Gegen Frankreich ohne Kim Kulig – Nadine Keßler rückt nach

Von am 20. November 2012 – 16.20 Uhr 37 Kommentare

Kim Kulig, Mittelfeldspielerin des 1. FFC Frankfurt, wird nicht am Länderspiel gegen Frankreich am Donnerstag, 29. November (ab 15.15 Uhr live in der ARD) teilnehmen können. Für sie rückt Nadine Keßler vom VfL Wolfsburg nach.

Die Mittelfeldspielerin des 1. FFC Frankfurt zog sich beim Training ihres Vereins einen Nasenbeinbruch zu. Kulig wird voraussichtlich bis zum Jahresende fehlen und somit auch in allen drei verbleibenden Spielen des 1. FFC Frankfurt in diesem Jahr nicht mehr teilnehmen können.

Bekommt Keßler eine Chance?
Keßler bestritt bisher in ihrer Karriere zwei A-Länderspiele als Einwechselspielerin, zuletzt am 1. März 2010 beim 5:0-Sieg gegen China beim Algarve Cup. Insgesamt wurden 23 Spielerinnen in den Kader für das Frankreich-Spiel berufen, das das letzte Länderspiel im Jahr 2012 ist.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

37 Kommentare »

  • star sagt:

    gute besserung an kim !
    schade,dass es für die nominierung erst eine verletzung braucht. ich hoffe,dass kessi auch die chance bekommt zu spielen.

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  • Jennifer sagt:

    Gute Besserung an Kim!

    Aber Nadine Kessler: Endlich mal wieder – yay! Hoffentlich kommt sie zum Einsatz!

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  • enthusio sagt:

    Nadine Kessler: spätestens nach ihrer TOP-Leistung gegen Duisburg vorgestern im Pokalspiel ist die Berufung in den Kader absolut verdient. Ich hoffe, dass sie auch in Zukunft von Silvia Neid berücksichtigt wird.

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  • Sheldon sagt:

    Ihr glaubt doch nicht wirklich, dass Keßler ne Chance bekommt? Die ist zum Bankdrücken dabei, mehr nicht…

    In der Startelf werden Behringer, Mittag, Bresonik und Celia die Offensive spielen, wie immer…

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  • Maxemus sagt:

    Also so langsam wird mir etwas mulmig für das Spiel gegen Frankreich. Noch 9 lange Tage… Was kann da nicht noch alles geschehen ?!

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  • wrack sagt:

    @ Sheldon: „Ihr glaubt doch nicht wirklich, dass Keßler ne Chance bekommt? Die ist zum Bankdrücken dabei, mehr nicht…“

    Also, JETZT bin ich davon überzeugt, dass Keßler spielen wird 😉 Aber wohl kaum von Beginn an… Freut mich, dass sie dabei ist. Und im Ernst, ihre Chancen auf einen Einsatz stehen m.E. nicht schlecht. Das hängt – denke ich – vom Verlauf des Spiels ab. Aber noch viel lieber würde ich Leonie Maier auf dem Platz sehen…

    Interessant, wenngleich ziemlich bedeutungslos: Die numerische Frankfurter Hegemonie im Aufgebot wurde mit 8:7 zugunsten von Wolfsburg gebrochen.

    Kopf hoch, Kim und Maro … Dann eben im Februar gegen Frankreich !

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  • FFFan sagt:

    Kim Kulig wird allmählich zum Pechvogel im deutschen Team. Schon das letzte Länderspiel verpasste sie wegen einer Verletzung.

    Nadine Keßler hat sich die Nominierung durch gute Leistungen in der Bundesliga verdient. Damit stellt Wolfsburg erstmals mehr Spielerinnen als Frankfurt.

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  • Sharky sagt:

    Was ich schon lange einmal hier zur FF-Nationalmannschaft schreiben wollte. Es fällt mir immer wieder auf, daß Leute hier schreiben: Xy hat die Nominierung verdient. Das erweckt den Anschein, als muss man nur gute Leistung im Verein bringen und, schwupps, hat man verdient, in der Nationalmannschaft zu sein. Würde man das wirklich durchziehen, hätten wir jedes Jahr eine umgekrempelte N11. Es geht für mich nicht um Keßler, die ja schon einmal nominiert wurde. Es geht mir darum, dass hier immer wieder mit der Leistung im Verein so argumentiert wird, als wäre sie der wichtigste Punkt. Für die Nominierung einer Nationalspielerin zählen meiner Meinung nach aber andere Punkte viel mehr.
    1. Das Talent muss da sein – das ist das Wichtigste. Hat bei zwei Neulingen oder Kandidaten ein Spieler A mehr Talent als ein Spieler B und bringt der Spieler B auch eine viel bessere Leistung in der BL, werden die Trainer trotzdem Spieler A nominieren. Selbst eine tüchtige Arbeiterin wie Behringer muss noch einiges an Talent mitbringen, obwohl sie in ihren besten Zeiten überwiegend von der Energie lebte, die sie auf das Feld brachte. Damit ist es zur Zeit leider vorbei. Vielleicht sollte das Spiel gegen Frankreich ihre vorerst letzte Nominierung sein, wenn sie keine wirklich beeindruckende Leistung zeigt.
    2. Die Motivation muss in der N11 immer top sein. Lehrgänge, Turniere bzw. Länderspiele sind zu selten und zu elitär, als dass man sich mal hängen lassen kann. Und es gibt nur einen, der das beurteilt. Der Trainer. Sonst ist er kein Chef. Das muss er aber sein, sonst ist er nichts.
    3. Performance IN DER N11 und zwar nicht nur im Spiel, sondern auch beim Training und … bei der Presse.
    3. Die Position muss frei sein. Wenn man besonders für die Abwehr taugt und es sind gleich drei Spielerinnen vorzuziehen, dann muss man sich hinten anstellen – und nicht wie Sahrholz sagen: Halt mir mal den Platz in der Schlange frei.
    4. Team-Kompatibilität und gutes Verhältnis mit dem Trainer: Man muss seinen Platz im Team finden. Und zum Team gehört vor allen auch der Chef. Der Trainer ist die einzige Konstante in der N11 (Bis zum Wechsel). Wer mit ihm nicht klarkommt, muss zu Hause bleiben. Klar, es gibt Trainer, deren Stärke die Integration von schwierigen Fällen ist. Hanebeck ist z.B. wahrscheinlich ein großes Talent. Egal, dass sie zuletzt nicht so gut spielte. Aber Neid kommt offenbar mit ihr nicht zurecht. Hanebeck bietet sich nach meinem Eindruck auch nicht an. Wenn man eine so elitäre Stelle haben will, muss man das aber tun. Ein anderer Trainer würde sie vielleicht nehmen, siehe oben. Ich halte das aber in den meisten Fällen für ein Unterfangen, dass sich todsicher später einmal rächt, weil die Machtverhältnisse gestört sind. Dafür haben diese „pädagogischen“ Trainer dann aber auch woanders Schwächen. Es ist nicht zielführend, eine Spielerin ins Team zu nehmen, die nicht mit dem Trainer kann und mit der der Trainer nicht kann. Und das Verhältnis ist NIE eine Einbahnstrasse.
    6. Erst an letzter Stelle kommt für mich die Leistung im Verein. Sicher, wenn man über eine lange Zeit dort schlecht spielt, ist das vielleicht etwas anderes. Es gibt ja auch die ewigen Talente. Aber solange man in der N11 die Leistung bringt, seine Aufgaben oder die anderen Punke erfüllt, spielt die Leistung im Verein nur eine entfernte Rolle. Mit ihr kann man sich wohl für eine Erst-Nominierung empfehlen, aber bei gestandenen Nationalspielern ist sie meiner Meinung nach wenig bedeutend.

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  • Sheldon sagt:

    @Sharky: Merkst du, wie sehr das Ganze von der Trainerin abhängt? Die Leistung, die du bringst, hängt von der Trainerin ab, da von dem Verhältnis zur Trainerin die Motivation abhängt, die am Ende bei der Leistung einen ganz großen Ausschlag gibt.

    Talent kannst du nirgendwo herausfinden, als durch den Abruf der Leistung.

    Dann allerdings kann die Trainerin nominieren, wen sie will, sie kann nichts falsch machen. Die Trainerin steht über der Mannschaft.

    Ich denke allerdings, dass die Trainerin nicht über, sondern unter der Mannschaft steht. Insofern ist der Job des Trainers immer ein pädagogischer Beruf, daher ja auch das Wort „Fußballlehrer“.

    Ihre Aufgabe ist es, sich so mit den Spielerinnen auseinanderzusetzen, dass die besten Spielerinnen auch die besten Leistungen abrufen können. Eine Trainerin sollte niemals persönliche Probleme für Personalentscheidungen verantwortlich machen, denn dann blockiert ihre Person die Qualität der N11. Eine Trainerin sollte im Gegenteil ihre erworbenen Kompetenzen dazu einsetzen, dass die besten Spielerinnen mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehen und dass diese besten Einzelspielerinnen ein Team bilden können.

    Zum Beruf des Trainers empfehle ich sehr das Video zu Otto Rehhagel auf Youtube und den Kommentar von Schulz zu ihm.
    Otto Rehhagel konnte mit jedem Spieler, er hat selbst solch exzentrische Spieler wie Basler und Herzog in die Mannschaft integriert, sein Traum war ein Mittelfeld mit Herzog, Basler, Effenberg und Eilts, 4 absolute Querdenker.

    […]

    In der Schule wird jeder Lehrer, der einen Schüler auch nur in irgendeiner Weise nachweislich stiefmütterlich behandelt, ermahnt, versetzt oder suspendiert.
    In der Nationalmannschaft, in der es zumindest um viel mehr Geld geht, da passiert nichts!
    Fragt in der Schule jemand nach, ob der Lehrer mit dem Schüler klarkommt? Nein!
    Also sollte man es auch in der N11 so handhaben!

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • waiiy sagt:

    @Sharky: Also ich denke, dass die N11 so zusammengestellt sein sollte, dass sie bei den Turnieren die optimale Leistung abruft und damit die besten Erfolge erzielt. Wenn das nicht der Fall ist, dann muss man was ändern – bei Trainer/-innen oder Spielerinnen.

    Die Trainerin ist also nicht nur „Dienerin“ des DFB sondern (und vor allem) der Nation (deswegen der Name „National-„mannschaft). Ich denke, dass dieses Bewusstsein zu oft verloren geht, dass verschiedenste Auswahltrainer (unterschiedlichster Sportarten) nur ihr eigenes Ding machen und sich dann hilflos hinstellen, wenn es nach hinten losgegangen ist (siehe Schwimmen bei Olympia oder Frauen Fußball WM 2011), aber weder in der einen (Sportler/-innen) noch in der anderen (Trainer/-innen) Richtung Veränderungen zulassen. Das ist für mich unverständlich und unerträglich.

    Und wenn denn der sportliche Erfolg der Mannschaft als höchstes Ziel zählt, ist die sportliche Leistung der Einzelspielerinnen auch zu allererst maßgebend, ob sie ins Nationalteam berufen werden oder nicht. Jede andere Begründung wäre anmaßend gegenüber anderen Spielerinnen. Harmonie, Pressegewandheit und Talent bringen nichts, wenn die Leistung auf dem Platz nicht abgerufen werden kann.

    Sollte ein/-e Trainer/-in die besten Sportler/-innen nicht in einem Team unterbringen können (natürlich positionsabhängig, da stimme ich zu), dann sollte sich diese/-r Trainer/-in mal hinterfragen, ob er/sie gut genug für den Job ist oder ob die Arbeit mit Menschen da nicht doch falsch ist.

    Wenn man es überspitzt formuliert, müssten Sportler/-innen und Trainer/-innen immer hinterfragen, ob sie im Nationalteam wirklich die Richtigen sind, ob sie ihre Land würdig vertreten, ob es nicht bessere Alternativen gibt und ob sie diesen Alternativen nicht Platz machen sollten. Unverständliche Niederlagen in Turnieren wie 2011 gegen Japan (Frauen), 2012 gegen die USA (U20 Frauen) und 2012 gegen Italien (Männer) sollten bei so etwas eine deutliche Zäsur darstellen, weil man das Ziel nicht erreicht hat, obwohl doch die sportlichen Mittel vorhanden waren bzw. hätten vorhanden sein sollen.

    Das ist meine Meinung, ohne dass ich irgendwen in die Mannschaft rein- oder rausquatschen will.

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  • karl sagt:

    @Sharky Da kann ich dir nur in allen Punkten voll zustimmen. Vielen Dank fuer diesen Beitrag. Das sehe ich alles genauso. Bei Punkt 4 kann ich nicht beurteilen wie Hanebeck und Neid miteinender auskommen wuerden, aber es gibt da auf jeden Fall ein Einstellungsproblem und nach meiner Beobachtung gibt es jedenfalls deutlich bessere Spielerinnen fuer die Position. Sie hat mal 2 – 3 gute Spiele im Verein gemacht und und ein paar gute Freistoesse geschossen und wird deshalb fuer die N11 gefordert. Wenn sie bei Freiburg oder Leverkusen oder Essen spielen wuerde kaeme eine solche Forderung erst garnicht auf.

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  • Sharky sagt:

    @ Sheldon: Die N11 ist keine Schule, keine Universität und keine U-Mannschaft. Die N11 ist der Höhepunkt der fußballerischen Karriere. Hier muss alles mitgebracht werden. Man lässt keine inkomplette Spielerin in der N11 spielen. Talent wird im deutschen FF-Fußball schon in den U-Teams erkannt. Es ist kein Zufall, dass der DFB so darauf besteht, dass seine jungen Spielerinnen die Berufung in die U-Teams ernst nehmen sollen.
    Es ist reine Theorie, die besten Spieler in eine Auswahl zusammen zu bekommen. An der Leistung im Verein kann man das nicht messen, denn von Saison zu Saison sind da andere besonders auffällig. Die N11 würde sich dauernd stark verändern und das bei 12-16 Spielen im Jahr. Unrealistisch. Ein FF-Bundestrainer muss die Spielerinnen nominieren, von denen er annimmt, dass sie das meiste Talent haben. Nur so kommt Kontinuität in die Sache. Sonst nominiere ich kurzfristig einen Spieler A mit weniger Talent, weil er gerade besonders gut spielt und, sagen wir, 90% von seinem Können abrufen kann. Ein paar Spiele später ist dann finito und der Absturz groß. Der hochtalentierte Spieler B ruft in der N11 nur 75% seines Könnens ab, was aber den 90% von A entspricht. Verschlechtert B sich, bringt er immer noch mehr als der verschlechterte A. Verbessert B sich, bríngt er schon mehr als A jemals leisten könnte. Und wer hat am meisten Talent ?
    Natürlich hängt das Urteil vom Trainer ab. Von wem denn sonst ? Er ist der Entscheidungsträger. Bis auf Widerruf gilt sein Urteil.
    Und wenn er ein Rehhagel ist, wird er sich trotzdem fragen: Soll er mehr Zeit mit seinen zwei, drei Problemfällen im Therapieraum verbringen als mit dem Team auf dem Platz ? Das kann sich Schröder im Verein bestimmt leisten, der seine Spielerinnen oft genug sieht und kontinuierlich bearbeiten kann. Ein Bundestrainer hat dafür keine Zeit.
    Meine Meinung zu Silvia Neid. Sie ist keine geniale Trainerin. Es fehlt ihr vielleicht an der Pädagogik, vielleicht an de genialen Ideen, keine Ahnung. Ein anderer theoretischer Trainer hätte sicher mehr aus der Qualität deutscher Spielerinnen machen können. Aber wer ? Und das ist doch der Punkt, den ihre Kritiker hier nie richtig bearbeiten ! Realität. Also mal auf den Tisch die Alternative zu Neid ! Habe ich hier noch nicht gelesen. Also müssen wir sie als gegeben nehmen, mit ihren Schwächen und Stärken. Ihre Stärke ist, glaube ich, dass sie das tut, was sie kann. Keine wilden Experimente, keine Ausbildung zur Therapeutin, stattdessen Erfahrung und Fleiß. Solide eben. Und ich glaube, so arbeiten die meisten Trainer im internationalen FF.
    Der Vergleich oder die Einbindung von Trainern aus dem MF ist doch pure Theorie. Erst einmal müssen die zur Verfügung stehen. Und dann brauchen die doch Monate, um sich in den FF einzuarbeiten. Wo sind hochrangige Trainer aus dem MF in den FF gegangen ?
    Es gibt keine so große Auswahl wie im MF. Und deswegen gibt es auch keine genialen Köpfe.

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  • Sharky sagt:

    @ waiiy: Leistung auf dem Platz bringt auf Dauer nichts, wenn nicht Teamfähigkeit, Pressegewandheit und Talent abgerufen werden. Spieler können in der N11 tolle Einzelleistungen vollbringen, aber wenn sie nicht talentiert genug sind, werden das Eintagsfliegen, ist der Umgang mit der Presse schlecht, bringen sie Unruhe ins Team und sind sie auf Konflikt gebürstet oder Eigenbrötler oder Egomanen, spielt das Team nicht besser, gelinde gesagt.
    Du hast eine Idealvorstellung von den Abläufen, wonach jedermann objektiv in der Liga sehen kann, wer die besten Spieler sind. Aber wieviele Liga-Größen sind schon in Nationalteams untergegangen ? Der beste Spieler ist nicht unbedingt das beste Teammitglied. Fußball ist ein Mannschaftssport. Zu einem N11 Spieler gehört mehr als Spielstärke. Teamfähigkeit ist z.B. eine Charaktereigenschaft. Willst du von einem Trainer verlangen, dass er das korrigiert, was bei manchem Spieler in der Kindheit und Jugend an Charakterbildung falsch gelaufen ist. Auch noch von einem Bundestrainer, der seine Schäfchen selten sieht ? Realität, bitte !
    Die Leute müssen doch zusammen spielen können. Sie müssen zueinander passen, obwohl man sich nur ein paarmal im Jahr bei Lehrgängen sieht. Nimm mal nur die Spieler ins Team, die in den letzten, sagen wir, 10 Spielen die besten Leistungen in der BL gebracht haben und laß die anderen raus. Wie lange wird dieser Kader halten ? Du hast viel Glück, wenn da nicht ein unerfahrener, aber erfolgstrunkener Neuling Mist vor Presse baut. Du hast sehr viel Glück, wenn die alle zusammen passen oder passend gemacht werden können (wofür man extra Zeit braucht. Woher nehmen ?). Du hast sehr, sehr viel Glück, wenn sich der gewählte Kader nach weiteren 10 Spielen halbwegs bestätigt. Dann hast du eine Jahres-Natio. Aber wird sie sich nach den selben Leistungsprinzipien die nächste Halbsaison Bestand haben. Ein Träumer, der das glaubt !

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  • Sheldon sagt:

    @Sharky: Zu deiner Talente-Theorie und den U-Mannschaften: Ich halte von dieser Theorie nichts. Fußball ist meines Erachtens vielfach kein Talentsport, sondern ein Willenssport. Mit Kampf kannst du sehr viel erreichen.
    Die US-Girls gehören mit Sicherheit nicht zu den Talentiertesten der Welt und es zeigen nur wenige ihr Talent schon in einer U-Mannschaft. Viele zeigen dieses erst, wenn sie 24, 25 Jahre alt sind, wenn sie also einen gewissen Reifeprozess abgeschlossen haben.

    Auch bei den Männern gibt es dafür zwei wunderbare Beispiele, wo die ein Trainer (in beiden Fällen war es Völler) eben zwei Experimente gemacht hat, ohne die wir heute nicht da wären, wo wir sind und durch die wir zwei ganz zuverlässige Größen und wichtige Spieler bei Turnieren gewonnen haben: Miroslav Klose und Arne Friedrich!

    Friedrich hatte bis zu seinem 20. Lebensjahr einen ganz normalen Weg, kickte neben der Schule in der 4.-6. Liga (Gütersloh, Herford, …). Er kam 1999 zu Verl in die 3. Liga, spielte dort überzeugend, kam zu Bielefeld in die 2. Liga, spielte dort zwei Jahre, kam zu Hertha in die erste Liga und wurde gleich nach 6 Monaten (nach nur 5 U-Natio-Spielen) in die Nationalelf berufen. Seitdem war er immer feste Größe und spielte das Turnier seines Lebens 2010 bei der WM, wo er als IV einen großen Beitrag zum 3. Platz leistete.

    Kloses Weg ist noch krasser. Er spielte sogar noch bis zum 21. Lebensjahr teilweise in der 5. Liga für die Bad Homburg Amateure, (ein Jahr zuvor noch 7. Liga). Er kam dann zu den Amateuren von Kaiserslautern und gab erst im Jahr 2000 in der 1. Liga sein Debüt (zwei Einwechslungen) mit 21!
    2001 wurde er dann im Alter von 22 Jahren zum ersten Mal in eine Nationalmannschaft berufen, ein Jahr später wurde er Torschützenkönig der Weltmeisterschaft in Südkorea und Japan!

    Dieses sture Festhalten (jeder, der in die N11 will, muss zuvor U-N11 gespielt haben) finde ich Käse. Denn viele Talente zeigen erst im Alter von 22, 23 ihre wahre Qualität, auch weil viele Talente einbrechen.

    Für mich zählt der Wille, den Friedrich und Klose an den Tag legten, mehr, denn nur deswegen ist Deutschland eine Turniermannschaft, weil alle den Willen haben, immer alles zu geben.
    Dem gegenüber stehen die zig ewigen Talente, die nicht die mentale Fähigkeit besitzen, dieses abzurufen (Sebastian Deisler ist dann ein Name). Nun hat ein Sebastian Deisler mit Sicherheit mehr Talent als Klose und Friedrich gehabt, Fakt ist aber, dass diese beiden es nunmal abrufen konnten.

    Für mich zählt also der Maßstab, dass in die N11 die Spielerinnen hineingehören, die das größte Talent verlässlich, konstant und effektiv abrufen können. Denn was bringt dir das größte Dribbeltalent einer Svenja Huth beispielsweise, wenn am Ende dann der überhastete Abschluss und nicht der Pass mit Auge kommt?

    Ich als Trainer habe also die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Spielerinnen mit dem größten Talent dieses auch konstant abrufen können. Das bedeutet, in die N11 gehören die Spielerinnen mit dem größsten Talent, egal, welcher Typ Mensch, denn das ist die Ressource, die man braucht. Es ist quasi die höchstmögliche Grundstärke des Teams.
    Als Trainer hat man die Aufgabe, diese zu berufen, und sie dementsprechend einzustellen. Dabei kann man natürlich keine Spielerin berufen, die außer Form ist. Das bedeutet, N11 ist IMMER eine fluktuierende Arbeit. Du brauchst einen Pool von Spielerinnen, vielleicht 25, 30 Stück, von denen dann im Ernstfall die zu dem Zeitpunkt in der besten Form Befindlichen spielen.

    Wenn ich mir nun die konkreten Fälle anschaue, die hier vorliegen, so muss ich sagen, dass Neid sich zu sehr an das Gewohnte klammert und zu unflexibel agiert. Wir haben auf fast jeder Position mindestens 4 hochtalentierte Spielerinnen, und gerade Spielerinnen wie Henning, Keßler oder Pohlers gehören dazu, auch Islacker, Hanebeck oder Maier. Bleiben wir mal bei den ersten 3, so lässt sich sagen, dass Henning, Keßler und Pohlers alle drei ihre Weltklasse bereits unter Beweis gestellt haben und alle drei seit beinahe 2 1/2 Jahren ununterbrochen auf allerhöchstem Niveau agieren. Dennoch gehört keine von ihnen zum permanenten Stamm der N11.

    Dieses würde deiner Theorie vehement widersprechen. Seit knapp 2 1/2 Jahren zeigt Keßler, dass sie eine deutlich komplettere Spielerin als Laudehr, Kulig oder Marozsan ist. Sie kann auf jeder Position im Mittelfeld gleich stark agieren. Dementsprechend bringt sie das größte Talent mit, denn ich habe noch nie von Kulig, Marozsan oder Laudehr solche Leistungen gesehen, die Keßler zu bringen imstande ist.
    Sie bringt zur Zeit die allerhöchste Form seit 30 Monaten mit. Frage: Wieso wurde sie in der ganzen Zeit nicht einmal eingesetzt?

    Gleiches gilt für Henning. Auch bei ihr war das einzige schlechte Spiel das CL-Finale vor der WM (allerdings aus Gründen, die der DFB selbst geschaffen hatte). Ansonsten gehörte sie sowohl in Potsdam als auch in Wolfsburg zum festen Stamm und zeigt in der Abwehr deutlich mehr Talent als Krahn und Bartusiak zusammen. Dennoch spielte sie nur beim Algarve Cup, und dort überragend.
    Wieso also ist sie nicht Stammspielerin?

    Und zu guter Letzt Conny Pohlers: Sie hat innerhalb der letzten beiden Jahren von allen Toptorschützinnen der Bundesliga die mit Abstand beste Torquote (1,38 Tore/90 Minuten oder 64,84 Minuten/Tor)
    Allein diese Torquote bei 53 Toren über einen so langen Zeitraum zeigt sowohl ihr Talent als auch ihre beständige Form. Dennoch werden ihr immer wieder Spielerinnen wie Huth oder Popp vorgezogen, die bei weitem keine derartig gute Torquote haben.
    Wieso das?

    Es gibt sicherlich eine ganze Menge Trainer, die den Job in der N11 besser machen könnten als Silvia Neid. Ich denke da beispielsweise an den langjährigen U17-Trainer Ralf Peter, an die Frankfurter Erfolgstrainerin Monika Staab oder auch an eine ehemalige Nationalspielerin aus der 2003-Generation. Aber auch an ehemalige Spieler aus dem MF. Der Trend nimmt immer weiter zu, Frank Rost engagiert sich bei den HSV-Frauen, Colin Bell und Thomas Wörle waren beide hochklassig aktiv, da bewegt sich einiges. Insofern weiß ich nicht, wieso wir dort keine Veränderungen haben sollten?!

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  • xXx sagt:

    @Sharky

    „Leistung auf dem Platz bringt auf Dauer nichts, wenn nicht Teamfähigkeit, Pressegewandheit und Talent abgerufen werden.“

    Keine bzw. schlechte Leistung auf Dauer bringt aber noch weniger. Egal, wie mediengewandt man das dann verkaufen kann und wie sehr sich die Spielerinnen dann selbst betrauern können.

    Fußball auf Nationalmannschaftsebene ist Leistungsport. Insofern sollte es da auch in erster Linie um die erbrachte Leistung gehen. Wer selbige nicht (genügend) bringt hat in der Nationalmannschaft nichts zu suchen. Egal, wie gut es diejenige dann der Presse erklären könnte bzw. mit den Mitspielerinnen umgehen kann.

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  • JimPanse sagt:

    Unsinn!
    Die Frauen sollen Fussball spielen und nicht Gruppenkuscheln.
    Charakter, Teamfähigkeit, soziale Kompetenz… Alles Unsinn…wozu soll Das denn auf dem Platz gut sein? Fussball ist ein Spiel und vor allem Sport. Er hat klare Regeln. Wenn a passiert, machen Spieler X und Y, je nach Leitungsstand entweder b, c, d oder… dabei ist es völlig egal ob ich Mit- oder Gegenspieler auf dem Platz anlächel, anfeinde oder nach dem Spiel mit ihm Essen gehe oder sein Auto zerkratze.
    Fussballerische Leistung ist Spielverständnis, Technik, Athletik, Einstellung und Übersicht. „Wichtig is auf’m Platz“ und nichts Anderes. Hier werden die Punkte verteilt.
    Ist ein Spieler zu eigensinnig, hat er entweder das Spiel nicht begriffen und damit nichts auf dem Platz verloren. Oder er ist gut genug und kommt damit zum Erfolg. Läuft ein Spieler immer nach rechts, ist aber gut genug, kann ich ihm auch beibringen, wie und wann er nach links läuft.
    Von mir aus sollen sich die Spielerinnen neben dem Platz kratzen, beißen und schlagen, sinnbildlich gesprochen. Mich interessiert was nach dem Spiel in der Zeitung steht und nicht unter der Woche.

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  • Sharky sagt:

    @ JimPanse: „Fussball ist ein Spiel und vor allem Sport. Er hat klare Regeln. Wenn a passiert, machen Spieler X und Y, je nach Leitungsstand entweder b, c, d oder… dabei ist es völlig egal ob ich Mit- oder Gegenspieler auf dem Platz anlächel, anfeinde oder nach dem Spiel mit ihm Essen gehe oder sein Auto zerkratze. Von mir aus sollen sich die Spielerinnen neben dem Platz kratzen, beißen und schlagen, sinnbildlich gesprochen.“

    Ich habe über die Nationalmannschaft geschrieben und nicht den ganzen Fußball gemeint. Es ist heute im Sport nicht einmal egal, wen ein National-Sportler kennt. Orientiere dich einmal an der gesellschaftlichen Realität. Die N11 bolzt nicht in irgendeinem Hinterhof.

    @ xXx: „Keine bzw. schlechte Leistung auf Dauer bringt aber noch weniger.“
    Ich habe von schlechter Leistung im Verein gesprochen und bin nachlesbar von Leistung in der N11 ausgegangen. Wenn die Leistung in der N11 dauernd schlecht ist, hilft natürlich auch kein Talent. Wer würde so argumentieren ?

    @ Sheldon: „Es gibt sicherlich eine ganze Menge Trainer, die den Job in der N11 besser machen könnten als Silvia Neid. …Ralf Peter… Frankfurter Erfolgstrainerin Monika Staab oder auch an eine ehemalige Nationalspielerin aus der 2003-Generation“

    Wunschdenken. Oder „Willenssport“. Wenn Fußball mehr durch Willen als durch Talent gespielt wird, wie du meinst, dann brauch man auch keinen Rehhagel oder einen anderen Mann. Ein Motivationsguru reicht dann aus. Zu Pohlers: Die spielt nicht auf der Position von Huth und Popp ist ein anderer Stürmertyp, den man auch mal braucht. Pohlers hätte sicherlich in die N11 gehört, aber an Stelle von Martina Müller. Die war vor ihr. Hoffentlich sieht das Neid genau so wie ich und nominiert sie nächstes Jahr.

    „Dieses sture Festhalten (jeder, der in die N11 will, muss zuvor U-N11 gespielt haben) finde ich Käse. Denn viele Talente zeigen erst im Alter von 22, 23 ihre wahre Qualität, auch weil viele Talente einbrechen.“

    Ich glaube, dass man so Talente am besten erkennt. Die wenigsten kommen durch, aber wer es schafft, der kommt zurecht in die N11. Der andere Weg ist nicht verbaut, aber schwieriger. Du hast ja Beispiele dafür genannt, wie schwer es ist, in der Masse der unterklassig spielenden Fußballer Talente zu entdecken. Beim FF ist das noch viel schwieriger, weil die Klassenunterschiede nach unten immer größer werden. Der Marsch durch die U-Teams erscheint mir als der erfolgversprechendste Weg. Nenne einen anderen ! Aber bitte ohne Luftschlösser.

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  • FFFan sagt:

    @ Sharky:
    „6. Erst an letzter Stelle kommt für mich die Leistung im Verein. Sicher, wenn man über eine lange Zeit dort schlecht spielt, ist das vielleicht etwas anderes. Es gibt ja auch die ewigen Talente. Aber solange man in der N11 die Leistung bringt, seine Aufgaben oder die anderen Punke erfüllt, spielt die Leistung im Verein nur eine entfernte Rolle. Mit ihr kann man sich wohl für eine Erst-Nominierung empfehlen, aber bei gestandenen Nationalspielern ist sie meiner Meinung nach wenig bedeutend.“

    Dieser These stimme ich absolut zu. Wenn ich trotzdem über Keßler gesagt habe, dass sie sich ihre Nominierung durch gute Leistungen im Verein verdient hat, dann genau deswegen, weil ihre Situation mit einer „Erst-Nominierung“ vergleichbar ist. Ihr letztes Länderspiel liegt ja mehr als zweieinhalb Jahre zurück und seither hatte sie lediglich beim Natio-Lehrgang im September Gelegenheit, sich den DFB-Trainerinnen zu präsentieren. Ansonsten blieb ihr nur die Möglichkeit, sich in der Bundesliga, im Pokal oder in der Champions-League für Länderspieleinsätze zu empfehlen.

    @ Sheldon:
    „2001 wurde er dann im Alter von 22 Jahren zum ersten Mal in eine Nationalmannschaft berufen, ein Jahr später wurde er Torschützenkönig der Weltmeisterschaft in Südkorea und Japan!“

    Es ist zwar eigentlich ‚off-topic‘, aber diese ‚Geschichtsklitterung‘ will ich dir diesmal nicht durchgehen lassen. Torschützenkönig der WM 2002 war selbstverständlich der Brasilianer Ronaldo!

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  • waiiy sagt:

    @Sharky: Deine ganze Theorie ist eine einzige Entschuldigung für schlechte Trainer/-innen. Wenn es eine Nation nicht schafft, die Spieler/-innen mit den besten Leistungen zu einem Team zusammenzubringen, was auf dem Platz dann die beste Leistung abrufen kann, ist das ein Fehlfunktion im Trainerteam. Daran gibt es nichts zu rütteln.

    Quintessenz daraus ist, dass wir Stolperer im Team haben, die gut harmonieren und ihre beste Leistung (die aber nicht an das Niveau anderer zur Verfügung stehender Spielerinnen ranreicht) abrufen, weil wir ein Trainerteam haben, das unfähig ist, die besten Spielerinnen einzubauen.

    Wenn es das ist, was richtig ist, darf man sich nicht wundern, wenn andere Nationen vorbeiziehen und die Titel holen. Und das ist, wie schon oben geschrieben, nicht eine Beobachtung, die sich allein auf die Frauen N11 bezieht sondern sich mittlerweile durch fast alle Mannschaftssportarten durchzieht. Aber vielleicht ist das auch alles nur ein Zufall und wir müssen uns keine Gedanken machen. Oder unser Sportlerpotential ist einfach so sehr gesunken, dass wir uns damit anfreunden müssen, bei Turnieren nicht dabei zu sein bzw. dass eine Halbfinalteilnahme ein Erfolg ist.

    Dieses „Friede-Freude-Eierkuchen“-Rumgesülze hat uns in den letzten Jahren dahin gebracht, wo wir grad stehen und das kann wohl keinem gefallen, weder im Handball, im Volleyball, im Fußball noch sonstwo. Aber wir sind zu einem Land der Funktionäre und Pfründe verkommen. Alles wird verwaltet, bis nichts mehr da ist zum verwalten. Alles wird schön geredet und in Statistiken verpackt, die sich richtig gut lesen und anhören. Nur wenn man auf die Titel schaut, die wir bisweilen noch vor ein paar Jahren geholt haben, dann wird es mau. Aber auch dafür findet man Ausreden…

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  • waiiy sagt:

    Ach ja, vielleicht denke ich „idealtypisch“. Aber wenn wir ehrlich ist, wird kein Titel mehr gelingen, wenn wir nicht „ideal“ vorbereitet sind. Das sehe ich auch für Schweden so. Da kann der Titel nur mit Glück herkommen.

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  • karl sagt:

    @waiiy: Zu dem Thema kann man sicher geteilter Meinung sein. Ich gehe davon aus dass diejenigen die in der N11 spielen die besten sind.
    Und zum Thema Glueck. Das braucht man einfach um Titel zu gewinnen. ich kann mich nicht erinnern dass irgendjemand der kein Glueck hatte jemals einen Titel gewonnen hat.

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  • Sheldon sagt:

    @waiiy: Dem wäre nichts mehr hinzuzufügen, außer einer Konkretisierung vielleicht an einer Stelle:

    Dieses “Friede-Freude-Eierkuchen”-Rumgesülze hat uns in den letzten Jahren UM EINIGE TITEL UND DEN VERDIENST FÜR DIE JAHRELANGE HARTE ARBEIT VIELER TRAINER UND SPIELERINNEN gebracht, SODASS WIR DORT STEHEN, wo wir grad stehen und das kann wohl keinem gefallen, weder im Handball, im Volleyball, im Fußball noch sonstwo.

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  • Sharky sagt:

    @ Sheldon: Ich bin nicht taub. Und ich bin mit den ERGEBNISSEN der Natio nach Wolfsburg zufrieden. Anderer Sport ist hier für mich uninteressant.

    @ waiiy : „Wenn es eine Nation nicht schafft, die Spieler/-innen mit den besten Leistungen zu einem Team zusammenzubringen, was auf dem Platz dann die beste Leistung abrufen kann, ist das ein Fehlfunktion im Trainerteam.“

    Dann ist jedes Trainerteam defekt. Kein Trainerteam der Welt erschafft und bringt eine Mannschaft auf den Platz, die ihre beste Leistung abrufen kann. 90%, vielleicht 93%, im WM-Finale vielleicht sogar 96%, aber nie 100 %. Menschen sind keine Maschinen. Und keine Natio der Welt hat nur Spielerinnen in ihren Reihen, die zum Zeitpunkt des Spiels oder Turniers zu den besten im Verein oder der Liga gehören. Alle Trainer müssen damit leben, dass z.B. kurz vor einem Spiel in der Liga eine Frau 2,3 Tore schießt, die aber nicht nominiert ist.

    „Quintessenz daraus ist, dass wir Stolperer im Team haben, die gut harmonieren und ihre beste Leistung (die aber nicht an das Niveau anderer zur Verfügung stehender Spielerinnen ranreicht) abrufen, weil wir ein Trainerteam haben, das unfähig ist, die besten Spielerinnen einzubauen.“

    Ich denke bei diesem Kommentar mal an den inzwischen runtergefahrenen Hanebeck-Hype in diesem Forum und an ihre bescheidenen internationalen Leistungen zuletzt. Die besten Spielerinnen…! Das ändert sich nach deinen Leistungs-Prinzipien („ist die sportliche Leistung der Einzelspielerinnen auch zu allererst maßgebend, ob sie ins Nationalteam berufen werden“) jede Woche ! Wie realistisch ist das denn ? Ich habe fertig.

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  • Sheldon sagt:

    @Sharky: Dass ich in Großbuchstaben geschrieben habe, das war nur zur Verdeutlichung der von mir eingefügten Teile (leider gibts hier nicht sowas wie kursiv oder ähnliches)

    Es gibt genug Trainer, die jede Woche mehr als 100% aus ihren Spielern herausholt.
    Schaaf hat das bei Ailton geschafft. Schau dir die Tore an. Schaaf hat ihm das Selbstvertrauen und die Leichtigkeit gegeben. Das ist unglaublich, aus welchen Lagen der Tore geschossen hat, die kann er heute gar nicht mehr einnehmen.

    Klopp schafft das jede Woche mit den Jungs bei Dortmund. Rehhagel hat mit Zweitligaspielern 1998 die Meisterschaft geholt. Rehhagel hat mit dem absoluten Außenseiter Griechenland die EM gewonnen. Hiddink hat Russland und Südkorea zum Zaubern gebracht, Russland mit denselben Spielern ins EM-Halbfinale geführt, die zwei Jahre zuvor in der WM-Quali gegen Portugal und Slowakei gescheitert sind.

    Es geht auch nicht darum, nur die aktuell formstärksten Spielerinnen zu nominieren. Bei Miro Klose und Lukas Podolski war das so, dass die lange Zeit nur in der N11 gut gespielt haben. Das aber zuverlässig. In der Bundesliga Hänger, aber bei Turnieren konnte man sich auf diese Spieler verlassen.

    Es liegt immer daran, wie du die Spielerinnen behandelst. Und das mache ich Neid zum Vorwurf: Sie kann nicht zwischen persönlicher und sportlicher Kritik unterscheiden. Wen sie mag, ist gut, wen sie nicht mag, ist schlecht, so einfach scheint das Ganze zu sein!

    Uns fehlt der Rehhagel-Standard: „Ich kritisiere sie als Sportler; als Menschen sind sie mir heilig!“

    Wir brauchen einen Trainer bzw. eine Trainerin in der N11, bei der die Spielerinnen wissen, dass sie bei jeder Nominierung das volle Vertrauen ihres Trainers haben, aber dieses Vertrauen auch zurückzahlen müssen. Einen Trainer, der Autorität hat, der aber auch Respekt bekommt.

    Das System, was ich befürworte, ist keines, wo man nur die U-Nationalspielerinnen übernimmt, sondern ein System, wo die Nationalelf wieder eine echte Auswahlmannschaft darstellt. Ad fontes – zurück zu den Quellen!

    Sei versichert, es gibt Trainer (habe oben genug genannt), die 23 Spielerinnen aus ganz unterschiedlichen Vereinen innerhalb von wenigen Stunden zu einem Team formen können. Natürlich ist dieser Familiencharakter nicht so stark wie im Verein, aber auch in der N11 kann man zu einem festen Verbund werden, wenn der Trainer die Gedanken auf das gemeinsame sportliche Ziel lenken kann. Denn wenn alle dasselbe wollen und ihre eigenen Interessen hinten anstellen, dann kann eine solche Mannschaft schonmal wesentlich mehr leisten als das deutsche Team!
    Das ist auch der Grund, wieso die ersten beiden bei der WM Japan und die USA hießen. Beides waren Teams, in denen keine Spielerinnen ihre Interessen über die des Teams gestellt hat, sondern jede für die andere gekämpft hat. Bei den Japanerinnen noch aufgrund der Fukushima-Katastrophe, bei den US-Girls aufgrund des ausgeprägten Patriotismus.
    Bei den Japanerinnen ist dieses Extreme mit der Zeit wieder etwas verflogen, bei den Amis prognostiziere ich, dass, egal wie das Ami-Team aufgestellt ist, sie das jetzige deutsche Team bei einem Turnier immer schlagen werden. Wieso? Weil diese Spielerinnen wissen, was es für ein Vertrauen ist, dass sie N11 spielen dürfen und weil sie dadurch ein immenses Selbstvertrauen haben, ein Selbstvertrauen, das die deutschen Spielerinnen nicht mehr haben, einen Willen, den die deutschen Spielerinnen nicht mehr haben.

    Der Grund, wieso Ailton so eingeschlagen ist bei Bremen und danach bei keinem anderen Verein mehr, war genau dieser: Vertrauen! In Bremen war er in seinem ersten Jahr schon als Fehleinkauf abgestempelt worden, bekam aber weiter das Vertrauen und den Respekt, trotz all seiner Eskapaden und Skandale. Schaaf konnte immer trennen zwischen sportlich und menschlich. Das konnte sonst kein anderer Trainer bei ihm. Und deswegen ist dieses riesige Talent dem deutschen Fußball leider verloren gegangen…

    Ich empfehle die Youtube-Videos „Ailton – der König von Bremen“ und „Ailton“, darüber hinaus auch noch einmal das Video auf Kicker zu Otto Rehhagel. Da kann man sehr viel über die Psychologie des Fußballs lernen und kriegt ein bisschen Einblicke, wieso es soviele Wunder von der Weser gibt (Spartak Moskau, BFC Dynamo, Lyon, Genua). Auch an die Weitergabe an die N11 empfohlen!

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  • waiiy sagt:

    @Sharky: Du hast es nicht verstanden, was ich meine.

    Ich weiß, dass man nicht 100% abrufen kann. Selbst bei Maschinen erreicht der Wirkungsgrad nicht 100%. Aber ich wäre schon froh, wenn die meisten Spielerinnen in den meisten Spielen auf 60-70% kommen und nicht total ausfallen, wenn der Gegner unangenehm ist. Und einige der „Stammkräfte“ in der Nationalmannschaft haben nur ein Niveau von 60-70% anderer Spielerinnen, die nicht in der N11 eingesetzt werden. Wenn man das verrechnet, sind die Spielerinnen dann nur noch bei einer optimal erreichbaren Leistungsfähigkeit von nur ca. 50% im Vergleich zur nicht eingesetzten besseren Spielerin. Das ist das, was man immer nicht einrechnet.

    Und diese 60-70% muss man immer von jeder Spielerin erwarten können, in jedem Spiel, von Anfang an. Wenn das nicht geht, hat die Trainerin was falsch gemacht bei der Nominierung oder beim Training der Mannschaft.

    Da spreche ich nicht von spielbedingten Schwankungen nicht berücksichtigt, weil man nicht jedes Spiel gleicht gut spielen kann. Das sehe ich genauso. Aber selbst mittelfristig muss man auch Maßnahmen ergreifen, wenn bestimmte Spielerinnen das Niveau nicht (mehr) erreichen bzw. in einer Formkrise stecken. Bestes Beispiel ist übrigens die für mich beste Stürmerin der Welt Lotta Schelin, die derzeit nur sporadisch eingewechselt wird, weil sie völlig außer Form ist. Und solange man (wie die N11) ein Reservoir hat, in dem sich bessere Spielerinnen finden, sollte man es nutzen.

    Übrigens finde ich, dass Hanebeck schon genial spielen kann. Ich werde aber ihren Einsatz nicht in der N11 fordern, weil Ihre Spielweise (nahezu körperlos und mit weniger Laufbereitschaft) in der N11 nicht erwünscht ist und nicht ausgeglichen werden kann auf den Niveau von Nationalmannschaften. Dies wurde ihr seinerzeit auch recht deutlich gemacht, bevor sie nicht mehr berücksichtigt wurde. Sie ist sicher ein Sonderfall, weil man um sie eine Mannschaft bauen müsste (wie es Bernd Schröder getan hat), was sich eine Nationaltrainerin nicht erlauben kann.

    Aber da wir ja in diesem Thread sind, kann man zu bedenken geben, dass eine Nadine Keßler auch gegen körperlich dominante Gegenspielerinnen nicht auf ein Niveau zwischen 0-30% abrutscht, wie es Dzenifer Maroszan gern tut, wenn ihr eine Gegenspielerin ständig auf den Füßen steht (Doorsun hat es in ziemlich lockerer Art und Weise in Potsdam bewiesen). Wenn nun Maro 100% Leistung (technisch besser) bringen kann und Kessy 100% (körperlich besser), aber in solchen beschriebenen Spielen bei Kessy immer noch 60-70% ihrer Leistung kommt, ist sie da schon effektiver als Maro. Und seien wir uns einig, die Meisterschaften gewinnt man nicht 17:0 in der Quali sondern mit 1:0 gegen Japan bzw. die USA. Und genau in den Spielen versagen wir bei Turnieren.

    Aber Sheldon hat Recht, Nadine Keßler wird nicht (oder erst am Schluss) eingesetzt werden.

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  • wfm sagt:

    @Sharky
    Eigentlich hätte Dein einleitender Beitrag hier der Ausgangspunkt einer sachlicheren Diskussion sein können. Auch stimme ich Dir vielem zu.
    Ich habe es allerdings aufgegeben. Die Reißbrett-Strategen behalten nämlich immer Recht, weil sie nämlich mit bloßen Potenzialen konstruieren und lediglich virtuelle Mannschaften auflaufen lassen, die deshalb nie in die Verlegenheit kommen, sich in der Realität blamieren zu können.
    In dem Zwang um jeden Preis Recht behalten zu wollen, werden die Beiträge dann immer länger, in denen Vergleiche oder Beispiele herbeigezaubert werden, ohne Rücksicht darauf, ob da nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden.
    Derart sich verselbständigende Monologe sind für mich absolute Spaßbremsen.
    Meine Empfehlung an sie: Computerspiele! Da könnt ihr gewinnen ohne Rücksicht auf unterschiedliche Charaktere, mentale Einstellungen, Teamfähigkeit, Leistungsbereitschaft usw.

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  • Sheldon sagt:

    @wfm: Wie sieht bei dir eine sachliche Argumentation aus? Eine Diskussion, in der nur die Beiträge sachlich sind, die du dazu erklärst?

    Wir haben hier nichts anderes als Sachargumente durchdiskutiert. Aufgrund der Fülle an falschen Voraussetzungen werden dann hier die Beiträge nunmal eminent lang, aber nur, weil wir sehr weit ausholen müssen und sehr ins Detail gehen müssen, um überhaupt zu Wort zu kommen. Fußball kann ein einfacher Sport sein, er kann allerdings auch hochkomplex werden, wenn man an der Einfachheit des Sportes vorbeisteuert und die falschen Denkansätze hat. Denn die Komplexität daran ist, den falschen Denkansätzen auf den Grund zu gehen.

    Im deutschen Fußball haben wir die falschen Denkansätze, sonst hätten wir uns bei der letzten WM und sonst auch international spielerisch ja nicht so blamiert. Es war ja nicht nur die Niederlage gegen Japan, es waren ja auch die sehr, sehr schmeichelhaften Siege gegen Kanada und Nigeria, wobei man gegen zweitere nicht über die technischen Mittel verfügte, sich aus der harten Gangart zu befreien.

    Es ist nicht umsonst so, dass es immer wieder die gleichen Trainer sind, die Erfolg haben (Rehhagel, Hiddink, Mourinho, Heynckes, Stevens, Slomka, Favre, …) und immer wieder die gleichen Trainer scheitern (Frontzeck, Neururer, Lienen, Babbel, …). Da sind bestimmte Denkansätze, die festgefahren sind und die entweder falsch oder richtig sind. So konnte Rehhagel 2 ganze Jahrzehnte immer wieder Erfolg haben, ob mit Werder, Bayern, Lautern oder Griechenland. Und auch Jupp Heynckes macht heute nur da weiter, wo er in den 90er Jahren angefangen hat!

    Diese falschen Denkansätze, die von einer Krise in die nächste führen, muss man schonungslos und möglichst komplett offen legen!

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  • wrack sagt:

    @ Sheldon (Seufz): „…die sehr, sehr schmeichelhaften Siege gegen Kanada und Nigeria,..“

    Für die Nachwelt soll erhalten und bewahrt werden: Nigeria hatte im Spiel gegen Deutschland bei der WM 2011 weder eine (1) Torchance noch eine (1) Torgelegenheit. Nur ein einziger Kullerball erreichte das deutsche Tor. Deutschland dagegen immerhin mit drei klaren Torchancen: 2. Minute Laudehr kurz vor dem Tor, 13. Kulig-Schuss 20 Meter, 54. 1-0 durch Laudehr, 60. Direktabnahme Garefrekes knapp am Tor vorbei.
    Gegen Kanada stand es nach 42 Minuten 2-0 (4:3 Torgelegenheiten für Deutschland). Zweite Halbzeit: Popp aus gut 20 Metern nur die Latte (65. Minute). 66. Minute traf Garefrekes bei einer Direktabnahme aus wenigen Metern das offene Tor nicht. 77. Minute Laudehr Pfosten 79. Minute scheiterte Grings an der Torfrau. Erst in der 82. Minute schoß Kanada den Anschlusstreffer mit Freistoß Sinclair. Und dieser Anschlusstreffer war zu diesem Zeitpunkt SCHMEICHELHAFT.

    Ein typisches Beispiel (Seufz).

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  • Sheldon sagt:

    @waiiy: Dennoch, in beiden Spielen hat Deutschland nicht überragend gespielt. Für mich hätte sich keine Spielerin über ein Unentschieden in diesen Spielen beschweren können!

    Deutschland hat in keinem Spiel bei der WM auch nur annähernd eine weltmeisterliche Leistung gebracht!

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  • Sheldon sagt:

    Sorry, waiiy, ich meinte natürlich @wrack. Hatte mich schon gewundert…

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  • laasee sagt:

    „Deutschland hat in keinem Spiel bei der WM auch nur annähernd eine weltmeisterliche Leistung gebracht.“

    At Moenchengladbach, 4:2 France – Inka Grings made a world class performance.
    The International and German media reported that.

    The problem then was that the Coach changed the team for the Japan game (with stupid tactics).

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  • Sheldon sagt:

    @laasee: Eine Spielerin macht noch kein Team. Wenn Grings wirklich so gigantisch wäre, hätten die Änderungen in der Aufstellung (die im übrigen nur Behringer für Bajramaj und Kulig für Goeßling hießen) überhaupt gar keine Relevanz gehabt.

    Außerdem sind 2 Gegentreffer für eine Weltklasseleistung zu viel!

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  • laasee sagt:

    @Sheldon

    You wrote previously that there was no World Class performance from Germany.
    Inka Grings made a World Class performance against France and created the impetus for the team.
    An individual player can do that and so help the whole team to gain confidence.

    Unfortunately, the Coach got it wrong for the Japan game with selection and tactics.
    Schmidt was repalced by Bresonik; Goessling by Kulig; Bajramaj by Behringer.
    So, all the good work that was achieved against France was wasted!
    But the Coach was not sacked – unbelieveable!

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  • wrack sagt:

    @ Iaasee, Sheldon: Tatsächlich war der Unterschied in der Aufstellung beim Japan-Spiel im Vergleich zum Frankreich-Spiel ab der 8. Minute (Verletzung Kulig, Goeßling kommt) nur Bajramaj, für die in Wolfsburg Behringer gekommen war. Wenn also eine den Unterschied gemacht HÄTTE, wäre das Bajramaj gewesen. Inka Grings ging erst in der 102. Minute und hat die Niederlage genauso wie alle anderen Spielerinnen zu verantworten… Ich habe ihr verziehen, Iaasee 😉

    @ Iaasee: „…with stupid tactics…“

    With simple tactics. Soccer is a simple game 😉

    @ Iasee: „But the Coach was not sacked – unbelieveable!“

    Glaube es endlich. Du KANNST damit leben, habe nur Vertrauen ! 🙂

    @ Sheldon: „Deutschland hat in keinem Spiel bei der WM auch nur annähernd eine weltmeisterliche Leistung gebracht.“

    Das gilt dann auch für Japan, dass mit zwei (2) Torchancen inc. Tor ein „sehr, sehr schmeichelhaftes“ 0-1 gegen Deutschland erzielte, weil Angerer in der 108. Minute die falsche Ecke wählte und Kulig sich bei ihrem gefährlichen Kopfball in der 8. Minute verletzte. Hätte das Knie Kuligs beim Absprung gehalten, wäre der Kopfball vielleicht reingegangen… Keine Japanerin hätte sich über eine Niederlage beschweren können. 🙂

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  • Sheldon sagt:

    @laasee: Dein Logik hat nen Kurzschluss! Einerseits sagst du, dass Grings so genial spielt, dass das Team keine Rolle spielt. Mit Grings steht und fällt alles. Andererseits scheint das Team eine so immense Rolle für Grings zu spielen, dass bereits 3 Veränderungen in der Elf sie komplett eliminieren.

    Dabei waren das nicht mal dramatische Veränderungen. Schmidt kam in der 8. Minute, Bresonik war auf der „6“ die mit Abstand beste in diesem Spiel! Das bedeutet im Klartext, der Qualitätsverlust lag an dem Tausch von Bajramaj und Behringer. Wenn Grings so abhängig von einer Spielerin ist, ist sie dann wirklich Weltklasse?

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  • Sheldon sagt:

    @wrack: Dann wäre Deutschland im Halbfinale ausgeschieden. Japan hat gegen Deutschland eines seiner schlechteren Spiele gemacht, zumindest offensiv. Defensiv haben sie auch nichts anbrennen lassen!

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  • laasee sagt:

    @Sheldon

    You have a big problem with Inka Grings.
    That is not healthy!

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