Potsdam patzt, Wolfsburg neuer Tabellenführer

Von am 14. November 2012 – 20.55 Uhr 72 Kommentare

Der 1. FFC Turbine Potsdam kam in einem Nachholspiel vom zweiten Spieltag gegen den SC Freiburg nicht über ein Remis hinaus und verlor somit die Tabellenführung an den VfL Wolfsburg, der gegen Gütersloh zweistellig gewann.

Vor 1 350 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion musste sich die Elf von Trainer Bernd Schröder mit einem torlosen Remis begnügen. Nach sieben Siegen und einer Niederlage ware es für Turbine das erste Remis in dieser Saison.

Anonma in Startformation
Beide Teams kamen in der abwechslungsreichen Partie von Beginn an gut ins Spiel. Potsdam, in dessen Reihe die frisch gebackene Afrika-Meisterin Genoveva Anonma in den Sturm zurückkehrte, hatte zunächst mehr Ballbesitz, Freiburg aber die besseren Torchancen.

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Freiburg hält die Null
„Potsdam hatte zwei gute Kopfballmöglichkeiten. Da hatten wir ziemliches Glück“, sagte Freiburgs Trainer Milorad Pilipovic zur Überlegenheit der Potsdamerinnen in der zweiten Halbzeit. Doch mit Glück und Geschick hielt die Freiburger Defensive stand und machte den überraschenden Punktgewinn perfekt.

Leidenschaftlicher Punktgewinn
„Ich habe heute eine überragende Leistung meiner Mannschaft gesehen. Die waren mit Leidenschaft dabei“, zog Pilipovic dennoch eine positive Bilanz. Einziger Wermutstropfen: In der 88. Minute musste Jobina Lahr mit einer womöglich schweren Knieverletzung vom Platz getragen werden.

Schröder: „Können noch froh sein“
Potsdams Trainer Bernd Schröder meinte: „Wir müssen noch froh sein, dass es so ausgegangen ist. Freiburg war der erwartet starke Gegner und wir hatten nicht viel entgegenzusetzen. Es ist ein verdientes Unentschieden für Freiburg. Wir haben heute zu viele Fehlpässe aus dem Mittelfeld heraus gemacht.“

Jubel des VfL Wolfsburg

Der VfL Wolfsburg schoss sich locker an die Tabellenspitze © Lutz Kollmann / girlsplay.de

Wolfsburg neuer Tabellenführer
Neuer Spitzenreiter ist dank des besseren Torverhältnisses und trotz eines weniger ausgetragenen Spiels der VfL Wolfsburg, der sein Nachholspiel vom ersten Spieltag gegen Aufsteiger FSV Gütersloh 2009 klar mit 10:0 (4:0) gewann.

Wolfsburgerinnen in Torlaune
Verena Faißt (11.), Alexandra Popp (24.), Viola Odebrecht (36.) und Conny Pohlers (44.) sorgten noch vor der Pause für eine komfortable Führung. Pohlers mit ihrem zweiten Treffer (53.), Lena Goeßling (61. Foulelfmeter),Martina Müller (63.) und Lina Magull (66.) schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe. Luisa Wensing (84.) und Pohlers mit ihrem dritten Treffer des Tages (85.) sorgten gar für einen zweistelligen Erfolg.

Pohlers: „Müssen auf dem Boden bleiben“
Pohlers erklärte: „Natürlich haben wir vor Anpfiff auch auf das Ergebnis von Potsdam geschaut. Dass nur drei Tore fehlten, war zusätzliche Motivation. Aber: Wir haben noch einen langen Weg vor uns und müssen mit beiden Füßen fest auf dem Boden bleiben.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

72 Kommentare »

  • H2O sagt:

    Zum Wolfsburger Sieg habe ich heute zwei Gedanken.

    Einmal herzlichen Glückwunsch zu diesem super Sieg! 🙂
    Einfach toll wie viele Spielerinnen getroffen haben und das die Mannschaft in diesen Wochen mit vielen Spielen solch eine konstant super Leistung hinlegt. Besonders freut mich der Treffer für Verena Faißt, die mir in den letzten Spielen besonders gefallen hat.

    Für Wolfsburg ist der unerwartete Rückschlag von Turbine natürlich sehr glücklich. Außerdem wurde im Torverhältnis ordentlich etwas geleistet.

    Der zweite Gedanke der sich mir aufdrängt ist, dass ein 10:0 ein schlechtes Ergebnis für die Liga ist. Es zeigt einfach wie unausgeglichen es teilweise noch zugeht.

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  • MariaOzawaFan sagt:

    Irgendwo stimmt was nicht.

    „..VfL Wolfsburg, der sein Nachholspiel vom ersten Spieltag gegen Aufsteiger FSV Gütersloh 2009 klar mit 8:0 (4:0) gewann.“

    Weiter unten steht was von einem zweistelligen Erfolg.

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  • gerd karl sagt:

    herr juchem, es müsste 10-0 heissen.
    aber die torschützinnen richtig aufgezählt so das es 10 treffer sind.

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  • Michael sagt:

    In der 88. Minute musste Jobina Lahr mit einer womöglich schweren Knieverletzung vom Platz getragen werden.

    Der Turbine-Ticker dazu:

    „17:46
    89 min 0:0
    Verletzungsunterbrechung, nachdem eine Freiburgerin nach einem Zweikampf zu Boden geht und mit der Trage vom Platz gebracht werden muss. Freiburg nun in Unterzahl.
    17:49
    90 min 0:0
    Potsdam versucht jetzt nochmal nach vorn zu drücken, ist aber im Abschluss zu ungenau.“

    Nanu? Kein Schaum vor dem Mund bei den Freiburgerinnen? Kein Vorschlag von Bernd Schröder, das Spiel in Ruhe austrudeln zu lassen? O tempora, o mores!

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  • Markus Juchem sagt:

    @gerd karl und MariaOzawaFan: Danke, ist korrigiert.

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  • wfm sagt:

    @Michael
    Genau den Gedanken hatte ich auch! Zumal es ja hier auch ein Fremdverschulden zumindest eine Beteilungung einer Potsdamer Spielerin gab.

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  • timmy sagt:

    Och mein Gott. Gütersloh hat doch schon gute Spiele gemacht. Da sind 10 Tore sind auch mal schön für die Fans.

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  • Sheldon sagt:

    @Michael: Der Fakt ist: Es war keine lebensgefährliche Situation. Die war es bei Singer. Daher wäre bei Singer Abbruch richtig gewesen, bei Lahr nicht, da es sich um eine rein sportliche Verletzung handelte.

    Übrigens hat Potsdam davon ja schließlich dann doch nicht profitiert, im Gegensatz zu Frankfurt!

    Zu Wolfsburg: Die Ergebnisse, die sie erzielen, sind schon sehr erstaunlich. Wollen wir hoffen, dass das keine Eintagsfliege ist. Allerdings, die wirklich harten Spiele kommen erst noch und Freiburg und Essen haben ja schon gezeigt, dass sie zu knacken sind (nur ein Elfmetertor gegen Freiburg). Steht man hinten gut, sind Punkte drin!

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  • enthusio sagt:

    @Michael:
    Dein Kommentar spricht mir aus der Seele. Ich hoffe, damit sind die unsäglichen Vorwürfe und Anfeindungen gegen Bajramaj und Frankfurt nach dem Potsdam-Spiel ein für allemal vom Tisch !!!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Michael und wfm

    Die mit Sarkasmus unterlegte Darstellung der Verletzung der Freiburgerin Lahr in den Kontext mit den Vorkommnissen in den letzten Minuten von TP vs. Ff. zu bringen, finde ich absolut absurd, spottet jeglicher Beschreibung und disqualifiziert auf nahezu peinliche Art und Weise 2 selbsternannte FF-Fans!
    Szenen dieser Art hervorzukramen und populistisch für nicht nachvollziehbare Zwecke heranzuziehen, ist eine Form von Perversität, die man ächten sollte.
    Versuchen hier sog. „Fans“ des 1.FFC Ff. im Nachhinein eine Rechtfertigung zu erreichen, die plump und verachtenswürdig ist?
    Und das schreibe ich nicht etwa, weil bei dem länger zurückliegenden Vorkommnis 2 Spielerinnen eines Teams mit reichlichem Blutverlust und nachfolgenden Nervenflattern bei allen Beteiligten festzustellen war, sondern wegen der generell unterschiedlichen Situationen, die eine Vergleichbarkeit grundlegend unwahrscheinlich macht.
    Die Verletzung eines Sportlers ist leider ein sehr häufiges Vorkommnis und gehört irgendwie bei vielen Sportarten (wie generell auch im Beruf!) dazu, aber die extreme Situation im Karli stellt Gottseidank eine große Ausnahme dar, wie sie uns alle hoffentlich nicht so schnell wieder ereilt.
    Ich vergleiche auch nicht einen Flugzeugabsturz mit einem Fahrradunfall.

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  • mas sagt:

    @Michael, wfm
    Wenn sich jemand am linken Knie oder so verletzt und vom Platz getragen werden muß, ist das sehr unschön, kommt aber leider immer mal wieder vor.

    Alles Gute nach Freiburg.

    Meines wissens gabs zum Glück keine bewußtlosen Spielerinnen, Lebensgefahr… Ich hoffe daß ich mich nicht täusche

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  • H2O sagt:

    @Schenschtschina Futbolista

    Naja, also ich finde die Darstellung von Michael und wfm nicht so abwegig. 😉
    Außerdem zeigen die Beiträge einen subtilen Humor der keinen beleidigt aber vielleicht ein wenig populistisch ist.

    Die beiden hier als „selbsternannte FF-Fans“ zu beschreiben ist aber auch nicht viel besser, oder?

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  • Yak sagt:

    Die Frankfurt Fans können es nicht lassen, obwohl sie das sehr umstrittene Spiel gegen Turbine letzendlich gewonnen haben und sich doch entspannt zurücklehnen könnten, fangen Sie an alte Wunden wieder aufzureißen. Ja Michael und wmf ihr seit gemeint, in diesem Punkt kann ich „Schenschtschina Futbolista“ nur zustimmen, mit seiner letzten Aussage hat er vielleicht ein wenig übertrieben, aber nicht unrecht.

    Und da ihr beide nicht im Stadion gewesen seit und auch sonst sicher keinerlei Bildmaterial von dem Vorfall gesehen habt, der und jetzt kommt mein Senf zu der Sache, bei weitem nicht zu vergleichen war mit dem was am 30.09 passiert ist, solltet Ihr euch ein wenig zügeln mit solch populistischen Äußerungen. Ich würde jetzt mal die These aufstellen das niemand im Stadion und auf dem Rasen ob Turbine oder Freiburg, auch nur ein Gedanken daran gehegt hat, diese Szene mit der aus dem Spiel gegen Frankfurt zu vergleichen. Deswegen solltet Ihr das moralaposteln ganz einfach sein lassen und euren Frust, den Ihr bei all den Leistungen welcher der FFC Frankfurt in letzter Zeit gezeigt hat, in etwas nützlicheres stecken, als hier wieder eine Potsdam-Frankfurt Debatte anzustacheln.

    Mit freundlichem Gruß Yak

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  • O. Christ sagt:

    Im Zusammenhang mit dieser leidigen Debatte finde ich bemerkenswert, dass Anne von Bonn vor 4 Wochen gegen Neuenahr sich nach einem Zusammenstoß mit Célia Okoyino da Mbabi eine nicht unerhebliche Verletzung zuzog (Bewusstlosigkeit, Intensivstation, Verbleib im Krankenhaus), ohne dass ein Spielabbruch diskutiert worden wäre oder man außerhalb von Regionalzeitungen darüber überhaupt nur berichtet hätte…

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  • Ralf sagt:

    Einige sind nicht in der Lage Situationen richtig einzuschätzen und diese dann in einen RICHTIGEN Zusammenhang zu bringen.

    Die Knieverletzung ist in keinster Weise mit den Verletzungen von Mirlach und Singer zu vergleichen.
    Zumal hier auch gleich >2< Spielerinnen verletzt ausschieden.

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  • wrack sagt:

    O. Christ: „… Anne von Bonn vor 4 Wochen gegen Neuenahr sich nach einem Zusammenstoß mit Célia Okoyino da Mbabi eine nicht unerhebliche Verletzung zuzog (Bewusstlosigkeit, Intensivstation, Verbleib im Krankenhaus)…“

    Danke für die Information, davon hatte ich überhaupt nix gehört. Damit verliert der Singer/Mirlach-Unfall das Prädikat „Ausnahmefall“ (Kein Kommentar zur Franfurt-Potsdam-Affäre !) und man sollte sich angesichts beider Fälle doch fragen, ob man nicht den Kopfschutz (Bei nassen Bällen sowieso zu empfehlen.) mit Nachdruck empfiehlt, z.B. von Seiten des DFB. Gibt es bei den Frauen weitere Vorfälle mit Bewußtlosigkeit auf dem Platz ?

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  • enthusio sagt:

    Die Bewertung der Reaktionen auf die Verletzungen von Singer und Mirlach fällt wie schon vor ein paar Wochen sehr unterschiedlich aus, und das ist gut so. Moralische Verurteilungen („Populismus“) von Usern wie Michael und wfm sind daher völlig daneben. Akzeptiert einfach, dass es zu diesem Thema nicht „DIE WAHRHEIT“ gibt, wir sind hier schließlich keine Fundamentalisten ! Wenn hier nur eigene Meinungen akzeptiert werden und Andersdenkende diffamiert und verteufelt werden, können wir das Forum ja schließen.

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  • jochen-or sagt:

    Es ist blamabel, dass dieser provokante Schwachsinn, der hier mit der Verletzung von Lahr angezapft wird, wieder eine derartige Aufmerksamkeit erhält – überall Daumen rauf und runter.

    Von der Sache her – und darum sollte es hier gehen – war Freiburg in Potsdam wirklich gut und dürfte tatsächlich als m.E. vierte Kraft der Bundesliga in den Heimspielen den Spitzenmannschaften noch Sorgen bereiten können. Freuen wir uns darüber, denn ein 10 : 0 ist gerade das, was wir nicht in der Bundesliga brauchen.

    Besonders gefallen hat mir Leupolz – aber insgesamt war das eine geschlossene Mannschaftsleistung der Freiburgerinnen, die in allen Mannschaftsteilen recht flott und beweglich agierten und auch in der Abwehr gegen den guten Turbinesturm wenig Chancen zuließen.

    Turbine selbst war nicht schlecht, spielt aber eben mit einer gestern wiederum durchschnittlichen Abwehr – auch weil von der Abwehr nichts nach vorne kommt – und einem aktuell nicht besonders formstarken Mittelfeld mit dem Rücken zur Wand, auch weil da eigentlich nichts mehr auf der Bank sitzt und die vielen Spiele sicherlich auch bei den 12, die jetzt noch da sind, in den Klamotten hängen bleiben.

    Man merkte auch deutlich, dass die Freiburgerinnen keinen Respekt vor Turbine hatten. Damit wird Turbine auch am Sonntag gegen Bad Neuenahr leben müssen.
    Hoffen wir, dass der Kräfteverschleiss der letzten Mohinkaner nicht zu hoch ist.
    Wolfsburg war und bleibt Meisterfavorit – und nach diesem Unentschieden kann das Spiel am 23.11. in Wolfsburg für Turbine schon eine Vorentscheidung sein. Gewinnt Wolfsburg, so wird dies ein großer Schritt in Richtung Meisterschaft sein, zumal einige Mannschaften doch wiederum stark abfallen und daher die Meisterschaft über die direkten Duelle entschieden werden dürfte.

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  • wfm sagt:

    @H20
    Danke für Deinen Beitrag!
    Offensichtlich ist das Thema noch hoch sensibel. Die Situationen sind sicherlich kaum vergleichbar. Allerdings wird die gegen Frankfurt von einigen hier im Nachhinein viel eindeutiger dargestellt als sie es in der Situation für die am Spiel Beteiligten tatsächlich war.
    Mir ging es auch überhaupt nicht um Populismus oder gar moralische Verurteilungen.
    Wie Michael bezog ich mich auf den Ticker! Da schoß es mir angesichts der von ihm zitierten Passage schon durch den Kopf, ob man nicht gerade im Lichte der vorhergegangenen Ereignisse vielleicht hätte demonstrativ ein Zeichen setzen können, indem man zumindest auf das „drücken“ verzichtet.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @H2O
    > Die beiden hier als “selbsternannte FF-Fans” zu beschreiben ist aber auch nicht viel besser, oder?
    Hä, was soll das denn bitte? Muss ich Dir mitteilen, dass das Gegenteil von selbsternannt berufen lautet? Und wo soll sich diese Berufungsstelle denn befinden, wenn nicht in jedem FF-Fan selbst!
    Du bist also ein genauso Selbsternannter wie die Beiden, wie ich u.v.a.m. Was ist daran „auch nicht viel besser“?
    Manchmal werden eben Krümel zu finden geglaubt, wo vorher keine waren (oder die Spatzen diese bereits aufgepickt hatten)! 🙁

    @jochen-or
    Du hast zwar uneingeschränkt Recht in Deiner Position, hattest aber eben auch reichlich mehr Vorlauf, um Dich darauf einzustellen.
    Mir lief die sprichwörtliche Galle über beim Lesen dieses Schwachfugs und da gab es eben kein Halten – es musste raus! Wie sangen doch die „Prinzen“? Ich möchte gern eine Bombe sein… 😉
    Im Rahmen der Schröderschen Statements gewinne ich regelmässig an Erkenntnis hinzu, dass sich dieser mit der gegenwärtigen Situation abgefunden, seinen Frieden gemacht hat! Es gibt einige Anzeichen, die darauf hindeuten, dass BS zu Einsichten gelangt ist, die er auch in den Pressekonferenzen aber auch anderswo häppchenweise zugibt, dass sein Team einfach den Erwartungshaltungen, international, aber eben auch national nicht gewachsen ist. Wielange schleppt Turbine die nicht enden wollenden Makel des Verschlafens, der mangelhaften Zus(ammen)piele und Chancenverwertung mit sich rum?
    Aktuell gehe ich jede Wette mit, dass Turbine diese Saison nicht als einer der beiden Erstplazierten beendet und auch im Pokal, die nächste Runde nicht übersteht!

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  • pmm... sagt:

    Bei allem Zwist der wieder aufkommt, zuallerest sollten wir doch die gute Gewohnheit beibehalten, der Spielerin Lahr alles Gute und baldige Genesung zukommen zulassen.

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  • Sheldon sagt:

    @wfm:

    Ich glaube, man muss die Situationen verschieden betrachten:

    1. Die Spielsituation zuvor – beim Frankfurt-Spiel waren die Spielanteile relativ gleich, Potsdam hatte kurz zuvor sogar Vorteile gehabt, beim Freiburg-Spiel hat Potsdam die ganze Zeit das Spiel gemacht.
    Dass sie dann noch einmal „drücken“ in der Schlussphase, hat also nichts mit dem Ausnutzen dieses speziellen Geschehnisses zu tun, sondern ist einfach die Fortführung des Spiels gewesen.

    2. Die Verletzung – Jobina Lahrs Verletzung war unglücklich, aber solche Verletzungen passieren nunmal. Ich nehme an, dass sie weder bewusstlos noch sonst irgendwie derart ernsthaft verletzt war, dass dort akute Gefahr für Leib und Leben (z.B. die Gefahr einer Amputation oder einer Blutvergiftung) in diesem Moment gegeben war. Es war eine reine Sportverletzung, die in so einer Situation schon einmal passieren kann.

    3. Die Vorgeschichte – das Duell gegen Freiburg hat keine. Das ist auch ein wichtiger Punkt. Natürlich ist es in dem Moment, wo es zwischen Frankfurt und Potsdam, etwas völlig anderes als in einem solchen Spiel. Es wäre unter umgekehrten Vorzeichen auf Seiten der Frankfurter Fans nicht anders gewesen.
    In dem Moment, wo die Schiedsrichterin wieder anpfeift und Bajramaj das Tor erzielt, da entlädt sich natürlich der gesamte Frust der Fans, der sich über Jahre angestaut hat.

    4. Das Ergebnis – auch das spielt hier eine Rolle: Fakt ist, wir würden die Situation heue ganz anders bewerten, wenn es damals beim 1:1 geblieben wäre, selbst wenn Frankfurt alles daran gesetzt hätte, das Tor zu schießen. Es wäre ein dem Spielverlauf angemessenes Ergebnis gewesen. Der Fußballgott (oder wer auch immer) hätte Gerechtigkeit walten lassen und verhindert, dass Frankfurt das 2:1 schießt.
    Gestern konnte man entnehmen, dass Turbine eigentlich die ganze Zeit das Spiel bestimmt hat und vorne die Tore einfach nicht gemacht hat. Insofern dürfte das 0:0 alleine Genugtuung genug gewesen sein.

    Ein anderes Beispiel, wo es genauso wenig Stress gegeben hätte, wäre Frankfurt-Gütersloh gewesen. Hätte sich da eine Spielerin in der 85. Minute derartig verletzt und hätte Gütersloh dann in der 89. Minute das 1:1 erzielt, wie es ja passiert ist, hätte niemand etwas gesagt. Das 1:1 hätte die Verletzung mehr als „entschädigt“.

    Ein Punkt, der auch bei der Verletzung von Anne van Bonn greift: Die Verletzung hat keinen Einfluss auf den Spielverlauf genommen, was bei Potsdam klar der Fall war (auch wenn Ogimi dieses bestreiten mag, sie kann nur für sich sprechen und nicht für andere SICHTLICH geschockte Spielerinnen wie Naeher, Draws, Andonova, Winters, die wie parallelisiert wirkten).

    Und das ist für mich der entscheidende Punkt in dieser Debatte.

    Nichtsdestotrotz wünsche ich natürlich Jobina und auch Anne gute Besserung und eine Genesung ohne Komplikationen!

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  • Andreas sagt:

    Ganz so kann ich das Ausrasten der Potsdamer Fans zu dem Beitrag nicht verstehen. Fakt ist, dass damals u.a. argumentiert wurde, dass Frankfurt den numerischen Vorteil ausgenutzt hat, um das Spiel noch zu gewinnen. Das wurde auch vom Turbine-Trainer herausgestellt. Jetzt heißt es in dem Turbine Ticker, dass Freiburg durch die Verletzung in Unterzahl weiter spielen musste und Potsdam gedrückt hat, um noch den Siegtreffer zu erzielen. Auch wenn man die Situationen vielleicht nicht vergleichen kann. Potsdam und die Fans der Mannschaft haben sich damals moralisch auf eine sehr hohe Stufe gestellt und den mal wieder bösen FFC Frankfurt beschimpft ob des armseligen Verhaltens. Da hätte es sich aus meiner Sicht gehört, dass man diesem moralischen Anspruch jetzt auch gerecht wird und eben nicht mehr auf den Sieg drängt. Tut mir leid, da hat sich Potsdam ein richtiges Eigentor geschossen, wo man doch damals behauptet hat, dass man es anders gemacht hätte. Und wenn Sheldon als Begründung heranführt, warum es hier ok war, das Potsdam keinen Erfolg hatte, ist das doch sehr merkwürdig und zeigt nur, dass es darum geht nicht zugeben zu müssen, dass die eigene hieß geliebte und über allen anderen Vereinen stehende Mannschaft, ihren eigenen moralischen Ansprüchen nicht gerecht geworden ist.

    Der Beitrag von Michael ist zwar etwas sarkastisch überspitzt, hat aber absolut seine Berechtigung.

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  • Sheldon sagt:

    @Andreas: Auch hier: Potsdam und gerade Bernd Schröder haben nur dies nur derart betont, da zuvor Frankfurt eben nicht überlegen war und ein 1:1 dem Spiel angemessen war.
    Die Verletzung hat den Spielverlauf auf den Kopf gestellt und Frankfurt hat sich mit dem Drängen auf den Siegtreffer damals sehr feige angestellt. 89 Minuten haben sie brav mitgespielt und hier und da haben sie sich mal die ein oder andere Torchance herausgespielt, doch sie haben zu keinem Zeitpunkt mit der Aggressivität agiert, wie in den letzten 3 Minuten.

    Ich kann das Potsdamspiel gestern nur von dem Standpunkt beurteilen, was ich im Ticker lese, und da sieht es für mich so aus, dass die Verletzung keinen Bruch im Spiel verursacht hat, sondern eher eine Randnotiz darstellt, denn Potsdam hätte auch ohne die Verletzung von Jobina so gespielt.
    Frankfurt wäre damals nicht mehr dazu in der Lage gewesen und hat nur die psychische und physische Extremsituation ausgenutzt, um zu gewinnen, was sie ohne die Verletzungen nicht geschafft hätten.

    Ich will es mit einem Bild ausdrücken: Wenn ein Boxer sich versehentlich unglücklich verletzt, dann ist es nicht moralisch verwerflich, wenn ein ihm sowieso überlegener Boxer dann diese Situation ausnutzt.
    Doch wenn der Trainer eines Boxers bei einem Kampf auf Augenhöhe oder sogar der des überlegenen Boxers auf einmal einen Herzinfarkt bekommt und ins Krankenhaus muss und der andere Boxer dann diesen Moment ausnutzt, in dem der Boxer aus verständlichen Gründen nicht konzentriert ist, dann ist das feige, weil er damit anzeigt, dass er nur gegen einen angeknockten Gegner siegen kann und das auch nötig hat!

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  • emmi sagt:

    Hallo,

    gehöre auch zu den Leuten, die das weiterspielen Potsdams für gerechtfertigt halten.

    Falls jedoch wirklich eine Mitschuld bei einer Potsdammer Spielerin lag, bin ich der Meinung, dass Potsdam ebenfalls eine Spielerin vom Feld hätte nehmen sollen. Also zwar ernsthaft weiterspielen, allerdings der Gerechtigkeit zu Liebe ebenfalls mit nur 10 Spielerinnen.
    Denn in diesem Fall, war es ja auch das eigene Verschulden, dass es nur noch 10 Freiburger waren..

    Anders wäre es, wenn sich eine Spielerin ohne Fremdeinwirkung verletzt, oder das Auswechselkontingent noch nicht voll ausgeschöpft war.

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  • wfm sagt:

    @Sheldon
    Ich weiß nicht warum Du mich ansprichst. Ich habe doch ausdrücklich geschrieben: „Die Situationen sind sicherlich kaum vergleichbar.“ Für mich ist dazu inzwischen auch mehr als genug geschrieben worden als dass man das wieder aufrollen sollte.
    Auch in bezug auf das Spiel gegen Freiburg habe ich doch klar gesagt, dass ich mich nur auf bestimmte Meldungen im Ticker bezog.
    Interessant ist, dass du, – solltest du tatsächlich im Stadion gewesen sein – offensichtlich ein anderes Spiel als Schröder gesehen hast. Der beureilt es bei turbine.tv doch erheblich anders.

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  • DAWIDenko sagt:

    Konnte das gestrige Spiel im Kalri nicht verfolgen.
    Außer den Eindrücken, die hier schon aufgegriffen wurde und auch im Live-Ticker standen:
    Was gibt es sonst noch vielleicht interessantes zu dem Spiel zu berichten?
    z. B.
    Wie war Anonma drauf?
    Wie Spielte Yuki im Mittelfeld?

    Nun ist es leider passiert, dass man nicht gewonnen hat in einem Bundesliga-Heimspiel. Es sit natürlich ärgerlich, dass man die Chance die Tabellenführung zu verteidigen verpasst hat.
    Aber solche Spiele, gerade in der Winterzeit, kenne ich auch aus anderen Saisons ohne die derzeit vorherrschenden Personalsorgen.
    Denke dabei an das Heimspiel gegen Bad Neuenahr in der letzten Saison.
    Irgendwie köpfte Cramer als ich es kaum noch für möglich hielt das Siegtor zum 1:0!
    Auch davor ein Heimspiel gegen Herford. Man ging zwar früh durch Lira(?) in Führung, aber danach lief nichts mehr.
    In den beiden Spielen schaffte man es irgendwie noch 3 Punkte zu ergattern. Das ist manchmal ein schmaler Grad.

    Die nächsten Spiele sind jetzt echt wichtige Meilensteine: Auswärts im Pokal gegen Bad Neueahr und Auswärts in Wolfsburg.
    Bad Neuenahr wird sicherlich besser auftreten als zuletzt.

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  • Frieda sagt:

    @ sheldon

    Du hast schon mitbekommen, dass sich eine Freiburger Spielerin verletzt hat und nicht der Trainer?

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  • Markus Juchem sagt:

    Jobina Lahr hat sich einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen und wird für den Rest der Saison ausfallen.

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  • Sheldon sagt:

    @Frieda: Du hast den Vergleich nicht verstanden. Boxer haben normalerweise ein sehr persönliches Verhältnis zu ihren Trainern (Beispiel Klitschkos-Sdunek). Wenn Sdunek ins Krankenhaus muss mit einer lebensgefährlichen Verletzung etc., glaubst du wirklich, dass Klitschko in dem Moment noch konzentriert weiterkämpfen kann?

    Genauso ist es mit einer lebensgefährlichen Verletzung einer Mitspielerin beim Fußball. Ich jedenfalls könnte nicht einfach so weiterspielen, wenn mein Kollege mit ner lebensbedrohlichen Verletzung im Krankenhaus wäre und ich nicht wüsste, ob ich ihn nochmal wiedersehen könnte.

    Das lag aber bei Freiburg gestern nicht vor. Die Freiburger waren physisch, aber nicht psychisch geschwächt. Und ne physische Schwächung kommt immer mal vor, ob es nun rote Karte oder ne Verletzung ist, ist dabei egal!

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  • Lucy sagt:

    Autsch 🙁 Gute Besserung Jobina !

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  • Frieda sagt:

    Der Vergleich ist einfach nicht logisch.

    Und ja – ich glaube sehr wohl, dass Klitschkos weiterkämpfen würde, genau so wie Potsdam weitergespielt hat. Beide Mannschaften haben weitergespielt, nicht nur Frankfurt. Denn du kannst in so einer Situation nichts machen für den Verletzten. Außer evt. den Sieg zu holen.

    Wann ist eine Mannschaft psychisch geschwächt? Wenn Blut fließt? Wann besteht Lebensgefahr?

    Die Spielerinnen selber haben nie behauptet, dass sie nicht weiterspielen wollten. Nur die Moralkeule zu schwingen (von Trainer und Fan-Seite) und dann ähnliche Situationen zu relativieren weil es ja alles ach so anders war, finde ich daneben.

    Ich verstehe und verstand die Diskussion über das moralische Vergehen des FFCs einfach nicht. Aber das mag daran liegen, dass ich einen Teil meines Lebens in einem Land verbracht habe, wo solche Verletzungen normal sind, im Fußball aber vor allem im Rugby.

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  • frosti sagt:

    Mit diesen ewigen Kreuzbandrissen bei den Frauen ist es zum K….. und auch von mir alles Gute für Lahr.
    Freiburg hat mich gestern wirklich beeindruckt, weil die Mannschaft hervorragend athletisch trainiert wirkte und lange Zeit auf Augenhöhe ( wie es jetzt immer heißt) mit Potsdam agierte. Auch die Abwehr ließ sich nicht so häufig von den schnellen Potsdamer Außen Evans (gestern nicht so stark) und Göransson überlaufen. Potsdam hatte viel weniger Großchancen als üblich und das 0:0 ist als gerecht zu bezeichnen.
    Yuki – DAWÌdenko – war für mich nicht so gut drauf. Sie spielte im Mittelfeld, welches mich nicht besonders beeindruckt hat. Mirlach spielte relativ unglücklich in der 1. Halbzeit und auch die für sie eingewechselte Keelin Winters konnte mich nicht recht überzeugen. Viele Abspiele in den Lauf, die sonst so gefährlich sind, waren gestern falsch getimt oder unterblieben dann, wenn es sinnvoll gewesen wäre.
    Genoveva kämpfte und rackerte in alter Gewohnheit und band stets 2 Gegenspielerinnen, wenn sie am Ball war, kam aber eben nicht zu einem ernsthaften Schuss, weil die aufmerksame Freiburger Abwehr fast alles abblockte.
    Richtig Druck konnte Turbine erst in der 2. Halbzeit und eher gegen Ende des Spiels aufbauen – aber die Schüsse und vor allem Kopfbälle waren nicht platziert. Torfrau Benkart musste gar nicht großartig glänzen, weil sie alles auf den Körper serviert bekam.

    Beachtenswert: 1.315 Zuschauer an einem Mittwochnachmittag um 16.00 Uhr in Potsdam. Das ist auch etwas, was für mich Turbine attraktiv macht. Auch an einem solchen Herbsttag kein „Bonjour tristesse“ auf den Rängen.

    Mich würde interessieren, wie viele in Wolfburg waren?

    Schade ist dies mit der Verletzung von Lahr. Kaum liegt jemand muss beim FF und hält sich dass Bein, muss man schon um eine lange Ausfallzeit Angst haben – und derzeit freue ich mich schon, wenn Turbine nichtnoch eine Verletzte hat.

    Mit dem Vergleich Vorfall Lahr mit den zwei am Kopf blutenden und offensichtlich bewußtlosen (jedenfalls Singer) Turbinen, die lange Zeit reglos auf dem Feld lagen, dort lange behandelt und auf Tragen abtransportiert werden mussten, sollte man sich eigentlich nicht ernsthaft beschäftigen.
    Niemand hat und wird den Abbruch oder das Einstellen des Spiels verlangen, wenn jemand eben nur eine das Leben nicht gefährdende typische Sportverletzung erlitten hat – und wären Singer und Mirlach, auch durchaus am Kopf blutend, vom Platz gelaufen oder nur geführt worden, so hätte auch niemand verlangt, dass der 1. FFC deshalb nicht auf Sieg spielt.
    Immerhin kam man an den Daumen hoch und runter ermessen, wer gegen und wer für Turbine ist. Zumindest hoffe ich, dass dies die Erklärung hierfür ist. Ansonsten müsste ich mir so meine Gedanken machen.

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  • TomS sagt:

    @dawidenko
    fünf daumen von mir. ja das würde mich auch interessieren, wie das spiel an sich war.
    für mich war das unentschieden keine große Überraschung, mußte ja mal passieren..kam ja schon öffter vor.(siehe Dawidenko)
    Mich würden kleine Spielberichte oder links zu videos von beiden Spielen interssieren. Wer hat was?

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  • grammofon sagt:

    Die Provokationen der Frankfurt Fans ignoriere ich jetzt mal ganz bewusst.

    Obwohl ich Potsdam Fan bin, ist mir Freiburg schon lange sympathisch. Die haben eine klasse Einstellung und schaffen es immer wieder mit jungen Spielerinnen sehr weit zu kommen. Von daher Gratulation zum Unentschieden.

    Das Problem bei Freiburg ist, denke ich, die Breite. In der letzten Saison haben sie auch in der ersten Hälfte der Saison sehr gut gespielt. Als aber nach der Winterpause einige Spielerinnen verletzt und erkrankt fehlten, sah es plötzlich nicht mehr so gut aus.

    Um so bitterer also der Kreuzbandriss von Lahr. Auch von meiner Seite alles Gute!

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  • wfm sagt:

    Interessante Veränderung bei den Bewertungen. Da versucht offensichtlich ein technisch bewanderter Leser das System ad absurdum zu führen. Allerdings ist die Manipulation allzu offensichtlich.

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  • JimPanse sagt:

    …zwei mal drei macht vier,
    widewidewitt und drei macht neune,
    ich mach mir die Welt,
    widewide wie sie mir gefällt…

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  • O. Christ sagt:

    @TomS:
    Kleines Video zu Potsdam – Freiburg

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  • MariaOzawaFan sagt:

    Hier ein kurzer Kommentar von Sarah Doorsoun und Bernd Schröder:

    http://www.youtube.com/watch?v=onW3QOvn03I

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  • DAWIDenko sagt:

    @ Frosti:

    Vielen Dank für den ausführlichen Bericht über deine Beaobachtung zum Spiel und zur Kritik einzelner Spierinnen.

    Anbei habe auf der Suche nach Material zum Turbine Spiel habe ich noch folgendes gefunden:

    Bernd Schröder im Interview gleich nach dem Spiel.

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  • Maxemus sagt:

    Hat eigentlich schon einmal jemand Singer und Mirlach gefragt, ob sie empört über die Fortsetzung der Partie waren ? Hat eigentlich schon jemand darüber nachgedacht, dass der Zuschauer aus einer ganz anderen Perspektive blickt als die Schiedsrichter und die Spielerinnen und möglicherweise wenigsten teilweise etwas anderes sieht ? Oder darüber, dass, wenn man erwartet, Panik auf den Gesichtern zu sehen, man sicher auch Panik entdecken wird, auch wenn sie vielleicht gar nicht da ist ?
    Ich frage mich, wie man ernsthaft den Abbruch der Partie fordern konnte ? Zuschauer und andere Spielerinnen waren nicht in Gefahr, nur ein Arzt konnte den Zustand von Singer und Mirlach beurteilen. „Lebensgefährlich“ schreibt hier einer. Wie kommt der zu diesem Urteil ? Hat er Supermanns Röntgenaugen ? Wie oft hat in der Männer-BL ein Spieler besinnungslos am Boden gelegen ? Und wie oft ist er gestorben ? Es ist die eigene Hysterie, die die Grundlage der Argumente darstellt ! Zuviel Fernsehen und zuviel Wunschdenken – unter Lebensgefahr geht da gar nichts. Die unmittelbaren Zeugen wie zum Beispiel Ogimi werden beiseite geschoben. Das passt eben nicht zum eigenen Drehbuch. Das Spiel wird bei den Potsdamer Fanatikern ewig als „ungerechter“ oder „dreckiger“ Sieg Frankfurts haften bleiben und bei den Frankfurter Fanatikern als Potsdamer Versuch, die regzuläre Niederlage wegzureden. Insgesamt ist der ganze Vorfall ein Dokument einer blödsinnigen Feindschaft und so hören sich auch einige Kommentare hier an: Feindselig und blöd.

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  • Sheldon sagt:

    @Frieda: Ich glaube nicht, dass du wirklich was von Rugby verstehst. Sonst dürftest du den Spruch kennen:
    „Rugby is a game for Hooligans played by Gentlemen, Football (Soccer) is a game for Gentlemen played by Hooligans.“
    Und der ist allzu wahr. Beim Rugby hätte es so einen Skandal wie im Turbine-Spiel nicht gegeben.

    Wenn du dir das Turbinenspiel noch einmal genau anschaust, wirst du merken, dass die Turbinen vielleicht weiterspielen wollten, aber nicht mehr konnten. Selbst wenn sie später alle die starken Frauen geben wollten, schneide nur einmal die komplette Szene zwischen Pfiff und Pfiff heraus und schau dir dann noch einmal die letzten 5 Minuten an. Der Bruch im Spiel von Turbine war deutlich zu sehen, da hat man allenfalls noch mitgespielt, aber nicht mehr auf Sieg, dafür war das Tempo, der Biss und die Konzentration weg.

    Übrigens würde ich eine Situation, in der die Spielerin bewusstlos ist, ihre Zunge verschluckt hat und Verletzungen der Halswirbelsäule nicht auszuschließen sind, in der selbst die anwesenden Ärzte keine Entwarnung geben können, als kritisch für Leib und Leben einschätzen. Eine Querschnittslähmung hätte da ja auch ausgereicht. Genauso der hohe Blutverlust. Jeder weiß, dass übermäßiger Blutverlust, gerade an den lebenswichtigen Stellen, also Hirn und Herz absolute Lebensgefahr ausdrückt. Auch das war hier der Fall.

    Ich habe allerdings nirgendwo bestritten, dass Klitschko weitergekämpft hätte, doch er wäre innerhalb der nächsten 1 1/2 Minuten auf den Brettern gewesen, weil sein Körper überhaupt nicht mehr die Spannung hätte aufbauen können.
    Ich weiß auch, dass im Rugby solche Verletzungen gang und gebe sind, doch gerade dieser Fakt ist ein Punkt, der das unvergleichbar macht: Sobald das zur Regel wird, dass die Spieler blutüberströmt das Spielfeld verlassen, stumpft man einerseits dagegen ab, trainiert man andererseits aber auch so, dass solche Verletzungen nicht allzu gefährlich werden.
    Das ist aber bei den Frauen etwas ganz anderes: Ein Rugbyspieler hat einen Stiernacken, was keine der Frauen auf dem Feld hatte. Ergo sind dort Verletzungen im Bereich der HWS viel drastischer als im Rugby. Auch kommt dies dort eben nicht alle Tage vor und es ist nichts alltägliches, deinen Mitspieler blutüberströmt auf dem Boden liegen zu sehen. Es geht im Fußball eben nicht wie im Rugby darum, sich halb tot zu prügeln, sondern um einen technisch anspruchsvollen Sport. Und dort sind gerade Verletzungen in der Kopfgegend immer sehr kritisch.

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  • Detlef sagt:

    Nach den eher glücklichen Siegen in Jena und in Leverkusen mußte man gegen die wesentlich stärkeren Breisgauerinnen schon vor der Partie das Schlimmste vermuten!!!
    Um so erstaunlicher ist es für mich, daß ausgerechnet die zuletzt so desolate TURBINE-Defensive diesmal ihren Job ganz gut gemacht zu haben scheint, und ihnen endlich mal wieder ein ZuNull-Spiel geglückt ist!!!

    Dem entgegen ist es für mich genau so erstaunlich, daß unsere starke Offensive nicht wenigstens ein dreckiges 1:0 hinbekommen hat!!!
    Den Worten Schröders zu Folge lag wohl das Hauptproblem am schwachen Mittelfeld, und an YUKIS Fehlbesetzung!!!
    Nunja, PATTI hatte selbst in ihren schwächsten Spielen immer noch ab und zu einen genialen Moment, der gerade so ein Spiel hätte entscheiden können!!!
    Hoffentlich ist sie bis Samstag wieder fit, denn sie ist einfach von keiner anderen Spielerin zu ersetzen!!!

    Respekt vor AYOMA, die ja erst 8 Stunden vor Anpfiff der Partie aus dem Flieger gekrabbelt ist, und nicht nur den Kulturschock, sondern vor allem den Temperaturschock überwinden mußte!!!
    Dieser Einsatzwillen ist wirklich sensationell!!!

    Aber auch Glückwunsch an die Breisgauerinnen, die wirklich eine erstaunliche Hinserie spielen!!!
    Hoffentlich bleiben sie von ähnlichen Verletzungssorgen wie bei TURBINE verschont, und können dann auch die Rückrunde mit einem guten Ergebnis abschließen!!!
    Herr Pilipowitsch ist ein echter Trainerfuchs, und seine Arbeit trägt endlich goldene Früchte!!!

    Beste Genesungswünsche an Jobina Lahr!!!
    Wer wenn nicht das Potsdamer Umfeld kann nachempfinden, wie es jetzt in ihr aussehen mag!!!

    Die wirklich unqualifizierten Vergleiche mit dem Frankfurtspiel sind echt haarsträubend!!!
    Erst einmal waren dort gleich 2 Spielerinnen außer Gefecht gesetzt, beide waren blutüberströmt, und zumindest ALEX schwebte akut in Lebensgefahr!!!
    Selbst bei MIRLI konnte erst im Krankenhaus richtig Entwarnung gegeben werden, was auf dem Spielfeld keiner wissen konnte!!!
    Und psychologisch wirkte auch noch TONIS zeitiges Aus nach, wo ja die erste Diagnose Beckenbruch lautete!!!

    Jobinas Verletzung war wohl wesentlich unblutiger, und ihr Leben war zu keiner Sekunde bedroht!!!
    Zudem war sie die einzige Verletzte!!!

    Selbst einem völligen Laien dürften da einige grundlegende Unterschiede ins Auge fallen!!!

    Also was bezwecken User wie Michael oder wfm mit solch haarsträubenden Vergleichen???

    Bad Neuenahr wird sich jetzt natürlich richtig was ausrechnen!!!
    Ich schätze sie allerdings nicht so stark ein wie den SCF!!!
    Aber sie durften sich (dem DFB sei Dank) heute ausruhen, und Colin Bell hat bei seiner Hospitation sicher viel notiert!!!
    Und da gilt es ja auch noch Revanche für das 1:5 aus der Liga zu nehmen!!!

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  • Andreas sagt:

    @Sheldon: Leider hat mir JimPanse die Worte aus dem Mund kommen. Du kommst mir echt langsam vor wie Pippi Langstrumpf, die sich die Welt macht wie sie ihr gefällt. Jetzt hängt also ein bestimmtes moralisches Verhalten entweder vom Egebnis ab oder vom Spielverlauf vorher. Tut mir leid, das kann ich echt nicht nachvollziehen (mal abgesehen davon, dass Turbine ja wohl nicht so überlegen war und Torchancen davor eher Mangelware). Wenn man schon solche Standards an ein Fußballspiel legt, sollte das ja wohl immer gelten. Aber man kann ja immer alles so lange drehen und wenden, bis Turbine im Licht des Heiligenscheins steht. Und nur um das klarzustellen: Ich bin nicht der Meinung, dass Turbine nicht hätte weiter spielen sollen. Der gleichen Meinung bin aber auch was das Verhalten von Frankfurt anging. Man kann es nicht einmal so und einmal anders sehen, nur weil der eigene Verein unterschiedlich betroffen ist. Und dass sich die Anhänger der Frankfurter hier nochmal zu Wort gemeldet haben, liegt ja daran, dass Potsdam und seine Anhänger damals als es gegen den FFC ging die Moralkeule geschwungen haben und jetzt da Turbine eine solche Situation ausnutzt alles in Ordnung finden.

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  • Frieda sagt:

    @ mexemus

    Super auf den Punkt gebracht. Danke!

    @Sheldon

    “Rugby is a game for Hooligans played by Gentlemen, Football (Soccer) is a game for Gentlemen played by Hooligans.”
    „Es geht im Fußball eben nicht wie im Rugby darum, sich halb tot zu prügeln, sondern um einen technisch anspruchsvollen Sport. “

    Na was denn nun? Kannst du dich für ein Argument entscheiden? Im übrigen verstehe ich sehr viel vom Rugby, habe ich doch selber Jahre lang gespielt und tue dies sporadisch noch immer. Wir sind nicht abgestumpft, wir kriegen auf der Insel einfach eingeimpft, nicht nur im Rugby, sondern auch Fußball, Basketball, Hurling, Gaelic Football und Hockey, dass du bei Verletzungen nicht helfen kannst, wenn medizinisches Personal anwesend ist. Also „get your act together“ und stelle entweder einen Antrag auf Spielabbruch oder spiel das Spiel deines Lebens. Aber spielen und sich dann beschweren (noch mal, die Spielerinnen sind ja nicht die, die sich beschweren, sondern Fans und Trainer) ist einfach keine Möglichkeit.

    Ich habe mir das Turbine Spiel angeschaut und möchte mich auf die Aussagen der Spielerinnen beziehen, die mit Ausnahme von der auf der Bank sitzenden Sarholz alle kein moralisches Vergehen darin gesehen haben, weiter zu spielen. Den Schock haben übrigens beide Mannschaften. Nicht nur eine, auch dies scheinst du zu vergessen. (vgl. mexemus Kommentar)

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  • MariaOzawaFan sagt:

    Leider gibt es einen neuen Fall mit einer ohnmächtigen Spielerin.
    http://fansoccer.de/7787/2-bundesliga-nord-9-spieltag-ruckschlag-fur-lok-leipzig/

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  • Andreas sagt:

    Zitat Detlef: Beste Genesungswünsche an Jobina Lahr!!!
    Wer wenn nicht das Potsdamer Umfeld kann nachempfinden, wie es jetzt in ihr aussehen mag!!!

    Den Genesungswünschen schließe ich mich natürlich uneingeschränkt an. Im übrigen kann auch das Frankfurter Umfeld das absolut nachempfinden, wenn Du Dich an den Kreuzbandriss von Bajramaj aus dem Spiel gegen Potsdam erinnerst. Und dann auch das von Bayern München, die mit Kreuzbandrissen auch ein Lied singen können.

    Zitat Detlef: Also was bezwecken User wie Michael oder wfm mit solch haarsträubenden Vergleichen???

    Ich glaube die beiden bezwecken damit gar nichts. Sie haben nur eine andere Meinung als Du.

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  • pinkpanther sagt:

    @Maxemus: Danke!

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  • Sheldon sagt:

    @Maxxemus: Ich habe nicht gesagt, dass „bewusstlos am Boden liegen“ = „akute Lebensgefahr“ bedeutet.
    Doch bei wem der Verdacht auf Halswirbelbruch besteht und wenn diese Person sich dann im bewusstlosen Zustand die Zunge verschluckt, sprich damit die Atemwege abgeschnitten sind, dann kann man tatsächlich von akuter Lebensgefahr sprechen. Wird dieser Zustand nämlich nicht schnell genug gelöst, dann setzt die Atmung aus und spätestens dann wird es kritisch, weil gerade bei ner Halswirbelverletzung, bei der dann auch die Nerven im schlimmsten Fall betroffen sind, die Sauerstoffversorgung zum Hirn blockiert ist.

    @Frieda: Die Argumente schließen sich nicht aus, sondern das zweite bezieht sich auf den jeweils ersten Teil. Beim Rugby geht es nunmal darum, sich fair das Hirn einzutreten, beim Fußball geht es darum, mit möglichst unfairen Mitteln technisch-taktisch überragend zu spielen.
    Sprich: Liegt beim Rugby ein Spieler verletzt auf dem Boden bzw. bewusstlos und in akuter Lebensgefahr, dann würde kein Rugbyspieler so weiterspielen wie zuvor. Ich weiß nicht, wie das bei Frauen ist, aber ich kenne südafrikanische, australische, irische Rugbyspieler, die nie weitergespielt hätten, wenn es wirklich so einen immens schwerwiegenden Fall gegeben hätte. Und ich bin schockiert, dass es derartige Fairnessbekundungen beim englischen Rugby anscheinend nicht gibt.

    Übrigens, nach dem Spiel zu sagen, dass man hätte abbrechen sollen, wird keine Spielerin sagen, weil in allen ein bisschen Heldin steckt. Es geht nicht um die subjektive Eigenbeurteilung der Spielerinnen, die fast immer konträr zur objektiven Leistungsfähigkeit steht.
    Doch Sarholz war nicht die einzige, die Kritik hat durchklingen lassen: Auch Singer hat in ihrem Interview nach ihrer Verletzung gemeint, dass ein Spielabbruch sicherlich sinnvoller gewesen wäre. Andere Spielerinnen wurden gar nicht erst gefragt, weil sie sich derart im Schockzustand befunden haben (Naeher, Draws).

    Und das die Frankfurter Spielerinnen geschockt waren, das bestreite ich. So wie dort die Augen blitzten, scheint man sogar höchst erfreut über diese Wendung gewesen zu sein.

    Übrigens, wir beurteilen das gesamte Freiburger Spiel von einem Zitat aus dem Ticker. Mir wurde hier schon vorgeworfen, dass ich Spiele nur vom Lesen eines Spielberichtes nicht beurteilen kann. Ich frage mich: Wo ist da der Unterschied? Bis jetzt gab es nirgendwo die Bestätigung, dass Turbine nach der Verletzung tatsächlich noch einmal unnatürlichen Druck gemacht habe. Gab es noch eine klare Torchance danach? Kam Turbine noch einmal zum Torabschluss?
    Dieser eine, vielleicht etwas unglücklich formulierte Satz reicht euch aus, um ein Spiel derart zu beurteilen?

    Fakt ist: Turbine hat die Situation nach meiner Kenntnis nicht ausgenutzt, Frankfurt schon. Turbine hat kein Tor erzielt, Frankfurt schon. So einfach ist die Rechnerei!

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  • grammofon sagt:

    @Maxemus und andere:

    Jetzt muss ich doch noch was dazu schreiben…

    Ja, die Diskussion ist blöd und ja, Potsdam und Frankfurt Fans werden wohl nie gleicher Meinung sein. Aber wer hackt denn hier immer weiter darauf rum? Auf Potsdamer Seite will man, denke ich, nur seine Wunden lecken und die Sache ruhen lassen. Frankfurt hat den Sieg und sollte damit zufrieden sein. Warum müssen dann die Frankfurt Fans immer weiter mit ihren sarkastischen und beleidigenden Kommentaren mehr Brennstoff ins Feuer werfen?

    So jetzt habe ich fast wieder selbst was beleidigendes gegen Frankfurt geschrieben. Stattdessen aber hier meine Aufforderung: Lasst die Sache doch bitte ruhen. Vielleicht können wir dann sogar irgendwann die Feindschaft zwischen den beiden Lagern wieder überwinden.

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  • frosti sagt:

    @Andreas

    Was bezwecken User mit diesen Vergleichen??

    Wenn ich mir zu einem Spieltag als einen der ersten Kommentare was raus suche, was mit den eigentlichen Spielgeschehen nichts zu tun hat und eigentlich hier nicht interessieren sollte und dann in dem Kommentar Apfel und Birne gleich stelle, dann geht es schlicht um eine Provokation, auf die dann leider jeder hier reinfällt.

    Das Thema Turbine – 1.FFC ist doch völlig abgegessen; lassen wir es doch ruhen. Einigen werden wir uns doch nie und ich möchte nochmals betonen, dass ich hoffe, dass es letztlich bei den vielen Daumen rauf und runter nur um eine Abstimmung gegen und für Turbine geht.
    Ansonsten muss ich ehrlich gestehen, dass ich Leute, die mit Überzeugung die Situation um Lahr mit der um Singer und Mirlach vergleichen, – milde ausgedrückt – nicht ernst nehmen kann.

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  • dragonfly sagt:

    Sheldon – ich finde Deinen Vergleich mit dem Boxen sehr interessant. Ich glaube daß Du evtl. zu oft Rocky III gesehen hast?
    Ich habe viele Jahre geboxt und auch andere Kampfkunstarten sehr lange betrieben und ich kann mir da ein Urteil bilden. Wer in den Ring steigt ist sich der Risiken bewußt. Wer ein psychisches Problem hat, aus was für einen Grund auch immer, kann den Kampf jederzeit abbrechen oder steigt erst gar nicht in den Ring. Tut er dies nicht geht der Kampf weiter. Wer so einen Sport/Kampfkunst praktiziert sieht einen Gegner nur in Zielen und handelt professionell.
    Fußball ist eigentlich viel gefährlicher da viele Fouls nicht vorhersehbar sind. Und auch da gilt wer damit nicht klar kommt sollte so einen Sport nicht betreiben, bzw. nicht zu so einem Sport gehen!
    Vielleicht dann besser zum Basketball, Tennis oder Badminton gehen.

    An die Moralexperten aus Potsdam:
    vorweg,- ich bin kein Frankfurt-Fan. Aber mir ist jeder andere Frauenfußballverein sympathischer als Potsdam.
    Das liegt zuallererst an den „Fans“.
    Das Verhalten, daß andere Spielerinnen, andere Fans, teilweise sogar die eigenen Spielerinnen (alles selbst vor Ort mitbekommen) mit Beschimpfungen aus der Fäkalsprache oder mit abwerteten Bezeichnungen von Geschlechtsteilen bezeichnet werden ist absolut letzte Schublade.
    Hier schreiben ja nur die anständigen Potsdamfans die damit nichts zu tun haben,- es allerdings seit ewigen Jahren so hinnehmen und dulden.
    Würde ich so ein niveauloses Verhalten beim FCR oder der SGS mitbekommen würde ich dort nicht mehr hingehen und mich bei Verantwortlichen beschweren mit der Bitte was dagegen zu unternehmen.
    Aber auch da scheint in Potsdam von den Verantwortlichen nichts zu passieren,- es wird geduldet.
    Und dann haben sich selbstverständliche alle den Moralvorstellungen aus Potsdam unterzuordnen,- lächerlich!
    Sympathisch war mir das Team als eine Ariane Hingst sich das Mikro während des Spiels schnappte und die Fans zu Fairness aufrief. Aber auch daraus wurde nichts gelernt!

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  • enthusio sagt:

    Es geht bei der ganzen Diskussion überhaupt nicht um eine lächerliche angebliche Fanfeindschaft zwischen Potsdam oder Frankfurt. Es geht darum, ob nach einer schweren Verletzung zweier Spielerinnen einer Mannschaft in der Schlußphase eines Spiels das Spiel fortgesetzt werden sollte und ob in diesem Fall jegliche Angriffsbemühungen der beiden Mannschaften eingestellt werden sollten. Dazu gab es berechtigterweise sehr kontroverse Meinungen mit guten Gründen auf beiden Seiten. Das Problem ist, dass von etlichen Leuten hier im Forum nur die eigene Meinung akzeptiert wurde und Andersdenkende diffamiert wurden. Und das ist verdammt armselig.

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  • Frieda sagt:

    Lieber Sheldon, mit deinem letzten Post hast du bewiesen, dass du keine Ahnung vom Rugby hast. Das ist auch nicht weiter schlimm, denn in Deutschland ist es nun mal Randsportart. Rugby ist technisch und taktisch weit anspruchsvoller als Fußball. Kennt man die Regeln nicht, wird man von dem vielen Kontakt einfach abgelenkt. Wir müssen gar nicht weiter ins Detail gehen, denn es gehört hier gar nicht hin. Aber zum Thema „Liegt beim Rugby ein Spieler verletzt auf dem Boden bzw. bewusstlos und in akuter Lebensgefahr, dann würde kein Rugbyspieler so weiterspielen wie zuvor.“ Muss ich dir stark widersprechen. Es wird IMMER weiter gespielt, selbst wenn die Sanitäter auf dem Feld sind. Da wird dann einfach drum herum gespielt. Du kannst auch gerne die Geschichte von Thom und Max Evans nachlesen. Im Spiel Schottland gegen Wales verletzte sich Thom lebensgefährlich am Hals, wurde ohne Lebenszeichen aus dem Stadion gefahren, sein Bruder Max spielte weiter und zwar mehr als eine Halbzeit am Ende war Schottland überraschenderweise nur ein paar Sekunden von einem Sensationssieg entfernt.

    Was ich eigentlich immer wieder nur sagen will ist, dass es nicht okay ist, ein Verhalten einzufordern, wenn man es selber nicht umsetzt. Hätte Turbine in den letzten Minuten ein Tor gemacht und nicht Frankfurt – ihr alle hättet sie gefeiert!

    „Fakt ist: Turbine hat die Situation nach meiner Kenntnis nicht ausgenutzt, Frankfurt schon. Turbine hat kein Tor erzielt, Frankfurt schon. So einfach ist die Rechnerei!“

    Müsste eigentlich heißen „Turbine hat die Situation nicht ausnutzen können.“

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  • Andreas sagt:

    @Frosti:
    Mir geht es bei der Diskussion gar nicht darum die beiden Verletzungssituationen miteinander zu vergleichen. Mir geht es um die Konsequenzen, die in einem Spiel daraus gezogen werden sollen oder auch nicht. Seinerzeit haben sich der Verein und auch die Fans von Turbine Potsdam(im Stadion und hier zum großen Teil auch) sehr stark von der Verhaltensweise des FFC abgegrenzt und Spielerinnen und Verantwortliche massiv angegriffen. Bei diesem Spiel hier spielt die Mannschaft nun weiter, anstatt seinen eigenen moralischen Aussagen von vor einigen Wochen auch Taten folgen zu lassen. Und alle, die hier damals das Verhalten der Frankfurterinnen so kritisiert haben, finden das plötzlich total in Ordnung, weil es ja nun nicht der Feind war sondern die eigene Mannschaft. Tut mir leid, auch wenn man die Situationen nicht vergleichen kann, für beides habe ich null Verständnis. Jetzt ist Turbine nach dem Ausscheiden in der Champions League und den nicht so überzeugenden Auftritten in der Bundesliga plötzlich selber unter Erfolgsdruck und macht genau das gleiche, was man vorhei beim FFC kritisiert hat.
    Und wer will überhaupt während eines laufenden Spiels beurteilen was für eine Situation vorliegt. Wer kann denn sagen, dass in einer bestimmten Situation eine Grenze überschritten ist oder noch nicht, man also weiterspielen sollte oder eben nicht. Ich meine, dass kann in so einer Situation keiner wirklich entscheiden (außer Sheldon natürlich). Und solange der Schiedsrichter nicht entscheidet, ein Spiel abzubrechen, sollte meiner persönlichen Meinung nach weitergespielt werden.

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  • Grarincha sagt:

    „dragonfly“ bringt es treffend auf den Punkt! Mir geht es leider ähnlich! Eine Mannschaft unsympathisch zu finden wegen derer Fans…traurig, traurig aber wahr!
    Ich traue den „Turbine-Fans“ hier im Forum sogar zu, mehrfach den „Daumen rauf/runter“ zu aktivieren. Habe mich über die vielen Bewertungen gewundert und es exemplarisch ausprobiert (funktionierte am nächsten Tag nochmal!).
    Dieses Jahr gibt es m.E. die spannendste BL seit Jahren! Das ist gut so!

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  • wfm sagt:

    Noch mal zur Erinnerung, ich habe weder Vorwürfe erhoben, noch jemanden beleidigt, bzw. beleidigen wollen oder gar den moralischen Zeigefinger erhoben. Ich habe lediglich in Erinnerung an Schröders Selbstkritk – wir haben uns alle blöd verhalten – eine Anfrage gestellt!

    So lautete der Ticker:

    „89 min 0:0
    Verletzungsunterbrechung, nachdem eine Freiburgerin nach einem Zweikampf zu Boden geht und mit der Trage vom Platz gebracht werden muss. Freiburg nun in Unterzahl.
    17:49
    90 min 0:0
    Potsdam versucht jetzt nochmal nach vorn zu drücken, ist aber im Abschluss zu ungenau.“

    Das war zu erwarten, völlig legitim und korrekt!!!

    Unerwartet wäre es hingegen, wenn trotz aller Verschiedenheit der Situationen der letzte Satz folgendermaßen gelautet hätte:

    „Unter dem Eindruck des Geschehens hält Potsdam den Ball in den eigenen Reihen und bringt so die letzten Minuten des Spiels über die Zeit!“

    Wow, hätte ich dann gesagt, was für eine Geste von Potsdam!

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  • Sheldon sagt:

    @Frieda: Ich habe keinen Bock mehr auf diese Diskussion. Ich weiß nicht, wie man derart unfair zu Werke gehen kann und ohne Gewissen. Könntest du wirklich mit dem Wissen weiterspielen, dass eine deiner Mitspielerinnen lebensgefährlich verletzt wurde? Ich nicht. Und jeder, der das tut oder tun muss, vor dem habe ich ernsthaft Angst.

    Wo dem Sport mehr Bedeutung zukommt als dem menschliche Leben, da läuft etwas enorm schief. Wer in dieser Situation sich hinter dem Wort „Professionalität“ versteckt, der hat kein Respekt vor dem Leben!

    Aber vielleicht ist diese Einstellung ja auch naiv. Vielleicht ist ja so ein Bundesligaspiel, für das sich vielleicht 50.000-100.000 Zuschauer interessieren, ja wirklich wichtiger als das Leben und 3 Punkte mehr wert als die Gesundheit einer Spielerin.
    Vielleicht ist das auch nur so eine dumme Angewohnheit, dass man sich nach jedem Foul entschuldigt, dass man sich um einen Gegenspieler kümmert, wenn er verletzt wurde, vielleicht ist das einfach nicht der Sinn des Spiels.

    Doch: Ich fühle mich durch die Idee des Fußballs bestätigt, denn der war als Gentlemensport erfunden worden, ein Sport, in dem absichtliche Foulspiele verpönt waren und bei dem es vor allen Dingen um einen friedlichen, sportlichen Wettkampf geht, der aber durch diesen elendigen Vermarktungsgeist total zurückgedrängt wurde. Schade eigentlich…

    Potsdam hätte im Spiel gegen Frankfurt geschlossen das Feld verlassen müssen, das stimmt. Da hat man sich falsch verhalten. Aber Frankfurt hätte das genauso machen müssen, wenn es stimmt, dass auch sie traumatisiert waren. Wenn es auf dem ganzen Platz auch nur einen Menschen mit Grips gegeben hätte, dann hätte der das in die Hand genommen. Die allerfairste Geste wäre es allerdings gewesen, wenn beispielsweise eine Nadine Angerer, eine Lira Bajramaj oder eine Saskia Bartusiak hier aktiv geworden wären und für den Abbruch des Spiels plädiert hätten bzw. ihre Mannschaft vom Platz genommen hätten.
    Das wäre ein Zeichen wahrer Stärke gewesen. Jeder hätte Frankfurt Beifall geklatscht. Man hätte als Team gezeigt, dass man weiß, dass ein Unentschieden in Ordnung geht, dass man Respekt vor den schweren Verletzungen hat und dass man genug Menschenkenntnis und Einfühlungsvermögen hat, um zu sehen, dass ein reguläres Spiel aufgrund der psychischen Belastung nicht mehr möglich ist und man selbst sich viel Ärger ersparen wird, wenn man jetzt einfach mal auf die letzten 2 Minuten verzichtet.

    Es ist schade, dass dieser Impuls von Frankfurt nicht kam. Von großen Spielerinnen, die 2 Weltmeisterschaften gewonnen haben, könnte man erwarten, dass es ihnen auf einen Meistertitel mehr oder weniger auch nicht ankommt und dass in einer solchen Situation mehr oder weniger nebensächlich ist, ob es nun ein oder drei Punkte werden. Bei Männern wird so etwas Eier in der Hose haben genannt, anscheinend ist es das Problem, dass Frauen das eben nicht haben.

    Die Szene in Potsdam kann ich nicht beurteilen. Ich kann nur soviel sagen, dass ein Kreuzbandriss eine Allerweltsverletzung im FF ist und das beinahe schon zu diesem Sport für mich dazu gehört. Ich schätze mal, dass in der BuLi mehr als 1/3 aller Spielerinnen schon einmal einen Kreuzbandriss hatte. Insofern daraus jetzt eine moralische Keule zu machen, sollte man lassen, zumal ja Potsdam selbst durch so etwas 1 Punkt im Meisterschaftskampf geraubt wurde!

    Übrigens, eins sollte jeder dazu wissen: Potsdam wurde schon im vergangenen Jahr von Frankfurt massiv geschwächt durch ein völlig unnötiges Foul beim Stande von 5:1 für Frankfurt. Damals ging Meike Weber ungebremst in einen Zweikampf mit Chantal de Ridder, die sich dadurch einen Kreuzbandriss zuzog, der bis jetzt noch nicht wieder verheilt ist.
    Was dem Potsdam sein Fan, ist dem Frankfurt seine Spielerin! Bevor man sich über diese Fans aufregt, sollte man sich an die eigene Nase fassen und mal das überharte Verhalten seiner eigenen Spielerinnen, dass meines Erachtens viel zu selten bestraft wird, überdenken. Bartusiak, Kulig, Behringer, Weber, dazu die verbalen und oralen Entgleisungen von Crnogorcevic und Chojnowski, da kann man mit Fug und Recht sagen, dass Frankfurt mit Abstand die unfairste Mannschaft der Liga ist.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Gib‘ auf zu retten, was nicht mehr zu retten ist! 🙁
    Du hast Michaels Beitrag beigepflichtet und Dich damit selbst ins Abseits gestellt!
    Zeige anderweitig, dass Du Lehren aus dieser unsäglichen Problematik gezogen hast und lass‘ es jetzt gut sein.

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  • waiiy sagt:

    Viel wichtiger als alle Geschreibe hier ist, dass sich Wolfsburg nächsten Freitag vorzeitig „Meister“ nennen darf, wenn sie Potsdam schlagen. Dann haben sie 6 Punkte Vorsprung und können sich in der Rückrunde sogar Niederlagen in Frankfurt und Potsdam leisten, wenn sie sich sonst keine Nachlässigkeit leisten und das Torverhältnis sich weiter positiv gestaltet. Dann könnte es Potsdam nur noch auf Punktgleichheit schaffen, müsste aber in Frankfurt gewinnen (was lange nicht feststeht).

    Ich bin gespannt, wie Potsdam mit diesem Wissen im Hinterkopf nächsten Freitag in Wolfsburg auftreten wird. Es zählen nur 3 Punkte und das in der jetzigen Situation, wo immer wieder was anderes wackelt im Team. Zum Glück wird das Spiel im DFB-TV übertragen, wo man doch aus dem Raum Potsdam kaum rechtzeitig in Wolfsburg sein kann, wenn man arbeitet.

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  • grammofon sagt:

    @enthusio:

    Zitat: „Es geht bei der ganzen Diskussion überhaupt nicht um eine lächerliche angebliche Fanfeindschaft zwischen Potsdam oder Frankfurt. Es geht darum, ob nach einer schweren Verletzung zweier Spielerinnen einer Mannschaft in der Schlußphase eines Spiels das Spiel fortgesetzt werden sollte“

    Tatsächlich? Also wenn ich hier die Kommentare lese, dann scheint es eigentlich nur um Turbine-bashing zu gehen. (Und um das gleichzeitige beschweren über die ‚Moralexperten‘ in Potsdam. Wer ist denn hier jetzt der selbsternannte Moralexperte?) Denn diesen Vergleich der Verletzungen kann man, wie frosti es schon erklärt hat, nicht ernst nehmen.

    Also gut, wenn ihr euch unbedingt darüber auslassen müsst, dann wünsche ich euch viel Spaß dabei. Ich muss mir das hier aber nicht mehr antun.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @waiiy
    Nach 9 von 22 Spieltagen solche Aussagen? Hm, da machst Du aber eine Rechnung a la Milchmädchen auf, die sicher nicht nur mich arg verwundert! 😀
    Ich hoffe nämlich, einige Teams, so z.B. Freiburg, SC07, FCB, strafen Dich Lügen, indem sie den Titelkampf bis zum Schluß spannend halten!

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  • Detlef sagt:

    Andreas schrieb;
    „Mir geht es bei der Diskussion gar nicht darum die beiden Verletzungssituationen miteinander zu vergleichen. Mir geht es um die Konsequenzen, die in einem Spiel daraus gezogen werden sollen oder auch nicht.“

    Und genau hier ist der springende Punkt!!!
    Wenn ich beide Verletzungssituationen gleichrangig betrachte, kann ich natürlich auch die gleichen Konsequenzen verlangen!!!
    Mir ging es aber darum, den großen Unterschied zwischen den beiden Verletzungssituationen klarzustellen!!!
    Und ich kann mir wirklich nicht vorstellen, wie man da geteilter Meinung sein kann, daß die Verletzungssituationen völlig unterschiedlich gewesen sind!!!
    Daraus folgen dann natürlich auch unterschiedliche Konsequenzen für die beteiligten Mannschaften!!!

    Als im CL-Spiel in Borehamwood sich NATASCHA ANDONOVA nach einem Zweikampf schwer verletzte, verlangte ja auch kein TURBINE-Fan, daß das Spiel augenblicklich abzubrechen sei!!!
    Man konnte ja auch noch wechseln, und NATASCHA schwebte niemals in Lebensgefahr!!!

    Eine fast vergleichbare Situation gab es damals (lang ist es her) in Saarbrücken, als DESI SCHUMANN mit einer Saarbrückerin zusammengerasselt war!!!
    Auch DESI war bewußtlos, und drohte ihre Zunge zu verschlucken, außerdem hatte sie eine große Platzwunde, und blutete entsprechend stark!!!
    Aber es war noch nicht lange gespielt, Potsdam konnte noch wechseln, und DESI war die einzige Verletzte!!!

    Das große Problem ist wohl, daß es für so eine extreme Situation wie im Frankfurt-Spiel keine klaren Regeln gibt!!!
    Zumindest konnte man Frau Hussein wohl nicht nachweisen, irgend eine DFB-Regel verletzt zu haben!!!
    Allerdings bleibt bis heute der bittere Nachgeschmack, daß sie das Spiel niemals mehr hättte anpfeifen dürfen!!!

    @dragonfly,
    Als TURBINE-Fan, der seine Fanfreundschaft mit dem FCR sehr offen auslebt, war ich schon sehr, sehr oft bei Spielen der Löwinnen dabei!!!
    Sei gewiß, daß es dort ganz ähnliche Unschönheiten gibt, mit verbalen Beschimpfungen und, und, und!!!
    Selbst aus Mainhatten, die sich selber ja gerne als die Saubermänner der Fanszene hinstellen, hörte man erst vor Kurzem, daß da rassistische Sprüche von den Rängen kamen!!!

    Bekloppte gibt es überall!!!
    Hast Du nur wenige Zuschauer, hast Du auch nur wenige Bekloppte!!!
    Potsdam hat aber den größten Zuschauerschnitt der Liga, also auch die meisten Hohlköppe!!!
    Man kann es versuchen einzudämmen, aber ganz unterbinden wird man es leider nie können!!!

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  • Sheldon sagt:

    @Grarincha: Das ist eigentlich nicht mehr möglich, da das System so umgestellt wurde, dass man pro IP-Adresse nur einmal klicken kann. Und das ist zur Zeit auch so, beispielsweise kann ich auf keinen der Beiträge klicken, den ich gestern schon bewertet habe.

    Das bedeutet, entweder einer hat sich ins System gehackt, oder 50 PCs zuhause stehen!

    @waiiy: Darf ich dich daran erinnern, dass Wolfsburg gegen Mannschaften wie Essen und Freiburg sehr schlecht ausgesehen hat und vorne überhaupt keinen Zugriff erlangte? Und Bad Neuenahr und Bayern München kommen erst noch!

    Deine Glorifizierung von Wolfsburg als Potsdam-Fan ist schon ziemlich beunruhigend. Das hat schon was von Überlauferscheinungen!

    @wfm: Ich kann aus den Zitaten aus dem Ticker keinerlei Gründe für nen Spielabbruch feststellen. Dass ein Trainer zu früh alle Wechselmöglichkeiten erschöpft, passiert. Es ist nichts von einer schweren Verletzung von Lahr zu sehen. Wie willst du das mit dem Spiel Potsdam-Frankfurt vergleichen?

    @Andreas: Man MUSS diese Situationen miteinander vergleichen, wenn man überhaupt darüber diskutieren will. Nur wenn die Situationen tatsächlich vergleichbar sind, kann man auch gleiche Konsequenzen fordern und die Turbinen dafür verurteilen. Und diese Situationen sind überhaupt nicht vergleichbar, schon gar nicht anhand eines einzigen Ticker-Zitates!!!
    Außerdem sehe ich Turbine überhaupt nicht unter Erfolgsdruck. Ein Seuchenjahr nach 4 Meisterschaften und 2 CL-Finals darf ja wohl erlaubt sein.

    @Detlef: Es reichen 10 Chaoten auf 1000 Zuschauer und du wirst sie immer hören. Und das ist nunmal bei Turbine, aber auch bei anderen Vereinen so. Und andere Vereine machen dagegen genauso wenig.

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    Allgemein: Was die Spiele voneinander unterscheidet, ist ihr Stellenwert und ihre Resonanz. Das ist überall so.
    Es gab auch woanders schon Wembley-Tore, doch nirgendwo hatten sie einen solchen Stellenwert wie im WM-Finale 1966.
    Es gab auch woanders schon Nicht-Angriffspakte, aber nirgendwo so brisant wie in Cordoba.
    Es gab auch woanders schon Kopfstöße, aber nirgendwo so brisant wie bei Zinedine Zidane im WM-Finale.

    So ist es auch hier: Während das bei einem Spiel Freiburg-Potsdam überhaupt keine Bedeutung hat, ist eine solche Szene und das Geschehen danach in einem Spiel Frankfurt-Potsdam ein neues Kapitel einer Fanfeindschaft. Über dieses Spiel wird man sich noch lange aufregen und es wird immer wieder neu Anlass geben für diese Chaoten, Frankfurt die Hölle heiß zu machen. Das sind Momente, die sich festbrennen, gerade, wenn es von sovielen Leuten gesehen wurde.
    So eine Situation steht nunmal isoliert für sich in diesem Kontext und da hilft es auch nichts, dass man jetzt versucht, von außen da zu rechtfertigen. Es war ein Meisterschaftsspiel, es waren zwei revalisierende Fangruppen, das 2:1 wurde von Bajramaj geschossen, das sind alles Dinge, die nicht nur Randentscheidungen sind, sondern zentral, um die Szene zu beurteilen.
    Bei Freiburg ist nichts passiert, deswegen wird es nie zu einem Skandal werden.

    Ich weiß übrigens auch nicht, wieso hier alle diese Geschichte wieder aufrollen. Alle Turbine-Fans hatten mit dieser Situation ihren Frieden gefunden dank Maren Wallenhorst. Sie hat nämlich das Ganze ad absurdum geführt, indem sie im nächsten Spiel gegen Frankfurt beinahe auf die Sekunde genau das 1:1 geschossen hat, in der im anderen Spiel Mirlach und Singer mit den Köpfen aneinandergerasselt sind.

    Wieso hier alle nachtreten müssen, verstehe ich nicht. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass hier einfach persönliche Gefühle bei dem ein oder anderen Frankfurt-Fan durchschlagen, denn Jobina Lahr hat mal bei Frankfurt gespielt.
    Aber kann man wirklich verlangen, nur weil sich eine Ex-Frankfurterin das Kreuzband reißt, dass man dann auf die zartbeseiteten Gemüter aus Frankfurt Rücksicht nimmt?

    Laut eurer Argumentation müsste man bei jedem Kreuzbandriss oder einer schlimmeren Verletzung sofort das Spiel abbrechen (zumindest, wenn das Wechselkontingent erschöpft ist). Da fehlt mir das Verständnis dafür.

    Ich finde es schade, dass einige Leute nicht ihren Frieden finden können mit der Geschichte, ich denke nicht, dass die Sticheleien von Frankfurt-Fans dem Verhältnis der beiden Fanschaften gut tun werden. […]

    Dass man einfach mal Anstand zeigt, ohne was dafür zu bekommen, gibt es anscheinend seit der Kommerzialisierung des FFs nicht mehr. Und damit stimmt der Satz, den Schröder sagte: „Der FF hat seine Unschuld verloren.“ Selbst die N11-Kapitänin bzw. ihre Stellvertreterin besitzt nicht die Fähigkeit, einmal ihre persönlichen Interessen hinter die Interessen des Sportes zurückzustellen! Und das war es, was hier die meisten aufgeregt hat, da nach außen hin damit ein schreckliches Signal gesetzt wurde, wo selbst gestandene Oberligaspieler im Fußball bei den Herren einen Spielabbruch für unausweichlich sahen!

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • waiiy sagt:

    @SF: Ich teile Deine Hoffnung mit ganzem Herzen. Aber mich beeindruckt auch Wolfsburg. Und nach einem möglichen Sieg gegen Potsdam sehe ich leider diese langweilige Version, weil dann das Selbstvertrauen zu Recht noch mehr steigen wird auf der grünen Seite.

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  • be sagt:

    Also ich finde die Diskussion hier wenig fruchtbar. Manchmal reicht eine Geste oder ein Wort aus, um einen tiefen Graben zu schürfen. Grundsätzlich können auch unblutige Verletzungen lebensgefährlich sein oder die Vitalität für den Rest des Lebens beeinträchtigen.

    Was mir hier fehlt, ist ein Augenzeugenbericht (oder ich habe ihn übersehen). Ich kenne ebenfalls nur die zwei Sätze aus dem Ticker und musste da auch sofort an den 30. September denken, zumal die Verletung zum vergleichbaren Zeitpunkt passierte, Freiburgs Wechselkontingent ausgeschöpft war und das Spiel bis dahin ebenfalls unentschieden stand. Gerade im Hinblick auf die dort hochgekochten Emotionen wäre ein neutral formulierter Satz wie

    „Spiel geht weiter, die Nachspielzeit wird noch heruntergespielt“

    sicher besser gewesen. Oder halt, wie wfm geschrieben hat, eben tatsächlich ein „Nichtangriffspakt“, da Potsdam einen Sieg durch ein Nachspielzeittor in Überzahl nicht verdient gehabt hätte. So bleibt ein Geschmäckle, und es war gewiss kein großes Kino.

    Und was mich neben einem Augenzeugenbericht auch interessieren würde:
    – Wie war die Reaktion des Publikums gegenüber der Schiedsrichterin Riem Hussein eigentlich beim Spiel Potsdam II gegen Kiel vergangenen Sonntag? Kam da was, oder blieb es ruhig?
    – Nachdem man Yango vor Saisonbeginn mit Vorschusslorbeeren überschüttet, Ablöse bezahlt, einen Zulassungsmarathon durchgemacht, die Freigabe zur Afrikameisterschaft verweigert und derzeit gutes Mittelfeld hat, wundert es mich sehr, dass sie bisher praktisch nur die Bank wärmen durfte. Warum?

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  • enthusio sagt:

    @be:
    Gute Frage, mich würde auch interessieren, warum Yango kaum Einsatzminuten erhält. Vielleicht kann ja einer der Potsdamer Insider dazu etwas schreiben.

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  • Detlef sagt:

    be schrieb;
    „- Nachdem man Yango vor Saisonbeginn mit Vorschusslorbeeren überschüttet, Ablöse bezahlt, einen Zulassungsmarathon durchgemacht, die Freigabe zur Afrikameisterschaft verweigert und derzeit gutes Mittelfeld hat, wundert es mich sehr, dass sie bisher praktisch nur die Bank wärmen durfte. Warum?“

    Das ist mir auch ein Rätsel!!!
    Wenngleich ich von „Vorschußlorbeeren“ nix mitbekommen habe, so ist sie wohl ein großes Talent, daß Schröder für förderungswürdig hält!!!
    Wenn GRACE (Rufname von JEANETTE) aber in seinen Augen noch nicht fit oder noch nicht gut genug für Liga Eins ist, warum sitzt sie dann auf der Bank der Ersten, anstatt in Liga Zwei Spielpraxis zu bekommen???

    Und selbst dann, wäre eine ausgeruhte und sicherlich hoch motivierte Spielerin besser, als eine total überspielte und ausgepowerte YUKI, der fast gar nichts mehr gelingt!!!
    Auch KEELIN spielt momentan nicht mehr den Fußball, den man von ihr in der Vorbereitung und am Beginn der Saison gesehen hat!!!

    Da verstehe ich Schröder absolut nicht, warum er da nicht wechselt???

    Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, wenn YUKI heute mal pausieren muß!!!
    Nicht nur für ihren Fuß, sondern vor allem für ihren Kopf wäre diese Pause sicher ganz gut, denn zuletzt war da viel Krampf und Verzweiflung, wo ansonsten ihre fröhliche Spielfreude strahlte!!!

    AYOMA ist heute sicher ausgeschlafener als am Mittwoch, und wenn PATTI wieder dabei ist, bekommt sie auch das nötige „Futter“!!!
    Auch die Flügelzange LISA & TONI sollte wieder für mehr Bälle in den Strafraum der Kurstädterinnen sorgen!!!
    Dahinter JENNY links und SARA rechts, damit der Nachschub nicht abreißt!!!
    Und warum nicht GRACE mal für KEELIN versuchen, da das Experiment mit MIRLI am Mittwoch wohl nicht so gut funktioniert hat!!!
    Oder SARA auf der Sechs, und MIRLI rechts außen!!!

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  • Katerli sagt:

    ein glück, dass bs nicht auf dich hört 😉 wer hätte dann das tor geschossen?

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  • Yak sagt:

    @waiiy

    Selbst wenn Wolfsburg auf 6 Punkte davon ziehen sollte, muss die Meisterschaft bei weitem noch nicht entschieden. Wolfsburg hat in der Rückrunde die annähernd größte Belastung, welche auch nicht mal schnell wegzustecken ist. Jede Manschaft fällt auch mal in das sprichwörtliche Loch, dazu müssen dann noch eventuelle Verletzungen/Krankheit eingeplant werden, Länderspiele, EM-Vorbereitung, hier und da mal eine eventuelle Sperre, Spiele in Unterzahl aufgrund von Platzverweisen, du kannst dir oftmals gar nicht vorstellen wie dumm es laufen kann. Bestes Beispiel vielleicht Saison 2008/2009 wo viele die Bayern Ladies vorzeitig zum Meister erklärt haben.

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  • FFFan sagt:

    @ be:

    Dass Freiburg das Spiel infolge der Verletzung einer Spielerin zu zehnt beenden musste, ist kein Grund für einen „Nichtangriffspakt“ o.ä. Niemand, auch nicht die Freiburger, hat dies gefordert. Allein der Gedanke ist völlig absurd!
    Die Situation ist mit der beim Spiel Potsdam-Frankfurt, auf das hier immer wieder Bezug genommen wird, m.E. nicht vergleichbar. Damals war Turbine durch den Zusammenprall zweier Spielerinnen gleich in doppelter Unterzahl, aber das ist gar nicht der Punkt. Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass aufgrund des Unfallgeschehens, der langen Spielunterbrechung und der Sorge um die Verletzten die Konzentration auf Fußball nicht mehr gegeben war und der Rest des Spiels zur Farce geriet.
    Gleichwohl erscheinen die damals gegen Frankfurt erhobenen Vorwürfe aus heutiger Sicht übertrieben. Man muss bedenken, dass die Spielerinnen (und auch die Trainer) keinerlei Informationen über den Zustand der verletzten Spielerinnen hatten; da die Schiedsrichterin das Spiel wieder freigegeben hat, durften sie davon ausgehen, dass alles in Ordnung ist. Das Problem war eher, dass zwischen den Verantwortlichen beider Vereine keine Kommunikation stattgefunden hat, sonst hätte man evtl. eine andere Lösung finden können. Dass es dazu nicht kam, ist nicht allein der Frankfurter Seite anzulasten.

    „- Wie war die Reaktion des Publikums gegenüber der Schiedsrichterin Riem Hussein eigentlich beim Spiel Potsdam II gegen Kiel vergangenen Sonntag? Kam da was, oder blieb es ruhig?“

    –> Von wem hätte da was kommen sollen? Es waren doch quasi keine Zuschauer da!

    „- Nachdem man Yango vor Saisonbeginn mit Vorschusslorbeeren überschüttet, Ablöse bezahlt, einen Zulassungsmarathon durchgemacht, die Freigabe zur Afrikameisterschaft verweigert und derzeit gutes Mittelfeld hat, wundert es mich sehr, dass sie bisher praktisch nur die Bank wärmen durfte. Warum?“

    –> Ich nehme an, dass Yango noch Eingewöhnungszeit braucht. Sie kam ja erst während der Saison, hat die Vorbereitung nicht mitgemacht und war zuletzt ohne Verein gewesen. Ihr Fitnesszustand ist für mich aus der Ferne natürlich schwer zu beurteilen.
    O-Ton Bernd Schröder: „Sie wird uns nicht die Haut retten, aber sie is ne Variante“.

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  • grammofon sagt:

    @FFFan

    Klasse Beitrag! Danke. Da hast du dieser öden Diskussion einen klaren und logischen Schlusspunkt gegeben, und das auch noch auf eine versöhnliche Weise. Vielleicht kann das leidige Thema jetzt endlich ruhen.

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