EM-Quali: Erste Entscheidung fällt am Abend

Von am 24. Oktober 2012 – 9.14 Uhr 1 Kommentar

Nach den Hinspielen in den Playoffs der Qualifikation zur Europameisterschaft 2013 in Schweden beginnen heute Abend für die Teams die letzten 90 Minuten, um sich in den Rückspielen eines der drei verbleibenden Tickets zu sichern. Österreich und Island spielen erst morgen, den Auftakt machen um 18 Uhr die Spanierinnen gegen Schottland.

Vor vier Jahren scheiterten beide Mannschaften in den Playoffs, nun kann zumindest eine diese Enttäuschung vergessen machen. Das Hinspiel endete 1:1, die Vorteile liegen also bei Spanien, denn ihnen würde ein 0:0 reichen. Schottland muss hingegen unbedingt treffen.

Boquete wieder an Bord
„Unsere Auswärtsform war in der Qualifikation besser als unsere Heimbilanz“, gibt sich Mittelfeldspielerin Hayley Lauder optimistisch. „Wir haben immer getroffen und gewonnen – mit Ausnahme der Partie bei Gruppensieger Frankreich.“ Doch Spanien ist ein anderes Kaliber als die Gruppengegner Irland, Wales und Israel. Zudem wird in Madrid wohl auch Spaniens Schweden-Legionärin Verónica Boquete wieder zum Einsatz kommen. Im Hinspiel saß sie aufgrund einer Knieverletzung nur auf der Bank. Schottland muss hingegen auf seine Schweden-Spielerin Ifeoma Dieke (Kreuzbandriss) in der Abwehr weiter verzichten.

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Spanien, Nationalmannschaft

Die Chancen stehen gut für Spanien, nach 1997 wieder zu einer EM zu fahren. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Bibiana Steinhaus an der Pfeife
Vor vier Jahren konnten die Schottinnen bei den ebenfalls favorisierten Russinnen mit 2:1 gewinnen, scheiterten aber aufgrund der Auswärtstorregelung. Diesmal würde ein 2:1 reichen, doch aus dem Spiel heraus gelang Schottland bereits im Hinspiel kein Treffer. Das zwischenzeitliche 1:0 war ein durch Kim Little verwandelter Handelfmeter. In der Schlussphase monierten die Schottinnen ebenfalls Handspiel im Strafraum, doch da ließ Schiedsrichterin Esther Staubli weiterspielen. Die Partie in Madrid steht unter der Leitung des deutschen Schiedsrichtergespanns um Bibiana Steinhaus.

Anna Signeul ohne Schottland zur EM?
Sollte den Schottinnen die Überraschung gelingen, wäre es die erste Qualifikation für eine Endrunde überhaupt und eine Krönung der sehr guten Arbeit in den vergangenen Jahren. Sollte das Team erneut scheitern, verdichten sich die Anzeichen, dass die schwedische Trainerin Anna Signeul in die Heimat zurückkehrt und die Europameisterschaft als Assistenztrainerin der schwedischen Mannschaft erlebt. Als Cheftrainerin Pia Sundhage kürzlich ihren Trainerstab bekannt gab, ließ sie den zweiten Assistenztrainerposten neben Lilie Persson noch offen. Es gebe einen Kandidaten, es werde sich aber erst in den nächsten Wochen entscheiden – möglicherweise ein Hinweis auf Signeul, die erst die Playoff-Spiele abwarten will. Zudem wollte Sundhage ihre Landsfrau bereits 2009 als Assistenztrainerin für die US-Nationalmannschaft gewinnen, damals lehnte Signeul jedoch ab. Aber eine Rückkehr in die Heimat mit anstehender Europameisterschaft könnte ungemein attraktiver sein.

Mammutaufgabe für Österreich
Noch schwerer als die Aufgabe der Schottinnen ist die der Österreicherinnen. Im Hinspiel spielten sie stark, unterlagen aber dennoch auf eigenem Platz mit 0:2. „Wir geben nicht auf“, hieß die Marschroute von Trainer Dominik Thalhammer schon direkt nach der Niederlage am Sonntag. Doch die Russinnen konnten schon am Wochenende ihre Erfahrung ausspielen. Die Österreicherinnen waren phasenweise überlegen und erspielten sich viele gute Möglichkeiten – aber die Chancenverwertung war mangelhaft. Ganz im Gegenteil zu Russland, die sich effektiver und abgeklärter zeigten und aus weniger wesentlich mehr machten. Anpfiff ist am Mittwoch um 16.30 Uhr, geleitet wird die Begegnung von der Griechin Efthalia Mitsi.

Vorteil Island
Das letzte EM-Ticket könnte morgen Abend an Island gehen. Erst um 20.30 Uhr ist in Reykjavík Anstoß gegen die Ukraine, im Hinspiel siegten die Isländerinnen mit 3:2. Es war ein echter Krimi, der sich an der ukrainischen Schwarzmeerküste abspielte. Früh lag Island mit 2:0 in Front, doch die Ukrainerinnen fanden zurück ins Spiel und konnten den 2:2-Ausgleich erzielen. Erst Margrét Lára Viðarsdóttir gelang schließlich der Treffer zum knappen 3:2-Erfolg. De facto ist es also nur ein kleiner Rückstand, dem die Ukraine hinterher läuft. Doch drei Auswärtstore sind für Island eine gute Basis. Die rumänische Schiedsrichterin Teodora Albon leitet die Partie.

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1 Kommentar »

  • Sheldon sagt:

    So, 0:1 für Schottland durch Beattie! Es wird spannend, obwohl Evans noch nicht mal auf dem Platz ist! Go, Scotland, go!

    Edit: Es war Mitchell!

    (0)

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