EURO 2013: Das Teilnehmerfeld nimmt Gestalt an

Von am 18. September 2012 – 16.18 Uhr 14 Kommentare

Am Mittwoch werden in der Qualifikation zur Frauen-EM 2013 in Schweden (10. bis 28. Juli 2013) die letzten vier direkten Startplätze vergeben sowie die Play-off-Teilnehmer komplettiert. Womensoccer wirft einen Blick auf die Ausgangslage.

5 der 12 EM-Teilnehmer (Gastgeber Schweden, Deutschland, Italien, Frankreich, Finnland) stehen bereits fest, am Mittwoch werden drei weitere Gruppensieger sowie der beste Gruppenzweite sich direkt für das Turnier qualifizieren. Die restlichen sechs Gruppenzweiten werden sich in drei Play-off-Duellen in Hin- und Rückspiel um die verbleibenden drei Startplätze duellieren.

Spanien und Ukraine fest in den Play-offs
Bisher sicher in den Play-offs stehen Spanien und Ukraine, auch Russland, Schottland, Island, Norwegen, Niederlande, England, Österreich und Dänemark haben im schlechtesten Fall die Play-off-Teilnahme sicher. Einige dieser Teams haben jedoch noch die Chance, sich als Gruppensieger (Island, Norwegen, Niederlande, England, Österreich, Dänemark) oder als bester Gruppenzweiter (Russland, Schottland, Niederlande, England, Österreich, Dänemark) zu qualifizieren. Die Play-off-Spiele werden am Freitag, 21. September, um 12.45 Uhr in Nyon ausgelost, ausgetragen werden die Partien am 20./21. Oktober und 24./25. Oktober.

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Norwegen: Totgesagte leben länger
In der Gruppe 3 empfängt Norwegen in Oslo Spitzenreiter Island zum alles entscheidenden Duell. Die Norwegerinnen, die zu Beginn der EM-Qualifikation bereits hoffnungslos im Hintertreffen schienen, müssen unter der Leitung der deutschen Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus gewinnen, um sich als Gruppensieger zu qualifizieren. Denn der Gegner hat einen Punkt mehr auf der Habenseite und kann seine Teilnahme bereits mit einem Remis perfekt machen.

Matchbälle für Dänemark und England
In Gruppe 7 nimmt derzeit überraschend Österreich die führende Position ein, doch es ist sehr wahrscheinlich, dass Dänemark die Österreicherinnen noch überflügeln wird, denn gegen Portugal reicht den Däninnen im Heimspiel in Vejle bereits ein Remis für die direkte Qualifikation. In Gruppe 6 liegen die Niederlande an der Tabellenspitze, gefolgt von England, das im Heimspiel gegen Kroatien in Walsall hoch favorisiert ist und mit einem Sieg an den Niederländerinnen vorbeiziehen würde.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

14 Kommentare »

  • pinkpanther sagt:

    Sehr gelungene Zusammenfassung der aktuellen Situation, danke!
    Auch wenn es eher unwahrscheinlich ist, den Österreicherinnen würde ich auch nach dem tollen Erfolg gegen Dänemark die direkte Qualifikation schon gönnen 😉

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  • Therese sagt:

    19.09.2012 Gruppe 2
    11:00 Kasachstan – Schweiz (0-0HT) 1-0FT

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  • Sheldon sagt:

    Unfassbar, dass Kasachstan die Schweiz schlägt. Selbst, wenn es um nichts mehr ging, das ist eine abgrundtiefe Blamage, die der Schweiz vielleicht noch Platz 3 kostet!

    Edit: Platz 3 ist zwar schon gesichert (Direkter Vergleich Schweiz Rumänien 6:5), das macht die Sache aber nicht besser!

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  • enthusio sagt:

    Zur Erinnerung: das Hinspiel im November hatte die Schweiz noch mit 8:1 gewonnen. Damals hieß die Trainerin noch Beatrice von Siebenthal, heute heißt sie Martina Voss-Tecklenburg. Hat da noch einer was an unserem 2:2 in Spanien auszusetzen ?

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  • enthusio sagt:

    Nachtrag: Ein Virus soll die Schweizer Mannschaft geschwächt haben (wurde auf der UEFA-Seite bekanntgegeben. Aber trotzdem …

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  • karl sagt:

    Da hat die deutscha Mannschaft ja nochmal Glueck gehabt dass die Kasachinnen jetzt erst aufgewacht sind 🙂

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  • Sheldon sagt:

    Wir lachen hier, doch eigentlich müssten wir bestürzt sein. Angesichts der Tatsache, welche Diskussionen wir zum Deutschland-Spiel haben, kann uns das ganz genauso passieren, wenn wir nicht konsequent weiterarbeiten. Und dann ist man aber ganz schnell weg vom Fenster, wenn so etwas passiert.

    Es ist nicht ohne Grund so, dass die Diskussionen um die deutsche N11 so hochkochen zur Zeit, denn gerade zu dieser Zeit herrscht in vielen europäischen Mannschaften Aufbruchsstimmung. Die Konkurrenz wird schlagartig besser und holt mit 7-Meilenstiefeln auf.

    Es kann tatsächlich sein, dass eine Leistung, die heute noch zum EM-Titel reicht, bereits in zwei Jahren nicht mehr zur WM-Qualifikation langt, sondern man dort 3. oder sogar 4. seiner Gruppe wird, wenn man diese Entwicklung verschläft!

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  • Freiburger sagt:

    ich lache nicht, da hat es einige Schweizerinnen böse erwischt:-(

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  • enthusio sagt:

    Na, da bin ich ja mal auf das Länderspiel der Schweizerinnen gegen Schweden gespannt. Lara Dickenmann wird dann ja einige Tips geben können.

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  • Lusankya sagt:

    Das wird auch in der Zukunft nich gerade leichter für die Schweiz, wenn man sich mit solchen Ergebnissen den Koeffizienten versaut.

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  • Aldur sagt:

    @enthusio:
    Warum sollte Dickenmann Tips für ein Spiel gegen Schweden geben können? Weil sie in Lyon mit Schelin zusammen spielt? Da wäre doch z.B. Ramona Bachmann, die ja in Malmö spielt, die bessere Tipgeberin.

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  • enthusio sagt:

    @Aldur: Du hast recht, ich hab die beiden verwechselt, ich meinte natürlich Ramona Bachmann.

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