Personalsorgen beim 1. FFC Frankfurt

Von am 20. November 2012 – 17.25 Uhr 20 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist 1. FFC Frankfurt hat weiter mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Nach dem Kreuzbandriss von Fatmire Bajramaj fallen nun auch noch Dzsenifer Marozsán und Kim Kulig aus.

FFC-Spielerin Marozsán zog sich bei der 2:4-Niederlage beim VfL Wolfsburg eine linksseitige Adduktorenzerrung zu und wird im Heimspiel gegen den SC 07 Bad Neuenahr am kommenden Sonntag, 25. November, nicht zur Verfügung stehen. Ein Einsatz ist frühestens beim Auswärtsspiel gegen den FC Bayern München eine Woche später am Sonntag, 2. Dezember, wieder möglich.

Dzsenifer Marozsán

Dzsenifer Marozsán wird sowohl der Nationalelf als auch dem 1. FFC Frankfurt fehlen © Nora Kruse / ff-archiv.de

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Ohne Kulig und Marozsán
Noch schwerer wiegt die Verletzung von Kim Kulig, die sich bei einem Zusammenstoß im Training einen Nasenbeinbruch zugezogen hat. Sie wird dem 1. FFC Frankfurt voraussichtlich bis zum Jahresende und somit in allen drei verbleibenden Spielen fehlen. Beide Spielerinnen fallen damit auch für das Länderspiel der DFB-Elf gegen Frankreich am Donnerstag, 29. November (ab 15.15 Uhr live in der ARD) in Halle an der Saale aus.

Bretigny fraglich, Peter kann spielen
Gegen den SC 07 Bad Neuenahr steht auch hinter dem Einsatz von Stürmerin Sandrine Bretigny noch ein Fragezeichen, die nach wie vor an einer Knieverletzung laboriert. Entwarnung gab es dagegen für Babett Peter, die sich im Spiel beim  VfL Wolfsburg eine schwere Schienbeinprellung zugezogen hatte.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

20 Kommentare »

  • Ralf sagt:

    Also wenn für den -ach- so stark besetzten FFC Kader 4 Verletzungen Personalsorgen hervorruft – dann kann ich da nur lächeln 😀

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  • Michele sagt:

    @Markus

    Maro ist nicht die Spielführerin des FFC Frankfurt, sondern nadine Angerer!

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  • enthusio sagt:

    Das sind ja keine schönen Nachrichten aus Frankfurt. Zumindest kann jetzt Behringer wieder zeigen, dass sie ihre alte Form wiedergefunden hat.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Michele: Oops, ist korrigiert. 😉

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  • Sheldon sagt:

    @Markus: Crno ist doch auch noch gesperrt, wenn ich richtig zähle, oder? Schätze mal, dass das auch auf Chojno zutrifft.

    Jetzt kann Frankfurt mal zeigen, dass sie auch mit 10 Abwehrspielerinnen ein Spiel gewinnen können^^

    Aber ganz ehrlich, Potsdam spielt seit Saisonbeginn mit der zweiten Elf, da sollte das bei Frankfurt auch funktionieren.

    Drücke aber trotzdem Bad Neuenahr die Daumen, ist doch klar 😉

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  • Speedy75 sagt:

    Den Verletzten auf jeden Fall gute Besserung.

    Wenn nun allerdings Frankfurt schon grosse Personalsorgen hat was muss dann erst in Potsdam oder bei anderen Bundesligisten los sein die noch mehr Verletzte zu beklagen haben?

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  • Lucy sagt:

    Gute Besserung an alle Verletzten 🙂

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  • FFFan sagt:

    Ich bin etwas erstaunt, dass bei Kulig gleich von einem Ausfall bis zur Winterpause ausgegangen wird. Gibt es nicht die Möglichkeit, mit einer Schutzmaske zu spielen?

    @ Sheldon:
    „Crno ist doch auch noch gesperrt, wenn ich richtig zähle, oder? Schätze mal, dass das auch auf Chojno zutrifft.“

    Nein, Chojnowski ist längst wieder spielberechtigt, hat inzwischen in der 2.Liga auch wieder gespielt. Sollte Bretigny tatsächlich ausfallen, wird aber wohl eher Jessica Wich zum Einsatz kommen.

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  • Katerli sagt:

    ich finde die Diskussion, wer mehr über verletzte Spielerinnen klagen „darf“ ziemlich obszön. Verletzungen sind immer furchtbar.
    Was mich weit mehr interessiert ist die Frage: Was ist die Ursache für die von Jahr zu Jahr stetig wachsende Anzahl von Verletzungen, und zwar zeitlich langen Verletzungen?
    Einer meiner Kollegen (kein Frauenfußballfreund) meinte, das zeigt eben, dass Fußball doch keine Sportart für Frauen ist. Ich teile die Meinung nicht, trotzdem ist auffällig, dass mit dem immer härter werdenden Spiel der Frauen auch die Zahl der Verletzten zunimmt. Früher wurde m.E. mehr Wert auf Technik gelegt.
    Und dann: welche Rolle spielt das härtere Training?
    Fragen über Fragen

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  • wfm sagt:

    @FFFan
    Ob der Einsatz einer Schutzmaske möglich ist, hängt davon ab, wie schwer oder wie kompliziert die Verletzung ist. Kulig wird bestimmt schnell wieder spielen wollen, aber wenn die Gefahr besteht, dass die Nasenatmung dauerhaft geschädigt werden könnte, wird sie wohl in den sauren Apfel beißen und längere Zeit pausieren müssen.

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  • Winter sagt:

    Wahrscheinlich denkt man schon wieder über die Rückkehr von Birgit Prinz nach.

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  • Sheldon sagt:

    @Winter: Diese Diskussion ist doch seit dem Rücktritt von Prinz aktiv, ohne Unterbrechung^^

    @Katerli: Generell teile ich die Einstellung auch nicht. Allerdings denke ich, dass es an bestimmten Spiel- und Trainingsstilen liegt, dass bestimmte Verletzungen wie Kreuzbandriss sehr häufig vorkommen. Da wäre vielleicht die stärkere Zusammenarbeit mit der medizinischen Abteilung, wie man das Training so abstimmen kann, dass beispielsweise um das Kreuzband stärkeres Schutzgewebe gebildet werdet.
    Auch im Spiel dürfte man da was umstellen können.

    Generell muss man aber sagen, dass gerade bei der zunehmenden Härte immer wieder Verletzungen unvermeidbar sein werden. Der weibliche Körper wird bei harten Sportarten immer angreifbarer sein als der männliche, das ist nunmal so. Das muss man dann auch in Kauf nehmen!

    Was mich nur stört: Diese immerwiederkehrenden Verletzungen bei manchen Spielerinnen nehmen immer mehr zu. Wenn man sich beispielsweise eine Wesely anschaut, da muss man wirklich umdenken, wie man da gegensteuert, sonst endet sie irgendwann wie Monique Kershowski in der Sportinvalidität!

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  • pmm... sagt:

    Die weiblichen Bänder sind von Natur aus weicher.
    Dadurch das im Spiel immer mehr der Körperkontakt gesucht wird lassen sich solche Verletzungen trotz bester Vorbereitung nicht mehr vermeiden. Meine Anregung wenigstens das stossen und schieben von hinten von den Schiris unterbinden zulassen. Bei den Männern ist mir das egal.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Wenn im heutigen Heimspiel gegen den SC07 diese Startelf steht:

    Nadine Angerer (1)
    Saskia Bartusiak (25)
    Saki Kumagai (4)
    Babett Peter (22)
    Bianca Schmidt (23)
    Ali Krieger (14)
    Simone Laudehr (11)
    Kerstin Garefrekes (18)
    Svenja Huth (15)
    Melanie Behringer (7)
    Sandrine Brétigny (27)

    frage ich nich schon nach der Berechtigung dieses Artikels! :oah:

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  • enthusio sagt:

    @Schenschtschina Futbolista:
    Wenn Ihr (Du und andere Potsdamfans hier im Forum )in Zukunft nicht mehr bei jeder Gelegenheit nach einer Niederlage zur Begründung auf die vielen verletzten Potsdamer Spielerinnen, die angeblich schlechten Schiedsrichterinnenleistungen und alles mögliche sonstige Elend, das Potsdam heimgesucht hat, hinweisen würdet, könnte ich mir eventuell vorstellen, solche Kommentare wie Deinen obigen zu verstehen und zu akzeptieren. Oder was beabsichtigst Du mit Deinem Kommentar ? Ich jedenfalls finde es absolut daneben, wenn sich Spielerinnen anderer Mannschaften verletzen und diese Tatsache von wem auch immer hämisch kommentiert wird. Bei drei verletzten Nationalspielerinnen ist es doch wohl berechtigt, von Verletzungssorgen zu sprechen, oder ? Ich würde mir auch wünschen, dass alle Mannschaften immer in Bestbesetzung gegeneinander antreten könnten, aber leider gibt es nunmal Verletzungen, Krankheiten, Sperren, Länderspielteilnahmen und andere Gründe, die das verhindern. Im übrigen ist der von Dir kritisierte Artikel sehr informativ und von allgemeinem Interesse.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Bitte kein Lesen der Zwischenzeilen und keinen Zusammenhang zu anderen Teams mit Verletztenproblemen bilden!
    Einfach nur das Schwarzgedruckte lesen, den Kader von Ff. gegenüberstellen und dann nachdenken und letztendlich schreiben!
    Deine an Unterstellung grenzende Aussage ist einfach lächerlich und bar jeder Vernunft. 🙁

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  • Sheldon sagt:

    @enthusio: Ich weiß nicht, was du hast. Wenn man mit ausschließlich N11-Spielerinnen oder ehemaligen N11-Spielerinnen antreten kann, dann braucht man keine Sorgen haben (das kann übrigens keine andere Mannschaft, selbst wenn sie in Bestform spielt).

    Bei Turbine spielen mit Jaques, Evans, Göransson, Anonma, Zietz, Yango, de Ridder, Ogimi, Andonova und Kulis überhaupt nur 10 Nationalspielerinnen oder ehem. N11-Spielerinnen, und davon fielen dieses Jahr Kulis, de Ridder, Andonova, Zietz, Evans und Göransson parallel aus.
    Dazu kommt noch der langfristige Ausfall von ehemaligen U-Nationalspielerinnen (Stammspielerinnen) wie Sarholz, Elsig, Demann, Wiegand, Wesely, Mirlach und Kemme. Dass sind insgesamt schonmal 13 Nationalspielerinnen, die Turbine diese Saison über weite Strecken gefehlt haben. Die Spielerinnen, die noch auf dem Feld stehen, haben entweder noch nie N11 gespielt (Naeher, Singer, Winters, Cramer) oder standen nur in U-Mannschaften (Draws, Doorsoun, Hanebeck). Spielerinnen wie Jaques und Evans spielen in Nationalmannschaften, die sich noch nie für eine WM qualifiziert haben, damit bleiben noch drei Spielerinnen, die auf dem Platz tatsächlich Weltklasse haben, Ogimi, Göransson und Anonma.

    Da muss schon ein bisschen mehr kommen, um sich hier zu beschweren. Unter Kahlert hätte eine solche Aufstellung überhaupt keiner Verletzung bedurft, Marozsan war konsequent außer Form, Bajramaj saß sowieso nur auf der Bank als Back-up für Behringer…

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  • melli sagt:

    ich möchte nicht gleich den artikel in frage stellen, aber zumindest sf in sofern recht geben, dass hier auf hohem niveau „gejammert“ wird..frankfurt ist, wie die namhafte aufstellung gegen neuenahr beweist, dennoch gut genug besetzt, das zu kompensieren..selbst die bank ist ja nicht ohne..ich stelle sehr wohl einen unterschied fest zur aktuellen situation bei turbine..und zudem ist es vergleichsweise tragisch, wenn in jena eine julia arnold ausfällt..aber wo steht da geschrieben, dass man personalsorgen hat??? natürlich wünsche ich allen verletzten gute besserung..

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  • FFFan sagt:

    @ melli:
    „ich möchte nicht gleich den artikel in frage stellen, aber zumindest sf in sofern recht geben, dass hier auf hohem niveau “gejammert” wird.“

    Da ist sicherlich was dran. Wenn von 17 Nationalspielerinnen im Kader vier fehlen, sollte das verkraftbar sein. Andererseits sind Kulig und Marozsan nicht gerade die Schlechtesten, ihr Ausfall ist fraglos eine Schwächung.

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  • Michael sagt:

    @enthusio:
    Danke für den Beitrag. Aber lass es lieber sein, es hat keinen Zweck, dem Ochs ins Horn zu petzen. Du hörst es ja: „Deine an Unterstellung grenzende Aussage ist einfach lächerlich und bar jeder Vernunft.“
    Wenn Markus Juchem es wagt, über den Ausfall der zwei wichtigsten Mittelfeldkräfte Frankfurts zu berichten und dabei das Wort „Personalsorgen“ in den Mund zu nehmen, dann ist doch klar, dass das übliche selbstgerechte und bigotte Geseiere losgeht.

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