Kreuzbandriss bei Fatmire Bajramaj

Von am 1. Oktober 2012 – 14.53 Uhr 66 Kommentare

Der 1. FFC Frankfurt muss mindestens sechs Monate auf Fatmire Bajramaj verzichten. Die Nationalspielerin zog sich in der Bundesligapartie beim 1. FFC Turbine Potsdam einen Kreuzbandriss zu.

Zunächst hatte Bajramaj in der Nachspielzeit das 2:1 für die Frankfurterinnen erzielt, kurz darauf musste sie nach einem Zweikampf mit Tabea Kemme verletzt vom Feld.

Operation bereits heute
Die Befürchtungen nach der Erstuntersuchung durch Mannschaftsärztin Dr. Nicole Vennemann am Sonntagabend haben sich in der heutigen MRT-Kontrolle bestätigt. Bajramaj hat einen Riss des vorderen Kreuzbands im rechten Knie erlitten. Sie wird noch heute von Mannschafts-Orthopäde Dr. Ingo Tusk operiert und fällt für mindestens sechs Monate aus.

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66 Kommentare »

  • ruby sagt:

    krieger und kulig haben es ihr vorgemacht, also auf eine schnelle und unkomplizierte heilung !

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  • enthusio sagt:

    Und was ist mit Göransson ? Über sie hört und liest man gar nichts. Kann sie übermorgen gegen Lüttich spielen ?

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  • sitac sagt:

    Zuerst: der Thread „Verletzungen überschatten Spitzenspiel, Aufsteiger überraschen (88)“ scheint geschlossen zu sein, zumindest sehe ich keine Möglichkeit, etwas zu schreiben. Sollte er geschlossen sein, wäre ein redaktioneller Hinweis hilfreich.
    Also schreibe ich hier zu Lira und lasse das andere weg.
    Vorneweg: ich bin weder Fan im eigentlichen Sinne von TP noch vom 1.FFC. Aber ich schätze beide Vereine sehr. Der deutsche FF wäre national und international nicht da, wo er jetzt ist(ohne Ironie!!!), ohne diese Spitzenclubs.
    busyr hat im obigen Thread dankenswerterweise einen link zum Hergang Bajramaj-Kemme eingestellt.
    Ich (hoffentlich mit Einverständnis und mit ausdrücklichem Verweis auf busyr als „Urheber“) wiederhole hier den link:
    http://www.abload.de/image.php?img=lira26abjd.gif
    Man sieht ganz klar, dass Kemme von hinten kommend nicht die geringste Chance hat, an den Ball zu kommen.
    Also kommt der glasklare und entscheidende Schubser in den Rücken, der so stark ist, dass die ballannehmende und deshalb zusätzlich instabile B. nach vorne geworfen wird und keine Chance hat, auf den Beinen zu bleiben.
    Leider ist es im MF und FF mittlerweile üblich, den ballannehmenden oder ballführenden Spieler von hinten anzugehen und zu schubsen, oft gleichzeitig mit auf die Füße treten und in die Füße hakeln.
    Für mich glasklares und gefährliches Foulspiel, wie jetzt ja offensichtlich.
    Mal wird gepfiffen, oft nicht. Dazu ist zu sagen, dass die „Körper kontakte“ in ein und demselben Spiel selbst von „guten“ Schiedsrichtern mal so mal so beurteilt werden. Mir wäre es mittlerweile im MF(wo alles noch viel schwammiger ist, weil praktisch der Ballbesitzende oder Ballannehmende sofort körperlich attackiert wird)und FF am liebsten, wenn ,wie im Basketball, jeder körperliche Kontakt sofort geahndet würde.
    Die Schiedsrichter sind allesamt, national und international, überfordert, weil jedes Spiel mittlerweile massenhaft angeblich grenzwertiges körperliches Vorgehen gegen gegenerische Spieler aufweist.
    Ich erinnere mich noch ganz genau an eine Äußerung von Otto Rehagel, als er noch bei Bremen war. Er sprach voller Lob über die fussballerische Intelligenz und Disziplin seines Spielers Marco Bode.
    Dieser spiele im Abwehrverhalten so gut wie nie Foul und umlaufe seine Gegner immer, um von vorne mit Chance auf den Ball abzuwehren.
    In 535 Spielen Profispielen ist Bode nie vom Platz gestellt worden und war nie auch nur für ein Spiel gesperrt. Insgesamt erhielt er in seiner Profizeit 15 gelbe Karten – in 13 Jahren und über 500 Spielen.
    Da es heute aber „üblich“ ist, so wie Kemme vorzugehen, braucht es klare Regeln gegen das Schubsen und als Tackling geschöntes Treten von hinten und vor allem:First-class-Schiedsrichter mit Mumm und Format.

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  • Beobachter sagt:

    Gute Besserung! Lira hat mit als Erste Alexandra Singer geholfen nach dem Zusammenprall der Potsdamer Spielerinnen. Alexandra Singer und Stefanie Mirlach – beiden geht es glücklicherweise besser – ebenfalls gute Besserung!
    Und auf dass die Fans jetzt zur Ruhe kommen und einige auch besonnen werden.

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  • speedcell sagt:

    wer da ein böses foul gesehen haben wil, muss auch darauf achten wie bajramaj den ball annimmt. sie tritt drauf und will in wahrscheinlich nach vorne rollen. in dem moment kommt kemme von hinten und bringt sie aus der balance,weil lira einfach auf dem ball steht und ihr somit keinen halt gibt. da böse absicht zu unterstellen ist nicht nachzuvollziehen. foul ja,weil von hinten, aber so ein foul passiert in jedem spiel.
    gute besserung !

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  • sitac sagt:

    @speedcell: ich habe nicht böse Absicht unterstellt und auch kein böses Foul, ich glaube, niemand tut das(selbst fussball.de hat jetzt das unangebrachte Wort „Frustfoul“ rausgenommen). Aber gerade weil das Schubsen von hinten eben üblich ist, muss es meiner Menung nach in den Fokus der Schiedsrichter. So wie der ausgefahrene Arm, früher auch üblich, jetzt geahndet wird,sollte es auch mit dem Schubsen von hinten sein. Dass bei beidem nur selten, wie jetzt hier, wirklich Schlimmes passiert, sollte das Ahnden nicht hindern.
    Schubsen ist als körperliche Attacke genauso potentiell gefährlich wie der ausgefahrene Arm.

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  • sitac sagt:

    Ich muss mich jetzt doch nochmal melden, um Missverständnise auzuräumen. Ich möchte hier nicht T.K. an den Pranger stellen. Es ist hier jetzt schon oft genug in beiden Threads gesagt worden, dass so eine Szene in jedem Spiel x-mal vorkommt. Deshalb muss man aber doch ansprechen dürfen, was man als generellen Missstand empfindet.
    Selbstverständlich wünsche auch ich Lira, dass sie gut aus der schweren Verletzung wieder rauskommt und wieder problemlos spielen kann. Und auch Tabea wird es schwerfallen, alles zu verarbeiten, weil sie eben das Pech hatte, dass ausgerechnet anlässlich ihrer Aktion diese Verletzung eintrat, wo doch in vielleicht 1000 ähnlichen Situationen nichts passiert. Auch ihr wünsche ich, dass sie gut damit fertig wird.

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  • enthusio sagt:

    Oliver Zimmermann hat bei Framba mitgeteilt, dass Antonia Göransson laut Turbine Potsdam eine Beckenprellung und zum Glück keinen Beckenbruch erlitten habe.

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  • pmm... sagt:

    Ich bin ganz bei sitac.
    Wie schon Obliers feststellte, haben die Schirinnen den Anschluss an das schneller gewordene Spiel verpasst.

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  • Speedy75 sagt:

    Konnte micht heute mit einem Schiedsrichter unterhalten der bis zur 2te Liga Männer pfeifft. Auch der ist der Ansicht, daß man das Spiel bei so einem Vorfall hätte abpfeiffen können, unter anderem auch schon allein aus dem Grund weil bereits die 89te Spielminute angebrochen war. Es liegt also durchaus ein gewisser Ermessensspielraum vor.

    Auch die Aussage von Obliers von neulich sollte sich der DFB zu herzen nehmen.

    Wünsche Lira auf jeden Fall schnellste Genesung und viel Rückhalt während der Genesung.

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  • Michele sagt:

    Ich wünsche Lira viel Glück und Kraft für die Reha! Ich hoffe sie kommt so schnell wie möglich wieder auf die Beine. Es wäre wirklich schlimm, wenn sie die EM in Schweden verpassen würde.
    Die Fans des FFC Frankfurt stehen zu 100% hinter dir!!!!!!!!!

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  • jochen-or sagt:

    Schon seltsam!
    Ruby, enthusio, sitac, beobachter, speedcell, pmm – jetzt noch im Nachgang Speedy75 und Michele!
    Also 8 müde Stimmen zum weiteren Abstieg/Abschied einer, die noch vor gut 2 Jahren wohl die größte deutsche Frauenfußballhoffnung war. Im Kreis der Weltfußballerinnen – also der 3 Besten auf unserem Planet; in Spaniens Marca nach dem CL-Finale 2010 der „Messi“ des Frauenfußballs genannt.
    Und dies nach nicht endenden wollenden Beiträgen zum gestrigen Spiel mit all den die Situation treffenden und weniger treffenden Beispielen, wann immer man weiterspielen kann, soll, muss – mit großem Zuspruch all der Regelkundigen!
    Zu ihr, der einstmals großen Hoffnung, hier so gut wie nichts.
    Und dies, obgleich es eine echte Tragödie ist. Es fehlten nur 2-3 Minuten von dem, was nicht in der Straßenverkehrsordnung steht, nämlich Pietät.
    So stürzt am Ende ernsthaft nur allein sie.
    Sei versichert, liebe Lira, Du bist auch hier in Potsdam nicht vergessen. Werde gesund und such vor allen Dingen auch Deinen eigenen Weg auf und außerhalb des Spielfeldes.

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  • waiiy sagt:

    Ich bin mit ganzen Herzen Tubine-Fan und werde immer Fan von Lira bleiben. Sie ist eine Spielerin, die mir persönlich sehr am Herzen liegt, weil ich weiß, dass sie als eine der ganz Wenigen immer ehrlich ist und das sagt, was sie denkt. Und ich leide wirklich mit ihr, weil sie das nicht verdient hat. Als sie zu Boden ging und liegen blieb, war mir gleich klar, dass es ganz schlimm sein muss, weil ich sie noch nie habe schauspielern sehen. Und sie hat gestern (anders als andere Ex-Turbinen)auch nicht das Publikum provoziert.

    Ja, ich habe auch gesehen, dass Lira mit Tabea gemeinsam mit die Ersten bei den beiden Verunfallten waren. Und es ist auch bezeichnend, dass es genau sie und Ali Krieger waren, die von Frankfurter Seite bei den Beiden waren.

    Dass sie bei einigen „Fans“ als Sündenbock hat herhalten müssen, kann ich nachvollziehen, aber ich kann es nicht billigen. Das Foul konnte man von der gegenüberliegenden Seite nicht erkennen, weil es im Schatten der Tribüne geschah und man auf der Tribüne schwer Feinheiten erkennen kann, wenn die Sonne so tief steht. Da haben wohl Viele gemutmaßt, dass sie simuliert (was so gar nicht zu ihr passt). Dazu kamen die Ereignisse der vorhergehenden 10 Minuten, wo sie schicksalhafterweise auch noch das Siegtor geschossen hat. Von daher plädiere ich für ein bisschen Verständnis anderer Fans, auch wenn natürlich einige Kommentare weit unter die Gürtellinie gingen und nicht ins Stadion gehören. Aber man darf eben Ursache (oder das, war in dem Moment von vielen Zuschauern als Ursache wahrgenommen wurde) und Wirkung nicht vertauschen.

    Lira, ich wünsche Dir, dass Du schnell wieder auf die Beine kommst und nach dieser Pause wieder so gut wird spielen wirst wie bisher. Wenn man Dich lässt, machst Du den Unterschied bei Frankfurt und bei Deutschland! Komm bald zurück, damit nicht nur stromlinienförmige Spielerinnen auf dem Feld stehen.

    waiiy

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  • waiiy sagt:

    @jochen-or: Ich weiß genau, was Du meinst. Ich hoffe immer noch irgendwie, dass Lira ihr Glück finden wird und bin überzeugt, dass das (in Deutschland) nur bei einem Verein gelingen wird… in Potsdam. Das ist auch nicht böse gegen Frankfurt gemeint. Aber ich denke, dass Lira die Behandlung, die sie in Potsdam genießen durfte, braucht, um die weltbeste Spielerin zu sein. Und ich bin überzeugt, dass sie den Marschallstab im Tornister trägt (wie man bei der Armee sagen würde).

    waiiy

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  • Guido sagt:

    Ein nach all den hitzigen Diskussionen und nicht immer hilfreichen Ãußerungen wohltuender Beitrag zu dem Thema findet sich auf der Website des TP-Fanclubs, die sich vom Verhalten einiger Zuschauer ggü. Lira Bajramaj, dem FFC und seinen Fans klar distanzieren. Und als versöhnlich darf man wohl auch werten, dass seitens des FFC auf dem Thema „Frustfoul“ (so stand es ja immerhin im kicker an vielen anderen Medien) nicht weiter herumgeritten worden ist und dass man auf Verbalattacken auf Tabea Kemme verzichtet hat. Damit sollte der Fokus jetzt wieder auf das Wichtigste gehen: Dass die vier Verletzten schnell und ohne weitere Komplikationen gesund werden! – Und den beiden Vereinen und ihren einsatzfähigen Spielerinnen kann man nur wünschen, dass sie sich jetzt wieder auf ihre nächsten Aufgaben am Mittwoch konzentrieren und die negativen Erfahrungen vom Sonntag verarbeiten können. Lira Bajramaj bleibt insbesondere zu wünschen, dass ihre Karriere nun keinen weiteren Knick bekommt und dass sie bei der EM im nächsten Jahr wieder in alter Form dabei ist.

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  • DAWIDenko sagt:

    Es war gestern keine positive Bewerbung für den Frauenfußball ,was ich persönlich mehr als schade finde.
    Ich habe mich,nach der langen Pause auf ein brisantes Spiel gefreut.
    Brisant war es, aber leider nur im negativen Sinne:
    Heute habe ich mir als Berliner den Sportteil der Berliner Morgenpost vorgenommen und da fand das Spiel Erwähung mit einem Extraartikel:Drei Verletzte und viel Randale. Das braucht der deutsche FF nicht.

    In besagten Blatt fand dieses großartiege Spiel vor enigen Monaten, das 3:1 in der Rückrunde NUR eine Randnotiz. Es war spannend mitreißend, dramtisch mit mitreißenden Spielszenen.

    Ich finde es persönlich mehr als traurig, wenn die mediale Öffentlichkeit nur dann Interesse am FF findet, wenn das Spiel entgleist und zu einer Farce wird. TP gegen Frankfurt hat in den letzten Jahren mehrere hochklassige Begegnungen geboten, doch in der Öffentlichkeit bleiben nur 2 Spiele hängen:
    Der Einwurf von Tubby aus der Saison 2010/2011 und das gestrige Spiel.
    Wenn es Randale gibt, dnn ist der FF interessant, also nur wenn er im negativen Sinne von sich reden macht.
    Ich finde das einfach nur beschämend!!!!
    Es ist so wie in den 70er Jahren, als FF nur als Amüsement Interesse fand. (Schaulaufen)
    Das finde ich mehr als schade!!!!- wie gesagt.

    Es war ein verbissen geführtes Spiel von beiden Seiten und ein leistungsgerechtes Unentschieden:
    Frankfurt mit mehr Ballbesitz, Potsdam mit den besseren Möglichkeiten, allerdings mit dem schlechteren Aufbauspiel. Nur aus Standardsituationen erfolgten zwingende Möglichkeiten, wie auch beim Ausgleich. Wie gesagt ein Unentschieden hätte diesem verbissenen geführten, an Höhepunkten armen Spiel, gut zu Gesicht gestanden.
    Ich weiß hätte , bringt hier nicht weiter. Manchmal entscheiden minimale Nuancen im Fußball über Sieg oder Niederlage.
    Das ist so, genauso wie alt der Fußball ist.
    Das Spiel entgleiste nach dem tragischen Unfall völlig. Da ist mehr als schade.
    Ich hoffe mir, trotz aller aufgestauter Rivalität, dass das sportliche mehr in den Vordergrund tritt – zum Wohle des fantstischen und sympatischen Frauenfußball hier zu Lande. Alles andere wäre mehr als Schade.
    Ich wünsche auch von dieser Stelle den Spielerinnen gute Genesung.

    Die Spielerin des Spiels war in meinen Augen Yuki- nicht nur wegen ihres Tores. Toller Einsatz und viele super Dribblings. Echt eine tolle Entwicklung, die die Stürmerin aus Nippon genommen hat.

    Auch Lira Bajramaj wünsche ich alles Gute. Ich möchte ihr im Nachhinein keinen Vorwurf machen. Sie war auch scheinbar selber völlig entsetzt über den bedauerlichen Unfall.
    Auch ihr „Nicht-jublen“ war keine Schauspielerei, das konnte sie in deiesem Moment gar nicht. Ich möchte auch den Spielerinnen von Frankfurt keinen Vorwurf machen, auch wenn ich als Zuschauer zum Teil mich auch zu manch überzogenen Aktionismus hinreißen hab lassen.
    Tubbys Einsteigen war sicherlich resolut, aber mit keinelei Absicht. Es war mehr als Unglücklich. Leider die zugespitzte Krönung eines unglücklichen Ausgangs eines verkrampften Spiels.

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  • Jennifer sagt:

    Gute Besserung, Lira!

    @jochen-or: ganz ehrlich, du benutzt das Wort „Pietät“ und im gleichen Absatz schreibst du von Lira’s „Abstieg/Abschied“ und das „am Ende nur allein sie stürzt“, obwohl sie nach einem Foul einer Potsdamer-Spielerin einen Kreuzbandriss erlitt.

    Über die letzten Tage habe ich (als neutraler Fan des Frauenfussballs) viele schreckliche Kommentare aus der TP-Ecke gelesen (glücklicherweise, aber auch einige Gute). Über vieles muss ich einfach hinweg sehen, da ich weiss, das es einfach keinen Sinn gibt, hier weiter zu diskutieren. Ich kann mich da Kati (in einem anderen Thread) nur anschliessen: Werdet endlich erwachsen!

    Auf der anderen Seite frage ich mich, wo ist denn diese so geforderte Fairness von manchem Potsdam-Fan? Jochen, schau dir mal die FB-Seite vom 1. FFC Frankfurt an, was da an Kommentaren aus Potsdam kommt. Das ist sehr bedauerlich.

    Übrigens falls du nach Glückwunsch-Kommentaren Ausschau hältst, dann solltest du mal auf Lira’s FB-Seite bzw. auf der Frankfurter FB-Seite bzw. Tumblr schauen.

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  • Andreas sagt:

    Da der andere Thread geschlossen ist, schreibe ich hier nochmal, sozusagen der 2. Versuch. Der erste Kommentar ist ja nicht veröffentlicht worden.
    Zunächstmal, ja auch ich bin der Meinung, man hätte sich auf einen Nichtangriffspakt einigen können. Die Verantwortung dafür, dass das nicht geschah jetzt aber einseitig dem bösen FFC Frankfurt (nein, ich bin kein Fan des FFC) in die Schuhe zu schieben und Skandal zu schreien, wie es auch hier viele gemacht haben finde ich höchst einseitig und scheinheilig. Das wird schon an den Äußerungen von Turbine Trainer Bernd Schröder deutlich, der sagt: Mit jedem anderen Verein hätten wir nach einer Lösung gesucht. Offensichtlich ist er der Meinung, dass es unter seiner Würde gewesen wäre, dies auch mit dem ewigen Rivalen zu tun. Als ob da nur Ungeheuer spielen würden. Und dann schiebt er noch nach, dass die Turbine Verantwortlichen das Gespräch gar nicht gesucht haben. Tut mir leid, da finde ich es absolut scheinheilig, jetzt den FFC als Alleinschuldigen dieser unrühmlichen Sache auszurufen.
    Und zum Kreuzbandriss von Lira ist meine Meinung tatsächlich, dass Kemme eine Verletzung mindestens billigend in Kauf genommen hat. Ich will ihr keine Absicht unterstellen, aber das ganze nur als dummen Zufall hinzustellen, dazu ist der Zusammenhang zu dem, was kurz davor passiert ist, doch zu eindeutig. Sie geht Lira von hinten in die Beine und schubst sie dann auch noch. Da von einem normalen Zweikampf zu sprechen, kann ich persönlich nicht nachvollziehen.
    Auf jeden Fall wünsche ich Lira Bajramaj, dass sie schnell wieder gesund wird und ihr Rückschläge und Komplikationen wie bei Kim Kulig erspart bleiben. Es ist einfach nur extremst schade. Ich hatte gerade das Gefühl, dass sie so langsam zu alter Stärke zurückfindet.

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  • jochen-or sagt:

    @jennifer
    ???? Ganz ehrlich: Der Abstieg (aus der Weltklasse) ist doch eine objektive Tatsache und mit der Verletzung droht dies der Dauerzustand zu werden – was man dann auch Abschied nennen kann.
    Was ist daran pietätlos?
    Und dass sie dann als einzige mit einer ernsthaften Verletzung übrig bleibt ( „nur allein stürzt“), obgleich sich alle Sorgen – bis zum möglichen Tod – um Alex Singer machten, kann man nicht nur tragisch nennen, sondern sogar als Ironie bezeichnen – und zwar ohne dass man Pietät missen lässt.
    Und dass ein Verzicht auf dem Beharren von Fußballregeln für 2-3 Minuten aus Gründen der Rücksichtnahme auf die Ungewissheit um Alex ihr die Verletzung erspart hätte, macht dies umso tragischer.

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  • P. Kraft sagt:

    Seit nunmehr zehn Jahren besuche ich sämtliche Heimspiele des Potsdamer Frauenclubs. Im Sommer war ich das erste mal bei einem Turbinespiel gegen einen Männerverein, dass hatte ich mir schon immer gewünscht. Erstaunt war ich von einigen (wohl lustig gemeinten) Brüllern mehrheitlich männlicher Fans gegen einige Turbinefrauen. Das war mal ein anderes Rufen als sonst üblich, von den wenigen Suffköpfen im Karli. Dennoch, im Heimstadion erlebe ich die „Schreihälse“ immer öfter und empfinde deren Plattheit als zunehmend belastend. Die Ausrufe sind sehr beleidigend und absolut unangebracht, gegen Sportlerinnen und Schiedsricheterinnen, passen einfach nicht zu meinem Bild vom Frauenfußball.
    Am vergangenen Sonntag brüllte und pfiff ich das erste mal mit. Ich war derart aufgewühlt. Ja, in der Abschlussphase, da ich davon ausging, dieses Spiel müsste doch eigentlich auf Grund der Eieignisse von allen Beteiligten beendet werden wollen. Ich verstand die Schiedsrichterin nicht, beide Teams spielten zwar zögerlich, aber dennoch weiter … Kein Trainer schritt ein. Fragen über Fragen. Und dann passierte ausgerechnet noch ein Tor. Das Unfassbare war geschehen … auch mit mir gingen die Emotionen durch … und als noch die Schützin stürzte, empfand ich für einen kurzen Moment Schadenfreude.
    Wie waiiy (?) schon meinte, von der gegenüberliegenden Seite war die Heftigkeit und die Ursache schwer zu erkennen. Einzig das Bild blieb übrig, dass die Verursacherin des Siegtores am Boden liegt, … ausgerechnet Lira.
    Nach wenigen Minuten und heftigem Austausch in unserer Runde, revidierten wir sofort unseren irrtürmlichen Eindruck. Ruhe und Fassungslosigkeit kehrte bei uns ein. Doch nur scheinbar, denn einige „männliche“ Fans (nicht alle) um uns herum waren echt ekelhaft mit ihren Bemerkungen. Auch Nadin Angerer gegenüber.
    Inzwischen schäme ich mich für mein Verhalten, für meine anfängliche Häme. Das Ausufern der Situation bei vielen Zuschauern ist tatsächlich peinlich – wie Vieles an diesem sonnigen Sonntag.
    Natürlich wünsche ich Lira, aber auch Antonia, Stefanie und Alex Singer alles erdenklich Gute.
    Ich hoffe, dass ALLE aus diesen schrecklichen Ereignissen für die Zukunft etwas gelernt haben – ich habe es und entschuldige mich ernsthaft für meinen Ausbruch.

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  • Guido sagt:

    @P. Kraft: Großartiger Beitrag, leider kann ich nur einen einzigen Daumen vergeben, auch wenn ich viel mehr vergeben möchte.

    Wenn auch nur ein Teil der Beteiligten (seien es Fans, Offizielle, Spielerinnen) so reflektiert und selbstkritisch mit ihrem eigenen Verhalten umgehen und ihre Lehren daraus ziehen würden, dann hätte der Tag gestern doch noch wenigstens etwas Gutes bewirkt. Ganz großer Respekt!

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  • Winter sagt:

    Richtig stellen muss man hier noch mal, das Bajramaj sich einfach sehr unglücklich den Fuss beim aufsetzen verdreht. Kemme versucht von hinten an den Ball zu kommen. Ihr kann man hier definitiv nicht´s bösartiges unterstellen. Das ist auch eindeutig auf den Bildern von DFB.tv zu sehen. Lira Bajramaj alles Gute!

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  • Sheldon sagt:

    Dieses Spiel muss man einfach als trauriges Ereignis im Frauenfußball abhaken! Was da abgelaufen ist, hätte nicht sein müssen. Das Einhalten der Regeln war in diesem Spiel der falsche Weg, das muss man einfach leider so sagen.

    Es tut mir sehr leid für Lira, der möglicherweise dieses Spiel die Karriere gekostet hat! Ich denke, in Potsdam wissen alle, was für eine überragende Fußballerin sie ist! Einen solchen Abgang hat sie einfach nicht verdient, auch wenn ich aus der Emotion heraus zugegebenermaßen ihr auch die Pest an den Hals gewünscht habe! Doch sind diese 3 Punkte nun wirklich absolut egal! Deutschland hat mit Lira dagegen ihre wohl talentierteste Spielerin für lange Zeit und wohl auch für die EM verloren! Ob sie je so zurückkommen kann wie vorher, ist fraglich!

    Ich hoffe, sie wird ihren Fehler irgendwann einsehen, vielleicht innerhalb ihrer Verletzungszeit, und zu Potsdam zurückkommen, auch wenn sie es dort schwer haben wird, in die Phalanx Ogimi – Anonma – Evans einzudringen und ich keiner dieser Spielerinnen die Bank wünsche. Ihre Bilanz in Frankfurt ist mehr als trostlos: Kein einziger Titel, in 20 Bundesligaspielen nur 12mal von Beginn an eingesetzt, unter Dahm zur Backup-Spielerin für Behringer degradiert. Und nun der Kreuzbandriss. Selbst die Frankfurt-Fans wollen sie nicht haben!
    Ich weiß nicht, ob sie sich nicht manchmal fragt, ob es das wirklich wert ist!

    Zum Spiel will ich nix sagen. Sportlich wäre das 1:1 sicher verdient gewesen, denn keine Mannschaft hatte den Sieg verdient. Was nach der Situation in der 89. passiert ist, hat sportlich für mich keinen Stellenwert mehr. Ob jetzt Unentschieden oder Sieg für Frankfurt, das ist mir wirklich überaus egal! Selbst wenn das am Ende die Meisterschaft für wen auch immer entscheiden sollte, meine Güte, scheiß drauf! Dann ist das nunmal so.

    Sportlich hat am Wochenende ein Spiel, wenn nicht sogar eine ganze Saison ihren Stellenwert verloren. Es ist so, wie es ist, am Ende der Saison wird eine Mannschaft Meister, vielleicht Potsdam, vielleicht Frankfurt, nach diesem Spiel ist das nur noch Nebensache! Keine Mannschaft wird sich mit dieser Meisterschaft schmücken wollen, denn sie weiß, welcher Preis dafür gezahlt werden musste, und dieser Preis ist selbst für den größsten, sportlichen Erfolg viel zu hoch!

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  • laasee sagt:

    There are two separate issues :-

    1. The goal after the injury with the two Potsdam players.
    2. The injury with Lira.

    The injury with Lira could have happened at any time during the game (or any game).
    It is unfortunate and sad (but part of football).

    The situation with the winning goal was preventable.
    The referee could have ended the game immediately – technically not correct to do so, but I am certain that the referee would have been applauded for ‚blowing‘ at that moment.

    Also, Schroder and SiDi had several minutes to agree that both teams would let the clock run down and end with a 1:1 scoreline.
    I think that blaming players or fans is not correct.
    The officials (referee, Schroder and SiDi) are the people who could have acted differently.
    (that would have also saved Lira from injury)

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  • Guido sagt:

    @Sheldon:

    Ich bin da nicht ganz so pessimistisch, und ich glaube, dass Lira Bajramaj mit ihren 24 Jahren noch immer eine große sportliche Zukunft haben kann. Auf jeden Fall wünsche ich es ihr.

    Sicher, das letzte Jahr war sportlich ein großer Rückschlag für sie, mit dem Tiefpunkt im Pokalfinale. Das Tief begann nicht in Frankfurt, sondern schon vorher bei der für sie sehr unglücklich verlaufenen WM, bei der sie eigentlich zum Star des Turniers werden sollte und nach wenig überzeugenden Auftritten auf der Ersatzbank tatenlos das Aus gegen Japan mitverfolgen musste.

    Aber es schien so, als wenn sie sich diese Saison aus dem Tief herausarbeiten würde. Sie hatte sich auch in der N11 wieder etabliert und schien dort auf dem Weg zu einem Stammplatz zu sein. Nun wirft sie diese Verletzung erst einmal wieder weit zurück.

    Andererseits: Kim Kulig und Alex Krieger (beide gehörten für mich zu den besten Frankfurterinnen am Sonntag) haben ja vorgemacht, dass ein starkes Comeback nach so einer Verletzung möglich ist. Wenn alles komplikationslos läuft, kann sie schon 2013 Europameisterin werden.

    Und man kann über den FFC nun sagen, was man will; zumindest bei Kim Kulig scheint man sehr professionell und mit langem Atem damit umgegangen zu sein, sie wieder an das alte Niveau heranzubringen. Dann wünschen wir Lira Bajramaj jetzt einfach mal, dass sie die Zeit und die Betreuung bekommt, die sie braucht.

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  • Kay sagt:

    @ P. Kraft

    Beim lesen Ihres Kommentares habe ich den Eindruck das sich ein Frankfurt-Fan als Potsdam-Fan ausgiebt. Verstehe Sie das bitte nicht falsch, es soll auch keine persönliche Anfeindung sein, aber für mich ist es ein seichter weichspül Kommentar, wo ich den Eindruck gewinne Sie versuchen sich hier als den großen Turbine Fan darzustellen nur um dann letztendlich zu sagen, die anderen Turbine Fans neben mir hatten ein unausstehliches Verhalten ansich. So wie ich die ganze Sache hier sehe, gibt es in erster Linie „Daumen hoch“ für Pro Frankfurt und „Daumen runter“ für Pro Potsdam Kommentare. Wenn ihr gepfiffen habt, steht dazu. Die ganze Sache wurde und wird immer noch viel zu sehr aufgebauscht, Fußball ist nunmal ein sehr emotionaler Sport bei dem Pfeifkonzerte und auch ab und an mal verbale Entgleisungen dazu gehören. Im Männerfussball z.B. wird jeder Spieler der Auswärtsmannschafft der nach einem Foul auf dem Boden liegt, mit einem gellenden Pfeifkonzert begleitet, aber wenn das die Turbine Fans machen ist die Entrüstung allenthalben groß. Es soll mir hier kein Frankfurt Fan mit der moralischen Keule aller: „Wir Fans hier in Frankfurt hättet uns in unserem Stadion nicht so verhalten“ kommen, wer mir sowas weiß machen will, glaubt wohl das einige von uns Turbine Fans mit dem Klammerbeutel gepudert sind. Ich war ebenfalls persönlich im Stadion dabei und ich sitze bei den Hardcore Fans direkt dort wo Frau Bajramaj sich das Bein verdreht hat und was einige hier und im andern Beitrag schreiben, mit dem niedermachen genau jener Frau Bajramaj, nur weil es für ein, zwei Sekunden ein paar lautere Pfiffe gab ist weit an der Realität vorbei. Geschmacklos und zum Hinterfragen war aus meiner Sicht nur eines, nämlich die Frankfurterinnen welche die physiche und psychische Verfassung der Turbine Spielerinnen so ausgenutzt haben wie sie es taten. Und wenn man ein SIDI während der Verletzungsunterbrechung von Mirlach und Singer auf der Bank sitzen sieht mit einem leichtem Schmunzeln auf den Lippen, nur um dann bei Bajramaj wutentbrannt mit dem nächst besten Gegenstand auf den Boden zu hämmern, dann kann man diesem Mann nur eines vorwerfen, nämlich Heuchelei und fehlende Ethik/Moral Punkt und Aus.

    Das ist meine Meinung zu der ich stehe, ganz egal was mir ein Frankfurt Fan hier versucht weiß zu machen, bzw. zu unterstellen. Oder mit der schönen Daumen hoch bzw. Daumen runter Funktion(welche sich extrem simple manipulieren lässt) bei Pro Frankfurt Kommentaren zu suggerieren versucht.

    […]


    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • enthusio sagt:

    Aus, aus, das Spiel ist aus, Frankfurt hat gewonnen. Mit diesen abgewandelten Worten von Herbert Zimmermann (Radioreportage Dtl.-Ungarn WM-Endspiel 1954) möchte ich gerne zumindest für mich die leidige Diskussion über das Spiel von Sonntag abschließen. Tragischerweise haben sich in diesem Spiel drei Spielerinnen schwer verletzt, tragischerweise blieb es nicht bei dem bis zur 89. Minute gerechten 1:1, tragischerweise ist der bis dahin relativ faire und friedliche Frauenfußball durch das „Öl-ins-Feuer-Gießen“ einiger Beteiligter (Schröder, Dietrich), Fans und auch Kommentatoren in Presse und Foren zum billigen Abklatsch des oft von Hass und Diffamierung geprägten Männerfussballs geraten. Leider vermisse ich in vielen Beiträgen in diesem Forum eine sachliche Diskussion, der Beitrag von Kay mit seinen bösen Unterstellungen ist dafür leider nicht das einzige Beispiel. Eigentlich sind die Meinungen darüber, ob das Spiel hätte wiederangepfiffen werden sollen und das Siegtor hätte erzielt werden dürfen, erschöpfend ausgetauscht worden. Eine „objektive Wahrheit“ gibt es definitiv nicht, weil man sich dann nämlich fragen müßte, ob man gemäß den Fußballregeln oder doch nur auf der Grundlage eigener Moralvorstellungen argumentiert. Eine persönliche Betroffenheit bedeutet noch lange nicht, objektiv recht zu haben, was die korrekte Beurteilung des Geschehens angeht. Ich persönlich wehre mich dagegen, die in den Diskussionen umstrittenen Personen (Schiedsrichterin Riem Hussein, Lira Bajramaj und Tabea Kemme) für ihr jeweiliges Verhalten in diesem Spiel zu verteufeln, weil bei allen dreien Personen meiner Meinung nach kein gravierendes Fehlverhalten vorliegt. Umso schlimmer finde ich, dass Leute wie Schröder und Dietrich offenbar nicht in der Lage zu sein scheinen, die aufkommende Hasswelle im Keim zu ersticken, sondern durch ihre Äußerungen und ihr Verhalten noch Öl ins Feuer gießen. Ich möchte an dieser Stelle (als neutraler Beobachter) mal ganz klar sagen: weder Frankfurt noch Potsdam sind der Nabel der Welt des Frauenfußballs, auch wenn sich deren Verantwortliche oder auch Fans oft so verhalten. Die Welt geht nicht davon unter, dass Potsdam ein Spiel unglücklich verloren hat. Im Moment habe ich aber den Eindruck, als ob nur das entscheidend wäre. Ich kann nur hoffen, dass der friedliche Geist im Frauenfußball, der sich vom Männerfußball so grundlegend und wohltuend unterscheidet, uns weiterhin erhalten bleibt. Dafür müssen aber Verantwortliche und Fans einen anderen Umgang miteinander praktizieren, als ich ihn seit Sonntag leider erleben mußte. Und den verletzten Spielerinnen (auch Antonia Göransson) wünsche ich baldige Genesung, ausreichende Geduld und psychische Stabilität. Wir denken an Euch ! Ihr werdet es packen !

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  • wrack sagt:

    Zunächst auch hier, wie schon auf anderen Foren: Ich wünsche dir, Lira, gute Genesung und die Geduld, die es braucht, um wieder am Ball zu sein. Es gibt viele Beispiele, wie frau aus solchen Krisen gestärkt hervorgeht. Und weil du bewiesen hast, was für eine Kämpferin du bist, bin ich sicher, dass wir dich bald wieder in der Natio sehen, besser als je zuvor !

    Ansonsten schließe ich mich ganz dem ausgezeichneten Beitrag von enthusio an.

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  • Grace Kelly sagt:

    Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen. Ich finde das Verhalten beider Vereine peinlich.
    Ich unterstelle der Frankfurter Mannschaft kein eiskaltes Kalkül, sondern einfach unreflektiertes Abrufen von Automatismen/falsches Einschätzen der Situation/fehlende Führungsspielerin, die die Verantwortung übernimmt, aber auf Tor zu spielen, wenn man in Überzahl ist und die Innenverteidigung des Gegners ausgeknockt ist, ist höchst unsportlich. Das sollte man sich selbst und auch der Öffentlichkeit eingestehen. Zum Verhalten eines Teil der Potsdamer Fans muss man wirklich nichts sagen.
    Das sich im Nachhinein beide Vereinsführungen zurücklehnen und selbstgercht feststellen, dass man selbst in der Situation keine gravierenden Fehler gemacht hat und ein solches Spiel dem Frauenfussball schadet und „Hass“ schürt, anstatt die Ereignisse Hand in Hand aufzuarbeitet ist äußerst unglücklich.
    Die meisten Spielerinnen beider Mannschaften verhalten sich trotz der Rivalität seit Jahren fair. Als Fußnote finde ich auch nicht zum ersten Mal Anna Sarholz‘ öffentliche Äußerungen unreif und wünsche mir, dass ihr mal jemand sagt, dass síe keine 17 mehr ist und es an der Zeit ist, sich selbst einen Charakter zuzulegen.
    In den Kommentaren hier haben sich Fans beider Seiten vernünfig geäußert, es ist zu wünschen, dass sich diese Fans in der Zukunft bei beiden Vereinen durchsetzen.

    Ich wünsche den drei Verletzten eine schnelle und unkomplizierte Genesung und eine großartige Karriere.
    In der Meisterschaft drücke ich seit Sonntag Wolfsburg die Daumen und im Pokal den Underdogs.

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  • Guido sagt:

    @Kay: Ich sehe hier keine „Pro Frankfurt“ bzw. „Pro Potsdam“-Diskussion, sondern eine, die sehr grundsätzliche Fragen berührt:

    – Darf eine Mannschaft die Situation ausnutzen, wenn ein Gegner durch haarsträubendes Pech geschwächt ist oder nicht?
    – Darf man Regeln – die ja eigentlich für alle gelten und damit Gerechtigkeit herstellen sollten – brechen, wenn es aus Fragen des Anstands geboten erscheint? Wenn ja, wo sind die Grenzen?
    – Wo sind die Grenzen zwischen sportlicher Rivalität und unsportlichem Hass – auf dem Rasen und auf den Rängen?
    – Gibt es Extremsituationen, in der sich Offzielle außerhalb des Rasens auf ein für beide Seite akzeptables Ergebnis einigen dürfen, das von den Spielerinnen dann auch hersgestellt wird? Auch wenn dadurch ein ganzer Wettbewerb verzerrt wird?

    Ich glaube kaum, dass es hierauf einfache Antworten gibt. Das hat der letzte Sonntag gezeigt. Von daher sollte jeder mit Respekt damit umgehen, wenn ein anderer zu einer anderen Bewertung kommt. Und ganz großen Respekt habe ich vor jemandem wie P. Kraft, der in der Lage ist, fernab von jedem Lagerdenken seine eigenes spontanes Verhalten (so verständlich es in der Hitze des Augenblicks es gewesen sein mag) kritisch zu hinterfragen.

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  • Andreas sagt:

    Von mir auch noch mal großes Kompliment an P.Kraft über soviel Selbstreflektion und Fähigkeit zur Selbstkritik, die ja im Allgemeinen nicht so ausgeprägt ist und absolutes Unverständnis hingegen zu dem Kommentar von Kay. Wie kan man nur so einen Unsinn zusammenschreiben.

    @Sheldon: Wieso jetzt die Verletzung das Ende der Karriere von Bajramaj bedeuten soll, verstehe ich allerdings auch nicht. So schlimm so eine Verletzung auch ist, ist man irgendwann wieder gesund und sie kann dann wieder angreifen. Ob es noch zur EM reicht, was ich ihr, aber auch der N11 wünsche, hängt wahrscheinlich vor allem davon ab, ob der Heilungsprozess komplikationslos verläuft oder nicht. Dass sie nochmal nach Potsdam zurückgeht, kann ich mir nun aber nicht vorstellen und zwar nicht wegen der Verletzung sondern wegen des Verhaltens der Potsdamer Fans danach. Ehrlich gesagt bin ich auch nicht der Meinung, dass sie einen Fehler einzusehen hätte. Was sollte man denn dann zu Tabea Kemme sagen, wenn man so was hier verlangt. Wenn überhaupt jemand hier eine Verantwortung trägt, dann die beiden Herren Schröder und Dietrich, die es während der doch langen Verletzungspause nicht für nötig betrachtet haben, mal miteinander zu sprechen, wie es in der restlichen Spielzeit weitergehen soll.

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  • Sheldon sagt:

    @Andreas: Der Fehler bezog sich nicht auf das Tor (übrigens war die Aktion von Kemme lediglich ein normales Allerweltsfoul, wer daran immer noch zweifelt, schaue sich die Situation bei DFB-TV an), sondern auf ihren Wechsel nach Frankfurt! Wer wird sie denn da? Ich denke auch nicht, dass sie dieses Spiel so hoch hängen wird. Die Pfiffe waren schon vorher und hier haben ja wohl alle klar verständlich gemacht, dass das Verhalten mancher Fans nicht dem allgemeinen Interesse der Turbine-Fans entspricht und mehreren Faktoren geschuldet war, die dort auch mit zusammenkamen. Übrigens gingen die Pfiffe gegen Frankfurt schon vorher los und waren die gesamten 5 Minuten zu hören, die nach der Verletzung von Singer und Mirlach nachgespielt wurden. Sie galten also nicht im Speziellen der Verletzten.

    Was ist das denn für eine Karriere beim FFC? Zunächst einmal wünsche ich ihr alles Gute und hoffe wirklich für sie, dass die medizinische Abteilung des FFC einmal nicht fuscht. Wenn man bedenkt, was Kulig und Angerer passiert ist, habe ich da aber leider so meine Zweifel. Ich glaube nicht, dass sie fit genug wird, um eine EM mitzuspielen. Das bedeutet, sie wird wenn überhaupt zur neuen Saison wieder fit. Doch fit bedeutet nicht, dass sie wieder Bajramaj wird. Schon gar nicht beim FFC.

    Ich hoffe für sie, dass sie noch einmal das Angebot von Wolfsburg bekommt. Dort würde sie fantastisch hinpassen, auf der Position links offensiv fehlt Wolfsburg noch eine Spielerin. Der Platz ist wie für sie geschaffen. Sie wäre die ideale Partnerin für Jakabfi, mit Odebrecht und Keßler hat sie bereits in Potsdam geglänzt. Dort würde man sie einzusetzen wissen und sie wäre nicht durchs System beschränkt, sondern dürfte ihre Qualitäten zeigen.

    Sie hätte damals schon zugreifen sollen! Dort wäre sie wirklich am besten aufgehoben. Noch kann sie die beste Fußballerin aller Zeiten werden, auch Zidane wurde erst mit 24, 25 so richtig bekannt, als er 1998 bei der WM spielte!

    Aber dafür braucht sie den richtigen Verein!

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  • Wolle sagt:

    Ich habe am Dienstag im Flieger die FAZ gelesen. Dort war ein guter Bericht zum Spiel mit einem noch besseren Kommentar. Ich kann nur jedem FF-Fan, vor allem aber allen Turbine und FFC-Fans diesen Artikel mit Komentar empfehlen.
    Dort wird u.a. kommentiert, dass das Spiel lt. Ergebnis zwar einen Sieger hatte, ansonsten aber gab es nur Verlierer. Zunächst natürlich einmal die schwer verletzten Spielerinnen denen ich natürlich auch gute Besserung wünsche. Dann die Spielführerinnen, vor allem aber die Protagonisten Ihrer Vereine, Herr Schröder und Herr Dietrich, die es beide nicht schaffen über Ihren Schatten zu springen. Ein Gespräch unter 4 Augen hätte sicherlich gereicht um Schaden vom Frauenfußball abzuwenden. Es wurde in diesem Bericht auch Beispiele genannt wo dies schon geschah. Aber wie Groß muss der Hass aufeinander sein wenn man nicht mal mehr miteinander reden kann. Das Ergebnis für den gesamten Frauenfussball ist fatal, jede Menge negative Schlagzeilen. Das andauernde Ossi-Wessi-Gelaber von Herrn Schröder ist 20 Jahre nach Mauerfall nicht mehr Zeitgemäß, die Spieler-Raubtouren durch die anderen Vereine des Herrn Dietrich tun der Liga auch nicht gut. Wenn beide nicht bald mal umdenken, sollten Sie sich vielleicht ganz zurückziehen um nicht noch größeren Schaden anzurichten. So tun Sie dem Frauenfussball jedenfalls keinen Gefallen, auch wenn Sie immer wieder betonen Sie wollten nur der Sache dienen.

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  • Kay sagt:

    @ Andreas

    So, du meinst also was ich schreibe ist Unsinn, du hälst solche Aussagen wie, ich zitiere mich jetzt mal selbst:

    „Fußball ist nunmal ein sehr emotionaler Sport bei dem Pfeifkonzerte und auch ab und an mal verbale Entgleisungen dazu gehören.“,

    oder:

    „Geschmacklos und zum Hinterfragen war aus meiner Sicht nur eines, nämlich die Frankfurterinnen welche die physiche und psychische Verfassung der Turbine Spielerinnen so ausgenutzt haben wie sie es taten“

    für Humbug. Zudem schiebst du den Turbine Fans schon wieder den schwarzen Peter zu, weil sie deiner Ansicht nach, nach dem was im Stadion passiert ist, ich sage nur Ursache und Wirkung, die ein oder andere Person mit pfiffen bzw. einer unüberlegten Äußerung im überschwang der emotionen belegt haben. Hier greife ich gerne nochmals eine Aussage aus meinem Kommentar auf:

    „Es soll mir hier kein Frankfurt Fan mit der moralischen Keule aller: “Wir Fans hier in Frankfurt hätten uns in unserem Stadion nicht so verhalten” kommen, wer mir sowas weiß machen will, glaubt wohl das einige von uns Turbine Fans mit dem Klammerbeutel gepudert sind.“

    Auch wenn du in deinem ersten Kommentar darauf hingewiesen hast, das du kein Frankfurt Fan bist, bist du aber sicher ein Fan einer anderen Mannschafft, also setzt in meine Aussage anstelle von Frankfurt deinen bevorzugten Verein ein und die Aussage ist für deine Person stimmig.

    Deine Aussage zu Frau Bajramaj:

    „Ehrlich gesagt bin ich auch nicht der Meinung, dass sie einen Fehler einzusehen hätte. Was sollte man denn dann zu Tabea Kemme sagen, wenn man so was hier verlangt.“

    Sagt für mich ganz klar das du auch einer derjenigen bist, der Tabea Kemme die Rote Karte für etwas gezeigt hätte was, wenn überhaupt nur ein Allerweltsfoul war, wenn du dich so über körperlichen Einsatz in einem körperbetonten Sport ärgerst, solltet du dir vieleicht eine andere Sportart suchen die du verfolgst, da empfehle ich dann Mikado. Das Frau Bajramaj sich beim aufkommen so unglücklich das Knie dabei verdreht hat ist tragisch, dafür gehört jedoch niemand gehängt.

    […]

    PS: Ich weiß sehr genau das meine Kommentare hier polarisieren, genau so sind sie auch gedacht, ich liebe es zu diskutieren, deswegen von mir auch eine ernstgemeinte Entschuldigung an jene die sich durch meine Äußerungen auf den Schlips getreten fühlen, es kommt vieleicht oft so rüber das ich jemanden nicht respektiere, nur weil ich seine Ansichten/Aussagen kritisiere und nicht teile, an dem ist jedoch nicht so.


    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Andreas sagt:

    @Sheldon: Dann habe ich Dich missverstanden, sorry. Und bezügl. Liras Leistungen beim FFC kann ich Dir nur recht geben was die letzte Saison angeht. Man hat es ja auch in der N11 gesehen. Ich hatte nur das Gefühl, dass sie jetzt wieder auf einem besseren Weg ist, denn ihre Leistungen haben mich durchaus beeindruckt. Auch im FFC-Dress war das ja so. Nach ihren Einwechslungen hat sie das Spiel des FFC immer belebt. Mir wäre es aber auch Recht, wenn sie wieder den Verein wechselt, solange das ihrer Leistung gut tut. Ich bin ja nun kein ausgewiesener Fan irgendeines Vereins sondern hauptsächlich der N11. Und da ist mir dann alles Recht was der Nationalmannschaft zu Gute kommt.

    @Wolle: Kann den Kommentar voll unterschreiben, wie ich ja die Hauptschuld auch bei den Herren Dietrich und Schröder sehe. Unabhängig davon scheint sich in dieser Saison ja vielleicht der alte Spruch zu bewahrheiten: Wenn zwei sich streiten… Der Deutsche Meister könnte in dieser Saison mal aus einem anderen Verein kommen. Das würde dem Deutschen Frauenfußball auf jeden Fall gut tun. Und überhaupt scheint die Leistungsdichte ja deutlich gewachsen zu sein, was auch für eine gute Nachwuchsarbeit und eine größer werdende Professionalisierung spricht. Ich glaube jedenfalls nicht, dass dieses eine Spiel dem Deutschen Frauenfußball als ganzes groß schaden wird. Den haben mehr die unmittelbar Beteiligten, also in erster Linie die verletzten Spielerinnen.

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  • Sheldon sagt:

    @Wolle: Zunächst einmal gibt es das Ossi-Wessi-Gelaber von Schröder überhaupt nicht mehr in dieser Form, wie du es hier formulierst.
    Hör dir einmal an, was er bei der PK sagt:
    Erstens gesteht er seine Fehler ein, sagt, dass beide Teams hier versagt haben. Er ist sich also seiner Schuld bewusst.
    Zweitens hat er gesagt, dass er die mediale Situation heute sehr viel besser sieht, er sagte, im Osten hätten sie überhaupt keinen medialen Erfolg haben dürfen, jetzt müssen sie sich halt gegen viele Vorurteile und andere Sportarten durchsetzen. Er sieht also die Wende als eine sportliche Chance an.
    Drittens hat er lediglich gegen die Philosophie der „Bankenstadt“ Frankfurt und ihre Philosophie gezetert.
    Viertens ist das ein Privatduell zwischen Dietrich und Schröder.

    Ich weiß nicht, was der FF ohne Schröder tun würde. Der Qualitätsverlust wäre fatal, denn schließlich verhilft Schröder nicht nur Potsdam zu großen Erfolgen, sondern beliefert auch zahlreiche andere Vereine.
    20 Spielerinnen in der Liga haben in Potsdam gespielt und wurden von dort abgegeben, davon 10 zu den Topvereinen der Liga, Frankfurt und Wolfsburg.
    Unsere N11 mag nicht die Beste sein, doch immer noch sehr gut und das liegt auch an den Potsdamer Spielerinnen. 10 aktuelle Nationalspielerinnen haben einen Großteil ihrer Karriere bei Potsdam verbracht, dazu 2 U20-Vizeweltmeisterinnen und 2 U17-Spielerinnen.

    Wenn Schröder abtritt, wird da viel wegbrechen, deswegen können wir alle nur hoffen, dass er es noch lange macht, denn gerade bei ihm können wir uns neben Frau Staab für die beiden Weltmeistertitel bedanken! Ohne die konsequente Arbeit in Potsdam und Frankfurt hätte man die nicht erreicht!
    Soviel zu dem Punkt, dass es für den deutschen FF besser wäre, wenn Schröder abtritt (zumal uns alle O-Töne für die Medien abhanden kommen)!

    @Andreas: Es stimmt, dass Bajramaj das Spiel belebt hat, wenn sie reinkam. Wieso war das denn so? Weil du automatisch mit Wechseln dein System lockerst. Dahm hat sie immer für Behringer reingebracht, was ich auch gemacht hätte. Denn du musst das System ändern, wenn du Bajramaj bringst. Bajramaj ist schnell und passt in kein System. Ihre vollständigen Qualitäten bringt sie nur, wenn sie als eine Art offensiver Libero agieren darf.
    Schröder konnte die über 90 Minuten nutzen, weil sein System für eine Spielerin wie Bajramaj ideal war. Da ging es schnell nach vorne, da gab es Rotation. Alles, was eine Spielerin wie Bajramaj brauchte. Das hat sie nunmal in der N11 nicht. Da kann sie zwar auch gut spielen, das hat sie gegen Essen bewiesen, wo sie als klassische Spielmacherin gut die Spielerinnen eingesetzt hat. Doch die geniale Weltklassespielerin war sie nicht.

    Es ist wie mit Zidane. Hättest du den in ein System gequetscht, wo er sich diesem unterzuordnen hat, da wäre der untergegangen. War auch zeitweilig in Madrid so, weil du da viele Weltklassespieler hattest. In Frankreich war das nie so: Dort gab es auch Superspieler – Thierry Henry, Bixente Lizarazu, Claude Makelele, Patrick Vieira, Davide Trezeguet – doch sobald Zidane auf dem Platz war, richtete sich alles nach ihm. Alle Laufwege waren auf ihn abgestimmt, alles lief über ihn. War er auf dem Platz, war für einen anderen Superstar keinen Platz mehr. Frankreich hat nur solange funktioniert, solange Zidane diese Rolle zugestanden bekam und alle anderen sich auf ihn eingestellt haben.

    Genauso müsste es in Frankfurt sein. Alle anderen müssen ihr Spiel auf sie abstimmen, damit es funktioniert. Insbesondere die Stürmerinnen. Sie müssen wissen, wie sie spielt. Denn nur dann können sie die Weltklassebälle, die sie spielt nutzen, genauso wie die Mittelfeldspielerinnen, die Bajramaj gut in Szene setzen müssen!
    Sie muss nunmal die gesamte gegnerische Hälfte für sich haben dürfen und deswegen brauch sie auch das schnelle Spiel!

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  • Andreas sagt:

    @Kay: Da Du danach gefragt hast will ich Dir erläutern, warum ich Deinen Post als Unsinn betrachte. Wobei Unsinn vielleicht auch das falsche Wort ist. Ich finde das was Du geschrieben hast in seiner Gänze einfach total daneben. Natürlich kann man einzelne Sätze herausnehmen, wie Du es getan hast, die aus dem Kontext herausgenommen ok sind. Ich betrachte aber die Summe dessen was Du geschrieben hast und das ist einfach nur Polemik und kein sachlicher Diskussionsbeitrag. Als Beispiel dafür hier noch mal der gesamte Anfang Deines Posts:

    „Beim lesen Ihres Kommentares habe ich den Eindruck das sich ein Frankfurt-Fan als Potsdam-Fan ausgiebt. Verstehe Sie das bitte nicht falsch, es soll auch keine persönliche Anfeindung sein, aber für mich ist es ein seichter weichspül Kommentar, wo ich den Eindruck gewinne Sie versuchen sich hier als den großen Turbine Fan darzustellen nur um dann letztendlich zu sagen, die anderen Turbine Fans neben mir hatten ein unausstehliches Verhalten ansich. So wie ich die ganze Sache hier sehe, gibt es in erster Linie “Daumen hoch” für Pro Frankfurt und “Daumen runter” für Pro Potsdam Kommentare.“

    Das empfinde ich einfach als unsachliches Bashing, zumal ich es inhaltlich anders sehe. Nach meinem Empfinden werden eher kritische Posts zu Potsdam mit reichlich roten Daumen belohnt (dazu später mehr). Und einem anderen Fan solche Unterstellungen an den Kopf zu knallen, finde ich auch nicht in Ordnung. Kennst Du P.Kraft. Ich nicht, also glaube ich dem Post, weil ich davon ausgehe, dass hier niemand Lügengeschichten verbreitet, so wie auch ich selbst es nicht tue. Im weiteren Verlauf Deines Posts dann dieses unreflektierte Draufhauen auf die Frankfurter Spielerinnen. Dabei hat das viele Facetten, die hier von verschiedenen Seiten (auch durch Potsdamer Fans) sachlich beleuchtet wurden. Hier sei nur kurz wiederholt, dass auch Frankfurterinnen geschockt waren, möglicherweise im Autopilotmodus einfach weitergespielt haben, wie das auch Potsdamerinnen getan haben (erwähnt sei kurz das Statement der Potsdamer Spielerin Ogimi, die bekannt hat, dass die Frankfurterinnen sich korrekt verhalten haben, sie selber hätte es genauso gemacht), auch Frankfurterinnen (z.B. Lira Bajramaj) sich um die Verletzten gekümmert haben, die Absprache eines Nichtangriffspaktes andere Mannschaften hätte benachteiligen können (z.B. Wolfsburg in einem engen Meisterschaftsrennen) und dass nicht zuletzt die beiden Bosse der Vereine (Schröder und Dietrich) in der Pflicht gewesen wären, so etwas miteinander zu besprechen.

    Dabei sei klar gestellt, dass ich nicht das Auspfeiffen der Schiedrichtentscheidung oder der Tatsache, dass Frankfurt noch ein Tor geschossen hat kritisiere. Das ist aus Sicht der Potsdamer Fans völlig verständlich. Es hat aber alles seine Grenzen und die sind meines Erachtens überschritten, wenn die schwer verletzte Lira Bajramay beschimpft und verhöhnt wird oder mit Gegenständen geworfen wird. Das dann damit zu entschuldigen, dass so was im Männerfußball üblich ist, halte ich für völlig verfehlt. Nicht zuletzt wird doch hier immer so hochgehängt, dass der Frauenfußball anders sein will. Dann muss man an sich selbst aber auch andere Ansprüche haben. Nebenbei bemerkt finde ich so etwas auch im Männerfußball total daneben. Ferner hat es meines Wissens auch in keinem Post eines Frankfurter Fans Aussagen in die Richtung gegeben, dass es soIches Verhalten in Frankfurt nicht gegeben hätte. Das weiß ja auch keiner, genauso wenig übrigens wie niemand sagen kann, wie die Potsdamerinnen sich in der umgekehrten Situation verhalten hätten. Vielleicht ja genauso wie die Frankfurterinnen.

    Zu dem Zweikampf Tabea Kemme – Lira Bajramaj. Nein ich gehöre nicht zu denen, die eine rote Karte gefordert haben. Das hätte auch niemandem etwas genützt, am allerwenigsten Lira Bajramaj. Davon wäre ihr Kreuzband auch nicht geheilt. Ich sehe aber sehr wohl eine hohe Verantwortung von Kemme an dieser Verletzung. Durch den zeitlichen Zusammenhang zu den Ereignissen davor und dem gerade davor gefallenen Führungstreffer Frankfurts, sehe ich einfach ein großes Frustpotential bei Tabea Kemme, dass sich entlädt durch ihren Angriff von hinten in die Beine von Lira Bajramaj. Damit nimmt sie eine Verletzung zumindest in Kauf. Echte Absicht unterstelle ich ihr aber nicht. Dass sie die Beine nicht voll getroffen hat, war dann aus meiner Sicht eher Zufall und in diesem Fall nachteilig für Lira Bajramaj. Zuletzt sei als kleines Detail noch angemerkt, dass die Verletzung der Potsdamerinnen reines Unglück war, bei der keine Gegenspielerin beteiligt war. Bei der Verletzung von Bajramaj aber schon.

    Zum Schluß noch etwas dazu, von welchem Verein ich Fan bin. Von gar keinem. Ich interessiere erst seit der WM 2011 für Frauenfußball. Und wie ich das auch im Männerfußball halte, bin ich in erster Linie ein Fan der Nationalmannschaft. Zu mehr habe ich auch keine Zeit. So bin ich zu dieser Seite gekommen, weil sie ein gutes Informationsmedium ist, auch wegen der Sachkenntnis vieler Teilnehmer an diesem Forum. Daher war ich anfangs vollkommen neutral. Mein Interesse verteilte sich quasi gleichmäßig auf die Vereine Turbine Potsdam, FFC Frankfurt, FCR Duisburg und VFL Wolfsburg, einfach weil hier die meisten Nationalspielerinnen spielten. Das hat sich dann dadurch etwas geändert, weil hier im Forum die Tendenz besteht, Turbine Potsdam (auch moralisch) als den einzig seelig machenden Verein in der Bundesliga darzustellenden und den FFC Frankfurt als das große Übel. Ob da mind. teilweise was dran ist (wie ja viele der Meinung sind) will ich gar nicht beurteilen. Es hat mir aber einfach Turbine Potsdam etwas verleidet, so dass ich sicher mittlerweile eher ins Lager der Frankfurter gehöre. Trotzdem versuche ich, möglichst sachlich zu argumentieren. Dass das wahrscheinlich auch nicht immer gelingt, wenn man von manchen Kommentaren genervt ist, will ich nicht verhehlen.

    PS: Ich will im übrigen keinesfalls Verdienste von Turbine Potsdam und von Bernd Schröder für den Frauenfußball schmälern. Das könnte ich auch gar nicht, weil mir da die Historie und die nötige Sachkenntnis fehlt.

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  • hanah sagt:

    Gute Besserung Lira:D Und ich hoffe das du nach der Pause wieder so beeindruckend spielst wie voher!!;)Hoffentlich bald wieder für Potsdam!!!;) Naja bis dahin:Viel Glück in der Reha:)

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  • enthusio sagt:

    @andreas:
    Du sprichst mir aus der Seele mit dem Satz „weil hier im Forum die Tendenz besteht, Turbine Potsdam (auch moralisch) als den einzig selig machenden Verein in der Bundesliga darzustellen und den FFC Frankfurt als das große Übel.“
    Auch ich bin erst seit der WM 2011 Fan des Frauenfußballs und habe dieses Forum hier kennen- und wegen vieler sachkundiger Beiträge schätzengelernt. Ich bewundere übrigens durchaus Bernd Schröder für seine einzigartige jahrzehntelange kontinuierliche Trainertätigkeit, seine großen Erfolge mit immer wieder neuen jungen Spielerinnen, seine große Fachkenntnis und schätze´auch seine „knorrige“ Art. Ich bin auch aktuell immer wieder beeindruckt von der spielerischen Leistung seiner Mannschaft trotz des großen Verletzungspechs. An Siggi Dietrich bewundere ich dagegen, dass auch dank seiner langjährigen erfolgreichen professionellen Arbeit im Sponsoringbereich Frankfurt sich in den letzten Jahren zu einem europäischen Spitzenverein entwickelt hat. Beide Vorgehenswesen haben ihre Berechtigung. Um so mehr nervt mich der Privatkrieg Schröder-Dietrich und die auch in diesem Forum immer wieder (leider meist von Potsdamfans) geschürte Fanfeindschaft zwischen Potsdam und Frankfurt. So etwas muß es im Frauenfußball nicht geben. Man kann und soll durchaus geteilter Meinung sein dürfen, ob man eher das Konzept von Schröder (Weiterentwicklung junger Spielerinnen)oder das von Dietrich (bevorzugte Anwerbung deutscher und internationaler Spitzenspielerinnen) besser findet, aber man sollte zur Kenntnis nehmen, dass jeder auf seine Weise damit in den letzten Jahren Erfolg hatte in nationalen und internationalen Wettbewerben. Einen ähnlichen Weg wie Frankfurt beschreitet inzwischen ja auch Kellermann mit Wolfsburg und ich sehe das ebenso wie den Neuaufbau bei Duisburg als Bereicherung für den Frauenfußball. Ich wünsche mir in diesem Forum sachliche Diskussionen und nicht die Verteufelung Andersdenkender oder anderer Vereine. Wenn sich dieses Forum hier irgendwann zu einem Forum von Turbine-Fans entwickeln sollte (was momentan ja zum Glück noch nicht der Fall ist), hätte ich als neutraler Frauenfußballfan auch keinen Bock mehr, Kommentare zu lesen oder eigene zu verfassen. Also, laßt uns weiterhin engagiert diskutieren, aber dabei nicht unsachlich und verletzend argumentieren !

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  • frosti sagt:

    Leute, warum könnt ihr es nicht ertragen, dass manche eben den einen Verein und andere den anderen nicht mögen.
    Es geht schlicht nicht anders als bei den Männern zu.
    Bayern München wird eben geliebt oder „gehasst“ (was ziemlich hoch gegriffen ist, aber immerhin fangen sie sich die gleiche Schadenfreude bei einem Mißerfolg ein wie sicherlich Frankfurt jetzt nach dem Spiel gegen Gütersloh bei einigen Leuten wie auch mir – dies bekenne ich hier offen.
    Und natürlich gibt es Vereine mit mehr Fans und solche mit weniger Fans, so dass bei Kommentaren ein einseitiges Bild entstehen kann, weil eben auch dort sich hieraus eine Mehrheit ergibt.
    Gerne können sich deshalb neutrale Leute der Minderheit anschließen.
    Ist doch schlicht demokratisch und gut, weil es Minderheiten immer schwerer haben.
    Selten habe ich hier so viele – und zwar beidseitig – dürftige Begründungen und Einschätzungen zu all dem Geschehen gelesen, wie bei den beiden Vorfällen um Singer/Mirlach und Bajramaj.
    Da werden alle unpassenden Beispiele gebracht, um quasi eine Pflicht zum ernsthaften Spiel bis zur letzen Sekunde in Ansehung möglicher schwerster Schädigungen von Spielerinnen zu begründen, und zwar bis hin zum Schutz des Konkurrenten Wolfsburg vor einer Wettbewerbsverzerrung – was für ein Argument!
    Im Gegenzug dann die Veschwörungstheorie um P/Saulus Kraft!
    Und bei all diesem Unsinn schnellen dann wechselseitig die Daumen hoch! (Gerne können dann die rd. 200 Daumen, die dort rauf gingen, hier runter gehen!)
    Festzustellen ist schlicht, dass es – nicht erstaunlich – auch beim Frauenfußball zunehmend wie im Männerfußball zugeht.
    Da waren die Ereignisse vom Sonntag eben nur ein weiterer nicht ganz kleiner Baustein! Auch Frauen sind eben nicht besser als Männer! Das ist auch ein Schritt der Emanzipation.

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  • Kay sagt:

    @ Andreas, enthusio

    Das Sie sich seit der WM 2011 für den Frauenfussball interessieren finde ich sehr gut, neue FF-Fans kann der Sport immer gebrauchen, lässt aber im Umkehrschluss auch darauf deuten das Sie sich noch keinen kompletten Überblick über das Verhältnis gewisser Vereine untereinander, hier natürlich insbesondere Potsdam-Frankfurt, verschaffen konnten. Diese Rivalität ab und an auch Hass, welcher in der Regel nach dem direkten aufeinander treffen beider aufkommt ist tief in der Vergangenheit verwurzelt, ich erinnere da nur an Kemme-Garefrekes wo die Turbine Fans sagen, was stellt sich die Frau Garefrekes vor den Ball beim Einwurf das hätte gelb für Garefrekes geben müssen und kein Rot + 4 Spiele Sperre für Kemme, von Herrn Kahlert gar nicht erst angefangen und die Frankfurt Fans im Gegenzug sehen das eben andersrum, oder auch fragwürdige Schiedsrichter Entscheidungen aller Rot für Turbine Spielerinnen inklusive unberechtigter Elfmeter für Frankfurt, oder ein letztes Saisonspiel wo es um die Meisterschaft geht und Turbine ein Reguläres Tor macht Meister wäre, das aber nicht gegeben wird und Frankfurt die Meisterschaft gewinnt, …….

    Hier nochmal diesbezüglich was zum Nachlesen für euch:

    http://www.tagesspiegel.de/sport/taetlichkeit-gegen-potsdamer-spielerin-wenn-der-fussballtrainer-wuetend-wird/1914886.html

    http://www.pnn.de/regionalsport/287588/

    Gut aber ich schweife ab, diese Rivalität/Hass hängt mit solchen Vorkommnissen zusammen, zusätzlich dann noch die vollkommen unterschiedliche Philosophie beider Vereine, denn für uns Turbine Fans ist und bleibt der FFC-Frankfurt ein Retorten-Verein wo das Geld regiert, inklusive einem Herrn Dietrich, welcher bei den Turbine Fans immer noch das Sinnbild dafür ist sich am FF zu bereichern und ihm der Sport einfach nichts bedeutet. Zusätzlich ist beim FFC-Frankfurt alles dem unbedingten Erfolg untergeordnet, wo dann Fairplay schonmal auf der Strecke bleibt. Von dem ganzen abwerben von Spitzenspielerinnen, bevorzugt aus Potsdam, gar nichts erst angefangen, weil dann die Diskussion hier erst richtig wieder los gehen würde, deswegen belasse ich es dabei und bin schon wieder abgeschweift, aber all das was ich aufgezählt habe ist die Ursache dafür, das es zwischen beiden Vereinen, ich sage jetzt mal zwischenmenschlich nicht stimmt.

    In diesem Forum kann man natürlich neutral und Fan von einer anderen Mannschafft sein, jedoch muss man sich was das angeht in der Regel zwischen Potsdam und Frankfurt entscheiden, ein Fan von beiden Vereinen zu sein heißt zwischen den Fronten zu stehen und da kann man eigentlich nur verlieren. Entschuldigung für den jetzt kommenden Seitenhieb, aber wenn du/ihr Fan(s) der Nationalelf bist/seid ist das nur eine andere Beschreibung dafür das du zu Frankfurt und Wolfsburg hälst.

    Ich betone nochmals, an all die FFC-Frankfurt Fans diese Aufzählung von mir soll jetzt keine Anstachelung sein hier loszuschießen, es soll lediglich eine Auflistung für Andreas und enthusio sein damit Sie ggf. besser verstehen können warum es ist so wie es ist, denn ich vermute einfach mal das die beiden, weil sie erst seit letztem Jahr FF-Fans sind sich mit all dem noch nicht so beschäftigt haben.

    Soviel dazu, zu dem Rest sprich den Vorkommnissen letzten Sonntag hat jeder denke ich seinen Standpunkt klar gemacht, deswegen werde ich da auch nicht weiter Stellung nehmen.

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  • Andreas sagt:

    Wir werden halt nie einer Meinung sein. Das ist auch absolut in Ordnung. Frosti, ich will Dir auch nicht Deine Sicht der Dinge nehmen, so wie ich für mich nicht in Anspruch nehme, dass meine Sicht die richtige ist. Auf der anderen Seite wäre es ok, wenn Du auch meine Sicht akzeptierst. Mir ging es bei meiner Kritik auch nicht um eine bestimmte Sichtweise, sondern darum, dass man doch auf einer sachlichen Ebene diskutieren sollte.

    Ich will auch keinen Turbine Fan bekehren. Ich habe nur meine Empfindungen geschildert, die ich als eher Neutraler manchmal auf dieser Seite habe. Das ist ja ein Forum für den ganzen Frauenfußball. Da ist es mir halt manchmal zu einseitig. Aber vielleicht liegt es auch nur daran, dass Turbine die aktivsten Fans hat. Da könnt ihr dann ja auch nichts dafür.

    @Sheldon. Danke für Deine ausführliche Antwort. Ob Deine persönliche Sicht nun auch objektiv richtig ist, kann ich natürlich nicht beurteilen. Ist aber wohl auch nicht so wichtig. Du hast Deine Sicht ja sehr umfassend und nachvollziehbar begründet. Und der Erfolg gibt Turbine ja auch recht. Dafür, dass ein potenter Investor oft nicht gut für einen Verein ist, wenn er nur sein Ego auslebt, dafür gibt es ja auch im Männerfußball genügend Beispiele wie Fortuna Köln oder der 1.FC Nürnberg. Mal schauen, ob es dem neuen Frankfurter Trainer gelingt, wieder konkurrenzfähig zu werden und aus seinen auf dem Papier guten Einzelspielern auch eine Mannschaft zu machen. Aber selbst, wenn auch das nicht gelingt, ist es ja auch nicht so schlimm, da es ja inzwischen auch an anderen Stellen der Liga anfängt zu blühen.

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  • Guido sagt:

    @Frosti: Wie ich weiter oben schon geschrieben habe, halte ich diese Diskussion nicht für eine, bei der TP-Fans zwangsläufig auf der einen und FFC-Fans zwangsläufig auf der anderen Seite stehen, wei ja auch aus der Diskussion deutlich geworden ist. Und schon gar nicht sollte es um „Hass“ gehen. Es geht um Fragen, für die es wohl keine allgemeingültig „richtige“ Antwort geben wird und bei der ein gewisser Respekt vor der Meinung des anderen mehr als abgebracht ist.

    Wenn Sie der Meinung sind, dass man das Spiel aus Fürsorgegründen gegenüber den Spielerinnen als Stillhalteabkommen hätte zu Ende bringen müssen, dann ist Ihre Haltung nachvollziehbar und unbedingt zu respektieren.

    Aber Sie sollten sich auch fragen, warum Sie das Argument der Wettbewerbsverzerrung so rundweg als „Unsinn“ ablehnen. Ein Stillhalteabkommen bedeutet nun mal: „Außerhalb des Spielfelds einigen sich die Offziellen zweier unmittelbarer Konkurrenten auf ein Unentschieden, das beide Seiten für akzeptabel halten, und weisen die Spielerinnen an, den sportlichen Wettkampf einzustellen“. Ist bei so etwas nicht eine rote Linie hin zu einer Wettbewerbs-Manipulation überschritten, die auch in so einer Extremsituation nicht überschritten werden darf? Dürfen Offizielle ein Ergebnis abseits des Rasens festlegen, oder ist das im Sinne der Sportlichkeit nichtein Tabu? Was ist denn, wenn am Ende ein Punkt entscheidet udn ein Dritter der Benachteiligte ist?

    Und wenn tatsächlich „schwerste Schädigungen“ der verbleibenden TP-Spielerinnen bei einer Fortsetzung zu befürchten waren, wäre es dann nicht zunächst einmal Sache ihres eigenen Arbeitgebers gewesen, aus seiner Fürsorgepflicht die eigenen Spielerinnen zu schützen und der Schiedsrichterin zu erklären, dass man keine 7 spielfähigen Spielerinnen mehr hat? Dann hätte die Schiedsrichterin abpfeifen müssen, und das Spiel wäre am grünen Tisch gewertet worden. Vielleicht hätte man sich ja auch mit dem FFC und dem DFB auf eine Neuansetzung einigen können, was vielleicht die sauberste Lösung gewesen wäre. All dies hat TP aber nicht getan, sondern man hat ohne jede Einschränkung die Bereitschaft signalisiert, das Spiel zu Ende zu bringen. Kann man dem FFC da irgendeinen Vorwurf machen, dass sie nicht das getan haben, was TP hätte tun müssen?

    Ich denke, die Welt ist hier nicht schwarz-weiß, Pro Potsdam versus Pro Frankfurt und schon gar nicht in gut und böse eingeteilt. Von daher halte ich es für angebracht zu akzeptieren, dass jeder hier seine persönliche Sicht der Dinge haben kann, die anders ist als die eigene, unabhängig davon, in welches „Lager“ jemand gehört.

    (-1)
  • Kay sagt:

    @ Andreas

    Sie bezeichneten meine Feststellung, das es für Pro Potsdam „Daumen runter“ und Pro Frankfurt „Daumen hoch“ Bewertungen gibt als „unsachliches Bashing“, ich hätte mich da gerne eines besseren von Ihnen belehren lassen. Wie Sie sehen hat mein letzter Kommentar schon wieder 7 negative und nur 4 positive Bewertungen. Dieser Kommentar der so gut wie komplett Wertungsfrei von meiner Seite geschrieben wurde, einzig und allein als info für Sie warum es solche Spannungen zwischen beiden Seiten bzw. solch ein Verhalten von Turbine-Fans im Stadion gab. Dieser wurde von mir lediglich mit einigen kritischen Entscheidungen gegen Turbine Potsdam in der Vergangenheit versehen und nicht mehr. Sobald hier ein Kommentar auch nur ein Satz Frankfurt kritischen Inhalt enthält, egal wie sachlich informativ oder zutreffend der Rest des Kommentares auch sein mag, es gibt den „Daumen runter“. Es gab hier auch Zeiten, die liegen noch gar nicht so lange zurück, da wurden Kommentare von bestimmten Personen sofort negativ bewertet nur anhand dessen wer ihn geschrieben hat, der Inhalt war vollkommen egal. Wahrscheinlich ergeht es mir bald ebenso.

    Ich gebe nichts mehr auf diese Bewertungen, bin aber dennoch gespannt wie viele „Daumen runter“ es für diese Äußerung hier gibt.

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  • enthusio sagt:

    @Kay: Vielen Dank für Deine Erläuterungen und die beiden mitveröffentlichten Links.
    Obwohl ich mich ja erst seit der WM 2011 für den Frauenfußball interessiere, habe ich mich seitdem sehr intensiv anhand von Fachzeitschriften, Fachliteratur,Internet und den gelegentlichen Besuchen von Spielen in Essen, Duisburg und Potsdam über das Thema informiert. Es wird bei der ganzen Diskussion über die Rivalität Frankfurt-Potsdam und Dietrich-Schröder aber immer wieder unterschlagen, dass Monika Staab und Siggi Dietrich aus der SG Praunheim (aus dem sich dann bekanntlich der 1.FFC Frankfurt gebildet hat) mit sportlicher und wirtschaftlicher Fachkompetenz Frankfurt aus ganz kleinen Anfängen zu dem erfolgreichen Verein gemacht haben, der er heute ist (vergleichbar mit Neudecker und Schwan, Cajkovski und Zebec damals bei den Bayern). Bernd Schröder hat das dann einige Jahre später aufgrund seiner hohen Fachkompetenz im sportlichen Bereich auch mit Potsdam geschafft. Dass dann seit einigen Jahren wiederholt Potsdamer Spielerinnen (nicht nur) nach Frankfurt gewechselt sind, hat bei Bernd Schröder Frust ausgelöst, der sich dann leider zu einer ungesunden Männer- und dann auch Fanfeindschaft weiterentwickelt hat. Das ist – wie ich finde – eine sehr unschöne Entwicklung im Frauenfußball (kennt man ja eigentlich so nur aus dem Männerfußball). Die bekannte Ball-an-den-Kopf-Szene mit Kemme und Garefrekes wird mir in den Diskussionen daher viel zu sehr aufgebauscht. Und was das angebliche „Abwerben“ durch Frankfurt angeht, ist das ein ganz normaler Vorgang. Spielerinnen wollen sich finanziell verbessern oder einfach etwas Neues ausprobieren. Duisburg etwa hat seit der WM 2011 in kürzester Zeit insgesamt (incl. Grings und Fuss) sieben (!!!) hochkarätige Spielerinnen verloren und niemand regt sich darüber auf (auch wenn das natürlich im wesentlichen aus finanziellen Gründen erfolgte). Und – liebe Potsdam-Fans – Bajramaj beispielsweise ist in erster Linie keine Ex-Potsdamer Spielerin, auch wenn Ihr das gerne hättet (sie ist ja kein Potsdamer Eigengewächs), sondern viel eher eine Ex-Löwin aus Duisburg (5 Jahre erfolgreich in Duisburg, aber nur zwei Jahre erfolgreich in Potsdam aktiv.) Als neutraler und inzwischen auch recht fachkundiger Fan wünsche ich mir -und das ist mein Anliegen – eine differenziertere Betrachtung, ausschließlich Spaß an diesem schönen Sport und vor allem keine Feindschaften zwischen Personen und Vereinen. DENN DIESEN HASS KENNE ICH AUS DEM RUHRGEBIET (WO ICH WOHNE) ZUR GENÜGE UND DAS IST MIT EIN GRUND, WARUM ICH MICH SEIT EINEM JAHR DEM FRAUENFUSSBALL ZUGEWANDT HABE. Hier ist das sportliche Niveau inzwischen auch sehr hoch und die Stimmung im Stadion friedlich-familiär, das ist mir sehr wichtig. Letztere sollte man sich nicht durch solche Entwicklungen wie zuletzt am vergangenen Sonntag in Potsdam kaputtmachen lassen. Denn sonst macht es irgendwann keinen Spaß mehr, mit Kindern ein Fußballspiel zu besuchen. Und eine friedliche Grundstimmung wünsche ich mir auch für die (kontroversen) Diskussionen in den Fanforen.

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  • P. Kraft sagt:

    @enthusio
    Genau das meine ich auch. Die Stimmung im Stadion (Forum gibt es noch nicht so lange) empfinde ich ebenfalls zunehmend aggressiv und alles andere als familientauglich. Das war vor einigen Jahren nicht so extrem. Leider weiß ich nicht, wie es in anderen Stadien zugeht, daher kann ich nur vom Karli reden.
    Einzelne Rufe zu einzelnen Spielerinnen oder den Schiedsrichterinnen gab es schon, so lange ich dabei bin, aber es wird immer extremer. Und wenn viele Fans von einer anderen Philosophie im Frauenfußball reden (daher verstehe ich nicht, warum hier immer der Männerfußball als Vergleich herangezogen wird)und auch daran festhalten wollen, sollten diesen Beleidigungen einhalt geboten werden. Doch dazu sollte sich AUCH der Verein mehr einklinken, das ist meine Meinung.

    Ich kann mich noch an ein Heimspiel gegen Frankfurt erinnern, da wurde Birgit Prinz ausgebuht. Damals ergriff die damalige Kapitänin das Mikro und bat die Fans um „Fairness“. Das hat gesessen! Und es machte mich stolz, eine solche Sportsfrau in den Reihen meines Lieblingsvereins zu haben: Potsdam! (der Hinweis ist für Kay)

    Was ich damit sagen möchte ist, dass es durchaus talentierte Sportlerinnen gibt, die den Durchblick haben und Charakter zeigen. Natürlich sind die Situationen (damals und letzter Sonntag) von der Tragweite her verschieden und Ari Hingst war sicherlich etwas Besonderes. Doch, wie keine zweite, führte sie ihr damaliges Team an, und trieb die Frauen auch dazu an, sich aufgeschlossener gegenüber den Fans zu zeigen. Seit einigen Jahren plätschert es im Stadion nur noch so dahin. Ich erinnere beispielsweise nur an das abschließende Zuklatschen der Spielerinnen zu den Fanrängen bei den Heimspielen. Voller Freude und Bereitschaft erscheint mir keine Turbinefrau mehr. Schleppend bewegen sie sich zu den Fanrängen und sind eigentlich mit anderen Dingen beschäftigt. Das abschließende Ritual „Fan und Spielerin“ ist im Stadion zu eine Farce geworden. Mit Viola Odebrecht ist die letzte Spielerin mit dem beständigen Vermögen gegangen, eine emotionale Beziehung zu den treuen Fans aufbauen zu wollen.

    Facebook, Hitradio und Turbinelounge zählen für mich im Stadion nicht.

    Außerdem denke ich persönlich, dass wir bei den Heimspielen nicht nur mit den Fangesängen glänzen sollten, sondern uns auch wie Gastgeber zu benehmen haben. Dazu gehört es auch, verletze Sportlerinnen nicht noch auszubuhen. U.a. war auch dafür meine Entschuldigung und der Erklärungsversuch, warum sich die Ereignisse derart überschlugen. Und dabei, kann ich doch nur von mir ausgehen. Alles andere wäre billige Schuldzuweisung, die niemanden und schon gar nicht den FF voran bringen.

    Eine Verkettung von derart vielen unglücklichen Begebenheiten ist beinahe Filmreif. Doch niemand würde die Story ernstnehmen, weil sie derart Grotesk ist. Und würde dann noch ein Satdionsprecher mit dem Versuch witzig zusein darauf aufmerksam machen, dass sich bei ihm ein Schlüsselbund angefunden hat, während sich auf dem Rasen tragischste Ereignisse abspielen, dann wäre der bösartigsten Ironie genüge getan. Für so etwas bekommt niemand einen Oskar.

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  • enthusio sagt:

    @P. Kraft: „Leider weiß ich nicht, wie es in anderen Stadien zugeht, daher kann ich nur vom Karli reden.“
    In Duisburg und Essen wie auch beim diesjährigen Pokalfinale in Köln habe ich keine Beleidigungen oder aggressiven Verhaltensweisen bei den Zuschauern erlebt, deshalb war ich ja von diesen Erfahrungen bei meinem ersten Frauenfußballspiel (im Herbst 2011 in Duisburg) auch so beeindruckt. Allerdings sind in Essen und Duisburg auch kaum nennenswerte Fangesänge oder Anfeuerungen zu hören, das scheint in Frankfurt (dort war ich noch nie) und Potsdam (dort war ich beim abschließenden Spiel der letzten Saison gegen Leipzig, als Turbine die Meisterschaft gefeiert hat) doch ganz anders zu sein. Insofern ist für mich die Atmosphäre in Essen und Duisburg sehr friedlich und familienfreundlich. Das liegt wohl auch daran, dass zum Frauenfußball im Ruhrgebiet – wie ich mehrfach beobachten konnte – überdurchnittlich viele ältere Männer und Frauen (!!!), ganze Familien und viele Jugendmädchenmannschaften kommen. Dagegen sieht man die „klassischen“ männlichen Fans im Alter von 14-50 Jahren, die beim Männerfußball dominieren, im Vergleich dazu eher selten. Es fehlen dadurch auch die Saufereien, Pöbeleien und Bengalos, was ich alles nicht vermisse. Aus diesem Grund wünsche ich mir nicht solche Vorfälle wie am Sonntag in Potsdam. Schröder und Dietrich haben nicht Öl ins Feuer zu gießen, sondern kraft ihres Einflusses dafür zu sorgen, dass das ewige Hassduell zwischen den beiden endlich mal beendet wird.

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  • Sheldon sagt:

    @P.Kraft: Das sehe ich vollständig anders und bitte hier darum, einmal Fairness von Seiten der Forumsverwaltung walten zu lassen und nach zahlreichen gelöschten Beiträgen hier einmal zu Wort kommen zu dürfen!

    Für jeden, der irgendwo eine Verbindung zu Potsdam hat, wirkt ein Beitrag wie deiner grotesk! Zunächst einmal das Argument, bei Potsdam gäbe es keine Spielerin mehr mit Bindung zu den Fans, das muss ich eindeutig zurückweisen. Gerade Spielerinnen wie Jenny Zietz, Anna Sarholz, Steffi Draws oder Tabea Kemme haben eine sehr, sehr enge Bindung zu den Fans!
    Deine Beispiele treffen die Realität absolut nicht. Wenigstens klatschen die Spielerinnen ihre Fans noch ab, bei welchem Verein ist das noch so? Das gibt es nicht mehr häufig.
    Du solltest dazu auch wissen, dass das Niveau im FF deutlich angezogen hat und dass die Spielerin heute nach 90 Minuten eben normalerweise total leergepumpt sind, sowohl körperlich als auch mental. Und da sollen sie dann noch ein lächelndes Gesicht aufsetzen?

    Darüber hinaus sollte man einmal eines bedenken: Das Durchschnittsalter im Turbinekader liegt bei 22 Jahren, älter als 26 ist nur Jenny Zietz, die zur Zeit verletzt ist? Will man diesem Kader tatsächlich Vorwürfe machen? Die Kapitänin ist gerade einmal 20 Jahre alt und muss diese Rolle übernehmen, weil uns alle anderen potentiellen Kapitäninnen weggelaufen sind!

    Darüber hinaus sehe ich die Fans nicht derart kritisch. Du musst bedenken, dass am vergangenen Sonntag 88 Minuten kaum eine Anfeindung in Richtung der Frankfurter Spielerinnen oder der Schiedsrichterin gegangen ist. Wer sagt denn, dass das Ganze in Frankfurt nicht ähnlich eskaliert wäre? So wie die Frankfurter Presse sich regelrecht auf Tabea Kemme eingeschossen hat („Frustfoul“ etc.) und auch hier herumgezetert wurde, frage ich mich ernsthaft, ob das Ganze mit umgekehrten Vorzeichen (1:1, Krieger und Schmidt krachen mit den Köpfen zusammen, Kemme schießt das entscheidende Tor und zieht sich dann einen Kreuzbandriss zu) nicht genauso gut in Frankfurt hätte passieren können? Wer garantiert uns das? Das war eine Situation, die man nicht einfach nehmen kann und sagen: Woanders wäre das anders gelaufen!

    Das von den Spielerinnen keine die Initiative ergriffen hat, kann man ihnen nicht vorhalten. Sie standen ebenso unter Schock wie die Frankfurterinnen, die einfach weitergespielt haben. Alle anderen Spielerinnen, die nicht auf dem Platz standen, waren bereits in der Kabine und kümmerten sich um Mirlach und Singer!

    Man sollte hier keine Vorwürfe mehr an irgendjemanden richten für das, was am Sonntag nach der 89. Minute passiert ist! Wäre abgepfiffen worden, wäre das schon längst kein Thema mehr, so hat man einen Ausnahmezustand hervorgerufen, den es so nie gab und hoffentlich auch nie wieder geben wird. Ausnahmezustand ist Ausnahmezustand und da kann alles passieren.

    Gerade bei einem Spiel wie Potsdam-Frankfurt werden da natürlich alte Wunden aufgerissen, hüben wie drüben. Es ist doch auch kein Wunder, dass die Frankfurterinnen gerade bei Tabea Kemme so emotional reagieren, doch hat eine 20-jährige solche Häme und absolute Hetze in der Presse verdient? „senste Bajramaj um“ war so das Heftigste, was zu finden war.

    Hier auch mal ein Wort an @enthusio: Diese Fanfeindschaft und das Aufbauschen Kemme/Garefrekes geht zur Zeit allein von Frankfurt aus, die sich eben auf die junge Spielerin eingeschossen haben.

    Ich jedenfalls denke, dass die Fans in Potsdam per se nicht unfairer sind als andere, sie sind emotionaler. Und das sollte man doch befürworten. Letztlich ist Fußball nunmal Fußball, egal ob Frauen oder Männer. Dass solche Fans auch immer mehr im FF vertreten sind, sollte man nicht auf Potsdam schieben, denn es ist eine Nebenwirkung der großflächigen medialen Resonanz, die man vor der WM haben wollte, mit der man auch die Bundesligastadien füllen wollte und die nunmal nicht von Potsdam ausging, sondern von Dietrich und Neid! Ich bin mir sicher, dass viele dieser Fans vor der WM noch nicht bei Turbine waren.

    Es ist schade, dass nun einmal wieder alle Schuld bei Potsdam gesucht wird. Zum Glück sehen das selbst die Frankfurt-Fans mittlerweile nicht mehr so. Eine schrieb im Fanforum: „Eigentlich hätte man einfach abpfeifen sollen!“

    Wenn wir hier schon bei Fairness usw. angekommen sind: Die Potsdamfans haben aus Sonntag gelernt. Es gab eine offizielle Entschuldigung von Spielerinnen und dem Fanclub sowie ein großes Plakat beim Spiel gegen Lüttich (Gute Besserung, Steffi, Alex UND Lira). Bei Frankfurt gab es noch nicht einmal ein Plakat, auf dem „Gute Besserung, Lira“ draufstand. Und da stellt sich mir dann mal wieder die Frage, inwieweit man das Geschehen nach der 89. Minute überhaupt von heute ausgesehen bewerten kann!

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  • Sheldon sagt:

    Ihr solltet euch endlich entscheiden, was ihr wollt! Wollt ihr, dass FF mediale Aufmerksamkeit bekommt und im Fernsehen oder im Internet gezeigt wird, dass die Spielerinnen von ihrem Gehalt einigermaßen über die Runden kommen können und dass der Frauenfußball nicht den Anschluss an die internationale Spitze verliert?

    Dann solltet ihr froh sein über jeden Zuschauer, der Sonntags nachmittags in die Stadien kommt und der eine Karte kauft!

    Nur von Rentnern und Kindern kann sich ein Verein nicht finanzieren! Es ist schön, dass du Duisburg und Essen ins Spiel bringst, enthusio, beide stehen regelmäßig kurz vor der Insolvenz und können ihren Spielerinnen kaum die Gehälter zahlen! Deswegen sind Grings, Bresonik und Co. nicht weggegangen, man konnte sie bei Duisburg einfach nicht mehr länger halten. Und das liegt nunmal auch daran, dass Duisburg an Faneinnahmen kaum etwas verdient.

    Potsdam dagegen ist überhaupt der einzige Verein, der in Brandenburg irgendwas reißt. Brandenburg ist nunmal infrastrukturell nicht der tollste Ort (und ich weiß, wovon ich rede, ich komme gebürtig aus Mecklenburg-Vorpommern, da ist es genauso trostlos), da gehen eben nicht nur die Fans zu einem FF-Ligaspiel, sondern auch die Chaoten, da es kaum andere Möglichkeiten für sie gibt, als sich dort zu treffen. Das ist keine Entschuldigung für ihr Verhalten, es ist nunmal einfach so, das sind einfach Nebenwirkungen dessen, dass FF populär wird und aus der Nische rauskommt. Da geht man eben nicht mehr zur Hertha, die sowieso noch ne halbe Stunde weiter weg ist und nix mehr reißt, da geht man dann eben zu Potsdam, die gewinnen wenigstens.

    Wäre in Frankfurt sicherlich genauso, wenn dort die Eintracht und der FSV im Mittelmaß versinken würden.

    Das, was du schreibst, @enthusio, das ist genau der Unterschied zwischen Amateur- und Profisport. Im Amateursport kommen tatsächlich nur die Alten und die Familien, im Profisport kommen nunmal auch noch die Chaoten!

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  • P. Kraft sagt:

    @Sheldon, in so vielen Ansichten sind wir nicht so verschieden. Du hast recht, es hat sich viel geändert. Auch der gestiegene Leistungsdruck. Bei weitem kann ich die spielerische Leistungen nicht so gut einschätzen wie du, daher bezog ich mich auf mein Wohlfühlen im Stadion. Und sorry, das Stadion besteht nicht nur aus der Tribüne-Seite. Das Abklatschen erlebe ich gegenüber nie. Das Spruchband habe ich gesehen, aber nicht lesen können. Es war leider etwas verzogen, auch jenes vom letzten Sonntag, wo etwas über Herr Dietrich stand. Es war leider nicht vollständig zu erkennen.

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  • TomS sagt:

    @P.Kraft (zum Beitrag 13:03)
    Da sprichst Du mir aus der Seele.
    Auch wenn ich oft die Spiele nur bei DFB-TV sehen kann fällt mir das auch auf.
    Man sollte die nähe zu den Fans nie verlieren!
    Und man sollte versuchen die agressive Stimmung (wenn vorhanden) entgegen zu wirken.(war ja auch eine Frage bei der PK,der, wie ich finde, etwas ausgewichen wurde. Da könnte man wirklich mehr tun.
    Und ein lächeln zu den Fans sollte doch nach einem gewonnenem Spiel mit großer Fanunterstützung wohl allemal drin sein.

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  • Sheldon sagt:

    @P.Kraft: Wenn du den „Wohlfühlfaktor“ bei Potsdam nicht bekommst, dann probier doch nen anderen Verein aus. Es gibt auch Menschen, die diesen „Wohlfühlfaktor“ als pure Langeweile empfinden!

    Einen Familienausflug kann man ja auch mal zu einem Spiel der Zweiten Mannschaft machen oder zu den Spielen von Lübars! Da wird es mit Sicherheit keine solchen Fans geben, da wird man direkt am Spielfeld stehen können, da kommen die Fans dann nach dem Spiel auch noch zum Grillen vorbei!

    Man sollte bedenken, dass die „Professionalität“ auch den FF erreicht hat. Fernsehübertragungen, Pressekonferenzen, Interviews, Medienpräsenz rund um die Uhr, dazu 40 Pflichtspiele im Jahr auf Topniveau (entspricht Minimum 1 Spiel pro Woche). Darüber hinaus eine knüppelharte Vorbereitung von Juli bis September, 7-8 Wochen dreimal am Tag Training, und zwar im Drill-Stil, um für die neue Saison wieder fit zu werden.

    Und da beschwert man sich noch über ein fehlendes Lächeln auf dem Gesicht? Entschädigen nicht Meisterschale und CL-Finale genug?

    Profifußball ist kein Hobby, das Spaß macht. Profifußball ist harte und erschöpfende Arbeit, bei der es dann nunmal auch ein müdes Applaudieren nach dem Spiel tut. Schließlich gibt ma 90 Minuten alles, um die Fans zufrieden zu stellen. Ist euch ein 0:5 lieber, wenn dafür die Spielerinnen danach noch frisch sind und gut gelaunt abklatschen?

    Ich habe selbst lang genug Amateurfußball gespielt, um zu wissen, dass man nach manchen Spielen einfach nur noch ne warme Dusche will und sich gerade noch vom Spiel schleppen kann.

    Insofern muss ich sagen, seit ihr schon ziemlich dreist, hier auch noch immer ein blitzsauberes Zahnarztlächeln nach dem Spiel zu fordern. Fordern kann man, dass die Spielerinnen ihren Job machen und die Spiele gewinnen und dabei möglichst noch hoch. 2,2 Punkte pro Spiel in der Bundesliga werden nur von Frankfurt und Duisburg getoppt, in den letzten 4 Jahren waren es sogar 331 in 136 Spielen, umgerechnet 2,43 Punkte in allen Wettbewerben, bei 34 Spielen pro Jahr!
    Mehr geht aber nicht, das sollte für nen Familienausflug reichen! Schließlich ist Fußball kein Puppenhaus, sondern ein Kampfsport!

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  • P. Kraft sagt:

    @sheldon
    Ich finde, das die Argumentation zu heftig wird. Du nimmst es zu persönlich. Ich wollte lediglich beschreiben, dass sich in den letzten Jahren einiges verändert hat und nahm dieses Beispiel. Und als zahlender Fan, sehe ich mich als Bestandteil dieses „Profi“Sports. Da wird auch mal mein „Wohlfühl“-Beitrag erlaubt sein. Und da gibt es auch kein „Wir“, sondern es war mein wachsender Eindruck im Stadion.
    Mit der von dir beschriebenen Professionalität hat sich viel verändert. So einiges Gutes sogar, da gebe ich dir absolut recht, aber das kann doch nicht ernsthaft bedeuten: Pöbelnde Fans rein, Familien und Fußballfreunde raus!
    Hier wurde schon geschrieben, dass sich die echten FF-freunde stärker gegen diese beleidigenden Schreihälse wehren sollten. Daran will ich mich lieber halten. Vielleicht kan der Verein auch seinen Beitrag dazu leisten.
    So, jetzt gehe ich zum Spiel! Allen einen schönen Sonntag 😉

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  • Sheldon sagt:

    @P.Kraft: Ich habe nichts dagegen, wenn man seine persönliche Sicht darstellt. Ich habe nur etwas dagegen, wenn man etwas fordert, was überhaupt nicht möglich ist.
    Ich frage dich, ob es in diesem Spiel auch nur irgendeinen hasserfüllten Kommentar VOR der 89. Minute gab.

    Es geht hier doch nur um die Reaktionen in der Nachspielzeit. Was soll ein Verein da machen? Da KANN man nichts machen!

    Wenn du eine Ariane Hingst hier zitierst, dann war das ein ganz anderes Spiel. Glaubst du, eine Ariane Hingst hätte anders reagiert am Sonntag? Glaubst du, eine Viola Odebrecht hätte anders reagiert? Ich denke Nein! Denn sie wären genauso geschockt gewesen!

    Tut mir leid, aber da vergleichst du Äpfel mit Birnen! Bei Turbine wurde in der letzten Zeit einiges deeskalierend getan, Schröder hat sich mit Neid versöhnt, ein wichtiger Schritt, man hatte eigentlich ein sehr entspanntes Verhältnis zum FFC vor dem Spiel, ein Verhältnis wie schon lange nicht mehr!

    Wenn du dich als „echter FF-Freund“ gegen diese Typen wehren willst, steht dir das frei. Du kannst eine Aktionsgruppe gründen, du kannst Plakate malen, du kannst Turbine bei Ermittlungen gegen diese Leute helfen, das kannst du alles tun. Bei 1000 Fans im Stadion zählt da jeder Einzelne.

    Aber hier anonym in einem FF-Blog Forderungen gegen einen Verein zu stehen, nur weil einmal etwas schief gegangen ist, in einer Situation, in der du als Verein hilflos bist. Das ist nicht fair, weder dem Verein noch den Spielerinnen gegenüber!

    Tabea Kemme macht diesen Job als Kapitänin seit 6 Spielen, Jenny Zietz ist noch verletzt. Sie hat sicher noch nicht die Reife einer Ariane Hingst und sie hat mit Frankfurt auch nicht die allerbesten Erfahrungen. Aber sie macht ihren Job mit ihren 20 Jahren sehr gut und man sollte doch so fair sein, ihr die nötige Zeit zu geben, die man nun einmal braucht!

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  • P. Kraft sagt:

    Es soll Schiedsrichterinnen geben, bei denen steht Potsdam im schlechten Ruf. Vor zwei Jahren lernte ich eine ehemalgie Offizielle kennen, die davon berichtete, dass es in anderen Stadien weniger beleidigend zugeht.
    Die Aggression war bereits vor der 89. Minute, das sagte ich bereits, und auch schon in anderen Spielen zu beobachten. Beispiel: Neben mir stand den gewissen Sonntag ein älteres Ehepaar, die Frau bat eine Gruppe junger Männer, nicht derartige Äußerungen zu tätigen (das geschah lange vor der 89.). Sie wurde lauthals verspottet, sie solle doch das Stadion verlassen oder sich woanders hinstellen. Den tatsächlichen Wortlaut möchte ich nicht wiederholen. Tendenziell sind einige Zurufe sehr beleidigend, sexistisch und manchmal sogar rassistisch, ob du das nun wahr haben willst oder nicht.
    Und das ist nicht auch Vereinssache?
    Seltsamerweise stehen diese Menschen direkt an einem Plakat von 03 Babelsberg (glaube ich), wo um Toleranz geworben wird.
    2. Beispiel: Direkt in der Kurve stehen ältere Männer, die in der zweiten Halbzeit sich dort ausbreiten. Sie hinterlassen gerne ihre kleinen Flachmänner, wenn sie gehen. Einer der Herren wollte einer Gruppe von Frauen eine „reinziehen“, weil sie sich gegen deren Äußerungen verwehrten. Mehrere Menschen waren in diese Situation einbezogen. Die Gruppen trennte einzig der Eisenzaun. Kinder waren auch dabei.

    Es gäbe noch mehr Beispiele zu berichten, doch was solls, ich werde wohl ein Plakat malen müssen, vielleicht hilft das ja. Oder ich gehe in die 2. Liga.
    Ich frage mich, wer hier eigentlich die Grenze ziehen darf zwischen echte und nicht echte FF-Fans. Gibt es da Gütekriterien, die ich noch nicht kenne?

    Außerdem habe ich selbst geschrieben, dass es unterschiedliche Situationen mit Ari und dem Spiel vom 30. September waren. Was willst du eigentlich? Nur Dampf ablassen bei jemanden, der nicht so denkt, wie du?

    In diesem Thread geht es um die Verletzung von Lira, es gab viele Genesungswünsche und manche Versuche der Erklärung. Leider sind auch hier einige Anfeindungen zu den Lagern Frankfurt-Potsdam herauszulesen, die mir absolut unwichtig sind, weil ich gerne zu den Heimspielen gehe. Und wenn Frankfurt spielt, sehe ich es als besonderes Highlight an und freue mich darauf. Diese permanenten Anfeindungen wegen dieser „Rivalität“ sind für mich der eine Wehmutstropfen, ein weiterer die gewachsene Aggressivität im Stadion. Das muss auch mal gesagt werden dürfen.

    Wenn du mich im Stadion suchst, dann komm auf unserer Seite. Mein Name ist Peter Kraft. Woran erkenne ich dich eigentlich, Sheldon? Trägst du eine Mütze?

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  • P. Kraft sagt:

    Korrektur zu meinem letzten Beitrag!
    „Seltsamerweise stehen diese Menschen direkt an einem Plakat von 03 Babelsberg (glaube ich), wo um Toleranz geworben wird.“
    Das soll nicht heißen, dass es Fans von 03 sind, sondern ich vermute, dass diese Menschen den Sinn des Transparentes nicht verstehen oder noch nicht gelesen haben.

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  • MatzeM sagt:

    @Sheldon: Fußball ist kein Kampfsport! In Kampfsportarten geht es darum, den Gegner durch körperliche Gewalt zu bezwingen, z.T. auch durch gezieltes Beibringen von Schmerzen (z.B. Armhebel im Judo).
    Fußball ist zwar kein körperloses Spiel und es soll auch „gekämpft“ werden (im Sinne von Einsatz zeigen), aber es ist in erster Linie ein Spiel und kein Kapfsport! Ich finde Deine Brachialrhetorik ziemlich daneben.

    Matze

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  • busyr sagt:

    @Detlef:

    Ich denke mal, es kommt drauf an, wo im Stadion man gesessen bzw. gestanden hat. Ich stand in beiden Halbzeiten jeweils hinter dem Frankfurter Tor (also HZ1 auf der überdachten Tribüne, HZ genau gegenüber) und habe, wie scheinbar auch Sheldon, bis zum Wiederanpfiff nach dem schlimmen Zusammenstoß keinerlei böse Worte oder gar Beleidigungen vernommen. Möglicherweise war das auf der Haupt- oder Gegentribüne anders. In sofern ist es nicht ganz fair, jemandem direkt zu unterstellen, er wäre noch nie im Karli gewesen. Wie gesagt – es kann ja sein, dass er auch wo stand, wo es keine solchen bösen Rufe gab.

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  • waiiy sagt:

    Ich denke, dass Lira nach dieser Saison die ganz große Gewinnerin bei Frankfurt und in der N11 werden kann. So, wie sich alles entwickelt, wird wohl Frankfurt diese Saison nur rumtrudeln und sich selbst suchen. Und auch bei der N11 sehe ich nicht, dass wir souverän durch die EM marschieren werden, da Mannschaften wir Schweden, England und Frankreich stark auf- bzw. schon überholt haben. Mit dem starren System werden wir auf die Dauer nicht weiterkommen gegen Mannschaften, die auch innerhalb des Spiels variieren können. Ich sehe uns daher 2015 bei der WM eher als titellosen Underdog mit Perspektive (falls nach der EM frisches Blut auf die Trainerbank kommt).

    So sollte Lira sich ordentlich auskurieren, den Verein nach der Saison wechseln und nächste Saison in einem neuen Verein, mit einer neuen Bundestrainerin neu durchstarten. Ich hoffe, sie wird wieder so stark wie in ihren besten Zeiten. Dann wird sie 2015 wirklich das Gesicht unserer N11 und die Mannschaft dort auch wirklich führen (wenn man sie denn lässt).

    Meine besten Wünsche hat Lira, egal wohin es sie verschlägt.

    waiiy

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  • waiiy sagt:

    @Detlef: Ich denke, dass man wirklich mit der Zuschauerkulissen in Potsdam zufrieden sein kann. Man hat konstant ein relativ hohes Level an Zuschauern, dass nicht künstlich durch Aktionen hochgehalten wird. Es kommen regelmäßig Fans des im Karli beheimateten Clubs Babelsberg 03 ins Stadion und das Publikum geht zu Hause wie auch auswärts sehr mit der eigenen Mannschaft mit. Die meisten Anhänger anderer Vereine können bestätigen, dass die Potsdamer Fans meist zahlreicher bei Spielen sind als andere Auswärtsteams.

    Dass es gegen Frankfurt gerade in der Phase nach der 89. Minute Entgleisungen gegeben hat aus dem Publikum heraus, ist Tatsache und soll auch nicht von der Hand gewiesen bzw. verharmlost werden.

    Aber die Umstände, die für die Spielerinnen gelten (dass sie geschockt waren), gelten auch für die Zuschauer. Dass dann Unverständnis hinzukam und dass keiner daran dachte, dass doch alles regelgerecht ablief, kann man keinem zum Vorwurf machen, weil so ein Unglückfsfall in einem der beiden wichtigsten Heimspielen, kurz vor Schluss, beim Stand von 1:1 passiert ist. Dass das Publikum der Heimmannschaft dann alles versuchen wollte, um den drohenden Gegentreffer zu vermeiden, ist auch klar. Dass dann Frust nach diesem Treffer da war, ist auch klar. Dass man diesem Frust durch Lautstärke Luft macht, ist auch klar.

    Dazu kommt, dass sich das Publikum bereits innerhalb der 89 Minuten durch abfällige Gesten (Peter), versteckte (Behringer, Peter) und brutale (Behringer) Fouls, die teilweise nicht einmal geahndet wurden, provoziert fühlte.

    Das sollte man alles beachten, wenn man hier den Richterstab schwingen will.

    Dass es dann unter mehreren Tausend Zuschauern, die auch nicht zwingend aus der Oberschicht stammen (zum Glück ist Fußball ein Spiel für einfache Leute), Einige gibt, deren Verbalattacken entgleist sind und deutlich unter die Gürtellinie gingen, ist leider verständlich und eine Spiegelbild der Gesellschaft.

    Btw: Dies ist kein Turbine-Phänomen, wie man gut im Forum von Frankfurt erkennen kann, wo sogar extrem und unsachlich gehetzt wird (und das meiner Meinung sogar von Jemandem, der/die auch hier schreibt).

    Mein Fazit ist, dass es nicht schön ist und dass man sich im Stadion aktiv dagegen wehren sollte, wenn man in der Nähe steht. Dass diese Ausbrüche aber in einer Gesellschaft, in der Fäkalbücher auf der Beststellerliste ganz oben stehen, hinzunehmen ist. Wir haben da eher ein Gesellschaftsproblem, dass sich auch im Stadion manifestiert und was natürlich bei großen Zuschauermengen mehr zum Tragen kommen als bei wenigen Zuschauern.

    waiiy

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  • Sheldon sagt:

    @waiiy: Du vergisst eine Sache: 1. hat Lira bei Frankfurt leider einen Vertrag bis 2014 unterschrieben, das bedeutet, sie würde einem neuen Verein sehr teuer sein, denn SiDi wird sie für keinen Preis der Welt abgeben (und wenn es nur deswegen ist, damit kein anderer Verein von ihrem Potential profitieren kann, das man bei Frankfurt nicht ausschöpfen kann).

    Allerdings denke ich genauso wie du: Lira kann immer noch die beste Spielerin aller Zeiten werden. Zidane hat schließlich auch bis zum Alter von 26 gebraucht, bis er ein echter Star wurde.

    Geht sie zum richtigen Verein und hat eine Trainerin im Nationalteam, die sie zum Kopf der Mannschaft macht, kann sie die Größte werden. Aber dazu muss sie endlich selbst wissen, was sie will und den Mut haben, auch hier und da vielleicht die Entscheidung GEGEN ihren Berater zu treffen!

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  • Detlef sagt:

    @waiiy,
    Im Prinzip hast Du ja recht!!!
    Ich bin selber so oft es mir möglich ist im KARLI, obwohl ich wahrscheinlich den weitesten Anfahrweg aller Fans habe!!!
    Außerdem bin ich auch auf „fremdem Acker“ oft dabei, national wie international!!!

    Ich will mich hier aber nicht zum „Muster-Fan“ aufspielen, denn das wäre auch nicht wahr!!!
    Auch ich habe die Schiedsrichterin ausgebuht, als sie in den 89 Minuten vor dem Zusammenprall so katastrophal pfiff!!!
    Natürlich denke ich dann später auch entsetzt; „heute bist Du aber wieder artig über das Stöckchen gesprungen, daß uns der DFB hingehalten hat“!!!
    Aber nach dem ALEX und MIRLI so lange behandelt werden mußten, und ich die angstverzerrten Gesichter der TURBINE-Spielerinnen gesehen habe, war ich nur noch fertig mit der Welt!!!
    Ich dachte an unsere vielen Verletzten, und nun kamen gleich zwei weitere dazu, so kurz vor Ende des Spieles!!!
    Den Treffer von LIRA habe ich nur so nebenbei mitbekommen, dachte noch so, naja, typischer Frankfurt-Dusel eben!!!
    Wie man so ein Spiel überhaupt noch einmal anpfeifen konnte, erschließt sich mir bis heute nicht!!!

    Aber eigentlich ging es ja um die Leute, die LIRA ausgebuht haben, als sie verletzt am Boden lag!!!
    Ich fand das unsportlich, vor allem weil es keinen Grund dazu gab!!!
    Jede Unterbrechung nutzte eigentlich nur TURBINE, und störte Frankfurts Aufbauspiel!!!
    Als LIRA dann auch rausgetragen wurde, verstummten bei uns die Buh-Rufe zusehens!!!
    Ich dachte spontan;“ nicht schon wieder sie“, denn eigentlich mag ich LIRA immer noch, und fand ihre Rolle bei der WM und danach bei Frankfurt eher bemitleidenswert!!!
    Ausgerechnet sie wurde nun zur „Buh-Frau“ und zur (wahrscheinlich) am meisten Geschädigten gleichermaßen!!!

    So unsportliich es auch war, aber fürs Ausbuhn und Auspfeifen gibt es keine Strafen vom DFB!!!
    Aber wenn Gegenstände in Richtung Trainerbank oder Spielfeld fliegen, kennt der DFB normalerweise kein Pardon, dann gibt es drastische Strafen!!!
    Jedem TURBINE-Fan, der unseren Verein wirklich gern hat, muß deshalb aufpassen, was um ihn passiert!!!
    Hier darf auch nicht gezögert werden, solche „Fans“ zu maßregeln, und gegebenenfalls beim Ordnungsdienst anzuzeigen!!!
    Es gibt dann auch keine Ausreden; „die Schiedsrichterin hätte so schlecht gepfiffen“, oder „der Gegner war ja so unfair“!!!
    Auch die Leute ohne Hochschulabschluß haben ein Organ zwischen den Ohren, was hin und wieder benutzt werden sollte!!!

    TURBINE ist nun nicht soooo sehr auf Rosen gebettet, daß sie solche Strafen problemlos aus der Portokasse zahlen könnten!!!
    Das Geld fehlt später im Nachwuchsbereich oder beim Halten/Verpflichten von Spielerinnen!!!

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  • waiiy sagt:

    @Detlef: Hier wurde mittlerweile akzeptiert, dass die Schiedsrichterin, die beiden Trainer, die beiden Manager und die Mannschaften mit dieser Situation überfordert waren. Dann muss man das den Zuschauern auch zugestehen, auch wenn es falsch war.

    Und wenn es in so einem Fall eine Strafe wegen Werfens von Gegenständen gibt, darf Turbine gern eine Klingeldose hinstellen und ich zahle auch ein, auch wenn ich nie etwas werfen würde. Aber ich akzeptiere halt, dass auch der gemeine Zuschauer mal überfordert ist.

    Dass Lira ausgebuht wurde, hängt sicher zum Einen mit dem Tor, zum Anderen mit dem Wechsel im letzten Jahr zusammen. Es gibt halt einige Zuschauer, die nicht abhaken können, dass eine Spielerin auch mal weggeht. Aber die Mehrzahl der Zuschauer in Potsdam hat Lira immer noch im Herzen. Da bin ich überzeugt.

    waiiy

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  • waiiy sagt:

    Heute gibt es übrigens eine Doppelseite für Lira mit Freund im Interview in der SportBild. Darin erzählt Lira, dass sie eine Freigabeklausel ohne Ablösesumme für 2013 in ihrem Vertrag hat und gern auch neue Dinge kennen lernt. (ohne Wertung meinerseits)

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  • Detlef sagt:

    Übrigens gibt es jetzt in Potsdam sehr viele neue Dinge, ähh ich meine natürlich Spielerinnen, die man kennenlernen könnte!!! 😉

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  • frosti sagt:

    Frank“reich“ ist ja auch ganz schön!

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