FSV Gütersloh landet Überraschungscoup

Von am 3. Oktober 2012 – 16.44 Uhr 16 Kommentare

Der FSV Gütersloh 2009 sammelt weiter überraschende Punkte in der Bundesliga. Nach dem 3:2-Erfolg gegen den FCR 2001 Duisburg kamen die Ostwestfälinnen am fünften Spieltag zu einem 1:1 beim 1. FFC Frankfurt.

Dabei sah zu Beginn wenig nach einem Tor der Gäste aus, denn der FFC übernahm das Kommando und schnürte den FSV in der eigenen Hälfte ein.

Brétigny gelingt der Führungstreffer
„In der ersten Halbzeit standen wir teilweise zu weit weg vom Gegner. Das ist bei einer Mannschaft wie Frankfurt eigentlich tödlich“, so Güterslohs Trainer Markus Graskamp. Doch die Frankfurterinnen kamen nur zu einem Treffer. In der 17. Minute landete eine abgefälschte Vorlage von Dzsenifer Marozsán bei Sandrine Brétigny. Die französische Nationalstürmerin traf aus einem Strafraumgetümmel im Nachsetzen zum 1:0.

Schwache Chancenverwertung
Die Frankfurterinnen blieben die spielbestimmende Mannschaft, zeigten sich im Torabschluss jedoch schwach. „Wenn wir uns etwas vorwerfen können, dann die Chancenverwertung“, sagt FFC-Trainer Philipp Dahm, denn der Tabellenführer vergab auch die besten Möglichkeiten. Die Gütersloherinnen konnten sich bis in die Schlussphase keine echte Torchance erspielen, dennoch sah Graskamp gegen Ende seine Möglichkeit. Er wechselte mit Rebecca Granz und Nina Philipp zwei Offensivkräfte ein, „weil ich dachte, dass mit einem Angriff oder einer Standardsituation noch was gehen könnte.“

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16 Kommentare »

  • Michele sagt:

    Mir reicht es wirklich bald. Was soll das Ganze eigentlich noch? Wenn man nichtmal gegen den Aufsteiger gewinnt, muss ja irgendwas faul sein! Da kann kein Trainer der Welt was dazu, wenn Spielerinnen wie Marozsan, Wich oder Behringer die besten Chancen liegen lassen. Trotzdem hat Dahm heute einen großen Fehler gemacht: Wieso nimmt er nach 60.Minuten die bis dato beste Spielerin mit Sandrine Bretigny raus? Trotzdem will ich dem Trainer nicht die Schuld geben. Die alleinige Veratwortung haben die Mädels auf dem Platz und die schaffen es einfach nicht ihre Chancen in Tore umzuwandeln. In der Abwehr stimmt es auch nicht, dass zeigen ja jetzt schon wieder die vielen Gegentore.
    Ich kann nur eines sagen: Redet nicht so viel von der Meisterschaft, sondern zeigt es auf dem Platz!

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  • speedcell sagt:

    wer vorne die tore nicht macht…
    glückwunsch nach gütersloh. wenn sie so weiter spielen und kämpfen,dann wirds ganz sicher was mit dem klassenerhalt.
    es ist schon erstaunlich, dass frankfurt einfach nicht trifft. sie haben topleute auf dem feld, die bekannt dafür sind tore zu schiessen, aber trotzdem trifft niemand. das ist nicht erst seit dieser saison der fall. irgendwas läuft dort gewaltig falsch.

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  • Sheldon sagt:

    1:1 Wallenhorst (88:25)
    Zusammenprall Singer und Mirlach (88:27)

    Es ist enorm verblüffend, diese Ironie!

    @speedcell: Ich weiß nicht, wer für dich bei Frankfurt fürs Toreschießen bekannt ist. Topquoten hatte von den Spielerinnen dort in den letzten Jahren keine:

    Die beste ist noch Garefrekes mit 13/23/10 in den letzten Jahren in der Bundesliga. Danach kommt Bajramaj mit 16/13/6.

    Klar, von denen können alle Tore schießen, doch die echte Topstürmerin ist weder Crno noch Bretigny noch Wich! Bajramaj fällt jetzt aus, Garefrekes spielt ihre wohl letzte Saison, genauso wie Smisek.

    Da hakt es bei Frankfurt echt. Es ist dagegen ziemlich erstaunlich, wie in allen Mannschaften die Spielerinnen treffen:
    O’Sullivan und Maier (Freiburg), Ogimi (Potsdam) 3 Tore in 3 Spielen
    Wallenhorst (Gütersloh) 3 Tore in 4 Spielen
    Islacker (Duisburg) heute alleine 3 Tore
    Pohlers (Wolfsburg) 3 Tore in 2 Spielen

    Da stimmt es überall.

    Allgemein kann man sich doch freuen über die Ausgeglichenheit der Liga. Dass selbst Sindelfingen gegen Freiburg gewinnen konnte (dazu noch mit einem fantastischen Tor zum 1:2, bitte Torshow beachten), zeigt, dass die Abstnde kleiner geworden sind.
    Leider liegt das aber nicht nur an der zunehmenden Konkurrenzfähigkeit der kleinen Teams, sondern eben auch daran, dass bei Potsdam nun einmal gleichmal 10-11 Spielerinnen ausfallen und Frankfurt sein Potential nicht nutzt!

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  • Grace Kelly sagt:

    Ich glaube zwar nicht an ausgleichende Gerechtigkeit, aber für mich stimmt Frankfurts Punkteausbeute aus den letzten beiden Spielen. 😉

    Bretignys frühe Auswechslung habe ich auch nicht verstanden, die hat schon den Eindruck gemacht, als wär sie noch für ein zwei Treffer gut. Wobei Wich auch gut gespielt hat.

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  • Maskal sagt:

    Glückwunsch nach Gütersloh!!
    Taktisch clever gespielt und für den Mut belohnt worden.

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  • xyz sagt:

    Herzlichen Glückwunsch nach Gütersloh! die Mannschaft hat super gekämpft. Wenn sie weiter so spielen,dann brauchen sich die Mädels keine Sorgen machen,dass sie absteigen!
    Wenn man jetzt diese Überraschungsmannschaft sieht,dann werden sich Magull und Jäger bestimmt Gedanken machen,ob es gut war,einen sicheren Stammplatz in diesem tollen Team gegen die Ersatzbank in Wolfsburg zu tauschen!

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  • jochen-or sagt:

    Um mal nach den Aufregungen zur eigentlichen Sache zu kommen:

    Bei Turbine fand ich Frankfurt recht kompakt in der Abwehr (Bianca war in der Innenverteidigung erstaunlich sicher) und auch Mittelfeld, jedoch nach vorne einigermaßen stumpf.
    Ich meine, dass sie ein Problem dadurch haben, dass sie mit dem Verlust von Bajramai keine schnelle Stürmerin haben (vielleicht Crno ??), denn Garefrekes kommt auch in die Tage und Wich war noch nie schnell.
    Nicht verstanden habe ich, dass in Potsdam wiederum Marozsan häufig in der Spitze auftauchte, die zwar technisch stark und auch robust ist, aber ebenfalls in der Spitze mangels Schnelligkeit gegen starke Mannschaften kaum zur Geltung kommen dürfte.

    Da finde ich Wolfsburg – meinen Meisterfavoriten – mit Müller und Jakabfi und auch Popp im Sturm wesentlich besser aufgestellt.

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  • FFFan3 sagt:

    Der Kommentator dieses Spiels meinte, dass Liras Verletzung die Schlimmste des letzten Sonntags ist. Ist Liras Verletzung jetzt offiziell schlimmer als die von Singer? Lira wird zwar wohl länger ausfallen, aber als nicht-profi-Sportler wäre mir auf jeden Fall ein Kreuzbandriss lieber als ein Schädel-Hirn Trauma. Also, mir ist das Denkvermögen wichtiger als das Laufvermögen.

    Klar, es geht hier nicht um einen direkten Vergleich des Grades der Verletzung. Es ist alles schlimm und ich wünsche allen eine gute Besserung! Ich erwähne dies nur, weil der Kommentator ca. 10 Mal Liras Verletzung als „die Schlimmste“ erwähnt hat, und kein einziges Mal Alex angesprochen hat.

    Aber eigentlich habe ich von Medizin auch keine Ahnung, drum würde ich mich schon über eine Erläuterung freuen.

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  • herr schulze sagt:

    @ nora: Eine Überraschung ist das nicht mehr, wenn der FFC gegen Außenseiter Punkte abgibt. Es ist das dritte Mal im sechsten Spiel gewesen und hat gewissermaßen System.
    Trainer Dahms Missgeschicke fügen sich somit nahtlos an die seines Vorgängers. Er hat nicht nur aus Gründen, die vielen verschlossen sind, Sandrine Bretigny ausgewechselt, sondern auch mit Smisek und Behringer die erfahrensten Spielerinnen gegen die Youngster Wich, Crno und und Huth ausgetauscht, was dazu führte, dass Dzeni Maroczan plötzlich vor der Abwehr spielerisch Unsicherheit auslöste und so die Schlussoffensive des FFC einläutete.
    Wenn nicht ein Fußballgott Regie geführt hat, dann hat der FFC doch ab der 88. Minute alles getan, um den Ausgleich herbeizuführen. Crno spielte nahe der Mittellinie nicht nach vorne, sondern auf „sicher“ zurück, Schmidt realisierte die dringend notwendige Standardsituation, die Ecke. Als dann der hohe Eckball von einer Frankfurterin weggeköpft wurde, dachte ich schon: Den Gefallen haben euch die Gütersloher aber nicht getan. Haben sie dann eben doch unter Mithilfe der versammelten Abwehr inklusive Desiree Schumanns.
    Mit sieben Fehlpunkten nach dem sechsten Spiel und einem kaum noch reparablen Torverhältnis kann Frankfurt in der Saison allenfalls noch das Zünglein an der Waage spielen.
    Die Torhüterin von Gütersloh war großartig.

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  • Sheldon sagt:

    @xyz: Da sieht man mal, wie gute Transferpolitik funktioniert. Rinkes, van Bonn, Wallenhorst, Pollmann, diese 4 sind zur neuen Saison gekommen. Und zwei der 4 haben gestern das Spiel entschieden.

    Wo kamen die Spielerinnen her? Jena, Leipzig, Bremen, Herford, alles Teams, die zwischen Platz 10(1.Liga) und Platz 4(2.Liga) stehen. Da sollte sich vielleicht mal Frankfurt eine Scheibe abschneiden.

    Eine Wallenhorst z.B. weiß, wo sie zu stehen hat und das zeichnet sie aus und ist mit ein Grund dafür, dass sie mit Pohlers, Ogimi, Maier und O’Sullivan die bisher beste Torjägerin ist und dabei mit dem 3:2 gegen Duisburg und dem 1:1 gegen Frankfurt sehr wichtige Treffer erzielt hat!

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  • Sheldon sagt:

    P.S.: Ich will gar nicht wissen, was dieses Team leisten könnte, wenn Magull und Jäger noch dort spielen würden!

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  • speedcell sagt:

    @sheldon ich denke schon,dass man kulig,marozsan,bajramaj,behringer und einige andere als EIGENTLICH torgefährlich bezeichnen kann. auch bianca schmidt hat letzte saison öfters getroffen, da sie einige zeit im mittelfeld gespielt hat. gestern ist sie mir offensiv kaum aufgefallen. vielleicht sollte der trainer mal über ein systemwechsel nachdenken. 3-4-3 haben die meisten frankfurter ja schon gespielt. und dies sehr erfolgreich.

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  • Detlef sagt:

    Glückwunsch an Gütersloh, die wie die Eichhörnchen Punkt um Punkt gegen den Abstieg sammeln!!!
    Spielerisch hat sicher niemand Glanzleistungen von ihnen erwartet, also konzentrierten sie sich auf ihre Stärken!!!

    Zu Frankfurt muß man wohl nix mehr sagen, da brennt der Tannenbaum munter weiter!!!

    @herr schulze,
    Frankfurt hat erst 5 Fehlpunkte!!!
    Oder bekommt der FFC Deutschland pro Sieg mehr als 3 Punkte???

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  • Jennifer sagt:

    Der Frauenfussball entwickelt sich innerhalb Deutschlands und Europas weiter – aber beim 1. FFC Frankfurt scheint seit einiger Zeit eine unaufhaltsame Talfahrt angebrochen zu sein.

    Es ist traurig sehen zu müssen, wie sich großes Potential einfach nicht entfaltet bzw. auf der Bank sitzt. Ich sehe auch hier keine sehr großen Unterschiede des neuen Trainers zum Vorgänger. Well, vielleicht war es wohltuend, dass er nach dem Spiel vor laufender Kamera nicht seine Spielerinnen niedergemacht hat – wie Kahlert das gern machte.

    Meiner Meinung (und bitte … meine Meinung!) nach muss hier endlich was passieren! Da muss die ganze Führungsriege ausgetauscht werden, damit endlich mal der Muff rausgeht und ein frischer Wind kommt. Die Spielerinnen erscheinen mir immer ein wenig wie gelähmt auf dem Platz.

    Über Gütersloh habe ich mich auch gefreut. Sie haben mit wenig Mitteln viel erreicht. Es standen u. a. auch erfahrenere Spielerinnen auf dem Platz, aber man kann auch hier von außen schon sehen, dass sie sich innerhalb kürzester Zeit zu einem Team formiert haben. Ganz stark!

    @Michele: Danke, hast mir aus der Seele gesprochen. Diese Großprotzerei geht mir auf die Nerven. Es ist an der Zeit, endlich mal Leistung abzurufen!

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  • xyz sagt:

    Gütersloh hat die zum Verein passenden Spielerinnen geholt,sodass dann auch das(oft von Spielerinnen genanntet)Gesamtpaket stimmt.
    Die Mannschaft kämpft so leidenschaftlich,dass eine für den anderen auf dem Platz läuft und so die Punkte durch das harmonische Team und nicht durch Einzelspielerinnen gesammelt werden.
    Ich hoffe,dass sich so Gütersloh ganz schnell den Klassenerhalt sichert. Verdient in der 1. Buli zu spielen haben sie es auf jeden Fall!

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  • Sheldon sagt:

    Hier sollte es um Gütersloh gehen, deswegen nur noch ein Wort zu Frankfurt: Das Schlimmste, was ihnen passieren kann, ist, dass sie eines Tages die Leistung des Teams nicht mehr als Erfolg verkaufen können. Und ich hoffe, dass sie vorher die Reißleine ziehen, damit sie nicht auf einen Schlag alle Fans verlieren!

    Gütersloh dagegen rockt zur Zeit echt das Haus! Das Derby am Wochenende wird absolut der Burner! Herford hatte trotz zweimal Abstieg immer fantastische Zuschauerzahlen, 2008/09 sogar 3. hinter Duisburg und dem FFC Frankfurt und vor Potsdam.
    Und jetzt Derby um die Krone im Westfalenland zwischen zwei gleichwertigen Teams, die bisher die Zuschauer begeistert haben. Gütersloh 2. in Liga 1, Herford 2. in Liga 2!
    Da ist es kein Wunder, dass Rinkes auf die Frage, ob sie sich im DFB-Pokal überhaupt noch motivieren könne gegen einen schwächeren Gegner, nur schallend lachen konnte. Gerade im sonst verschlafenen Westfalen ist das nun die sportliche Attraktion im Jahr schlechthin, gerade nachdem Lemgo im Handball den Anschluss an die nationale Spitze verloren hat und Bielefeld nur noch in der dritten Liga spielt.

    Wie schade, dass ich nicht dabei sein kann, es dürfte ein klasse Spiel werden, gerade für Tessa Rinkes, Franziska Bröckl, Jacqueline Dünker und Marie Pollmann, die zu ihrer alten Wirkungsstätte zurückkehren, genauso für Drewitz, Hackmann, Lenz, Brilka und Laue auf der anderen Seite, die schon für Gütersloh aktiv waren. Für jeden, der am Wochenende was erleben will, empfehle ich dieses Spiel 🙂

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