EM-Quali: DFB-Elf gewinnt zweistellig

Von am 19. September 2012 – 19.07 Uhr 76 Kommentare

Zum Abschluss der Qualifikation zur Frauenfußball-EM 2013 in Schweden bot die DFB-Elf in Duisburg dem Publikum noch einmal ein richtiges Spektakel und kam zu einem zweistelligen Erfolg gegen die Türkei.

Beim 10:0 (3:0)-Erfolg vor nur 6 467 Zuschauern konnten sich gleich sechs verschiedene Spielerinnen als Torschützinnen auszeichnen. Célia Okoyino da Mbabi (17., 74.), Anja Mittag (24.), Simone Laudehr (45.+1), Melanie Behringer (52., 60.), die eingewechselte Martina Müller in ihrem 100. Länderspiel (72., 86., 90.+2) und Fatmire Bajramaj (85.) erzielten die Treffer. „Unsere Mannschaft hatte sehr viel Spaß. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und dem Spiel“, so Bundestrainerin Silvia Neid.

Führung durch Okoyino da Mbabi
Neid schickte die identische Formation ins Spiel, die vier Tage zuvor mit 7:0 in Kasachstan gewonnen hatte. Und von Beginn wurde klar, dass der Ball an diesem Nachmittag nur in eine Richtung laufen würde. Und es dauerte nicht allzu lange, da durften die Zuschauer das erste Mal jubeln, Célia Okoyino da Mbabi überwand die türkische Torhüterin Fatma Sahin mit einem Schuss aus der Drehung zur Führung (17.).

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Mittag und Laudehr treffen
Die DFB-Elf hatte weiter das Heft in der Hand, nach schöner Vorarbeit von Behringer und Okoyino da Mbabi verwertete Mittag zum 2:0 (24.). Auch in der Folge erarbeitete sich die deutsche Mannschaft gute Chancen, unter anderem durch Laudehr und Okoyino da Mbabi, doch es dauerte bis kurz vor der Pause, ehe Laudehr auf 3:0 erhöhte (45.+1), sie verwandelte einen von Cigdem Belci verursachten Handelfmeter.

Martina Müller

Martina Müller krönte ihr 100. Länderspiel mit drei Treffern © Volker Nagraszus / girlsplay.de

Doppelpack von Behringer
Und nach der Pause ging es im selben Rhythmus weiter, Behringer erhöhte früh auf 4:0 (52.) und legte den fünften deutschen Treffer nach, als sie einen Foulelfmeter mit etwas Glück verwandelte, Seval Kirac hatte zuvor Okoyino da Mbabi von den Beinen geholt und dafür die Gelb-Rote Karte gesehen (60.).

100. Länderspiel für Müller
Bei den nun in Unterzahl spielenden Gästen brachen nun alle Dämme, die eingewechselte Martina Müller machte in ihrem 100. Länderspiel mit einem Schrägschuss das halbe Dutzend voll, nachdem sie sich zuvor geschickt von ihrer Gegenspielerin gelöst hatte (72.). Doch damit noch nicht genug, Okoyino da Mbabi staubte zum 7:0 ab (74.), nachdem Şahin einen Müller-Schuss nicht festhalten konnte (74.).

Weitere Tore gegen müde Türkinnen
Nach einem Foul von Esra Erol an Fatmire Bajramaj zeigte die russische Schiedsrichterin Natalia Avdonchenko zum dritten Mal auf den Elfmeterpunkt, doch diesmal hatte Sahin gegen Kim Kulig das bessere Ende für sich, auch Kuligs Nachschuss brachte nichts ein. Doch die DFB-Elf kam gegen immer müder werdende Türkinnen zu weiteren Treffern. Bajramaj (82.) und erneut Müller (86., 90.+2) machten den zweistelligen Sieg perfekt.

Ehrungen
Vor der Partie wurden Célia Okoyino da Mbabi als „Fußballerin des Jahres“ geehrt, Inka Grings wurde nach 96 Länderspielen von einer Delegation angeführt von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach verabschiedet.

Deutschland – Türkei 10:0 (3:0)

Deutschland: Angerer – Schmidt, Goeßling, Bartusiak, Peter – Odebrecht (46. Kulig), Laudehr – Bajramaj, Mittag (65. Müller), Behringer – Okoyino da Mbabi

Türkei: Sahin – Demirel, Karagenc, Ece (20. Demirdön), Belci – Kirac, Erol, Yag, Uraz, Ahlatci (83. Karabulut), Elgalp

Tore: 1:0 Okoyino da Mbabi (17.), 2:0 Mittag (24.), 3:0 Laudehr (45+1 Handelfmeter), 4:0 Behringer (52.), 5:0 Behringer (60. Foulelfmeter), 6:0 Müller (72.), 7:0 Okoyino da Mbabi (74.), 8:0 Bajramaj (85.), 9:0 Müller (86.), 10:0 Müller (90.+2)

Zuschauer: 6 467

Schiedsrichterin: Natalia Avdonchenko (Russland)

Gelbe Karten: Yag, Uraz

Gelb-Rote Karte: Kirac (59.)

Besondere Vorkommnisse: Sahin hält Foulelfmeter von Kulig (79.)

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

76 Kommentare »

  • gerd karl sagt:

    herr juchem, was heisst denn nur 6700, es ging gegen die türkey, das spiel wurde live im fernsehen übertragen und heute ist champions league.
    da sind bei dem gegner fast 7000 zuschauer schon sehr gut.
    wenn man dann das spiel schweden-niederlande nimmt, wo nur 1250 zuschauer da waren, dann ist die deutsche zuschauerzahl recht ordentlich.

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  • Sheldon sagt:

    Schweden hat auch nur 1/10 an Einwohnern!

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  • soccerfan sagt:

    Also, ich sehe ja nicht so oft Frauenfussball im TV. Aber wenn das Nationalteam spielt, stehen immer nur dieselben 13-14 Spieler auf dem Platz. Ich weiß jetzt nicht, wer noch auf der Bank sass, aber warum sieht man in solch einem Spiel mit einem Zweiklassen-Unterschied nicht mal eine Lotzen, Wensing oder Keßler? Wann, wenn nicht gegen einen derart schwachen Gegner, dürfen diese Spielerinnen mal auf einen Einsatz hoffen? Was eine Müller kann, ist doch bekannt (auch wenn ihr das 100. natürlich zu gönnen ist und sie eine tolles Spiel gezeigt hat).

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  • gerd karl sagt:

    sheldon, es geht nicht nach den einwohnern, denn dann müssten die amerikaner ja 300 000 zuschauer bei ihren spielen haben.

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  • Sheldon sagt:

    @soccerfan: Bin ganz bei dir. Zumal dieses Spiel wirklich nur Training unter Wettbewerbsbedingungen war.
    Man gerät bei diesen Kantersiegen in die Gefahr, zu sagen: Wir haben doch 10:0 gewonnen, ohne die wirklich noch viel größeren Unterschiede zwischen beiden Teams zu betrachten.
    Wenn man schon mit der ersten Mannschaft aufläuft, dann muss man diese auch wie einen Weltmeister fordern. Man muss davon ausgehen, dass jeder Fehler von einem anderen Gegner nunmal eiskalt bestraft wird, dass jeder Fehlpass zu einem gegnerischen Tor führt.
    Dass diese Motivation nicht da ist bei vielen Spielerinnen, ist doch verständlich, aber genauso gefährlich.
    1. ist man als erste Elf haushoch überlegen, 2. bei Neids Personalentscheidungen zur Zeit gesetzt. Da fällt es schwer sich beim Stande von 9:0 noch zu motivieren, einem verlorenen Ball hinterherzulaufen, wenn man sowieso weiß, dass die Mitspielerin den Fehler ausbügeln wird. Da schleicht sich Stück für Stück eine Kette an Fahrlässigkeiten ein, die gerade im Mittelfeld und in der Abwehr katastrophale Auswirkungen haben kann.
    Die Einzige, die heute sichtlich unzufrieden mit ihrer Leistung war, war Celia, und das ist gut, das zeigt nämlich, dass 1 Tor weit unter ihrem Anspruch ist und dass sie den Biss und den Hunger nach besserem Fußball hat.

    Bei Laudehr, Behringer, Kulig, Bartusiak, Goeßling ist das einfach nicht so und auch nicht so einfach, denn ihre Leistung wird normalerweise nicht einfach in Toren gemessen, sondern dort zählen andere Faktoren, die aber innerhalb eines solchen Spiels keine große Rolle spielen und deren Werte keinen Aufschluss über ihr wahres Leistungsvermögen geben!
    Doch eine Spielerin, die feststellt, dass beispielsweise ihre Passquote in diesem Spiel schlechter war als in anderen, sollte sich Gedanken machen, denn diese winzig kleinen Faktoren entscheiden gegen andere Teams Spiele.

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  • ErnestoIV sagt:

    Da sind wir in der sehr komfortablen Situation, dass wir die EM-Quali schon 2 Spieltage vor Beendigung geschafft haben, eine Situation, die man sich als Nationaltrainer nur wünschen kann und um die wir von anderen beneidet werden.

    Und was macht Neid daraus….? Nichts!

    Sieht man mal von den U 20-Mädels, die zu Recht eine Erholungspause nach dem WM-Turnier erhalten haben, und Verletzten ab, stellt sie die Mannschaft auf, wie sie es nach Gewohnheit in der Vergangenheit immer gemacht hat. Es laufen Leute auf, denen ganz sicher die Zukunft nicht mehr gehört und die uns auch in mittelbarer Zukunft nicht helfen werden/können Titel zu gewinnen. Da läuft eine Bartusiak auf, die schon zu Saisonbeginn gewohnte Abwehrschwächen offenbart, da spielt eine Behringer außer Form, mit katastrophaler 1.HZ in Essen, da spielt eine Laudehr, die sich noch gar nicht in Frankfurts Mittelfeld eingelebt hat und….. es spielt eine Angerer, deren beste Zeiten lange vorbei sind.

    Das Schlimme daran ist, dass die Leute mit Potential und denen die Zukunft gehört, auf der Bank schmoren.

    Was ist das für ein Gefühl z. B. für eine Almuth Schult, die in Verein und Natio durchgehend zuverlässige Leistungen gebracht hat, jetzt auf die Bank verbannt wird, nur weil Natze nicht mehr verletzt ist und tatsächlich schon 2 Saisonspiele gemacht hat?

    Neid wechselt im Spiel von Samstag eine Martina Müller ein, der ich von Herzen ihr 100. Spiel im Nationaldress gönne, aber für die Zukunft einfach keine Alternative mehr ist. Neid setzt noch einen drauf und wechselt am Samstag Krahn ein, eine Spielerin sicherlich mit Qualitäten, aber eine Spielerin, die weit davon entfernt ist, das moderne Abwehrspiel zu verkörpern.

    In diesen beiden Spielen, in denen es für unsere Natio um nichts mehr ging, bestand die tolle Chance Spielerinnen mit sehr viel Potential in einem nicht wichtigen Spiel, aber doch in einem Spiel mit Wettbewerbscharakter an die Mannschaft heranzuführen und deren Möglichkeiten zu testen.

    Was hat sich Neid dabei gedacht, Spielerinnen wie z. B. Nadine Keßler auf der Bank sitzen zu lassen und altgedienten Spielerinnen den Vorzug zu geben?

    Auch durch ein solches fahrlässiges Handeln von Neid trägt sie entscheidend dazu bei, dass sich die Natio nicht weiterentwickelt, sondern doch wohl mehr auf der Stelle tritt. Es mag noch nicht so offensichtlich sein, da die Gegner in der Quali nicht die Qualität hatten, aber andere Nationen werden nach und nach an die Natio heranrücken, vielleicht schon bei der EM nächstes Jahr.

    Neid scheint keine Ideen zu haben der Natio mehr Moglichkeiten zu eröffnen und keinerlei Kreativität zu haben mit frischen, ambitionierten Leuten weitere Spielsysteme einzustudieren.

    Wenn Popp, Marozsan, Wensing wieder zurück sind, was ist dann z. B. mit so Leuten wie Isabell Kerschowski? Erhält sie dann nochmal eine Berufung ins Nationalteam oder war sie nur dafür da den Kader aufzufüllen?

    Leuten mit spielerischem Potential die Chance nicht zu geben ihr Können zu zeigen und sich zu beweisen führt nicht zu vertrauensvollem Umgang mit dem Team. Eher entsteht dadurch eine Zwei-Klassen-Gesellschaft, nämlich die, die immer spielen und die, die immer auf der Bank sitzen.

    Im nächsten Frühjahr beim Algarve-Cup hat Neid die letzte Chance neue Dinge einzustudieren, hoffentlich nutzt sie diese Chance.

    Samstag und heute hat sie diese Chance fahrlässig liegen gelassen.

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  • speedcell sagt:

    es war ein gutes spiel mit schnellen kombinationen ohne gross den ball zu lange am ball zu halten. das hat mir sehr gefallen.
    was ich nicht verstehe ist, warum in solchen spielen beim stand von 5:0 nach 60min nicht neue spielerinnen getestet werden. bartusiak ist nicht mehr die jüngste,also hätte man vielleicht tabea kemme einwechseln können. sie wird zwar immer nominiert,jedoch hat sie nich nie die chance bekommen zu spielen. wenn nicht heute,wann dann ?

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  • Lusankya sagt:

    @Soccerfan: Wensing, Lotzen und Marozsan haben gerade erst eine U-20 WM gespielt und wurden darum gar nicht erst für diese beiden Länderspiele nominiert.

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  • soccerfan sagt:

    @Lusankya
    Ja, okay, das habe ich nicht gewußt. Aber es sassen ja wohl noch andere, relativ unerfahrene Spielerinnen auf der Bank, die in solch einem Spiel mal eine Halbzeit hätten auflaufen können, oder?

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  • Brandy74 sagt:

    Der Zuschauerzuspruch war wirklich nicht so toll, aber wie auch, fast ohne jegliche Werbung. Noch nicht mal am Stadion war ein Plakat zu sehen, weder in Duisburg oder im ganzen Ruhrgebiet. Auch in Funk WDR2 oder hier bei mir Radio Emscher Lippe war was über das Spiel zu hören. Die WM ist vorbei und der DFB und die Medien allgemein fahren die Bericherstattung deutlich runter, was ja von vielen erwartet wurde.

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  • jochen-or sagt:

    Noch nicht einmal den Wert eines Trainingsspiels, weil der Gegner selbst dafür zu schwach war. Ohne jeden Aussagewert – auch wenn mir die Aktionen von Müller sehr gut gefallen haben.

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  • Sheldon sagt:

    Bei aller Kritik an Neid: Spielt Müller so weiter, kann die gut und gerne noch zur WM 2015 oder von mir aus auch zur EM 2017 mitfahren. Sie war heute von allen noch die Beste!

    Ansonsten bin ich klar bei euch. Man muss auch sagen, dass es dem deutschen Spiel an Struktur gemangelt hat, die in der ersten Halbzeit nur Odebrecht in Ansätzen vermitteln konnte. Kulig und Laudehr sind von dieser Rolle weit entfernt, und deswegen ist es umso sträflicher, eine Nadine Keßler einfach auf der Bank schmoren zu lassen. Nadine Keßler, Patricia Hanebeck, Melanie Hoffmann – diese drei sind die einzigen echten Strategen, die wir in Deutschland haben. Spielerinnen, die ein Spiel lenken und lesen können – da spielt Alter keine Rolle. Mittag ist zwar eine gute „10“erin, doch in der Tendenz zu offensiv ausgerichtet für den Job, Odebrecht zu defensiv. Keßler und Hanebeck verbinden beides, weil es genau ihre Position bei Potsdam war, eine undefinierbare irgendwo im Mittelfeld zwischen Sturmreihe und Abwehrblock. Da mussten die Spielerinnen selbst Verantwortung übernehmen, indem sie ihre Position taktisch interpretieren mussten.

    Genau dort fehlt es in der N11, an den Übergängen von Defensive zu Offensive!

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  • laasee sagt:

    1. Zuschauer

    For Germany home games in Group 2 :-

    Switzerland = 6,632
    Kazakhstan = 6,528
    Spain = 11,517
    Romania = 8,183
    Turkey = 6,467

    2. Players

    Of those that played today, only Viola Odebrecht and Anja Mittag were not in WM2011 squad.

    3. Observation

    The fans were the only positive aspect of WM for Germany.
    Last season the Buli got a „WM bounce“ and the fans numbers were very good. Also for the 4 Buli games this season.
    However, there has not been a „bounce“ for the National Team.
    After the debacle of WM it has been „business as usual“ and maybe the fans are not motivated to go and watch N11 games.

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  • Fair Gamer sagt:

    Ich wusste gar nicht das Martina Müller so gut ist. Sie ist zwar seit Jahren im Kader und man kennt ihren Namen, aber aufgefallen ist sie mir nur dadurch, dass sie sehr oft eingewechselt wird und trotzdem immer Tore macht. Ihre Art und Weise sich im Strafraums zu bewegen und solche Tore zu machen hat mich an Miro Klose erinnert. Ganz stark!

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  • Guido sagt:

    Großen Aussagewewert hat das Spiel tatsächlich nicht. Aber es war ein sehenswertes Spektakel einer bis zum Schluss hochmotivierten deutschen Mannschaft, die zum Teil richtig gute Aktionen gezeigt hat. Wenn man das mit z. B. mit dem zähen Kick der Männer neulich gegen die Färöer-Inseln vergleicht, dann hätten die DFB-Frauen schon ein paar Zuschauer mehr verdient gehabt.

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  • Spocky sagt:

    @Fair Gamer

    das sehe ich genauso; MARTINA MÜLLER = sie hat es sich in den ganzen Jahren wirklich verdient, dass sie ihr „100.“ Spiel in Deutschland bestreitet …:) Ich habe mich riesig für Martina gefreut – und durch ihre Einwechselung hat sie noch mal richtig „Schwung in die Bude gebracht“… Sie ist für mich noch eine der typischen „Straßenfuballerinnen“, sie sucht immer den direkten Weg zum Tor …
    Das Spiel selbst mit dem hohen Ergebnis dürfen wir natürlich nicht zu sehr „hoch jubeln“ – aber gegen so einen tief stehenden Gegner ist es immer schwierig zu spieln … Und ich war doch sehr angetan von den deutschen Mädels…:)

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  • waiiy sagt:

    Es wurde praktisch alles gesagt. Einzig zum Thema „Müller“ möchte ich was sagen. Ich habe mich sehr über ihre 3 Tore im 100. Spiel gefreut. Aber…

    Solange ich in der Quali und in den Testspielen Alternativen habe, setze ich sie nicht ein. Da sollen sich andere in den Vordergrund spielen und einüben. Trotzdem würde ich Müller dann zum EM-Turnier mitnehmen, weil man sie dort immer einsetzen kann, wenn es wirklich brenzlich wird. Dann muss man auf ihre Qualitäten bauen, weil sie sofort von 0 auf 100% geht und immer torgefährlich ist, wenn sie kurze Einsatzzeiten hat.

    Irgendwann wird man das auch in Wolfsburg so mit ihr machen (vielleicht schon diese Saison). Und dann kann sie locker noch einige Jahre spielen und für beide Mannschaften auch sehr wichtig sein. Für sie ist einfach wichtig, dass man ihr Spielzeit wegnimmt, damit sie noch gefährlicher ist, wenn sie dann reingeworfen wird.

    waiiy

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  • Sheldon sagt:

    @laasee: Dürfte keine große Überraschung sein. Deutschland spielte eine schlechte WM! Allerdings denke ich, dass jetzt der richtige Aufbau beginnt, und zwar in der BuLi. Die Zuschauerzahlen steigen permanent, die Liga wird ausgeglichener, die mediale Aufmerksamkeit steigt.
    Auch die Jugendförderung wird weiter vorangetrieben.

    Das „business as usual“ des FFs findet Beachtung, und das kann dem Sport nur gut tun.

    @Guido: Nun, auch wenn ich das Spiel der Männer nicht gesehen habe, die Türkinnen haben den Deutschen schließlich in der zweiten Halbzeit komplett das Spiel überlassen. Die Anzahl der gewonnenen Zweikämpfe und die Prozent an Ballbesitz kann man an einer Hand abzählen. Da denke ich doch, dass Faröer sicherlich mehr getan hat, wenigstens beim Verteidigen.
    Schlimmer als mit 4 glasklaren Elfmetern, einer Roten Karte und gefühlten 50 Torschüssen kannst du ein Spiel gar nicht vergeigen!

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  • enthusio sagt:

    Ich fand natürlich auch Martina Müller als Goalgetterin überragend(sie erinnerte mich in ihrer Art an Gerd Müller), während Celia teilweise etwas glücklos spielte. Wie Sheldon hätte auch ich gerne Patricia Hanebeck im Kader. Hoffentlich ist der EM-Zug für sie noch nicht abgefahren. Ansonsten habe ich ein sehr starkes Spiel von Melanie Behringer gesehen, sie hat ihre bekannten Stärken gut eingebracht. Für mich ist und bleibt sie eine „Bank“ auch für die EM in Schweden. Und um es klar zu sagen: Deutschland hat insgesamt eine überragende EM-Qualifikation gespielt. Jetzt gilt es,dieses Niveau zu halten und noch an einigen Kleinigkeiten zu arbeiten. Die nächsten Spiele vor der EM sind ja alle gegen hochkarätige Gegner. Würde gerne erleben, wie eine Martina Müller in der gestrigen Form die Abwehr der US-Girls aufmischt …

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  • Kit sagt:

    Was mich wundert und hier auch an keiner Stelle erwähnt wird, ist dass Inka bei ihrem groß angekündigten „Abschiedsspiel“ überhaupt nicht aufläuft. War das denn von vorn herein so geplant?

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  • nowornever sagt:

    … betreffs des auswechselns/bringens ’neuer‘ spielerinnen und des „wenn nicht in solch einem spiel, wann denn sonst…?“ … sollte man vielleicht auch die possitiven aspekte/effekte von sylvia neid’s entscheidung (keine ’neue‘ spielerinen zu bringen) anerkennen …

    nämlich, dass die mannschaft in der 2.halbzeit (auch/oder gerade/etc, weil die türkischen mädels, in unterzahl, immer mehr abgebaut haben) einen wesentlich besseren fußball gespielt haben als in der 1.halbzeit.

    … auf einmal war zumindest wieder so etwas, wie ein gewisses flüssiges spiel, selbst-verständnis, einsatzfreude und begeisterung erkennbar …

    für den seit der wm2012 so arg gebeutelten, sog. teamgeist war dies sicherlich eine labende, nicht zu unterschätzende erfahrung …
    und, ich bin mir nicht so sicher(um es ganz zurückhaltend auszudrücken), ob dieser gewisse geist schon wirklich wieder völlig aus seiner wm-starre erwacht ist. (siehe kim’s 11er …)

    und, wäre es nicht schade gewesen, wenn die doch ach schon soo ‚alte‘ martina nicht zum zuge kommen wäre – denn dem genuss, mit welcher power & einsatzfreude sie sich einbrachte, hätte man dann nicht beiwohnen können …

    anyway, just as a little re-minder … that there are always two parts … a so-called negative but also (always) … a positive!*** ;))

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  • DAWIDenko sagt:

    Bezüglich der Aufstellung war ich auch recht enttäuscht. Da werden interessante Spielerinnen endlich mal eingeladen für die Nati und dann kommen sie nicht zum EInsatz. Es gibt wohl kaum bessere Möglichkeiten für Frau Neid etwas mal im Spiel auszuprobieren, als in den verbleibenden EM Quali Spielen gegen Kasachstan und Türkei.

    Zur Defensiv-Leistung lässt sich natürlich nicht viel sagen, da die Türkische Mannschaft zum Beispiel nicht einmal annährend in Strafraumnähe kam. Natze musste im gesamten Spiel nur 3 (!) Rückpässe entgegennehmen. So gesehen hätte zum Beispiel eine Einwechslung von bspwiese Tubby nicht viel Aussagekraft gehabt. Außer der Möglichkeit ein Gefühl zu bekommen in einem Heimspiel der DFB-Efl einen Einsatz zu bekommen, sozusagen als Beachtung der gezeigten Leistungen über viele Jahre.

    Natürlich ist es anders als in Testspielen schwieriger mehrere Spielerinnen Einsätze zu geben. Aber warum muss man dann mit quasi der „Stammbesetzung“ zweimal hintereinander gegen besagte Gegner auflaufen? Aufbauhilfe Frankfurt??? – schien irgendwie so-

    Stark war Müller bei ihrer Einwechslung, tolle Aktionen ihr merkte man den Spaß an, auch Lira gefiel mir sehr gut.
    Manchmal etwas wenig Eigeninitiative, versuchte mehr taktisch auf der rechten Seite ihre Schnelligkeit einzustzen und Vorlagen zu geben.

    Celia sehr agil arbeitete auch nach hinten mit und brachte sich immer gut in Szene, einzig Chancenauswertung als Manko.

    Auch die Einwechslung von Kulig sie in die Nati wieder heranzuführen ist rständlich. Ihr fehlte noch die Bindung, auch etwas verhalten. Vor allem bauten die Türkinnen in Halbzeit 2 auch mehr und mehr ab, im Mittelfeld war viel mehr Räume. daher war Viola mehr gefordert. Gefiel mir insgesamt besser.
    Schmidti war mir, dafür das sie defensiv nicht gefordert war, zu wenig nach vorne. Da kam von Babs mehr.

    Aber alles in allem wurde es dann doch nur zum Trainingsspiel.
    Immerhin gab es für die Zuschauer viele Tore zu bejubeln, und im hinblick zweistelligkeit blieb die Mannschaft bis zum Ende motivert, allen voran Müller.

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  • gerd karl sagt:

    natürlich hat das spiel deutschland-türkey keine aussagekraft, das kommt aber daher das die uefa, keine der spitzenmannschaften in eine gruppe gesteckt hat.
    so konnte keine spannung aufkommen.

    zu den zuschauerzahlen, wenn man sich die werbung des dfb für die quali spiele für die euro 2013 anschaut, dann hat man sehr früh bemerkt, das die werbung auf ein minimum beschränkt wurde.

    lag wahrscheinlich daran das man bei der gruppe von einem 100 % erfolg ausging, und ist ja auch so eingetrofen, deutschland hat sich souverän qualiviziert.

    meistens wurde nur auf dfb-tv geworben, in duisburg zum beispiel gab es keine plakate oder werbung bei lokalen radiostationen, wdr2, dies führte zu einer geringen zuschauerzahl.

    andererseits muss man den fast 7000 zuschauern ein kompliment machen, die sind mehr mitgegangen als die 40 000 gegen die färoer bei den männern, da war es stellenweise sehr ruhig.

    aber man muss auch sagen das im allgemeinen die zuschauerzahlen im frauenfussball zurückgehen.
    schweden-niederlande 1250
    frankreich – rumänien 3700
    england – kroatien 3500
    usa – australien 13500
    usa – australien 18700

    besonders bei den spielen der usa kommen im vergleich zu früheren jahren immer weniger zuschauer, die usa haben immerhin gold in london gewonnen.

    nach dem 2 gold in china 2008 haben die amerikannerinnen vor 60 000 zuschauern gespielt.
    für die usa wird es wichtig sein das sie entlich eine funktionierende liga auf die beine bringen.
    die auch länger als 3 jahre hält, muss ja nicht gleich die beste der welt sein.
    und sie müssen sich beeilen, nicht das kanada eine eigene liga gründet.

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  • Markus Juchem sagt:

    @gerd karl:

    „nach dem 2 gold in china 2008 haben die amerikannerinnen vor 60 000 zuschauern gespielt.“

    Welches Spiel bzw. welche Spiele sollen das denn gewesen sein?

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  • Pauline sagt:

    —Mannschaft zweimal hintereinander spielen — finde ich richtig — ein Team muß einspielen— Laufweg usw. und das unter
    Wettkampfbedingungen —großes ach und weh wenn man dan festellt zuviel getestet —-Mannschaft konnte sich nie richtig einspielen — es wird nun mal immer eine erste Elf und dahinter eine zweite geben—

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  • laasee sagt:

    „meistens wurde nur auf dfb-tv geworben, in duisburg zum beispiel gab es keine plakate oder werbung bei lokalen radiostationen, wdr2, dies führte zu einer geringen zuschauerzahl.“

    Fans have to be told to go and watch the N11?

    I think that the abject failure at WM2011 was a turn off for fans.
    Nobody took responsibility for the WM debacle – it was „business as usual“.
    The DFB attempted to elevate the N11 over the Buli in the build up to WM2011 but it went wrong.
    Now the zuschauer statistics indicate that the fan base with Clubs is the way forward for FF.

    Fans are not stupid!

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  • gerd karl sagt:

    2008 nach dem gewinn der olympischen goldmedaille, und einer promo tour durch die usa, für die neue liga, wps gegründet 2009-2012.
    das wissen sie nicht, herr juchem.
    denken sie nur an das jahr 1999 wo die usa vor 90 000 zuschauer gespielt haben, da haben sie auch gold gewonnen.

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  • Andreas sagt:

    @kit: Inka Grings ist ja schon aus der Nationalmannschaft zurückgetreten. Ein „Abschiedsspiel“ ist nicht vorgesehen und wenn dann würde das natürlich auch kein offizielles Spiel im Rahmen der EM-Qualifikation sein. Sie sollte einfach als verdiente Nationalspielerin offiziell verabschiedet werden, was ich als eine gute Geste empfinde.

    Zur Aufstellung möchte ich folgendes sagen. Natürlich hätte SN aufgrund der Schwäche des Gegners auch etwas ausprobieren können, auf der anderen Seite verstehe ich aber auch ihre Intention, dass bei einem EM-Qualifikationsspiel halt die aus ihrer Sicht beste Elf zum Einsatz kommt. Das hat sicherlich nichts mit Aufbauhilfe für den FFC Frankfurt zu tun. Es macht durchaus Sinn, dass sie für eine möglichst eingespielte Stammelf sorgen will. So viele Spiele gibt es ja nun nicht mehr bis zur EM im nächsten Jahr. Daher gehe ich mal davon aus, dass auch bei den kommenden Testspielen nicht so wahnsinnig viel experimentiert wird, zumal es sich um hochkarätige Gegner handelt, gegen die man auch nicht unbedingt verlieren möchte. Vielleicht kommt neben Maroszan noch die eine oder andere von der U20 WM dazu, aber das dürfte es dann auch gewesen sein.

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  • Markus Juchem sagt:

    @gerd karl: Die Rede war aber nicht von 1999, sondern von 2008, hier ist eine Auflistung der offiziellen Zuschauerrekorde:

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  • gerd karl sagt:

    laasee, only 18700 spectators at usa-australia, the number of inhabitants of the usa, very bad.
    and that whit a olympic gold medal.
    the usa play poorly, and germany was not in olympia.

    fans not stupid.

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  • laasee sagt:

    @gerd karl

    England – Croatia = 5,821 fans

    http://www.shekicks.net/flog/blogs/post/666

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  • gerd karl sagt:

    danke herr juchem, das sie damit bewiesen haben das die amerikanischen zuschauerzahlen im vergleich zu deutschland sehr schlecht sind.

    60 000 nehme ich natürlich sofort zurück, was war aber mit den 90000 im jahre 1999 bei der weltmeisterschaft und den darauf folgenden promospielen für die wusa.
    da kamen doch mehr zuschauer als dort aufgelistet wurde

    was war 2008 mit den promo spielen für die wps nach dem olympia gold.

    da tauchen diese zahlen auch nicht nicht auf.

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  • speedcell sagt:

    zum thema einspielen, der grossteil spielt jede woche zusammen in frankfurt. auch,wenn der trainer kein konzept hatte und die mannschaft nicht recht wusste was sie auf dem platz machen sollte, sehe ich da keine probleme sich einzuspielen. von daher hätte sich nadine keßler wohl eher einspielen müssen. aber wir haben noch ein paar testspiele in denen die nicht gebrachten hoffentlich mal ein paar minuten bekommen.

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  • Sheldon sagt:

    @Pauline: Es gibt einen Grund, wieso das nicht die erste Elf für mich ist, die da auf dem Platz steht: Deutschland spielt seit mindestens 3 Jahren mit denselben 20-25 Frauen auf dem Feld. Seit diesem Zeitpunkt hat man jedes Mal, wenn man 1:0 zurücklag, verloren.
    Ich bitte euch das einmal zu bedenken, was das bedeutet. Wir haben in Deutschland viele gute Einzelkönnerinnen, aber sowohl in der U20 als auch in der A-Mannschaft fehlen die Spielerinnen, die bei Rückstand die Ärmel hochkrempeln, das Spiel an sich reißen und das Team wieder in die Spur bringen. Moral ist in diesem Team Null vorhanden.

    Und genau das ist der Grund, warum wir keine WMs mehr gewinnen, weil uns diese Spielerinnentypen fehlen.

    Da hilft ein 10:0 nichts bei der Lösung dieses Problems, das ist bei den Kalibern in der N11 ein lockeres Auslaufen.
    Konsequent wäre es nur, in der Quali gerade gegen Teams wie Türkei oder Kasachstan gar keine A-Kader-Spieler mehr zu nominieren, sondern munter mit anderen Spielerinnen zu testen, während man den A-Kader nur noch Spiele gegen körperlich überlegene Männerteams spielen lässt, um WM-Situationen zu simulieren.
    Nur durch Niederlagen, Rückstände etc. macht man Schritte nach vorne!

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  • laasee sagt:

    @gerd karl

    I wish for more fans in every nation.
    Nations get a boost if the N11 is successful.
    USA are Olympic winners and that is good for increasing their fan base.
    WM2011 was not good for the German N11 and that is negative for getting more fans to go to the stadium.

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  • gerd karl sagt:

    laasee, bbc 3500 spectators by england-croatia

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  • waiiy sagt:

    @Sheldon: Ich gebe Dir Recht, dass wir uns immer dann schwer tun, wenn es lange 0:0 steht oder wir in Rückstand geraten. Das ist aber in meinen Augen kein spezifisches Problem der Frauen N11. Das hat sich auch bei der U20 WM gezeigt und es zeigt sich genauso gravierend bei der N11 der Männer.

    Den Grund sehe ich in der Organisation des Mannschaftsgefüges dieser Teams: Es ist diese liberale Erziehung der Teams, dieses Gerede von der flachen Hierarchie, in der jeder gleich viel, aber keiner wirklich irgendetwas zu sagen hat, diese Gleichmacherei. Durch dieses moderne (???) Klima wird eine Atmosphäre geschaffen, bei der jeder die gleiche Verantwortung übernehmen soll, was dann letztendlich dazu führt, dass sich in schwierigen Situationen gar keiner verantwortlich fühlt. Charakterlicher starke / schwierige Spieler/-innen werden klein geredet oder nicht unterstützt und im schlimmsten Fall sogar aus dem Team entfernt. Irgendwann hat man dann ein pflegeleichtes Team, was sich problemlos lenken lässt, was aber nicht mehr selbst lenken kann.

    Die Lösung ist in meinen Augen, dass man auch mal ganz klar sich auch Spieler/-innen entwickeln lässt, die das Heft in die Hand nehmen, die aufmucken, die sich auch gegen die Presse stellen, wenn es sein muss, die auf dem Feld auch mal den Mumm haben, ihre Mitspieler/-innen aufzumuntern und zurechtzuweisen. Sie müssen auch von Trainer/-in nach außen hin als die Chefs benannt werden und in ihrem Auftreten unterstützt werden.

    Der Idealfall ist bei so etwas natürlich Abby Wambach. Aber es gibt auch in Deutschland solche Spielerinnen, die aber komischerweise zum Beispiel seit fast einem Jahr ohne Interview in der Presse sind, weil sie mundtot gemacht wurden bzw. weil sie sich selbst zurückgenommen haben, weil sie damit besser fahren.
    Das lässt sich übrigens auch nahtlos auf die Probleme in Frankfurt übertragen und ich denke sogar auf Potsdam. Auch in Potsdam war es schon letzte Saison sehr schwer, so ein Spiel wie gegen Lyon zu gewinnen, wenn es richtig schwer wird. Es hat sich in meinen Augen gezeigt, dass sie Schwächephase von Jenny Zietz Anfang der Saison auf sie ausgewirkt hat. Sie wurde dadurch ruhiger / zu ruhig. Dazu kam, dass sie durch den Positionswechsel auch weniger Einfluss nehmen konnte (was aber nachrangig ist).

    Und der 2. Punkt war der Verlust von Lira Bajramaj, die sehr oft das Schutzschild gegen (gegnerische u. eigene) Zuschauer, Schiedsrichter, Gegenspieler und Presse war und die Arme aufgekrempelt hat, wenn es nicht lief und dabei auch zu unorthodoxen Maßnahmen gegriffen hat. Das merkt man aber immer erst im Nachhinein.
    Das hätte sie in Frankfurt auch machen können, wenn Kahlert und die Mannschaft „die Neue“ (das „Glamourgirl“) als Chef akzeptiert hätten. Aber dort wurden ihr genauso wie in der N11 die Flügel gestutzt. Deshalb hält sie jetzt die Klappe und spielt ihr Ding, was sie über die meisten schon hinweghebt, aber ihr etwas nimmt, was in den schweren Momenten helfen könnte.

    Ich bin übrigens gespannt, wie sich Tabi in Potsdam machen wird. Sie hat beim Ballwurf gegen Garefrekes von 2010 angedeutet, dass durchaus das Potential hat, an den Ketten zu reißen, wenn es schwer für die Mannschaft wird. Und wenn man sie so im Interview erlebt, kann sie verbal auch ganz gut austeilen. Das gefällt mir. Und wir brauchen sie in Potsdam als Chefin!

    Genauso brauchen wir dringend bei der N11 eine Chefin auf dem Platz und vor allem das Einsehen, dass man sie als Chefin akzeptiert. Das kann aber nur funktionieren, wenn es durch die Trainerin gefördert und nicht abgewürgt wird.

    waiiy

    PS: Auch bei dieser Diskussion gilt wie letzte Woche bei der Trainerdiskussion in Frankfurt „Verantwortung ist unteilbar.“ Wenn man sie teilt, fühlt sich keiner mehr verantwortlich.

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  • Sheldon sagt:

    @laasee: Nicht alle Fans gehen nur ins Stadion wegen dem Erfolg der Mannschaft. Der Großteil der Fans in Deutschland geht in die Stadien, weil sie sich mit ihrem Verein identifizieren können. Deswegen hat Deutschland auch die höchsten Stadionzahlen in der 3. Liga, weil das einfach keine Erfolgsfans sind.

    Vorbild, Moral, Einsatz und Kampfgeist für sein Team, das wollen deutsche Fans sehen. Fans wollen Stolz sein auf ihr Team und das ist in Deutschland nunmal nicht nur bei einem Sieg, denn Deutschland ist nicht gewohnt zu siegen (WK I/II).

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  • Sheldon sagt:

    @waiiy: Dafür braucht es einen sehr charakterfesten Trainer mit trockener Spielleitung. Es muss klar sein, dass er der Kapitän ist und er bestimmt, wo es lang geht. Das war in Frankfurt nicht so, das ist in der N11 nicht so.
    Und spontan fallen mir wieder nur Schaaf und Schröder ein, die solche Qualitäten wirklich mustergültig bewiesen haben.

    Guckt euch doch die Spieler/-innen dieser Vereine an. Ailton, Arnautovic, Elia, Diego, Herzog (für die Älteren) bei Werder, das waren charakterlich alles Enfant terrible. Bis auf Diego und Elia alle mit einer ersten Katastrophensaison. Aber Schaaf hat sie in den Griff bekommen und ihre Führungsqualitäten genutzt.

    Genauso Schröder, Keßler und Bajramaj sind hier mal die Beispiele der extrovertierten. Da hat es hier und da gekracht, diese Spielerinnen haben einen Dickkopf, ja, aber Schröder konnte damit umgehen und sie zum Vorteil einsetzen.

    In Frankfurt und in der N11 dagegen regiert das System: 4-2-3-1 mit klarer Positionstreue, alles streng nach Schema F. Systeme gewinnen keine Spiele und Meisterschaften, das machen Spieler/-innen.

    Beim FCB gab es vor ein paar Jahren dieselbe Diskussion: Müssen sich Spieler wie Robben oder Ribery dem System unterordnen? Dort hat man sich nach langer Zeit dagegen entschieden, weil ihre Qualität nunmal nur ausgeschöpft werden kann, wenn sie von der Leine gelassen werden. Das hat sich ziemlich positiv ausgewirkt, wie man im letzten Jahr gesehen hat.

    Aber dazu brauchst du einen Trainer, der zu einer solchen Maßnahme fähig ist und trotzdem die Oberhand behält, der trotzdem die Mannschaft noch führen kann.
    Denn Spielerinnen können nur wirklich führen, wenn sie vom Trainer dazu berufen werden und wenn sie merken: Der Trainer weiß, was er tut und er traut mir das zu, also werde ich es auch packen.

    Nur ein selbstbewusster Trainer, der ehrliches Vertrauen in seine Arbeit hat, kann dieses an seine Spielerinnen weitergeben.

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  • laasee sagt:

    „Nicht alle Fans gehen nur ins Stadion wegen dem Erfolg der Mannschaft. Der Großteil der Fans in Deutschland geht in die Stadien, weil sie sich mit ihrem Verein identifizieren können.“

    Yes that is true for passionate fans.
    Manchester City have always had many fans who are passionate.
    Now they have success and the number of fans increase.
    When the club next has failure the numbers drop but the true fans remain loyal.
    It is similar with most clubs in Europe.

    The mens Buli is the best and should be the template for all leagues in Europe (MF & FF).

    FF clubs need the extra advertisement of a successful N11 to help with media exposure.
    The clubs can create their own local fan base but a successful N11 helps the process develop faster.
    When the Buli has over 500,000 fans in a season, then the process takes on its own momentum.

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  • Sheldon sagt:

    @laasee: ManCity ist ein gutes Beispiel. Deine Theorie ist wieder zu einfach gedacht. ManCity war immer der Club der Arbeiter in Manchester, während ManU der Club der Reichen war. Jetzt ist man mittlerweile selbst reich, es sind aufgrund des Erfolgs, der Spieler etc. viele Fans dazugekommen, aber es ist auch viel von der Stammkundschaft weggebrochen.

    Wenn ManCity irgendwann einmal das Geld ausgeht, dann werden sie weniger Fans haben als vor ihrem Aufstieg und in der Versenkung verschwinden.

    In Deutschland dagegen ist der Großteil der Fans passioniert. Wenn du als Zweitligaclub teilweise das Olympiastadion fast ausverkaufen kannst, dann zeigt das doch, dass Erfolg nur sekundär eine Rolle spielt, dass viele Fans bereits ihren Club haben und diese auch nicht einfach aufgrund des Erfolges oder Misserfolges wechseln. Das ist etwas, wodrin du geboren bist.
    Steigt hier ein Club ab, kann man davon ausgehen, dass ihm die Fans auch noch bis in Liga 5-7 treu bleiben.

    Der deutsche Fußball hat sich halt ganz anders entwickelt als die Premier League. Wenig Geld, dafür mehr Qualität von unten her. Die Vielzahl an Traditionsclubs ist derartig groß, dass selbst wenn alle in Liga 1 und 2 spielen würden, trotzdem noch einige in der 3. Liga beheimatet wären.

    Und so sehe ich das in Deutschland auch an: Fußball ist eine der wenigen ungebrochenen Traditionen in Deutschland bis heute, wir haben keine Monarchie mehr, wir haben keine großen militärischen Erfolge, wir haben keine Paraden und alles, was damit zusammenhängt.

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  • Guido sagt:

    Zu den Zuschauerzahlen: Ein Spiel an einem ganz normalen Werktag um 17 Uhr ist ja auch eine seltsame Ansetzung. Wer nicht gerade in der Nähe von Duisburg wohnt oder seine Arbeitszeit nicht sehr flexibel gestalten kann, muss ja Urlaub nehmen, um uns Stadion zu kommen. Selbst im TV hat sich dieser arbeitnehmerunfreundliche Ansetzung bemerkbar gemacht: Nur 40% der TV-Zuschauer waren überhaupt jünger als 65 Jahre.

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  • waiiy sagt:

    Ich sag es selten, aber: „Es ist nichts hinzuzufügen.“ 🙂

    waiiy

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  • laasee sagt:

    @Sheldon

    Sky TV has been a cancer for English football.
    Beware the false gold of Sky TV.

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  • Andreas sagt:

    @Guido: Genau, das habe ich mir auch gedacht, als der Reporter meinte, dass der Zuschauerbesuch enttäuschend sei. Da Frauenspiele immer nur am Nachmittag angesetzt werden fehlt doch ein Großteil des möglichen Zuschauerpotentials. Für das Fernsehen gilt das gleiche. Ich konnte mir das Spiel auch nicht live ansehen. Und dann erzählen die was von schlechter Quote. Warum wird so ein Spiel nicht mal am Freitagabend angesetzt. Da ist das Konkurrenzprogramm doch eh grottig. Aber wahrscheinlich ist die Begründung, dass die Quote von Frauenspielen zu schlecht sei. Deswegen bleiben die dann nachmittags, wo dann auch die Quote schlecht bleibt. Da beisst sich die Katze doch in den Schwanz. Dabei hat man doch bei der WM gesehen das Spiele am Abend auch sehr viel bessere Quoten haben, selbst wenn man berücksichtigt, dass das Interesse hier natürlich deutlich überzeichnet war.
    Zum Spiel nochmal und zur Diskussion, die wir vor dem Spiel in dem anderen Bericht hatten. Ich habe in diesem Spiel mal sehr stark auf Behringer geachtet und muss sagen, dass meine Meinung sich für mich absolut bestätigt hat. Sicher sie hatte einige gute Szenen, die auch zu 2 Toren führten und ein paar Schüsse die nur knapp vorbeigingen. So könnte man oberflächlich sagen: Toll sie hat ein gutes Spiel gemacht, was der Kommentator vom ZDF ja auch getan hat. Diese guten Szenen waren aber vor allem Zeichen der Schwäche der türkischen Mannschaft, die ihr da so viel Platz und Zeit gelassen haben, dass sie mit ihrer sicher vorhandenen guten Schusstechnik was daraus machen konnte. Sie hatte da alle Zeit der Welt, den Ball anzunehmen, zu gucken und schön abzuschließen. Das ist aber Platz und Zeit, den ihr die Topmannschaften dieser Welt nicht geben werden. Da kommt es dann auf extreme Handlungsschnelligkeit an, über die sie definitiv nicht mehr verfügt. Mir ist an sehr vielen Stellen aufgefallen, dass Melanie Behringer inzwischen viel zu langsam ist, z.B. bei einem Doppelpass, wo sie an das Zuspiel nicht mehr herankam und im Defensivverhalten, wo sie sehr oft zu spät kommt und sich dann nur noch mit Fouls zu helfen weiß. Überhaupt kommt sie oft einen Schritt zu spät und wirkt auch in der Körpersprache und vom Laufstil eher schwerfällig und nicht austrainiert. Auch sind mir einige leichte Ballverluste aufgefallen. Die Standards waren wie immer schwach und landeten fast immer beim Gegner, aber selbst Flanken aus dem Spiel heraus kamen i.d.R. nicht an. Komischerweise hat sie bei den Moderatoren immer noch einen Stein im Brett, die diese Mängel einfach nicht kommentieren. Besonders ist mir das bei einem Freistoss in der 88. Minute aus sehr aussichtsreicher Postition aufgefallen. Da schreit der Galleske „super vors Tor“, aber wo landet der Ball? Auf dem Kopf einer türkischen Abwehrspielerin. Hingegen war meistens mehr Gefahr, wenn Bajramaj die Ecken getreten hat. Da hat sie mehrfach den Ball Celia auf den Kopf serviert, die damit heute aber leider nichts anzufangen wusste. Auffallend für mich, dass mindestens über 2/3 des Spiels das deutsche Angriffsspiel über die Seite von Bajramaj lief. Wenn es mal über links kam, dann eher über Babett Peter als über Behringer. Erst als die Türkinnen müde waren, kam auch mehr über Behringer. Die letzte Flanke auf den Kopf von Martina Müller war dann immerhin sehr schön. Von daher bleibt MB für mich der größte Schwachpunkt dieser Mannschaft und das wird sich zeigen, wenn wir nicht gegen drittklassige Mannschaften wie die Türkei spielen sondern wenn es um was geht, z.B. in der entscheidenden Phase der EM, wenn wir vielleicht gegen die Französinnen antreten müssen. Da kann das dann böse ins Auge gehen.
    Dann habe ich auch noch besonders auf Kim Kulig geachtet. Da muss ich leider für Viola Odebrecht sagen, sorry, diese Qualität von Kulig hat sie nicht. Zwar hat man gemerkt, dass Kim Kulig noch nicht immer die richtige Bindung zum Spiel hatte, aber sie hatte einige gute Szenen in der Balleroberung und sie hat 3 traumhafte Pässe in die Tiefe gespielt, die in der Mannschaft nur wenige so drauf haben. Der erste war der Pass auf Celia, der dann zum 2. Elfmeter führte, kurz danach ein weiterer toller Pass auf Celia, den diese aber leider nicht verwerten konnte und in der Schlussphase noch ein tolles Zuspiel auf Martina Müller, woraus dann das 8:0 durch Bajramaj entstand. Auf Kim Kulig können wir uns glaube ich richtig freuen, wenn sie wieder bei 100% ist.
    Insgesamt ist das Fazit für mich, dass es zwar nach wie vor einige Baustellen gibt, dass aber in Mannschaft mit Celia, Bajramaj, Mittag, Laudehr, Kulig, Peter und auch Schmidt und Goessling so viel Talent steckt, dass einem vor der Zukunft nicht bange sein muss. Dazu ein Joker wie Martina Müller und Alex Popp, die noch verletzt ist. Wenn dann noch das eine oder andere Talent aus der U20 oder der Bundesliga eingebaut wird, dann geht der nächste EM-Titel nur über uns.

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  • Sheldon sagt:

    @Andreas: Kulig habe ich nicht annähernd so stark gesehen wie du. Ich gebe dir recht hinsichtlich ihrer Einzelaktionen, sie besitzt die Fähigkeit des öffnenden Passes. Doch gegen Viola kannst du sie nicht ausspielen, zumal sie sowieso den defensiveren Part spielt. Vergleiche ich Halbzeit 1 und 2, so viel deutlich auf, dass das Zusammenspiel mit Odebrecht besser lief als mit Kulig. Zwar spielt Odebrecht hier nicht in der Manier einer „10“ diese Pässe, doch das musste sie gar nicht, da Mittag diesen Job sehr gut übernahm.
    Bei Odebrecht merkt man deutliche Führungsqualitäten auf dem Platz, die beinahe alle anderen vermissen lassen. Die Spieleröffnung von ihr ist großartig, sie macht das Spiel mit ihren genauen Pässen auf die Außen breit und hat das gute Auge für die Mitspielerin.
    Sie bringt alles mit für eine defensive Mittelfeldspielerin, wie sie im Buche steht und hält ihrer Partnerin den Rücken frei!

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  • Andreas sagt:

    @sheldon: Ich kenne Odebrecht tatsächlich nur aus den Spielen der N11 und da hat sie mir in diesem tatsächlich nicht so gefallen. Mag sein, dass sie defensiv ihre Stärken hat. Die waren gegen die Türkei allerdings nicht sonderlich gefragt und im Spiel nach vorne war sie meiner Meinung nach in ihrer Halbzeit nicht sonderlich präsent. Ich habe halt bei Kulig in der 2. Halbzeit einige herausragende Pässe gesehen. Das fand ich nach der langen Verletzungspause von 14 Monaten einfach bemerkenswert. Gleichwohl habe ich ja auch geschrieben, dass sie noch nicht immer Bindung zum Spiel hatte. Da gehe ich aber davon aus, dass das in der nächsten Zeit noch besser wird, zumal sie ja mit Peter, Schmidt, Bartusiak, Laudehr und Bajramaj zusammen in Frankfurt spielt. Mag sein, dass ich mich bei Odebrecht zu weit aus dem Fenster gelehnt habe, sie ist mir offensiv im Gegensatz zu Kulig halt nicht aufgefallen. Damit wollte ich aber nicht sagen, dass Odebrecht nicht zum Kreis der Nationalmannschaft gehört, zumal ich sie in den bisherigen Spielen auch schon besser gesehen habe. Für die Zukunft ist meine Einschätzung aber, dass es bei Odebrecht eher wieder in Richtung Bank geht und sie nicht in der Startelf bleibt. Da hat Goessling momentan wahrscheinlich bessere Karten, weil sie auch in der Innenverteidigung spielen kann. Aber die Saison ist noch lang und vielleicht drängen sich ja auch aus der U20 noch einige nach vorne, die das Bild der N11 nochmal stark verändern.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Es haben sicher 2, 3 gespielt und weitere waren nominiert, die dazu nach meinem Dafürhalten keine Voraussetzungen/Empfehlungen mitbrachten, aber so ist das halt, wenn eine gewisse Klüngelei, und das nicht erst seit Kurzem, gepflegt wird!
    Eine Kulig gehörte da definitiv dazu, nur kann man ihr die gezeigte Leistung weniger verübeln – woher soll die auch kommen?

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  • Michele sagt:

    Für alle Fans von Turbine Potsdam: Tabea kemme hat in den Spielen gegen Kasachstan und die Türkei keine Einsatzminuten bekommen, weil sie im Training nicht überzeugt hat! Das hat Bernd Schröder sowohl von der Spielerin, als auch von Neid erklärt bekommen! Da frage ich mich doch, warum sie im Training nicht richtig gas gibt? Eine Spielerin die sich für die Natio empfehlen will, muss sich im Training den Hinern aufreißen! Wenn sie das nicht tut, hat sie auch nichts bei der Nationalmannschaft zutun!
    Viele regen sich ja immer auf, warum bestimmte Spielerinnen nicht zum Einsatz kommen. Aber es steht doch eines fest: Die Bundestrainerin und ihr Team lassen nur die spielen, die eben im Training überzeugen! Die das nicht tun, müssen sich mal ernsthafte Gedanken machen!

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  • enthusio sagt:

    @Michele: Kannst Du bitte noch die Quelle für Deine Behauptung angeben ?

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  • Andreas sagt:

    @Schenschtschina Futbolista: Dann nenn mir doch mal ein paar Spielerinnen, die solche Pässe spielen können, wie Kim Kulig das in der 2. Halbzeit gemacht hat. Das sie noch nicht ihr wirkliches Leistungsvermögen erreicht hat, spricht dann im Besonderen für sie.

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  • DAWIDenko sagt:

    Ich denke, das man bei Kulig abwarten sollte, wie sie bei Frankfurt spielt.
    Ich habe es auch begrüßt, dass sie nach ihrer langen Verletzungspause die Möglichkeit bekam wieder in der Nationalmannschaft zu spielen, schließlich war sie davor Stammkraft.
    Allerdings kann man aus diesem Einsatz keine Schlüsse ziehen, das sie ihren Platz im defensiven Mittelfeld wieder erhält.
    Mit Odebrecht hat Deutschland den Algarve-Cup gewonnen und die EM-Quali geschafft.
    Das viel zitierte „Zwischenjahr“ der N11 wurde so gesehen bewältigt. Daran hat Viola auch ihren Anteil.
    Wenngleich ich finde, dass sie im Vergleich zum Verein gerade in der letzten Saison ncoh viel präsenter agieren kann auch im Aufbauspiel. In der N11 spielt sie viel Positionsgebundener und defensiver schaltet sich weniger ins Ausbauspiel ein.
    EIn Spiel gegen eine türkische Mannschaft kann da wenig Aussagekraft geben, wer besser spielen sollte- Kim oder Viola.
    Da ist der Bundesliga-Alltag schon aussagekräftiger. ( Immerhin die ausgeglichenste Liga der Welt im FF momentan (-; )

    Beide sind quasi „Neuzugänge“. Kim kennt das Umfeld in Frankfurt schon seit einem Jahr, aber Viola ist eine sehr erfahrene Spielerin, die sich sicherlich schnell einbringen kann. Außerdem spielen in Wolfsburg viele Weggefährtinnen früherer Tage. ( Kessi, Josi, Conny)
    Also bleibt aubzuwarten wie sich beide entwickeln. Auch Simon muss zeigen, ob sie ihren Stammplatz in der N11 zwangsläufig behält.

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  • DAWIDenko sagt:

    @Michele :
    Woher weisst du, dass Tubby im N11-Training nicht überzeugt hat?

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Andreas
    > @Schenschtschina Futbolista: Dann nenn mir doch mal ein paar Spielerinnen,
    > die solche Pässe spielen können, wie Kim Kulig das in der 2. Halbzeit gemacht hat.
    > Das sie noch nicht ihr wirkliches Leistungsvermögen erreicht hat, spricht dann im Besonderen
    > für sie.
    Meinst Du jetzt die guten oder schlechten Pässe? Na ja, Erstere gab´s ja keine… 😀
    Ich sage, eine Bartusiak, eine Gößling, eine Peter können das super! Aber generell gilt doch: ohne ordentliche Pässe spielen zu können – gibt’s keine N11-Tauglichkeit!!! Ausserdem wäre es zu einfach, nur ein einziges Kriterium von vielen herauszupicken, auch unter dem bereits von mir erwähntem Aspekt, woher sollte KK die Spielpraxis für eine bessere Leistung als im Türkei-Spiel haben.
    Aber Du hattest mich explizit angesprochen, von daher diese, meine Antwort.
    Übrigens habe ich den Eindruck, dass die Optik mancher Spielerin den Blick für’s rein Sportliche verklärt… 😉

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  • Andreas sagt:

    @DAWIDenko: Voll einverstanden, dass so ein Spiel gegen die Türkei nicht die Aussagekraft hat. Die Zeit wird es zeigen. Und insgesamt ist es doch super, dass Deutschland auf der 6´er Position mind. 4 Spielerinnen zur Auswahl hat, die dort schon überzeugt haben, neben weiteren Spielerinnen wie Maroszan oder Talenten aus der U20, die das wahrscheinlich zur Not auch könnten. Wie schon geschrieben. Trotz der einen oder anderen Baustelle und den auch hier manchmal aufkommenden Unkenrufen ist mir nicht bange für die Zukunft der N11 und des Deutschen FF als Ganzes.

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  • DAWIDenko sagt:

    @Andreas:
    Richtig, gerade im Mittelfeld gibt es genügend potentielle Spielerinnen, die ein Thema für die A-Nati wären.
    Da kann man auch über den Tellerrand der üblichen Verdächtigen hinausblicken. Spielerinnen wie Kulig und Laudehr haben großartige Leistungen gezeigt in der Vergangenheit. Doch zeigt gerade die Leistungsdichte in der Bundesliga mittlerweile, das keine Spielerin automatisch gesetzt ist, wegen mangelnder Alternativen.

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  • Sheldon sagt:

    @Andreas: Man kann eine Spielerin nicht nur auf ein paar Gedankenblitze reduzieren, wenn man eine wissenschaftliche Analyse ihrer Leistung abgeben will.
    Gerade in der Rückwärtsbewegung hat man bei Kulig noch sehr starke Mängel gesehen beim Spiel gegen Essen, die gestern allerdings nicht so deutlich zum Vorschein kamen.

    Was Odebrecht betrifft, nun, ich habe einige sehr starke Pässe von ihr gesehen. Diese Pässe haben vielleicht nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen, weil sie auf die Außenpositionen gegangen sind oder weil sie zum Beispiel bei dem ein oder anderen Sprint von Bajramaj nicht beachtet wurden, aber sie haben das Spiel geöffnet und waren der Grundstein zu guten Torchancen. Übrigens war Odebrecht bis letzte Saison eine der zwei Spielerinnen bei Potsdam, die die Fähigkeit besaßen, 40-Meter-Pässe in den Fuß der konternden Stürmerin zu spielen, was unter anderem bei schnellen Angriffen die Möglichkeit ist, Bajramaj einzusetzen.

    Allerdings würde ich nicht beide gegeneinander ausspielen. Goeßling sehe ich hier nicht als Alternative, da sie sowohl in Wolfsburg als auch in der N11 lediglich noch in der Abwehr zum Einsatz kommen wird.
    Die ZM-Position ist in Deutschland zur Zeit wirklich sehr gut bestückt, sowohl offensiv als auch defensiv. Keßler, Hoffmann, Bresonik, Oster, Marozsan, Petzelberger, Magull, sie alle könnten dort ebenso ohne großen Qualitätsverlust spielen.

    @Michele: Das überrascht mich nicht. Vor einiger Zeit habe ich hier dargestellt, dass die Potsdamer Spielweise mit der N11-Spielweise und auch der FFC-Spielweise unvereinbar ist, da die Potsdamerinnen nicht diesen Systemzwang bekommen. Zudem war Kemme lange verletzt, weswegen sie noch nicht unbedingt wieder bei 100% angekommen ist.
    Doch ich weiß nicht, ob es ein schlechtes Zeichen für Kemme oder für die Nationaltrainerin ist, wenn es nicht geschafft wird, irgendeine Stammspielerin des deutschen Meisters in die Mannschaft zu integrieren, noch dazu die Kapitänin!
    Ich beschwere mich da auch gar nicht, ich finde es gut, dass die Potsdamerinnen nicht bei solchen Lachnummern eingesetzt werden. Solange die Nationalmannschaft diesen Fußball spielt, sehe ich keinen Grund, dass sich irgendeine Potsdamerinnen dazu herunterlassen sollte.

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  • Andreas sagt:

    @Schenschtschina Futbolista: Also erst mal: Die von Dir genannten haben alle gespielt. Du hast doch gerade kritisiert, dass da einige tolle Spielerinnen nicht gespielt haben, die besser sind als die die gespielt haben, wozu Du Kulig gezählt hast. Nenn mir doch bitte ein paar Namen, die nicht gespielt haben. Und wenn Du behauptest, es habe keine guten Pässe von Kulig gegeben, würde ich mal behaupten, dass Du das Spiel nicht gesehen hast oder nicht richtig hingeguckt hast. Aber dann ist so ein Kommentar überflüssig. Ich empfehle meinen Ausgangskommentar zu diesem Thema nochmal zu lesen. Da habe ich 3 tolle Pässe explizit aufgezählt.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Ich habe auch noch etwas Senf im Glas! Und zwar zum Thema Kemme kann ich beisteuern, dass Tabea eine sehr kritische wie auch selbstkritische Spielerin ist, die in ihren noch jungen Jahren über eine Mündigkeit verfügt, die in Potsdam wesentlich dazu beitrug, das Amt der Kapitänin zugesprochen zu bekommen.
    In dieser N11 bzw. bei dieser BT sind diese positiven Charaktereingenschaften eher hinder- als förderlich, was man aber so nicht publizieren kann. Von daher ist die Trainingsproblematik für mich nur vorgeschoben, soll kaschieren, was man nicht offen zugeben möchte.
    @Andreas
    Was Du schreibst, was ich geschrieben haben soll, stimmt so überhaupt nicht! Also bitte erneut lesen und feststellen, dass da 2, 3 ohne den Nachweis einer Berechtigung dafür erbracht zu haben gespielt bzw. nominiert wurden.
    Und das Spiel habe ich sehr wohl geschaut und auch auf Platte aufgenommen! Ich kann Dir also jederzeit den Videobeweis erbringen… 😉 Lege auch diese etwas überspitzte Formulierung nicht dauerhaft auf die Goldwaage!

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  • Andreas sagt:

    @Sheldon: Tut mir leid, ich bin kein Fussballwissenschaftler. Daher kann ich weder das Spiel von Odebrecht noch das von Kulig wissenschaftlich analysieren. Ich habe lediglich meine persönlichen Eindrücke widergegeben. Die mögen die Leistung von Odebrecht nicht genug würdigen und vielleicht auch nicht korrekt widergeben. Ist alles möglich. Sie ist mir eben, um mich da noch mal zu wiederholen, nicht besonders aufgefallen. Ich habe auch in der 2. Hz. mehr auf Kulig geachtet, weil mich interessiert hat, wie sie sich nach der 14 monatigen Pause schlägt. Und da fand ich halt bemerkenswert, was sie schon wieder für Pässe gespielt hat. Das hatte ich nicht erwartet. Das im Rest natürlich nicht alles toll war, habe ich ja auch festgestellt.

    Zuletzt glaube ich, dass diese Arroganz fehl am Platz ist. Ich glaube kaum, dass eine Spielerin aus Potsdam meinen würde, dass sie sich nicht zu Spielen in der N11 herablassen würde. Die würden sicherlich gerne dort spielen. Warum sie nicht eingeladen werden kann ich nicht beurteilen. Wenn dann eine Tabea Kemme aber meint, sie müsse beim Training in der N11 nicht alles geben, ist das ihre Sache, dann kann sie sich aber auch nicht wundern, wenn sie nicht spielt und daran, dass sie bei Turbine Potsdam ist, liegt es dann auch nicht. Und im übrigen haben Bajramaj, Mittag, Peter, Schmidt und Odebrecht auch schon in der N11 gespielt, als sie noch in Potsdam waren.

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  • waiiy sagt:

    Das sähe Tabi gar nicht ähnlich vom Charakter her, dass sie sich nicht reinhängt. Aber auf der anderen Seite wurden Spielerinnen wie sie ja auch mit der Aussage Silvia Neids in der Presse „Ich werde keine Experimente in den letzten beiden Quali-Spielen machen“ begrüßt. Und da vor ihr auf dieser Position eine der besten Verteidigerinnen der Welt spielt und sie ein schlaues Mädchen ist, konnte sie sich ausrechnen, wie groß die Chancen sind, dass Babs nicht auf dem Platz stehen würde…

    Und wenn ich ehrlich bin, halte ich sehr große Stücke auf Tabi, sehe sie aber nicht in den nächsten Jahren an Babs vorbeizukommen. Chancen hat sie da nur, wenn Babs nach innen gestellt wird (was ich mir bei Silvia Neid nicht vorstellen kann) oder den Weg vieler zu Frankfurt gewechselter Spielerinnen geht. Von daher ist es in meinen Augen blauäugig zu fordern, dass Tabi spielen müsste.

    waiiy

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  • Sheldon sagt:

    @waiiy: Pass nur auf, Peter hat bereits in den beiden Spielen für Frankfurt beweisen, dass sie keine unangefochtene Größe ist, und einen dicken, dicken Patzer abgeliefert.

    Ich sehe Kemme da schon vorne, doch ehrlich möchte ich sie nicht in der N11 sehen. Ich unterstelle ihr nicht, dass sie nicht ordentlich trainiert und wenn sie nominiert ist, nicht alles gibt im Training, sondern ich denke einfach, dass für sie das System in der N11 ein falsches ist.

    Insgesamt gehe ich hier jede Wette ein, dass leistungstechnisch Kemme Peter am Saisonende überholt hat, doch Peter wird bei der EM spielen, weil es so ist und so war und auch immer so bleiben wird, genauso wie bei Behringer, Laudehr oder Schmidt. Egal, wie gut die Leistung ist, selbst wenn Frankfurt Ende der Saison abgestiegen ist!

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  • Andreas sagt:

    @Schenschtschina Futbolista: Da gebe ich Dir gerne recht. So wie von mir geschrieben, hast Du es nicht gesagt. Sorry dafür und gut, dass Du das Spiel auf Platte hast Dann kannst Du Dir die von mir beschriebenen Szenen noch mal anschauen und die Qualität dieser Pässe unter die Lupe nehmen.

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  • frosti sagt:

    @Entusio und @DAWIDENKO

    Michele ist doch die N11-Trainerin!:-) 🙂 🙂

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  • fisch sagt:

    Zu Tabea teile ich Micheles Meinung, trotz Turbinefan. Sie ist sicher
    trotz ihrer 20 Lenze schon eine beachtliche, respektierte Persönlich-
    keit im TP-Team. Aber spielerisch sehe ich sie noch deutlich hinter Babett ua. auf ihrer Position. Ihr fehlt es m.E. insbesondere an Zweikampfhärte und Grundschnelligkeit. Zu oft setzen sich gegnerische Stürmerinnen gegen sie durch. Ob sie sich im Training der N11 zu wenig „reingehauen“ hat oder sie nicht über ihre Grenzen kam, bin ich nicht sicher, denn an Einsatzwillen hat es Tabby noch nie gemangelt.

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  • Markus Juchem sagt:

    @DAWIDenko und enthusio: Das hat Schröder in einem Interview gegenüber den Potsdamer Neueste Nachrichten erklärt: http://www.pnn.de/regionalsport/683052/

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  • enthusio sagt:

    @Markus Juchem: danke für den Hinweis ! Sehr interessantes Interview mit Bernd Schröder !

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  • DAWIDenko sagt:

    @Markus Juchem
    Auch von mir noch einmal vielen Dank für den Hinweis und den Link für das Interview.

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  • Speedy75 sagt:

    @Markus
    schönen Dank für den Lin.

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  • enthusio sagt:

    Aus diesem Interview lese ich bei einigen Formulierungen Schröders („in Nuancen“, „wir haben…versucht“, „aber vor allem“)heraus, dass das Verhältnis von Silvia Neid zu Schröder und zu Potsdam weiterhin angespannt ist. Hätte sich an der Beziehung grundlegend etwas verbessert, wäre Schröder in seine Aussagen über Neid wohl etwas herzlicher rübergekommen. Für mich ist Silvia Neid seit der WM-Pleite weiterhin den Beweis schuldig geblieben, dass sie mit sachlicher und konstruktiver Kritik gut umgehen kann. Es sollte mich wundern, wenn sich in dieser Hinsicht grundsätzlich etwas bei ihr verändert hätte.

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  • Sheldon sagt:

    Ich denke, die Diskussionen hierum sind mittlerweile erschöpft. Klar ist, dass das Verhältnis von Schröder und Neid so derart gespalten war, auch persönlich, dass dort wohl nie mehr eine enge Beziehung draus werden kann.

    Darüber hinaus sind die Schnittmengen zwischen N11 und Potsdam sehr klein, allein was systemtechnische Fragen angeht. Das Spiel der N11 ist auf Ballbesitz ausgerichtet, Potsdams System eher auf schnelle Konter. Das 3-4-3 beißt sich enorm mit dem 4-2-3-1.
    Da ist es klar, dass diese Umstellung für keine Potsdamer Spielerin einfach ist. Dass dem so ist, erkennt man noch heute, gerade bei dem Spiel unter der Woche.
    In der 1. Halbzeit standen 5 ehemalige Potsdamerinnen auf dem Platz und gerade Mittag, Bajramaj, Peter und Odebrecht verliefen komischerweise in einen Spielstil, der mir aus Potsdam noch sehr bekannt vorkommt, aber man von der Nationalelf überhaupt nicht gewonht ist. Noch deutlicher wäre dies denke ich gewesen, wäre Keßler noch zum Einsatz gekommen.
    In der 2. Halbzeit standen im Mittelfeld 4 aktuelle Frankfurterinnen, und auf einmal nahm das Spiel seine gewohnte Ausrichtung des Bällehaltens an.

    Da sieht man, dass die einmal antrainierte Spielweise in Potsdam nur sehr schwer aus den Köpfen wieder herauszubekommen ist, in die sie sobald sie zusammenspielen wieder verfallen.

    Übrigens, noch ein Nachtrag zum Spiel: Beste Spielerin war Simone Laudehr, die an vielen Toren beteiligt war und von der glaube ich auch die Zuckerpässe stammen, die Kulig zugeordnet wurden!

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  • wrack sagt:

    Andreas hatte folgendes geschrieben: „Ich habe halt bei Kulig in der 2. Halbzeit einige herausragende Pässe gesehen.“ und
    „Der erste war der Pass auf Celia, der dann zum 2. Elfmeter führte, kurz danach ein weiterer toller Pass auf Celia, den diese aber leider nicht verwerten konnte und in der Schlussphase noch ein tolles Zuspiel auf Martina Müller, woraus dann das 8:0 durch Bajramaj entstand“

    Sheldon hatte geschrieben:
    „Simone Laudehr, … und von der glaube ich auch die Zuckerpässe stammen, die Kulig zugeordnet wurden!“

    Und Schenschtschina Futbolista hatte schon zuvor geschrieben.
    „Und das Spiel habe ich sehr wohl geschaut und auch auf Platte aufgenommen!“

    Was ich sehr schade finde, ist, dass solche Sachen hier nicht oder höchst selten geklärt werden. Die Kommentierung der Länderspiele st leider immer VERGLEICHSWEISE arm an harten Daten, der Eindruck und die Meinung der User dominiert.
    Hier ergibt sich einmal die Chance, referenzierte Spielsituationen als Argumentationshilfe zu benützen, aber Andreas Angaben, die ja auch ziemlich genau referenziert sind
    (Angabe der Spielminute, ggf. mit Sekunden, oder der offiziellen Fifa-Zeit wäre, wenn es möglich ist, natürlich noch besser, um Mißverständnisse auszuschließen.),
    werden letztlich weder mit Angabe von Daten bestätigt noch werden sie mit Angabe von Daten bestritten (Was mich dazu führt, zuerst seinen referenzierten Angaben zu trauen).

    Was soll ich als Leser z.B. mit dem „ich glaube“ von Sheldon anfangen (@ Sheldon: Das ist keine Kritik, nur ein Beispiel), wenn der seine Angabe, es sei Laudehr und nicht Kulig gewesen, nicht am Schirm überprüft und mit Zeit- und Spielerangaben, notfalls der Rückennummer, belegt ?

    Der Leser ist der Leidtragende, er hängt in der Luft. Ich erinnere mich, dass hier schon einmal der große Anspruch formuliert wurde, das Forum könne doch auch hilfreich sein, sogar für die Bundestrainerin. Dann sollte man versuchen, wenn sich die Möglichkeit ergibt, halbwegs „wissenschaftlich arbeiten“.

    Dass die Möglichkeit besteht, beweist der Beitrag von Schenschtschina Futbolista und sie wird nicht die einzige Zuschauerin gewesen sein, die das Spiel aufgenommen hat.
    Ich habe es leider nicht und das Spiel auch nicht gesehen, sonst könnte ich vielleicht schreiben:

    „Deuschland – Türkei, 1. Halbzeit, eingeblendete Zeit 22 Minuten 12 Sekunden, deutsche Spielerin Nr 8 Pass auf d. Spielerin Nr. 13“. (Frei erfundenes Beispiel).

    Worum es mir geht, ist vor allem die Nachvollziehbarkeit der Angaben, auch weil dies die Zuverlässigkeit der Angaben erhöht.
    Dieser Beitrag ist keine Kritik, er soll eine Anregung darstellen.

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  • Sheldon sagt:

    @wrack: Das Problem, wieso ich „ich glaube“ geschrieben habe, ist folgendes:

    1. kann ich nicht nachvollziehen, welche Pässe Andreas genau meint und ob diese dieselben sind wie meine. Das liegt auch an seinen unpräzisen Angaben.

    2. macht es die vom ZDF angebotene Kameraeinstellung nicht immer einfach, die Spielerin genau zu erkennen, da diese meist als Totale funktioniert, die einzelnen Spielerinnen sehr klein sind, sie zum Teil (wie Laudehr und Kulig) dieselbe Haarfarbe haben und außerdem noch ähnliche Nummern (Nr. 6 und 8 selbst bei leicht gefaltetem T-Shirt nicht auseinanderzuhalten).

    Daher muss ich es bei einer hypothetischen Angabe lassen.

    Allerdings hast du auch recht, hier und da werde ich darauf achten, genauere Quellenangaben zu machen!

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  • Andreas sagt:

    @Sheldon: Also viel präziser als zu schreiben, der Pass auf Celia, der zum 2. Elfmeter geführt hat und der Pass auf Martina Müller, der dann zum 8:0 geführt hat (Martina Müller mit Rückpass etwa von der Torauslinie auf Lira Bajramaj) geht es eigentlich nicht. Ich werde es mir aber noch einmal anschauen und Spielminute und Sekunde für Dich nachliefern. Ich werde auch nochmal genau hingucken, ob nicht auch eine Verwechslung meinerseits dabeigewesen könnte. Du hast recht, dass die Spielerinnen manchmal nicht so gut auseinanderzuhalten sind.

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  • Andreas sagt:

    @Sheldon: Hier noch die Zeiten für die von mir aufgeführten Szenen nachgeliefert:
    58:43: Pass von Kim Kulig auf Celia, die dann elfmeterreif gefoult wurde. Der entsprechende Elfmeter wurde von Behringer verwandelt.
    61:25: Pass von Kim Kulig auf Celia, die von der Strafraumgrenze dann übers Tor schießt.
    84:10: Pass auf Martina Müller, die dann auf Bajramaj zurücklegt. Folge ist das 8:0. Diesen Pass hatte ich bei erstmaligem Ansehen auch Kim Kulig zugeschrieben. Ich gehe jetzt aber eher davon aus, dass dieser Pass von Laudehr kam. Genau war es nicht zu erkennen, da das ZDF wie von Dir angemerkt die Bilder oft nur aus der Übersichtskamera bringt. Da Lira beim Torjubel aber auf Laudehr zurennt gehe ich mal davon aus, dass sie den Pass geschlagen hat.
    In der 91 Minute gab es dann aber noch einen sehr schönen Doppelpass zwischen Bajramaj und Kulig.
    Auf Deine Hinweise habe ich mir aber nochmal andere Spielerinnen genauer angesehen. Bei Laudehr gebe ich Dir recht. Sie hatte viele gute Aktionen und hat im Spiel nach vorne viele Impulse gegeben. Bei Odebrecht bleibe ich aber bei meiner eher negativen Einschätzung. Sie würde für mich zu den 2-3 Spielerinnen gehören. die gemäß Schenschtenschinas Einschätzung ihre Nominierung nicht gerechtfertigt haben. Sie hatte 2 auffällige Szenen. Bei der ersten ist sie in der Anfangsphase bei einem Kopfballversuch am Ball vorbeigeflogen und bei der zweiten hat sie sich gut in Position gebracht, den Ball dann aber von der Strafraumgrenze weit übers Tor geschossen. Einige Fehlpässe hatte sie noch dabei und im übrigen lief das Spiel weitgehend an ihr vorbei. Das soll natürlich nicht ihre sonstigen von Die aufgeführten Fähigkeiten in Abrede stellen. Das bezieht nur auf dieses eine Spiel.
    Bei Behringer muss ich meine Aussagen nicht unbedingt relativieren, aber doch zumindest ergänzen. Neben allem negativen, was mir aufgefallen war, hatte sie aber doch mehr gute Szenen als ich ursprünglich dachte. Wahrscheinlich würde ich sie nicht ganz so negativ sehen, wenn die Standards vollständig von anderen ausgeführt würden. Das überlagert doch ihre sonstigen Leistungen sehr stark, dass ihre Standards nahezu ausschließlich beim Gegner landen.

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  • wrack sagt:

    @ Andreas: Ich finde es sehr gut, dass du noch einmal „nachgesehen“ hast und die genaue Zeit in zwei Fällen nun auch keine Zweifel mehr aufkommen lässt. Der deutsche Pass 84:10, deren Urheberin nicht deutlich erkannt bzw. endgültig geklärt werden konnte, stellt nach meiner Erfahrung eher die Ausnahme als die Regel dar. Meistens konnte ich bisher aus der Voransicht bzw. der Entwicklung zuvor die SpielerInnen identifizieren, selbst bei Umschnitten können mit etwas Detektivarbeit unter Verfolgung der Laufwege die SpielerInnen identifiziert werden. Es gibt aber natürlich auch Fälle wie 84:10, wo die Perspektive es einfach nicht zuläßt.

    Interessant finde ich bei deiner Re-Vision, dass man bei erneuter Ansicht immer einiges korrigieren muss. Nicht selten sehe ich ein Spiel, aber einen bestimmten Spieler kaum. Dann fällt er mir negativ auf und schon beginnt meine Perspektive seiner Leistung im Verlauf des Spiels von dieser Wahrnehmung geprägt zu werden. Sehe ich mir das Spiel noch einmal an, mit Fokus auf dem Spieler und dem gebotenen Zweifel gegen mich selbst, dann kann sich diese Wahrnehmung sogar ins Gegenteil umkehren und dem Spieler eine positive Leistung attestieren. Aus der Forschung wissen wir, dass Menschen negative Vorgänge besser erinnern können als positive Geschehnisse. Das beeinflußt oft unsere Wahrnehmung eher zum Negativen als zum Positiven.

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