Verletzungen überschatten Spitzenspiel, Aufsteiger überraschen

Von am 30. September 2012 – 17.27 Uhr 89 Kommentare

Der 1. FFC Frankfurt hat das Spitzenspiel des vierten Bundesliga-Spieltags beim 1. FFC Turbine Potsdam mit 2:1 gewonnen und damit die Tabellenführung übernommen. Dabei wurde die Partie allerdings von schweren Verletzungen in der Schlussphase überschattet.

Beim Stand von 1:1 stießen die Potsdamerinnen Stefanie Mirlach und Alex Singer in der 87. Minute mit den Köpfen zusammen. Beide mussten minutenlang behandelt werden und anschließend vom Feld getragen werden. Das medizinische Team der Frankfurter half bei der Versorgung der Spielerinnen. Schiedsrichterin Riem Hussein entschied anschließend, fünf Minuten nachspielen zu lassen. In der siebten Minute war schon Potsdams Antonia Göransson verletzt ausgewechselt worden.

Auch Bajramaj verletzt
Turbine-Trainer Bernd Schröder hatte bereits dreimal gewechselt, sein Team stand in der Nachspielzeit nur noch zu neunt auf dem Feld. Fatmire Bajramaj nutzte in dieser Phase eine Vorlage von Ana-Maria Crnogorcevic zum 2:1-Endstand. Bajramaj und die Frankfurterinnen verzichteten im gellenden Pfeifkonzert der Potsdamer Fans auf den Jubel. Und möglicherweise müssen die Frankfurterinnen den Sieg teuer bezahlen, denn ausgerechnet die Torschützin musste nur wenige Minuten später nach einem Foul von Tabea Kemme mit einer augenscheinlich schweren Knieverletzung vom Feld.

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Fatmire Bajramaj

Erst das 2:1 erzielt, dann verletzt vom Feld: Fatmire Bajramaj © Nora Kruse / ff-archiv.de

Chancen auf beiden Seiten
So stand das Spitzenspiel ganz im Zeichen der Schlussphase. Zuvor hatte Kerstin Garefrekes die Frankfurterinnen in der 59. Minute nach einer Hereingabe von Sandra Smisek mit 1:0 in Führung gebracht. Die Gastgeberinnen kamen in der 71. Minute zum Ausgleich. Yuki Ogimi köpfte einen Freistoß von Patricia Hanebeck zum 1:1 in den Kasten von Nationaltorhüterin Nadine Angerer. Vor 4120 Zuschauern hatten beide Teams Möglichkeiten, die Partie zu entscheiden. Kurz vor dem Ausgleich kratzte Saskia Bartusiak einen Ball von Ogimi noch von der Linie, in der 80. Minute konnte Lisa Evans einen Schuss von Crnogorcevic klären.

Wolfsburg holt drei Punkte in Jena
Vize-Meister VfL Wolfsburg fuhr vor 500 Zuschauern einen 3:0-Erfolg beim FF USV Jena ein. Conny Pohlers brachte die „Wölfinnen“ mit dem 1:0 bereits in der vierten Minute auf die Siegerstraße. Kurz nach der Halbzeit legte Zsanett Jakabfi (48.) das 2:0 nach, ehe Pohlers in der 70. Minute das 3:0 gelang.

Maren Wallenhorst

Maren Wallenhorst sorgte für das entscheidende dritte Tor der Gütersloherinnen. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Gütersloh überrascht gegen Duisburg
Der FCR 2001 Duisburg musste unterdessen eine 2:3-Niederlage beim FSV Gütersloh 2009 einstecken. Der Aufsteiger führte nach 26 Minuten durch die Treffer von Nina Claassen (16.) und die Ex-Duisburgerin Anne van Bonn (26.) bereits mit 2:0, ehe Jackie Groenen (42.) kurz vor der Halbzeit verkürzen konnte. „Wir waren nicht entschlossen und konsequent genug vor dem Tor und sind dann eiskalt ausgekontert worden“, so Duisburgs Trainer Marco Ketelaer. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Maren Wallenhorst in der 67. Minute auf 3:1. Doch durch den Treffer von Gülhiye Cengiz in der 82. Minute zum 3:2 entwickelte sich eine spannende Schlussphase, in der die Ostwestfälinnen den knappen Erfolg aber über die Zeit brachten.

Mit nun sechs Punkten liegt Gütersloh auf dem vierten Rang, der FCR mit drei Zählern auf dem neunten. „Ganz klar: Mit drei Punkten aus drei Spielen können wir nicht zufrieden sein“, hadert Ketelaer mit dem schwachen Saisonstart.

Sindelfingen holt die ersten Punkte
Aufsteiger VfL Sindelfingen hat beim 3:2 (0:1)-Sieg gegen den SC Freiburg die ersten Punkte der Saison gewonnen. Dabei hatten die Gastgeberinnen nach dem Elfmeter-Treffer von Juliane Meier (42.) sowie dem Tor von Irlands Nationalspielerin Fiona O’Sullivan (60.) bereits mit 0:2 zurückgelegen. Doch innerhalb von fünf Minuten drehte der VfL die Partie. Für den Aufsteiger trafen Julia Schneider (80.), Jana Sprengler (81.) und Alexandra Szarvas (85.)

Punkteteilung in Leverkusen
Im rheinischen Duell teilten sich Bayer 04 Leverkusen und der SC 07 Bad Neuenahr die Punkte. Die Partie endete 1:1. Zunächst hatte Nicole Roser (28.) die Gäste in Führung gebracht. Eunice Beckmann (65.) glich für die Werkself aus.

FCB verliert in Essen
DFB-Pokalsieger FC Bayern München verlor bei der SGS Essen mit 0:2. Vor 1331 Zuschauern gelangen Sabrina Dörpinghaus (30./55.) beide Treffer.

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89 Kommentare »

  • Michele sagt:

    Warum bekommt Kemme dafür nicht die rote Karte? Es war doch offensichtlich, dass es ihr nicht um den Ball ging! Ich will nicht behaupten, sie wollte Lira schwer verletzen, aber sie hat ihren Frust an ihr abgelassen! Hoffentlich ist es nicht der befürchtete Kreuzbandriss! Das wäre wirklich unfassbar! Erst ihr Freund Enis und dann auch noch Lira? Man kann nur hoffen, dass es nicht so schlimm ist!
    Natürlich wünsche ich auch Alex Singer und Steffi Mirlach alles Gute und einen schnellen Heilungsprozess!

    (-2)
  • H2O sagt:

    @Michele
    Die Frage habe ich mir zuerst auch gestellt (wie ich im anderen Thread geschrieben habe 🙂 ).
    Nach der Wiederholung würde ich jedoch eher auf gelb entscheiden (wobei ich rot auch verstanden hätte).
    Gar keine Karte ist aber eine Fehlentscheidung der Schiedsrichterin.

    (-2)
  • H2O sagt:

    Super das das Wolfsburg (ok, wie erwartet) heute wieder klar gewonnen hat. Ich finde es auch schön, dass von den großen 3 schon zwei punkte gelassen haben. 🙂

    (0)
  • FFFan3 sagt:

    Michele und H2O: Da hätten noch eher einige der Fouls von Frankfurt geahndet werden müssen. Schade, dass es dann auch noch zur Verletzung von Lira geführt hat. Tabea hat sich dann auch bei Lira entschuldigt, was ich unter den Umständen sehr fair finde.

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  • ruby sagt:

    Ich kann bei tabea kemme nicht einmal ein richtiges foul sehen. nach meinem empfinden tritt lira einfach nur auf den ball, rutscht aus und kommt dann doof auf. klar kam kemme von hinten an,aber sie hat nicht zugetreten oder sonst was gemacht.

    und das weiterspielen von frankfurt finde ich persönlich ganz schwach. bei platzwunden weiterspielen, ok. aber wenn 2 spielerinnen mit halskrausen und übelst blutend vom platz getragen werden, ist es doch recht grenzwertig, vor allem in der 89.min.
    aber die buh rufe von einigen fans gegen lira konnte ich nicht im geringsten nachvollziehen. eine schande für den rest der „normalen“ nicht rumpöbelnden turbinefans.
    gute besserung an die 3 verletzten !

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  • xXx sagt:

    Wieso sollte Kemme denn eine Rote Karte bekommen? Das war an Bajramaj ja kein hartes Foul, sondern ein allerwelts Foul, bei dem dann Bajramaj leider im Rasen hängen geblieben ist. Für das Foul von Kemme kann man Freistoß geben (wenn überhaupt), eine Karte wäre da falsch gewesen, so großzügig (immerhin hat sie einige Gelbe Karten für Frankfurterinnen auch stecken lassen), wie die Schiedsrichterin sonst das Spiel gepiffen hat.

    Das sich Bajramaj dann dabei schwer verletzte ist eher unglücklich, dafür kann Kemme nichts.

    (1)
  • ballander sagt:

    der fussball hat heute seine seele verloren. ich bin tief betroffen. wo sind menschliches mitgefuehl, anstand und moral? wo sind die werte, die unser miteinander tragen, die uns und unsere naechsten durchs leben begleiten und die uns in den spiegel schauen lassen?

    (1)
  • laasee sagt:

    Frankfurt played the better football.
    But, Patti Hanebeck was the best player in the game (N11 ?!?).

    The injuries at the end of the game decided the result.
    Perhaps 1:1 would have been a fair result.

    Best wishes to the three injured players.

    (0)
  • Katerli sagt:

    ich kann Ballander nur zustimmen, in mehrfacher Hinsicht. Ich war selbst im Stadion und hätte als Turbine-Fan vor Scham im Boden versinken können, als Lira mit groben Anwürfen und Pfiffen von einigen, aber ziemlich dominanten Fans begleitet vom Platz getragen wurden. Das waren wahrscheinlich die gleichen, die Lira hochgejubelt haben,als sie noch in ihrer ersten Saison erfolgreich für Turbine gespielt hat.
    Aber – und das muss ich auch sagen, und das hat sicher auch etwas zum Hochpeitschen der Emotionen beigetragen (ist aber keine Entschuldigung für obengenanntes Verhalten) – von einer „Fast-Nationalmannschaft“ hätte ich ein anderes moralisches Verhalten erwartet. Wie kann man solche Situation, da nur noch 9 Spielerinnen auf dem Platz stehen beim Gegner, und dessen Spielerinnen auch noch unter Schock standen, nach dem was zuvor auf dem Rasen passiert war, so kaltblütig ausnutzen? Da gibt es wohl sogar im Männerfußball Beispiele, dass wenn schon der Schiri kein Einsehen hat, man sich in einer solchen Situation zurückhält. Ich finde das erbärmlich. Hat jemand mitgekriegt, ob das die Entscheidung der Frankfurter Spielerinnen selbst war oder ob sie dazu anweisungen vom Trainer bzw. gar Herrn Dietrich erhalten haben?
    Das 1:1 enstprach in etwa dem gesamten Spielverlauf und normalerweise wären die Frankfurterinnen wahrscheinlich auch über ein Unentschieden in Potsdam erfreut gewesen …
    Zu den Schiri-Leistungen mag ich nichts sagen und frage mich nur, wie das weitergehen soll, es war ja keine Ausnahme und auch dadurch wird der FF zerstört, weil solche Fehlentscheidungen immer Emotionen hochkochen, die so gar nicht nötig sin

    (1)
  • H2O sagt:

    @FFFan3: Ja, da hast du recht. Es gab da noch einige Aktionen die fraglich waren und wo man Karten hätte zeigen können/müssen.
    Bei einigen Schiedsrichterinnen habe ich den Eindruck, dass sie eine Kartenallergie haben und versuchen möglichst wenige zu zeigen. 😀

    Das sie sich entschuldigt hat fand ich auch gut und keinesfalls selbstverständlich.

    @ruby:
    Also wenn man sich die Wiederholung anschaut sieht man es meiner Meinung nach ganz gut. Sie trifft von hinten kommend Liras linkes Bein in der Mitte mit ihrem rechtem Bein.

    @xXx:
    „Wieso sollte Kemme denn eine Rote Karte bekommen?“
    Ich meine ja, eine gelbe hätte gepasst. 🙂

    Fouls von hinten hinten in die Beine werden eigentlich schon als harte Fouls interpretiert. Zumindest ist da das Problem das selbst schon weniger heftige Zusammenstöße zu Verletzungen führen, da man sich nicht darauf einstellen kann.

    (-1)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Ich behaupte mal, dass durch solche Vorkommnisse, wie wir sie heute zur Kenntnis nehmen mußten und wie sie bereits von den Medien z.T. reisserisch aufgegriffen werden, dem FF eher geschadet wird und eine der (für mich) letzten Oasen so nach und nach auch noch verschwinden könnte.
    Zustände wie im MF-Profitum brauchen wir nicht – weder auf dem Spielfeld, noch auf den Rängen!
    Wenn „Fans“ vor lauter blindem Aktionismus austickend menschliche Werte im FF mit den Füssen treten, dann ist was oberfaul und extrem korrekturbedürftig. Und das sich jetzt selbst Aktive dran beteiligen, will mir momentan nicht so richtig in den Kopf.
    Wo führt das hin, wo soll das enden?

    (0)
  • Holle sagt:

    Ballander, ich kann mich Deiner Einschätzung nur anschließen.

    Ich bin im Stadion dabei gewesen und war während der 1,5stündigen Heimfahrt tieftraurig. Heute gab es nur Verlierer, kein guter Tag für den Frauenfußball!!

    Wie schlimm muss es für die Potsdamer Spielerinnen sein, ihre Mannschaftskoleginnen schwer verletzt und blutend am Boden liegen zu sehen. Einige standen sichtlich unter Schock. Dann, in der Nachspielzeit, ohne 2 verletzte Abwehrspielerinnen und unter dem Eindruck des Geschehenen einen eingeklinkt zu bekommen – ich kann nur hoffen, dass das der Mannschaft keinen Knacks für den weiteren Saisonverlauf – Sonntag ein k.o.-Spiel gegen Essen – gibt!!

    Sicher regelkonform von Frankfurt weiter auf Sieg zu spielen, sicher regelkonform von Frau Hussein die Zeit der Verletzungsunterbrechung nachspielen zu lassen, aber was hat das mit Fair play und Fingerspitzengefühl zu tun??

    Ich habe niemanden auf dem Platz nach Abpfiff lächeln oder gar jubeln gesehen. Beide Mannschaften blieben in der Kabine ohne auszulaufen. Es gab keine Sieger, nur Verlierer heute, auch die Fans haben zum Teil überzogen (Liras Verletzung), bei aller Unterstützung für die Mannschaft und bei allem Frust…

    Ich bin sehr betroffen – Gute Besserung und die besten Wünsche an alle verletzten Spielerinnen!!

    (1)
  • nowornever sagt:

    tabea kemme’s reaktion erinnerte irgendwie an die mit kerstin garefrekes … einfach schade!

    (-1)
  • hanah sagt:

    Erstmal Gute Besserung an Lira!!Ich hoffe es ist nicht so schlimm. Meiner Meinung nach war es ein Foul von Kemme aber sie wollte Lira sicherlich nicht schwer verletzten!!!:)Also gute Besserung an alle!!!;)

    (0)
  • Lucy sagt:

    Ist schon näheres zu den Verletzungen der Drei bekannt ?

    Bei Lira scheint sich der Verdacht auf Kreuzbandriss zu verhärten.

    Die Bundesfrau Neid hat das Spiel vorzeitig verlassen und so die turbulenten Schlußminuten nicht mehr mitbekommen.

    Stimmt es, dass es auf der PK noch Ärger (Schlägerei) gegeben haben soll ?

    (0)
  • brandy74 sagt:

    @ nowornever:
    wenn es überhaupt ein Foul von Kemme, war es eins, wie es 10mal im Spiel vorkommt und wenn für Dich dieses Foul so furchtbar war, dann hätten Peters und Behringer in der 1. Halbzeit schon fliegen müssen…

    (1)
  • Gerda sagt:

    Der Frauenfußball hat heute ein Stück weit seine Unschuld verloren. Bei allem Leistungsdruck, bei allem Ringen um die Punkte, bei aller Rivalität zwischen Frankfurt und Potsdam, aber was der FFC heute gemacht hat, das tritt den Begriff „Fairness“ mit Füßen. Frau Hussein kann nichts für die lange Nachspielzeit. Die Schiedsrichter sind eben an die Regeln gebunden, ob sie wollen oder nicht. Diese werden beobachtet und bewertet, also halten sie sich an die Vorgaben. Man kann über einzelne Entscheidungen immer diskutieren, aber nicht über die Nachspielzeit. Aber mit einem Funken sportlichem Anstand, dann stellen die Mannschaften das Spielen nach so einem Vorfall ein, insbesondere der „bevorteilte“ FFC Frankfurt. Dieser hat heute ein Beispiel an unfairem Verhalten von sich gegeben, dafür gibt es keine Entschuldigung, zumal der Spielstand von 1:1 prädestiniert dafür war, einfach nichts mehr zu tun. Sollte der FFC am Ende eventuell mit einem Punkt Vorsprung die Meisterschaft erlangen (egal ob vor Potsdam oder Wolfsburg), dann wäre ein sehr dunkler Schatten über diesem Titel….

    (1)
  • Sheldon sagt:

    Zunächst einmal, die Aktion von Winters und Mirlach fiel in die 89. Minute! In einem Spiel, in dem absolut nix anderes los war und wo es schon zur Halbzeit keine Nachspielzeit gab, waren 5 Minuten in jedem Fall zu viel!

    Dass hier die Diskussion von dem Foul an Bajramaj bestimmt wird, ist schon ziemlich verzehrt. Schließlich hätte diese Situation überhaupt nicht mehr stattfinden müssen. Die Spielleitung von Riem Hussein war bereits vor der Szene 90 Sekunden vor Schluss unterdurchschnittlich, so konnte Kulig sich freuen, dass sie nicht bereits schon nach 14 Minuten vom Platz geflogen ist und auch das Foul von Behringer an Anonma und Peter gegen Ogimi war mindestens Gelb!

    Doch sie hätte sich sehr viel Stress ersparen können, wenn sie einfach nach dem Zusammenstoß von Mirlach und Winters abgepfiffen hätte! Das wäre zwar nicht unbedingt ultrakorrekt nach den Regeln, doch es war im Nachhinein offensichtlich, dass ein vernünftiges Spiel nach dieser Szene nicht mehr möglich war!
    Ich meine, da liegen zwei Spielerinnen auf dem Platz, die möglicherweise bewusstlos sind, die beide mit Halskrause vom Platz getragen werden müssen.
    Ich frage mich, ob einer von euch sich da wirklich noch auf das Spiel hätte konzentrieren können!

    Ich frage mich, wie verzweifelt man in Frankfurt sein muss, dass man ein geschocktes und nicht mehr konzentrationsfähiges, dezimiertes Potsdamer Team in der Nachspielzeit dann noch besiegt, obwohl man sich vorher scheinbar schon auf ein Unentschieden geeinigt hatte und riesiges Glück hatte, nur eine halbe Minute vorher nicht noch das 2:1 bekommen zu haben. Da muss der Erfolgsdruck derart großartig sein, dass man jeden Punkt ums Verrecken braucht, und sei es, dass man dafür den Gedanken der Fairness komplett ausblendet!
    Das war auch Bajramajs Signal, sie hat nicht gejubelt, weil sie wusste: Das war nicht fair, aber wir müssen gewinnen!
    Hätte man sich darauf geeinigt, das Spiel mit Nichtangriffspakt über die Bühne zu bringen, läge Bajramaj nun wohl nicht mit Kreuzbandriss im Krankenhaus! So war sie daran schuld, dass die Potsdamerinnen überhaupt noch aggressiv weitergespielt haben.

    Wie auch immer, das Verhalten der Potsdamer Fans ist vielleicht objektiv nicht in Ordnung, doch darf man in einer solchen Situation keine andere Reaktion erwarten! Da kann ich die Fans bis in Mark verstehen, Fußball ist nunmal eine Kampfsportart und daran nehmen auch die Fans teil! Und wenn man sich in seiner Ehre so tief verletzt fühlt, dann sind solche Reaktionen noch harmlos!
    Ich würde hier nur gerne einmal das Spiel Düsseldorf gegen Hertha aus diesem Jahr heranziehen, hier haben die Fans überreagiert! Einen Platzsturm hätte ich auch heute für möglich gehalten!

    Zuletzt möchte ich noch darauf hinweisen, dass bei Singer ein Schädel-Hirn-Trauma diagnostiziert wurde und sie zeitweise bewusstlos war. Selbst wenn man Bajramajs Kreuzbandriss hier diagnostiziert, sie wird vielleicht 6-8 Monate kein Fußball mehr spielen können, doch Singers Verletzung hätte lebensgefährlich sein können.
    So verkommt dieses Spiel zu einer Groteske, gerade in einer Woche, wo über die Verlegung des Bundesligaspiels Hoffenheim-Augsburg wegen der lebensgefährlichen Situation um Boris Vukcevic diskutiert wurde und Miroslav Klose gerade im korrupten Italien zu einem Held der Fairness wurde, schafften es weder Frankfurt noch die Schiedsrichterin es, die Menschlichkeit im Sport walten zu lassen und wurden dafür von den Fans meines Erachtens zur Recht ausgepfiffen!

    (0)
  • spocky sagt:

    Erst einmal an alle Verletzten = alles erdenkliche Gute 🙂 Aber liebe Potsdam-Fans = auch wenn dieser Zusammenstoß der beiden Potsdamer Spielerinnen sehr „tragisch“ war – aber zu verlangen, dass die Frankfurterinnen das Spiel vor Abpfiff zu beenden, das sehe ich nicht so – natürlich waren die meistens (Potsdamer) Fans durch das späte 1:2 erst recht aufgebracht – aber die einzige, die ein vorzeitiges Ende hätte erwirken können – wäre aus meiner Sicht die Schiedsrichterin… Und das wichtigste ist doch = dass alle Spielerinnen bald wieder gesund werden!!! Deswegen alles Gute !!!!

    (-1)
  • brandy74 sagt:

    ….wenn es stimmt,was man in einem anderen forum lesen kann, und Singer die Zunge verschluckt hatte und aufgehört hatte zu Atmen, dann ist es ekel erregend und moralisch nicht zu akzeptieren,dass nicht eine Frankfurter Spielerin den Arsch in der Hose hat sich zu weigern, weiter zu spielen, wenn eine Spielerin droht, zu ersticken. Den gerade von den Ex-Potsdamerinnen sagt man ja, man versteht sich noch gut mit den Ex-Kolleginnen. Von Siggi Dietrich kann man Moral und Anstand eh nicht erwarten.

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  • pmm... sagt:

    Unverständlich warum bei Freiburg insbesondere in der 2.Hälfte gewechselt werden musste. Man hatte zu jederzeit das Spiel im Griff
    und führte 2:0. Als der letzte Wechsel vollzogen war, fehlte in der Abwehr die schnelle und konsequente Nr.19, die die sporadischen Angriffe Sindelfingens immer vereitelte. Glückwunsch an Sindelfingen die ihre Chance schnell erkannten und zielstrebig ausnutzten.

    (0)
  • xXx sagt:

    Bei Alex Singer und Stefanie Mirlach scheint es wohl nicht so schlimm zu sein, wie befürchtet. Singer war wohl bewusstlos und hat nicht mehr geatmet, als sie vom Spielfeld transportiert wurde. Sie hatte die Zunge verschluckt, aber gebrochen hat sie sich wohl nix und soll wieder stabil sein. Mirlach hat wohl nun nen dicken Brummschädel abbekommen. Beide wurde in die Notaufnahme gebracht.

    Denke mal das es bei beiden „nur“ die Platzwunden (weswegen es so geblutet hat) und vielleicht ne Gehirnerschütterung sind.

    (0)
  • Beobachter sagt:

    Wer erzählt denn so einen Blödsinn, es hätte auf der PK eine Schlägerei gegeben? Beide Trainer wirkten persönlich sehr betroffen. Keiner der beiden Trainer hat in der PK die Situation angeheizt.

    (0)
  • preuße sagt:

    Zudem finde ich es immer trauriger,ansehen zu müssen,wie die
    einzigen technisch begabten Fussballspielerinnen,egal welcher
    Mannschaft,die so einem Spiel ja erst die Reize geben, regelrecht
    weggebürstet werden.Eine Anomna scheint ja gar nicht mehr
    volles Risiko zu gehen, da sie auf Grund ihrer Statur sonst nur
    noch am Boden liegen würde.
    Wenn die eigene Unzulänglichkeit darin mündet,anderen die Beine
    ständig wegzuhauen,dann verstehe ich Fussball wohl doch nicht.
    Diese vielen schweren Verletzungen der letzten Zeit,sind mit nichts
    zu rechtfertigen.
    Das heutige Spiel hat wieder bewiesen ,das Frauenfussballspiele,
    wo die Mannschaften das gleiche Level haben, nur Krampf und Kampf-
    spiele sind,und nicht Spitzenspiele,wo auch das spielerische
    Vermögen aller Beteiligten zum Ausdruck kommt.

    (0)
  • Winter sagt:

    Der Bumerang für Frankfurt kommt zurück. Dieser Verein verspielt einfach alle Sympathien! Die Schiedsrichterin hat ihren Teil dazu beigetragen.

    (1)
  • Michele sagt:

    @Lucy

    Ja, bei Lira ist es wohl das Kreuzband! Hoffentlich ergibt die genauere Untersuchung in Frankfurt etwas anderes!
    Alex Singer hat es besonders schlimm erwischt: Sie hat sich bei dem Zusammenprall mit Mirlach ein Schädel-Hirn Trauma zugezogen ind muss im Krankenhaus bleiben. Mirlach hat wohl eine zehn Zentimeter große Platzwunde am Kopf!

    (0)
  • xXx sagt:

    Singer: Schädel-Hirn-Trauma, eine CT-Untersuchung brachte aber Gewissheit, dass es kein Schädelbruch ist. Sie muss aber im Krankenhaus bleiben.

    Mirlach: Eine schwere Gehirnerschütterung und eine ca. 10 cm große Platzwunde am Kopf. Sie konnte das Krankenhaus schon wieder verlassen.

    Bajramaj: Es besteht weiterhin der Verdacht auf einen Kreuzbandriss. Sie würde bis zu 8 Monate ausfallen.

    (0)
  • Winter sagt:

    @ Lucy

    Völliger Unsinn!!!

    (0)
  • Anja50000 sagt:

    Die Aktion von Kemme an Bajramaj wurde übrigens noch nicht mal als Foul abgepfiffen.
    @Michele und H2O: Ein bißchen mehr Realitätssinn bitte! Wenn es für alle solchen Zweikämpfe in diesem Spiel ne Karte gegeben hätte, hätten nur noch sehr wenige Spielerinnen zu Spielende auf dem Platz erlebt.

    (1)
  • Anja50000 sagt:

    Gibt es irgendwo die Pressekonferenz? Oder wenigstens Ausschnitte davon??

    (0)
  • Speedy75 sagt:

    Zu allererst meine besten Genesungswünsche an Mirlach, Singer und Bajramaj. Hab mir das Spiel nun nachträglich auf DFB-TV angesehen.
    Der FFC hat sich im laufe der 90 Minuten ein Übergewicht erarbeitet ein Unentschieden wäre aber fast gerecht gewesen.

    Wer hätte vor dem Spiel mit so etwas gerechnet?

    Wirklich unschöne Szenen die ich sehr bedauere da geb ich den Vorrednern recht.

    Leider wird auch die Schirileistung mal wieder Thema sein. Es gab in der Jugend und auch im Amateurbereich schon öfter Spiele die nach solchen Verletzungen mit dem dann aktuellen Spielstand abgebrochen und gewertet wurden. Insgesamt wird diese Party wohl noch einen Nachhall finden.

    (1)
  • Guido sagt:

    Mit einigem Abstand kann man nur sagen, dass man weder der Schiedsrichterin noch dem Team des FFC einen Vorwurf machen kann. Man kann da nicht Miro Klose als Gegenbeispiel heranziehen, denn da ging um einen irregulären Treffer. Der Treffer heute war kein bisschen irregulär; im Gegenteil hätte es allen Regeln widersprochen, wenn die Schiedsrichterin das Spiel in der 89. Minute ohne Nachspielzeit beendet hätte.

    Klar hätte die Schiedrichterin das Spiel abbrechen können, wenn sie der Meinung gewesen wäre, dass eine reguläre Fortsetzung nicht möglich gewesen wäre, z. B. aus Sicherheitsgründen. Aber dann hätte es nicht einfach ein vorzeitiges Ende mit 1:1 geben dürfen, sondern eine Neuansetzung oder einer Niederlage am grünen Tisch fUr den Verursacher des Abbruchs.

    Aus Potsdamer Sicht war das natürlich ein super-unglücklicher Verlauf. Aber es gibt keine Regel und auch kein „ungeschriebenes Gesetz“, dass eine Mannschaft, die im Spiel einfach nur Pech hat, dieses irgendwie ausgeglichen bekommen muss. Wo würde das denn hinführen? Wenn ein Team in einem Spiel dreimal an den Innenpfosten trifft, hat die gegnerische Torhüterin den vierten Schuss freiwillig hineinzulassen? Wenn eine Mannschaft im DFB-Pokal dreimal nacheinander ein Auswärtsspiel zugelost bekommt, verzichtet der Gegner freiwillig auf sein Heimrecht? Hätte Chelsea dem FCB frewillig den Pokal überlassen müssen, weil deren Sieg sportlich einfach absurd war? usw. usw.

    Anders wäre es gewesen, wenn eine Frankfurter Spielerin durch rohes Spiel die beiden Verletzungen verschuldet hätte. Dann wäre die Frage schon berechtigt, ob man einen unsportlich erzielten Vorteil ausnutzen darf oder nicht. Aber das war hier nun wirklich nicht der Fall.

    Und damit reduziert sich alles auf die Frage, ob eine Fußballmannschaft das Pech des Gegners ausnutzen darf oder nicht. Würde das irgendjemand ernsthaft verneinen wollen?

    Wäre es im Gegenteil nicht eine Wettbewerbsverzerrung gewesen, wenn der FFC ab der 89 Minute aufgehört hätte, Fußball zu spielen? Dann wäre doch der VfL Wolfsburg als unbeteiligter Dritter benachteiligt worden, der jetzt im Kampf um die Meisterschaft mit zwei Siegen aus zwei Spielen einen ersten leichten Vorteil hat?

    Also kann man kaum zu einem anderen Schluss kommen, dass es am Verhalten der Spielerinnen nichts auszusetzen gibt.

    Und zum Glück gab es ja heute auch ein paar positive Aspekte im Sinne des Fair Play:

    – Die Entschuldigung von Kemme an Bajramaj trotz der aufgeheizten Stimmung;
    – Die Frankfurter Betreuer, die die gegnerischen Spielerinen versorgten;
    – Der Verzicht der Frankfurterinnen auf einen demonstrativen Jubel.

    Ach so, zum Sportlichen: Das war unter dem Strich ein echtes Spitzenspiel mit leichten Vorteilen für den FFC, das beide hätten gewinnen können. Der FFC scheint sich gefestigt zu haben, bei Turbine deutet sich an, dass Ausfälle das zentrale Problem dieser Saison werden können, während der FFC eine luxuriöse Bank hat. Auffallend aber auch, dass es beim FFC trotz der vielen aktuellen Nationalspielerinnen mit Smisek/Garefrekes die beiden über ihren Zenit fortgeschrittenen Routiniers waren, die für die Führung sorgten.

    Und zum Schluss noch das Wichtigste: Allen Verletzten eine gute Besserung!

    (-1)
  • busyr sagt:

    Sooo, ich will auch mal mich äußern. Ich war heute auch mal wieder vor Ort im altehrwürdigen Karli. Und ich muss sagen, dass ich mich echt nach dem Spiel gefragt habe, ob das jetzt ein schlechter Traum war. Rein spielerisch wäre ein Unentschieden mindestens verdient, wenn nicht sogar ein knapper Sieg für Turbine. Ich habe die Schiedsrichterin jetzt nicht so schlecht gesehen, wie einige andere hier. 1 – 2 gelbwürdige Situationen hat sie nicht mit gelb geahndet, ein paar mal sich bei Freistößen und Einwürfen in meinen Augen zu kleinlich gezeigt. Das Weiterspielen nach den Verletzungen von Mirlach und Singer war auch absolut regelkonform – da blieb ihr als Schiedsrichterin leider keine Wahl. Wer allerdings heute sich ein Armutszeugnis ausgestellt hat und vermutlich entgültig zur unbeliebtesten Mannschaft der Frauenbundesliga geworden ist, sind die Frankfurterinnen. Solche eine unfaire Mannschaft ist mir noch nie untergekommen. Normalerweise hätte der Ball dann zu den restlichen Turbinen gespielt werden müssen, die dann den restliche nMinuten (leider sind die regel ja so blöde, das nach ner Verletzung die Nachspielzeit trotzdem gespielt werden muss – sowas gab es schon öfter – hier wäre evt. mal ne Regeländerung angebracht) sich den Ball vor dem Strafraum hin- und herschieben hätten können, wie es zuletzt die blöden, unfairen Frankfurterinnen gemacht haben. Ich kann auch die Reaktionen der Fans im Stadion absolut verstehen, auch wenn natürlich die „Frankfur Raus“-Sprechchöre bei der Verletzung von Lira nix mit Fairplay zu tun hatten. Aber man sagt ja nicht ohne Grund: Wie man in den Fall hineinruft, ruft es auch wieder hinaus. Und wer auf – meiner Meinung nach – unfaire Weise den unverdienten Siegtreffer in so einer Partie schießt, auf den reagierenden die Fans dann halt auch wiederum nicht mehr fair. So, nun noch ein paar Anmerkungen zu anderen Kommentaren hier.

    @Michele:

    Guck dir die Fernsehbilder an. Die bestätigen sogar meine Empfindung von heute Nachmittag live im Stadion (ich war einer der 4.500 Augenzeugen). Das war definitiv niemals rot, noch nicht mal gelb. Das war ein normaler, nur leider unglücklich verlaufender Zweikampf. Wenn man sowas in Zukunft Absicht nennt und mit gelb ahndet, wird die Anzahl der gelben und gelbroten Karten aber enorm ansteigen.

    @Ruby:

    Bezüglich des Zweikampfs mit Kemme sehe ich es genau so wie du … es war unglücklich aber niemals unfair. Und ja, mindest ein absolut deutliches gelb konnte ich von nächster Nähe sehen, kurz vorm Frankfurter Strafraum, und eine zweite Situation aus mehr Entfernung sah für mich auch gelbwürdig aus.

    Das Ausbuhen von Lira Bajramaj konnte ich nur zu gut verstehen. Als Torschützin musste sie halt stellvertrendend den Unmut für alle 11 absolut unfairen Frankfurterinnen auf sich nehmen. Und ansonsten – siehe oben.

    (1)
  • busyr sagt:

    Und was macht Siggi Dietrich, wie nicht anders zu erwarten? Stellte seine Mannschaft auch noch als unschuldig hin. Baaaah, was ist mit dieser Mann zu wider und extrem unsympathisch.

    >>
    Die Kritik wies FFC-Manager Siggi Dietrich zurück. „Wir konnten doch nichts dafür, dass wieder angepfiffen wurde“, sagte er. Am Verletzungspech Potsdams trage sein Team keine Schuld. „Die einzige unfaire Situation“ sei das Foul an Bajramai gewesen, die möglicherweise monatelang ausfällt. Nach den drei Verletzungen wollte sich zwar auch Dietrich über den „glücklichen Sieg“ nicht recht freuen. Über die Leistung des Teams aber sehr wohl: „Das war mit Abstand die beste der Saison.“
    >>

    siehe:
    http://www.hr-online.de/website/rubriken/sport/index.jsp?rubrik=27258&key=standard_document_46218073

    (1)
  • busyr sagt:

    Nochmal Zitat Dietrich:

    „In Richtung unserer Trainerbank flogen Gegenstände. Ich kann nicht ganz verstehen, dass die Fans so reagieren. Es ist ein ganz normaler Ablauf, das die Mannschaft dann weiterspielt, bis abgepfiffen wird.“

    Quelle: http://www.tagesspiegel.de/sport/berlinsport/turbine-potsdam-1-ffc-frankfurt-1-2-turbine-verliert-das-spiel-singer-und-mirlach-/7200150.html

    Also wenn er DAS nicht verstehen kann, dann ist der Siggi echt arm. Sorry, aber wie dumm muss man sein, um nach dem Spiel einen solchen Kommentar abzugeben?

    (1)
  • waiiy sagt:

    So, wieder zu Hause und ein wenig abgekühlt. Hier gleich das Wichtigste: Ich wünsche allen 4 Spielerinnen alles erdenklich Gute und hoffe, dass sich gerade im Fall von Lira die Prognosen nicht bestätigen werden.

    Bei Steffi Mirlach gibt es über die Facebookseite von Anna Sarholz Entwarnung. Sie ist mit genähter Platzwunde schon wieder zu Hause.

    Alex Singer bleibt mit Überwachung im Krankenhaus. Da darf wohl auf Gehirnerschütterung getippt werden.

    Bei Toni Göransson weiß ich noch nichts Neues.

    waiiy

    (0)
  • waiiy sagt:

    Zu der Aktion nach der 89. Minute:

    Ich habe mir den Moderator von DFB live TV jetzt mal angehört. Er hat die Sache richtig interpretiert. Um es am Anfang ganz offen zu sagen: Alles war regelkonform. Die Sache hat dann aber ein großes ABER!

    Heute hätte eine Schiedrichterin beweisen können, dass sie weiß, was Übersicht und Fingerspitzengefühl ist. Da der Zusammenstoß unmittelbar vor Ablauf der 90 Minuten war, hätte man locker an- und abpfeifen können danach. Das hätte wahre Größe gezeigt. Aber wie schon im gesamten Spiel (und wie in den meisten engen Spielen im FF) ließ die Schiedsrichterin Übersicht vermissen und verlängerte um 5 Minuten! Warum? Das Foul hat nur 20 Minuten der Spielzeit geklaut und davor waren keine großen Unterbrechungen. Damit war klar, dass das hieß: „Wir spielen mal so lange, dass Frankfurt auch die Chance hat, die numerisch Überzahl zu nutzen.“

    Heute hätte eine Spielführerin, die Spielführerin unserer N11, beweisen können, dass das ganze Gelaber von Fairness, dass im DFB immer rausposaunt wird, nicht nur leere Worthülsen sind. Sie hätte auf die Schiedsrichterin zugehen und sie zum Abpfeifen bewegen können. Und bei Misslingen dieser Aktion hätte sie ihre Mannschaft so einstellen können, dass nicht mehr auf Torschießen gespielt wird. Das wurde, wie schon treffend bemerkt, schon des öfteren so gemacht. Aber Frau Angerer nahm das für sich nicht in Anspruch. Das kann an mehreren Dingen liegen: 1. Punkte in Frankfurt werden erspielt, egal wie! 2. Mangelnde Intelligenz und mangelndes Führungsverhalten! 3. Verschobenes Wertgefühl für Fairness.

    Ja, heute wurde die Werte des Fußballs und der Fairness mit Füßen getreten, auch wenn alles regelkonform ablief. Das hat dem FF sehr geschadet und es kann sein, dass gerade in Frankfurt durch eine solche Aktion weniger Zuschauer ins Stadion kommen, weil sie einfach Fußball schauen wollen, sich aber mit einer solchen Mannschaft nicht mehr identifizieren können.

    Dass die Zuschauer im Stadion, deren Gemüter bereits ab der 10. Minute erhitzt waren (warum spricht keiner über diese Aktion?), dieses Fairness-Gefühl von Frankfurt nicht geteilt haben, ist verständlich.

    Unter der Gürtellinie finde ich hier Kommentare, die unterstellen, dass Potsdam in gleicher Situation gleich gehandelt hätte. Das ist nicht nachweisbar. Aber gerade Bernd Schröder steht immer für Gerechtigkeit und Fairness. Außerdem würde ich mich schämen, wenn meine Mannschaft nach einem solchen Unglück so gefühlskalt weiterspielen würde.

    waiiy

    (1)
  • taotrader sagt:

    Alex Singer erlitt ein Schädel-Hirn Trauma, Stefanie Mirlach eine schwere Gehirnerschütterung, und bei Fatmire Bajramaj besteht der Verdacht auf Kreuzbandriss. Ich hoffe dass bei Singer keine bleibenden Schäden entstanden sind und wünsche allen dreien eine schnelle und vollkommene Genesung.

    http://www.focus.de/sport/fussball/drama-in-der-frauen-bundesliga-potsdamer-spielerin-erleidet-schaedel-hirn-trauma_aid_829964.html

    (0)
  • waiiy sagt:

    Zur Verletzung von Lira muss ich sagen, dass es mir unendlich leid tut, dass gerade sie dann herhalten musste. Im Stadion konnte man es auf der Gegenseite nicht genau sehen, da das Foul auch im Schatten des Tribünendaches passierte. Vielleicht gab es dadurch so viele Äußerungen, die in Richtung Schwalbe hinzielten. Aber ich weiß, dass Lira eigentlich nie liegen bleibt, wenn sie nichts hat. Sie ist eine der ehrlichsten Häute im Fußball, wenn auch Viele Vieles an ihr kritisieren.

    Beim Schauen der Szene im DFB TV konnte ich das klare, aber nicht überharte Foul von Tabea Kemme sehen. Für mich auch eine klare gelbe Karte. Es war also eine Fehlentscheidung, dass das nicht so gepfiffen wurde.

    Aber, dass sich Frankfurter Fans gerade an dieser Aktion hochziehen und die Frage der Fairness stellen, wo sie doch die vorherigen Minuten jubelnd hingenommen haben, ist für mich völlig unverständlich.

    Zum Glück kann ich auch über andere Fans der Frankfurter Mannschaft sprechen, die heute mit im Stadion waren. Sie haben während der Unterbrechung klar gesagt, dass man am besten abpfeifen bzw. den Ball nur noch hin- und herschieben sollte.

    waiiy

    (0)
  • laasee sagt:

    Frankfurt get the 3 points.
    But Frankfurt would have got more kudos, respect and good PR if they had played ‚keep ball‘ and let the game end 1:1.
    (Similar with Miro Klose at Lazio).

    It easy to make judgement with hindsight but not so easy for those involved in the ‚heat of the game‘.

    (0)
  • Frieda sagt:

    Entschuldigung, aber Potsdam hat zu keinem Zeitpunkt angedeutet, nicht weiterspielen zu wollen. Warum jetzt die Frankfurterinnen die sind, die die Situation „auf schäbige Weise und mit größter Unfairness die Situation ausgenutzt“ haben sollen erschließt sich mir einfach nicht. Es war eine unschöne Situation, die aber kein Pfeif-Konzert gegen eine völlig unbeteiligte dann auch verletzte Spielerin – die sogar noch erste Hilfe geleistet hat – rechtfertigt. Das ergibt überhaupt keinen Sinn und es gibt für Pfiffe und Beschimpfungen keine Entschuldigung.

    Lira Bajramaj wurde übrigens schon beim letzten Spiel in Potsdam ausgepfiffen und noch dazu lautstark als Schlampe beschimpft. Als ich die um mich herum sitzenden „Fans“ gebeten habe, dies zu unterlassen, wurde ich als „Schlampe“ beschimpft. Als ich sie gebeten habe dies zu unterlassen wurde mir Prügel angedroht. Ich weiß, es sind nicht alle Turbine Fans so, aber leider stehen auch zu wenige von den richtigen Fans auf und verbieten den Idioten den Mund. Und genau das strahlt dann auf den ganzen Verein ab.

    Dann die Schuld dem Gegner zu zuschieben finde ich echt schwach. Ich war heute ausnahmsweise mal nicht im Stadion – ich bezweifele aber keine Sekunde, dass die Frankfurter Trainerbank mit Gegenständen beschmissen wurde.

    Noch mal – Potsdam hat zu keinem Zeitpunkt nach einem Spielabbruch verlangt.

    (-1)
  • busyr sagt:

    Hier mal eine Animation der Tabea-Lira-Szene:

    http://www.abload.de/image.php?img=lira26abjd.gif

    Und dafür verlangt ehrlich jemand gelb? Ja?

    (1)
  • waiiy sagt:

    Nun aber mal meine Einschätzung vom Spiel…

    Naeher und Angerer waren fehlerfrei. Aber bei Angerer kam gefühlt kein Abschlag an. Ihr bester Mitspieler war die Auslinie.

    Ganz herb war der frühe Ausfall von Göransson. Leider ist der gezielte Tritt von Behringer nirgendwo zu sehen.

    Behringer selbst fiel diesmal mit richtig guten Eckbällen auf. Lob an dieser Stelle für sie. Aber ansonsten hatte sie keine Spielanteile und setzte nur durch ihre ungeschickten Fouls Akzente, bei denen sie bemerkenswerterweise fast immer ungestraft hervorgeht. Sie wurde in meinen Augen zur Halbzeit rausgenommen, weil man Angst hatte, dass sie Karten nur eine Frage der Zeit wären.

    Potsdam hatte mehr vom Spiel und die klareren Chancen aus dem Spiel heraus. Gefährlich wurde es auf beiden Seite nach Eckbällen, wobei da Garefrekes und Kulig von Frankfurt echte Waffen sind.

    Frankfurts 1. Chance aus dem Spiel wurde durch gutes Pressing von Peter und Bajramaj auf der linken Abwehrseite eingeleitet, wo dann auch von Potsdam durch Nachlässigkeit der Ball vertändelt wurde.

    Der Ausgleich war auf Grund der Spielanteile gerechtfertigt, aber in der Situation nicht unbedingt zu erwarten.

    Totalausfall auf Potsdamer Seite war in meinen Augen Anonma, die nicht ins Spiel gefunden hat. Hanebeck verteilte die Bälle oft fehlerfrei, aber leider selten nach vorn, weil sie dort gut von Kulig und Smisek abgeschirmt wurde.

    Warum Wich noch hinter Marozsan spielt, erschließt sich mir nicht. Wer sollte eine eventuelle Torchance bei Frankfurt verwerten? Ich sehe da immer noch das Kahler-System.

    Spielerin des Spiels muss wohl Sarah Doorsun gewesen sein, immerhin stellte sie die weltbeste Spielerin U21 völlig kalt und das ganz ohne Foul!!! Aber es bestätigt das, was ich schon bei der U21 WM geschrieben hatte. Marozsan kann viel am Ball, aber nur wenn sie bei Annahme mindestens 2m Platz hat. Die gute alte Manndeckung (gibt es dafür eine Frauenbezeichnung?) nimmt sie völlig aus dem Spiel, weil sie weder antrittsschnell noch ausdauernd ist. Also an alle anderen Teams, die noch gegen Frankfurt spielen: nehmt Marozsan in Manndeckung und ihr seid eine große Sorge los.

    Ganz bitter war (unabhängig von der Spielstärke) das Auftreten von Babett Peter heute. Sie ist nach Frankfurt gegangen und niemand hier in Potsdam hat dadurch ihre Menschlichkeit und ihre Charakterstärke in Frage gestellt. Niemand hat ihre Ballkontakte ausgepfiffen während des Spiels. Und trotzdem hat sie sich heute völlig indiskutabel gezeigt, hat immer wieder versteckte Fouls begangen, hat diese dann bestritten (was sie in Potsdam nie gemacht hat), hat ins Aus geschossen und sich über Abstoß/Einwurf Potsdam beschwert und ähnliche Dinge. Zum Schluss hat sie sich mit dem Publikum angelegt, weil sie nicht verstehen konnte, dass sie einfach gehen sollte. Ich bin bitte enttäuscht und muss in dem Punkt Sheldon leider Recht geben, dass man sich in Frankfurt verändert.

    Das hat Lira beispielsweise nie getan, auch wenn sie polarisiert. Auch heute werden noch Trikot mit der „10“ und „Bajramaj“ in Potsdam im Stadion gesehen. Aber ich denke, die Trikots mit der „4“ werden jetzt wohl verschwinden.

    Alles in Allem wäre ein 1:1 oder gar ein 0:1 (weil es kein großes Aufbäumen nach dem Gegentor gab) gerechtfertigt gewesen. Das 1:2 ist für Frankfurt schmeichelhaft. Der Verlust des einen Punktes tut Potsdam nicht so weh, wie der Gewinn der 2 zusätzlichen Punkte Frankfurt gut tut. Aber der Gewinner ist heute Wolfsburg.

    waiiy

    (0)
  • waiiy sagt:

    @laasee: Du hast Recht. Frankfurt hat sich heute wahrscheinlich den Respekt vielen anderen Stadien verspielt. Sie haben heute die Chance nicht genutzt, sich als richtig guter Verein zu präsentieren, der ein Zeichen setzt. Dadurch werden die Sympathien in jedem Spiel gegen Frankfurt sein, dass sie bestreiten.

    Ich bin auch am Überlegen, ob man nicht groß eine Unterstützung am 11.11. für Wolfsburg aus der Potsdamer Gegend organisiert, wenn Frankfurt kommt.

    Frankfurt hat sich jetzt in eine Ecke gestellt, in die sie schon immer reininterpretiert wurden.

    @Sheldon: Ja, Du hast recht. Es ist armselig, wenn man so die Punkte einsammeln muss. Aber Frankfurt muss das. Spielerisch war das kein Fortschritt heute, auch wenn es kämpferisch gestimmt hat. Aber man muss bedenken, dass der Potsdamer Motor nie rund lief, weil die Elf einfach zu sehr zusammengewürfelt war.

    waiiy

    (1)
  • waiiy sagt:

    Was war heute eigentlich im Gütersloh los? War jemand dort? Wie gut hat Wolfsburg gespielt?

    waiiy

    (0)
  • Horschd sagt:

    Viele eurer Äußerungen sind doch sehr extrem und was ‚das Weiterspielen‘ anbelangt, auch recht einseitig !

    @ Spocky / Guido
    Euren posts mangelt es zum Glück nicht an Sachlichkeit und neutraler Objektivität ! (Lob)

    Wie man nun allein der FFC Mannschaft, oder deren Betreuern die Verantwortung für die Fortführung ankreiden will, kann ich nicht nachvollziehen. War es doch Bernd Schröder, der während der mehrminütigen Verletzungspause mit der Schiedsrichterin sprach und (auch für die Kameras deutlich ersichtlich) die verbleibende Spielzeit von 2 Minuten anzeigte. Aufgebracht sah er mir da nicht aus. Auch wäre er zu dem Zeitpunkt in der Lage gewesen, mit den Verantwortlichen des FFC zu sprechen (Zeit genug blieb ihm dafür ja noch).

    Nun also nur den FFC Mädels Unfairness vorzuwerfen passt einfach nicht ins Bild !!

    Man hat deutlich gemerkt, dass auch Ihnen unwohl war und sie haben sich absolut respektvoll nach dem Tor verhalten.

    Allen Verletzten eine schnelle Genesung und das sich die Befürchtungen vor langen Verletzungen nicht bestätigen mögen !

    (-1)
  • Aldur sagt:

    Damit hier nicht nur vom Spitzenspiel die Rede ist, muss ich zunächst mal den abermals tollen Heimauftritt meiner SGS loben. Im Grunde eine Kopie des Frankfurt-Spiels – der Gegner feldüberlegen, teilweise sehr ansehnlich kombinierend, nach vorne aber nicht zwingend genug, was auch an der wieder starken kämpferischen Leistung der SGS-Defensive lag. Die SGS selbst mit wenigen, dafür umso gefährlicheren Vorstößen, und mit den Toren immer zum richtigen Zeitpunkt. Ganz stark heute bei der SGS beide Außenpositionen im Mittelfeld – Dörpinghaus auf links als Doppeltorschützin ohnehin, aber auch Leite auf rechts heute speziell in der 1.Hz mit einer ganz starken Partie, vielen Balleroberungen und immer wieder guten Vorstößen. Großes Lob auch an Lisa Weiß, die ganz souverän agiert hat, viel Ruhe ausstrahlte, und vor allem die sonst so gefährlichen Bayern-Ecken (siehe letzjähriges Pokalfinale) immer wieder souverän heruntergefischt hat. Etwas überrascht hat mich, dass heute Mester anstelle von Ioannidou neben Hoffmann auf der Doppel-6 agiert hat, und Irini stattdessen 90min. auf der Bank schmorte. Hat aber gut funktioniert – auch Mester mit durchaus ansprechender Leistung. Bayern hat phasenweise gezeigt, welches Potential in der Mannschaft steckt, aber letzlich auch, was ihnen noch zu einem Spitzenteam fehlt – heute nämlich die Mittel, einen tief stehenden und konzentriert verteidigenden Gegner in echte Bedrängnis zu bringen.

    Vom Spiel in Potsdam habe ich bisher nur die Zusammenfassung gesehen. Bei der Doppelverletzung zum Schluß fühlte ich mich an ein Spiel der zweiten Männer-BuLi zwischen Cottbus und Osnabrück vor ein paar Jahren erinnert. Da war der damalige Osnabrücker Kastrati nach einen unglücklichen Zusammenprall mit einem Cottbuser Spieler bewußtlos liegen geblieben, minutenlang behandelt, und letzlich im Rettungswagen abtransportiert worden. Anschließend verhängte der Schiri eine mehr als 10-minütige Nachspielzeit (weil er das musste), die die Spieler beider Teams unter dem Beifall beider Fanlager aber runterlaufen ließen, indem sie sich den Ball nur noch hin und her schoben. So ein Ende hätte dem heutigen Spiel sicher auch gut zu Gesicht gestanden. Andererseits finde ich es aber auch überzogen, so etwas einfordern zu wollen. Das muss jede Mannschaft für sich entscheiden. Zumindest die dritte schwere Verletzung wäre dann aber verhindert worden. Wobei ich auch die als unglücklich bezeichnen würde. Klar liegt ein Foul von Kemme vor, die Bajramaj von hintern am linken Bein trifft. Die Verletzung zieht die sich aber am rechten Knie zu, dass sie sich beim Aufkommen verdreht. Wie auch immer – bleibt allen drei Spielerinnen zu wünschen, dass sie schnell wieder auf die Beine kommen.

    (0)
  • waiiy sagt:

    Hier ein Kommentar aus dem Forum vom 1.FFC Frankfurt, der meine Meinung voll bestätigt:

    „Skandal!! Fair Play good bye!!!
    Wieso kicken die sich nicht einfach den Ball zu?
    Wieso pfeifft die Schiri nicht ab!!!

    Ich komme dieses Jahr nicht mehr ins Stadion!“

    waiiy

    (1)
  • Sheldon sagt:

    @waiiy: Ich denke nicht, dass eine objektive Analyse dieses Spiels etwas bringt, weil sie damit die Umstände nur beschönigt.

    Ich frage mich ernsthaft, sollte das mit Singer stimmen, dass sie die Zunge verschluckt hat, auf welcher Grundlage man dann das Spiel wieder anpfeifen durfte. Wenn es um das Leben einer Mitspielerin geht, wer könnte da ein solch „banales“ Fußballspiel zu Ende bestreiten?

    Seit Fällen wie Marc-Vivien Foe sollte man daraus gelernt haben.

    Meinetwegen hätte Frankfurt dieses Spiel ruhig am grünen Tisch mit 3:0 zugesprochen bekommen können, alles okay! Aber nach einem solchen Ereignis einfach weiterzumachen, als wäre nix gewesen, das ist respektlos!
    Frau Hussein hat sehr großes Glück, dass Singer nicht mehr passiert ist, so wird sie mit einer Verwarnung davon kommen! Aber was wäre gewesen, wenn sich Singer die Halswirbelsäule verletzt hätte und möglicherweise jetzt querschnittsgelähmt gewesen wäre? Will man wirklich erwarten, dass die Spielerinnen alle ihre Emotionen ausblenden und einfach so weitermachen?

    Wenn die Regularien im FF solche Möglichkeiten nicht mehr zulassen, ein Spiel aufgrund einer als lebensgefährlich eingestuften Verletzung und dem daraus resultierenden Schock abzubrechen, dann ist man, was den mangelnden Respekt gegenüber den Spielerinnen als menschliche Wesen anbelangt, weit am Männerfußball vorbeigezogen.

    Sieht man die Diskussionen um das Spiel Hoffenheim-Augsburg an und vergleicht die mit dem heutigen Spiel, so muss man doch sagen, dass da das Denken im MF doch deutlich humaner ist!

    (1)
  • be sagt:

    Die Pressekonferenz aus Potsdam gibt es wie fast immer von „oberschabe1“ auf Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=XvgYiACqnnM Da war also nix von wegen Schlägerei.

    Vor dem Spiel war ich sehr überrascht, dass Evans schon wieder im Tageskader stand und durch den Lauf der Dinge dann fast das ganze Spiel auf dem Platz war. Da hätte ich gerne noch nähere Infos zu gehabt, ob das nur dem dezimierten Kader zuzuschreiben war und wie das mit möglichen Konsequenzen zum weiteren Heilungsverlauf der Hand so wäre.

    Die Ergebnisse aus Sindelfingen und Gütersloh überraschen. Sindelfingen gönne ich den Erfolg nach den vergangenen Schlappen, wo viele sie bereits komplett abgeschrieben hatten.

    (0)
  • waiiy sagt:

    @Aldur: Schön, etwas von anderen Plätzen und eine Einschätzung von einem Nicht-Turbine- und -Frankfurt-Fan über das Spiel in Potsdam zu lesen. Das hilft, eine Einschätzung zu sehen, wie das in den anderen Teilen Deutschlands ankommt.

    waiiy

    (0)
  • Guido sagt:

    Rückblende zur WM: Kim Kulig verletzt sich in der Anfangsphase des Viertelfinale schwer, ohne Einwirkung des Gegners. Die Bundestrainerin muss früh einen ersten Wechsel vornehmen, der aber eher eine Notlösung ist; die deutsche Mannschaft ist an einer zentralen Position auf der Doppel-Sechs geschwächt und geschockt über die erkennbar schlimme Verletzung. In der Verlängerung kann die Bundestrainerin nicht mehr wechseln, als man nach Japans einzigem gefährlichem Angriff in Rückstand gerät und noch einmal dringend Verstärkung in der Offesnive bräuchte. Und dann ist die WM für die Neid-Elf zu Ende, und Japan wird Weltmeister. – Nun die Preisfrage: Was das jetzt unmoralisch von den Japanerinnen, dass sie einfach weiter gespielt und sogar gewonnen haben? Hätten sie wenigstens anbieten müssen, ihrerseits nur zweimal zu wechseln, um wieder Chancengleichheit herzustellen? Hätten sie auf einen Abbruch und eine Neuansetzung dringen sollen? – Das ist doch völlig absurd. Und wo ist der Unterschied zu der Situation heute? Dass die Verletzung in der 89. Minute stattfand? Das kann kein Grund sein, denn unzweifelhaft war noch ein Rest der regulären Spielzeit und die Nachspielzeit zu absolvieren. Nur mal zur Erinnerung: Der FCB hat schon mal durch zwei Gegentore in der Nachspielzeit ein CL-Finale verloren, und Manchester City ist durch zwei Tore in der Nachspielzeit am letzten Spieltag Meister geworden. Die Fans von Schalke dürften heute noch traumatisiert sein von dem, was einmal in der Nachspielzeit passierte. Also ganz klar: Ein Spiel ist in der 89. Minute NICHT zu Ende. Und wer den Spielerinen des FFC Vorwürfe macht, dass sie weiter gespielt haben, der möge mal erklären, was der Unterschied zum Fall Kulig und zu wahrscheinlich Hunderten vergleichbarer Fälle ist. – Wer meint, dass ein Nicht-Angriffspakt die sportlichere Lösung gewesen wäre, der möge mal an die „Schande von Gijon“, das 1:0 Deutschland gegen Österreich bei der WM 82 denken, als beide Mannschaften mit dem Ergebnis qualifiziert waren und jede Offensive einstellten. Das Spiel gilt noch heute als eine der gröbsten Unsportlichkeiten bei einer WM. Problem war, dass es hier einen Dritten gab, nämlich Algerien, die damit draußen waren. Auch hier könnte der gesamte Wettbewerb (z. B. zu ungunsten Wolfsburgs) verzerrt werden, wenn Frankfurt aus vermeintlichem Fairplay heraus den Sieg hergeschenkt hätte.

    Bei aller Enttäuschung: Auch mit so einer Niederlage muss man sportlich umgehen können. Am Mittwoch geht es weiter, und nun sollte alle Konzentration dem nächsten Gegner gelten. Dann ein Sieg im Nachholspiel, und schon ist Turbine wieder an der Tabellenspitze.

    (-1)
  • grammofon sagt:

    Oh man, wenn ich jetzt von dem Schädel-Hirn Trauma lese wird mir echt schlecht. Alles Gute Alex!!!

    (0)
  • mj sagt:

    ich frage mich, warum man angesichts der schweren verletzungen überhaupt erst über solch belanglose dinge streiten muss… da setzt sich mein kopfschütteln während des spiels im stadion gleich zu hause fort.

    @ horschd / guido
    zum glück gibt es noch leute, die es schaffen sachliche kommentare abzugeben

    (0)
  • dia sagt:

    Es ist mir völlig unverständlich, wie man angesichts zweier möglicherweise schwer verletzter Spielerinnen überhaupt noch an Weiterspielen denken kann. Jedem im Stadion war klar, dass hier etwas Schlimmes passiert sein konnte, es herrschte zu dem Zeitpunkt auch betroffenes Schweigen bei Freund und Feind.
    Die Schiedsrichterin hätte unbedingt abpfeifen müssen. Wenn man sagt, sie muss nach den Regeln weiterspielen lassen, übersieht man ihren Handlungsspielraum. Nun gut, sie hat sich wortgetreu an die Regeln gehalten; aber warum 5 Minuten Nachspielzeit. Der Unfall passierte in der letzten Minute. Aus der 2. Halbzeit gab es kaum Grund zum Nachspielen.
    Wenigstens hätten dann die Spielerinnen aufhören können oder wenigstens nicht mehr ernsthaft weitermachen sollen. Die Potsdamerinnen waren sowieso wie gelähmt. Aber auch für die Frankfurterinnen sind es doch zwei Kolleginnen, über deren Schicksal man sich größte Sorgen machen muss. Eine kurze Verständigung der beiden Spielführerinnen hätte das doch möglich machen müssen. Nadine Angerer hätte die Initiative ergreifen müssen. Entscheidend für die Beurteilung ist nicht, dass dadurch ein großer Nachteil für Potsdam entstanden ist. abbruch hätte es auch geben müssen, wenn Schröder noch zwei Ersatzspielerinnen hätte einwechseln können.
    Und jetzt sage bitte niemand, dass die Verletzungen nicht so schlimm waren. Das wusste man zu der Zeit noch nicht.
    Kopfverletzungen sind immer gefährlich, das weiß jedes Kind.

    Ziemlich enttäuscht
    dia

    (1)
  • kanuenschen sagt:

    Ich habe mir das Turbine – Frankfurt Spiel jetzt im Nachhinein angeguckt, und auch wenn schon so viel gesagt wurde, muss ich mich noch mal äußern, weil mir das Spiel nicht aus dem Kopf geht (und sobald wohl auch nicht mehr wird).

    Ich kann die Wut der Turbinefans wirklich verstehen. Das war kein sauberer Sieg, und dessen ist sich jeder bewusst (auch Herr Dietrich wird das wissen). Als Fan eines Klubs steht man hinter den Spielerinnen und diese zwei sehr schweren Kopfverletzungen nehmen einen natürlich mit. Aber wie schon erwähnt, den Frankfurtern jetzt vorzuwerfen, dass das Spiel weiterging, ist mir unverständlich. Soweit ich das beurteilen konnte, hat weder die Frankfurter noch die Potsdamer Seite miteinander oder mit der Schiedsrichterin diesbezüglich gesprochen. Dass ausgerechnet aus dieser Situation dann ein Tor gefallen ist, ist natürlich mehr als unglücklich und hat diesem Spiel (im negativen Sinne natürlich) die Krone aufgesetzt. Doch ich habe nicht gesehen, dass Frankfurt nun übermäßiges Pressing gespielt hat oder das Turbine nicht mehr versucht hat weiterzuspielen. Ich spiele selbst Fußball und habe erlebt wie eine Mitspielerin ist nach einem unglücklichen Zusammenprall schreiend liegen blieb und später vom RTW abgeholt wurde. Ich war geschockt und anschließend auch neben der Spur und ja, es klingt nicht schön. So möchte man Fußball nicht sehen, aber ja, auch dann geht es weiter. Und auch wenn die eigenen Spieler immer am meisten betroffen sind, geht so eine Verletzung doch auch nicht an den Gegnerinnen vorbei!
    Editieren
    Bei den Verletzungen in beiden Teams waren sofort auch Spielerinnen der anderen Mannschaften zur Stelle.

    Problematisch finde ich neben diesem grenzwertigen Entscheidungstor und was dieses Spiel für den Rest der Saison (hallo Rückspiel :/) bedeuten könnte, jedoch die Rechtfertigungen des Verhaltens der Fans. Natürlich sind die schwarzen Schafe immer die lautesten und während des Spiels habe ich zum Großteil die lautstarke Potsdamer Unterstürzung bewundert, an der es in Frankfurt immer noch mangelt, aber schon während des Spiels wurde Babett ausgepfiffen, nachdem sie gefoult wurde und auch Lira hat ihre Pfiffe und hämischen Bemerkungen abbekommen als sie am Boden lag. Dass dieselben, die das als „normales Fanverhalten“ betiteln den Frankfurtern vorwerfen „Fair Play“ nicht zu verstehen, kann ich dann wiederum nicht begreifen.

    Genauso wie Frankfurt sich nach diesem Spiel wohl weiter Gedanken um seinen Ruf machen muss, müssen das meiner Meinung auch die wenigen (!) Turbinefans machen, die heute so ein schlechtes Bild auf die gesamte Anhängerschaft geworfen haben. So schockierend, wie die Verletzungen waren, am Ende sind es neben den Bildern die Pfiffe und Beschimpfungen, die mir irgendwie nicht aus dem Kopf wollen.

    Sorry für den chaotischen Beitrag. Ich weiß nicht, wie schlüssig oder objektiv das Ganze geworden ist, das musste nur alles irgendwie raus. Und natürlich auch von meiner Seite eine gute Besserung an alle Spielerinnen, dass sich alle beteiligten bald von diesen Erlebnissen erholen und die restliche Saison erfolgreich, mit mehr Bedacht (von Vereins-, Fan- und Schiedsrichter-Seite) und zwischenfallslos weitergeführt werden kann.

    (0)
  • grammofon sagt:

    Der ganze Kram von wegen „Frustfaul“ von Kemme passt natürlich gut in die Pressegeschichten, stimmt aber überhaupt nicht!!! Es ist ein dummer Zufall, der jetzt ausgenutzt wird um diesem schlimmen Spiel eine gute „Story“ zu geben. Ich appelliere an alle verantwortlichen Pressevertreter, diese Geschichte nicht zu drucken. Kemme hat in der Situation nichts falsch gemacht! Es ist nur ein dummer Zufall. Und alles gute an Lira!

    (1)
  • kanuenschen sagt:

    Ich bin nicht immer der größte Fan von dem, was Bernd Schröder von sich gibt, aber ich kann dem, was er in der PK zum Spiel heute gesagt hat zu 100% zustimmen. „be“ hat den Link ja hier schon reingestellt und ich fand sie sehr sehenswert (jetzt mal abgesehen von dem Verhalten des „Publikums“).

    Ich weiß, dass ich erst vor einer Stunde einen anderen Kommentar abgegeben habe, aber wie schon gesagt, das Spiel lässt mich nicht mehr los. Der größte Punkt für mich ist wirklich, wie sich das auf den FFC und das Verhältnis zu Turbine auswirkt. Wenn ich hier lese, dass Leute sich überlegen extra zu Auswärtsspielen des FFCs zu fahren, um dort gegen sie zu wettern, fällt mir auch nichts mehr ein (ohne „den armen, unschuldigen FFC“ hier gesondert in Schutz nehmen zu wollen/moralisch in irgendeiner Form höher zu stellen als TP!). Ich denke, jeder hat momentan das Bedürfnis die Geschehnisse heute zu kommentieren, aber im Endeffekt führt das alles zu nichts, egal, in welche Richtung man argumentieren mag.

    Die Reaktionen im Stadion und auch in diversen Diskussionsforen, die ich nach dem Spiel vernommen habe, sind nicht wie sonst. Das geht weiter als „der FFC setzt nur auf Geld und kauft anderen Vereinen die Spieler weg“. Bevor einzelne Spielerinnen auf twitter, facebook oder Ähnlichem angegriffen werden, sollten alle Parteien sich mal wieder beruhigen, vor allem weil ich diese Seite des Frauenfußballs überhaupt nicht kenne und sie ihm ehrlich gesagt auch nicht steht. Bevor das alles wirklich zu einem (wie von Herrn Schröder gefürchtetem) „Hass“ wird, sollte man sich wirklich auch über den Spielfeldrand hinaus fragen, wie fair man es im Frauenfußball halten will (und ja, hier spricht wohl auch die Naivität).

    Das war heute eine Extremsituation, so was geht doch an keinem vorbei. ­Es lief in so kurzer Zeit auf einmal so viel schief und den Charakter einzelner Spielerinnen darauf basierend zu beurteilen halte ich für ein wenig übereilt. Mit dem Ganzen müssen die Zuschauer in und außerhalb des Stadions und die Spielerinnen beider Teams alle erst mal klarkommen. Da helfen weitere Spitzen von beiden Seiten nun wirklich nicht.

    (0)
  • Winter sagt:

    Das Stadion hat bei der Situation als beide Spielerinnen auf dem Boden lagen, eindeutig Abpfiff gefordert. Hier hätte die Schiedsrichterin reagieren können, ja müssen!
    Auch wenn es regulär erst gerade 89. oder gerade 90. Minuten gewesen waren.
    Wirklich sehr schwach und sehr unsensibel von der Schiedsrichterin, Situation nicht erkannt! Darüber hinaus sollten einige Spielerinnen mal ihr Natio-Bonus genommen werden und diese nicht dauerhaft wie brave Unschuldsopfer vom Schiedsrichtergespann behandelt werden! Da werden Dinge durchgelassen, die gehen teilweise gar nicht!
    Die Nationalspielerinnen kann man nicht dauerhaft mit Samthandschuhen anfassen!

    (1)
  • wrack sagt:

    Ich war gestern angesichts der Bilder entsetzt und sprachlos. An dieser Stelle meine aufrichtigen und herzlichen Genesungswünsche an alle verletzten Spielerinnen.
    Auf eine derartig dramatische Situation sind weder Spielerinnen noch Schiedsrichterin vorbereitet. So sind sie in der Routine und den Regeln verblieben, was auch eine Form des Selbstschutzes ist. Damit schützen sich z.B. auch Sanitäter und Ärzte, um überhaupt ihre Arbeit machen zu können. Ich verstehe, dass die Spielerinnen natürlich auch geschockt waren, Spielerinnen BEIDER Teams, und einfach ihre „Arbeit“ fortgesetzt haben. Das Ergebnis und das Tor ? Wen bitte sollte das eigentlich kümmern ? Alles, was zählt, ist die Gesundheit der Spielerinnen und die Hoffnung, die Verletzungen mögen nicht so schwer sein.

    (0)
  • Martin sagt:

    Hallo,

    auch hier möchte ich nur bei den Fakten bleiben:

    1. Frankfurt darf natürlich weiter Fußball spielen.
    Gestern in der NFL (American Football): Ein Spieler der NY Jets fängt den Ball, will loslaufen, rutscht weg und bleibt verletzt liegen (kein Gegner in der Nähe). Dabei verliert er den Ball. Der Gegner SF 49ers laufen natürlich zum Touchdown, da es ein frei spielbarer Ball geworden. Auch blöd, aber auch regelkonform. Es geschieht auch anderswo.

    2. Welche Spielfortsetzung gab es nachdem Frau Bajramaj und Frau Kemme im Zweikampf waren? Richtig, SR-Ball. Damit ist es kein Foul gewesen. Die leichte Berührung, die dort geschieht, gehört zum Fußball dazu. Auch ich als jahrelanger SR hätte nicht anders entschieden.
    Man kann von einem unglücklichen Zweikampf sprechen.

    3. Bevor ich angegriffen werde, ja ich würde gerne in der Frauen-Bundesliga pfeifen um die Qualität der dortigen Offiziellen zu erhöhen.

    Gruß

    Martin

    (0)
  • Blumig sagt:

    Ich habe mir die erste Halbzeit im Internet angesehen und war entsetzt über die Schiedsrichterleistung! Bisher war ich der Meinung, dass die Schiedsrichterinnen bei knappen Abseitsentscheidungen wohl zu 80% daneben liegen. In der ersten Halbzeit hat die SR wohl nie den Überblick besessen. Prägend war der Check gegen Göranson und das nicht zu übersehende „Anhängen“ an Anomna durch Behringer sowie die üble Atacke von Peter.

    (1)
  • Frieda sagt:

    Winter schrieb: „Das Stadion hat bei der Situation als beide Spielerinnen auf dem Boden lagen, eindeutig Abpfiff gefordert. Hier hätte die Schiedsrichterin reagieren können, ja müssen!“

    Seit wann entscheiden Zuschauer, wann ein Spiel Abgepfiffen wird und wann nicht? Es müsste doch nach der Relegation dieses Jahr bei allen angekommen sein: Schiedsrichter pfeifen Spiele ab, Spieler können (relativ) regelkonform versuchen, einen Spielabbruch zu verlangen – Fans haben keinerlei Rechte dies zu tun.

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  • Beobachter sagt:

    Das Verhalten eines Teils der Zuschauerinnen und Zuschauer in Potsdam, als Lira Bajramaj schwer verletzt vom Platz getragen wurde, lassen mich als Fan des Frauenfußballs schockiert und tief enttäuscht zurück.

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  • enthusio sagt:

    @guido: nach der Lektüre aller bisherigen Kommentare zu diesem Thema steht für mich fest, dass Dein Beitrag von gestern abend den Sachverhalt am besten kommentiert.
    Ein „Nichtangriffspakt“ mag in der ersten Emotion verständlich erscheinen, wäre aber eine Verzerrung des laufenden Wettbewerbs. Man darf ja nicht vergessen,dass der Ausgang eines solchen Spiel nicht nur für Potsdam und Frankfurt,sondern auch für die 10 anderen Mannschaften (vor allem Wolfsburg) gravierende Folgen haben kann, wenn etwa Wolfsburg wegen eines derartigen „Nichtangriffspakts“ am Ende die Meisterschaft oder CL-Qualifikation verspielen sollte. Natürlich freue ich mich nicht über den Ausgang dieses Spiels, hätte mir gewünscht, dass es beim 1:1 geblieben wäre. Trotzdem ist alles regulär abgelaufen. Potsdam hat eben großes Pech gehabt, aber das rechtfertigt keinen „Nichtangriffspakt“. Was wäre denn gewesen, wenn Potsdam in großer Unterzahl das 2:1 erzielt hätte ? Ich kann es Euch sagen: niemand hätte das Tor verdammt und im Nachhinein einen „Nichtangriffspakt“ eingefordert, alle hätten Kübel von Häme und Spott über Frankfurt ausgegossen. Also bleibt sachlich und laßt es nicht dazu kommen, dass Potsdam- und Frankfurtfans sich so hassen wie im Mäünnerfußball die Schalker und Borussen! Erste Ansätze dafür sind leider auch in diesem Forum schon erkennbar. Die Verteufelung von Frankfurt (und manchmal inzwischen auch Wolfsburg) wegen ihrer Transferpolitik nervt mich schon seit einiger Zeit gewaltig. Zum Schluß noch was Positives: in der Nationalmannschaft ist zum Glück dieser Haß unter den Spielerinnen nicht vorhanden. Ich hoffe, das bleibt auch weiterhin so. Davon könnten sich manche „Fans“ in den Stadien und Foren eine dicke Scheibe abschneiden.

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  • Winter sagt:

    @ Frieda

    Man kann aber in solch einer Situation an den normalen Menschen-Verstand appellieren!!!

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  • busyr sagt:

    @Guido:

    Ich verstehe nicht, wie du (und übrigens in anderen Foren auch andere) jetzt mit so einem unsinnigen Vergleich kommen kannst.

    Erstens hatte Kim Kulig sich „nur“ eine Verletzung am Bein zugezogen und war nicht bewusstlos, hat sich keine Kopfverletzung zugezogen, hat nicht mal geblutet. Zweitens waren es im Fall gestern gleich 2 (!!!) Spielerinnen (aus der Abwehr), nicht nur eine (Stürmerin). In sofern kann man diesen Vergleich, den du bringst, so nicht ziehen. Die Nationalspielerinnen seinerzeit waren niemals so geschockt, wie die Turbinen gestern und auch nicht so geschwächt (weil immer noch zu 11.) wie Turbine gestern, da Kim Kulig ja ausgetauscht werden konnte (vergleichbar zu Toni Göransson in der 1. Halbzeit). Es bleibt daher so, wie es alle Anwesenden im Stadion gestern empfanden (außer evt. die wenigen Frankfurt-Fans): das Verhalten der Frankfurterinnen gegen sehr benachteiligte und sichtlich total geschockte (im Sinn, von geistig abwesende, neben sich stehende) Potsdammerinnen war extrem unfair und unsportlich. Das das der Trainer in der Trainer in der Presskonferenz sowie Siggi Heinrich nicht verstehen / einsehen wollen, passt dann nur zu gut in das Bild, was die Frankfurterinnen da gestern abgegeben haben (dabei soll jetzt natürlich das Helfen von Lira und 1-2 anderen Frankfurtern sowie deren Mediziner bei den beiden schweren Verletzungen nicht eingeschlossen sein und ausdrücklich als positiv genannt werden – aber es geht ja hier hauptsächlich um das, was die Frankfurterinnen danach gemacht und Trainer sowie Manager nach dem Spiel für ein Bild abgegeben haben). Ein Nichtangriffspakt wäre die einzig faire und sinnvolle Antwort auf die sehr schweren verletzungen gewesen. Hätten die Frankfurterinnen statt dem Angriff den Ball zu den Turbinen zurückgespielt (wie es eine faire Mannschaft gemacht hätte), dann hätten diese sicherlich eher keinen Angriff mehr initiert sondern nur noch auf Ballhalten gespielt.

    @kanuenschen:

    Übermäßiges Pressing war es sicher nicht von Frankfurt, aber ein eindeutiges, deutliches Angrifsspiel gegen Potsdamerinnen, die sich kaum mehr wehren konnten. Und Turbine hat erst wieder mitgespielt, als das schmutzige, unverdiente Tor gefallen war, was niemals hätten fallen dürfen. Vorher haben die irgendwie versucht in der Abwehr was zu verhindern, was nicht zu verhindern war. Die Schiedsrichterin ist, so blöd es ist, hier leider die falsche, wenn man schuldige Personen sucht – mindestens 90 Sekunden musste sie laut Regeln auf jeden Fall noch spielen lassen (die Verletzung passiert bei ca. 88:30) … und genau in diesen 90 Sekunden hat Frankfurt das Tor erziehlt. Das müssen, auch wenn es viele (vermutlich nicht im Stadion Anwesende) nicht verstehen wollen, die Frankfurterinnen ganz allein auf Ihre Kappe nehmen. Von Potsdam ging zwar jetzt, was die Mannschaft angeht, kein Bemühen auf einen Nichtangriffspakt aus (aber die hatten 1. sicheres anderes im Kopf und 2. kam ja genausowenig etwas von den Frankfurterinnen in der Beziehung). Man muss aber das auch nicht zwingend vorher vereinbarer, meiner Meinung nach. Ein fairer Gegner hätte das automatisch und aus Respekt gegenüber dem Gegner von sich aus gemacht.

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  • Kati sagt:

    Was für ein Chaos!

    Das Spiel war eigentlich sehr gut und spannend. Klar war es hart umkämpft und die Schiedsrichterin hätte die eine oder andere Karte mehr verteilen müssen. Dies gilt aber für beide Mannschaften. Schon klar, dass die Potsdam-Fans im Stadion nur die Fouls an ihren Spielerinnen sehen.
    Allerdings muss man immer bedenken, dass die Unparteiischen wenige Sekunden Zeit für Entscheidungen haben und sollte deshalb nicht jede einzelne an den Pranger stellen.
    Außerdem ist das hier immer noch Fußball, welches nunmal aus Zweikämpfen besteht, und nicht Tischtennis oder Sonstiges.

    Der Zusammenstoß sah sehr schlimm aus. Keiner konnte wissen zu diesem Zeitpunkt, was die beiden nun genau haben.
    Ich denke aber, dass alle Beteiligten mit der Situation einfach total überfordert waren, weil so etwas zum Glück nicht oft passiert.
    Damit meine ich die Trainer und auch die Spielerinnen BEIDER Mannschaften.
    Als das Spiel dann wieder angepfiffen wurde, haben die Spielerinnen dann einfach auf Autopilot geschaltet.
    Sehr unglücklich natürlich, dass daraus noch ein Tor entsteht.
    Es wäre besser gewesen sich während der Unterbrechung mal zu unterhalten und sich auf etwas Akzeptables zu einigen.
    So ist es aber nicht gekommen: Frankfurt hat drei Punkte und Potsdam hat mal wieder einen Grunde gefunden, sie zu hassen. Für die meisten ist Frankfurt der Böse in dieser Geschichte. Traurig! Ein bisschen mehr Vernunft und Realitätssinn würde keinem schaden.

    Das Foul von Kemme an Bajramaj war nicht so schlimm, wie manche Medien es jetzt aufputschen. Es war eben ein normales Foul. Bajramaj hat sich dann beim Fallen nur unglücklich das Knie verdreht. Eine Karte war nicht notwendig.

    Über das Verhalten der Potsdamer-Fans brauche ich glaube ich nicht viel zu sagen: Einfach nur peinlich!

    Im Allgemeinen geht mir dieser „Hass“ zwischen Potsdam und Frankfurt sowas von auf die Nerven. Werdet endlich mal erwachsen!

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  • mj sagt:

    „Das Ergebnis und das Tor ? Wen bitte sollte das eigentlich kümmern ? Alles, was zählt, ist die Gesundheit der Spielerinnen und die Hoffnung, die Verletzungen mögen nicht so schwer sein.“

    @wrack: amen dazu! ist schon irgenwie widersprüchlich hier einige von fair play reden zu hören, doch im nachhinein scheint es dann doch wichtiger zu sein, wilde beschimpfungen (stadion) und anschuldigungen in den raum zu werfen, weil drei punkte verloren gegangen sind anstatt den tag in sportlicher hinsicht einfach mal zu streichen und menschlich an die verletzten zu denken.

    noch ein punkt, der mich einfach nicht los lässt… davon zu reden, dass nur die potsdamer spielerinnen betroffen waren, halte ich als sehr vermessen. ich war da und habe gesehen wie geschockt auch die frankfurterinnen waren. so ist zum beispiel ali krieger hingegangen um zu sehen wie es den beiden geht und hat hinterher sichtlich entsetzt mit ihren team kolleginnen darüber geredet.

    und bevor ich evtl noch beschimpft werde: als ich ins stadion kam, war ich lediglich fan des frauenfußballs. doch nach der vorstellung der turbine fans (leider habe ich wohl nur die pöbelnden miterlebt und nicht die jenigen, die sich in solch einer situation einfach mal im griff haben) kann ich nur eins sagen: absolute schande für den verein. turbine fan werde ich schonmal nicht…

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  • xyz sagt:

    Da kann man nur sagen,dass Frankfurt für den Sieg und das rücksichtslose Verhalten wohl sehr teuer bezahlen wird,wenn es wirklich ein Kreuzbandriss sein sollte.
    Ich hoffe,dass alle Spielerinnen bald wieder genesen sind und keine bleibenden Schäden zurück bleiben.

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  • ballander sagt:

    „Es ist alles regelkonform verlaufen“, meinte Frankfurts Manager Siegfried Dietrich.

    „Fair Play (oder „Fairplay“) ist ein Begriff, der ein bestimmtes sportliches Verhalten kennzeichnet, das über die bloße Einhaltung von Regeln hinausgeht. Es beschreibt eine Haltung des Sportlers, und zwar die Achtung des bzw. den Respekt vor dem sportlichen Gegner sowie die Wahrung seiner physischen und psychischen Unversehrtheit. Der sportliche Gegner wird als Partner gesehen oder zumindest als Gegner, dessen Würde es zu achten gilt, selbst im härtesten Kampf.“ meint Wikipedia.

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  • Guido sagt:

    @Busyr:

    Ich habe den Vergleich mit Kim Kulig ja genau deshalb gewählt, weil ich die Forderung nach einem vorzeitigen Abpfiff als aus der Emotion der Situation heraus verständlich, aber letztlich doch völlig unsinnig empfinde.

    Wo soll das denn hinführen? Ein Kreuzbandriss mit einjähriger Pause reicht offensichtlich nicht aus, um das Spiel zu beenden. Sobald es aber eine blutende Wunde gibt, ist von einem allgemeinen Schockzustand aller Spielerinnen auszugehen, der eine reguläre Fortsetzung nicht möglich macht? Würde sich der FF mit so etwas nicht komplett lächerlich machen? – Ich kann mich an ein MF-Spiel in der 4. Liga erinnern, in der ein Spieler – ausgerechnet ein Publikumsliebling und Schlüsselspieler – nach einer rüden Attacke einen schlimmen Beinbruch erlitt. Der brechende Knochen war bis auf die Tribüne zu hören, und das gesamte Stadion war schockiert, die Spieler ohnehin. Einigen soll es übel geworden sein, Trotzdem ging das Spiel weiter, und es gab nicht mal eine Diskussion dazu, jetzt abzubrechen. Die Mannschaft des Verletzten gewann dann 2:0. Nach den 90 Minuten war dann nur noch die Gesundheit des Kollegen wichtig, aber bis dahin waren diese Viertligisten professionell genug, die Sache irgendwie sportlich zu Ende zu bringen.

    Und abgesehen davon, was wäre denn gewesen, wenn die Verletzungen in der 75. Minute oder früher geschehen wären? Hätte da auch jemand gefordert, dass das Spiel bitte sofort abgepfiffen werden soll? Das würde ja zu folgender Regeländerung führen: „Ein Fußballspiel dauert im Allgemeinen 90 Minuten plus Nachspielzeit. Ein Schiedsrichter kann das Spiel aber jederzeit nach eigener Entscheidung vorzeitig beenden, z. B. wenn er eine Mannschaft durch besonderes Pech benachteiligt sieht.“

    Ab der wievielten Minute und ab welcher Schwere der Verletzung soll denn so eine Ausnahmeregelung greifen? Leider gibt es KEINE klare Grenze zwischen dem Fall Kulig und dem Fall gestern. Und daher halte ich die Forderung, das Spiel in der 87. Minute einfach zu beenden, weil es danach kein „schönes“ mehr sein konnte, für etwas, was der Willkür Tür und Tor öffnet und dem FF schaden würde.

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  • nowornever sagt:

    @laasee
    „It easy to make judgement with hindsight but not so easy for those involved in the ‘heat of the game’.“

    that absolutely resonates.

    it’s easy to judge(„play god“, the one who really KNOWS ;)), but it’s even harder to get rid off it(assuming it’s desired)

    as more i judge you(or a ‚bad‘ circumstance caused by a ‚you‘) … as less i feel ‚justified‘

    dear potsdam&frankfurt fans … see your unique … likeness!* 🙂

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  • Michele sagt:

    Ich denke mal, dass es Lira nicht so schlimm erwicht hat! Ansonsten hätte man mit Sicherheit schon was gehört!

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  • MariaOzawaFan sagt:

    Ich stimme Kati voll und ganz zu. Allerdings bin ich sehr pessimistisch daß sich das Verhältnis Frankfurt – Potsdam grundlegend ändert. Es gibt einfach zu viele Leute auf beiden Seiten die einfach immer wieder Öl ins Feuer gießen.

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  • frosti sagt:

    Mit Aufatmen lese ich, dass es bei Singer „nur“ ein Schädelhirntrauma ist. Im Moment als die beiden Spielerinnen dort lagen und gerade bei Singer sofort der Arzt gerufen wurde und alle Spielerinnen, die dort waren, entsetzt wegliefen, glaubte ich schon an Schlimmstes. Dafür ist es dann doch noch milde abgelaufen.

    Dennoch:
    Für den Frauenfußball ist dies, aber auch die überragende Zustimmung zu dem Beitrag von Guido hier oben ein trauriger Tag.

    Beides ist ein Beleg, dass der Frauenfußball, aber auch die Fans offensichtlich ihre Unschuld verloren haben. War eigentlich die größere Fairness und Sensibilität meine Motivation mich dem Frauenfußball zuzuwenden, so weiß ich seit gestern und dem obigen Beitrag, dass Männer ( s. wohl Osnabrück, wo bei einem solchen Vorfall die Mannschaften das Spiel zu Ende schaukelten) manchmal sensibler als Frauen reagieren.

    Zum Zeitpunkt des Wiederanpfiffs musste man mit dem Schlimmsten rechnen und das Spiel interessierte eigentlich nicht mehr.

    Seit gestern und der obigen Zustimmung dazu, dass es nicht nur regelkonform, sondern auch moralisch völlig legitim und normal ist, dann gegen den geschockten Rest sich die Punkte zu holen, kann ich auch wieder zum Männerfußball gehen. Dort scheint die Solidarität der Spieler sogar höher zu sein als bei den Frauen.

    Prima ist der Vergleich von Guido mit 3 x gegen den Pfosten und dann kann der Gegner gleich ein Tor herschenken.
    Pfosten und Köpfe – das ist wirklich ein gutes Bild.
    Da halten dann 80 Leute den Daumen nach oben.

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  • speedy75 sagt:

    Nachdem sich sowohl Singer wie auch Mirlach bereits auf dem Weg der Besserung befinden, weiss man schon was zu Göransson und Lira?
    Was im übrigen bei der ganzen Diskussion untergeht sind ja die Ergebnisse der anderen Spiele vom WE. Sindelfingen mit dem ersten Sieg, Gütersloh siegt über Duisburg und Bayern muss ins Essen eine Niederlage einstecken.

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  • Sokrates sagt:

    Das gestrige Spiel im Karli hatte zwei moralische Verlierer: Die Mannschaft des FFC nach der ersten schweren Verletzungspause von Alex und Mirlach und – einmal mal mehr – große Teile des Potsdamer Publikums.

    Es wäre großes Fair Play von Frankfurt gewesen, nicht auf das Siegtor auszugehen. Die Reaktion eines größeren Teils der Potsdamer hat allerdings Turbines Ruf, das unfairste Publikum im deutschen (und wohl auch im internationalen) FF zu haben, bestätigt. Da Potsdam dieses Fan- und Zuschauerproblem schon seit mehreren Jahren hat und es immer noch nicht in den Griff bekommen hat, ist jetzt der DFB gefordert. Eine Heimspielsperre für Turbine (im Karli und Luftschiffhafen) sowie strenge Auflagen an Turbine als gastgebenden Verein sind überfällig. Auch Journalisten sollten endlich einmal genauer den Ursachen der massenhaften verbalen Entgleisungen und zum Teil auch körperlichen Übergriffe nachgehen und dabei auch das politische Umfeld von Turbine Potsdam untersuchen. Es sollte auch die Frage geprüft werden, ob eigentlich jedes „Ausrasten“ auf der Tribüne spontan erfolgt oder ob es im Publikum auch agents provocateurs gibt, die ganz bewusst die Stimmung schüren.

    Diese Kritik am Fan- und Zuschauerverhalten soll natürlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass Turbine eine Vielzahl netter, begeisterungsfähiger und fachkundiger Fans hat und dass auch der FFC viele ungelöste schwere Fanprobleme (Mobbing, Stalking, Rassismus, der untätige Fanclub und – bis vor kurzem – der Umgang mit Sheldon) hat.

    @ Frieda: Danke für deine offenen Worte. Leider fehlt sehr vielen „normalen” und anständigen Zuschauern im Karli die Zivilcourage, die du im Stadium und gelegentlich hier auf womensoccer.de zeigst, ohne Turbine dabei anschwärzen zu wollen. Respekt!

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  • Towatei77 sagt:

    Zitat Winter: „Das Stadion hat bei der Situation als beide Spielerinnen auf dem Boden lagen, eindeutig Abpfiff gefordert. Hier hätte die Schiedsrichterin reagieren können, ja müssen!“

    Und wenn das ganze Stadion Elfmeter forfert, muss sie dann auch reagieren? So was unsachliches hab ich ja selten gehört.

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  • frosti sagt:

    @ socrates
    Da ich nicht mehr auf die Tribüne gehe (wo wohl die eingefleischten Fans sitzen), kann ich nur sagen, dass in meinem Umfeld alle geschockt waren und erst nachdem Frankfurt dann mit Dampf auf Sieg spielte und nicht die Restminute/n ablaufen ließen, geschimpft wurde.
    Dass Frankfurt in Potsdam nicht geliebt wird, erscheint bei deren Abwerbepolitik normal und Schreihälse gibt es überall.
    Es war eigentlich Pech für den FF und auch den 1. FFC, dass sie dann tatsächlich den Siegtreffer schafften. Sicher wäre alles milder verlaufen, wenn das Tor nicht gefallen wäre und es ist eine Ironie des Schicksals, dass zum einen ausgerechnet Lira das Tor macht und ausgerechnet sie dann – offensichtlich sogar schlimmer als die beiden nach minutenlanger Behandlung auf der Bahre abtransportierten Torbienen – verletzt wurde.
    Schreihälse gibt es immer und überall und sie machen leider die Musik, weil sie eben „Schrei“hälse sind und die anderen die schweigende Mehrheit.
    Gestern bestand zudem eine (traurige) Ausnahmesituation, da finde ich ein Schimpfen nicht so schlimm.
    Im Übrigen macht es keinen guten Eindruck, wenn hier im Thread zu einem Zeitpunkt, wo man nicht weiß, ob Singer nicht lebensbedrohlich verletzt ist, ausgerechnet Frankfurter Fans die ersten Kommentare nach dem Spiel schreiben und sich über das vermeintlich zu Unrecht nicht bestrafte Foul an Lira auslassen – so als ob in diesem Moment die Frage nach dem Gesundheitszustand von Singer nicht viel wichtiger wäre.
    In Ansehung der Tatsache, dass Singer offensichtlich keine dauerhaften Gesundheitsschäden erlitten hat, ist mir persönlich im Übrigen das Ergebnis völlig egal. Es ist die beste Nachricht, die ich heute zur Kenntnis nehmen durfte.

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  • ballander sagt:

    wer den besorgten schrei nach den ärzten gehört hat im karli, der wusste, dass die verletzungen ein schreckliches bild ergeben haben müssen, die anlass zur ernsthaften sorge um die spielerinnen mirlach und singer gegeben haben.

    die spielerinnen, die erste hilfe zu leisten versuchten bzw. ohnmächtig das geschehen abwarteten, waren sichtlich unter schock und alles andere als in der lage, einfach so weiterzuspielen. der respekt gegenüber den spielerinnen von turbine hätte es geboten, in dieser situation eben kein tor zu machen.

    wie kann man an einer torfrau (naeher) die murmel einschieben, wenn die soeben mit ansehen musste, wie ihre landsfrau (singer) blutüberströmt und bewusstlos auf dem platz lag und man mit schlimmsten verletzungen rechnen muss? das bild in der maz zeigt sie neben den verletzten kauernd…

    die frankfurterin ali krieger, die ebenfalls zu ihrer landsfrau gelaufen ist, hätte den ball ganz sicher in dieser situation lieber in den himmel als in ein tor geschossen, bei dem die torhüterin nur physisch anwesend ist. das wäre fair play gewesen.

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  • benkku sagt:

    @Guido – du scheinst nicht ganz nachvollziehen zu können, worum es hier geht. Niemand fordert eine Regel, nach der ein Spiel ab einer bestimmten Minute und/oder Schwere der Verletzung eines Beteiligten abgebrochen wird. Wie du ganz richtig bemerkt hast, kann hier keine klare Linie gezogen werden. Was dir dabei entgeht, ist die Tatsache, daß Menschen in der Lage sind oder sein sollten, in einer konkreten Situation ein Verhalten an den Tag zu legen, das über das sture Befolgen von Regeln und das rücksichtslose Verfolgen des eigenen Vorteils hinaus geht. Wenn du das nächste Mal in deinem Leben in eine Situation kommst, in der du darauf angewiesen bist, daß jemand dir gegenüber einen Ermessensspielraum zu deinen Gunsten auslegt, dann erinnere dich vielleicht mal an die bürokratische Regeltreue, die du hier forderst.

    Abgesehen davon ist deine Argumentation unpräzise, und auch wenn hier manches schon einige Male geschrieben wurde, kann ich mir nicht verkneifen, das nochmal klarzustellen.

    Zum Thema Kim Kulig/WM 2011: Ihre Verletzung war schwer im Sinne einer Sportverletzung, die eine lange Pause nach sich zieht – aber nicht gefährlich in medizinischer Hinsicht. Zudem konnten die Deutschen zu dem Zeitpunkt noch dreimal wechseln, und die Spielsituation war völlig offen. Das war eine normale Situation, wie er in vielen Fußballspielen entsteht und einer Mannschaft durchaus nicht immer zum Nachteil gereichen muß. Im Gegenteil, ein intaktes Mannschaftsgefüge kann daraus sogar eine „jetzt erst recht“-Kraft ziehen (siehe Potsdam gestern nach der frühen Göransson-Verletzung), aber das Mannschaftsgefüge der deutschen Nationalelf bei dem Turnier… naja, lassen wird das.

    Zurück zum Thema: Eine Kopfverletzung mit Blutverlust und vorübergehender Bewußtlosigkeit ist, anders als ein Bänderriss o. dgl., schwer UND gefährlich. Das kann auf den ersten Blick alles von einer leichten Gehirnerschütterung bis zum schweren Schädel-Hirn-Trauma oder gar Schädelbruch mit lebenslangen Spätfolgen bedeuten, und kein Mediziner wird da nach ein paar Minuten Notversorgung auf einem Fußballplatz Entwarnung geben. Was den beiden Potsdamerinnen passiert ist, war ja keine leichte Platzwunde, nach der man sich kurz schüttelt und mit einem „Hoeneß-Turban“ weitermachen kann. Wer nach so einer Situation einfach weiterspielt, als wäre nichts gewesen und sich danach hinter den Regeln versteckt, hat meines Erachtens nicht nur in sportlicher, sondern auch in ganz allgemein menschlicher Hinsicht etwas sehr Grundsätzliches von dem, was Humanität ausmacht, nicht verstanden.

    Zum Thema Gijon 1982: Ich habe das Beispiel gebracht, weil die Haltung der Frankfurterinnen nahezu exakt der Einstellung der deutschen und österreichischen Nationalmannschaften damals entspricht. Eine Dummheit im Turniermodus (danach erst wurde aus gutem Grund eingeführt, daß die letzten Gruppenspiele parallel ausgetragen werden) brachte den beiden Mannschaften den – nicht durch sportliche Leistung erreichten – Vorteil, daß sie genau wußten, welches Ergebnis ihnen beiden zum Weiterkommen reichen würde, und als dieses Ergebnis – wohlgemerkt schon nach ca. 10 Spielminuten – erreicht war, haben sie die Zeit halt runterlaufen lassen. Das war alles regelkonform – aber du bezeichnest es selbst, und völlig zu recht, als „Schande“. Fällt dir was auf?

    Zum Thema Miro Klose: das Tor war irregulär erzielt, aber das macht laut Fußballregeln keinen Unterschied, wenn der Schiedsrichter es anerkannt hat. Nach solchen Toren durften andere schon ungestraft die „Hand Gottes“ herbeizitieren. Darin liegt ja gerade die Größe einer solchen sportlichen Haltung (ist übrigens nicht das erste Mal, Klose hat ja auch schonmal einen Elfmeter „zurückgegeben“) – sich im Sinne einer höheren Moral darüber hinwegzusetzen, was einem die Regeln erlauben und was einem einen Vorteil verschafft.

    Man kann sich möglicherweise mit guten Gründen über die Potsdamer Fans ärgern – in der Internetübertragung war nicht gut zu hören, was da alles gesagt und gerufen wurde, aber ich war auch schon bei Spielen gegen den FFC im Karli und kann mich erinnern, was da so für peinliche Kommentare kommen. Aber das hat mit dem eigentlichen Skandal dieses Spiels ja nichts zu tun.

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  • franksquasher sagt:

    Hmh…der ausgebliebene Frankfurter Jubel hat nix mit Fairness zu tun…sondern war einfach der Angst geschuldet dass die Fans dann über den Zaun gestiegen wären.
    Die Schiedsrichterin hat sich sowohl beim Kemme-Foul und bei der Nachspielzeit wohl den Regeln entsprechend verhalten. Fingerspitzengefühl wird zwar immer wieder von den Schiedsrichtern gewünscht…aber gut…wenn´s nicht kommt…

    Dann bleiben meiner Meinung nach noch die „erfahrenen“ Spielerinnen oder die Trainer übrig, die auf das Spiel hätten einwirken können.
    Ich würde keiner jungen Spielerin die Schuld geben, wenn sie weiter mit Zug zum Tor spielt…
    Aber ich hätte allerdinge von den „Alten“ wie Garefrekes oder Angerer erwartet dass sie das Ding runterfahren.
    Die sollten sich mal hinterfragen…wenn die das nicht auf die Reihe kriegen, wer dann…

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  • Towatei77 sagt:

    http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hitlisten_des_nordens/hitlisten303_item-17910_liste-39.html

    Die Bayern haben damals quasi ohne Torwart weitergespielt und hätten dieses Spiel auch gut und gerne verlieren können. Ich glaube nicht, dass da einer sich im Nachhinein beschwert hätte, dass nicht abgebrochen worden ist.

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  • wfm sagt:

    @Sokrates
    In der Regel stimme ich Deinen Beiträgen zu, kann Dir in der moralischen Verurteilung der Mannschaft des FFC nicht folgen. Interessanterweise ist auch Ogimi nicht Deiner Meinung. Sie selbst findet in ihrem Blog, dass Frankfurt das getan hat, was sie tun mussten und dass sie dasselbe getan hätten.
    Es muss erlaubt sein zu fragen, was gewesen wäre, wenn die mehr als unglückliche Verletzung von Mirlach und Singer 15 Minuten früher gewesen wäre. Hätte man dann einen Nichtangriffspakt schließen und eine Viertelstunde den Ball hinundherschieben sollen? Und was, wenn Frankfurt dabei den Ball vertändelt hätte und Potsdam mit einem schnellen Konter das Siegtor geschossen hätte.
    Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass alle mit der Situation überfordert waren. Es standen doch auch Potsdamer Spielerinnen abseits der Verletzten ohne sich diese anzusehen, weil man wohl nur von einer üblichen Platzwunde ausging.
    Schröder hat doch auch auf der PK gesagt, dass man im Nachhinein anders hätte handeln können oder müssen, z.B. das Gespräch mit Frankfurt suchen.

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  • Kati sagt:

    auf der Homepage des FFC Frankfurt heißt es, dass sich der Verdacht auf Kreuzbandriss bei Bajramaj leider bestätigt hat.

    Gute Besserung!

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  • Iche sagt:

    Lira – Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie 🙁

    Was für eine Bilanz dieses Spiels 🙁

    Allen Verletzten gute Besserung

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  • xXx sagt:

    Der Verdacht auf Kreuzbandriss bei Lira Bajramaj hat sich bestätigt.

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  • Nora Kruse sagt:

    Der Thread ist geschlossen.

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