Norwegens Nationaltrainerin Eli Landsem hört auf

Von am 26. Oktober 2012 – 16.46 Uhr 3 Kommentare

Die norwegische Frauenfußball-Nationalelf wird ab 2013 nicht mehr von Eli Landsem betreut werden. Die 50-Jährige, die seit 2009 das Team trainierte und ihr Team zur Frauenfußball-WM 2011 und zur Frauenfußball-EM 2013 führte, wird ihren zum 31. Dezember 2012 auslaufenden Vertrag nicht verlängern.

Keine Vertragsverlängerung
„Wir hatten einen ausführlichen Evaluierungsprozess und einen guten Dialog mit der Nationaltrainerin. Vor diesem Hintergrund sind wir uns einig, dass wir den Vertrag nicht verlängern“, so Fußball-Verbandschef Nils Johan Semb, der sich nun auf die sofortige Suche nach einem Nachfolger begeben wird.

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Ab 2013 weg: Eli Landsem © Nora Kruse, ff-archiv.de

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„Keine breite Unterstützung“
Landsem erklärt: „Ich bin enttäuscht, dass der Evaluierungsprozess gezeigt hat, dass ich keine breite Unterstützung genieße, aber ich muss die Konsequenzen tragen. Ich wünsche meinem Nachfolger und den Spielerinnen bei der EM in Schweden alles Gute.“

Landsem passt nicht ins Langzeitkonzept
Norwegen hatte sich nach einem Stolperstart in der EM-Qualifikation im Schlussspurt für die Titelkämpfe in Schweden qualifiziert.

„Wir sind zufrieden, dass Eli Norwegen zur Endrunde geführt hat. Dass wir nicht gemeinsam den Weg fortsetzen liegt an der Evaluierung und unserem langfristigen Plan in Richtung WM 2015 in Kanada und den Olympischen Spielen 2016 in Brasilien“, so Semb.

 

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

3 Kommentare »

  • jochen-or sagt:

    Als Norwegenfan, der die Mannschaft auch mehrfach live gesehen hat, finde ich die Ablösung von Landsem nur gut, denn allein die Spielweise war in den Jahren mit Eli enttäuschend und zeugte nicht von einer guten Trainerhand.
    Es ist ja offensichtlich eine Entlassung, bei der auch die Spielerinnen Einfluß genommen haben.
    Hierzu der weitere Artikel in fotballmagasinet

    Danach wird deutlich, dass die Spielerinnen Einfluss genommen haben.
    Talente sind ja wie bei der U20-WM gesehen vorhanden wie z.B. Caroline Graham Hansen. Landsem hat zuletzt sogar auf ältere Spielerinnen wie Gulbrandsen und Christiansen, die schon aufgehört hatten, zurück gegriffen. Da mag ihr der späte Erfolg mit der direkten Quali sogar Recht geben.
    Aber beide Siege gegen Belgien und Island waren recht glücklich.
    Klug, wenn die Spielerinnen meinen, dass sie ungeachtet der Quali so nicht voran kommen.

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  • Silvijaaa sagt:

    Bei aller Kritik an Landsem. Einige haben wohl vergessen wie Norwegen bei der EM 2009 gespielt hat. Nur hinten drin, nur lange, hohe Bälle und Standards. Das war Frauenfußball zum Abgewöhnen aus den 90ern.
    Die Umstellung der Spielweise funktioniert eben nicht von heute auf morgen. Mal sehen wie der neue Trainer spielen lässt. Man kann für Norwegen nur hoffen, dass er nicht wieder die früher erfolgreiche Taktik wählt.

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  • frosti sagt:

    Der Fußball zum Abgewöhnen ging doch bei der WM weiter.
    Wer in Wolfsburg beim Spiel gegen Brasilien dabei war, konnte doch sehen, wie die Torhüterin in der ersten Halbzeit gleich mehrfach mit dem Ball nach vorne lief und diesen weit in den Raum des Gegners schlug.
    Kick and rush war auch bei Landsem angesagt!
    Da hat sie nichts geändert – und wer Zeuge des Spiels gegen Island war, wird wissen, dass der Sieg glücklich und die Isländerinnen besser waren.

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