EM-Quali: DFB-Elf will Heimsieg zum Abschluss

Von am 18. September 2012 – 22.47 Uhr 11 Kommentare

In manch einer Gruppe sind am letzten Spieltag der Qualifikation zur Europameisterschaft 2013 noch verschiedene Szenarien möglich – nicht so in der deutschen Gruppe. Die DFB-Auswahl hat den Sprung zur EM bereits geschafft. Zum Abschluss geht es am Mittwoch gegen die Türkei (17 Uhr, live im ZDF) darum, die „weiße Weste“ zu wahren und die Qualifikation ungeschlagen zu beenden.

„Alle sind heiß und sehr motiviert“, so Mittelfeldspielerin Viola Odebrecht, die sich am Samstag beim 7:0-Sieg in Kasachstan in die Torschützenliste eintrug. Dort wuchs das Punktekonto der DFB-Elf auf 25 Zähler aus neun Partien mit einem Torverhältnis von 54:3.

Defensive Türkinnen erwartet
„Wir wissen, was wir können“, sagt Neid. Das Spiel gegen die Türkinnen dürfte aber kaum ein Härtetest werden, sondern viel mehr ein Geduldsspiel. Denn wie schon gegen Kasachstan rechnet die Bundestrainerin mit defensiven Gegnerinnen, „die in der eigenen Hälfte spielen und versuchen, die Wege zu schließen.“

Anzeige
celia-okoyino-da-mbabi-deutschland-2

Célia Okoyino da Mbabi wird als „Fußballerin des Jahres“ ausgezeichnet. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Ehrungen und ein mögliches Jubiläum
Vor dem Anstoß wird Inka Grings offiziell aus der Nationalmannschaft verabschiedet, die Stürmerin absolvierte 96 Länderspiele (64 Tore). Außerdem wird Célia Okoyino da Mbabi als „Fußballerin des Jahres“ geehrt. Stürmerin Martina Müller könnte zu ihrem 100. Einsatz im DFB-Dress kommen.

Tickets ab zwölf Euro
Die Tageskassen der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena öffnen am Mittwoch um 15.30 Uhr. Die Eintrittspreise liegen zwischen zwölf Euro (ermäßigt zehn Euro) und 25 Euro (ermäßigt 20 Euro).

Die deutsche Qualifikationsgruppe

Alle Qualifikationsgruppen im Überblick

Schlagwörter:

 

Tags:

Sie haben eine Frage zum Beitrag? Dann kontaktieren Sie mich doch per Mail! Oder folgen Sie uns einfach via RSS, Facebook oder Twitter!

11 Kommentare »

  • Be Ni sagt:

    alles andere wäre auch eine Blamage!

    (0)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Wichtiger als der unausweichliche, deutliche Sieg ist, dass es alle Spielerinnen das Spiel verletzungsfrei überstehen und damit ihren Teams am Wochenende unversehrt zur Verfügung stehen.
    Alles andere wäre in Anbetracht des Stellenwertes, den dieses Spiel noch hat, unnötig wie ein Kropf. In diesem Sinne:Toi, toi, toi!
    Ach ja, für Martina würd’s mich freuen, wenn sie die Hundert heute vollmachen darf!

    (0)
  • waiiy sagt:

    @SF: Da ist Turbine ja nicht betroffen… 😉

    Ich finde es gut, dass Inka Grings offiziell verabschiedet wird und nicht durch die Hintertür verschwindet bzw. verschwinden muss. Aber die Leute, die gesagt haben, sie würde mit dem Wechsel in die Schweiz aus dem Fokus fallen, hatten wohl doch recht gehabt.

    waiiy

    (0)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    > Da ist Turbine ja nicht betroffen… 😉

    Das ist sicherlich richtig, waiiy, allerdings habe ich mir erlaubt, dies globaler zu sehen, da ich sowieso gern mal über die Stadionbarrieren des „Karli“ hinausschaue – gewissermassen in alle Richtungen offen bin! 🙂

    (0)
  • waiiy sagt:

    @SF: Ich auch und Du hast auch recht. Aber als ich das gelesen habe, ist mir das so spontan eingefallen, dass ich es schreiben musste. Ist auch ein wenig Galgenhumor. 🙂

    waiiy

    (0)
  • Andreas sagt:

    Die Deutsche Mannschaft beginnt übrigens mit der gleichen Aufstellung wie in Kasachstan, d.h. Angerer, Peter, Bartusiak, Goeßling, Schmidt, Laudehr, Odebrecht, Behringer, Mittag, Bajramaj, daMbabi. Quelle ist die Seite der UEFA.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    Man merkt so richtig, dass Mittag und Odebrecht das Mittelfeld beleben. Immerhin stehen heute 5 Spielerinnen, die bis zur WM bei Potsdam gespielt haben. Kommt nun noch Keßler für Laudehr oder Behringer (wäre Odebrecht noch auf dem Platz), dann ist das Mittelfeld beinahe eine Potsdamphalanx. Auch wenn diese Spielerinnen nun auf 3 andere Clubs verteilt sind, man erkennt nach wie vor die Handschrift von Schröder. Odebrecht und Peter harmonieren links viel besser als Odebrecht und Behringer, von der ich heute bis auf den Lattentreffer noch kein einziges Argument für ihr Aufstellung gesehen habe. Celia ist im Boot mit drin, harmoniert wunderbar mit Mittag und Bajramaj kriegt die Bälle an jeder Stelle des Platzes und rotiert dementsprechend, hält sich überhaupt nicht an ihre Position, was sehr schön ist, auch wenn Behringer diesen Wechsel nicht immer mitmacht. Das sind nunmal die Schwächen, wenn zwei Spielerinnen aufeinandertreffen, die in komplett unterschiedlichen Systemen groß geworden sind.

    Allgemein wird es nur dann gefährlich, wenn es über Mittag, Bajramaj, Odebrecht und Celia geht.

    Edit: Behringer jetzt mit dem Tor, kommt aus 18 Metern frei zum Schuss und kann den Ball ins Eck schießen. Aber das ist genau das Problem: Gegen USA, Schweden oder Frankreich kommt man nicht einfach mal an der Strafraumgrenze zum Schuss und da bewegt sich die Keeperin auch. Generell muss man festhalten, dass die Hereingaben nicht präzise kommen und dass Behringer im Kurzpassspiel überfordert ist!
    Allerdings: Behringer fällt heute nicht derartig ab, wie in anderen Spielen!

    (0)
  • Sheldon sagt:

    Gut, ich revidiere mich: Auch wenn ich von Behringer immer noch nicht überzeugt bin (schwach geschossener Elfmeter), muss ich sagen, dass auch der Rest der Mannschaft heute ungewohnt schwach ist. Bajramaj lässt es weiterhin an der nötigen Durchschlagskraft vermissen, Celia vergibt viel zu viele Chancen.

    Allgemein das Spiel zu zerfahren, die Umstellung auf schnelles, dynamisches Passspiel funktioniert nur partiell und wenn dann nur mit den ehemaligen Potsdamerinnen und Celia. Alle anderen lassen sich ausbremsen (Behringer, Kulig, Laudehr) und hoffen auf einen Kräfteverschleiß der Türkinnen, sodass die Konzentration dort nachlässt!

    (0)
  • Sheldon sagt:

    Nach dem Ende dieses Spiels muss ich sagen: DAS konnte man nicht als ein internationales Spiel bezeichnen. So etwas macht Lucien Favre bei M’Gladbach im Training, da lässt er sein Team auch gegen 11 Pappschablonen antreten, um einzelne Sachen auszuprobieren.

    10:0 mag hoch aussehen, doch allein in der letzten halben Stunde wären locker 20 Tore drin gewesen, so wenig hat Türkei mitgespielt. Beste Spielerin dort, die Torhüterin, dreimal die richtige Ecke beim Elfer gehabt, bei den meisten Toren machtlos.

    Auf deutscher Seite wurde doch noch viel Luft nach oben aufgezeigt. Da fehlt es gerade in der zweiten Halbzeit an der Feinabstimmung, bei den Pass- und Laufwegen. Da gibt es noch viel Arbeit!

    Allgemein kann man heute abschließend kaum eine wirkliche Wertung abgeben, denn jeder Fehlpass, jeder falsche Laufweg fiel heute auf.
    Das war heute Grundstudium Fußball, die Feinarbeit, die nur ganz selten zum Vorschein kam, wurde heute einfach nicht benötigt!

    (0)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Zwei Länderspiele in Folge aus der Kalten, sprich ohne BL-Praxis, heraus zu spielen, ist gleichbedeutend damit, dass man generell Abstriche machen muss, dennoch darf/muss man kritische Anmerkung tätigen!
    Ohne das nichtgesehene Kasachstanspiel als Vergleich heranziehen zu wollen, denke ich mal, dass beide EM-Qualis so grundsätzlich unterschiedlich seitens unserer N11 nicht gewesen sein werden. Leistungs- und fitnessmässig hätte man auch heute mehr rausholen können und eigentlich auch müssen. Gerade unsere zuvor geehrte FF-Spielerin der letzten Saison hätte im Minimum 4 Buden mehr machen müssen – eine Jubilarin Müller (Gratulation!) mit wesentlich kürzerer Einsatzzeit war da deutlich effizienter.
    Bessere Elfmeter als die heute erlebten, sollten schon von Nationalspielerinnen zu erwarten sein. Gerade der von Kulig, aber auch Behringers sehr torfraufreundlich getretener Strafstoß machen keinen guten Eindruck, denn jedes Mal ahnte diese nicht nur die Ecke, sondern hatte auch noch Ballkontakt.

    (0)