DFB-Elf erneut remis gegen die USA

Von am 24. Oktober 2012 – 3.51 Uhr 76 Kommentare

Nach dem 1:1 gegen die USA am Samstag gab es auch im zweiten Duell mit dem Weltranglistenersten ein Unentschieden. Die erst zur zweiten Halbzeit eingewechselte Dzsenifer Marozsan avancierte mit zwei Treffern zur Spielerin des Spiels.

Beim 2:2 (0:1) vor 18 870 Zuschauern im vom strömenden Regen durchtränkten Rentschler Field von East Hartford brachten Abby Wambach (44.) und Tobin Heath (67.) die Gastgeberinnen jeweils in Führung, doch Marozsan gelang zweimal der Ausgleich (48., 85.).

Highlights des Spiels anschauen

Stimmen zum Spiel

Bundestrainerin Silvia Neid stellte ihre Startformation auf vier Positionen um: Luisa Wensing, Lena Goeßling, Verena Faißt und Alexandra Popp durften von Beginn an ran, für sie mussten Bianca Schmidt, Viola Odebrecht, Melanie Behringer und Dzsenifer Marozsan auf der Bank Platz nehmen.

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Boxx hat Führung auf dem Fuß
Die erste gute Chance des Spiels erarbeiteten sich die Amerikanerinnen, nach Ecke von Megan Rapinoe scheiterte Shannon Boxx nur knapp am Außennetz (10.). Doch es war die DFB-Elf, die nach und nach besser ins Spiel fand und sich optische Vorteile verschaffte.

Wenig Räume
Popps Direktabnahme sorgte für einen ersten Hauch von Gefahr vor dem US-Tor (12.), doch die US-Abwehr stand kompakt und ließ der DFB-Elf nur wenig Raum zur Entfaltung. Das US-Team war nur selten in der Vorwärtsbewegung, Wambach traf bei einem Schuss den Ball nicht richtig (31.).

Chancen für DFB-Elf
Anja Mittag, Torschützin im ersten Duell gegen die Amerikanerinnen, konnte sich bei zwei Schüssen auszeichnen (37., 40.). Doch kurz vor der Pause ging die Elf von Interimstrainerin Jill Ellis in Führung und der Treffer erinnerte in seiner Entstehung stark an das Tor vom vergangenen Samstag.

Wambach erzielt Führung
Wensing ließ auf der rechten Außenbahn Rapinoe zu viel Raum, die setzte Alex Morgan in Szene, die von Annike Krahn nicht eng genug gedeckt wurde und die von Krahn abgefälschte Flanke der US-Stürmerin fand den Weg zu Wambach, die schneller als Babett Peter am Ball war und per Kopf mit ihrem 148. Länderspieltreffer für die Führung sorgte (44.).

Dzsenifer Marozsan

Beste Spielerin DFB-Dress: Dzsenifer Marozsan © Nora Kruse / ff-archiv.de

Marozsan trifft
Mit Odebrecht für Simone Laudehr und Marozsan für Popp ging es in Halbzeit zwei und die Wechsel sollten sich schnell bezahlt machen. Auf dem vom strömenden Regen aufgeweichten Rasen rutschte US-Kapitänin Christie Rampone im Mittelfeld aus, Marozsan ging auf und davon und erzielte im Alleingang aus elf Metern eiskalt den Ausgleich (48.).

DFB-Elf im Glück
Nach einem Ausrutscher von Wensing nach einem weiten Pass von Carli Lloyd stand Wambach allein vor Nadine Angerer, doch der versuchte Heber der Stürmerin landete in den Armen der DFB-Torhüterin (59.). Und ein Wambach-Kopfball nach Ecke sorgte für weitere Gefahr in der nun immer unterhaltsamer werdenden Partie (64.).

Deutsche Chancen, Tor für die USA
Mittag prüfte nach schöner Vorarbeit der starken Linda Bresonik Hope Solo mit einem Schrägschuss, doch die US-Torhüterin konnte parieren (65.). Und Marozsan kam einem zweiten Treffer nahe, doch Solo konnte den Ball im Nachfassen sichern (66.). Doch im Gegenzug ließ sich die DFB-Elf auskontern, Morgans Hereingabe von der Grundlinie nach einem zuvor jedoch abseitsverdächtigen Zuspiel verwertete die eingewechselte Tobin Heath zum 2:1 (67.).

Marozsan gleicht erneut aus
Doch Deutschland hatte weitere Chancen, nach Kombination von Mittag und Marozsan konnte Solo erneut ihr Können unter Beweis stellen (72.). Die Partie war weiter umkämpft, Heather Mitts war nach hartem Einsteigen gegen Faißt mit der Gelben Karte gut bedient (73.). Mit Lena Lotzen für Mittag ging es in die Schlussphase. Und die DFB-Elf wurde für die Bemühungen belohnt, Marozsan erzielte nach Vorarbeit von Bresonik mit einem sehenswerten Schuss den verdienten Ausgleich (85.), so dass die DFB-Elf nach den beiden Testspielen ohne Niederlage im Gepäck die Heimreise antreten kann.

Zufriedene Neid

„Ich bin total zufrieden mit diesem Spiel“, so Neid.“ Wir waren heute gerade in der zweiten Halbzeit sehr dominant und haben ein gutes Kombinationsspiel gezeigt. Uns ist es zudem gelungen, nach zwei Rückständen wieder zurückzukommen. Wir waren in diesen beiden Spielen absolut auf Augenhöhe.“ Die doppelte Torschützin Marozsan meinte: „Ich bin sehr froh, dass ich zwei Tore geschossen habe. Das ist mir schon lange nicht mehr gelungen. Ich freue mich, dass ich von der Trainerin die Chance bekommen habe und diese auch nutzen konnte.“

USA – Deutschland 2:2 (1:0)

USA: Solo – LePeilbet (56. Mitts/84. Leroux), Rampone, Sauerbrunn, O’Hara (57. Buehler) – Boxx, O’Reilly (63. Heath), Llloyd, Rapinoe (46. Cheney) – Wambach, Morgan

Deutschland: Angerer – Wensing, Krahn, Bartusiak, Peter – Goeßling, Laudehr (46. Odebrecht), Bresonik, Mittag (78. Lotzen), Faißt, Popp (46. Marozsan)

Tore: 1:0 Wambach (44.), 1:1 Marozsan (48.), 2:1 Heath (67.), 2:2 Marozsan (85.)

Gelbe Karten:
Mitts; Goeßling

Schiedsrichterin: Carol Anne Chenard (Kanada)

Zuschauer: 18 870

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

76 Kommentare »

  • pinkpanther sagt:

    Zwei Klassen besser das Spiel heute (von beiden Seiten), schließe mich dem ES-Reporter an: das Spiel hat so richtig Spaß gemacht!!! 🙂
    Auch wenn diesmal wieder ein Sieg möglich und auch absolut verdient gewesen wäre, Hut ab dass die Mannschaft nie aufgesteckt und immer dagegen gehalten und weiter auf Sieg gespielt hat nach den Rückständen.
    Maroszan war heute – nicht nur wegen ihrer 2 Tore – Weltklasse! Vielleicht sollte sie öfter mal nur 45 Minuten (und dann mit Volldampf) spielen 😉

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  • enthusio sagt:

    Es war erneut ein interessantes Spiel zweier guter Mannschaften. In der 1. Halbzeit konnte Deutschland sich nur eine vielversprechende Torchance (Freistoß Popp über das Tor) herausarbeiten, während die Amerikanerinnen sich zwei gefährliche Torchancen (Boxx schießt knapp links am Tor vorbei, Wambachs lascher Schuß wird von Angerer mühelos gehalten) erspielten. Die deutsche Mannschaft hat insgesamt mehr Ballbesitz, aber die amerikanische Abwehr steht gut gestaffelt und läßt keine Torchancen zu. Kurz vor Ende der 1. Halbzeit führte ein schöner schneller Angriff (wie schon im Hinspiel über die rechte deutsche Abwehrseite) über zwei Stationen zu Alex Morgan, die scharf in den Strafraum paßt, wo Abby Wambach in bester Torjägermanier aus kurzer Distanz den Ball per Kopf über die Linie drückt. Angerer klebte dabei zu sehr an der Linie, Peter war nicht dicht genug bei Wambach dran. In der 2. Halbzeit dann drückte die für die farblose Alex Popp eingewechselte Dzenifer Marozsan dem Spiel ihren Stempel auf. Sie erzielte unmittelbar nach der Halbzeit nach einem schweren Fehler von US-Kapitän Rampone ein blitzsauberes Kontertor, scheiterte im weiteren Verlauf des Spiels dreimal an Hope Solo und krönte ihre Superleistung fünf Minuten vor dem Ende mit einem Traumtor aus 18 m in den Winkel zum verdienten Ausgleich. Auch Anja Mittag konnte noch eine Torchance für sich verbuchen. Auf der anderen Seite scheiterte Abby Wambach nach einem Fehler von Wensíng bei einer vielversprechenden Torchance mit einem zu schwachen Heber an Angerer, und im weiteren Verlauf ging ein Kopfball einer Amerikanerin nur knapp am Tor vorbei. Die kurz zuvor eingewechselte Heath erzielte nach einem wunderschönen langen Ball aus der eigenen Hälfte und erneut toller Vorarbeit von Alex Morgan (wieder über die rechte deutsche Abwehrseite eingeleitet) den zwischenzeitlichen Führungstreffer. Wie schon im ersten Spiel hatte Deutschland mehr Spielanteile und gefiel durch gutes Pressing und konsequente Laufarbeit. Die Fehlpässe hielten sich diesmal in Grenzen. Hope Solo hatte dank Marozsan mehr zu tun als Angerer auf der anderen Seite. Neben der überragenden Marozsan gefiel mir erneut Bresonik sehr gut, die wiederholt durch gute schnelle Pässe glänzte. Silvia Neid machte auf mich einen deutlich zufriedeneren Eindruck als im ersten Spiel. Das Spiel war diesmal eine Werbung für den Frauenfußball und für mich hat es sich sehr gelohnt, dieses Spiel mitten in der Nacht zu verfolgen.

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  • Frank Schaefer sagt:

    Bericht und Statistik:

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  • FFFan sagt:

    Nach den beiden Testspielen gegen den Weltranglistenersten und aktuellen Olympiasieger läßt sich eine positive Bilanz ziehen: das DFB-Team macht trotz der Ausfälle von Bajramaj, Okoyino da Mbabi und Kulig einen gefestigten Eindruck und blieb auch im 17.Spiel seit der WM ungeschlagen! Anders als am Sonntag braucht man sich diesmal über das Unentschieden auch nicht ärgern: es gab weder eine deutliche Feldüberlegenheit noch ein klares Chancenplus. Eine ‚Gewinnerin‘ der Länderspielreise ist Dzsenifer Marozsan: die Offensivspielerin des 1.FFC Frankfurt zeigte sich nicht nur technisch überragend (tolle Ballannahme vor dem 2-2!), sondern auch kaltblütig im Abschluss. Mit ihrer heutigen Leistung gehört sie eigentlich in die Startelf. Ob sie im November gegen Frankreich von Beginn an auflaufen wird, ist dennoch fraglich, da (hoffentlich) Celia zurückkehrt und auch Anja Mittag weiterhin in bestechender Form ist. Man darf gespannt sein, wie sich die Bundestrainerin entscheidet.

    Etwas schade fand ich nur, dass Almuth Schult und die zuletzt starke Martina Müller nicht zum Einsatz kamen. Auch müssen Laura Benkarth und Leonie Maier weiter auf ihr Debut warten.

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  • waiiy sagt:

    Heute hat man gesehen, was passiert, wenn man Maroszan ein wenig zuviel Raum lässt. Nach dem Wechsel hat sich die Abwehr zu sehr auf Anja Mittag konzentriert und so ergaben sich die Lücken für Maro. Das schiebe ich mal auf die neue Situation auf dem Trainerstuhl der USA. Da wurde nicht schnell genug reagiert. Gratulation an Maro, dass sie das so klasse und mit solcher Effektivität genutzt hat!

    Der „Wolfsburger Block“ der heute gebracht wurde, stellt durchaus eine Alternative dar. Es kam mehr Schwung und Unbekümmertheit ins Spiel. Natürlich passieren da auch mal Fehler. Aber die dürfen eben auch mal gemacht werden. Da stimme ich mit dem Reporter überein.

    So, wie ich Kellermann einschätze, wird Faißt in den nächsten Wochen im Training Flanken schlagen, bis das Bein abfällt. Dann wird sie (egal ob im Mittelfeld oder in der Abwehr) zur echten Alternative zu Peter und/oder Bajramaj und Behringer dürfte noch mehr Pausen bekommen. Vom Elan her gefällt mir Faißt sehr gut. Sie ist auch Eine, die endlich wieder zur Grundlinie geht.

    Positiv zu werten ist, dass wir bei den US-Girls wieder viel Respekt gewonnen haben. Ich denke, dass auch die Teams in Europa genau hingeschaut und vor allem hingehört haben und dass auch dort wieder mehr Achtung sein wird, nachdem man uns nach Olympia nicht so recht einschätzen kann.

    Alles in allem war heute das besser, was ich noch vorgestern bemängelt habe, die Mannschaftsleistung. Und das ist wohl das größte Kompliment an die Trainerin und an die neu ins Team gekommenen Spielerinnen. Dass man gegen die USA nicht so viele Torchancen kriegt, ist klar. Dafür sind die auch das größte Defensivbollwerk, was es im FF gibt.

    waiiy

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  • waiiy sagt:

    @FFFan: Wenn Maro von Anfang an spielt und der Gegner auf sie eingestellt ist, dann wird es auch für sie enger (siehe Spiel 1 gegen die USA oder Finale der U20 WM). Da muss dann mehr Bewegung in ihr Spiel ohne Ball, um sich den Platz zu verschaffen, dass sie den Ball auch mal ungestört annehmen kann.

    waiiy

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  • noworever sagt:

    for the german girls an abolutely deserved tie!

    most noticeable player in the offence maroszan and mittag (both impressive).

    in the defence bartusiak.

    questionable substitutions … as for example laudehr.
    her absence left a hole between offence and defence (odebrecht no substitute, at least not today).

    laudehr and kulig, as it looks right now … the future is theirs (no doubt).

    wensing today experienced a bit more difficulties – but – absolutely deserved the 90 min! (and hopefully much more)

    also missed a bit the substitution of müller … or maier.

    the two games altogether were a very good experience for the team … and a worthwhile undertaking.

    keep going! – this team doesn’t need to be afraid of the future … there’s a lot of potential! … waiting to be unleashed 🙂

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  • Spartaner sagt:

    Beim ersten Gegentor muss man auch über die Rolle von Nadine Angerer sprechen. Diese macht hierbei keine gute Figur, was die Reaktion angeht.

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  • Sheldon sagt:

    Darf man fragen, wieso die Nationaltrainerin Spielerinnen wie Maier oder Benkarth überhaupt beruft, wenn sie überhaupt nicht beabsichtigt, sie einzusetzen?

    Ich habe das Spiel gestern nicht gesehen, aber wieso beruft man gleich DREI Spielerinnen für eine Position (Tor bzw. rechte Abwehrseite)?

    Für mich war Maier bei der U20 die mit Abstand aktivste und konstansteste, und jetzt bekommt sie keine Chance in der N11?

    Es tut mir leid, aber gerade auch in Sachen Benkarth muss sich Neid die Kritik gefallen lassen, in der Bundesliga Wettbewerbsverzerrung betrieben zu haben.
    Denn die Belohnung, mit der Neid Benkarths Berufung gerechtfertigt hat, entwickelt sich zu einem Bumerang für ihren Club, den SC Freiburg.
    Während man Spielerinnen wie Angerer, Kulig, Laudehr, Marozsan, Bartusiak oder Behringer Aufbauhilfe im allerfeinsten Sinne bietet, ist das Einzige, was Benkarth von dieser Reise haben wird, ein ziemliches Jetlag.

    […]

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • laasee sagt:

    Select a team from the two games and of the eleven places only three would go to USA players – Heath, Solo and Wambach.
    The other eight places would all be German players.

    Germany failed to win both games, despite being the dominant team.
    USA were very poor in both games. They were physically not as strong as Germany and their passing was very poor.

    In both games there were some high quality moments from Germany (Mittag goal and second Marozsan goal) but most of the play had no end product.

    Playing well is okay but football is about winning and to win a team must score goals.
    USA were inferior but with Abby Wambach there is always a goal threat.
    Germany did not have that.

    Germany get two draws but still can not beat USA.
    It would have been better not to have gone over there!

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  • Aldur sagt:

    Das gestrige Spiel war definitiv unterhaltsamer, als das 1:1 vom Samstag. Beide Mannschaften haben phasenweise auch durchaus ansehnliche Kombinationen gezeigt. Insgesamt empfand ich die Häufung von technischen Unzulänglichkeiten, Fehlern, und vor allem Fehlpässen, für zwei Teams auf diesem Niveau aber als zu hoch, um von einem guten Spiel, oder gar „Werbung für den Frauenfußball“ zu sprechen.

    Das Unentschieden ist sicher leistungsgerecht. Die DFB-Elf hatte vielleicht etwas mehr vom Spiel. In ein paar Phasen hatte man die USA fast eingeschnürt, daraus aber insgesamt zu wenig Torgefahr entwickelt, was auch an der guten Defensivarbeit der US-Girls lag. Bezeichnenderweise fallen die deutschen Tore dann auch durch ein „Gastgeschenk“ und einen Distanzschuß.

    Die USA hatte trotz etwas geringerer Spielanteile ein etwa ebenbürtiges Verhältnis an guten Tormöglichkeiten. Die beiden Treffer fallen aber natürlich auch zu leicht. Das zweimal ein schneller Antritt auf dem linken Flügel mit anschließender scharfer Hereingabe genügt, um unsere Abwehr so in Verlegenheit zu bringen, darf so natürlich auch nicht sein.

    Aber wie gesagt – unterhaltsam war es allemal. Habe die kurze Nacht jedenfalls nicht bereut.

    Insgesamt denke ich, dass man über beide Spiele – auch in Anbetracht der Ausfälle – durchaus ein positives Fazit ziehen kann. Bin sehr gespannt, wie sich das Duell gegen Frankreich im nächsten Monat dann gestaltet.

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  • Frieda sagt:

    Das deutsche Team hat definitiv ein Abwehrproblem. Die Abwehr ist zu langsam und zwar sowohl im Kopf als auch in den Beinen. Wie Aldur schon angedeutet hat, reicht ein Antritt und die Lücke ist da. Ich sehe auch beim 1:0 nicht Angerer als zu langsam, sondern Peter und Bartusiak. Beide sind erst zu zögerlich und dann lässt sich auch noch Peter von Wambach überlaufen. Was willst du da als Torfrau machen?

    Eine weitere Schwäche (auch schon seit der WM2011 bekannt) ist das Zweikampfverhalten. Körperliche Robustheit bringt einen Großteil der Mannschaft total aus dem Konzept.

    Gefallen hat mir das offensiv Verhalten. Und die Standards, die ohne Behringer viel variabler sind.

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  • wolle sagt:

    Lieber Sheldon,
    du sprichst mir aus der Sehle und leider kann ich dir nur einen Daumen geben.Ich muss mir jetzt hier auch mal den Ärger von der Seele schreiben.
    Wieso nehme ich 23 Spieler mit, wen eh immer die gleichen spielen? Habe das Spiel von gestern noch nicht gesehen, aber wenn ich an das Gebolze von Krahn im 1. Spiel denke, vergeht einem die Lust überhaupt noch Länderspiele anzuschauen. Haben wir wirklich keine besseren Inneverteidiger wie Krahn und Bartusiak? Du hälst die Luft an, wenn der Ball nur in Ihre Nähe kommt, wirklich schlimm. Aber 180 min. gespielt. Nadine Angerer hat auch längst ihren Zenit überschritten, warum gibt man in einem Testspiel Schult keine Chance? Wann und wie soll Sie denn Erfahrung sammeln wenn Sie keine Einsatzzeiten bekommt? Das Ergebnis ist, das bei BN nächsten Sonntag 2-3 Spieler auflaufen, die noch Jetlag haben und fast 2 Wochen fern der Vereinsmannschaft waren für NICHTS.
    Welche Erkenntniss hat man jetzt aus dieser Reise:
    Krahn hat in Frankreich immer noch kein Fussball spielen gelernt.
    Angerer ist nicht mehr unschlagbar.
    Laudehr sucht noch Ihre Bestform, Beringer, Peter und Schmidt sind meilenweit davon entfernt.
    Kulig braucht noch etwas Zeit.
    Gewinnerin der Reise ist Maroszan, die hat mich im 1. Spiel zum ersten mal richtig überzeugt.
    Anja Mittag ist in der Form ihres Lebens, war Sie aber schon vor den Spielen. Was ein Wechsel bewirken kann.
    Frau Neid, it’s time to say good bye. Mit neuem Trainer bekommen dann vielleicht mal Spielerinnen eine Chance die mit Ihr „nicht können“. Nach dem Algarve Cup dachte ich, es hat sich was geändert. Aus der Not wurden auf einmal Spieler eingesetzt, die sonst nicht zum Zug kamen, z.B. Henning. Und nach meiner Meinung haben Sie ihre Chance genutzt. Und ein Trainer der es nicht schafft verschiedene Charaktere in einem Team zu integrieren, diese lieber erst gar nicht berücksichtigt,sollte gleich aufhören. Ich denke da an Kessler oder Hanebeck, es gibt da sicherlich noch mehr.

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  • wfm sagt:

    @Sheldon
    Natürlich darf man fragen wieso die U20 Spielerinnen in den Kader berufen werden, auch wenn einige von ihnen doch ohne direkten Einsatz bleiben.
    Zunächst einmal hat Neid den Spielerinnen die schon mal dabei waren, Wensing, Lotzen und Marozsan in Konkurrenz zu etablierten Spielerinnen gegen einen wirklich starken Gegner Einsatzzeit gegeben.
    Und was die nicht zum Einsatz gekommenen betriff erhält man die beste Antwort von den Spielerinnen selbst. Ich empfehle dazu den Beitrag auf tv.dfb „Fünf auf einen Streich“.
    Nicht nur für die beiden absoluten Neulinge in der N11 Benkrath und Maier war die Teilnahme am Training eine überaus wertvolle Erfahrung, denn wie sie selbst einhellig sagen, es ist „ein anderes Spiel bei den Frauen“, alles ist „viel schneller und körperbetonter“. Leonie Maier antwortet auf die Frage, was sie als junge Spielerin mit nimmt „Alles!“ Wenn man die Begeisterung bei Benkrath und spezielle das Leuchten in den Augen von Maier gesehen hat, weiß man dass das ehrliche Antworten sind und dass Dein Mitleid mit diesen Spielerinnen völlig unbegründet ist.

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  • waiiy sagt:

    @Frieda: Ich habe auch sofort den „Daumen hoch“ bei Dir angeklickt. Aber auf der anderen Seite ist es fraglich, wie viele Abwehrreihen bzw. Spielerinnen weltweit es schaffen, für die Dauer eines Spiels eine Alex Morgan UND eine Abby Wambach voll auszuschalten. Man muss einfach auch anerkennen, dass die beiden das Nonplusultra an Stürmerinnen zur Zeit sind. Und beide sind natürlich auch miteinander und mit dem Mittelfeld blind eingespielt. Da greifen Mechanismen, bei denen alle anderen Nationen gar keine Chance haben, sie so einzuspielen. Von daher ist die „Abwehrschwäche“ gegen diesen Sturm ein wenig zu relativieren.

    Aber wo wir dabei sind: Ich finde es gut, dass die USA immer wieder zeigen, dass man mit 2 Stürmerinnen eine gegnerische Viererkette viel besser beschäftigen kann, als es beispielsweise Alex Popp in Halbzeit 1 und Anja Mittag in Halbzeit 2 machen konnten…

    waiiy

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  • Tom Schlimme sagt:

    Ich möchte einmal das Augenmerk darauf richten, dass sich das deutsche Team in diesen Testspielen wesentlich besser präsentiert hat, als es hier in diesem Forum von vielen prognostiziert wurde. Ich kann mich noch gut an die lauten Stimmen erinnern, Deutschland werde sich in den USA blamieren, man werde hoch verlieren, es sei Blödsinn, diese Reise anzutreten.

    Nichts davon ist eingetreten.

    Leider ist die Umfrage hierzu nicht mehr zu sehen, aber ich erinnere mich, dass 37% der User hier zwei Niederlagen der deutschen Elf vorhergesagt hatten, dann die zweitmeisten ein Unentschieden und eine Niederlage. Zwei Unentschieden hatte kaum jemand auf dem Zettel und auch Siege der deutschen Elf, die bei dem gesehenen Spielverlauf durchaus möglich gewesen wären, hatte kaum jemand hier erwartet.

    Mir geht das DFB-Bashing und Silvia-Neid-Bashing, das hier oft von vielen betrieben wird, ziemlich auf den Zeiger, und ich nutze die Gelegenheit, mal darauf hin zu weisen, dass nicht alles schlecht ist, was von Neid oder dem DFB geplant wird. Ich habe auch meine Kritikpunkte gegen sie, vor allem im Zusammenhang mit der verkorksten WM-Vorbereitung, aber das kann man nicht ewig nachtragen.
    Nach den vielen EM-Qualifikationsspielen gegen teilweise kaum ernst zu nehmende Gegner nun noch einmal eine Standortbestimmung gegen den Weltranglistenersten durchzuführen, war für mich jedenfalls schon früh als logisch und notwendig zu erkennen.

    Auch die Kritik, dass manche jungen Spielerinnen noch nicht eingesetzt wurden, kann ich in der Härte, wie sie hier vorgebracht wird, nicht nach vollziehen. Es war immer schon so, dass junge Spielerinnen oft erst einmal nur mitgenommen wurden, damit sie die Atmosphäre bei der A-Natio miterleben und natürlich mit den Arrivierten mittrainieren können. Ich fand es wichtig, dass Luisa Wensing, selber ebenfalls noch eine ganz junge Spielerin, die Gelegenheit bekam, sich über drei Halbzeiten auf der rechten Abwehrseite zu zeigen. Das hat sie sehr gut gemacht, und davon haben wir mehr, als wenn Leonie Maier einen Teil dieser Zeit bekommen hätte. Die wird ihre Chance schon noch bekommen, aber ich bin sicher, für sie war es erst mal völlig okay, überhaupt im Kader zu sein.

    Angesichts der Tatsache, dass hier erst eine Blamage gegen die USA prophezeit worden war, finde ich es auch nicht wirklich logisch, jetzt im Nachhinein mehr Experimente zu fordern.

    Also, ich bin zufrieden mit der Leistung der deutschen Nationalmannschaft in den USA, im Wesentlichen auch zufrieden mit der von der Bundesstrainerin gewählten Aufstellung.

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  • wfm sagt:

    @waiiy
    Bin ich auch Deiner Meinung.
    Insgesamt sieht die gesamte Viererkette einschließlich Wensing beim 1:0 nicht sehr gut aus – aber, Wambach sagt im Interview, beim 1:0 hatten wir Glück. Nicht nur weil sie Alex Morgan hatten, sondern auch, weil die Flanke von Krahn abgelenkt wurde und dadurch direkter vor das Tor kam als es sonst der Fall gewesen wäre. Und in der Tat soll man nicht vergessen und anerkennen, dass Wambach und Morgan zusammen fast 50 Tore in diesem Jahr geschossen haben und Morgan 18 Assists auf ihrem Konto hat.

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  • hapl27 sagt:

    Für Freunde von Zahlen und Statistiken:

    Die deutsche Startelf hatte ein Durchschnittsalter von 25,81 Jahren, die amerikanische eins von 29,27 Jahren.

    Ich denke auch diese beiden Zahlen deuten darauf hin, dass sich unsere deutsche Mannschaft auf dem richtigen Weg befindet. Ich fand beide Spiele unserer Mannschaft sehr ansehnlich. Sicherlich gab und gibt es noch einige Probleme ( Torfrau,Innenverteidigung,linkes Mittelfeld), aber die Mädels haben sich alles in allem ordentlich in den USA präsentiert. An den Problemen muss und wird gearbeitet werden und dann können wir optimistisch auf die EM 2013 schauen.

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  • enthusio sagt:

    Alex Morgan und Abby Wambach sind als Stürmerinnen das Maß aller Dinge im Frauenfußball: eingespielt, schnell, kopfballstark, passgenau, immer an der richtigen Stelle, einfach perfekt. Wie Alex Morgan die drei amerikanischen Tore (immer von links !) vorbereitet hat, ist einfach beeindruckend, ebenso die bekannten Knipserqualitäten von Abby Wambach (nicht nur ihre Kopfballstärke !). In unserer Mannschaft gibt es ein so effektives Sturmduo nicht, das wäre am ehesten noch die Kombination Pohlers/Müller. Aber Pohlers spielt bekanntlich nur noch im Verein. Man kann darüber diskutieren, dass die deutsche Verteidigung verbesserungswürdig ist. Alle – drei Außenverteidigerinnen (Schmidt, Faißt, Peter) und zwei Innenverteidigerinnen (Krahn, Bartusiak) waren nicht in der Lage, Morgan und Wambach 100%ig auszuschalten. Ich frage mich nur: geht das überhaupt ? Welche Abwehr ist in der Lage, diese beiden Weltklassespielerinnen in zwei Spielen zu stoppen ? Man sollte also keine zu hohen Erwartungen an das Abwehrverhalten haben, unsere Mannschaft hat das alles in allem schon ganz gut gemacht. Und ob es eine bessere Nr. 1 als Angerer gibt, weiß ich nicht. In solchen Spielen braucht man absolute Erfahrung, auch wenn es sich nur um zwei Testspiele handelte.

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  • Sheldon sagt:

    @wfm: Mag sein, dass sie das mitgenommen haben. Doch ich frage dich: Laura Benkarth kommt morgen nach Deutschland zurück und wird dann von Frankfurt nach Freiburg fahren, wird dann vielleicht noch das Abschlusstraining bei Freiburg mitmachen, dann am Samstag die Reise nach Frankfurt antreten, um dort dann „in alter Frische“ gegen den FFC Frankfurt im Tor zu stehen. Und das alles mit Jetlag (7 Stunden Zeitumstellung).

    Ich glaube nicht, dass ihr dieser Trip für dieses Spiel auch nur irgendwas gebracht hat, sie wird eher schwächer spielen, da sie durch den ganzen Reisestress körperlich total abgeschlafft sein wird.

    Glaubst du, es ist Zufall, dass Benkarth gerade vor einem BL-Spiel gegen Frankfurt zu einem Länderspiel in den USA berufen wird? Ich weiß nicht, wie ich das einordnen soll, es ist schon ein komischer Zufall…

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  • noworever sagt:

    @Sheldon „Während man Spielerinnen wie Angerer, Kulig, Laudehr, Marozsan, Bartusiak oder Behringer Aufbauhilfe im allerfeinsten Sinne bietet…“

    how far and unjust hate can go …

    even in the national team they (the ones, who chose to play in a certain club) are still ‚enemies‘
    of course, schmitt and peter are (still) excluded … they still ‚belong‘ a bit to the previous club they had been playing … hence: don’t really need the „aufbauhilfe“ … not yet.

    in your ‚dream team‘ selection a couple of weeks ago maroszan did’t even make it onto the subs bench …

    wonder if it hurts to see maroszan doing so well …

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  • Michele sagt:

    Man hätte einer Martina Müller schon ein paar Minuten schenken dürfen! Aber die BT ist ja soooooooooo zufrieden mit dem Spiel, so das alles gut ist!
    Ich weiß nicht ob ich das gleiche Spiel gesehen habe, aber was hat Deutschland großartig geleistet? Gerade von Peter und Faißt hätte ich mir mehr erwartet! Aber auch Bresonik hat nicht sonderlich viel geleistet! Gerade das Spiel über den Flügel muss einfach besser werden.
    Gut fande ich von Neid, dass sie Behringer mal 90 Minuten draussen gelassen hat! In ihrer jetzigen Form, wird es schwer für die Euro nominiert zu werden!

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  • wfm sagt:

    @Sheldon
    Abgesehen davon dass ihr ja jede Menge Frankfurterinnen gegenüberstehen die genauso „abgeschlafft“ sind und sowieso kein Tor treffen, bin ich mir nicht nur 100%-ig sondern – wenn es denn ginge – 1000%-ig sicher, dass Benkrath auf den Jetlag pfeift und um nichts auf der Welt die Tage mit der N11 in USA missen möchte.

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  • uschi sagt:

    @ tom schlimme: sehr guter kommentar, dem ich komplett zustimmen kann.
    habe mir beide spiele angesehen und muss sagen das ich zufrieden bin mit der leistung unserer natio. jetzt kommt nen kleines aber…es wäre sogar mehr drin gewesen. das ständige schlechtreden einzelner spielerinnen kann ich nicht nachvollziehen. eine saskia bartusiak hat 2 wunderbare spiel in der innenverteidung gemacht und dafür hat sie auch sehr großes lob bekommen u.a. von den us- kommentatoren kate markgraf(ex us-natio)die sie sogar als eine der weltbesten innenverteidigerin betitelte. das letztere geht in meinen augen zu weit auf die konstanz ihrer leistung im gesamten jahr bezogen, aber sie hat gezeigt das sie da hingehört, hoffe die leistung bleibt so bei ihr. annike krahn hat wie immer meiner meinung nach ihren „zerstörer fussball“ gespielt und das war auch soweit in ordnung, sie ist nunmal keine für den spielaufbau aber manchmal brauchst du auch so eine in einem spiel. sofern der rest der abwehr das mangelnde auffängt. daumen hoch für luisa wensing die hat mich am meisten mit überzeugt, alles gezeigt was man eigentlich von einem guten außenverteidiger erwartet, schaltet sich offensiv mit ein und defensiv stand sie auch gut, wenn sie so weitermacht und noch zulegt an erfahrung sehe ich sie als beste rechte außenverteidigerin. kein vergleich zu bianca schmidt, denn diese war eher nen ausfall im 1ten spiel. babett peter, war da stand und spielte einigermaßen solide sah aber in manchen situationen recht unglücklich und fehlerhaft aus. drückle die daumen das es trotzdem langsam bergauf geht bei ihr und sie wieder zu ihrer vollen leistungsstärke findet. tja, laudehr sucht noch ihre form aber es wird besser bei ihr die kurve geht langsam nach oben. odebrecht und goessling gibt es nicht viel zu zu sagen, beide nicht besonders positiv aufgefallen auf der 6er position, kam einfach zu wenig von beiden. ich glaube auch im 1ten spiel hat kulig das geziegt was sie im stande ist spielen zu können, schade das sie fürs 2te spiel ausgefallen ist. und wenn man faißt und behringer vergleicht weiß ich nicht wer mir besser gefallen hat, würde sagen vom läuferischen her faißt aber von ihren flanken kam nix an aber beweglich und das sehe ich als einziges positiv. und behringer tut es mal gut auf der bank platz zu nehmen, denn bisher schafft sie es weder in frankfurt noch in der natio an ihre alöte leistung anzuknöpfen. das zeigt aber auch das im linken mittelfeld die grösste baustelle zu sein scheint. zu anja mittag kann man nur sagen sie ist nihct unverdient in schweden zur spielerin des jahres gewählt worden. hat immer schon vorne attackiert, sehr schön anzusehen was sie auch kämpferishc geleistet hat. fand die leistung von bresonik auch gut, nicht überragend aber gut dafür das sie auch grad erst aus einer verletzungspause kam und noch nicht viel spielpraxis mitgebrahct hat. gewinner der spiele maro, sie hat sich international einiges an lob in diesen spielen abholen können, und krönte sich selbst mit einem wunderbaren 2ten tor. bekam das gefühl so wie sie drin war wollten wurde das spiel ansehnlicher technisch/ spielerisch. ganz so unsicher wie im 1ten spiel wirkte angerer zum glück nicht mehr im 2ten spiel, aber ich finde trotzdem das schult hätte ihre chance bekommen sollen. nochmal zum thema, die jungen hätten spielzeit bekommen sollen, es ist doch so, da sind ein paar zum ersten mal dabei, die sollen mal reinschnuppern wie es bei der a-natio ist und ihre ersten trainingserfahrung im team sammeln und sich langsam intgrieren, langsames aufbauen und heranführen der talente. das finde ich auch richtig so. denke das silvia neid genau was was sie da an talenten hat. und die ein oder andere wird auch noch zu ihrem einsatz kommen. zum anderen das eine nadine kessler oder patti hanebeck nicht in der natio sind, wer weiß warum, spielerisch sind die beiden top in der liga. zudem war kessler immerhin schon beim letzten lehrgang dabei, immerhin ein zeichen das sie nicht vergessen oder übersehen worden ist. alles andere muss man so hinnehmen.

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  • Sheldon sagt:

    @Tom Schlimme:

    1. Nur noch einmal, um darauf hinzuweisen: Ich habe bereits vor den Spielen gegen die USA prognostiziert, dass „es gegen die USA vielleicht noch reicht, es gegen Frankreich aber locker nen 3:0, 4:0 gibt“.
    Für mich sind zur Zeit Japan und Frankreich das Maß aller Dinge und mit denen müssen wir uns messen.

    Insbesondere Frankreich spielt einen viel schnelleren Fußball als USA und Deutschland. Ich habe das zweite Spiel noch nicht sehen können, doch ich schätze, dass das Tempo auch im zweiten Spiel nicht unbedingt sonderlich hoch war.

    Gerade unsere Defensive muss sich an Stürmerinnen wie Ogimi, Ohno, Iwabuchi bzw. Le Sommer, Thomis und Thiney die Zähne ausbeißen. Und da sehe ich bei schnellen Kontern doch enorme Defizite in der Abstimmung (das kann man auch in Frankfurt sehen).

    2. Ich habe nichts dagegen, dass man Nationalspielerinnen erstmal nur zum Training zur N11 mitnimmt, doch das kann man dann im eigenen Land machen und muss eine Laura Benkarth nicht mit über den großen Teich schleppen, insbesondere, wenn diese keine 2 Tage zur Regeneration hat, bevor ein wichtiges Spiel in der Bundesliga stattfindet.

    3. Natürlich spielt Deutschland auf einem sehr hohen Niveau, wenn man das mit anderen Nationen vergleicht, sie befinden sich immer noch in einer Liga mit den USA, Frankreich, Schweden und Japan, keine Frage.
    Doch es geht hier nicht darum, dass Neid irgendwo den Anschluss verpasst, sondern dass sie die Kapazitäten, die ihr die Liga bietet, nicht ausnutzt. Wenn man schon Spielerinnen wie Maier (die übrigens die beste Abwehrspielerin bei der U20-WM war und noch stärker einzuschätzen ist als Wensing), wie Hanebeck, wie Keßler, wie Henning oder wie Pohlers hat in der Liga, die wirklich brillianten Fußball spielen und für die es keine Vergleiche gibt, wieso nutzt man sie denn nicht?
    Deutschland ist immer noch das Topausbildungsland für Profifußballerinnen. Die deutsche Liga ist die mit weitem Abstand beste Liga der Welt, nahezu jede Mannschaft könnte die CL-Gruppenphase erreichen. Das Potential, das die Vereine Silvia Neid liefern, reicht locker, um die gesamte Weltelite nach Belieben zu dominieren.

    Schaut euch doch die Spielerinnen an:

    Im Tor hat man überhaupt kein Problem, hier hat man unter normalen Trainern den größsten Konkurrenzkampf überhaupt. Mit Schult, Angerer, Schumann, Längert, Benkarth, Weiß, Vetterlein und Sarholz hat man gleich 8 Torhüterinnen, die diesen Job übernehmen könnten. Kein Grund, Angerer eine Stammplatzgarantie zu verpassen, zumal sie schon lange nicht mehr die Beste dieser Torhüterinnen ist, sondern zumindest Schult, Schumann und Längert ihr den Platz abgelaufen haben.

    In der Abwehr hat man eigentlich auch keine Probleme. Rechts hat man insgesamt sogar 4 Alternativen, die gegen die USA alle im Kader standen: Wensing, Maier, Schmidt und Bresonik. Hier sehe ich keinen Grund, Schmidt mit ihrem jetzigen Leistungsstand überhaupt noch zu nominieren. Wensing und Maier sind dort stark genug.
    Links sieht es nicht viel schlechter aus: Dort hat man mit Peter, Faißt, Kemme, Simon und Baunach (wenn sie fit ist) ebenfalls mehr als genug Alternativen, die dort eingesetzt werden könnten, wobei ich zur Zeit Faißt vorne sehe.
    In der Zentrale hat man auch mehr als genug Alternativen: Ich frage mich, wieso Goeßling, die doch im Verein eigentlich nur noch IV spielt, von Neid nur noch im ZDM eingesetzt wird? Mit Henning würde sie zusammen ein Abwehrbollwerk bilden, dass bei Wolfsburg in der Liga seit 360 Minuten steht. Dazu wird nach ihrer Verletzungspause Johanna Elsig kommen, das wohl mit Abstand größte deutsche Abwehrtalent. Auch Peter kann in der IV spielen, wie sie es mehrere Jahre bei Potsdam gemacht hat. Und Bartusiak hat ja auch überzeugt.

    Im Mittelfeld haben für mich Odebrecht, Laudehr und Kulig alle im ersten Spiel überzeugt. Auch Bresonik kann auf dieser Position spielen, wie sie bei der WM gezeigt hat. Dazu kommen Keßler und Marozsan, die auch beide auf der Position spielen können.

    Auf der „10“ hat man mit Marozsan, Simic, Keßler und Hanebeck auch wieder 4 Spielerinnen, die das alle machen könnten, wobei ich Keßler und Hanebeck hier einfach vorne sehe.

    In der Sturmspitze haben wir Müller, Popp, Pohlers, Celia, Mittag, Lotzen, … Hier ist die Vielfalt auch sehr groß, allerdings sehe ich Celia, Mittag und Pohlers vorne, auch wenn Pohlers schon 36 ist.

    Nur auf den Außen hat man ein Defizit. Als echte, gelernte Außenstürmerin sehe ich zur Zeit nur Bajramaj, vielleicht noch Leupolz oder Lotzen.
    Doch bei der Stürmerinnen-Fülle sehe ich das nicht als Problem. Wieso versucht man es vor der WM nicht mal mit drei Stürmerinnen? Mittag und Celia auf den Außen (nehmen wir mal Bajramaj raus), in der Sturmspitze Popp oder Pohlers.
    Man müsste generell das System höher ausrichten, dazu braucht man aber eine vernünftig organisierte Abwehr, damit man nicht in Konter läuft.

    Natürlich kann man es auch mit diesem Kader versuchen, man wird vielleicht auch Europameister, aber es läuft in Deutschland noch viel mehr Qualität, die ich halt öfter mal spielen sehen möchte. Ich sehe zum Beispiel eine Glanz- und Gloria-Elf in folgender Aufstellung:

    Schult (Schumann/Längert) – Maier (Wensing), Henning (Bartusiak), Goeßling (Elsig), Peter (Baunach) – Odebrecht (Laudehr), Kulig (Marozsan) – Mittag (Bajramaj), Keßler (Hanebeck), Celia (Lotzen) – Pohlers (Popp/Müller)

    14 Spielerinnen waren mit in den USA, von den 9 übrigen sind 3 Spielerinnen verletzt.
    Das bedeutet, es handelt sich hier nur um 6 unverständlicherweise ausgebootete Spielerinnen: Desiree Schumann, Kathrin Längert, Josi Henning, Nadine Keßler, Patricia Hanebeck, Conny Pohlers.

    Interessanterweise nur 1 Spielerin von Potsdam, aber insgesamt 5 Spielerinnen, die in Potsdam aktiv waren (davon 3 jetzt in Wolfsburg, 1 in Frankfurt).

    Es ist sehr schade, dass es zumindest bei zwei Spielerinnen an persönlichen Motiven Silvia Neids liegt, bei Keßler bin ich mir nicht sicher, da sie ja zuletzt immerhin schonmal nominiert war.

    Du siehst also, worum es uns hier geht, sind wirklich Peanuts, es geht lediglich um wenige Spielerinnen und Umstellungen, die der N11 allerdings sehr viel mehr Qualität, Ordnung, Kreativität und gerade der Offensive wesentlich mehr Dynamik und Variabilität geben würden.
    Bei drei Stürmerinnen würden automatisch auch Maier und Peter als Außenverteidigerinnen auch sehr hoch stehen (können). Man würde schneller mehr Druck auf die Gegner ausüben, aggressiveres Pressing spielen (was mir gegen die USA im ersten Spiel deutlich gefehlt hat).
    Das Ganze zieht einen riesigen positiven Rattenschwanz hinter sich her und am Ende ist man ganz einfach wieder auf dem Niveau, was man 2007 bei der WM hatte, vielleicht sogar darüber hinaus.

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  • Sheldon sagt:

    @noworever: Ich habe das Spiel nicht gesehen, ABER unabhängig davon: Egal, wie Marozsan spielt, ich sehe sowohl Keßler als auch Hanebeck vor ihr! Es ist schön zu sehen, dass sogar die drittbeste „10“erin Deutschlands auf einem solchen Niveau spielt!

    Ich sehe Marozsan eher auf der „8“, im Sinne eines Toni Kroos oder Nuri Sahin. Als Spielmacherin brauchen wir eine Spielerin wie Keßler oder Hanebeck, die einfach noch mehr Erfahrung haben und auch die körperliche Robustheit!

    Letztlich muss man aber sagen, dass wir in Deutschland locker an die 40 Spielerinnen hätten, die nunmal einen N11-Platz verdienen würden. Davon können leider nur 21 Spielerinnen zu einer EM. Da hast du den größsten Konkurrenzkampf in der ganzen Welt, und da dürfen nunmal nicht immer nur die 21 gleichen Spielerinnen ausgetestet werden (wären es mal soviele).

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  • Sheldon sagt:

    @wfm: Benkarth vielleicht, Pilipovic nicht!

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  • laasee sagt:

    @Sheldon

    You did not watch the game but you write lots of comments about the game.

    How can you realistically comment on something that you did not see?

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  • enthusio sagt:

    Ich finde Sheldons Vorschlag, ein offensiv-taktisch höher ausgerichtetes Spielsystem mit drei Stürmerinnen zu praktizieren, bedenkenswert. Die Qualität an Spielerinnen für ein derartiges System hätten wir.

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  • wrack sagt:

    @ Iaasee: „Germany get two draws but still can not beat USA.“

    Man kann das auch so sehen, dass der Olympiasieger (August 2012 !) und Weltranglistenerste, der seit 2004 daheim nicht mehr verloren hat, trotz dreimaliger Führung mit seinem Traum-Sturm-Duo und mit 20000 Fans im Rücken nicht in der Lage war, eine unvollständige deutsche Nationalmannschaft zu schlagen und vielleicht nur knapp der ersten Niederlage seit 2004 entgangen ist (1. Spiel – Popp-Kopfball 87. Minute). See you at Algarve Cup !

    @ Sheldon: „Glaubst du, es ist Zufall, dass Benkarth gerade vor einem BL-Spiel gegen Frankfurt zu einem Länderspiel in den USA berufen wird?“
    Das Zusammentreffen ist natürlich ein Zufall, dass es dir aufgefallen ist, freilich nicht.

    @ Sheldon: „Egal, wie Marozsan spielt, ich sehe sowohl Keßler als auch Hanebeck vor ihr! “
    Gut, zu wissen, dass es dir nicht um die Leistung geht. Das spart mir einen Haufen Kommentare.

    Zum Spiel: Ich bin zufrieden mit der USA-Reise, meine Enttäuschung über den fehlenden Sieg ist rein emotional. Im zweiten Spiel war das 2:2 gerecht.
    Mittag, Kulig und Maro haben herausgeragt, andere gute Leistungen geboten, einige blieben unter MEINEN Erwartungen. Ich denke, das Aufgebot der Natio bzw. die Startelf wird sich im nächsten Spiel um die eine oder andere Position ändern. Freue mich auf das Frankreich-Match.

    PS: Leonie Maier war einer meiner Lieblinge bei der U20. Hätte sie gern spielen gesehen, verstehe aber, dass Neid einen Risiko-Rahmen hat, weil sie auch auf das Ergebnis Rücksicht nehmen muß.

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  • DAWIDenko sagt:

    @ Sheldon:

    „In der Sturmspitze haben wir Müller, Popp, Pohlers, Celia, Mittag, Lotzen, … Hier ist die Vielfalt auch sehr groß, allerdings sehe ich Celia, Mittag und Pohlers vorne, auch wenn Pohlers schon 36 ist.“

    Eine kleine Korrektur anbei:
    Conny Pohlers wird dieses Jahr „erst“ 34 Jahre.
    Wenn du allerdings deine „Glanz und Gloria“-Aufstellunng auch längerfristig in Richtung WM 2016 siehst , dann magst du natürlich recht haben. (-;

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  • DAWIDenko sagt:

    Ich meinte natürlich WM 2015, sorry

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  • laasee sagt:

    @enthusio

    I think 3-5-2 is the best system for N11.

    @wrack

    Germany did not win – that is the harsh reality!

    Before Algarve Cup is the France game.
    What is your prediction?

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  • noworever sagt:

    @wrack

    i’m totally with you! 🙂

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  • Sheldon sagt:

    @laasee: Wie du vielleicht bemerkt hast, habe ich zum Spiel selbst keinen Kommentar abgegeben. Es geht mir lediglich um die Reise insgesamt, um Alternativen, die eine deutliche Leistungssteigerung zur Folge hätten etc.

    @wrack: Natürlich ist es kein Zufall, dass ich auf diese Verknüpfung der Tatsachen komme. Natürlich haben auch einige andere Spielerinnen dieses Jetlag, doch im Gegensatz zu Benkarth hätten die sowieso im Kader gestanden, während die Nominierung von Benkarth schon eine Überraschung war.
    Wie man es dreht und wendet, du kannst nicht verneinen, dass von jeder überraschenden Entscheidung Neids irgendwo Frankfurt profitiert!

    @wrack: Meine Beurteilung von Marozsan ist von mehreren grundsätzlichen Faktoren bestimmt:
    1. Ihre Schnelligkeit – dort ist Keßler in jedem Fall vor ihr; mit Hanebeck liegt sie dort gleichauf
    2. Zweikampfstärke – Hanebeck und Keßler sind hier deutlich stärker
    3. Standards – dort ist Hanebeck sehr viel besser, sowohl bei direkten als auch bei indirekten Freistößen

    Darüber hinaus ist mir Marozsan zu unkonstant in ihren Leistungen und NOCH keine Führungsspielerin.

    Vielleicht könnten wir uns in Betrachtung des gestrigen Spiels darauf einigen, dass Marozsan eine typische Einwechselspielerin ist, die man zwischen der Halbzeit und der 60. Minute bringt, um dem Spiel eine weitere, offensive Alternative zu geben, hat ja geklappt gegen die USA, da sich diese nicht auf sie einstellen konnten und das System durch ihre Einwechslung wohl neu ausgerichtet wurde.
    So spielt in der 1. Halbzeit Keßler vor Odebrecht und Kulig, zur Halbzeit wird Marozsan für Kulig reingebracht und Keßler rotiert auf die „6“. Das Spiel bekommt ne ganz neue Richtung, der Gegner ist komplett überfordert.

    Es geht mir hier darum, dass wir von den wirklich besten deutschen Frauenfußballerinnen vertreten werden, und dazu gehören meines Erachtens die oben genannten 6 Spielerinnen dazu!

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  • Sheldon sagt:

    @laasee: Für ein 3-5-2 haben wir nicht die richtigen Spielerinnen.

    @DAWIDenko: Sry, wollte Pohlers nicht älter machen als sie ist. 34 + 3 Jahre sind 37, selbst, wenn sie in dem Alter nicht mehr die Klasse hat, zur WM mitzufahren, so kann sie bis dahin doch sicherlich eine Spielerin sein, an der sich die anderen Stürmerinnen orientieren können und die den Konkurrenzkampf belebt.

    Allerdings fände ich es klasse, wenn bald endlich die Klammer Bajramaj/Celia greifen würde auf den Außenbahnen und in der Mitte Popp. Oder eben Mittag/Bajramaj als Klammer und Celia als Mittelstürmerin.

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  • Spielerfrau sagt:

    @ Sheldon

    Interessant, dass Sie sich ein Urteil über ein Spiel erlauben, dass Sie nach eigenen Angaben gar nicht gesehen haben.

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  • Fully healthy Germany rout the USA,
    people must remember, Bajramaj and Mbabi couldnt play, they play with Peter, MArozsan and etc. and USA is routed.

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  • wrack sagt:

    @ Sheldon:
    „Wie man es dreht und wendet, du kannst nicht verneinen, dass von jeder überraschenden Entscheidung Neids irgendwo Frankfurt profitiert!“

    Du kannst nicht verneinen, dass man es jederzeit so drehen und wenden kann, dass von jeder überraschenden (?) Entscheidung Neids Duisburg, Potsdam, Hintertupfing oder der Papst profitiert.

    „Meine Beurteilung von Marozsan ist von mehreren grundsätzlichen Faktoren bestimmt:
    1. Ihre Schnelligkeit – dort ist Keßler in jedem Fall vor ihr; mit Hanebeck liegt sie dort gleichauf
    2. Zweikampfstärke – Hanebeck und Keßler sind hier deutlich stärker
    3. Standards – dort ist Hanebeck sehr viel besser, sowohl bei direkten als auch bei indirekten Freistößen“

    Der direkte Vergleich in der Nationalmannschaft spricht deutlichst und kristallklar in allen drei Punkten für Maro 🙂

    @ Iaasee: „Before Algarve Cup is the France game. What is your prediction?“

    Einer von beiden wird gewinnen oder beide werden ein Unentschieden spielen.

    Freundschaftsspiel Niederlande – Frankreich 1 : 1 – aber die Niederländerinnen waren halt vorher im Urlaub und hatten nur zwei Tage Vorbereitung.

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  • Sheldon sagt:

    @Spielerfrau: Wo habe ich mir irgendein Urteil über das heute stattgefundene Spiel „angemaßt“? Ich bin mit keinem Wort auf das genannte Spiel eingegangen, sondern alle meine Beiträge beziehen sich auf die Nationalelf im Allgemeinen, unabhängig von dem heutigen Spiel, da für mich Gradmesser (wie ich es überall bereits VOR den USA-Spielen) das Spiel gegen Frankreich ist.

    Ich finde es aber sehr schön, wie wenig sie meine Beiträge lesen, sondern sich hier nur zu pauschalen Verurteilungen herablassen.

    @wrack: Dann drehe und wende mal. Kannst du nachweisen, dass meine Meinung unberechtigt ist? Dann tu es und komm hier nicht mit pauschalen Todschlagargumenten.

    @wrack: Hanebeck und Keßler haben ja noch nie die Chance bekommen […]

    Nur zur Erinnerung: Marozsan hat im ersten Spiel nicht geglänzt und keine wirklich gute Offensivaktion gehabt. Sie hat also schon nachgewiesen, dass sie auszuschalten ist, wenn man es darauf anlegt.
    Hanebeck und Keßler müssten diesen Nachweis noch bringen 😉

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • laasee sagt:

    „Einer von beiden wird gewinnen oder beide werden ein Unentschieden spielen.“

    hmmmm………

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  • laasee sagt:

    @Sheldon

    Marozsan was the MVP of the second game.
    Her second goal was top class.

    The problem for her is the role she plays in the team.
    Is she going to be given the number 10 role or not?
    Before WM 2011 I was writing that she should immediately be given the 10 shirt but sadly the national coach had other ideas.

    She should have played the full 180 minutes in America.
    The fact that she did not should be a big concern.

    I think that Hanebeck has more to offer at the moment as a complete number 10 but she is an outcast.
    The Marozsan role is baffling – not a 10, not a striker, not a playmaker!
    Just an impact substitute?

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  • wrack sagt:

    @ Sheldon: „Dann drehe und wende mal. Kannst du nachweisen, dass meine Meinung unberechtigt ist? Dann tu es und komm hier nicht mit pauschalen Todschlagargumenten.“

    Ich muß gar nix nachweisen, weil ich nix behauptet habe. Du bist in der Beweispflicht für die genannte Verbindung Neid-Frankfurt. FAKTEN und QUELLEN zählen da, nicht Spekulationen ala Verschwörungstheorie. Bis zu einem Beweis ist deine Behauptung „nur“ MEINUNG bzw. evtl. üble Nachrede gegenüber Neid.

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  • enthusio sagt:

    @Iaasee: laut der von Frank Schäfer weiter oben geposteten US-Soccer-Seite
    wurde aber nicht Dszenifer Marozsan, sondern Carli Lloyd zur „Budweiser Woman of the Match“ gewählt, was ich allerdings auch nicht nachvollziehen kann. Dafür gibt es höchstens eine kommerzielle, aber keine sportliche Begründung.

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  • Silvijaaa sagt:

    @enthusio: Die “Budweiser Woman of the Match” wird immer eine Spielerin aus der amerikanischen Mannschaft.

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  • noworever sagt:

    @wrack
    „Bis zu einem Beweis ist deine Behauptung “nur” MEINUNG bzw…“

    etymologically „meinung“ originates from „minne“ …

    which means: „that, what i’m in love with“ 🙂

    (on the other hand, this does not exclude … that without an opinion … you can fall in love … with quite a lot of things) 😉

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  • kg_fan sagt:

    @ sheldon:
    Bei einer anderen Lesart hat die Reise für Laura Benkarth vielleicht gar Vorteile: In Anbetracht der ganzen Frankfurterinnen, die sie im Training nun besonders intensiv erlebt hat, kann sie sich vielleicht besonders gut darauf einstellen und fühlt sich eher gestärkt denn geschwächt von der Reise…

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  • pinkpanther sagt:

    @kg_fan: 🙂

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  • karl sagt:

    Ich stimme den Beitraegen von Tom Schlimme und von Wrack zu.
    Ich fand auch dass die Mannschaft gut gespielt hat.
    Generell finde ich auch wir sollten alle froh sein Maro , Mbabi und Mittag im DFB team zu haben. Mir als Zuschauer machen die jedenfalls Spass , vielleicht mehr als fruehere Teams.
    Denn auch die frueheren Mannschaften haben gegen die USA oefter verloren als gewonnen, und wenn ichs richtig in Erinnerung habe haben die sogar hin und wieder gegen Frankreich verloren 🙂 .

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  • laasee sagt:

    @enthusio

    Sorry, I should have written in English and not Yankee.
    I should have written that she was the best player in the game.

    Germany could have won 50:0 and the Budweiser award would still have gone to an American player.

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  • Detlef sagt:

    Ich bin nach den beiden Testspielen in Übersee nicht wirklich schlauer geworden!!!
    Die Defizite der DFB-Elf waren vorher klar, und bestätigten sich auch diesmal!!!
    Allerdings blieb diese Bestätigung in sehr annehmbaren Grenzen, da die Amis nicht in Wettkampfform antraten!!!
    Die meisten von ihnen kamen aus einem längeren Urlaub, sodaß sowohl ihre Spielintelligenz als auch ihre Kondition sehr zu wünschen übrig ließ!!!
    Gute Kenner des US-Teams bestätigen meine Ansicht zB im FF-Forum, und schätzen die Leistung ihrer „Lieblinge“ mindestens eine Klasse schlechter ein als bei Olympia!!!
    Und schon dort haben sie kaum brilliert, und nur mit großer Mühe und tatkräftiger Unterstützung der Schiedsrichterinnen den Einzug ins Finale überhaupt geschafft, bzw nur so auch das Finale gewonnen!!!

    Also was sagen nun diese beiden Unentschieden über die Standortbestimmung des „DFB-Flagschiffes“ aus???
    Wenn sie wirklich ehrlich ist, also wenn keine Kamera auf sie gerichtet ist, dürfte auch die Bundesgöttin kaum neue Erkenntnisse gewonnen haben!!!

    Einzige Ausnahme ist hier wohl Kim Kulig, die (anders als in der Liga) ihre Einsatzzeit sehr gut genutzt hat, und im zentralen Mittelfeld den besten Eindruck hinterlassen hat!!!
    Alle anderen Spielerinnen haben so gespielt, wie man es im Moment von ihnen erwarten durfte, da gabs keine Überraschungen!!!

    Also wo steht der Titelverteidiger wenige Monate vor der EM, und wo steht er global in der Leistungsdichte der besten Teams der Welt???
    Wie wollen wir denn unseren deutlichen Rückstand gegen die USA je aufholen, wenn wir sie nicht einmal in ihrer „Unpässlichkeit“ besiegen können???
    Wir hatten zwar in beiden Partien die meisten und klarsten Chancen, aber eine mangelhafte Chancenverwertung versagte uns den Erfolg!!!
    In allen Mannschaftsteilen gibt es noch große Baustellen, was bei einem Umbruch sicher nichts Ungewöhnliches ist, aber eben thematisiert werden muß!!!

    Dafür ist es jetzt aber schon zu spät, ich muß dringend an meiner Matratze horchen!!!

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  • FFFan sagt:

    @ Sheldon:
    „Ich sehe Marozsan eher auf der “8″, im Sinne eines Toni Kroos oder Nuri Sahin.“

    Im Februar gegen die Türkei hat das gut funktioniert, aber gegen starke Gegner wäre die Mannschaft damit möglicherweise zu offensiv ausgerichtet. In der aktuellen Ausgabe der ‚SportBild‘ befindet sich ein interessanter Artikel, in dem anhand von Beispielen belegt wird, dass du mindestens sechs ‚defensiv denkende‘ Feldspieler brauchst, um Titel zu gewinnen. Das ist auch im Frauenfußball nicht anders: so haben beispielsweise bei Turbine Potsdam nicht nur die drei Verteidigerinnen und Keelin Winters zentral vor der Abwehr, sondern auch die beiden Außen Jennifer Cramer und Antonia Göransson überwiegend defensive Aufgaben. Diese sechs Spielerinnen halten den vier Offensivspielerinnen (drei Stürmerinnen plus Hanebeck) den Rücken frei und gewährleisten jenes Maß an defensiver Stabilität, das erforderlich ist, um in der Meisterschaft die Nase vorn zu haben.

    Und aus diesem Grund sehe ich Marozsan (ebenso wie Kroos bei den Männern) lieber auf der „10“.

    Und zu der Frage, warum diese oder jene Spielerin nicht nominiert wurde: so sehr ich es Conny Pohlers auch gönnen würde, ausgerechnet in ihrer Geburtsstadt Halle/Saale ein triumphales Comeback in der Nationalmannschaft zu feiern, bin ich in dieser Frage doch ein wenig hin- und hergerissen. Wenn ich im Angriff ein solches Potenzial habe, wie es die Bundestrainerin mit Okoyino da Mbabi, Mittag, Popp und Marozsan hat – soll ich dann wirklich noch eine 34-jährige dazunehmen? Wenn, dann wohl anstelle von Martina Müller, deren Jokerrolle Conny dann übernehmen könnte; aber das wäre praktisch ein ‚Nullsummenspiel‘. Zu den anderen in diesem Zusammenhang genannten Namen (Keßler; Henning) ist zu sagen, dass diese Spielerinnen im September im Kader waren und sich eine Woche lang im Training mit den etablierten Kräften auf ihrer jeweiligen Position messen konnten, an diesen aber derzeit offenbar leistungsmäßig nicht vorbeikommen. Die hier öfter zu lesende Behauptung, sie würden lediglich aus persönlichen Gründen ‚ausgebootet‘, entbehrt jeder Grundlage und wird auch durch ständige Wiederholung nicht wahrer. Patricia Hanebeck schließlich ist eine Ausnahmefußballerin in jeder Hinsicht und wäre nur schwer ins System zu integrieren, darüber hatten wir an anderer Stelle bereits gesondert diskutiert.

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  • waiiy sagt:

    @FFFan: Du hast geschrieben: „aber gegen starke Gegner wäre die Mannschaft damit möglicherweise zu offensiv ausgerichtet“

    –> Das ist in meinen Augen so nicht korrekt, wenn man hinten eine Verteidigung hat, die den Laden dichthalten kann, wenn die beiden (oder die eine) Sechser ihre Positionen halten (was eigentlich normal sein sollte, aber weder eine Laudehr noch eine Kulig auf Dauer schaffen und wofür Odebrecht bzw. Goeßling als „nicht so effektiv“ verschrien werden) und wenn die Außen auch den Weg mit nach hinten gehen würden (was eine einwandfreie Fitness voraussetzen würde).

    Du hast geschrieben: „In der aktuellen Ausgabe der ‘SportBild’ befindet sich ein interessanter Artikel, in dem anhand von Beispielen belegt wird, dass du mindestens sechs ‘defensiv denkende’ Feldspieler brauchst, um Titel zu gewinnen. “

    –> Den Artikel habe ich auch gelesen. Und auch er geht stillschweigend davon aus, dass Spieler wie Brehme 1990 defensive Spieler waren. Das stimmt aber nicht, weil in der Weltmeistermannschaft die beiden Außen sowohl nach hinten als auch nach vorn ganz stark gearbeitet haben und das der Schlüssel zum Erfolg war und dass man erstmals einen Spieler, der sonst eigentlich immer als Spielmacher gespielt hat (Matthäus) auf die Sechser Position zurückgezogen und damit einen zusätzlichen offensiven Spieler reingebracht hat. Beide – Brehme wie auch Matthäus (die Beide in dem Bericht als „Defensive“ eingestuft waren) waren genauso torgefährlich wie der Rest der Mannschaft. Von daher ist es ein Witz zu behaupten, dass man wenigstens 6 Defensive auf dem Feld haben muss. (Übrigens sind Iniesta und Xavi auch als „Defensive“ eingstuft, die mehr Spielmacher sind, als die meisten, die sich die „10“ auf den Rücken schreiben).

    Fazit ist also, dass jede Spielerin ihren Aufgaben nachzukommen hat. Und dass man einen starken Gegner attackieren und in der Defensive binden muss. Das heißt, dass die „Offensiven“ wissen müssen, dass man vorn gleich angreifen und verteidigen muss, damit man hinten nicht in Bedrängnis kommt. Und da ist es sehr fraglich, ob man eine amerikanische Hintermannschaft vor ernsthafte Gefahren stellen kann, wenn man nur eine Stürmerin vorn reinstellt. Maro hat ihre Schusschance konsequent genutzt und es war ein toller Schuss. Aber das Tor war nicht auf eine brillante Idee oder Kombination (wie man sie eher von der „10“ erwartet) zurückzuführen.

    @Detlef: Ich hoffe, Du schreibst weiter, wenn Du wieder wach bist, auch wenn unangenehme Wahrheiten niemand so gern liest (siehe Bewertungen).

    waiiy

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  • Kika sagt:

    Ich gehöre hier wahrscheinlich zu einer Minderheit, wenn ich schreibe, dass Teile des USA-Teams tatsächlich einen Holiday-Lag zu haben schienen, besonders im Mittelfeld. Voll da waren im Kontrast dazu die amerikanischen Angreiferinnen, die amerikanische Torfrau und zumindest einige der Verteidigungsspielerinnen.
    Die USA hat sich noch nie durch überragenden Spielwitz ausgezeichnet und wenn es einen Unterschied zu Olympia gegeben hat, dann im Mittelfeldspiel, was dem deutschen Team mehr Möglichkeiten gab, als das vielleicht bei einem imaginären Spiel bei der Olympiade möglich gewesen wäre. Konditionelle Mängel, die sich nach einem Monat Pause aufgebaut haben sollten, haben bei der Mehrheit des USA-Teams bestimmt keine wichtige Rolle gespielt. Die USA-Frauen haben sich im Urlaub nichts angefressen, sondern haben sich als Profis locker und fit gehalten. Die Kondition reicht dann für ein Spiel aus. Das kann man wohl auch belegen, weil die Mängel sich im zweiten Spiel hätten mehr zeigen müssen, was aber nicht so war.
    Eine Pause kann sogar das Spiel beflügeln, denn ein Monat Pause ist ein Zeitraum, wo bei leidenschaftlichen Spielerinnen der Drang zurück auf das Feld einsetzt. Das deutsche Team hat es so bestimmt mit einem vollwertigen und bestimmt wenig unter ihren Möglichkeiten spielenden USA-Team zu tun gehabt. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der amerikanische Verband zwei Termine ausgerechnet mit Deutschland ausmacht, wenn der Verband nicht die Erfahrung hat, dass der Zeitpunkt in Ordnung geht. Eher würde ich daran glauben, dass man von amerikanischer Seite die Zugnummer Deutschland optimal in die amerikanische Nach-Olympia-Tour von 8 Spielen gelegt hat. Meine Beobachtungen stimmen weitgehend mit den Kommentaren Solos, Morgans und Wambachs überein, die gern gewonnen hätten und die ausgesprochenen Respekt vor der deutschen Mannschaft enthalten.
    Den habe ich nach diesen zwei Spielen auch. Ich finde, man sollte diese beiden Unentschieden nicht abtun. Es fehlte schließlich besonders an der Chancenverwertung, sonst wäre ein Sieg möglich gewesen. Im Stadion wurde es häufiger einmal still, wenn die Deutschen spielten. Das war ein ungewolltes Kompliment der Zuschauer an die deutschen Frauen.

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  • wolle sagt:

    Ich kann Sheldon in einigen Teilen nur zustimmen.
    Es war wirklich ganz gut anzuschauen was unser Team gespielt hat. Aber die Aussagekraft dieser Testspiele halte ich für zweifelhaft. Die Erkenntnisse dieser Spiele wusste man eigentlich schon vorher. Der Höhepunkt der US-Girls lag dieses Jahr nunmal im Juli bei den Olympischen Spielen und das war glaube ich auch das letzte Pflichtspiel der meisten Spielerinnen. Kein Ligabetrieb, nur ein paar Freundschaftsspiele um die Werbetrommel für FF in Amerika, vielleicht auch für eine neue Liga, zu rühren. Natürlich will niemand verlieren, aber der Leistungsstand der US-Girls war weit weniger als 100%. Von daher halte ich diese ganze Reise für Unsinn, wäre es nicht besser gewesen den Ligabetrieb einfach normal weiterlaufen zu lassen? Stattdessen finden Spiele Mittwoch Nachmittags um 14.00 unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
    Größte Gewinner waren Mittag und Maroszan, die mir in beiden Spielen zum ersten mal im Seniorenbereich positiv aufgefallen ist. Wie Anja Mittag gefightet hat, ein tolles Tor im 1. Spiel, so habe ich Sie früher nie gesehen. Ansonsten wurde ja gar nicht so viel getestet. Angerer, Bartusiak und Krahn haben einen Persilschein, egal wie sie spielen.
    Ich sehe es ähnlich wie Sheldon, dass in der Liga 30-40 Spielerinnen das Potential zur Nationalmannschaft haben, da macht Frau Neid viel zu wenig draus. Warum gibt Sie in so einem Spiel bsp. einer Schult keine Gelegenheit sich zu beweisen, in der EM-Quali lief es zuletzt mit ihr von Spiel zu Spiel besser? Konkurenz, nein danke?
    In der Abwehr gibts den größten Handlungsbedarf. Daher wäre meine Abwehrchefin Bresonik, schnell, zweikampfstark und kann das Spiel eröffnen. Das hat Sie in Duisburg auch schon gespielt. Neben Bartusiak bieten sich in der Liga ja noch einige Abwehrspielerinnen an.
    Wenn Kulig und Laudehr wieder bei 100% sind, ist das für Pos6 die beste wahl, aber da gibts ja auch reichlich Alternativen.
    Aufgrund des Überangebotes im Sturm sollte man sich wirklich überlegen eine Stürmerin z.B. Popp auf Außen zu ziehen. Da sind verletzungsbedingt einige Probleme für die EM zuerwarten.
    Was ich Frau Neid am meisten ankreide ist, dass sie lieber auf Querdenker verzichtet. Herberger wurde 1954 mit H. Rahn Weltmeister, J.Derwall mit Bernd Schuster 1980 Europameister. Beckenbauer hatte 1990 neben Matthäus auch ein Überangebot im Mittelfeld mit Thon, Bein, Littbarski, Hässler. Alles unterschiedliche Charaktere, aber Beckenbauer hat Sie in ein Team integriert. Was ich sagen möchte ist, dasss man solche Typen haben muss, wenn man Titel gewinnen will. Ähnlich hat sich jüngst O. Bierhoff geäußert. Aber dazu ist Frau Neid nicht fähig, Potential um Titel zu gewinnen ist mehr als genug da. Die EM alleine kann nicht unser Anspruch sein, dazu ist die Qualität ausser Frankreich und Schweden in Europa einfach zu schwach. Es gilt, auch Gegner in Asien oder auch mal die US-Girls zu schlagen.

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  • Sheldon sagt:

    @wolle: Das mit Rahn hatte ich gar nicht so gesehen, aber es stimmt. Rahn war bei der WM 1954 mit Abstand das schwarze Schaf im Kader, und dennoch hat Herberger auf ihn gebaut.
    Nur mit braven Jungs gewinnst du keine Titel.

    @FFFan: Das mit Potsdam stimmt nicht, denn Göransson spielt beinahe 4. Stürmerin. Zudem spielte Potsdam in der jüngeren Vergangenheit auch durchaus mit einem System, wo man quasi wieder mit 5 Stürmerinnen gespielt hat (Göransson, Anonma, Nagasato, Andonova, Evans).

    Es gibt aber auch prominente Gegenbeispiele, beispielsweise haben die ersten Weltmeister alle mit 5 Stürmern gespielt, auch die Weltmeister von 1954. Bei der WM 1974 hat man mit 3 Stürmern gespielt, dazu allerdings mit Uli Hoeneß und Wolfgang Overath mit zwei weiteren offensiven Mittelfeldspielern.
    Und selbst wenn man davon ausgeht, dass Brehme 1990 defensiv gespielt hat, so standen mit Matthäus, Häßler, Littbarski, Klinsmann und Völler 5 Offensivkräfte auf dem Platz.

    Will heißen: Du kannst mit 5 Defensivkräften sogar bedeutend besser Titel gewinnen als mit 6 Defensivkräften.
    In der Tat glaube ich, dass das 2-3-5, das das erste echte System im Fußball war, bald wieder kommen in Mode kommen wird, und zwar in Form eines 4-1-2-3.
    Wenn du die beiden offensiven Spielerinnen als Stürmerinnen siehst und die beiden Außenverteidigerinnen zur Läuferreihe zählst, bist du wieder bei dem alten System.

    Ich denke, dass dieses System weitaus aggressiver ist und große Vorteile gegenüber dem defensiven 4-2-3-1 hat.
    Und das Ding ist: Wir haben eigentlich auf fast ALLEN Positionen die richtigen Spielerinnen dafür. Wir setzen sie bloß nicht ein.
    Da könnten dann beispielsweise Marozsan und Hanebeck/Keßler nebeneinander spielen, während Odebrecht hinten dicht macht. Auf den Außen haben wir zumindest mit Maier eine Spielerin, die fast schon eine Mittelfeldspielerin ist, in der Abwehr Henning, die unglaublich souverän zuletzt gespielt hat.
    Und im Sturm, da fehlt uns in der Tat eine Flügelflitzerin auf Linksaußen, doch diesen Job könnte zur Not Mittag übernehmen!

    Ich denke, du kannst mittlerweile nur noch damit Titel gewinnen, mit einem solchen System!

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  • Detlef sagt:

    waiiy schrieb;
    „@Detlef: Ich hoffe, Du schreibst weiter, wenn Du wieder wach bist, auch wenn unangenehme Wahrheiten niemand so gern liest (siehe Bewertungen).“

    Ich werde auch in Zukunft meine Meinung schreiben!!!
    Allerdings verschone ich diesen Blog mit der „Thematisierung der Baustellen im DFB-Team“, da es hier anscheinend niemand/nur wenige zu interessieren scheint!!!

    Ich glaube wir sind schon wieder auf dem Weg zum „Hype-Level“ von vor der letzten WM!!!
    Auch damals hat niemand die Warnungen hören wollen, denn es war doch alles so super und ganz toll!!!

    @wolle,
    Ich stimme Dir in allem voll und ganz zu, Daumen hoch!!!

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  • laasee sagt:

    „Ich glaube wir sind schon wieder auf dem Weg zum “Hype-Level” von vor der letzten WM!!!
    Auch damals hat niemand die Warnungen hören wollen, denn es war doch alles so super und ganz toll!!!“

    I agree with you.

    There are already similarities with the WM preparation experience – a dysfunctional Buli game schedule is the most obvious.

    The lessons and conclusions from the WM debacle have been ignored.
    When it is „business as usual“, then people should not be surprised when failure happens again.

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  • Sheldon sagt:

    @Detlef: Es interessiert schon und diese Meinungen sind wichtig. Es gibt leider immer wieder nur zu viele Leute, die diese unbequemen Wahrheit nicht hören wollen, auch wenn sie selbst nichts dagegen zu sagen wissen.

    Aber du hast recht, es wird in der Tat so kommen wie 2011. Damals hat man beispielsweise eine Viola Odebrecht, die die Saison ihres Lebens spielte, in die N11 gefordert. Im DFB wurde diese Situation ausgesessen und darauf gehofft, eine erfolgreiche WM würde die Kritiker zum Verstummen bringen. Dann fuhr der Kasten gegen die Wand, die Stimmen der Kritiker wurden noch lauter, und gleich im ersten Spiel nach der WM stand Odebrecht im Kader.

    Genauso wird es wieder kommen, nur dass es dieses Mal nicht Odebrecht sein wird, sondern irgendeine andere. Kandidatinnen sind genug da (Hanebeck, Keßler, Henning, etc.). Es braucht nur eine eine überragende Saison zu spielen, dann wird GENAU dasselbe passieren und wir werden sie im September 2013 auf dem Platz stehen sehen!

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  • DAWIDenko sagt:

    Die Berufung von Odebrecht in die Nationalmannschaft, die von vielen gefodert wurde, kam nach der WM 2011 zwar sehr überraschend, auch für die Spielerin selbst.

    Ich glaube aber vor allem, dass dabei auch die personelle Situation im defensiven Mittelfeld in der Nationalmannschaft nach 2011 entscheidend damit zu tun hatte.
    Vor und während der WM spielten dort das, von Frau Neid viel gelobte 6er-Duo Simone Laudehr und Kim Kulig. Außerdem im Kader waren Linda Bresonik und auch noch Ariane Hingst. Lena Goeßling kam eher in der Abwehr zum Einsatz.

    Nach der schweren Verletzung von Kim im Viertelfinale gegen Japan wurde Neids präferierte Doppelsechs vorerst gesprengt. Linda Bresonik kam auf verschiedenen Positionen zum Einsatz oder erhielt eine Denkpause. Ariane Hingst beendete ihre Nationalmannschaftskarriere nach der WM.
    Jenny Zietz wurde schon vor der WM nicht berücksichtigt. Außerdem spielte sie im Verein in der nachfolgenden Saison (2011/12), desmeist auch eher in der Abwehr.

    So benötigte Frau Neid eine defensive Mittelfeldspielerin.
    Nach der starken Saison bei TP, auf Grund ihrer Erfahrung und auch auf Grund der versöhnenlichen Aussprache mit Bernd Schröder war somit der Weg zur Nationalmannschaft für Viola wieder ein Thema.

    Viele Änderungen in der Nationalmannschaft hatten, meiner Einschätzung nach eher mit der Verletzungssituation und den Rücktritten vieler etablierter Spielerinnen zu tun. (Prinz, Garefrekes, Holl, Hingst)

    Almuth Schult wurde vorrübergehend Nummer 1, Viola und Lena Goeßling bekleideten die Doppelsechs.

    Nach dem Rücktritt von Birgit Prinz und dem verletzungsbedingten Ausfall von Inka Grings , veränderte sich auch die Situation für Anja Mittag ins positive, einen Platz im Sturm zu bekommen.
    Seit ihren guten Spielen beim Algarve-Cup und ihrer Super-Saison in Schweden ist sie nun kaum noch weg zu denken.

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  • noworever sagt:

    no offence! @detlef …
    but, referring to your last comments … the fragrance of „selbstbeweihräucherung“ is rising … that term you used not so long ago to evaluate sigi dietrich’s intentions (which in truth no one can ever know)
    i do not say this to provoke you or to hurt your feelings … but, again … „alles was man zu andern sagt … ist man selber!“ holds a lot of truth (and in reality, if i’m able to be honest enough to myself: it is always! true)
    once again … no offence!*

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  • wfm sagt:

    @Bedenkenträger und Reißbrettstrategen …
    Es ist ja durchaus üblich, um sich selbst gut in Stellung bringen zu können, einen Pappkameraden aufzubauen. Ein solcher wurde gerade mit der Beschwörung eines neuen „Hypes! errichtet. Denn wer bitte hat sich hier im Sinne eines neuen Hypes geäußert? Nur weil einige wie z.B. „Tom Schlimme“ und „wrack“ der Reise in die USA auch positive Aspekte abgewinnen konnten, ist das doch kein Hype. Sie sind doch weder vor Neid auf die Knie gefallen noch haben sie die Mannschaft in den Himmel gelobt.
    By the way: Testen heißt doch nicht möglichst viel rumzuprobieren. Das Ziel war es doch wahrscheinlich zu prüfen, ob die zukünftige MANNSCHAFT der EM nach den Qualifikationsspielen gegen relativ leichte Gegner auch gegen die dort zu erwartenden schwereren Mannschaften bestehen kann. Gut gegen die USA auszusehen ist darüber hinaus natürlich auch gut für das Selbstbewusstsein.
    Zunächst einmal ist für die U20 Spielerinnen schon die Teilnahme am Training ein Test. Und es war nicht ein beliebiges Training, das man auch in Deutschland hätte haben können, sondern die Vorbereitung auf einen überaus starken Gegner, gegen den die jungen Spielerinnen auch zum Einsatz kommen könnten. Und drei von ihnen haben dann ja auch gespielt.
    Aber nicht nur die neuen oder jüngeren Spielerinnen standen für auf dem Prüfstand, sondern auch die bisherigen Stammspielerinnen. Speziell Behringer und Schmidt haben das leider erfahren müssen.
    Aber es ging natürlich auch darum zu gewinnen und zumindest nicht zu verlieren. Deshalb hat Neid wahrscheinlich auch an Angerer festgehalten. Ob Schult oder Benkrath bei allen Qualitäten die Nerven gehabt hätten vor 20000 Zuschauern im ein-zu-eins gegen Wambach „seelenruhig“ stehen zu bleiben und ihr nichts anzubieten, darf durchaus bezweifelt werden. (Und was das erste Tor im 2. Spiel betrifft, soll man mal auf Wambach hören. Ihrer Aussage nach war es sehr glücklich, denn durch die Ablenkung durch Krahn bekam der Ball nicht nur eine andere Richtung sondern auch einen gefährlichen Drall.)
    Schließlich: Man mag die Form der US-Mädels vielleicht in Frage stellen. Nicht bezweifeln kann man aber deren unbedingten Siegeswillen. Für sie ist der zweite schon der erste Verlierer. Und wer sich die „Quote-Sheets! oder die entsprechenden Interviews auf der ussoccer.com angesehen hat, konnte erkennen, dass die US-Girls nicht gerade begeistert waren, dass sie nur unentschieden gespielt haben. Ich denke die Irländerinnen werden das in den nächsten beiden Spielen erfahren.
    Übrigens: Neid und Benkrath haben in der 51 Minute des 2. Spiel ziemlich fröhlich dreingeschaut. Während die US-amerikanische Interimstrainerin häufig ziemlich verkniffen ausschaute. Was soll uns das sagen?

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  • Detlef sagt:

    @noworever,
    Ich bin mir nicht ganz sicher, was Du mit Deinem Beitrag hier aussagen möchtest???
    Hier gehts um die deutsche Natio, und nicht um SiDis „Geschäftsmodell“!!!

    Ich persönlich habe mich selber noch nie „beweihräuchern“ müssen, denn ich bin kein Geschäftsmann, der anderen irgend etwas verkaufen muß!!!
    Ich verdiene mein Geld mit meiner Hände Arbeit!!!
    Und da sieht man am Produkt immer sofort, ob ich Mist gebaut habe!!!
    Von dem her kann ich niemand etwas vor machen!!!

    Also was ist Dein Kritikpunkt???

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @alle Verharmloser:

    Ich würde euch bitte eines mal an Herz legen: Geht einmal in euch und schaut euch noch einmal eure Kommentare von dem Zeitpunkt von vor zwei Jahren an. Ich bin sicher, sie waren ganz genauso.

    Damals hat man Kanada (die gerade die Nordamerikameisterschaft gewonnen hatten) mit 5:0 und Afrikameister Nigeria mit 8:0 aus dem Stadion gefegt.
    Auch damals wurde schon gewarnt, dass man das nicht zu hoch hängen sollte. Und hat es was genützt? Nein!

    Und bei der WM kam dann das böse Erwachen. Bei der EM haben wir im Halbfinale Frankreich, mit Pech schon im Viertelfinale. Die Frage ist doch: Reicht die Leistung, die zu einem Unentschieden gegen körperlich vollkommen ausgelaugte US-Amerikanerinnen reichte, zum Weiterkommen bei einer EM gegen Frankreich?
    Man sollte Neid vielleicht raten, je nach Auslosung sogar gezielt auf den 2. Platz zu spielen, da man nur so Frankreich aus dem Weg gehen kann.

    Aber ich habe mal eine Frage:

    Wenn man eine solche 1. Elf haben kann:

    Schult – Maier/Wensing, Goeßling, Henning, Peter – Odebrecht, Keßler – Bajramaj, Hanebeck, Mittag – Celia

    wieso sollte man sich dann mit einer solchen 1. Elf zufrieden geben?

    Angerer – Schmidt, Krahn, Bartusiak, Peter – Kulig, Laudehr – Mittag, Marozsan, Behringer – Celia

    Darf man da nicht mal unzufrieden sein, wenn unsere Bundestrainerin so viel Potential einfach zuhause lässt?

    (0)
  • noworever sagt:

    @detlef

    there is no „kritikpunkt“!

    my only intention is to try to offer a different point of view … referring to the concept „how i see something is better than how someone else sees it“.

    if i say sigi dietrich is „selbstbeweihräuchering“ himself … I deny that (at least sometimes) i do this too. (aware or unaware is another question)
    if i do this(blame, judge, make-my-self-better-than-someone-else etc) it hurts (because in truth, i really do/say it to myself) – so, i don’t do it – i’m not a masochist.

    i simply know that everybody is doing the best he/she can (always!)

    that keeps me free of judging(„critizing“) you (and of course in return: myself)

    i know that i’m totally fine just the way i am … just as you, sigi dietrich and every single one on this website too!*

    if this doesn’t resonate: just forget it – then it is (so or so) just for me to … hear* 🙂

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  • Detlef sagt:

    wfm schrieb;
    „Es ist ja durchaus üblich, um sich selbst gut in Stellung bringen zu können, einen Pappkameraden aufzubauen. Ein solcher wurde gerade mit der Beschwörung eines neuen “Hypes! errichtet. Denn wer bitte hat sich hier im Sinne eines neuen Hypes geäußert?“

    Also Deiner Meinung nach habe ich einen „Pappkameraden“ aufgestellt???

    Ich habe geschrieben, daß wir wieder auf dem Weg dahin sind, und das bezog sich explizit nicht auf diesen Blog hier!!!

    Wenn ich mir aber die Kommentare des ZDF anhöre, was für eine tolle EM-Vorbereitung unsere Mannschaft doch gespielt habe, ohne im gleichen Atemzug hinzuzufügen, daß es sich dabei um dritt- und viertklassige Mannschaften gehandelt hat, dann muß ich an die Berichterstattung vor und während der WM denken!!!
    Selbst ein eher zweitklassiger Gegner wie Spanien trotzte uns einen Punkt ab!!!

    Selbst der größte „Bedenkenträger“ hat der DFB-Elf in den USA doch keine schlechte Leistung attestiert!!!
    Man trauerte den vielen Möglichkeiten hinterher, die nicht genutzt worden sind!!!
    Man hinterfragte die Personalentscheidungen der Bundesgöttin, was völlig legitim ist!!!

    Mich würde aber sehr interessieren, welche Absichten Du mir da unterstellst, wenn Du von „gut in Stellung bringen“ schreibst???

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  • karl sagt:

    @sheldon: Du bietest hier 2 Versionen einer ersten Elf an:
    „Aber ich habe mal eine Frage:
    Wenn man eine solche 1. Elf haben kann:
    Schult – Maier/Wensing, Goeßling, Henning, Peter – Odebrecht, Keßler – Bajramaj, Hanebeck, Mittag – Celia
    wieso sollte man sich dann mit einer solchen 1. Elf zufrieden geben?
    Angerer – Schmidt, Krahn, Bartusiak, Peter – Kulig, Laudehr – Mittag, Marozsan, Behringer – Celia
    Darf man da nicht mal unzufrieden sein, wenn unsere Bundestrainerin so viel Potential einfach zuhause lässt? “

    Da liegen wir ja garnicht so weit auseinander. Wenn du in deiner ersten Elf Peter durch Bresonik und Hanebeck durch Marozsan ersetzt waer ich schon fast einverstanden. Aber ich glaube das hier jeder Mitkommentator ganz sicher seine eigene erste elf haette.
    Meine waer:
    Schult –
    Maier, Krahn/Henning, Bartusiak, Bresonik –
    Laudehr/Goeßling Kulig/Odebrecht –
    Bajramaj, Marozsan , Mittag –
    Celia –

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  • Sheldon sagt:

    @noworever: Mir tut das nicht weh, ich weiß, ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite daran.

    Ich bin mir auch sicher, dass Siggi Dietrich sein Bestes gibt, es stellt sich halt nur die Frage: Für WEN? Den Frauenfußball oder sich selbst?

    Es muss doch wohl erlaubt sein, Menschen zu kritisieren. Menschen tun eben nicht immer das Beste, so sind wir Menschen nunmal. Ich weiß nicht, wie du das einem Menschen, der im Knast sitzt, klarmachen willst, dass er immer nur sein Bestes gemacht hat in seinem Leben, ein solcher Mensch kann einen Mord oder einen Raub niemals bereuen.

    Außerdem kritisiert man ja Menschen eben deswegen, weil die Charakterzüge, die Menschen haben einen stören, entweder, und da hast du recht, weil sie einen daran erinnern, dass man selbst genauso ist und man einen Spiegel vorgehalten bekommt, oder eben, weil ein solcher Charakterzug für einen selbst nie in Frage käme, und dann ist es als Schutzreaktion.

    Ich bin so frei zu sagen, dass ich mit beidem leben kann. Ich kritisiere mich immer ein Stück mit, wenn ich jemand anderen kritisiere, weil auch ich wiederum Eigenschaften habe, die nicht richtig sind und an denen ich arbeiten muss. Doch würde ich den Fehler nicht bei anderen sehen, könnte ich sie auch nicht bei mir sehen.
    Aber oft ist es auch so, dass ich mich schützen will gegen bestimmte Einflüsse durch bewusste Kritik, um mir diese Charakterzüge gar nicht erst anzueignen.

    Im Frauenfußball ist es wohl eher Letzteres. Ich sehe Fehlentwicklungen, die zu einem objektiv zu ermittelnden Qualitätsverlust des deutschen Nationalfrauenfußballteams führen. Diese spreche ich an und das sollte legitim sein. Ich habe für mich bestimmte Faktoren ausgemacht, die auch von vielen bereits in der Vergangenheit bestätigt wurden.
    Dass die Kritik in dieser Intensität geschieht, liegt wohl an einem persönlichen Schutzreflex. Aus den Tendenzen vor der WM gelernt, habe ich doch gemerkt, dass man sehr schnell in die Spirale des Sich-Selbst-Belügens hineingerät, wenn es um Sport geht. Um einer persönlichen Enttäuschung zu entgehen und um vielen anderen diese Enttäuschung zu ersparen, bringe ich die Kritik hier in diesem Maße an.

    Dahinter steht ein sehnsüchtiger Wunsch, endlich wieder nicht nur ausreichenden, befriedigenden, guten Fußball, sondern begeisternden, atemberaubenden Fußball zu sehen, Fußball auf einem im FF nie dagewesenen Niveau zu sehen. Ich weiß, dass das möglich ist, wir haben die Spielerinnen bzw. die Trainer dazu, und gerade deswegen ist es für mich frustrierend zu sehen, dass solchen Spielerinnen die Chance genommen wird, sich auszuzeichnen und diesen Fußball zu bieten.

    Denn ganz ehrlich: Wer würde nicht gerne wieder solchen Fußball von den Frauen sehen wie 2003 oder 2007, als sie die Welt verzauberten?? Befriedigt es wirklich, sich nach jedem Spiel nur den Mund abzuwischen und zu sagen: So, jetzt das nächste Spiel über die Bühne bringen?
    Ich kann mit dieser Einstellung, die die N11-Spielerinnen transportieren, nix anfangen.

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  • laasee sagt:

    „Denn ganz ehrlich: Wer würde nicht gerne wieder solchen Fußball von den Frauen sehen wie 2003 oder 2007, als sie die Welt verzauberten??“

    2003 – Yes.

    2005 – Yes.

    2007 – No. WM 2007 success was achieved by a superb defence and Birgit Prinz.
    The football was not captivating but the success of winning WM should be applauded.

    2009 – Yes.

    2011 – Debacle.

    2013 – ??????????????

    (0)
  • Detlef sagt:

    @Sheldon,
    Deinem letzten Beitrag kann ich zu 100% zustimmen!!!

    @noworever,
    An Dir ist sicher ein Philosoph verloren gegangen!!!
    Aber solche Thesen gehen doch an der Realität etwas vorbei!!! (typisch Geisteswissenschaftler)

    Wo kommen wir denn hin, wenn jede Kritik und jeder Disput unerwünscht, ja sogar verboten ist???
    In der DDR gab es einen Slogan; „die Partei (also die Regierung) hat immer Recht)!!!
    Ähnliche Losungen gab/gibt es auch in anderen Feudalgesellschaften und anderen Diktaturen!!!

    Wenn wir denn wirklich eine freie Gesellschaft sind (oder zumindest sein wollen), muß es doch auch eine lebendige Streitkultur geben dürfen!!!
    Viele unterschiedliche Leute, dürfen auch viele verschiedene Meinungen haben, und diese auch kund tun!!!
    Das nennt man dann wohl auch Meinungsfreiheit!!!

    Jedem muß aber auch klar sein, daß sein persönlicher Standpunkt nicht unbedingt der Realität entsprechen muß, nur weil er es für die (seine) Wahrheit hält!!!
    Diese liegt bekanntlich immer irgendwo dazwischen, also zwischen den „Bedenkenträgern und Reißbrettstrategen“ und den Hochjublern und „Verharmlosern“!!!

    Und letzlich hoffe ich auch, daß jeder immer sein Bestes gibt!!!
    Aber die Realität zeigt uns doch, daß dies oft nur Wunschdenken bleibt!!!
    Der Mensch verhällt sich da wie elektrischer Strom, denn er geht nur all zu gern den Weg des geringsten Widerstandes!!!

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  • wrack sagt:

    @ Sheldon: „Reicht die Leistung, die zu einem Unentschieden gegen körperlich vollkommen ausgelaugte US-Amerikanerinnen reichte, zum Weiterkommen bei einer EM gegen Frankreich?“

    Keine der amerikanischen Spielerinnen kam aus einer Reha-Klinik. Auch der vielzitierte Urlaub war offensichtlich nicht so wild, wie deine „körperlich vollkommen ausgelaugte(n) US-Amerikanerinnen“ suggerieren könnten. 🙂

    Ein allgemeines Wort von einem „Verharmloser“ an die „Zeugen Iaasees“: Es ist ja ganz liebenswert, seine Mitmenschen vor einer vermeintlich (kommt von MEINung) drohenden Gefahr wie z.B. Enttäuschung, säkularem Untergang oder der sakralen Apokalypse zu warnen.
    Aber wenn die Oma nicht über die Straße will, dann sollte man sie auch nicht „Übertreiben“. Das schadet der eigenen Glaubwürdigkeit und läuft dem Bestreben, mit der Warnung Erfolg zu haben, total entgegen.

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  • Sheldon sagt:

    @Detlef: Lass ma das „typisch Geisteswissenschaftler“ weg, denn sonst musst du deinen ersten Satz löschen 😉

    Ansonsten kann auch ich dir nur zustimmen, deine Zeilen nehmen meine gut auf.

    Letztlich brauchen wir auch hier eine lebendige Streitkultur, davon lebt der Sport, denn im Sport gibt es keine absoluten Wahrheiten und dort gibt auch nicht kaum einer sein Bestes (was bedeuten würde, er würde die bestmögliche Leistung bringen, die überhaupt möglich wäre), denn um wirklich das Allerbeste zu geben, gehört eine Wahnsinnsdisziplin dazu.

    Daher wird es immer etwas zu meckern und zu nörgeln geben, denn die Ansprüche in unseren Zeiten sind sehr hoch.

    @laasee: Ich stimme dir bezüglich zweier Punkte NICHT zu, und zwar, was die WM 2007 und die EM 2009 betrifft.
    Soweit ich mich an die EM 2009 erinnern kann, war da bei weitem nicht alles Gold, was glänzt.
    Sowohl das Spiel gegen Italien als auch das gegen Norwegen standen sehr lange auf Messers Schneide. Im Spiel gegen Italien hätte man sogar beinahe in die Verlängerung gemusst, wenn Angerer nicht da gewesen wäre.
    Gegen Norwegen lag man sogar 50 Minuten zurück und im Vorrundenspiel stand es bis zur 90. Minute 1:0.
    Gegen Island gab es auch nur ein mageres 1:0.
    Bereits bei diesem Turnier hat vieles nicht gepasst, was allerdings durch das 6:2 im Finale kaschiert und überlagert wurde, wobei England dort einfach nur ins offene Messer gerannt ist und sich ziemlich naiv angestellt hat.

    Die WM 2007 dagegen war Fußball vom anderen Stern. Die anderen Teams liefen, Deutschland gewann dennoch souverän. Nur gegen England hat man sich kurz gehen lassen, ansonsten hat man eigentlich nie (selbst im Finale gegen Weltfußballerin Marta) einen Zweifel aufkommen lassen, wer die Hosen an hat. Insbesondere das offensive Frankfurt-Dreieck Prinz, Smisek und Lingor verzauberten die Fans! Das war absolute Weltklasse.

    @wrack: Es ist egal, ob man damit Erfolg hat. Wichtig ist nur, dass man es sagt. Wenn man immer nur einseitige Kommentare hört, dann kann der normale, naive Fan gar nicht anders, als sich dem Erfolgstrubel hinzugeben und kann am Ende gar nicht reflektieren, wieso es denn jetzt doch nicht geklappt hat und wieso seine so hochgelobte Mannschaft nun doch so grottenschlecht spielt.
    Jeder Mensch hat ein Recht darauf, auch Zugang zu kritischen Positionen zu haben. Denn egal wie glaubwürdig diese Dinge sind, er hat dann die Chance, sich selbst zu entscheiden, wie er dazu steht. Und er kann am Ende nicht sagen: „Wieso hat mir denn keiner was gesagt?“, sondern er wird sich am Ende selber hinterfragen müssen: „Wieso habe ich nicht auf die Argumente der Kritiker gehört?“

    Und damit beginnt ein Prozess der Selbstbildung, der in unseren Zeiten überhaupt nicht mehr gefördert wird, zumindest im FF nicht!

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  • Pauline sagt:

    Wenn ihr Fußballspiele wie 2003-2007 sehen wollt , dann müssen die anderen Nationen sich zurück entwickeln. Da wir aber 2012 schreiben und alle aufgeholt und zugelegt haben, müssen auch unsere Mädels ein Zahn zulegen——und nicht wir hier im Forum nur jammern und der Vergangenheit nachtrauern.—Es ist nun mal eine andere Generation.

    (0)
  • laasee sagt:

    @Sheldon

    The essence of truly great teams is the way they finish a tournament.

    EM 2009 Final was the best in the history of EM.
    EM 2009 was the best perforamnce by any German team (male or female) in any major football Final.

    (0)
  • Detlef sagt:

    @Pauline;
    Absolut richtig!!!
    Die anderen Nationen haben mächtig aufgeholt, und Deutschland, Schweden, Norwegen, China, Brasilien und sogar die USA haben ihren Vorsprung entweder komplett verloren (China, Norwegen, zT auch Schweden), oder sie stagnieren seit Jahren in ihrer Entwicklung (Deutschland, Brasilien, USA)!!!
    Schweden holt wieder etwas auf, dafür gehts für Brasilien weiter talwärts!!!

    Und damit sind jetzt Nationen wie Japan, Nord- und Südkorea auf Augenhöhe mit den „alten Topnationen“, und Frankreich, Kanada, Holland, Australien und England kommen immer näher in Schlagdistanz!!!

    Sheldon schrieb;
    „@Detlef: Lass ma das “typisch Geisteswissenschaftler” weg, denn sonst musst du deinen ersten Satz löschen ;)“

    Na dann bist Du eben kein typischer Geisteswissenschaftler!!! 😉

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @Pauline bzw. Detlef: Natürlich haben die anderen Teams aufgeholt, doch die Leiste ist nach oben noch weit offen und ich bin der Meinung, der Abstand hätte nicht so schnell schmilzen müssen.

    Außerdem haben wir genug Potential in unseren Reihen, um den Abstand wieder hochzuhalten! Offensiv dürften wir vielleicht nicht die zur Zeit allerbesten, aber doch in der Masse technisch besten Spielerinnen der Welt.
    Taktisch könnte man vorne auch viel Arbeiten, genauso physisch.

    Dass die anderen Teams aufgeholt haben, liegt auch mit an uns, weil wir nicht mehr qualitativ hochwertig arbeiten!

    @laasee: Du kannst die Qualität nicht an einem Spiel festmachen. Hätte sich England hinten reingestellt mit 5 Abwehrspielerinnen, wäre das Spiel 0:0 n.V. und dann mit glücklichem Sieg im Elfmeterschießen für Deutschland ausgegangen.

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