Duisburg gewinnt Revierderby

Von am 26. September 2012 – 21.46 Uhr 8 Kommentare

In einem Nachholspiel vom ersten Spieltag der Frauen-Bundesliga kam der FCR 2001 Duisburg im Lokalderby gegen die SGS Essen zum ersten Erfolg. Bei den beiden anderen Partien des Tages gab es keinen Sieger.

Der FCR 2001 Duisburg kam vor 672 Zuschauern im PCC-Stadion von Homberg im zweiten Saisonspiel zu einem 2:0 (1:0)-Sieg gegen den Reviernachbarn. Kapitänin Jennifer Oster (10.) nach Querpass von Lieke Martens und Mandy Islacker nach einem doppelten Doppelpass mit Jackie Groenen (52.) erzielten die Treffer für die Duisburgerinnen.

Taktische Änderungen führen zum Erfolg
Dabei führten bei Duisburg gegenüber der 0:4-Niederlage gegen den 1. FFC Turbine Potsdam drei Tage zuvor vor allem zwei Änderungen zum Erfolg: Stefanie Weichelt agierte als rechte Außenverteidigerin, Dolores Silva wechselte auf die Sechserposition.

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Duisburgs Trainer Marco Ketelaer erklärte: „Wir haben die Köpfe nach der bitteren Niederlage freibekommen und – eine fußballerische Binsenweisheit, aber trotzdem richtig – über den Kampf zum Spiel gefunden. Jeder hat zudem gesehen, dass die zwei Umstellungen gefruchtet haben.“

Mandy Islacker

Mandy Islacker machte den Sieg im Derby perfekt © Volker Nagraszus / girlsplay.de

Leverkusen holt ersten Punkt
Im zweiten Nachholspiel des ersten Spieltags trennten sich der SC Freiburg und Bayer 04 Leverkusen mit 2:2 (0:1). Die Gäste gingen in der ersten Halbzeit durch Marith Prießen in Führung (17.), doch die Gastgeberinnen verwandelten kurz nach der Pause binnen drei Minuten den Rückstand in eine Führung, als Fiona O’Sullivan (50.) und Juliane Meier (53.) trafen.

Doch ein Eigentor von Jenista Clark (76.) rettete der Werkself einen Punkt. „Mit dem Resultat kann ich sehr gut leben. Wir kamen zwar in der ersten Halbzeit zu einigen großen Chancen, aber nach der Pause hatten die Freiburgerinnen definitiv mehr vom Spiel“, so Leverkusens Trainer Thomas Obliers.

Erstmals Zählbares für Jena
In einem Nachholspiel vom zweiten Spieltag trennten sich der SC 07 Bad Neuenahr und der FF USV Jena mit 0:0. Die Thüringerinnen erkämpften sich in derselben Formation, die drei Tage zuvor noch mit 0:4 beim FC Bayern München verloren hatte, im dritten Auswärtsspiel in Folge den ersten Punktgewinn.

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„In Frankfurt haben wir gut gespielt und sind dafür aber nicht belohnt worden. In München haben wir vier Mal geschlafen und heute haben wir endlich auch mal etwas Greifbares in den Händen“, freute sich Jenas Trainer Daniel Kraus.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

8 Kommentare »

  • franksquasher sagt:

    Ordentliches Spiel des FCR, das Team zeigt sich einsatzfreudig wie schon lange nicht mehr. Luft nach oben ist genug vorhanden und mal sehen wo es noch so hingeht…
    Ando mal wieder sehr bemüht aber glücklos und im Abschluß absolut schwach.

    […]


    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • waiiy sagt:

    Ich freue mich, dass Duisburg nach der Niederlage gegen Potsdam keinen Knacks wegbekommen hat. Die Gefahr eines Fehlstarts ist ja in einer solchen Situation durchaus gegeben, gerade wenn es sich um eine junge Mannschaft handelt. Da haben die wenigen Erfahrenen (bestes Beispiel ist hier Oster mit dem frühen Tor) und der Trainer gute Arbeit geleistet.

    Ja, mit dem Spielplan und der Kollision mit der U20-WM haben die Offiziellen des DFB dem Frauenfußball einen Bärendienst erwiesen. Das zeigt sich immer mehr. In meinen Augen hätte Essen bei schönem Wetter, am Wochenende, im neuen Stadion, im Derby einen Zuschauerrekord aufstellen können. Aber vielleicht überweist ja der DFB die fehlenden 15.000 EUR (3.000 Zuschauer x 5 EUR) an Essen… 🙁

    waiiy

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  • waiiy sagt:

    Bad Neuenahr ist einfach ein „da Mbabi“-System. Und wenn sie nicht trifft oder auflegt, fallen halt auch keine Tore. Und man darf nicht verkennen, dass es für viele Mannschaften absolut möglich ist, eine einzelne Spielerin aus dem Spiel zu nehmen. Wenn man dann keine Kompensationsmöglichkeit innerhalb des Team hat, dann kann man halt höchstens 0:0 spielen.

    Vor diesem Hintergrund traue ich vielen Mannschaften in der Liga zu, Bad Neuenahr dazu zu zwingen, kein Tor zu schießen. Meiner Meinung nach wird Bad Neuenahr damit auch nicht mehr im vorderen Mittelfeld landen.

    Ich will mich mal richtig weit aus dem Fenster lehnen und sagen, dass das Halten von da Mbabi die Entwicklung der Mannschaft gebremst oder sogar blockiert hat.

    waiiy

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  • djane sagt:

    das Spiel fand doch im PCC statt, da hätte Essen das neue Stadion auch nix genützt ?!?

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  • karl sagt:

    @waiiy : Den ersten beiden Absaetzen stimme ich zu. Deiner Schlussfolgerung jedoch nicht. Da haette man eher eine Behringer oder Wimbersky oder eine aehnliche Spielerin zusaetzlich verpflichten muessen. Da das das Budget nicht erlaubt kann man hoechstens hoffen dass eine von den jungen in eine solche Rolle schluepfen kann.

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  • waiiy sagt:

    @karl: Ich denke, dass man angesichts der finanziellen Verhältnisse in BN muss die Mannschaft mehr über den Teamgedanken kommen, wo Jede für die Andere spielt und läuft und alle Verantwortung übernehmen. Aber wenn man solch eine Überspielerin im Team hat, dann kann man sich nicht dagegen wehren, dass man die Verantwortung ein wenig abschiebt und auf Impulse dieser Spielerin hofft. Wenn diese Spielerin dann mal ein schlechtes oder eine schlechte Phase hat bzw. einfach durch eine (veraltete) Frau-Deckung abgemeldet wird, wird das zum Problem des Teams.

    Das mag nicht auf alle Spielerinnen in BN und auch nicht auf alle Situationen zutreffen. Aber ich denke, dass das Ganze im Unterbewusstsein abläuft und dass man sich dagegen nicht wehren kann. Oft sieht man bei solchen Teams dann auch, dass sich in der Teamdynamik richtig etwas (zum Positiven) tut, wenn der Teamleader plötzlich weg ist.

    Gutes Beispiel ist hierbei auch Potsdam, die innerhalb eines halben Jahres 3 Leader (Mittag, Odebrecht, Peter) verloren und die 4. als Langzeitverletzte (Zietz) haben. Und plötzlich spricht das Team selbst davon, dass man variabler ausgerichtet ist. So ähnlich könnte es BN auch gehen, wenn Celia irgendwann geht. Bis dahin ist sie verdammt, mindestens 50% der Tore zu schießen.

    waiiy

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  • waiiy sagt:

    @djane: Du hast natürlich Recht. Das Geld müsste nach Duisburg gehen. 🙂

    waiiy

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  • Aldur sagt:

    waiiy sagt:
    „In meinen Augen hätte Essen bei schönem Wetter, am Wochenende, im neuen Stadion, im Derby einen Zuschauerrekord aufstellen können. Aber vielleicht überweist ja der DFB die fehlenden 15.000 EUR (3.000 Zuschauer x 5 EUR) an Essen… “

    Das hätte Essen definitiv nicht, da der FCR das Heimrecht hatte. Das Rückspiel in Essen findet erst im Winter statt. Ungeachtet dessen ist die Nichtberücksichtigung der U20-WM im Spielplan bzw. die Terminierung der meisten sich daraus ergebenden Nachholespiele (nachmittags, unter der Woche) mehr als unglücklich. Von daher war 18:00 Uhr als Anstoßzeit in Duisburg eigentlich schon eine positive Ausnahme, was die Arbeitnehmerfreundlichkeit der Ansetzungen angeht. Deshalb ist die überschaubare Zuschauerzahl von gestern in Duisburg schont etwas enttäuschend.

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