Champions-League-Finale an der Stamford Bridge

Von am 6. November 2012 – 10.07 Uhr 10 Kommentare

Die Stamford Bridge, Heimstätte von Champions-League-Sieger Chelsea FC, wird in dieser Saison Schauplatz des Finales der UEFA Women’s Champions League sein, gab die UEFA heute bekannt.

Wie schon 2011 wird auch 2013 London Austragungsort des Finales der UEFA Women’s Champions League, doch anders als vor zwei Jahren, als das Finale in Fulhams Craven Cottage ausgetragen wurde, wird es diesmal am Donnerstag, 23. Mai 2013, an der rund 40 000 Zuschauer fassenden Stamford Bridge des Chelsea FC über die Bühne gehen.

Faye White ist Final-Botschafterin
Darüber hinaus wurde Faye White, langjährige Kapitänin der englischen Nationalelf und Verteidigerin bei Arsenal LFC, zur Botschafterin des Finales ausgewählt, die 2007 mit ihrem Verein den UEFA Women’s Cup gewann. „Das Finale der UEFA Women’s Champions League 2013 ist der Saisonhöhepunkt im europäischen Klubfußball der Frauen.“

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Logo der UEFA Women's Champions League

Offizielles Logo der UEFA Women’s Champions League © UEFA

Gianni Infantino: „Idealer Austragungsort“
Wie schon in den vorigen Saison wird das Finale der Frauen auch diesmal zwei Tage vor dem Männerfinale stattfinden, das am Samstag, 25. Mai, erneut im Wembley-Stadion ausgetragen wird. UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino meint: „Das Finale der UEFA Women’s Champions League bietet den besten Frauen-Klubfußball Europas. Die Stamford Bridge, die Heimstätte des FC Chelsea, des amtierenden Champions-League-Siegers der Männer, ist der ideale Austragungsort für diese prestigeträchtige Veranstaltung. Die UEFA freut sich darauf, das Endspiel der UEFA Women’s Champions League wieder in London auszurichten.“

Hope Powell ist begeistert
Englands Nationaltrainerin Hope Powell meint: „Dass das Endspiel der UEFA Women’s Champions League in einem so geschichtsträchtigen und bedeutenden Stadion wie der Stamford Bridge ausgetragen wird, ist eine fantastische Sache und zeugt vom Stellenwert des Frauenfußballs. Ich bin überzeugt, dass jede am Wettbewerb teilnehmende Spielerin alles daran setzen wird, es ins Finale zu schaffen und ihr Können in diesem tollen Stadion unter Beweis zu stellen.“

Traditionsstätte
Die Stamford Bridge ist seit der Gründung des Chelsea Football Club im Jahre 1905 die Heimstätte des Vereins, wurde aber bereits 1877 eröffnet. In ihren ersten 28 Jahren war die Stamford Bridge eine Leichtathletikarena, danach wurden darin auch diverse andere Sportarten wie Fußball, Cricket, Hunderennen, Baseball oder Speedway ausgetragen. Die aktuelle Kapazität liegt bei 41 798 Plätzen. Neben dem Fußballplatz umfasst die Stamford Bridge eine breite Palette anderer Einrichtungen, wie etwa ein Vereinsmuseum.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

10 Kommentare »

  • enthusio sagt:

    Ist ja ganz nett, dass das Finale wieder in London stattfindet, aber in Bezug auf London hätte ich mich über folgende Nachricht heute mehr gefreut: „Eurosport überträgt auf Drängen vieler Fans morgen abend das Spiel Potsdam-Arsenal live.“ Tja, was für ein schöner Traum ! Alle, die nicht in der Nähe von Potsdam wohnen oder sich freinehmen können, um das Spiel vor Ort zu besuchen, kucken wieder in die Röhre, und das nach diesem spannenden Hinspiel zweier solch hochkarätiger Mannschaften …

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  • laasee sagt:

    In 2009 über cash rich Chelsea FC reduced the funding to the FF team.

    http://www.guardian.co.uk/football/2009/oct/18/john-terry-chelsea-womens-football

    Now Stamford Bridge will have the UEFA CL Final………RESPECT is just an empty slogan!

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  • Aldur sagt:

    Hm. Ob das jetzt die Lösung ist? Letztes Jahr hat man schon Craven Cottage nicht voll bekommen, und jetzt geht man in ein größeres Stadion? Ich denke es wäre sinnvoller, z.B. an der Loftus Road zu spielen, oder im Den. Letzteres wäre ja schon ob des Kult-Faktors ein Brüller…

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  • frosti sagt:

    Viel zu groß für das event!
    Das halb volle Craven Cottage 2011 war doch o.k.
    Ohne englische Beteiligung interessiert dies in England sowieso so gut wie keinen.
    Weder vor noch nach dem Spiel Lyon gegen Turbine 2011 gab es in irgendeiner größeren Zeitung einen Hinweis – geschweige denn gar einen Bericht. Selbst das Ergebnis konnte ich am nächsten Tage in keinem Blatt lesen – und ich habe am Kiosk die größeren danach durchgesehen.

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  • intersoccer sagt:

    @Aldur: Abwarten. Ich kann mich noch dran erinnern, als bekannt gegeben wurde, dass das Finale 2012 in Olympiastadion stattfindet. Viele haben prophezeit, dass das Stadion nicht mal zu einem Viertel gefüllt wird, letztendlich war es beinahe ausverkauft. Von daher hängt einfach viel von der Promotion und ein paar äußeren Einflüssen ab.

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  • Katerli sagt:

    @enthusio
    das tut mir echt leid für Dich und andere Betroffene.
    Andererseits ist dadurch das Stadion noch gefüllter – und das ist für unsere Frauen doch super. Ist das ein kleines Trostpflästerchen?

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  • Sheldon sagt:

    @Katerli: Glaube ich nicht! Jeder, der es irgendwie bewerkstelligen kann, wäre auch so gekommen, allerdings wegen der Brisanz des Spiels! Für die, die einfach zu weit weg sind oder arbeiten können, ist das dann auch keine Alternative – die können nicht einfach zu ihrem Chef sagen: Hey Chef, ich komm morgen nicht, weil das Spiel meiner Lieblingsmannschaft nicht im Fernsehen übertragen wird! Das macht kein Chef mit!

    @intersoccer: WM ist WM (bzw. Olympia) und CL ist CL! Wir haben es auch in Deutschland geschafft, die Stadien bei der WM zu füllen, doch beim DFB-Pokalfinale oder beim CL-Finale im letzten Jahr war dann wieder mindestens das halbe Stadion leer!
    Außerdem tue ich mich mit dem Begriff ausverkauft sowieso immer sehr schwer. Denn dort dürften recht wenig Leute eine Karte gekauft haben, am Ende wurden hächstwahrscheinlich wieder viele Karten verschenkt. Darüber hinaus darf man das Olympiafieber der Amis nicht vergessen. Das fehlt nämlich einem CL-Wettbewerb!

    Ich schätze die Beteiligung so auf maximal 20.000 Zuschauer!

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  • Katerli sagt:

    @Sheldon
    was die 1300 Zuschauer betrifft, die immer da sind, hast Du sicher Recht. Aber ich kenne ein paar ältere Leute, die es sich doch lieber vorm Fernseher gemütlich machen möchten. Und dann die bis zu 1000, die sonst zu keinen Spiel gehen, die entscheiden sich dann doch eher fürs Fernsehen, wenn die Möglichkeit besteht. Ich kenne es von vergangenen Jahren und könnte einige Beispiele aufzählen

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  • jochen-or sagt:

    Mein Tipp für das Finale wie z.B. Lyon ./. Wolfsburg –
    12.500 Zuschauer in den Unterrängen, so dass es nicht ganz so leer aussieht.

    Craven Cottage war doch ein schönes traditionelles Stadion von überschaubarer und dem mutmaßlichen Interesse angemessener Größe und hätte meiner Ansicht nach voll genügt. Ich schätze, dass es einfach nicht zur Verfügung steht, weil es für mich keinen Grund gibt, das Spiel zu verlegen.
    München war doch eine Ausnahme:
    Deutschland mit dem größten Zuschauerineresse im FF, Endspiel mit deutscher Mannschaft, Karten weitgehend verschenkt (wird aber in London wieder so sein), viel Werbung fürs Spiel, Aufruf zum Zuschauerrekord ( da rennen dann ja viele allein deshalb hin!).

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  • intersoccer sagt:

    @ Sheldon: Du hast Recht, oft sind nicht alle zahlende Zuschauer. Aber trotzdem muss man ja ein gewisses Interesse bekunden, wenn man 2 Stunden seiner Freizeit in ein Stadion geht. Zumindest sind die Leute interessiert, was sie da erwartet. Und wenn man dadurch neue Fans findet, ist das meiner Ansicht nach eine gute Sache. Ich finde es jedenfalls gut, wenn man Finals im FF in modernen Stadien stattfinden lässt.

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