Saisonstart am dritten Spieltag

Von am 21. September 2012 – 10.37 Uhr 19 Kommentare

Während der 1. FFC Frankfurt bereits zwei Bundesligapartien absolviert hat, starten andere Vereine am dritten Spieltag überhaupt erst in die Saison. Erstmals rollt am Sonntag bei allen Teams der Ball.

Aufgrund der U20-Weltmeisterschaft in Japan wurden die meisten Begegnungen der ersten beiden Spieltage verlegt.

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„Turbinen“ zu Gast in Duisburg
Als Vize-Weltmeisterinnen sind die deutschen U20-Spielerinnen nun zurück bei ihren Vereinen und starten in den Bundesliga-Alltag. Dabei reist der 1. FFC Turbine Potsdam zum FCR 2001 Duisburg. Die Potsdamerinnen haben am ersten Spieltag bereits mit 9:1 beim VfL Sindelfingen gewonnen, doch die Aufgabe in Duisburg dürfte deutlich schwerer sein. Beide Mannschaften haben vor Saisonbeginn viele Leistungsträgerinnen verloren. Es wird interessant sein zu sehen, wie sie im ersten Härtetest der neuen Spielzeit agieren.

Frauenfußball - Dzsenifer Marozsán

Dzsenifer Marozsán steht nach der U20-WM wieder im Frankfurter Kader. © Nora Kruse / ff-archiv.de

Erstes Spiel unter Philipp Dahm
Den ersten Härtetest beim 1. FFC Frankfurt erlebt der zum Interimstrainer ernannte Philipp Dahm im Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen. Nach der Beurlaubung von Sven Kahlert sitzt Dahm erstmals auf der Trainerbank. „Mit Leverkusen erwartet uns eine junge und ebenfalls sehr ambitionierte Mannschaft, gegen die wir von Anfang an auch mit einer großen kämpferischen Leistung agieren müssen“, so Dahm. „Trainer Thomas Obliers hat seine Teams immer offensiv und aggressiv eingestellt. Das wird alles andere als ein Spaziergang und ich erwarte, dass wir direkt mit dem Anstoß unsere Erfolgsabsichten deutlich untermauern.“ Bei den Frankfurterinnen fehlen Saki Kumagai (Handbruch) und Saskia Bartusiak (Rotsprerre).

Der Pokalsieger empfängt Jena
Der FC Bayern München erwartet unterdessen in seinem ersten Saisonspiel den FF USV Jena. Für die Thüringerinnen ist es nach der 1:2-Niederlage beim 1. FFC Frankfurt am ersten Spieltag der zweite Auftritt in der neuen Spielzeit. „Wir freuen uns, dass es mit der Bundesliga weiter geht“ sagt Trainer Daniel Kraus, der auf Vivien Beil verzichten muss, die mit der U17-Nationalmannschaft bei der WM in Aserbaidschan weilt.

Wolfsburg haushoher Favorit gegen Sindelfingen
Darüber hinaus erwartet der SC 07 Bad Neuenahr die SGS Essen, und der VfL Wolfsburg trifft auf Aufsteiger VfL Sindelfingen. Die Wolfsburgerinnen, die in der vergangenen Saison mit der Vize-Meisterschaft den bislang größten Erfolg feiern konnten, werden aufgrund selbstbewusster. Der zweite Rang sei nur das Mindestziel, sagt Trainer Ralf Kellermann im Womensoccer-Interview.

Freiburg mit neuen Gesichtern
Der FSV Gütersloh reist unterdessen zum SC Freiburg. Das erste Heimspiel konnten die Gütersloherinnen mit 4:0 gegen den VfL Sindelfingen gewinnen. Doch mit den Freiburgerinnen wartet nun eine weit besser besetzte Mannschaft auf die Ostwestfälinnen. Allerdings darf der erste Auftritt des SC mit Spannung erwartet werden, denn bei den Breisgauerinnen hat sich durch zahlreiche Abgänge und Neuzugänge die Mannschaft nahezu ausgetauscht.

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19 Kommentare »

  • laasee sagt:

    Thomas Obliers is a very good coach.
    Leverkusen could be the surprise team this season.

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  • mas sagt:

    Lassen wir uns von Frankfurt überraschen. Neuer, mir unbekannter Trainer. Mal sehen wie das wird.

    Werde mit der Beurteilung sicher warten – 2 Spiele gegen ein Team der Top 4 (letzte Saison) oder so. Aber gibt’s Dahm dann überhaupt noch?

    Bin gespannt.

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  • Sheldon sagt:

    @mas: Dahm war vorher Athletik-Trainer unter Frankfurt, insofern erwarte nicht zuviel!

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  • Sheldon sagt:

    Jetzt nochmal ne Frage: Ist Dahm jetzt tatsächlich bereits neuer Cheftrainer oder sucht man noch rum?

    Bis jetzt hat man die Länderspielpause nicht genutzt. Gegen Leverkusen wird es sehr schwer werden, mit Kershowski, Ewers und Petzelberger haben sie sich sehr gut verstärkt. Dazu Thomas Obliers als neuer Trainer.

    Die Frage ist: Was macht man in Frankfurt, wenn das Spiel auch verloren geht und man mit einem Spiel mehr und 3 Punkten Rückstand nach Potsdam fährt?

    Es ist sehr schade, was im Verein zur Zeit passiert. Es erinnert mich ein bisschen an den HSV bei den Männern, der auch tut und macht und am Ende von einer Katastrophe in die nächste stolpert und mittlerweile ganz und gar den Boden unter den Füßen verloren hat.

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  • be sagt:

    Sheldon, es hieß von Anfang an von offizieller Seite, dass man keinen neuen Trainer von draußen holen möchte, sondern einer internen Lösung den Vorzug gibt. http://www.hr-online.de/website/rubriken/sport/index.jsp?key=standard_document_46053127

    Warum du hier nun schon zum wiederholten Mal wissen möchtest, wann man denn einen richtigen(TM) Nachfolger für Kahlert aus dem Hut zaubert, verstehe ich nicht.

    Beide Varianten, also interne oder externe Lösung, haben Vor- und Nachteile, können funktionieren oder eben nicht. Warum dieses Misstrauen? Selbst wenn das „Experiment Dahm“ nicht aufgehen sollte, das würde doch deinem Wunsch, Frankfurt auf einem der hinteren Tabellenplätze wiederzufinden, nur zuträglich sein.

    Andererseits: Wie alt war Schröder, als er erstmals zum „Cheftrainer“ avancierte? Wieviel Trainererfahrung besaß er? Wieviele Spiele wurden vor der ersten Siegesserie verloren?

    Gegenüber externen Trainern hat Dahm den unbestrittenen Vorteil, von allen Spielerinnen bereits Stärken und Schwächen zu kennen. Ein neuer Trainer würde hier ins kalte Wasser geworfen und Siege gleich in den ersten Spielen wären auch nicht garantiert. Die nächsten drei Spiele Frankfurts wären für jeden Trainer richtungsweisend.

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  • Sheldon sagt:

    @be: Dieser Artikel war mir nicht bekannt. Hier auf WS hieß es immer, es sei eine Interimlösung.

    Ich habe nirgendwo gesagt, dass ich einen Absturz des FFC möchte. Ich sehe ihn nur unvermeidlich. Ein neuer Trainer hätte hier nach 4 Jahren endlich mal wieder neuen Wind hereingebracht. Man sollte nicht vergessen, dass Kahlert bereits zum Stab von Wegmann gehörte, sodass seit Wegmann das gleiche System unter anderen Trainern immer wieder vorgesetzt wurde.
    Was ist das Ergebnis aus dieser Zeit?
    Bundesliga 4. (2009), 3. (2010), 2. (2011), 3. (2012)
    DFB-Pokal 2. Runde (2009), Viertelfinale (2010), Sieger (2011), Finale (2012)
    CL Viertelfinale (2009), nicht qualifiziert (2010/2011), Finale (2012) und nicht qualifiziert (2013)

    Und jetzt soll es ein Trainer aus demselben Stall richten? Da dürfte doch die Skepsis zu verstehen sein.

    Was Frankfurt fehlt, sind die Ideen im Spiel und ich denke nicht, dass die durch einen Athletiktrainer zutage gefördert werden!

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  • Markus Juchem sagt:

    Ich zitiere aus der Pressemitteilung des 1. FFC Frankfurt vom 12. September: „Der bisherige Co- und Athletik-Trainer Philipp Dahm wird zunächst als Interims-Coach die Trainingsleitung der FFC-Bundesliga-Mannschaft übernehmen.“

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  • Sheldon sagt:

    Genauso hatte ich es im Ohr, vielen Dank, Herr Juchem!

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  • be sagt:

    Man achte auch das Wörtchen „zunächst“. Also: Wenn’s funktioniert, bleiben wir bei ihm. Wenn nicht, können wir und immer noch nach jemand anderem umschauen.

    Dass es neue Besen auch in den eigenen Reihen geben kann, hat beispielsweise Duisburg mit Ketelaer gezeigt. Seine Ernennung war ja auch zunächst eine Interimslösung.

    Wir alle kennen Dahm und seine Ideen noch zu schlecht. Einen Vorteil für Leverkusen, Potsdam und Bayern sehe ich in dem Wechsel vorab jedenfalls nicht.

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  • enthusio sagt:

    In einem Interview in der „Frankfurter Rundschau“ vom 18.9. hat sich Nadine Angerer zum neuen Trainer wie folgt geäußert:

    Frage: „Was halten Sie von der Lösung Philipp Dahm?“

    Antwort Angerer:“Er hat keinen großen Namen, aber den braucht er auch nicht, denn den wird er in Frankfurt bekommen, weil wir alle von ihm überzeugt sind.“

    Frage: „Aber er war bisher nur der Athletiktrainer …“

    Antwort Angerer:“… aber er ist seit zwölf Jahren schon als Trainer tätig, hat die A-Lizenz und beim FSV Mainz gearbeitet. Das ist keiner, der aus dem Fitnessstudio gezogen und auf die Bank gesetzt wurde. Er hat unser absolutes Vertrauen.“

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  • Guido sagt:

    Ein 4:2 in einem offensichtlich spannenden Spiel gegen einen Gegner, den man bestimmt nicht unterschätzen darf, ist ja kein schlechter Neu-Start für den FFC. Vielleicht hat es geholfen, dass die FFC-Spielerinnen in der N11 wieder Selbstvertrauen sammeln konnten. Dazu hat Kim Kulig ihren ersten Treffer in einem Pflichtspiel erzielt, was für sie nach dem verschossenen Elfer gegen die Türkei sicher besonders wichtig für sie ist. Aber die echten Bewährungsproben in Liga und Pokal stehen ja noch bevor; es bleibt also spannend.

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  • Sheldon sagt:

    Zumindest zur Aufstellung muss man Dahm ein Lob aussprechen: Die Möglichkeit mit Peter in der Zentrale und Schmidt und Krieger auf den Außen dürfte sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung gewesen sein.

    Doch es stellen sich mir Fragen bzgl. zweier Personalien:

    1. Schumann: Wird sie es sich bei der Gegentorflut wirklich gefallen lassen, auf Dauer die Nummer 2 zu sein?
    2. Bajramaj: Wird sie nun auf Dauer auf der Bank Platz nehmen dürfen, jetzt, wo Marozsan wieder da ist?

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  • Sheldon sagt:

    Duisburg gegen Potsdam ist ein bisschen das Spiel, das ich erwartet habe. Potsdam ist klar überlegen, und das ist auch kein Wunder. Duisburg muss sich nach den Abgängen und Verletzungen gerade defensiv erstmal finden, die Lösung mit Silva auf links bzw. rechts ist vielleicht nicht unbedingt die Beste, da könnte Ketelaer vielleicht Schenk bringen.

    Der Kommentator ist ziemlich unfair Duisburg und gerade Dolores Silva gegenüber. Während bei Kulig immer betont wurde, ein Jahr kein Pflichtspiel mehr, langsam heranführen usw. wird das bei Silva überhaupt nicht betont.

    Bei Kämper und Groenen merkt man doch deutlich noch das junge Alter, in manchen Situationen einfach zu grün hinter den Ohren, zu wenig abgeklärt, zu naiv gegen Potsdam.

    Ich bin gespannt, was die zweite Halbzeit bringt. Letztes Jahr hat es Duisburg noch geschafft, das Spiel in Potsdam zu drehen. Dass das heute wieder passiert, denke ich nicht, dafür ist Potsdam viel zu dominant und scheint noch stärker als letztes Jahr zu sein. Gerade offensiv bin ich fasziniert von Evans/Göransson, dieses Duo allein verspricht schon viele Punkte und sehenswerte Spiele.

    Potsdam scheint die Unmöglichkeit geschafft zu haben und ist diese Saison anscheinend noch einmal stärker als letzte. Evans und Doorsoun bringen enorme Qualität mit, es wäre erstaunlich, wenn Potsdam auf dem Weg zum 5. Meistertitel mit der Mannschaft gestoppt würde (übrigens an alle Kritiker: Evans erinnert mich von der ganzen Spielweise her schon an Bajramaj!)

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  • Sheldon sagt:

    Alles in allem ein verdienter Sieg, auch in dieser Höhe, das 5:0 wäre zu hoch gewesen.

    Erstmal Glückwunsch an Potsdam, große Dominanz, die Torausbeute so okay, hier und da vielleicht noch ausbaufähig in der Chancenverwertung.

    Duisburg muss man klar sagen, noch zu unerfahren, das hat auch die zweite Halbzeit gezeigt. Allerdings waren schon einige Zeichen von Stabilität und Spielkultur zu sehen. Martens in jedem Fall groß talentiert, Ando mit hohem Pensum, Islacker heute auf der Außenbahn etwas verloren, sie sollte man vielleicht doch im Sturm auflaufen lassen.
    Oster heute auch noch nicht sehr viel zu sehen und die Abwehr+Keeperin muss sich noch finden, wenn Hauer und Harris wieder dabei sind.
    Insgesamt sieht man doch einigen Substanzverlust, den man nicht sofort kompensieren kann. Doch die Ansätze sind zu sehen, und wenn man die Fehler abstellt, kann man spätestens im neuen Jahr auch wieder gegen die Großen mithalten.

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  • laasee sagt:

    @Sheldon

    You write rubbish about FCR. They could have lost by double digits!!
    Potsdam did not play that well, but they did not need to do.

    Potsdam are a proper football club – well managed and a credit to FF.
    Duisburg are an embarrassment!!! (and I write as a FCR fan)

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  • sitac sagt:

    Nach dem „3. Spieltag“ – 2 Mannschaften 3 Spiele, 4 Mannschaften 2 Spiele, 6 Mannschaften 1 Spiel- kann man meiner Meinung nach nach vorne hin kaum ne Aussage treffen. Möglicherweise Dreikampf Potsdam-Bayern-wolfsburg. Anders Richtung Abstieg: so wie’s aussieht machen das Sindelfingen(jetzt schon Schießbude der Liga), Jena und Gütersloh unter sich aus. Wer alle direkten Duelle gewinnt, ist meiner Meinung nach durch. Die Jena-Anhänger werden sich erneut damit abfinden müssen, dass man hinten drinhängt.

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  • Sheldon sagt:

    @laasee: Du bist kein FCR-Fan, sonst würdest du das nicht schreiben!

    Ja, Duisburg hat nocht nicht derartig gut gespielt, da war ein Klassenunterschied schon deutlich. Doch muss man dabei beachten, dass Reed, Kämper, Silva, Kalkan und Martens überhaupt ihr allererster Bundesligaspiel gemacht haben.

    Da muss sich einiges stabilisieren. Doch ein echter FCR-Fan würde dem Verein die Zeit geben, Ketelaer hat meines Erachtens wieder bewiesen, dass er trotz dem jüngsten und dem unerfahrensten Kader neben Sindelfingen und Gütersloh durchaus gut mitspielen kann. Hätte Martens in der 3. Minute das 1:0 gemacht, hätte das Spiel ganz anders laufen können.

    Potsdam musste tatsächlich nicht viel tun, fragt sich nur, gegen wen sie überhaupt was tun müssen. Bereits Sindelfingen hätte man in einem auch durchwachsenen Spiel mit 15-20 Toren nach Hause schicken können, mal sehen, wieviel nächste Woche gegen Frankfurt getroffen wird.

    Übrigens scheint sich Sindelfingen bereits schon wieder aus der 1. Liga zu verabschieden, 19 Gegentore in 3 Spielen sind ein klares Zeichen, dass dort die Klasse absolut fehlt.

    Dagegen scheinen Bayern und Wolfsburg sich auf den Kampf mit Potsdam einzuschießen.

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  • Sheldon sagt:

    @sitac: Unten würde ich noch Leverkusen hinzufügen, Gütersloh dürfte zumindest vor Bayer stehen, so wie sie aufgetreten sind.

    Nach vorne sicherlich der Dreikampf, dahinter die anderen 5 Teams, Freiburg ist enorm stark gestartet, Duisburg und Frankfurt lassen sich ziemlich hängen, interessant dürfte sein, was Essen und Bad Neuenahr machen.

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  • laasee sagt:

    „Du bist kein FCR-Fan, sonst würdest du das nicht schreiben!“

    True fans write honestly!!!

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