Potsdam gewinnt Top-Spiel, Wolfsburg patzt

Von am 14. Oktober 2012 – 17.33 Uhr 31 Kommentare

Der 1. FFC Turbine Potsdam hat das Top-Spiel am sechsten Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga gegen den FC Bayern München mit 2:1 gewonnen. Der VfL Wolfsburg musste in Essen hingegen Punkte lassen, und Duisburg unterlag beim SC Freiburg.

Durch den Sieg gegen die Münchenerinnen bleibt Potsdam auf dem zweiten Tabellenplatz, hat aber nun zwei Punkte Vorsprung auf den VfL Wolfsburg. Der hat allerdings ein Spiel weniger absolviert als die Brandenburgerinnen. Auf dem ersten Rang liegt weiterhin der 1. FFC Frankfurt, der allerdings bereits ein Spiel mehr als Potsdam absolviert hat.

Frankfurt gewinnt beim Aufsteiger
Die Frankfurterinnen kamen zu einem 3:0 (1:0)-Erfolg beim VfL Sindelfingen. Sandrine Brétigny brachte den FFC in der zehnten Minute in Führung. Nach dem Seitenwechsel traf Svenja Huth (60.), in der Schlussphase stellte Brétigny (81.) vor 760 Zuschauern den 3:0-Endstand her.

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Doppeltorschützin Genoveva Anonma © Sven-Erik Hafft, girlsplay.de

Potsdams Sturmduo doppelt erfolgreich
Einen Zähler hinter dem FFC liegt der 1. FFC Turbine Potsdam. Gegen den FC Bayern München gelang Genoveva Anonma bereits in der vierten Minute das 1:0. Die Nationalspielerin aus Äquatorialguinea verwandelte eine Hereingabe von Lisa Evans volley aus etwa sechs Metern zur Führung. Das Sturmduo erhöhte noch vor der Halbzeit auf 2:0. Wieder kam die Hereingabe von Evans, wieder verwandelte Anonma (42.). „Wir haben ein bisschen Glück gehabt, dass wir in der ersten Halbzeit im Spiel bleiben konnten“, so Bayern-Trainer Thomas Wörle, der noch weitere Chancen der Potsdamerinnen beobachten konnte.

Bayern kommt besser ins Spiel
„In der zweiten Halbzeit haben wir eine klasse Leistung gebracht“, so Wörle weiter, denn seine Elf kam nach dem Seitenwechsel besser in die Partie. „So ein Tempo, das wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, kann man nicht 90 Minuten durchhalten“, erklärte Turbine-Trainer Bernd Schröder angesichts der Englischen Wochen, sie sein Team in den Knochen hat. Und so wären die Gäste in der Schlussphase fast zum Ausgleich gekommen. Denn in der 83. Minute fiel durch Sarah Hagen das 2:1, nur zwei Minuten zuvor war sie zum Strafstoß angetreten – Turbine-Torfrau Alyssa Naeher parierte jedoch.

Wolfsburg patzt
Auf dem dritten Rang liegt weiterhin der VfL Wolfsburg. Bei der SGS Essen kamen die „Wölfinnen“ allerdings nicht über ein 0:0 hinaus. Dieser etwas überraschende Punktgewinn der Essenerinnen beschert ihnen den Sprung vom sechsten auf den vierten Tabellenrang.

SC Freiburg gewinnt gegen Duisburg
Möglich gemacht hat dies die 1:2 (1:2)-Niederlage des FCR 2001 Duisburg beim SC Freiburg. Obwohl der FCR durch Mandy Islacker in der zwölften Minute in Führung gegangen war, konnte er keine Punkte im Breisgau holen. Nach einem mustergültigen Pass von Elli Reed durch die Freiburger Innenverteidigung erspurtete Islacker den Ball und schob überlegt an Torfrau Laura Benkrath vorbei zum 1:0. Doch per Foulelfmeter durch Juliane Meier (27.) kam der SC in der 27. Minute zum Ausgleich, zehn Minuten später traf Fiona O’Sullivan im Nachschuss zum 2:1-Endstand. „Ganz klar eine verdiente Niederlage; wir haben uns nach unserer Führung irgendwie aus dem Spiel bringen lassen. Warum? Das weiß ich auch noch nicht“, so ein etwas ratloser FCR-Trainer Marco Ketelaer.

Erste Heimniederlage für Gütersloh
Aufsteiger FSV Gütersloh musste unterdessen seine erste Heimniederlage einstecken. Die Ostwestfälinnen unterlagen dem SC 07 Bad Neuenahr mit 0:2 (0:1). Vor 937 Zuschauern erzielte Nationalspielerin Célia Okoyino da Mbabi (45./53.) beide Treffer.

Jena holt den ersten Sieg
Im Kellerduell zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem FF USV Jena behielten die Gäste aus Thüringen mit 2:1 (0:0) die Oberhand. Vor nur 205 Zuschauern traf Susann Utes in der 50. Minute zur USV-Führung. Durch einen Treffer von Francesca Weber (67.) kam die Werkself zum Ausgleich. Doch ein Strafstoß in der 80. Minute, den Carolin Schiewe verwandelte, brachte die Entscheidung zugunsten des USV. Für die Jenaerinnen ist es der erste Saisonsieg – auf einen solchen „Dreier“ wartet Leverkusen weiterhin und rutscht auf den vorletzten Rang ab.

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31 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    @Fair Gamer: Da bin ich mir nicht so sicher, ob wir uns wirklich auf diese drei Klubs beschränken sollten. Das ist mittlerweile eine Liga, in der jeder wirklich fast jeden schlagen kann.

    Wir sollten nicht vergessen, dass es immer noch 4 Nachholspiele gibt. Gütersloh wird gegen Wolfsburg mit einer ähnlichen Taktik zu Werke gehen wie Essen, da kann man sich sicher sein und Bayern-Wolfsburg wird sowie ein Kracher.
    Auch wenn man sich Essen anschaut, wie die bisher gespielt haben, könnten die da oben in die Phalanx eindringen: Gegen Wolfsburg 0:0, gegen Frankfurt 3:1, gegen Bayern 2:0, da haben die den großen Clubs schon überall die Punkte gezogen und gegen Potsdam sind sie auch nicht chancenlos. Wenn die sich gegen die kleinen Klubs stabilisieren (nur 1:1 gegen Jena), dann könnten die auch ganz oben mitspielen.

    Und was ist mit Freiburg? Die spielen in einer Woche gegen Frankfurt, gegen die sie ja schon gezeigt haben, dass sie den Underdogstatus ausnutzen können. Und dann rückt das da oben noch einmal enger zusammen.

    Wie auch immer, bis Platz 9 sind es, sollten Bayern und Gütersloh ihre Nachholspiele gewinnen, nur 6 Punkte Unterschied.
    Im letzten Jahr waren das schon 14 Punkte. Tatsache, die Liga ist sehr viel enger zusammengerückt!

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