Champions League: Deutsche Teams wollen vorlegen

Von am 31. Oktober 2012 – 0.05 Uhr 34 Kommentare

Am heutigen Mittwoch und am morgigen Donnerstag stehen die Hinspiele im Achtelfinale der UEFA Women’s Champions League auf dem Programm. Die beiden deutschen Teams greifen erst am Donnerstag ins Geschehen ein, fünf der acht Spiele finden jedoch bereits heute statt.

Der  1. FFC Turbine Potsdam muss am Donnerstag, 1. November, zunächst auswärts gegen Arsenal LFC antreten (live ab 15 Uhr auf Eurosport). Für den Deutschen Meister wird es die erste echte Bewährungsprobe im diesjährigen Wettbewerb werden.

Schröder: „Arsenal liegt uns nicht so“
Ohne die beim Afrika-Cup weilende Stürmerin Genoveva Anonma dürfte den Turbinen beim englischen Meister im Meadow Park von Borehamwood ein heißer Ritt bevorstehen. „Sie ist nicht zu ersetzen“, sagt Turbine-Trainer Bernd Schröder, der die Aufgabe auf der Insel als „hartes Brot“ tituliert. „Die Engländerinnen haben eine ähnliche Spielweise wie zuletzt Jena“, so Schröder. „Die sind dicht dran und bevorzugen den harten Körperkontakt. Das liegt uns nicht so. Unsere Stärke liegt eher im spielerischen Bereich.“

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Harvey: „Haben eine große Chance“
Und so wittert Arsenal-Trainerin Laura Harvey Morgenluft und will Schwächen bei den Turbinen ausgemacht haben. „Wenn man sich ansieht, wo Potsdam aktuell steht, merkt man, dass sie zuletzt viele Spielerinnen verloren haben; ihre Ligaergebnisse sind nicht so, wie sie sich das vorgestellt haben. Wir haben eine große Chance“, so die bemerkenswerte Einschätzung Harveys, denn noch nie konnte Arsenal gegen eine deutsche Mannschaft gewinnen.

Viertelfinale als Minimalziel
Der VfL Wolfsburg bekommt es anschließend im VfL-Stadion mit dem norwegischen Meister Røa IL zu tun (ab 17 Uhr live auf Eurosport). Trainer Ralf Kellermann sieht sein Team leicht im Vorteil, weiß aber um die Schwere der Aufgabe. „Es ist ja bekannt, dass in Norwegen qualitativ hochwertiger Frauenfußball gespielt wird. Trotzdem ist es unser Anspruch, mindestens das Viertelfinale zu erreichen.“

Yuki Ogimi und Genoveva Anonma

Yuki Ogimi (li.) muss ohne Teamkollegin Genoveva Anonma auskommen © Lutz Kollmann / girlsplay.de

Anderes Kaliber
Der Tabellendritte der norwegischen Liga kommt mit der Empfehlung eines 3:1-Auswärtssiegs beim Tabellenzweiten Stabæk FK am vergangenen Freitag. Doch Gäste-Trainer Geir Nordby weiß, was auf seine Elf wartet. „Das wird ein ganz anderes Kaliber als in der Runde der letzten 32, offensiv wie defensiv.“ In der dritten Donnerstagspartie bekommt es Sparta Prag ab 14 Uhr mit dem russischen Titelträger WFC Rossiyanka zu tun, doch schon am Mittwoch rollt in fünf Stadien der Ball.

Titelverteidiger Lyon macht den Auftakt
Der Titelverteidiger Olympique Lyonnais eröffnet am Mittwoch, 31. Oktober, um 15 Uhr, das Achtelfinale auswärts gegen Zorkiy (live ab 15.28 Uhr auf Eurosport 2), Frankreichs Vizemeister Juvisy muss bei Stabæk FK zunächst auswärts antreten (live ab 18 Uhr auf Eurosport 2). Fortuna Hjørring empfängt um 18.30 Uhr Kopparbergs/Göteborg FC, LdB Malmö hat ab 19 Uhr den ASD CF Bardolino Verona zu Gast, ehe ab 20 Uhr der ASD Torres Calcio im eigenen Stadion CFF Olimpia Cluj empfängt. Die Rückspiele werden eine Woche später am Mittwoch, 7. November, und Donnerstag, 8. November, ausgetragen.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

34 Kommentare »

  • DAWIDenko sagt:

    @sheldon:
    „Übrigens, Ogimi ist Kapitänin! Ist das eine Premiere, dass ne ausländische Spielerin bei Potsdam Captain ist?“

    In der Champions-League schon. In der Bundesliga nicht.
    Im Spiel gegen Bayern vertrat Yuki Tubby auch schon.

    Auch von mir gute Besserung Natasa.

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  • enthusio sagt:

    Rossiyanka hat 1:0 in Prag gewonnen. Solch ein Hinspielergebnis wünsche ich mir nach der schweren Verletzng von Andonova auch für Turbine.

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  • speedy75 sagt:

    Das war zu wenig von Turbine heute. Viel zu viele leichtfertige Ballverluste und die Konzentration war auch mangelhaft. Der Anschlusstreffer zum 2:1 war allerdings wichtig und gibt Hoffnung auf eine Besserung im Rückspiel.

    Jetzt gleich das Spiel von WOB schauen.

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  • speedy75 sagt:

    2:1 Halbzeitführung der Wolfsburger Frauen. Alex Popp vergibt Chance am Fliessband. Würd ihr ein Tor so gönnen.

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