Potsdam ausgeschieden, Wolfsburg weiter

Von am 7. November 2012 – 20.46 Uhr 60 Kommentare

Der 1. FFC Turbine Potsdam ist erstmals im Achtelfinale der Champions League ausgeschieden. Nach der 1:2-Hinspielniederlage gegen Arsenal LFC verloren die Potsdamerinnen ihr Heimspiel mit 3:4 (0:2). Der VfL Wolfsburg qualifizierte sich hingegen in seiner Debütsaison für das Viertelfinale.

Nach dem 4:1-Hinspielsieg gegen Røa IL reichte gegen die Norwegerinnen im Rückspiel ein Remis zum Weiterkommen. Einziger Wermutstropfen: die Verletzung von Alexandra Popp. Beim 1:1 (1:1) im Nedre-Eiker-Stadion von Mjondalen gingen die Norwegerinnen wie schon im Hinspiel gegen den Spielverlauf mit 1:0 in Führung, Marthe Johansen traf für die über weite Strecken harmlosen Gastgeberinnen mit einem platzierten Drehschuss von der Strafraumgrenze (31.), nachdem Wolfsburg bis dahin die größeren Spielanteile hatte.

Pohlers alleinige Rekordhalterin
Doch die Antwort der Wölfinnen ließ nicht lange auf sich warten. Den ersten Schussversuch von Conny Pohlers konnte Røa-Torhüterin Caroline Knutsen noch per Fußabwehr klären, doch Martina Müller setzte entschlossen nach und Pohlers verwertete aus kurzer Distanz zum Ausgleich (33.) – mit ihrem 40. Treffer in einem europäischen Vereinswettbewerb setzte die Stürmerin einen neue Bestmarke vor Anja Mittag und Hanna Ljungberg (jeweils 39), Mittag kann allerdings am Abend für LdB Malmö beim Spiel in Verona nachziehen.

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Conny Pohlers

Neue europäische Rekordhalterin: Conny Pohlers © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Goeßling verschießt Elfmeter
Kapitänin Nadine Keßler hatte kurz der Pause die Chance zur Führung, doch ihr Treffer wurde wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht anerkannt (43.). In der zweiten Halbzeit beschränkten sich die Wolfsburgerinnen darauf, das Spiel zu kontrollieren, Pohlers scheiterte knapp mit einem Schuss (77.) und die eingewechselte Lena Goeßling verschoss einen an Müller verursachten Foulelfmeter über das Tor (83.). Kurz vor Schluss hatte Goeßling erneut den Siegtreffer auf dem Fuß (89.).

Armverletzung von Popp
Der VfL Wolfsburg durfte sich über den Einzug ins Viertelfinale freuen, musste das Weiterkommen aber vermutlich teuer bezahlen, denn Alexandra Popp musste mit einer Armverletzung rund eine Viertelstunde vor Schluss unter großen Schmerzen vom Platz, eine Norwegerin war ihr bei einem Zweikampf unabsichtlich auf den Arm getreten (72.)

Kelly Smith trifft doppelt
In Potsdam waren die Londonerinnen waren nicht nur darauf bedacht, den knappen Hinspielsieg zu verteidigen, sondern zeigten einen beherzten Beginn. Durch einen Doppelschlag von Kelly Smith (27./34.) gingen die „Gunners“ mit einer klaren Führung in die Halbzeit. Aber die zweiten 45 Minuten versprachen einen wahren Torreigen, bei dem Potsdam zunächst wieder ins Spiel zu kommen schien.

Drei Tore in vier Minuten
Schon kurz nach dem Wiederanstoß gelang Antonia Göransson (48.) der Anschlusstreffer, nur sieben Minuten später glichen die Gastgeberinnen durch Keelin Winters aus. Arsenal fand die richtige Antwort, durch Smith gelang die abermalige Führung (57.), die allerdings schon in der 59. Minute durch Göransson wieder egalisiert wurde. Potsdam musste aufgrund der weniger erzielten Auswärtstore mit zwei Treffern Unterschied gewinnen – doch stattdessen war es Ellen White, die in der 81. Minute zum 4:3 für die „Gunners“ traf.

Bernd Schröder

Turbine-Trainer Bernd Schröder kritisierte seine Elf nach dem Ausscheiden © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Schröder: „Wir haben kein internationales Format“
Turbine-Trainer Bernd Schröder erklärte: „Der Gegner war heute einfach cleverer und hat in den  entscheidenden Phasen die Tore gemacht. Die erste Halbzeit haben wir verschlafen, in der zweiten Halbzeit waren wir dran und hatten Möglichkeiten auf das 4:3 und 5:3, doch dann gab es wieder Unachtsamkeiten. Der Gegner hat verdient gewonnen und wir haben heute gezeigt, dass wir kein internationales Format haben. Spielerinnen wie Anonma kann man nicht ersetzen.“

Lyon im Viertelfinale
Nach dem 9:0-Hinspielerfolg gegen Zorkiy hatte am Viertelfinaleinzug von Olympique Lyonnais ohnehin keiner gezweifelt, im zweiten Aufeinandertreffen auf eigenem Platz legte der Champions-League-Sieger ein 2:0 nach. Beide Treffer fielen bereits in der ersten Halbzeit. Zunächst traf Laetizia Tonazzi (2.), in der 41. Minute Sonia Bompastor.

Schwedische Teams durch
Auch die beiden schwedischen Vertreter LdB FC Malmö und Kopparbergs/Göteborg haben sich die Viertelfinaltickets gesichert. Malmö gewann durch die Treffer von Sara Björk Gunnarsdóttir (13.) und Emma Wilhelmsson (57.) mit 2:0 gegen Verona. Göteborg setzte sich in einem umkämpften Spiel gegen Fortuna Hjørring mit 3:2 durch.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

60 Kommentare »

  • laasee sagt:

    Congratulations to Conny Pohlers.

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  • enthusio sagt:

    Wolfsburg war im ganzen Spiel drückend überlegen, hat aber seine zahlreichen Torchancen (vor allem aus der 2. Halbzeit) nicht genutzt. Das Abseitstor von Keßler war regulär erzielt und die Szene, in der sich Popp verletzte, war ein elfmeterreifes Foul an ihr. Röa hat seine einzige Torchance des ganzen Spiels eiskalt genutzt, Wolfsburg aber ist absolut verdient eine Runde weiter.

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  • enthusio sagt:

    Jammerschade, dass dieses hochklassige Spiel Turbine-Arsenal nicht live übertragen wurde und man – wenn man nicht im „Karli“ sein konnte – sich nur mit wenigen Spielausschnitten begnügen muß.

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  • MariaOzawaFan sagt:

    Natürlich kann man eine Anonma nicht ersetzen, trotzdem hat man gegen eine wirklich gute Mannschaft 4 Tore geschossen. Das Problem waren die 6 Gegentore die man kassiert hat. Es hat sich schon die ganze Saison über gezeigt, daß die Defensive das Problem ist – 9 Gegentore (6 in der Buli + 3 im Pokal) sagen alles. Mit dieser Defensivleistung wird man in Wolfsburg wenig Chancen haben.

    Viele werden jetzt die vielen Verletzten erwähnen, aber das ist m.E. nicht das Problem, das Problem ist eher die fehlende individuelle Klasse, besonders eine Verteidigerin mit internationalem Niveau fehlt. Ich bezweifle das Elsig, Deman oder Wesely gegen Kelly Smith besser verteidigt hätten. Wie dem auch sei, die CL ist vorbei und jetzt heist es volle Aufmerksamkeit auf die Buli und den Pokal.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Das, was vor dem Rückspielen Eurosport nachgesagt wurde, nämlich die falsche Spielauswahl getroffen zu haben, hat sich deutlich bestätigt.
    Zum Einen war das Lyon-Spiel in Anbetracht des hohen Hinspielsieges und der Aufstellung einer geschönten B-Elf und zum Anderen das recht niveauarme Roa-Vfl-Spiel nichts besonderes für den FF-Fan im Allgemeinen.
    Das prestigeträchtige Spiel mit den meisten Treffern wurde ausgespart.
    Andererseits hat das auch den Vorteil von ein paar grauen Haaren und vielem Kopfschütteln weniger… Nachdem die gezeigte Leistung von Turbine bereits im Vorfeld als Möglichkeit inkl. den eventuellen Folgeerscheinungen, weil irgendwie voraussehbar, diskutiert wurde, gab es nach dem SGS-Spiel zuviel Hoffnung – das nächste Down nach einem kurzen Up prompt folgte!

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  • Lucy sagt:

    Ihr habt wenigstens noch den unwichtigen DFB-Pokal… 😉

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  • jochen-or sagt:

    Zunächst Gratulation an die Arsenal Ladies.
    Sie waren in beiden Spielen die bessere Mannschaft und haben verdient die nächste Runde erreicht.
    In Potsdam haben sie in der ersten Halbzeit bei dem angeknüpft, was sie in London in der 2. Halbzeit zeigten.
    Sie haben offensichtlich begriffen, dass die Schwächen von Turbine in der jetzigen Konstellation in der Abwehr und – bedingt – im Mittelfeld liegen.
    Mit Singer hatte Schröder in der 1. Halbzeit eine Spielerin ins Mittelfeld beordert, die dort m.E. nicht den Ansprüchen genügt.
    Pat spielt weiterhin unter Form und ist nicht der Typ Kämpferin, den man in einem solchen Spiel eher benötigt.
    Für Singer stand Tabbi hinten, die offensichtlich noch nicht auf dem Damm war und zu Recht noch vor der Pause ausgewechselt wurde.
    Arsenal war in der ersten Hälfte absolut dominant und hätte zur Pause schon mit 4 Toren führen können.
    Als ich meinem Nebenmann sagte, dass der Treffer für Arsenal eigentlich nur eine Frage der Zeit sei, fiel er auch schon – und zwar mehr als verdient, weil es schon nach 20 Minuten die 3. oder 4. Großchance war. Dabei wurde ausgenutzt, dass 2 Spielerinnen auf den rechten Seite völlig frei waren und zudem die Reingabe trotz Überzahl der Turbinen von Kelly Smith, die gestern Weltklasse und von Jaques nie zu stoppen war, verwertet wurde.
    Auch mit Anonma hätte sich allenfalls insoweit etwas geändert, als dass Göransson für die Verstärkung des Mittelfeldes frei gewesen wäre. An ein Weiterkommen mit ihr glaube ich dennoch nicht.
    Zu überlegen – insbesondere auch was die Schnelligkeit anbetrifft – war Arsenal im Mittelfeld und Sturm.
    Kelly Smith hat Jaques deren Grenzen aufgezeigt. Überhaupt wurde die Abwehr in erschreckender Weise regelmäßig überlaufen – auch wenn Draws immerhin ihr gutes Stellungsspiel bewies. Aber auch sie ist eben nicht besonders schnell und wendig.
    Dies war von den Arsenal Ladies offensichtlich auch erkannt, die ständig versuchten, den Ball an der Gegenspielerin vorbei zu schieben und an der anderen Seite zu überlaufen, was viel zu oft gelang.
    Auch Naeher hatte nicht den besten Tag, denn beim 3. Tor hätte sie zumindest raus laufen und den Winkel verkürzen müssen – so hatte Smith keine Mühe.
    (Stand nur 2 m hinter Naeher).
    Schade, dass dieses Spiel nicht übertragen wurde.
    Ich schätze aber, dass die Vereine so gut wie nichts für die Übertragung erhalten und bei interessanten Spielen eher auf eine höhere Zuschauerzahl spekulieren.
    Vielleicht sollte man hier mal mit den Trikotsponsoren Regelungen treffen, wonach hierüber die Übertragung gesondert honoriert wird, denn immerhin haben die Sponsoren dann mehr Werbung.
    Schade für Turbine, aber kein Grund den Kopf hängen zu lassen.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Sorry, Lucy, ich muß mich wiederholen, denn ich bleibe bei meiner Aussage:Der DFB-Pokal ist der kürzeste Weg zu einem nationalen Titel!
    Und damit eben nicht so unwichtig, wie insbesondere (erfolglose?) Trainer, Teams etc. gerne glauben machen wollen.
    Und jetzt kommst Du noch mit dieser Aussage daher… 😉

    Und Dir, jochen-or, Kompliment für die korrekte Schilderung Deiner Sichtweise auf das Spiel – wir haben da keine 2 Meinungen.

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  • FFFan sagt:

    Bei Alex Popp gibt es inzwischen Entwarnung: ihre am Mittwoch erlittene Verletzung stellte sich ’nur‘ als starke Prellung heraus. Einem Einsatz am Sonntag gegen Frankfurt steht nichts im Wege.

    http://www.kicker.de/news/fussball/frauen/startseite/577446/artikel_aufatmen-bei-popp.html

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  • Lucy sagt:

    Mir war das ja auch neu, aber wurde uns doch letztes Jahr hier von ein paar Leuten so eingetrichtert, als TP damals gegen FFM ausschied… 😉

    Naja, noch nicht mal den Pokal haben wir noch auf dem Zettel, im Gegensatz zu TP… 😉

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Ich weiß genau, worauf Du anspielst, Lucy, denn ich erinnere mich ebenfalls an diesen Schwachfug und konnte und kann es immer noch nicht glauben, dass es auch die Meinung von BS war, zumindest wurde es so kommuniziert! 🙁
    Da ich meine gegenteilige Auffassung bereits damals kundtat, schrieb ich jetzt auch absichtlich von einer Wiederholung.

    Übrigens kann diesbezüglich Jeder bei den Bayernmädels anklopfen und nach deren Meinung fragen! Woher kenne ich aber bereits jetzt schon die Antworten? 🙂

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  • Lucy sagt:

    Ich weiß, SF 🙂

    Man sollte sich natürlich über jeden Titel freuen, ist doch immer eine tolle Sache und Erfolg gibt Motivation für mehr 🙂

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  • Detlef sagt:

    @jochen-or,
    Eine durchaus zutreffende Sichtweise, die ich in den meisten Punkten teile!!!

    @jochen-or schrieb;
    „Auch Naeher hatte nicht den besten Tag,…“

    Hier muß ich allerdings widersprechen!!!
    ALYSSA hielt TURBINE in Hälfte Eins überhaupt noch in Schlagdistanz!!!
    Ohne ihre tollen Paraden, hätte es nämlich schon zur Pause 0:4 oder gar 0:5 gestanden!!!
    Mag sein, daß auch ihr ein paar Fehler unterlaufen sind, aber auch in Hälfte Zwei machte sie einige 100%-ige Arsenal-Chancen zunichte!!!
    Nicht auszudenken, wenn sie wirklich einen schlechten Tag gehabt hätte!!!

    Das Achtelfinale wurde in beiden Begegnungen hauptsächlich in der Defensive verloren!!!
    Man hatte leider doch die Lektion aus dem Hinspiel nicht gelernt, und ließ den Gunner-Ladies wieder so viel Platz!!!
    Das Schröder ausgerechnet seine schnellste Abwehrspielerin ins Mittelfeld stellte, entbehrte für mich jeder Logik!!!
    WARUM mußte man denn nun (ohne Not) erneut die Abwehr und das Mittelfeld umstellen???
    Für mich einer von mehreren Gründen, warum die Abstimmung in Potsdams Defensive nach wie vor unbefriedigend ist!!!
    Und das TABBI nach ihrer Krankheit von Beginn an spielte, erwies sich als ähnlich fataler Fehler Schröders, wie die Hereinnahme von WIBKE in London!!!

    Das Mittelfeld war in beiden Partien kaum existent!!!
    Vor allem die Kreativabteilung um PATTI und KEELIN blieb fast alles schuldig, was man sich von ihnen erhoffte!!!
    Ein Lichtblick war da noch JENNY, die mit sehr viel Einsatz gefiehl, allerdings noch etwas Zeit braucht!!!

    Dem Sturm kann man wohl am wenigsten „Vorwürfe“ machen!!!
    Sie erzielten in London das geforderte Auswärtstor, und schossen Zuhause immerhin 3 Tore, wo eigentlich eins ausgereicht hätte!!!

    Allerdings denke ich immer noch, daß da mehr drin war für Potsdam!!!
    Allein die Tatsache, daß man in beiden Spielen zusammengenommen über eine Stunde „verschlafen“ hat, zeigt deutlich, wo die Reserven liegen!!!

    Es ist deshalb suboptimal, daß momentan der Druck von der Reservebank fehlt!!!

    Jetzt muß man sich voll auf die nationalen Wettbewerbe fokussieren!!!
    Aber auch hier wird gerade gegen Wolfsburg die Defensive voll gefordert werden!!!

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  • timmy sagt:

    Stabaek verliert gegen Juvisy 2:1. Damit hat sich tatsächlich Tschechien erstmals einen zweiten CL-Startplatz (für 2014/15) erspielt.

    Die ersten beiden Plätze in Tschechien spielen jedes Jahr Sparta und Slavia Prag aus.

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  • laasee sagt:

    Now the German Champions are out of the CL before the winter break!
    It was not really a shock that Arsenal won both games.
    Another negative – German football now has more negatives than positives.
    Maybe the buli is not at the same level as two years ago?

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  • Sheldon sagt:

    Für mich zählt der DFB-Pokal nicht! Er spielt vielleicht ein bisschen Geld ein und deswegen freue ich mich, wenn so ein Team wie Bayern oder auch mal Bad Neuenahr diesen Pokal gewinnt. Für die großen Teams ist das jedoch Kindergarten.

    Die Meisterschaft dagegen sehe ich weiter fest in der Hand von Potsdam. Ich denke, gerade nach dem Wolfsburg-Spiel gestern braucht uns absolut nicht bange sein, denn so wie die ihre Chancen vergeben, ist das schon fast peinlich! Niemandem helfen 90% Ballbesitz, wenn das Spiel am Ende doch 0:1 ausgeht (oder wie gestern 1:1).

    Für mich hat zur Zeit keine deutsche Mannschaft internationales Format. Lyon, Malmö und Arsenal sind zur Zeit die Teams, die den Ton angeben, weil sie am abgeklärtesten sind.
    Auch Wolfsburg wird es, sobald es gegen diese Mannschaften geht, sehr schwer haben, denn da darf man dann nicht mehr so fahrlässig Torchancen vergeben.

    Aber da sieht man nunmal die deutsche Pflichtvergessenheit! Statt die Farben ihres Vereins hochzuhalten und sportlich das Beste aus sich zu machen, buchen die Mädels ihren Platz an der Sonne bei Mannschaften wie Frankfurt oder Wolfsburg und rutschen schnell ins Mittelmaß ab. Gerade dem inflationären Kurs eines Siggi Dietrich ist diese Entwicklung mitzuverdanken. Die talentiertesten Spielerinnen spielen nunmal bei Vereinen in Deutschland, die nichts aus ihnen machen.

    Und am Ende gewinnt wieder Potsdam die Meisterschaft, weil sich alle anderen Teams einfach zu blöd anstellen. Gerade auch auf Wolfsburg trifft das zu, die vorne einfach die Tore nicht machen (siehe Freiburg, Essen, Rückspiel Roä).

    Der deutsche FF ist in einer enormen Krise. Mannschaften wie der HSV, Duisburg, Bad Neuenahr stehen vor dem Aus oder sind schon Geschichte (gute Ausbilderclubs), […], in Wolfsburg spielt man zu naiv und Potsdam ist nur noch ein einziges Lazarett.
    Geht diese Entwicklung so weiter, werden wir bereits bei der WM 2015 keine Rolle mehr spielen und können uns dann über ein Überstehen der Vorrunde freuen.

    Allerdings, und das freut mich, muss ich sagen, dass in London gute Arbeit geleistet wird. Taktisch ist das allererste Sahne und hoch zu loben! Ich tippe auf ein Finale Arsenal-Lyon, das sind zur Zeit einfach die stärksten Mannschaften Europas!

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Grace Kelly sagt:

    Potsdam hat einige defensive Stammspielerinnen verloren, ist diese Saison also nicht mehr das Meisterteam der letzten, und hatte eins der stärkeren Teams als Achtelfinalgegner. Da muss man nicht gleich einen Schwanengesang auf die Bundesliga singen.

    Erst mal sehen wie Wolfsburg sich macht. Da gilt die Ausrede als CL Neuling nicht, mit Spielerinnen in der Mannschaft, die selbige schon gewonnen haben. Wolfsburg hat deshalb meiner Meinung auch eine Chance das Finale zu erreichen, zumindest aber das Halbfinale.

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  • xXx sagt:

    Ist halt nicht so einfach derzeit für die Defensive. Mit Peter, Schmidt und Odebrecht sind 3 erfahrene Defensivspielerinnen gegangen, da muss dann erstmal der Ersatz integriert werden. Das dann dauernd die Abwehr umgebaut werden muss und sich nicht einspielen kann, weil dauernd irgendwer verletzt ausfällt (Singer, Kemme, Milach, Elsig etc.) macht es da gewiss nicht einfacher.

    Ist halt bitter, dass dann die Auslosung dieser Saison in der CL schon so früh einen so guten Gegner vorgesehen hat.

    Wird sich aber alles mit der Zeit einpegeln, wenn die Verletzten zurück kommen und sich die Defensive dann mal einspielen kann.

    Da ist halt diese Saison in der CL leider mal früher Schluss, dennoch kein Grund sich sorgen zu machen. In der Bundesliga und Pokal hat man trotzdem gute Chancen und nächste Saison kanns dann auch in der CL wieder ganz anders aussehen.

    Generell hat Turbine Potsdam die Qualität dort weit zu kommen. Jedenfalls ohne solch große Verletzungssorgen und wenn sich die neue Defensive eingespielt hat.

    So sind Übergangsjahre halt manchmal, wenn der Kader größeren Veränderungen unterlag.

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  • laasee sagt:

    @Sheldon

    „Der deutsche FF ist in einer enormen Krise.“

    You write the truth.

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  • enthusio sagt:

    @Sheldon:
    Ich sehe den deutschen Frauenfußball überhaupt nicht in der Krise, im Gegenteil: mit einer fast ausschließlich aus deutschen Spielerinnen bestehenden Mannschaft wie Wolfsburg sieht es in Meisterschaft und Champions League bislang sehr gut aus. Malmö nach der leichtfertig gegen Umea und Tyresö verspielten Meisterschaft in einem Atemzug mit Lyon und Arsenal zu nennen, ist doch wohl ein Witz. Natürlich hat Arsenal gegen Potsdam verdient gewonnen, aber ohne Anonma, Andonova, Zietz und andere verletzte/angeschlagene Spielerinnen ist ein Ausscheiden gegen Arsenal sicherlich keine Sensation. Lyon bleibt sicherlich das Maß aller Dinge, keine Frage, aber warum Wolfsburg nicht an das Niveau von Arsenal und erst recht Malmö heranreichen soll, erschließt sich mir nicht. Auch ich habe nicht mit dem Ausscheiden von Turbine gerechnet, aber Kelly Smith und mit ihr ihre ganze Mannschaft hatte im zweiten Spiel nun mal einen Sahnetag und da kann man schon mal verlieren. Immerhin hat sich Potsdam nach einer offensichtlich desaströsen 1. Halbzeit gut ins Spiel zurückgekämpft und Arsenal die Sache nicht leicht gemacht. Das sollte man bei aller Enttäuschung anerkennen. Ich frage mich sowieso, wie Potsdam es geschafft hat, trotz der vielen Ausfälle insgesamt noch so viele gute Leistungen zu erbringen. Und ein 3:4 gegen Arsenal zeigt doch wohl, dass die Mannschaft trotz der hohen Belastungen und der zeitweiligen Formschwäche von Ogimi und Hanebeck immer noch sehr viel Qualität hat. Eine Evans oder Göransson haben mich jedenfalls absolut überzeugt.

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  • wrack sagt:

    @ Iaasees Zeugen: „Der deutsche FF ist in einer enormen Krise.“

    DAS hätte ich jetzt von euch beiden nicht erwartet. NUR „enorme Krise“ ? Ich dachte, ihr schreibt inzwischen an der Fortsetzung der Johannes Offenbarung mit Potsdam als Armageddon ! 🙂

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  • laasee sagt:

    @wrack

    Sheldon wrote,“Der deutsche FF ist in einer enormen Krise.” – I agree with that statement.

    CL – the German Champions are out before the winter starts!
    Buli – on the same day only 100 fans go to a buli game in Munich!
    U17 National Team is in Pot 3 in UEFA draw.

    That is just three examples.

    The biggest problem is that it is all happening in front of you, but you do not see it (or maybe you do not want to see it?).

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  • wrack sagt:

    @ Iaasee: „The biggest problem is that it is all happening in front of you, but you do not see it (or maybe you do not want to see it?).“

    Warum sollte ausgerechnet das das größte Problem sein ? *Kopfkratz*

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  • laasee sagt:

    @wrack

    If people do not understand that there is a problem, then the problem will only get worse.

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  • wrack sagt:

    @ Iaasee: „If people do not understand that there is a problem, then the problem will only get worse.“

    Ich wüßte nicht, wie ich die imaginären Problem verschlimmern könnte 😉

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  • laasee sagt:

    @wrack

    „imaginären Problem “ – Potsdam are no longer in CL, that is reality.

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  • Sheldon sagt:

    @wrack: Durch Verharmlosung. Fans haben den Hang zum Kurzzeitgedächtnis. Da wird das einfach mal abgehakt und gesagt: Ist ja nicht so wild! Und dann geht man im nächsten Spiel wieder dahin und es ist noch schlimmer. Wieder verharmlost man usw.

    Und irgendwann wird von keinem einzigen Fan mehr Leistung gefordert, sodass sportlich die Qualität des FFs enorm zurückgehen wird, da keiner mehr Bock hat, sich anzustrengen, wenn die Zuschauer und die Kohle sowieso stimmen. Und damit gehen vielleicht nicht die einzelnen Lieblinge unter, wohl aber der Sport!

    @enthusio: Du verstehst das Problem nicht, oder? Es geht nicht darum, dass Potsdam jetzt so enorm gut oder schlecht gespielt hat, sondern es geht darum, dass Stück für Stück alle talentierten Spielerinnen zu anderen Vereinen gehen und dort keinen Stich mehr tun.
    Lira, Peter, Schmidt oder Odebrecht könnten alle Weltklasse spielen. Wieso tun sie das nicht? Weil sie sich nunmal für das Geld und gegen den Sport entschieden haben.
    Odebrecht ist weit von der Form entfernt, die sie noch 2011 vor der WM hatte.

    Außerdem stelle ich Malmö ganz klar auf eine Stufe mit Arsenal und Lyon, weil man nunmal nicht nur auf Grundlage von 3 Spielen entscheiden darf: Malmö und Tyresö FF sind zur Zeit einfach weiter oben als die deutschen Klubs und ich würde sogar die schwedische Liga momentan stärker einschätzen als die deutsche!
    Wolfsburg fehlt das Killergen, Frankfurt fehlt das Training, Potsdam fehlen die Spielerinnen! Deswegen gehört für mich keine der Mannschaften zur absoluten Weltklasse!
    Wolfsburg hat schon einige Male in dieser Saison gezeigt, dass sie zu knacken sind und hat nunmal vorne im Sturm noch Klasse, aber Klasse Ü30! Und das wird sich einfach Stück für Stück bemerkbar machen, zumal sie von dieser Klasse von Pohlers enorm abhängig sind, wie die letzten Spiele gezeigt haben! Wolfsburg wird, so prognostiziere ich, gegen Göteborg oder Arsenal rausfliegen, und zwar mit Auswärtstorregel (0:0 auswärts, 1:1 zuhause) mit irgendso einem reingeeierten Tor!

    Da fehlt die Zielstrebigkeit!

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  • Guido sagt:

    So schlecht sehe ich den FF in D nicht:
    – Die A-Nationalmannschaft hat sich souverän für die EM qualifiziert, den Algarve-Cup gewonnen (dabei z. B .Schweden und Japan besiegt) und dafür gesorgt, dass die USA erstmals seit vielen Jahren zwei Heimspiele nacheinander nicht gewinnen konnten.
    – Die U20 hat in Japan teilweise so überragende Leistungen abgeliefert, dass die Vize-WM schon fast als unglücklicher Ausrutscher zu sehen ist.
    – Wer aus dem frühen Aus von TP gegen die Arsenal Ladies eine mangelnde Konkurrenzfähigkeit der Bundesliga ableiten will, der sei daran erinnert, dass der FFC sich vor ein paar Monaten noch überzeugend gegen Arsenal durchsetzen konnte. Das Finale gegen Lyon fand dann leider zu einem Zeitpunkt statt, als die Mannschaft nach einigen Nackenschlägen leistungsmäßig und mental am Saisontiefpunkt war – in Bestform wäre da mehr drin gewesen.
    – Die Bundesliga hatte einen Zuschauer-Rekord. Mit Wolfsburg hat sich eine neue dritte Kraft etabliert, die die Meisterschaft noch spannender machen wird; zudem hat der VfL auch beim CL-Debut bisher alle Aufgaben souverän erledigt.

    Klar kann man jetzt auch Negatives aufzählen (keine Olympia-Teilnahme; keine einzige Nominierung für die Wahl zur Weltfussballerin; Erstarken der Konkurrenz in Europa, die Serie der EM-Siege könnte 2013 reißen; unerfreuliche Leistung der U17; …). Aber das Positive überwiegt für mich.

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  • wfm sagt:

    Angesichts der Ausscheidens von Potsdam den Niedergang des deutschen Frauenfußball zu prophezeien da kann man doch nur den Kopf schütteln.

    Abgesehen davon, dass weder die letzten Ergebnisse der N11 wie die bisherigen von Wolfsburg in der CHL eine derartige Verallgemeinerung zulassen, so dass man dann eigentlich nur von einem Niedergang bei Potsdam reden könnte, sollte man doch die Voraussetzungen für eine derartige Prognose beachten.

    Um aus einem solchen Vergleich einen allgemeinen Niedergang herzuleiten, müssten doch wenigstens für beide Vertreter des englischen wie des deutschen Frauenfußballs gleiche Bedingungen gelten. Z.B., dass beide Mannschaften, wenn schon nicht in Bestbesetzung dann doch in Normalbesetzung gegeneinander antreten.
    Ich schlage daher vor, dass Arsenal als eingespielte und gegenüber der vorigen Saison kaum veränderte Mannschaft, die seit Jahren zu den besten Europas gehört, in Normalform ohne Kelly Smith aufläuft. Als Vertreter des deutschen Frauenfußballs bietet sich da der FFC Frankfurt an, der ja in der vergangenen Saison nicht die beste deutsche Mannschaft gewesen ist. Wie nun aber jeder hier weiß, hat Frankfurt bei diesem Vergleich in der letzten Saison beide Spiele gegen Arsenal gewonnen.
    Wie passt das mit der Behauptung vom Niedergang des deutschen Frauenfußballs zusammen?

    Tatsächlich ist doch nur folgendes passiert: Eine nach gravierenden Abgängen neu formierte und stark ersatzgeschwächte Mannschaft von Potsdam ist zur Unzeit auf ein Arsenal mit Kelly Smith getroffen, die an guten Tagen eben in der Lage ist den Unterschied auszumachen. Wie zu sehen war, konnte aber selbst dieses geschwächte Potsdam den Arsenal Ladies in Bestform in der 2. Halbzeit Paroli bieten. Von daher bin ich ziemlich sicher, dass z.B. die Potsdamer Mannschaft, die zuletzt gegen Frankfurt aufgelaufen ist, nicht als Verlierer vom Platz gegangen wäre.

    Alle weitergehenden Schlussfolgerungen gehören für mich in die Kategorie „Drama Baby!“

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  • FFFan sagt:

    @ Grace Kelly:
    „Wolfsburg hat deshalb meiner Meinung auch eine Chance das Finale zu erreichen, zumindest aber das Halbfinale.“

    Eine Chance haben sie mit Sicherheit, aber wie groß diese ist, hängt stark von der Auslosung ab. Sollte der Gegner im Viertelfinale Lyon oder Arsenal heißen, könnte es erstmals seit 2006/07 ein Halbfinale ohne deutsche Beteiligung geben. Auch Rossiyanka als Gegner könnte kompliziert werden; die haben einen guten Trainer und verfügen über genügend finanzielle Mittel, um sich im Winter nochmals zu verstärken. Gleiches sollte allerdings auch auf den VfL Wolfsburg zutreffen.

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  • gerd karl sagt:

    laasee, 100 fans am mittwoch um 14.00, das hat folgenden grund, man muss um diese uhrzeit arbeiten.
    da kann man nicht zum frauen fussball gehen.
    andererseits wenn du so schreibst, dann ist der schwedische frauen fussball tot, denn beim schwedischen cup waren nur 350 zuschauer da.
    und die briten haben nur arsenal die international mithalten können, o gott der britische frauen fussball ist tot.
    und wenn dann noch fly emirates seine zahlungen einstellt, dann sind sie mause tot.

    o mein gott, the british women soccer is doomed and the swedish women soccer is doomed
    und wenn die millionen in lyon und psg nicht mehr fliessen, o mein gott the france women soccer is doomed.

    in deutschland gibt es 5 mannschaften die international mithalten können, und sie sind finanziel stabil.
    und die nationalmannschaft ist auch gut beieinander, sie die beiden usa spiele.:)

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  • xyz sagt:

    @Sheldon Ich gebe dir Recht,dass manche Spielerinnen den Platz an der Reservesonne vorziehen. Da kann ich nur die Talente Magull und Jäger nennen.
    Die beiden wirkich großen Talente haben es vorgezogen bei Wolfsburg in der 2. Mannschaft zu spielen(Jäger) oder Megakurzeinsätze in der 1. Mannschaf,wenn überhaupt zu bekommen.(Magull)
    Jäger hat dies mit dem Ausbildungsplatz in wolfburg begründet(gibt es in gütersloh keine Ausbildungsplätze für Fußballtalente?) Magull hat sogar die Schule ein Jahr vor der Hochschulreife abgebrochen und macht außer Fußball zu Zt.gar nichts.
    Diese Mädels hätten doch lieber in Gütersloh bleiben sollen,wo sie einen Stammplatz bekommen hätten und sich so durch regelmäßiges Spielen in der 1. Buli super weiter entwickelt.

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  • Andreas sagt:

    @Sheldon: Ich bin ja hier einer der wenigen, der Dir auch mal einen grünen Daumen gibt, aber bei diesem Geschreibe geht mir echt die Hutschnur hoch. Jetzt ist SiDi mal wieder Schuld an der Krise von Turbine Potsdam im Speziellen und vom Deutschen Frauenfußball im Allgemeinen. Was würdest Du bloß machen, wenn es diese Feindbild nicht gäbe. Vor kurzem hieß es noch die Bundesliga sei die stärkste Liga der Welt und jetzt sind plötzlich alle anderen besser, nur weil TP mal aus der Champions League ausgeschieden ist. Anstatt anzuerkennen, dass sie einfach schlechter waren als Arsenal und daneben der Trainer vielleicht auch ein paar taktische Fehler bei der Aufstellung gemacht hat, wird jetzt wieder die Schuld bei anderen gesucht, vor allem natürlich bei dem teuflischen Club aus der Bankenmetropole. TP war jetzt lange Jahre national und international ganz oben und in diesem Jahr halt nicht. So what, davon geht auch in Potsdam die Welt nicht unter. Und wenn man Leistungsträgerinnen nicht halten kann, dann ist das nicht die Schuld von anderen. Mangelnde Chancenverwertung ist im übrigen nicht nur ein Problem in Wolfsburg, sondern vom Frauenfußball insgesamt. Auch Arsenal hätte wohl in Potsdam schon viel früher viel höher führen müssen und auch der FFC hat damit bisher in diesem Jahr ein großes Problem. Eine Anmerkung sei mir noch zu Hanebeck gestattet. Die wird von Dir ja zu der besten Deutschen Spielmacherin hochgejubelt. Mindesten im Moment scheint es ja mit diesen Qualitäten nicht ganz so weit her zu sein. Von daher hat SN wohl recht, sie nicht zu nominieren.

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  • berggruen1 sagt:

    Oh ja, neben dem Abendland geht jetzt auch noch der deutsche Frauenfußball den Bach runter, ich befürchte Schlimmstes.

    Machen wir einmal eine Bestandsaufnahme: Ein in wesentlichen Teilen neuformierter (Abwehr) Verein, nennen wir ihn Turbine Potsdam, scheidet in der KO-Runde der CL aus. Na und? Man kann doch selbst als eingefleischtester Fan nicht erwarten, dass man jedes Jahr mindestens das Halbfinale erreicht. Arsenal London ist nun auch keine Laufkundschaft, auch im FF nicht. Man muss ja jetzt nicht so tun als hätten sie 0:3 gegen Borissov verloren. In der CL, zumal in den KO-Runden, messen sich halt die Besten, selbst wenn es noch „leichtere“ und „schwerere“ Gegner im FF gibt. Potsdam und Frankfurt haben den Pokal mehrfach geholt, jetzt sind halt mal andere dran, das ist in jedem Sport so. Auch Lyons jetzige Stärke wird nicht ewig anhalten, genauso wie die Stärke der spanischen NM oder Barcelonas nicht von Dauer sein werden. Natürlich darf man sich nicht auf vergangenen Lorbeeren ausruhen, muss sich weiterentwickeln etc.pp., aber deshalb gleich den Untergang des FF in Deutschland herbeizudiskutieren, nur weil Potsdam im Achtelfinale ausgeschieden ist, ist wirklich ein ganz klein wenig übertrieben.

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  • wrack sagt:

    @ Iaasee: „Potsdam are no longer in CL, that is reality.“

    Ich verstehe immer noch nicht, was ich mit der Erkenntnis einer „Krise“ daran ändern könnte. Potsdam ist ‚raus, da kann ich noch so sehr „Krise, Krise !“ schreien. Und noch immer frage ich mich, warum meine Weigerung, in der Chor von „Iaasees Zeugen“ einzustimmen und hier im Forum das „Wachtor“ zu verteilen, das größte Problem sein sollen. Du und Sheldon sorgt mit euren lustigen Beiträgen sicherlich gelegentlich für ein Lächeln (Danke)bei mir, aber es ist auch manchmal wie im TV mit den Wiederholungen (Gähn).

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  • Winter sagt:

    Es ist gut wieder in der Realität angekommen zu sein!
    Potsdam wird es nur stärker machen, man wird die richtigen Schlüsse daraus ziehen.
    Vielleicht gewinnt man im Jahr 2013 gar nicht´s, so wie im Jahr 2007 nach einigen Weggängen. Dafür wird man aber umso stärker wieder kommen, sicher!!!
    Die Stadt, das wirtschaftliche und gesellschaftliche Umfeld, die Fans leben und lieben den Verein! Es ist eine ganz andere Identifikation vorhanden als bei zusammengekauften Clubs, mit denen sich kaum jemand identifizieren kann.
    Potsdam ist Frauenfussball, das fängt bei einer tollen Internetseite an, zieht sich über die Fans, die besten Zuschauerzahlen der Liga, und-und-und……

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  • naryl sagt:

    Also zumindest am Mittwoch fing Potsdams Defensivproblem eindeutig im Mittelfeld an. Es war erschreckend, wie oft sich bei Ballverlust in der Vorwärtsbewegung mit liegenbleiben, ärgern oder hinterherschauen beschäftigt wurde, während 4-5 Arsenal Spielerinnen blitzschnell (gedanklich, nicht unbedingt vom Bewegungstempo her) umschalteten und auf die Abwehr zustürmten. Da kann man den Abwehrspielerinnen dann auch nur bedingt Vorwürfe machen.

    Auch wenn durch die individuelle Klasse und vor allem dem Einsatzwillen einiger Turbinen in der 2. HZ ein weiterkommen noch möglich erschien, ist Arsenal insgesamt der verdiente Sieger dieser Begegnung.

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  • DAWIDenko sagt:

    Glückwunsch an Arsenal. Sie haben absolut gezeigt, dass sie verdient weiter gekommen sind.

    Gut die Fakten sprechen eine eindeutige Sprache:
    Potsdam scheidet im Achtelfinale aus. Die Art und Weise, wenn man sich auf die erste Halbzeit bezieht, und (scheinbar) auf Teile des Hinspiels, zeigen enorme Schwächen in der Potsdamer Mannschaft auf internationaler Ebene.
    Aber da sind wir auch beim Punkt: Arsenal ist, nach den Leistungen zu urteilen, europäische Spitzenklasse.
    Wie sie gegen Lyon mithalten, vermag man vielleicht schwer zu sagen, aber sie kreieren aus einer sicheren Defensive heraus schnelle Angriffe und haben mit Kelly Smith eine herrausragende Stürmerin und Passgeberin.
    Außerdem sind sie über Jahre sehr gut eingespielt und können sich auf einander verlassen. SIe sind in den letzten Jahren mit großen Teilen dieser Mannschaft Stammgast im Halbfinale der Champions-League.

    In diesen ganzen Bereichen kann die momentnae Potsdamer Mannschaft wohl schwer mithalten.
    Von den Jahren 2010 und 2011, in denen man jedes Jahr im Finale stand, sind nur noch Yuki Ogimi dabei, die gestern einen schlechteren Tag hatte. Tubby, die von ihrer Krankheits bedingt nicht voll einsatzfähig war, wie BS auch selber seinen Fehler einräumte. Und Ulla Draws, die aber erst seit dieser Saison die Abwehrcheffin ist.

    Ich bleibe bei meiner Aussage, das war von der Besetzung her ein vorgezogenes Champions-League Halbfinale!!! Kein „normales“ Achtelfinale. Gegen wen spielte Potsdam in den letzten Jahren im Achtelfinale?
    2009/10 Bröndby
    2010/11 Neulengbach
    2011/2012 Glasgow City

    Allerdings darf die Umbau von Turbine, sowie die massive Verletzungsflut nicht als Alibi herhalten, für diese erste Halbzeit. Arsenal hätte, wie Detlef schrieb, locker 5:0 in Front liegen können. Nach dem 2:0, als man sich gerade etwas gefangen hatte, wehrte man sich gar nicht mehr. Schon von Beginn weg, verlor man leichte Bälle und wurde dann überrannt.

    Erst in der zweiten Halbzeit, sah man wozu die Mannschaft fähig ist. Es klappte auch nicht alles. Die Abwehr konnte den schnellen Angriffen nicht viel entgegen setzen. Auch Keelin Winters zeigte sich sehr unauffällig, nach ihrem Ballverlust in HZ. 1 , der das 2:0 einleitete. Yuki hatte war oft bedrängt ihre Pässe hatten auch z. T. schlechtes Timing und sie präsentierte sich zweikampfschwach.

    Aber die Räume wurden enger gemacht, gerade im Mittelfeld. Man ging in die Zweikämpfe und versuchte mit schnellem Kombinationsspiel die Spitzen einzusetzen. Das ist auch die Stärke.
    In der 2. Halbzeit waren es vor allem Göransson, Evans, Doorsoun, Cramer und auch in Teilen Hannebeck, die den Arsneal Ladies die meisten Probleme bereiteten.
    Da war auch von Seiten Potsdams auch die Härte im Spiel, die man gegen einen sochen Gegner braucht. Auch Arsenal machte da Fehler und konnte sich phasenweise vom Druck der Turbinen kaum befreien.
    Vor allem nach dem Anschlusstor und nach dem 3:3. Da waren auch die Chancen, in Führung zu gehen.
    Außerdem wurden noch ein Angriff wegen vermeintlichem Abseits zu Gunsten von London abgepfiffen. Dies war eindeutig. (Ich stand auf gleicher Höhe zur Situation, im Gegensatz zur Linienrichterin, die etwas weiter weg war.
    Außerdem gab es noch eine strittige Szene eines Fouls an Patti.
    War auf jeden Fall im Strafraum. Angeblich soll es noch einen Verdacht auf Handspiel im Strafraum gegeben haben. Da kann ich aber nicht mitreden, konnte es nicht sehen.
    Des weiteren noch eineige gute Chancen von Göransson und die riesen Möglichkeit von Patti.
    Im Endeffekt kann man aber wegen der gezeigten 1. Halbzeit natürlich NICHT sagen, man sei unverdient ausgeschieden!!!

    Dort machte man es Arsenal zu einfach. Im Endeffekt schoss Arsenal trotz der potsdamer Aufholjagd, noch cool die Tore 3 und 4. Sozusagen als Korrektur der vielen liegen gelassenen Chancen in Durchgang 1.
    Naeher verhinderte dort großartig, aber auch Arsenal verfehlte unbedrängt 2-3 mal das Tor.

    Großes Lob an Sarah Doorsoun: Sie ist nicht nur auf Grund ihrer Schnelligkeit und technischen Fähigkeiten ein Gewinn. Sie hat auch ein enorm gutes Spielverständnis und kann sich, trotz ihrer schmächtigen Statur gut im Zweikampf, besonders in puncto Ballabschirmen behaupten. Sie versucht es auch mal aus der zweiten Reihe, wenn keine Anspielstationen vorm Tor möglich sind.
    Wenn man bedenkt, dass sie erst 20 Jahre alt ist und ihre erste Champions-League Saison spielt und dann in einer solchen Situation diese Leistung zeigt,kann man sich nur freuen eine solche Spielerin in seinen Reihen – auch für die Zukunft- zu haben.

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  • DAWIDenko sagt:

    Ein paar Sätze zu Wolfsburg.
    Man sollte hier nicht vergessen. Wolfsburg war durch das Hinsiel schon beinahe weiter.
    Außerdem spielt man in der Bundesliga am Sonntag gegen Frankfurt. Da liegt wohl eher die Konzentration.
    Am Ende ist es doch so besser, wenn man gegen Frankfurt gewinnt.
    Als wenn man nun auch noch im Rückspiel gegen Röa einen Kantersieg einfährt, aber dann gegen ausgeruhte Frankfurterinnen verliert.

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  • waiiy sagt:

    Ich habe das Gefühl, dass DAWIDenko einer der Einzigen ist, der vorgestern wirklich im Stadion war bzw. nicht zur Halbzeit abgehauen ist. Ich bin mit einem sehr viel besseren Gefühl aus dem Stadion gegangen, als hinein. Der Tiefpunkt war mit Sicherheit die 1. Halbzeit. Aber was danach passiert ist, kann man mit Worten gar nicht so recht beschreiben. Wenn ich diese 2. Halbzeit gesehen habe und was da im Stadion auf dem Platz und auf den Rängen abgegangen ist, dann war das genau ein Spiel, wovon der Fußball lange zehren sollte. Leider wird das verkannt, weil das Fernsehen nicht übertragen hat und weil vor allem die Leute hier schreiben, die nicht dabei waren und die nur den Fakt des Ausscheidens und die Leistung aus dem Hinspiel sehen. Vielleicht wäre da ein wenig Zurücknahme gut, wenn man sich kein Urteil bilden kann.

    Aber was auf keinen Fall dabei in Vergessenheit geraten darf, dass insgesamt das Weiterkommen von Arsenal völlig verdient war und dass sie in beiden Spielen sehr gute Leistungen haben abrufen können.

    Des weiteren hat die Schiedsrichterleistung in dem Spiel auch Aufmerksamkeit verdient, wenn man beim 3:3 (zu Recht) als offizielles Statement liest, dass „Kelly Smith“ einen Pass HINTER der Abwehrreihe eiskalt verwandelt hat“ (besser hätte man im Stadion einem Laien „abseits“ nicht erklkären können) und das nur die Spitze des Eisbergs war. Aber da sind alle aus Potsdamer Sicht sehr fair vorgegangen, indem sie das nicht in den Vordergrund gestellt haben. Immerhin ging es im Prinzip um 3-4 Tore, die das Spiel hätte anders herum laufen können (Tor Kelly Smith abseits, Strafstoß gegen Hanebeck nicht gepfiffen, Hand im Londoner Strafraum nicht gesehen, Göransson völlig allein vor der Torhüterin zu unrecht zurück
    gepfiffen).

    Also bitte ein wenig Mäßigung, wenn man nur auf Grund von Geschriebenem und Gehörtem urteilt. Denn so etwas bringt den Fußball viel mehr in Verruf.

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  • laasee sagt:

    At the start of the game at Karli, the players of the two teams had these statistics :

    Total games played in CL – Potsdam = 112 games ; Arsenal = 367 games.
    Total goals scored in CL – Potsdam = 25 ; Arsenal = 74.
    It is not surprising that Arsenal won the game!

    The two top goal scorers in this seasons CL are Patrizia Panico (8) and Conny Pohlers (6).
    Panico is 37 years old and Pohlers is 33 years old.

    The statistics show that experience is a big factor!

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  • karl sagt:

    @Andreas : Da kann ich dir nur in allen Punkten voll zustimmen. Besonders im Fall Hanebeck, die ja nicht nur von Sheldon so vehement fuer die N11 gefordert wurde. Die hab ich deswegen in den letzten Spielen sehr genau beachtet, aber fuer die N11 empfielt die sich meiner Meinung nach eher nicht. Aber vielleicht wollen die die das fordern ja nur sicher stellen dass die N11 wirklich in die Krise kommt von der sie seit einiger Zeit mit scheinbar wachsender Begeisterung reden 🙂 …

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  • enthusio sagt:

    @Iaasee:
    Und was sagt uns die Tatsache, dass die 18jährige Andonova bis zu ihrer Verletzung 5 Tore erzielt hat ? Jugend ist ein wichtiger Faktor ! 🙂

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  • laasee sagt:

    @enthusio

    „Jugend ist ein wichtiger Faktor !“

    Conny and Patrizia have not always been old……….once upon a time they were younger.

    All is good.

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  • waiiy sagt:

    Jetzt aber mal etwas zum Spiel. Bei der Betrachtung der 1. Halbzeit kann ich jochen-or und Detlef nur ergänzen. Auch ich sehe die Leistung von Alyssa Naeher als Weltklasse an. Dass sie nicht alle Bälle halten konnte, war klar. Außerdem waren die Abschlüsse der Arsenal Ladies sehr genau. Es hätte durchaus viel höher zur Halbzeit stehen können.

    Dass die Spiele in der Abwehr verloren wurden, kann ich so nicht sagen. Vielmehr haben wir von der Tribüne aus ausgemacht, dass nahezu jeder Ball im Mittelfeld verloren wurde, dass jeder eigene Angriff dort abgefangen wurde und jeder gegnerische Angriff dort ohne Gegenwehr durchgegangen ist. Die Abwehr stand zwar auch nicht gut, wurde aber zu oft auf dem falschen Fuß erwischt, weil sie grad in der Vorwärtsbewegung war bzw. weil sie Löcher des Mittelfeldes stopfte und dadurch selbst schlecht stand.

    Hinzu kamen individuelle Fehler, die zu den Toren führten. Aber da zeigt sich auch, dass beispielsweise eine Keelin Winters (verusachte 2 Treffer direkt durch Ballverluste) noch nicht die Erfahrung auf dem Niveau hat. Sie ist zwar viel rumgekommen, aber solche kompakten Gegner, die sofort auf jeden Ball gehen, hatte sie wohl nicht so oft.

    Einen weiteren Fehler hat Bernd Schröder selbst nach dem Spiel offen zugegeben. Er hatte die Wirkung von Tabea Kemme auf dem Platz völlig anders erwartet. Er war der Meinung, dass sie durch ihre Anwesenheit Rückhalt gibt, dass sie die Anderen mental stützen kann. Aber körperlich war sie auf unterstem Niveau und konnte so keinem Beitrag leisten. Ihr Einsatz war leider für die Mannschaft und auch für sie selbst falsch.

    Insgesamt war wie paralysiert, wie das Kaninchen vor der Schlange. Keine wollte Fehler machen und so machte man Fehler am laufenden Band. Hinzu kam, dass Arsenal den Turbinen auch körperlich den Schneid abkauften. Das wurde unterstützt durch die Schiedsrichterin, die grundsätzlich kein hohes Bein gepfiffen hat. So viele Karateschläge habe ich zuletzt bei der Teakwondo-Übertragung von den Olympischen Spielen in London gesehen. Aber wenn das von der Schiedsrichterin „legalisiert“ wird, dann nutzt man das natürlich auch aus. Gut, dass es zu keiner ernsthaften Verletzung dadurch gekommen ist (außer einer mehrminütig auf dem Boden liegenden Tabea Kemme, die keine Luft bekam).

    Zur Halbzeit hätte es locker 0:4 stehen können. Aber da können sich alle bei Alyssa Naeher bedanken, dass es „nur“ 0:2 war.

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  • laasee sagt:

    @waiiy

    I am sorry for Turbine but the truth is that this game was lost a long time ago – the exodus of so many top players is the reason.
    Arsenal are a very good side and they have players that have played many games in CL.
    Their experience was a big factor.

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  • Detlef sagt:

    Auch wenn Arsenal in beiden Spielen die bessere Mannschaft war, hätte TURBINE weiterkommen können!!!
    So weit war man dann auch nicht weg vom Erreichen des Viertelfinales!!!

    Mich würde nur interessieren, warum die TURBINEN in Hälfte Eins so viel „Schiss“ (O-Ton PATTI und ALYSSA) hatten???
    Man hatte alle Möglichkeiten, und die Generalprobe gegen Angstgegner Essen hätte eigentlich Selbstvertrauen geben müssen!!!

    Hatte es das Potsdamer Trainerduo etwa versäumt, die Mannschaft auch mental optimal vorzubereiten???
    Und wie gelang es ihnen dann in den wenigen Minuten der Halbzeit doch noch, aus einem „ängstlichen Kaninchen“ einen „brüllenden Löwen“ zu machen???
    Die beiden Halbzeiten hätten wirklich unterschiedlicher nicht sein können!!!

    Und ja, auch die Schiedsrichterinnen haben ihren Teil zum Ausscheiden beigetragen!!!
    Das 2:3 von Kelly Smith fiel mitten in die Aufholjagd der TURBINEN, und es war klar Abseits!!!
    Und auch nach TONIS erneutem Ausgleich war Potsdam das stärkere Team, und hätte 2 Strafstöße bekommen müssen!!!
    Ob sie die verwandelt hätten ist natürlich nicht sicher, aber immerhin denkbar!!!
    Die Abseitsentscheidung gegen TONI war zumindest sehr knapp, viel knapper als das klare Abseis von Smith!!!

    Aber am Ende müssen sich die TURBINEN die Schuld am Ausscheiden dann doch selber geben!!!
    20 Minuten in Borehamwood, und 50 Minuten in Potsdam hatte man einfach „verschlafen“!!!
    LISA drückte es gestern Abend im Radiotalk so aus, daß es nicht die mögliche Leistung von Potsdam war, die sie gegen Arsenal zeigten!!!
    Auch TONI versicherte im Interview, daß TURBINE eigentlich nicht schlechter als die Londonerinnen sei!!!

    Den Beweis dafür präsentierten sie zumindest in Hälfte Zwei recht anschaulich!!!
    Aber Arsenal machte in Hälfte Eins die zwei Tore, die uns am Ende gefehlt haben!!!
    Wenn man schon von Beginn an so couragiert zu Werke gegangen wäre wie in Hälfte Zwei, wäre man jetzt sicher eine Runde weiter!!!

    Ein „Gutes“ haben die zwei Niederlagen vielleicht doch???
    Arsenal hat uns schonungslos aufgezeigt, woran wir noch arbeiten müssen!!!
    Bis auf die unglückliche Niederlage gegen Frankfurt, hatte TURBINE bisher nur Siege eingefahren!!!

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  • DAWIDenko sagt:

    @ waiiy: sehr guter Beitrag. sehe vieles genauso.

    Alyssa Naeher verhinderte in der ersten Halbzeit einige Chancen.
    Es war für sie als Torfrau auch ein absolut schwieriges Spiel:
    Schnelle Gegenstöße gegen eine verunsicherte Abwehr.

    Vielleicht kommt sie beim dritten Tor, wie jochen-or schrieb etwas zu zögerlich raus, aber dass gehört auch nicht so zu ihren Stärken.
    Ihre Stärken sind bei ihr ganz klar auf der Linie.

    Außerdem hat sich ihre Strafraumbeherrschung schon sehr verbessert, wenn man noch an die Anfänge denkt und auch ihre Abstöße waren diesmal viel sicherer als noch beim letzten Spiel.
    Sie ist da jetzt auch viel variabler: Mal Abstoß, mal Abwurf auf die Außen um das Spiel schnell zu machen.

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  • Sheldon sagt:

    Nun mal Klartext:

    1. Deutschland wäre sehr viel geholfen, wenn es den FFC Frankfurt nicht gäbe. Die Talente würden nicht versauern, die Topklubs nicht leer gekauft und in der N11 würden die Stammplätze nicht nach Vereinszugehörigkeit verteilt werden.

    2. Ich für meinen Teil war von dem Auftritt gegen Arsenal zutiefst schockiert. Doch es ist immer noch so, dass Turbine in Deutschland die beste Mannschaft ist. Daraus kann man nur schließen, dass alle anderen Teams in der heutigen Konstellation gegen Arsenal genauso verloren hätten.

    3. Zu Wolfsburg: Malmö, Lyon oder Arsenal – dann sind sie draußen! Also spätestens im Halbfinale! Wolfsburg hat nicht die Erfahrung als Mannschaft, um gegen Gegner europäischer Güteklasse zu bestehen (ähnlich wie Borussia Dortmund im letzten Jahr).

    4. Die Auflistung der Negativfaktoren werte ich stärker als Guido, bzw. ich werte die Positivfaktoren nur sehr schwach.

    Die EM-Quali-Gruppe war ein Klacks und da hat man sich gegen Spanien auch noch blamiert, der Algarve-Cup war das Werk von Schult, Henning und Celia, die diesen Cup defensiv und offensiv gewonnen haben, von denen bei der EM aber zwei Spielerinnen nicht auf dem Platz stehen werden und die USA-Reise war ohne Aussagekraft, da es für die USA nur noch das Abgedudel nach Olympia war.

    Die anderen Faktoren sind für mich nicht bestätigt. Die starke Leistung bei der U20-WM ist kein Maßstab. Eine Spielerin wie Marozsan beispielsweise ist im A-Natio-Bereich viel zu leicht auszuschalten. Ansonsten kann man diese Leistung vor allen Dingen auf die Defensiv-, nicht auf die Offensivleistung zurückführen.

    Frankfurt hatte eigentlich in der letzten Saison nach den 21 Punkten in 7 Spielen nur noch Saisontiefpunkte. Gegen Lyon hätte man auch in Bestform nix gerissen, die Französinnen hätten sich nur ein bisschen mehr anstrengen müssen.

    Wolfsburg ist nicht die dritte Kraft im deutschen Fußball, sondern die zweite, denn Frankfurt hat schon lange keine Spitzenklasse mehr. In den nächsten fünf Spielzeiten werden sie keine Rolle mehr spielen, sondern Wolfsburg und Potsdam (vllt noch Bayern) werden die Meisterschaft unter sich ausmachen.

    Man kann sich natürlich alles schön reden. Der Fakt ist aber: Frauenfußball ist in Deutschland eine Eventsportart, keine Leistungssportart. Das ist nicht der Anspruch, mit dem wir an die Sache rangehen sollten.

    Nur mal so eine Überlegung: In zwei Jahren spielt Celia bei Frankfurt und ist wieder im Mittelmaß angekommen und Pohlers hört auf. Frage: Welche deutsche Stürmerin haben wir dann noch? Vielleicht noch eine Anja Mittag, aber das war es. Wir bilden nur noch die internationale Konkurrenz im Sturm aus: In Potsdam sind es Anonma, Ogimi, Andonova und Evans, in Frankfurt Bretigny, in Wolfsburg Jakabfi, in München Hagen, Feiersinger, Bürki, in Freiburg O’Sullivan.

    Mit Islacker, Pohlers und J. Maier sind nur noch 3 Deutsche unter den Top 10 der Torschützinnen. Von diesen dreien spielt keine in der N11.
    Ähnlich ist die Situation bei den Torhüterinnen. Auch hier kommen die beiden Besten nicht aus Deutschland (Harris und Naeher). Und so zieht es sich immer weiter durch die Mannschaftsteile.

    Ich gebs zu: Ich bin frustriert. Wenn man schon so deutlich sieht, dass kaum ein Verein noch die Motivation hat, deutsche Spielerinnen auszubilden, weil sie sowieso von Wolfsburg oder Frankfurt weggekauft werden oder wie Bad Neuenahr oder Gütersloh nicht die finanziellen Mittel zu einer vernünftigen Ausbildung haben, ja, wo steht dann unsere N11 in 5-10 Jahren? Dann sind nämlich die U17-Spielerinnen im besten Fußballerinnenalter. Und wenn die schon die U17 verlieren, wie soll es dann in der A-Natio werden?

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  • laasee sagt:

    @Sheldon

    For writing the truth about the problems you get lots of red ticks (even more than I get).
    I think that people do not want to admit that there are serious problems.

    There is a fundamental and serious problem with the buli – that has been obvious for some time.
    When Bayern the DFB holders can only get 100 fans for a buli game, that clearly shows that there is something seriously wrong.
    When Turbine the buli Champions become the first German club to lose (twice) to an English team, then there is something seriously wrong.

    People should question why the buli has no TV coverage – in England, France and Sweden there are league games on TV.
    People should question why some big name players are no longer playing football in the buli but now play in other leagues.

    People do not want to face the truth – it is much easier to click the red tick option.

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  • gerd karl sagt:

    diese tv übertragungen, laasee, müssen sich die ligen in schweden, frankreich und england teuer erkaufen.
    warum sind den viele schwedische und französische clubs von der pleite bedroht, weil nicht genügend sponsoren werbung schalten.
    und england, sie machen gerade den zweiten versuch mit einer liga, weil die erste ist pleite gegangen.

    also, da steht die bundesliga sehr gut da, und das man in der cl mal ausscheidet oder ein spiel verliert kann, das sagt nichts aus.
    siehe barcelona gegen celtic

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  • laasee sagt:

    @gerd karl

    HSV?
    100 fans at FCB this week?

    Yeah, everything is wonderful!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @laasee

    Here are my statistics!

    Turbine Potsdam:
    2010 1st WCL-champion / winner
    2011 WCL-finalist / loser vs. Lyon
    2012 WCL-HF / loser vs. Lyon
    2012/13 last of 16 / loser vs. Arsenal
    The trend is clearly falling!

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  • jochen-or sagt:

    Ich finde Sheldons – sicherlich provozierend gemeinte – Kommentare der Substanz nach nicht so schlecht, dass sie immer gleich „rausgedaumt“ werden.
    Er macht aus meiner Sicht jedenfalls eine wichtige treffende Aussage.
    Frankfurt schafft es in den letzten Jahren immer wieder bei unseren besten deutschen Spielerinnen für eine Stagnation oder gar einen Leistungsrückgang zu sorgen – das ist auch für mich ein Fakt. Gesehen hat man es bei Lira und dieses Jahr sieht man es wieder bei Babett.
    Da bin ich wirklich froh, dass Popp und Wensing bei Wolfsburg gelandet sind!

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  • waiiy sagt:

    In der 2. Halbzeit war das Publikum und die Mannschaft eine Einheit. Es war ähnlich wie letzte Saison gegen Lyon. Die Mannschaft wurde bedingungslos unterstützt und nach vorn gepeitscht. Jede Aktion, jeder Ballgewinn wurde bejubelt.

    Ich hatte zur Halbzeit gesagt, dass ich Patti gegen Yango auswechseln würde, weil sie so schwach war und um ein Zeichen zu setzen. Aber Patti hat alle Lügen gestraft, die immer (wie ich auch) behaupten, dass sie nicht die Ärmel hochkrempeln und kämpfen kann. Sie hat in der 2. Halbzeit geackert ohne Ende, hat die Zweikämpfe gesucht und sogar meist gewonnen. Sie war oft eher am Ball als die Gegenspielerin. Das war schon unglaublich zu sehen.

    Aber auch Jenny Cramer hat wohl die Halbzeit ihres Lebens abgeliefert. Ich habe sie körperlich noch nie so stark gesehen. Sie war schnell und ausdauernd, hat immer wieder sehr gute Pässe in die Spitze gespielt.

    Der Schlüssel in solchen Spielen können unsere US-Girls in Verbindung mit Lisa sein. Die 4 geben einfach nie auf, glauben nie an eine Niederlage, kämpfen immer dagegen an.

    Alex und Sara haben ihre Gegenspielerinnen einfach mal total ausgeschaltet und hatten immer wieder die Möglichkeit, sich auch nach vorn einzuschalten.

    Das Duo Toni/Lisa versteht sich auf den Flügeln fast so, als wenn sie schon immer zusammengespielt hätten. Sie verstehen intuitiv, wo die andere steht. Wenn Ayoma/Natasa wieder dabei sind, ist ein 3-2-3-2 überlegenswert, bei dem Yuki/Ayoma vorn in der Mitte spielen und Toni/Patti/Lisa das offensive Mittelfeld bilden. Toni blüht einfach auf, wenn sie vor sich niemanden mehr hat.

    Keelin entwickelt sich zum „Kopfballungeheuer“ nach Ecken. Innerhalb von 3 Tagen 2 Tore auf dieselbe Art und Weise (wie Drogba im CL-Finale), was kaum zu verteidigen ist. Sehr eindrucksvoll ihre Kopfballtechnik und bei den Frauen in der BL fast nur noch von Alex Popp so gezeigt.

    Einzig Yuki fiel in dieser Hälfte ab. Sie konnte einfach kaum Akzente setzen und wirkte körperlich wie mental müde. Vielleicht macht sich jetzt doch die fehlende Vorbereitung und die mentale Anspannung durch die Olympischen Spiele bemerkbar. Aber das sagte Schröder auch klar im Interview und dass er einfach zur Zeit keinen adäquaten Ersatz für sie hat.

    Alles in allem gingen die meisten Zuschauer mit einem Lächeln auf dem Gesicht nach Hause, weil es einfach ein unvergessliches Erlebnis in der 2. Hälfte war. 2 Minuten vor Schluss fingen die Zuschauer mit Standing Ovations an und das beim Spielstand von 3:4, als die Luft raus und das eigene Team ausgeschieden war. Das sagt in meinen Augen sehr viel über diese 45 Minuten aus. Das war einfach Gänsehaut pur. Ich denke, dass diese junge zusammengewürfelte Truppe sich wieder ganz tief in die Herzen der Fans gespielt hat und damit auch Lücken gefüllt hat, die in den vergangenen Monaten gerissen wurden.

    Als Fazit kann ich mir vorstellen, dass das Spiel eine ähnliche Wirkung wie letzte Saison das Rückspiel gegen Lyon haben kann, nachdem die Mannschaft aus dem Tief kam, konzentriert ihre Leistungen abrufen und so ihren knappen Vorsprung in der Meisterschaft verteidigen konnte. So eine Entwicklung traue ich ihr auch in der jetzigen Situation zu. Und vielleicht ist es auch ganz gut, dass man mit dem Kader nicht mit dem Kopf weiter bei Arsenal, Lyon und Co. ist und nicht mehr diese englischen Wochen hat, auch wenn es unendlich schade ist, dass man in der CL nicht mehr dabei ist.

    Umso mehr halten wir jetzt Wolfsburg die Daumen!

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  • gerd karl sagt:

    das ist fussball, futbolista, da gewinnt auch mal ein anderer, sonst wäre es ja langweilig.
    und das arsenal nach 24 jahren eine deutsche frauen fussball mannschaft schlägt, herzlichen glückwunsch.

    sie haben sich beim hinspiel zwar nicht fair verhalten, dreckige und stinkende kabine, und das hotel musste potsdam selber buchen.
    aber sie haben ihre chance gegen eine neuformierte und durch die abwesesenheit einiger spielerinnen geschwächte potsdamer mannschaft genutzt.

    ich finde es aber auch nicht gut wie schlecht ihr einige über die bundesliga und die deutsche nationalmannschaft herziehen.

    da sind andere ligen in europa schlechter dran, und andere national mannschaften wären froh so zu sein wie die deutsche.

    gemeint sind sheldon, laasee, fotbolista die hat es den anschein ihre vor der pleite, der langeweile und der auflösung gefährdeten schwedischen,französischen und englischen ligen schönschreiben wollen. schade

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  • waiiy sagt:

    Hier der Link zur Zusammenfassung des Spiels, in der man zumindest die Tore sieht:

    http://www.youtube.com/watch?v=IofF7ZQfgVU&feature=relmfu

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  • Detlef sagt:

    @waiiy,
    Eine etwas arg geschönte Sichtweise der 2. Halbzeit, die ich so rosarot nicht unterschreiben würde!!!

    Ein Lächeln habe ich bei keinem Einzigen der TURBINE-Fans gesehen, dafür war die Enttäuschung über die verschenkte 1. Halbzeit wohl auch zu groß!!!

    Aber die meisten mußten neidlos zugeben, daß Arsenal der verdiente Sieger war, weil sie eben ihre Chance genutzt haben!!!
    Viele waren aber trotzdem sehr beeindruckt, wie sich unser Team noch einmal aufgerappelt hat, und sich dann doch so teuer wie möglich verkauft hat!!!

    Es war eben beruhigend zu sehen, daß diese neuformierte-, und so noch weitgehend unerfahrene Mannschaft, die momentan auch noch stark ersatzgeschwächt ist, schon jetzt mit so einem Top-Team wie Arsenal mithalten kann, wenn auch leider nur eine Halbzeit lang!!!

    Deinem Fazit, und die daraus folgernde Hoffnung kann ich nur unterstützen!!!

    @gerd karl,
    Ich sehe die Negativentwicklungen im deutschen FF auch, wenngleich nicht ganz so krass wie Sheldon und laasee!!!

    Sicher sind die meisten Nationen schlechter dran als Deutschland, aber Belgien, Bulgarien, Ungarn, Portugal usw, haben auch eine andere Tradition, und einen anderen Startpunkt im FF als Deutschland!!!

    Und da muß man schon feststellen, daß einige Nationen gewaltig aufgeholt haben (England, Holland, Frankreich, Spanien), und die Traditionsmannschaften zT stark nachgelassen haben (Dänemark, Norwegen) oder halt seit Jahren stagnieren (Deutschland, Schweden)!!!

    Und da macht man es sich eben zu einfach, wenn man immer wieder gebetsmühlenartig wiederholt, daß die anderen Nationen stärker geworden sind!!!
    Es bleibt halt die Frage, was man zB in Deutschland dafür (oder eben auch dagegen) getan hat, daß man seine Vormachtstellung im europäischen FF behält???
    Im Interkontinentalen Vergleich ist die Konkurrenz sogar noch stärker geworden als in Europa!!!

    Das ist für den FF als Ganzes natürlich sehr positiv, zeugt aber auch in den Traditionsnationen von einer gewissen Untätigkeit, vielleicht sogar Überheblichkeit!!!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @gerd karl

    Wie man sich mit Aussagen nicht besser selbst ins Abseits stellen kann, beweist Du:

    > … ihre vor der pleite, der langeweile und der auflösung gefährdeten schwedischen,
    > französischen und englischen ligen schönschreiben wollen.

    Ganz tolle Infos, die wir hier aus 1. Hand vertickt bekommen! 😀 😀 😀

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  • laasee sagt:

    2005 Turbine are UEFA Champions – then the team loses key players to other clubs.
    2009 Duisburg are UEFA Champions – then the team loses key players to other clubs..
    2010 Turbine are UEFA Champions – then the team loses key players to other clubs.

    Frankfurt never had this problem……..hmmmmm.

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