    So hat man gegen Frankfurt ein deutliches Chancenplus herausgearbeitet, und gegen Arsenal immerhin 3 Tore und etliche Chancen!!!
    Sie können es also, wenn sie fest an sich glauben!!!

    Es ist also ein dummes Märchen, daß man in Potsdam nur Waldläufe und Sprints im Training übt!!!
    Oder glaubst Du im Ernst, daß man so viermal in Folge deutscher Meister geworden wäre???

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