EM-Quali: Lockerer Sieg der DFB-Elf

Von am 15. September 2012 – 16.58 Uhr 83 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat ihr vorletztes Qualifikationsspiel zur UEFA Women’s EURO 2013 in Kasachstan klar gewonnen. Beste Torschützin war einmal mehr Célia Okoyino da Mbabi.

Beim 7:0 (3:0)-Sieg im Shakhter-Stadion von Karaganda erzielten Célia Okoyino da Mbabi (8., 42.) Viola Odebrecht (33.), Anja Mittag (55.), Bianca Schmidt (63.), die eingewechselte Martina Müller (86.) sowie Lena Goeßling die Tore.

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Frühe Führung
Trotz des erwarteten kasachischen Abwehrbollwerks dauert es nicht lange, bis die DFB-Elf das erste Mal jubeln durfte. Nach einem weiten Ball aus dem Mittelfeld nutzte Okoyino da Mbabi eine gegenseitige Behinderung in der kasachischen Abwehr und schob problemlos zur Führung ein (8.).

Frauenfußball - Célia Okoyino da Mbabi

Célia Okoyino da Mbabi traf in Kasachstan doppelt © Nora Kruse / ff-archiv.de

Kasachisches Abwehrbollwerk
Gegen die oft mit sieben Spielerinnen auf einer Linie agierenden Kasachinnen gab es weiter Einbahnstraßenfußball. Doch nach einem Pfostenschuss von Okoyino da Mbabi nahm Odebrecht den Abpraller auf und verwertete aus zehn Metern (33.).  Und noch vor der Pause traf die DFB-Elf ein drittes Mal, nach Flanke von Mittag hielt Okoyino da Mbabi den Kopf hin (42.).

Mittag trifft per Kopf
Die Vorbereiterin des dritten Treffers durfte in den zweiten 45 Minuten dann selbst jubeln, nach einer kurz ausgeführten Ecke und Flanke von Melanie Behringer traf Mittag ebenfalls per Kopf (55.). Und dann durfte sich auch eine Abwehrspielerin als Torschützin feiern lassen, Bianca Schmidt erzielte mit einem Flachschuss aus 14 Metern den fünften deutschen Treffer (63.).

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Mehr Tore in der Schlussphase
Behringer hatte bei einem Lattenschuss Pech (68.), doch nach Vorlage  von Schmidt machte Müller das halbe Dutzend voll (86.). Doch damit noch nicht genug, Lena Goeßling setzte nach Flanke von Fatmire Bajramaj den Schlusspunkt (87.). In Gruppe 2 der EM-Qualifikation feierte die DFB-Elf somit den achten Sieg im neunten Spiel und liegt mit 25 Punkten uneinholbar an der Tabellenspitze.

Neid: „Sehr viel Gutes gesehen“
Bundestrainerin Silvia Neid erklärte: „Ich bin sehr zufrieden. Wir wussten, dass wir nicht wie im Hinspiel 17 Tore erzielen würden. Kasachstan stand gut in der Defensive. Vielleicht hätten wir das eine oder andere Tor mehr erzielen können, aber grundsätzlich habe ich sehr viel Gutes gesehen, weswegen ich aus einer geschlossenen Mannschaft auch niemand hervorheben möchte.“

Kasachstan – Deutschland 0:7 (0:3)

Kasachstan: Grebenyuk – Zholchiyeva, Krassyukova, Myasnikova, Birvagen – Zhanatayeva – Kirgizbayeva, Vyldanova (84. Alimkulova) – Alyakina, Karibayeva (46. Idiatullina) – Yalova (64. Volkova)

Deutschland: Angerer – Schmidt, Goeßling, Bartusiak, Peter – Odebrecht (46. Krahn), Laudehr – Bajramaj, Mittag (66. Müller), Behringer – Okoyino da Mbabi (66. Kulig)

Tore: 0:1 Okoyino da Mbabi (8.), 0:2 Odebrecht (33.), 0:3 Okoyino da Mbabi (42.), 0:4 Mittag (55.), 0:5 Schmidt (63.), 0:6 Müller (86.), 0:7 Goeßling (87.)

Gelbe Karten: Keine

Schiedsrichterin: Monica Larsen (Norwegen)

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

83 Kommentare »

  • enthusio sagt:

    Hallo Markus,

    wir haben 7:0 gewonnen.

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  • Christian Sprenger sagt:

    Danke, so muss ich nicht länger googeln

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  • Markus Juchem sagt:

    @enthusio: Ist korrigiert, danke.

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  • wrack sagt:

    Die deutsche N11 funktioniert innerhalb normaler Parameter. Celias Tore Nr. 14 und 15 in der EM-Qualli.
    Norwegen hat in Gruppe 3 Belgien 3:2 geschlagen, so kommt es am Mittwoch jedenfalls zum Endspiel gegen Island.
    Die Schweiz, ohne Chance auf EM-Qualli, tut sich schwer gegen die Türkei, zuletzt 1:1.

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  • laasee sagt:

    Will this be a massive upset? :-

    65 minutes played – Austria 2:0 Denmark

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  • wrack sagt:

    Die Schweiz hat es in den letzten 20 Minuten noch zum 3:1-Sieg gegen die Türkei geschafft. Österreich führt gegen Dänemark 2:0 (65), Island gegen Nordirland 1:0.

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  • laasee sagt:

    80 mins – Austria 3:0 Denmark

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  • wrack sagt:

    Österreich gewinnt und hat nun 19 Punkte, Dänemark 18. Die Däninnen müssen am Mittwoch daheim gegen Portugal spielen, Unentschieden reicht angesichts der Tordifferenz zum 1.Platz.
    Island führt gegen Nordirland 2:0 (66).

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  • laasee sagt:

    Result – Austria 3:1 Denmark !!!!!!!

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  • Frank W. sagt:

    Finnland hat sich auch für die EM qualifiziert, und die Ukraine nach dem Sieg in Weißrussland für die Playoffs.

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  • wrack sagt:

    Island gewinnt 2:0 gegen Nordirland, remis am Mittwoch gegen Norwegen reicht zur Qualli, Niederlage bedeutet 2. Platz.

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  • Guido sagt:

    Interessant, dass es möglich ist, einen sinnvollen Artikel über ein Fußballspiel zu schreiben, zu dem es nicht mehr Infos gibt als die doch etwas spärlichen Tweets von dfb_frauen 😉

    Der Live-Ticker auf der Website der UEFA war auch nicht viel aussagekräftiger, weil da nur reine Fakten ohne jede Wertung getickert werden (X schießt vorbei, Y steht im Abseits, Z begeht ein Foul, Okoyino da Mbabi trifft, …). Immerhin vemittelte dieser Live-Ticker den Eindruck eines extrem einseitigen Spiels, in dem Kasachstan rein gar nichts Bemerkenswertes nach vorne zustande brachte, die Deutschen aber ständig irgendwelche Offensiv-Aktionen meist nicht erfolgreich abschlossen. Immerhin müssen die Kasachinnen an der einen oder anderen Stelle auch mal ein paar Meter von der Torlinie entfernt gestanden haben, da es gelegentlich eine Abseitsposition der Deutschen gab.

    Dazu fällt auf, dass gleich drei Wölfinnen getroffen haben, Celia mal wieder den Beton als erste geknackt hat und dass von den vielen Frankfurterinnen auf dem Feld nur eine Verteidigerin an dem Torereigen beteiligt war.

    Viel mehr ist über dieses Spiel auch nicht zu sagen. im Gedächtnis bleiben wird wohl nur, dass dies das Spiel mit den Comeback Kim Kuligs war.

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  • Sheldon sagt:

    Bei allem Respekt für diese Leistung ist es enorm schade, dass gerade in Vorbereitung auf die EM eine weitere Chance verpasst wurde, Spielerinnen wie Keßler, Henning oder Schult Einsatzzeit zu gewähren, sondern weiterhin auf Spielerinnen wie Angerer, Bartusiak und Behringer zu pochen. Die Einwechslung von Krahn zur Halbzeit spricht Bände über den Stil Neids.

    Eigentlich müsste Neid nur noch die 14 Spielerinnen plus eine Ersatztorhüterin für den Fall der Fälle nominieren, die heute gespielt haben, andere kommen sowieso nicht zum Zug und könnten sich diese Reisestrapazen sparen.

    Gerade für eine Josi Henning, die in der vorletzten Saison für Turbine hinten abräumte und in der letzten Saison wesentlichen Anteil an der Stabilität der Abwehr von Wolfsburg hatte, muss es frustierend sein: Sie dürfte mittlerweile bestimmt für über 50 N11-Spiele nominiert worden sein, um dann selbst gegen eine Mannschaft wie Kasachstan auf der Bank zu sitzen.

    Ich sehe es schon kommen, dass Neid nach einigen positiven Tendenzen in der letzten Zeit vor der EM wieder einknickt und spätestens 2 Monate vorher alle wieder ihren Rücktritt fordern werden, weil abzusehen ist, dass die EM wie die WM in einem Desaster endet.
    Auch eine Celia wird dann nichts mehr retten können!

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  • laasee sagt:

    @Sheldon

    I think that problems arise even before Sweden EM.
    Next month there are two games in America (crazy game planning).

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  • timmy sagt:

    ganz genau. man haette auch mal ne andere takrk testen können. zb 2 stuermerinnen. brauch doch in dem spiel keine viererkette.

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  • gerd karl sagt:

    abwarten, es gibt noch das türkey spiel, dann die 2 länderspiele gegen die amis.
    ich glaube auch gehört zuhaben das es ein spiel gegen frankreich geben soll.
    da kann jede spielerin die ihr euch wünscht spielen, aber dann soll sie auch gut spielen, und tore schiessen.
    und neid wird auch alles testen, was man sich vorstellen kann, nur muss man bedenken das wenn man zwei stürmerinnen bringt, man auch anfälliger für konter ist.

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  • Sheldon sagt:

    @timmy: Das mit der anderen Taktik finde ich nicht unbedingt hilfreich, bei den Männern hat das auch nichts gebracht (siehe Ukraine 3:3).

    @laasee: Die zwei Spiele gegen USA sind aus Kostengründen so gelegt. Ist man schon mal drüben, wieso dann nur einmal testen? Allerdings kann man nach dem jetzigen Stand der Dinge nur hoffen, dass

    1) entweder Neid ordentlich ausprobiert oder
    2) ihre 1. Elf total versagt und sie sofort rausfliegt!

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  • Sheldon sagt:

    @gerd karl: Gestern wäre aber ein idealer Zeitpunkt gewesen zu testen, während man gegen USA bereits ein eingespieltes Team braucht.

    Ich verstehe die Fehlbesetzung auf Linksaußen immer noch nicht. Ich kann mit vorstellen, wie das gestern aussah, Behringer hat überhaupt keinen Stich gesetzt, hat sich, wie bisher immer, permanent irgendwo in die Defensive zurückfallen lassen, während Mittag, Bajramaj und Celia vorne gewirbelt haben. Da wäre es vielleicht besser, man spielt gleich in einem 4-3-2-1, denn das wird es, sobald die Mädels auf dem Platz sind, sowieso. Da wäre es vielleicht auch sinnvoller, im Zentrum mit Odebrecht/Kulig und Keßler zu spielen, während z.B. Laudehr dann auf ihrer alten Duisburger Position ran darf (formal). Sie kann dann öfter über links kommen, aber sich auch ins Mittelfeld zurückfallen lassen und macht damit eine schnelle Umstellung möglich. Gleiches gilt für Keßler, die bei Wolfsburg auch mal öfter über links kam.

    Gegenüber Behringer hat man da auf jeden Fall mehr als genug Alternativen!

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  • wrack sagt:

    Die Partie gegen Kasachstan ist / war ja nun kein besonders aussagekräftiger Test. Es hat sich ja auch gezeigt, dass das ganze wie eine Art Handballspiel um den Wurfkreis und nur in eine Richtung abgelaufen ist. Welche schwerwiegenden Erkenntnisse kann da der Einsatz von Frischlingen bringen ? Deswegen ist es mir so ziemlich egal, wen Neid aufs Feld geschickt hat. Außerdem bleibt ja noch das Spiel gegen die Türkei ZU HAUSE. Hier aufzulaufen ist für die Bankdrücker von Karaganda bestimmt interessanter. Im Oktober kommen ohnehin noch drei Spiele, ernsthafte Bewährungsproben.

    @ Sheldon: Die EM ist für 2013 geplant. Laut Maya-Kalender kommt der Untergang aber schon im Dezember 2012.

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  • enthusio sagt:

    Es wird immer wieder mal im Forum verbreitet, dass es noch ein Testspiel geben Frankreich geben soll. Hat jemand dazu genauere Informationen ?

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  • timmy sagt:

    Man ist halt leicht auszurechnen, wenn man immer die gleiche Taktik fährt. Und selbst wenn man sich ein paar Konter fängt, dann gewinnt man halt mal 7:3.

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  • Grace Kelly sagt:

    Ich habe das Spiel zwar nicht gesehen, aber ich bin mir sicher, dass Behringer enorm zweikampfstark war und schöne Flanken geschlagen hat, Laudehr, Bartusiak und Peter die ganze Zeit Skat gespielt haben (Peter hat gewonnen) und Angerer 2 Tweets pro Minute gesendet hat.

    Was zählt ist das Auftreten gegen die USA und hoffentlich auch gegen Frankreich.

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  • Sheldon sagt:

    @timmy: Die Taktik sollte man nicht verändern, das bringt nur Verunsicherung. Eine 3er-Kette können in Deutschland nur ganz, ganz wenige Spielerinnen spielen, und Peter und Schmidt scheinen es in Frankfurt ja bereits wieder verlernt zu haben.

    Vorne dagegen spielt man ja schon mit 2, manchmal sogar mit 3 Stürmerinnen. Dadurch, dass Mittag die „10“ besetzt, spielt man eigentlich in einem 4-2-2-2, das um Bajramaj ergänzt wird, wodurch es zu einem 4-2-3 wird, in dem Behringer voll und ganz in der Luft hängt. Gerade das ist ein entscheidender Faktor dafür, dass ich auf ihrer Position lieber eine andere Spielerin sehen würde.

    Und gerade ein Spiel gegen Kasachstan ist doch wirklich mal eines, was genutzt werden kann, damit die Neuen sich erstmal einfinden und völlig ohne Druck aufspielen können. Das ist sehr viel besser, als sie gleich gegen einen Gegner wie die USA ins kalte Wasser zu werfen, wo sie innerhalb der Mannschaft total überfordert sind. Da kommt nur Frustration und Verunsicherung bei raus.

    @wrack: Und das ist genau der Grund, wieso es nicht egal ist, wer gegen Kasachstan auf dem Platz steht. Natürlich wird ein solches Spiel keine großartigen neuen Erkenntnisse bringen, es bietet den Neuen überhaupt erst einmal die Chance, sich im Team zurecht zu finden. So ein Spiel eignet sich dazu genauso hervorragend wie für das Üben von bestimmten Spielzügen und der Rotation innerhalb des Teams. Es kann Erkenntnisse bringen, wenn man es richtig nutzt: Schauen, ob Laufwege stimmen, ob die Spieleröffnung funktioniert, Üben von Doppelpässen und der Spielverlagerung, Einstudieren von Kombinationen mit drei oder vier Spielerinnen usw.
    Gerade bei einem Spiel wie diesem, wo es keine Fernsehaufzeichnungen von gibt, kann man doch gerade mal etwas varieren, ohne das die Konkurrenz etwas davon erfährt!

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  • enthusio sagt:

    @Grace Kelly: „Was zählt ist das Auftreten gegen die USA und hoffentlich auch gegen Frankreich.“
    Wann findet denn dieses ominöse Spiel gegen Frankreich statt ? Ich weiß bislang nur von den beiden Länderspielen gegen die USA im Oktober sowie vom Turnier um den Algarve-Cup 2013, wo Frankreich aber nicht antritt.

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  • Ossi sagt:

    @enthusio: Wohl im November, das hat Silvia Neid im Interview bei DFB-TV angedeutet. Im Rahmenterminkalender steht für den 25.-29.11. ein „Lehrgang mit Länderspiel“, dahin würde das wohl passen.

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  • Grace Kelly sagt:

    Ich weiß auch nichts von Frankreich und plappere nur nach was hier steht.

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  • Michele sagt:

    @Sheldon

    Es ist schön, was du dir alles vorstellen kannst! Aber niemand hat das Spiel gestern gesehen. Da frage ich mich doch, wie du solche Behauptungen aufstellen kannst? Du hast nicht gesehen, wie Behringer gestern gespielt hat. Dann unterlasse bitte deine Vermutungen!
    Bevor du mir damit kommst, dass ich Mel-Fan bin und mich nur deswegen aufrege, vergesse es! Ich würde jede andere Spielerin auch in Schutz nehmen, weil niemand von uns das Spiel gesehen hat!

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  • Sheldon sagt:

    @Michele: Ich beziehe mich nicht auf das Spiel gestern von Behringer, sondern generell. Gestern wäre gerade eine Gelegenheit gewesen, dass die Worte, die Behringer ja selbst ausgesprochen hat („harter Konkurrenzkampf auf den Flügeln“) Substanz haben, indem man wirklich mal eine Alternative bringt.

    Die Beurlaubung Behringers in der Nationalelf ist überfällig seit langem, aber wahrscheinlich muss man wie bei Kahlert erstmal die nächsten drei Jahre abwarten, bis sich da was tut!

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  • karl sagt:

    Behringer spielt weil sie die meisten torvorlagen gibt. Laut uefa statistics:
    Vorlagen
    9 Melanie Behringer Deutschland
    6 Elisa Camporese Italien
    6 Ramona Bachmann Schweiz
    …etc
    Warum sollte Neid sie da pausieren lassen ?

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  • Grace Kelly sagt:

    Ich verfolge die 1. Bundesliga eher sporadisch (und da präsentieren sich ja anscheinend alle Frankfurterinnen eher mittelmäßig), aber in den Länderspielen war Behringer nicht auffallend schlecht und letztes Jahr bei der WM noch eine der Besten.

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  • enthusio sagt:

    Melanie Behringer verfügt außerdem über einen unglaublich harten Schuß und ist dadurch bei Freistößen und Schüssen aus der zweiten Reihe sehr gefährlich. Ich glaube, dass sie diese Fähigkeit für Silvia Neid unverzichtbar macht.

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  • Sheldon sagt:

    Okay, nehmen wir erstmal die Argumente, die hier auftreten:

    Behringer war bei der letzten WM eine der Besten – das muss nichts Positives sein. Für einen wie mich, der ein Versagen des Systems ausgemacht hat, ist es eher etwas Negatives.
    Deutschland hat ein System gespielt, dass auf athletische Dominanz, viel Ballbesitz, lange Bälle, hohe Flanken, viele Zweikämpfe ausgelegt war. Das sind alles Attribute, die Behringer hat. Das korrespondiert auch mit dem Argument der harten Schüsse aus der zweiten Reihe.
    Doch ist diese Zeit nicht schon längst überholt? Grings, Prinz, Garefrekes, Hingst haben aufgehört, die diesen amerikanischen Spielstil geprägt haben.

    Die Generation nach 2011 ist meiner Ansicht von einem anderen Schlag. Gerade offensiv mit Mittag, Celia, Bajramaj wird das Spiel auf schnellen technisch-anspruchsvollen Kombinationsfußball umgestellt. Für Flanken fehlen normalerweise die Abnehmer.

    Mir ist es vor allem beim Spiel in Spanien aufgefallen. Dort spielten Bajramaj, Celia und Popp im Sturm bzw. offensiven Mittelfeld, es wurde allerdings nach der Halbzeit umgestellt. Popp ging auf rechts, Celia blieb in der Mitte, wo ging Bajramaj hin? Genau, nach links. Wo spielte Behringer? Richtig, im luftleeren Raum, ohne Bezug zum Spiel!
    Das Spiel endete nach 2:0-Führung noch 2:2.
    Anders im Rückspiel gegen Spanien, wo dieses System zum ersten Mal richtig durchgezogen wurde. Nachdem Behringer „verletzt“ war, kam Bajramaj und es standen Bajramaj, Celia und Mittag auf dem Platz im Sturm. Das Spiel ging 5:0 aus, nachdem es bei Auswechslung Behringer erst 1:0 stand.

    Hier sieht man, dass gerade dieses doch sehr effektive System mit 3 technisch-starken Stürmerinnen in Deutschland Zukunft hat. Und dort passt Behringer einfach nicht mehr rein, sondern nunmal eher Spielerinnen, die schnell, dynamisch und technisch gut hinter den Spitzen sind (Keßler beispielsweise). Oder auch ein System, das dem 4-2-4 gleicht (gab es auch schon mit Mittag, Celia, Popp und Bajramaj), hier gibt es als Alternative Lotzen.

    Behringer jedenfalls sehe ich zumindest nich so unangefochten wie es ihre Einsatzzeit in der N11 suggeriert.

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  • laasee sagt:

    @Sheldon
    Nothing has really changed since WM2011.
    Qualification for EM Sweden was a guarantee – kantersieg, kantersieg, kantersieg, kantersieg…….
    However, the 2:2(2:0) with Spain shows that not everything in the garden is rosy.

    Now come two stupid games in USA.
    Then, whatever the CL produces with the two German teams (and also FCZ).

    I think that after the expected kantersieg against Turkey that matters will get more complicated.

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  • Andreas sagt:

    @Sheldon. Gebe Dir bei vielem Recht, aber mal eine Frage, wer hat die Behauptung aufgestellt, dass Behringer bei der WM 2011 eine der Besten war.

    Für mich war sie eine der Hauptschuldigen der Niederlage gegen Japan. Ich habe schon zur Halbzeit über sie geflucht. Mindestens im Spiel nach vorne fand ich sie grottig. Und keine ihrer vielen Freistöße und Eckbälle kam vernünftig in de Strafraum gesegelt. Wobei man dann im Grunde sagen muss, dass SN letztlich verantwortlich war. Sie hätte Behringer entweder auswechseln müssen oder noch besser Bresonik raus und die Behringer auf die 6. In der Balleroberung war sie sogar gar nicht schlecht. Das immerhin muss ich zugeben.

    Ansonsten stimme ich Dir voll zu. Behringer gehört nicht mehr in die N11. Das wäre längst überfällig.

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  • waiiy sagt:

    @Andreas: Du hast Recht. In meinen Augen spielt Behringer auch völlig unter den Niveau ihrer Mitspielerinnen. Die Standards, die sie so gut schießen soll, sind in meinen Augen auch unterirdisch und erzielen nur ab und an mal Wirkung, weil laut Statistik auch mal einer passen muss. Da gibt es Spielerinnen, die weitaus effektiver sind (in der N11 und auch in Frankfurt). Und die Zweikampfstärke ist auch schon lange dahin, weil ihr viele Gegenspielerinnen weglaufen und sie zu taktischen Fouls greifen muss, die mal mehr mal weniger gepfiffen werden.

    Und auch 9 Flanken gegen einen Gegner, der nur hinten drin gestanden hat, sagen nichts über ihre Spielleistung aus, zumal niemand das Spiel gesehen hat und die Qualität der Flanken beurteilen kann.

    Eine Lösung für die N11 wäre es, dass man mit Flügelzange Lira/Anja spielt, wobei Beide sogar auf beiden Flügeln spielen können, wenn denn Maro als Mittelfeldschaltzentrale aufgebaut wird (was ich allerdings auch kritisch sehe).

    Allerdings wird es keine Experimente mehr geben, wenn man die schon nicht in einem Pflichtspiel gegen einen schwachen Gegner, wenn man schon qualifiziert ist und keine Live-Übertragung ist, durchführt. Wann will man denn die Chance dann noch nutzen? Gegen die USA? Wenn wir uns eine richtige Schlappe holen, wenn es schief geht? Da bin ich ja mal gespannt…

    waiiy

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  • wrack sagt:

    Das WM-Viertelfinale war vor über einem Jahr. Melanie Behringer war bei der WM m.E. nicht schlechter oder besser als die meisten deutschen Spielerinnen. An dieser Stelle nach einem Spiel, dass keiner gesehen hat, zu konstatieren, eine Spielerin gehöre nicht in die N11, halte ich für sehr unglücklich – für den Kommentator.

    Ansonsten verweise ich einmal auf die von Karl oben genannte Statistik über Assists, nenne die Statistik dieses Jahres (27:0 38:3 Tore) und mache darauf aufmerksam, dass ja immerhin die Möglichkeit besteht, dass für den Glanz z.B. meiner hochgeschätzten Celia Okoyino da Mbabi auch eine Melanie Behringer mitverantwortlich ist. Nicht drei, vier Spielerinnen gewinnen, das Team gewinnt. Mag eine Spielerin auch schwach AUSSEHEN, wer kann beweisen, dass es ohne sie besser oder auch nur genauso gut gelaufen wäre ?
    Wenn Neid weiterhin mit Mel B gewinnt, warum sollte man sie austauschen, fragt doch der naive Fernseh-Konsument ?

    Und der Systemtheoretiker erklärt, dass Fußballmannschaften extrem komplexe Systeme sind, mehr als die Summe ihrer Elemente /Spieler, und das jedes Element seinen Teil für die Funktion des Systems leistet – und zwar einen Teil, den kein anderes System-Element übernehmen kann. Wenn man dieses Element entfernt, so sind die Folgen NICHT vorhersehbar. Also sollte man es ohne Not nicht entfernen.

    Und zuletzt muss ich einfach daran erinnern, dass einzig der Trainer alle Daten hat. Man muß darauf vertrauen, dass er / sie schon seine Gründe hat. Und solange das Team erfolgreich ist – und wer kann von der N11 das Gegenteil behaupten, besonders im Vergleich mit den anderen Fußballnationen – hat der Trainer (das) Recht.

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  • Sheldon sagt:

    @Andreas: Die Behauptung wurde weiter oben aufgestellt.

    @laasee: Ich muss dir in vielem zustimmen. Nach der WM mit dem Spiel gegen Schweden (1:0) und dem erfolgreichen Algarve-Cup (4 Siege) habe ich mich, auch durch die vielen Nominierungen von lange geforderten Spielerinnen (Odebrecht, Längert, Simic etc.) blenden lassen und einen wirklich Umbruch erwartet. Nach einem Jahr muss man sagen, dass es wirklich nur Nuancen sind im Endeffekt.

    Z.B. die Umstrukturierung im Sturm – Bajramaj und Celia harmonieren wunderbar, der verstärkte Einsatz von Mittag kommt diesem auch zugute.

    Die Umstellung in der Abwehr – Goeßling für Krahn – war eine stabilisierende Maßnahme.

    Die Rückkehr von Odebrecht in die Mannschaft gab mehr Passsicherheit und Ideen.

    Doch jetzt, nachdem alle Verletzten wieder mit an Bord sind, scheint es leider bei diesen Nuancen zu bleiben und das alte, „eingespielte“ Team kommt wieder zum Vorschein. Da gebe ich dir vollkommen recht, einen wirklichen Umbruch, der leistungstechnisch notwendig gewesen wäre, gab es nicht.

    Allerdings würde ich dabei nicht auf die CL-Clubs Rückschlüsse ziehen. In Potsdam und Wolfsburg wird sehr gute Arbeit geleistet, zumal diese Clubs nur wenige Stammspielerinnen in der N11 haben (Potsdam 0, Wolfsburg 2). Die Gefahr, die sich ergeben wird, ist, dass sich Neid sehr abhängig von der Entwicklung in Frankfurt macht. 7 Spielerinnen aus Frankfurt stehen regelmäßig in der N11-Startformation, kommen Marozsan und Kulig noch dazu, sind es 9. Das bedeutet, man spielt beinahe mit exakt der Aufstellung, mit der es Frankfurt nicht schafft, gegen Mannschaften wie Essen sichere Siege einzufahren!

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  • waiiy sagt:

    @wrack: Deiner Theorie zufolge, sollte man besser gar keine Meinung mehr bilden und keine Kommentare mehr absondern, weil alles viel zu komplex ist, als dass man es verstehen könnte.

    Wieso liest Du dann eigentlich hier im Forum, wo es doch meist um subjektive Meinungen geht? Wo Vermutungen an der Tagesordnung sind?

    Hat dann womensoccer.de überhaupt eine Daseinsberechtigung in Deinen Augen?

    Also meiner Meinung nach (und schon wieder eine subjektive Meinung) sind es genau diese Einschätzungen, die differieren, die eine Diskussion hier so fruchtbar machen und gut zu lesen sind. Und man sieht daran, dass unterschiedliche Menschen das gleiche Spiel unter völlig unterschiedlichen Aspekten sehen und zu unterschiedlichen Meinungen kommen. Das ist doch schön, auch das alles naive Fans sein müssen, die die Komplexität der Zusammenhänge in den 90 Minuten gar nicht erkennen. Vielleicht ist es den meisten auch völlig egal.

    Und subjektiv gesehen herrscht bei Melanie Behringer schon seit längerem eine eher negative Meinung vor bei der Mehrzahl der Fans hier. Aber es sind auch einige, die sie sehr positiv sehen. Deshalb ist sie seit über einem Jahr Thema, wo andere schon in der Versenkung verschwunden sind. Das ist in meinen Augen Teil der Daseinsberechtigung des Forums…

    waiiy

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  • Andreas sagt:

    @wrack: Meine Meinung zu ihr beruht nicht nur auf dem verlorenen WM-Viertelfinale und natürlich schon gar nicht auf dem Spiel vom vergangenen Samstag. Ich habe alle bisherigen EM-Quali Spiele gesehen und dazu das Freundschaftsspiel gegen Schweden und sie hat mir einfach in keinem Spiel wirklich gefallen, eher im Gegenteil, meist fand ich sie richtig schlecht. Und wie andere schon geschrieben haben, sagt die Assiststatistik recht wenig aus bei einer Spielerinnen, die nahezu alle Standards tritt. Irgendwann landet ein Ball auch mal zufällig auf dem Kopf einer Angreiferin. Wenn man allerdings berücksichtigt gegen wen wir so alles gespielt haben, ist das dann erschreckend wenig.

    Ich hatte eigentlich gehofft, dass die Bundestrainerin spätestens nach dem Heimspiel gegen Spanien was gelernt hätte, wo sie ihre schlechten Leistungen der Spiele davor noch bei weitem unterboten hat.Aber das scheint leider nicht der Fall zu sein.

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  • kg_fan sagt:

    Diese unentschiedene Diskussion um Behringer ist doch sehr fruchtbar im Sinne des Meinungsaustauschs. Wenn ich das alles runterlese, sind da viele (an ihr zweifelnde) Eindrücke, da ist viel Belegen durch unbeirrbare Daten, um einen Knopf an die jeweiligen Ausführungen zu kriegen. Und doch…

    @ waiiy: Vielleicht bekommen wracks Ausführungen durch das Anführen der Theorie diesen Ton von „Richtigkeit“. Denn an und für sich (die Vorliebe für die Brille durch eine bestimmte Theorie mal herausgerechnet) empfand ich die Ausführungen durchaus als persönliche Ansicht, als Abwägen von verschiedenen Aspekten (Wirkungen, Statistiken, Entwicklungen über die Zeit…), als die Suche nach Erklärungen.
    Inhaltlich greift er auf, was mich bspw. auch beschäftigt: „Irgendwie“ sehe ich Behringer auch kritisch und hinterfrage dann meine eigene Ansicht und ihre (fehlende?) Begründung. Dann lese ich die angesprochenen Statistiken und denke: „Sach bloß, wie kommt es, dass diese erfolgreichen Situationen an mir vorbei gehen?“ Vielleicht eine andere Blickrichtung, verführt von der Führung von TV-Kameras, falls nicht vor Ort (Was bei mir jedoch keinen anderen Eindruck hinterlässt)? Was auch immer. Aber so eine Art des Abwägens habe ich bei wrack auch gelesen. Und auch wenn damit nicht die (FFC/ N11) Welt erklärt ist, so schafft der Beitrag doch das, was das Forum reizvoll macht – wie deine Reaktion zeigt: Diskussion um Zustimmungen, Widersprüche, die anregen, die eigene Haltung zu überprüfen, ebenso wie es deine Ausführungen auch tun 🙂

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  • frosti sagt:

    Wollt mich eigentlich hier raushalten!
    Aber mit den Vorlagen von Behringer ist das so eine Sache.
    Sie macht weitgehend alle Standards und dies – nach meinem Eindruck vor Ort und im Fernsehen – relativ einfallslos, was mich auch an Neid stört, weil man auch mal andere in einem Spiel allein wegen der schlechteren Ausrechenbarkeit ran lassen sollte!
    Da fällt auch hier und da – gerade gegen schwächere Mannschaften – jemandem der Ball auf den Kopf. Und schon hat man wieder eine Vorlage gegeben.
    Daher müsste man zu einem gerechten Urteil eher analysieren,
    – wie viele Standards sie ausgeführt hat
    – gegen Gegner welcher Qualität dies geschehen ist
    – wie viele Assists und gegen wen für sie rausgekommen sind.
    Wegen der großen Qualitätsunterschiede gerade der N11´s im FF kann man sich mit UEFA-Zahlen kaum ein (ger)echtes Bild machen.

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  • Sheldon sagt:

    @wrack: Deine Ausführungen sind eigentlich sehr gut, sie haben nur einen Haken: Wie soll man erfahren, ob es mit einer anderen Spielerin auf Behringers Position besser läuft, wenn man es überhaupt nie ausprobiert?
    Gerade dazu nutzt man doch Freundschaftsspiele, um zu schauen, ob eine andere Spielerin auf der Position möglicherweise besser spielt.

    Deine Ansicht: „Never change a winning team“ scheint zwar logisch, doch ist sie meines Erachtens im Fußball veraltet. Jedenfalls in deiner Betrachtungsweise. Denn du kannst Rumänien, Türkei oder Kasachstan nicht mit den bei der EM zu erwartenden Schweden, Frankreich oder England gleichsetzen. Ein Team, das gegen Kasachstan gewinnt, gewinnt nicht automatisch gegen Frankreich.

    Zudem ist es bereits erwiesen, dass die deutsche Nationalmannschaft ohne Behringer mindestens genauso gut spielt wie mit ihr. Hier muss man sich noch einmal an die WM erinnern. Behringer mag gegen Japan nicht besser oder schlechter gewesen sein als alle anderen, doch das ist nach deiner Theorie sowieso nebensächlich. Fakt ist aber, dass Behringer im besten Spiel der N11 bei der WM (4:2 gegen Frankreich) verletzungsbedingt fehlte und durch Bajramaj ersetzt wurde. „Never change a winning team“!

    Was die Statistiken betrifft, so müsste man sich hier die Tore noch einmal genau anschauen, um den Anteil der Vorlage ermessen zu können. Fakt ist, dass der Großteil ihrer Vorlagen Flanken waren (6 an der Zahl, davon 1 Ecke). An eine Vorlage kann ich mich noch erinnern, die zum Tor von Marozsan geführt hat. Da hat Marozsan aus 25 Meter geschossen, ein Sonntagsschuss also, an dem die Vorlagengeberin nur einen minimalen Anteil hatte. Auch beim Algarve-Cup waren die meisten Vorlagen Flanken.

    Letztendlich ist deine Theorie bereits von mir oben widerlegt worden, indem ich nämlich eine Menge Spiele aufgezählt habe, wo es ohne oder nach Auswechslung von Behringer sehr viel besser lief. Die Folgen, die es also hat, Behringer aus dem System herauszulassen, sind also vorhersehbar und es besteht kein großes Risiko dabei. Interessant ist doch auch: Obwohl Behringer in jedem Spiel die meisten Standards schlägt, sind alle Treffer bei der WM, die nach Standards gefallen sind (1:0 gegen Kanada und Frankreich – Freistoß Peter, 1:0 gegen Nigeria – Ecke, sowie 3:1 gegen Frankreich – Elfmeter Grings) von anderen Spielerinnen ausgeführt worden.

    Am Ende weiß natürlich kein Trainer, wie es gewesen wäre, hätte er anders aufgestellt, blablabla… Aber ein Trainer, der sein eigenes System nicht beherrscht und es nicht immer wieder hinterfragt, sondern sich von ihm fatalistisch beherrschen lässt, der wird ganz schnell im Misserfolg landen, da er seine Souveränität einbüßt.

    Nicht jeder traut es sich vielleicht zu, das zu beurteilen. Doch wer wie ich jede Woche mehrmals zwei gleichwertige Teams beim Fußball formen muss, der muss sich das zutrauen. Und der lernt dabei auch, worauf man zu achten hat, um zu beurteilen, welche Stärke ein Team hat und wer in welcher Kombination wie stark spielt. Und der erfährt auch, dass Fußball am Ende doch nicht ganz so komplex ist, wie du es darstellst, sondern man dem Ganzen durch gutes Beobachten schon Herr werden kann!

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  • enthusio sagt:

    Vielleicht kann man ja wie im „Kicker“ nach jedem Spiel eine Benotung der einzelnen Spielerinnen vornehmen, jedenfalls dann, wenn die entsprechenden Spiele von allen Interessierten (anders als beim Kasachstan-Spiel) irgendwo live verfolgt werden konnten. Dann hätte man wenigstens eine bessere Grundlage für die Bewertung der Spielerinnen. Niemand weiß doch sonst Monate später noch, wann eine Behringer oder Laudehr in den letzten sechs Spielen gut oder schlecht gespielt hat. Man mag die Ausführung der Standards bei Behringer für eindimensional halten. Fakt bleibt, dass sie mehr Assists geliefert hat als jede andere Spielerin und Fakt bleibt, dass sie eine der wenigen ist, die durch knallharte Schüsse aus der zweiten Reihe für Gefahr sorgt. Ich kann mich bei den Spielen, die ich bisher gesehen habe, nicht erinnern, dass Laudehr, Odebrecht oder Bajramaj ähnliche Fähigkeiten besitzen. Sie sind völlig andere Spielerinnentypen. Ich würde auf Behringer in der Stammelf nicht verzichten.

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  • karl sagt:

    Ok, beim Algarve cup sind die Gegner aber staerker.
    Da hat Behringer fuer 5 von 10 Toren die Vorlage gegeben(davon 1 Ecke) und einen Elfmeter verwandelt. Dass sie alle Standarts ausfuehrt stimmt auch nicht , das wird oft von Marozsan uebernommen(wenn sie mitspielt) , oder von Celia Okoyino da Mbabi(ausser Ecken).

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  • laasee sagt:

    @Grace Kelly

    Bruno Bini also ‚plappere‘ about wanting to play Germany.
    http://www.uefa.com/womenseuro/news/newsid=1859746.html

    It is in English and towards the end of the article.
    (sorry, but I could not find the German text)

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  • Sheldon sagt:

    @karl: Das mit dem Elfmeter ist kein Argument. Von dem Elfer beim Algarve Cup gibts zwar keine Aufzeichnungen, aber wenn ich mir Behringers letzte Elfmeter anschaue, so waren die alle nicht sicher. Letzte Saison hat sie nur gegen Freiburg geschossen und den daneben gesetzt, gegen Duisburg im Elferschießen getroffen.
    Der Schuss gegen Weiß war schwach, den hätte sie beinahe gehabt, und Hoffmann wusste, dass Behringer rechts schießt, das hat sie Weiß vor dem Elfer noch gesagt.

    @enthusio: Ich frage mich, wann Behringer in der letzten Saison durch einen Distanzschuss ein Tor erzielt hat?! Für mich ist das kein Argument. Die Betrachtung der Assists ist sehr eindimensional, da die Assists vornehmlich gegen kleine Mannschaften gemacht hat, kleine Teams, gegen die ne Flanke mit sehr großer Wahrscheinlichkeit zum Tor führt, weil die Gegnerinnen alle nen Kopf kleiner sind.

    Auf Topniveau ist das aber zu einfach. Natürlich hat sie die genannten Attribute, aber die haben auch Marozsan, Keßler, Lotzen u.a.
    Das größste Problem bleibt die technische Beschränktheit und die Behinderung einer anderen Spielkultur im System. Gerade den Faktor, den wrack angesprochen hat, dass es ums System geht und um die Einheitlichkeit, ist mit Behringer für mich nicht vereinbar, da Behringer und Bajramaj enorm bipolar sind und ein komplett anderen Stil haben. Auf der einen Seite der Konterfußball, auf der anderen Seite das Spiel auf Ballbesitz ausgerichtet. Das ist für mich ein enormer Riss im Spielsystem, bei der eine Spielerin bzw. eine Seite immer untergeht, und der gegen große Mannschaften verheerend sein kann.

    Man muss sich meines Erachtens für eine Spielerin entscheiden, Behringer oder Bajramaj! Auf wen wollt ihr also verzichten?

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  • karl sagt:

    @sheldon: Wenn man den Elfmeter rausnimmt bleiben immer noch die 5 assists darunter der Zuckerpass auf da mbabi zum 4:3 gegen japan. Und seit wann sind denn Japan , Schweden, Island und China kleine Gegner?

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  • enthusio sagt:

    @Sheldon: Wer beim Algarve Cup gegen Schweden ein Tor und gegen Japan im Finale sogar zwei Tore (darunter das Siegtor, wie karl ja auch schon anmerkt)vorbereitet, ist sicherlich kaum zu hinterfragen. Die drei Spiele gegen die USA und gegen Frankreich werden uns da mehr Aufschlüsse verschaffen.

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  • wrack sagt:

    Mein Anliegen war es, zunächst darauf hinzuweisen, dass Behringer gegen Kasachstan ein Spiel gemacht hat und niemand hier ihre Leistung beurteilen kann:
    „…nach einem Spiel, dass keiner gesehen hat, zu konstatieren, eine Spielerin gehöre nicht in die N11, halte ich für sehr unglücklich.“
    Ich zähle auf Zustimmung, wenn ich davon ausgehe, dass ein gestern absolviertes Spiel für die Beurteilung einer Spielerin wichtiger ist als ein Spiel, das vor über einem Jahr stattgefunden hat. Nun KANN hier keiner beurteilen, wie sie gespielt hat, weil es keiner gesehen hat. Jede Beurteilung ihrer Leistung in der N11 ist zwangsläufig unvollständig…und erscheint mir an diesem Ort im Thread über das Spiel irgendwie ungerecht.

    @ waiiy: „Deiner Theorie zufolge, sollte man besser gar keine Meinung mehr bilden und keine Kommentare mehr absondern, weil alles viel zu komplex ist, als dass man es verstehen könnte.“

    DEINE Folgerung ist falsch. Wir bewegen uns im Alltag permanent in hochkomplexen System (z.B. Straßenverkehr, Familie, Arbeitstelle), die wir nicht verstehen, bilden uns Meinungen und treffen Entscheidungen, manchmal richtig, manchmal falsch. Bildest du dir ein, dass du diese Systeme vollständig verstehst ? Na, dann kannst du ja nie was falsch machen.

    Bevor ich hier einen ellenlangen Aufsatz schreibe, stelle ich meine obigen Beitrag mit knappen Worten und wahrscheinlich etwas verzerrt dar, in der Hoffnung, er möge verstanden werden:

    Trainer sind mit der o.g. Hochkomplexität dauernd konfrontiert. Sie müssen Komplexität reduzieren, um überhaupt handeln zu können. Folge: Entschieden wird nach eigenen Regeln, sprich Bauchgefühl und Daumen-Regeln, gestützt durch Daten, die von ihnen interpretiert werden. Je mehr Daten, so scheint mir der Trend, desto besser. Silvia Neid sieht bei Melanie Behringer etwas, was viele nicht sehen. Ob es da ist, weiß ich nicht. Kann es vielleicht auch nicht wissen, weil ich nicht über die Daten der Bundestrainerin verfüge. Wüßte es dann vielleicht auch nicht, weil jeder Daten verschieden interpretieren kann.
    Silvia Neid hat IN DIESEM JAHR seit 9 Spielen Erfolg in Zahlen – immer ist sie mit Mel B gestartet. Sie ist für sie offenbar eine Konstante, die sie nicht so weiteres entfernen wird. Ob sie Recht hat, darüber entscheidet das Ergebnis, denn das ist, wie ich glaube, der einzig relevante Prüfstein für den Erhalt ihres Jobs.

    Jeder kann sich seine Begründungen zurechtlegen wie er will, mit Astrologie, Sheldonismus, Gringimus usw. Es ist da doch ungemein tröstlich, dass jeder am Ende im Ergebnis Recht behalten kann, ungeachtet der Begründung. Trotzdem glaube ich nicht, dass bei einem Einsatz von Inka Grings bei der WM 2015 und ihrem Siegtor im Finale hier bei womensoccer.de die User mit fliegenden Fahnen zum Gringismus überlaufen werden. Warum nicht ? Weil uns unsere Brille, durch die wir die Welt sehen wollen, so lieb geworden ist.
    Wenn also einige glauben, dass sie den Fußball im Griff haben, ich will sie nicht weiter erschüttern. (Der Ball ist rund)

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  • karl sagt:

    @sheldon Die Frage: „Man muss sich meines Erachtens für eine Spielerin entscheiden, Behringer oder Bajramaj! Auf wen wollt ihr also verzichten?“ ist nicht so einfach zu beantworten. Ich fand eigentlich die Taktik bei der WM 2007 (Behringer beginnt und wird anfangs der 2ten Halbzeit von Bajramai abgeloest) am besten weil sich die gegnerische abwehrspielerin dann ploetzlich auf einen ganz anderen Spielertyp einstellen muss. Man koennte es auch Gegnerbezogen machen. Ich persoenlich wuerde gegen Schweden , die USA oder Norwegen eher Behringer einsetzen, gegen Mannschaften wie Frankreich Japan und Brasilien eher Bajramaj. Irgendwie braucht man also doch beide.

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  • Pauline sagt:

    @ Karl wir haben jetzt 2012 —fünf Jahre später—- die Spielerinnen haben sich verändert– und einige nicht —- und viele Talente klopfen an, sie stehen in den Startlöchern (diese Spielerinnen sind athletisch und technich Spitze)

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  • Sheldon sagt:

    @karl: Frage: Willst du EM oder WM gewinnen oder reicht es dir, im HF gegen abgeklärte Französinnen rauszufliegen?

    Du vergisst bei all deinen Betrachtungen eines: Bajramaj war beim Algarve-Cup verletzt!
    Es gab lediglich zwei gute Spiele von Deutschland, wenn Behringer und Bajramaj gemeinsam auf dem Platz standen, 4:1 gegen Schweiz und 6:0 gegen Schweiz. Auch beim 17:0 spielten beide zusammen, doch für Bajramaj hat das Spiel faktisch erst nach der Halbzeit angefangen, sie war komplett abgemeldet während der ersten Halbzeit.

    Wenn Bajramaj und Behringer sonst zusammen auf dem Platz standen, gab es dagegen zum Teil grottenschlechte Spiele (z.B. Spanien 2:2, Rumänien 3:0, auch das 1:0 gegen Schweden). Das war übrigens auch häufig in Frankfurt so, obwohl dort Bajramaj doch verstärkt in der Mitte eingesetzt wurde.

    Nun ist doch die Frage: Es gibt drei Alternativen:
    1. Bajramaj rechts und Behringer links – starr, ideenlos, Bajramaj fehlt der Rotationspartner, verhungert rechts
    2. Bajramaj auf der „10“ und Behringer links – zwar mehr Möglichkeit zur Kreativität, Bajramaj fehlen allerdings die Abnehmer auf den Außen (dasselbe in Frankfurt), sie selbst ist ohne jede räumliche Freiheit
    3. Bajramaj rechts mit Mittag außen – altes Frankfurter System, ständige Rotation, auch mit Celia, Bajramaj hat große Bewegungsfreiheit, bekommt die schnellen Pässe von Keßler oder Marozsan von der „10“ (auch Odebrecht), hat in Mittag und Celia herrliche Kooperationspartnerinnen und das deutsche Spiel wird durch viel Tempo belebt.

    Ich, ein Freund des schnellen technisch-versierten Fußballs, sehe Behringer dafür als Hindernis, da ihr die Kreativität, die Spielintelligenz und die Technik fehlen.

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  • Sheldon sagt:

    @wrack: Du liegst in einigen wenigen Punkten falsch, die dein ansonsten sehr gutes Gerüst zerplatzen lassen.

    1. SN hat seit 9 Jahren Erfolg in Zahlen – FALSCH! Erstens trainiert sie die N11 noch nicht 9, sondern erst 7 Jahren, zweitens hat sie immer wieder gerade in wichtigen Spielen gepatzt (2008 bei Olympia, 2011 bei der WM). Und das, obwohl sie mit Celia, Prinz und Grings lange Zeit Spielerinnen hatte, die Spiele wirklich im Alleingang entscheiden konnten, die wirklich auch noch im grottigsten Spiel der deutschen Mannschaft irgendwo aus 3 Torchancen 3 Tore gemacht haben, selbst gegen Mannschaften wie Schweden, USA, Norwegen, England oder Frankreich.

    2. Unsere Beurteilung von Behringer fußt auf Ergebnissen von vor einem Jahr – FALSCH! Unsere Beurteilung von Behringer fußt auf verschiedensten Spielen, die über Jahre hinweg zusammengestellt sind! Es geht nicht um eine partielle, sondern um eine Gesamtanalyse der Person Behringer in der Nationalelf, und zwar nicht nur da, sondern auch in ihrer Leistung im Verein in den jeweiligen Wettbewerben, an der man bestimmte Parameter ablesen kann, die mannschaftsunabhängig sind bzw. ob sie unabhängig sind.
    Dabei werden alle Spiele und nicht nur ausgewählte Spiele betrachtet und dabei nicht nur Daten betrachtet, die durch Statistik ermittelt werden können, sondern auch Fakten, die durch Statistiken beim FF (noch) nicht abgedeckt werden (können) und die sehr schwer statistisch aufzuarbeiten sind (z.B. Laufwege, Rotationsverhalten, Stellung zum Ball, Zusammenspiel mit einzelnen Personen etc. etc.). Oder ganz generell gesagt: Es geht darum, sich einen Eindruck von dem Gesamtbild zu verschaffen.
    Die harten Fakten der Statistik sind nämlich lediglich ein mögliches Ergebnis dessen, ob und wie gut die Spielerinnen harmonieren, das nicht immer zuverlässig ist.

    3. Die wichtigste falsche Annahme deinerseits: Im Fußball geht es so weiter wie bisher und vergangener Erfolg berechtigt dazu, so weiterzumachen wie bisher – FALSCH! So ähnlich sahen wohl die Gedanken Neids vor der WM aus, weshalb niemand mit einem Ausscheiden vor dem HF gerechnet hat. Man war der festen Überzeugung, dass es ausreicht, so weiter zu machen wie bisher, weil es ja immer geklappt hat. Mit der Einstellung gewinnt man aber keine Turniere mehr, sondern verpasst den Anschluss. Die Annahme, die anderen können gar nicht besser werden als wir, die ist reiner Selbstbetrug.
    Diese Annahme gleicht dem Paradoxon von Hase und Schildkröte – die Schildkröte hat beim Wettlauf 10 Meter Vorsprung. Klar ist: Rennt der Hase schneller als die Schildkröte, wird er die Schildkröte irgendwann überholen. So würde jeder rational denkende Mensch es sehen.
    Allerdings kann man es auch anders sehen. Der Hase läuft doppelt so schnell wie die Schildkröte. Das bedeutet, wenn er bei 10 Meter ist (nach einer Sekunde), ist sie bei 15 Meter. Ist er dann bei 1500 Meter, so ist sie bei 17,5 Meter usw. Fakt ist: Der Hase kann die Schildkröte nicht überholen, weil immer, wenn er an der Stelle ist, wo sie war, sie – wenn auch geringfügig – weitergekrochen ist.

    So ist es auch bei der N11. Neid und Co. nehmen an, es wäre wie im Paradoxon: Man hatte immer einen Vorsprung der Konkurrenz gegenüber und den wird man immer haben, auch wenn er immer kleiner wird („Die Konkurrenz hat aufgeholt“).
    Ich für meinen Teil sage mir: Mannschaften wie Japan und Frankreich machen konsequent bessere Arbeit als wir und sind uns bereits gefährlich nahe, dann werden sie uns bald nicht nur immer näher auf die Fersen rücken, sondern uns überholen. Und wenn wir so weitermachen und die auch, dann werden sie uns bald abhängen wie beispielsweise Norwegen.

    Deswegen sehe ich das Problem, einfach so weiterzumachen wie bisher und aufgrund der vergangenen Erfolge anzunehmen, die Konkurrenz könnte nicht an uns vorbei, solange wir nur unserem Stil treu bleiben.
    Man muss in die Zukunft schauen und immer sich selbst hinterfragen, welche Rolle man bei der EM spielen will!

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  • laasee sagt:

    @wrack

    „Gringimus“ – is that good or bad? ( I do not understand)

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  • karl sagt:

    @sheldon: Ob ich die EM gewinnen will ist voellig unerheblich. Ich gehe aber davon aus dass Frau Neid die EM gewinnen will. Dafuer wird sie wohl nach gewissen parametern entscheiden wen sie mitnimmt und wer letztendlich spielt. Ich gehe davon aus dass sich der Kader da nicht mehr allzuviel veraendert, wenn nicht Verletzungen dazu zwingen , denn die EM wird man sicher mit einer einigermassen eingespielten Mannschaft spielen wollen. Wahrscheinlich baut sie irgendwie noch Maier und Maro ein, aber mehr Veraenderungen seh ich im Moment nicht. Dann kommt es drauf an wie es bei der EM laeuft. Wenn es gut laeuft und man das Endspiel erreicht und vielleicht sogar gewinnt wird der Veraenderungsprozess sicher langsamer weitergehen als wenn es schlecht laeuft , aber auf jeden Fall wird die Mannschaft schon fuer die WM Quali anders aussehen. Und wer letztendlich bei der WM 2015 auflaufen wird kann man heute noch garnicht sagen, Pauline hat da richtigerweise bemerkt dass viele technisch und athletisch hochbegabte Talente anklopfen. Das muessen wir dann schon noch abwarten. Vor 2014 kann man ueber ein team das moeglicherweise zur naechsten WM anreist(falls qualifiziert) noch garnichts sagen.

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  • enthusio sagt:

    @sheldon: Deine Argumente kann ich nicht nachvollziehen. Ich sehe überhaupt nicht, dass Frankreich und Japan konsequent bessere Arbeit als wir machen. Bei der U-20-WM habe ich Spiele und Spielzüge unserer Mannschaft gesehen, die nicht nur den Fußballkenner begeistert, sondern auch zum Erfolg geführt haben. Deutschland war die mit Abstand beste Mannschaft bei diesem Turnier, und einige dieser Spielerinnen werden zukünftig ihre Klasse auch in der Nationalmannschaft unter Beweis stellen. Und auch eine Behringer ist
    -wie schon mehrfach gesagt- weiterhin ein wichtiger, weil durch ihre speziellen Fähigkeiten unersetzlicher Bestandteil dieser Mannschaft.
    Wie gesagt werden die nächsten drei Spiele im Oktober/November sowie der Algarve Cup im nächsten Jahr zeigen, wo wir im internationalen Vergleich stehen. Das Jahr 2012 (Algarve Cup und EM-Quali) ist doch bisher eigentlich ganz zufriedenstellend verlaufen. Ich bin aber wirklich auf die beiden Testspiele gegen die USA gespannt. Die Frage ist für mich, ob da mehr als drei Auswechslungen erlaubt sein werden oder ob unter Turnierbedingungen getestet wird. Ich hoffe auf letzteres, aber vielleicht nutzt Silvia Neid die Spiele ja auch für einige Experimente. Wir werden sehen.

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  • waiiy sagt:

    Vielleicht sollte man die Fans von Wolfsburg, Duisburg und Potsdam einfach mal fragen, ob sie auf der linken Frankfurter Seite lieber Bajramaj oder Behringer gegen sich haben möchte, damit das eigene Team gewinnt. Das würde auf jeden Fall Aufschluss darüber geben, vor welcher der beiden Spielerinnen man mehr Angst hat… 😉

    Das könnte man dann auch locker auf die N11 übertragen, da es ja die beiden Spielerinnen sind, die sich dort um den Platz streiten, wenn man davon ausgeht, dass in der Perspektive Marozsan in der Mitte spielen wird.

    Meine Antwort auf die Frage steht auf jeden Fall fest…

    waiiy

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  • wrack sagt:

    @ Sheldon: Zu Punkt 1: Ich schrieb „Silvia Neid hat IN DIESEM JAHR seit 9 Spielen Erfolg in Zahlen“, nicht seit 9 Jahren, wie du kommentierst.
    Zu Punkt 2: Das ist halt Sheldonismus. Du nimmst Melanie Behringer als unveränderliche Größe, weil es mal gerade passt. Eine Gesamtanalyse der Karriere von Mel kannst du bei der Würdigung ihrer Verdienste machen. Für die aktuelle Bewertung einer Person sollte man den lebenslangen Sozialisationsprozess von Menschen doch berücksichtigen und sich auf zeitnahe Leistungen konzentrieren. Mel B im WM-Viertelfinale ist nicht Mel B im Jahre 2012, der Mensch keine Black Box, der auf Reize immer die selben Reaktionen zeigt. Auch Verhältnisse zwischen zusammenspielenden Akteurinnen ändern sich.
    Und wer kann als Outsider schon sagen, welche Funktionen Mel B im Team hat, als Leitwolf oder Ansprechpartner.

    Wenn wir hier pro und contra abwägen, so bleibt ihre Nominierung durch Silvia Neid solange eine gewichtiges Argument pro Melanie Behringer, solange Silvia Neid damit Erfolg hat.

    @ laasee: Gringismus ist offenbar eine Religion.

    gez. Wrack, ab heute derballistrund

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  • waiiy sagt:

    @Wrack: Wie ist die Definition von „Erfolg“, wenn es um unsere N11 geht?

    – Viertelfinale der WM?

    – Sieg beim Algarve Cup, der durch alle hochwertigen Gegner als Vorbereitung auf ihren Jahreshöhepunkt (den unser Team nicht hatte) genutzt wurde, während es für unsere N11 bereits der Höhepunkt war?

    – Oder die fast lupenreine Qualifikation mit dem denkwürdigen Spiel in Spanien?

    – Oder doch der WM-Sieg von 2007?

    Vielleicht liegt es alles auch nur daran, dass wir alle unsere N11 viel zu weit oben einordnen. Vielleicht sollten wir mit Leistungen wie gegen Nigeria und Spanien zufrieden sein und eben auch mit der Leistung auf unserer linken Seite, von aus bei der WM mehr Flanken durch Babett Peter geschlagen wurden als von Melanie Behringer. Aber vielleicht sollten wir uns auch einfach über ein 17:0 gegen Kasachstan freuen und Spiele bei einem WM-Turnier oder Olympischen Spielen (wenn wir denn dort welche haben) nicht so auf die Goldwaage legen.

    waiiy

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  • Michele sagt:

    Es ist schon respektlos, wie hier über Mel Behringer geredet wird. Es ist immer einfach sich jemand rauszupicken und auf ihm dann rumzuhacken! Es sollte sich jeder mal an die eigene Nase fassen und dann sehen wir weiter!

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  • laasee sagt:

    „Gringismus ist offenbar eine Religion“

    hmmmm,in religion there is crucifiction……..then resurrection.
    So, the logic is that Inka will play again at N11 level.
    For Germany?………..or another team?

    In Swiss football there is no poison for Inka.

    Next Tuesday there is only one game in CL round of 32 – in Zurich!
    All attention will be on that one game.
    It is a good opportunity for a team/player to make a dramatic show.
    Next Tuesday is going to be very interesting.

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  • waiiy sagt:

    @Michele: Wenn man eine der besten 11 Spielerinnen Deutschlands und die beste Spielerin auf der Position sein möchte, dann muss man sich der Öffentlichkeit stellen. Wenn man das nicht möchte, nimmt man sich aus der Öffentlichkeit zurück (siehe Kerstin Garefrekes). Oder wir Fans der N11 müssen akzeptieren, dass die Damen nur für sich ein wenig spielen und nicht für das Land und die Fans.

    Und despektierlich sind die Kommentare hier nicht. Sie gehen nicht unter die Gürtellinie. Außerdem erhebt auch niemand hier den Anspruch, dass Melanie Behringer das hier lesen, geschweige denn danach handeln muss.

    Fehlender Respekt schlägt Melanie Behringer aber durchaus entgegen, weil nämlich Gegenspielerinnen nicht mehr soviel Angst vor ihren spielerischen und athletischen Fähigkeiten haben. Das wiederum sollte schon zu denken geben. Immer weniger Gegner denken: „Oh, es kommt Frankfurt/Deutschland. Da muss meine Mannschaft aber über rechts besonders aufpassen, weil die Behringer über die Seite kommt.“ Dabei könnte besonders Frankfurt die beste Flügelzange der Liga haben mit den beiden offensiv starken Außenverteidigerinnen (wenn auch Babs da verschenkt ist).

    Übrigens um zum Begriff „respektlos“ zurückzukommen: Auch über Anja Mittag (vor der WM und Anfang der letzten Saison) und Jenny Zietz (Anfang letzter Saison) wurde sehr scharf über die Leistung diskutiert und das auch von vielen Fans des eigenen Teams. Das wurde damals auch „respektlos“ genannt. Aber Beide konnten sich aus dem Tief ziehen und erhalten jetzt sehr viel Respekt. Von daher ist solch eine Betrachtungsweise auch immer sehr leistungsabhängig.

    waiiy

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  • Andreas sagt:

    @Michelle: Tut mir leid, ich sehe an dieser Diskussion nichts respektloses. Spielerinnen, die auf diesem Level Fussball spielen begeben sich in die Öffentlichkeit, zumal wenn sie in der N11 spielen. Das ist einfach ein Teil dieses Berufes, dass man damit auch akzeptieren muss, kritisiert zu werden. Und ehrlich gesagt finde ich auch, dass die Diskussionsbeiträge alle recht sachlich sind.

    Du kannst natürlich kritisieren, dass einige sich hier sehr stark an Melanie Behringer reiben. Das liegt in meinem Fall z.B. aber daran, dass sie von den Spielerinnen, deren Leistung mir nicht ausreichend für die Nationalmannschaft erscheint die einzige ist, die trotz dessen eine Stammplatzgarantie hat. Andere wie Verena Faisst oder Annike Krahn finden sich momentan höchstens auf der Ersatzbank wider.

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  • kg_fan sagt:

    @michele: Es hackt doch keiner auf der Person Behringer herum. (Eher hier aufeinander im engagierten Meinungsaustausch.) Es geht doch im Wesentlichen darum, ihr Spiel, die Wahrnehmung ihrer Leistung und Bedeutung für die eine oder andere Mannschaft in den Augen der Betrachter herauszufinden. Dazu muss man doch auch mal ins Detail, denn sonst wäre es ein unreflektiertes Herumhacken!

    Vielleicht könnte man eine ähnliche Diskussion mit anderen Positionen schaffen – oder eben nicht, weil hier eine Form der Einigkeit besteht… wie bspw. in der Frage nach einem … anstehenden…drohenden…nötigen…noch-lange-nicht-fälligen… Generationenwechsel im Tor…?

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  • wrack sagt:

    @ waiiy: „Wie ist die Definition von “Erfolg”, wenn es um unsere N11 geht?“
    Gewinnen. 2012 in allen neun Spielen gegen Türkei, Island, China, Schweden, Japan, Spanien, Schweiz, Rumänien und Kasachstan. Algarve Cup gewonnen. Vorzeitig EM-Quali geschafft, Gruppensieger mit derzeit 6 Punkten Vorsprung auf den Zweiten. Weltmeister geschlagen. 38 Tore geschossen. 8 Spiele ohne Gegentor. Celia und Behringer führen die Torjäger nzw. Assists-Liste an. Gibt es zur Zeit eine Nation mit einer ählichen Serie ?
    Wie ist deine Definition von Erfolg, waiiy ?

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  • enthusio sagt:

    @waiiy: Ja,aber sicher doch,die Gegenspielerinnen haben keinen Respekt mehr vor Behringer, vernachlässigen die Defensivarbeit gegen sie und schon sammelt sie Assists am Fließband. Ist doch prima ! Dummheit gehört eben bestraft. Ich glaube kaum, dass die US-Girls Behringer unterschätzen werden.
    @Andreas: Seit wann gibt es bei Silvia Neid eine Stammplatzgarantie für einzelne Spielerinnen? Das Gegenteil ist der Fall, sie stellt nur nach Leistung auf. Und die Erfolge geben ihr – zumindest nach der WM – recht.

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  • waiiy sagt:

    @wrack: Meine Definition von „Erfolg“ war bisher, dass wir bei WM, EM und Olympia um den Titel mitspielen. Aber ich bin dabei, sie zu revidieren, weil ich da wohl etwas zuviel erwarte, wie ich gerade merke.

    Ich war enttäuscht, dass Schweden, Japan (die wir in den wichtigen Spielen, die zu dieser Bilanz geführt haben, geschlagen haben), und noch einige andere vor uns gelandet sind bei Olympia. Ich habe mich geärgert, dass wir bei einem Algarve Cup Japan schlagen, aber bei einer WM nicht. Aber vielleicht bin ich einfach zu anspruchsvoll.

    Danke, dass Du mir die Augen geöffnet hast.

    waiiy

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  • fußbalfan sagt:

    @Wrack

    Danke für Deine sehr intelligenten Beiträge. Endlich!!!!

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  • wrack sagt:

    @ waiiy: Reiss endlich den alten Kalender von 2011 ab und komme in die Gegenwart 😉

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  • waiiy sagt:

    @enthusio: Du hast Recht. Ich habe mich überzeugen lassen. Behringer spielt so, wie man es von ihr erwarten kann. Und ich denke, dass die Leistung, die unsere N11 bietet, nicht zu verbessern ist und dass wir super zufrieden sein können. Immerhin gewinnen wir den Großteil unserer Spiele und sind die zweitbeste Mannschaft in der Welt. Und Behringer ist in dieser Mannschaft eine Stammkraft, die die linke Seite hervorragend beackert und sehr gleichmäßig die Standards schießt.

    Und ich kann sogar noch ein Spiel anführen, wo Behringer überragend war: 6.9.2008. In diesem Spiel hat sie den scheinbar übermächtigen Gegner auswärts fast allein auseinander genommen. Damals siegte sie in Potsdam mit 0:3, allerdings noch im roten Dress.

    waiiy

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  • Andreas sagt:

    @waiiy und wrack:
    In meinen Augen habt ihr beide aus der jeweiligen Sicht recht. wrack, weil die N11 tatsächlich seit der WM sehr erfolgreich spielt und waiiy natürlich auch, weil die WM 2011 und die Nichtteilnahme bei Olympia 2012 alles andere als erfolgreich war. Letztlich zählen aber nur die Titel und die haben in letzter Zeit halt andere geholt. Insofern neige ich auch eher dazu, die jüngere Vergangenheit als nicht so erfolgreich anzusehen.

    Zur EM-Qualifikation muss man natürlich auch anmerken, dass da keine Mannschaft wirkliches Topniveau hatte, auch Spanien gehört noch nicht zu den allerersten Adressen. Insofern wird es sich erst im nächsten Sommer wirklich zeigen, ob Deutschland endgültig auf die Erfolgsspur zurückkehrt und wie die Aussichten für die WM 2015 sind. Und um meine Erwartungshaltung mal klar auszudrücken. Ich erwarte den Titel in Schweden. Alles andere ist eigentlich indiskutabel. Die einzige Mannschaft, die so in etwa unser Niveau haben dürfte ist Frankreich, aber auch die müssten wir noch im Griff haben.

    Man kann diese Diskussion ja auch auf die Männer-N11 übertragen. Was nutzen alle die schönen Spiele und die makellose EM-Qualifikation, wenn man dann im Halbfinale gegen Italien sang und klanglos ausscheidet. Das war einfach nicht erfolgreich.

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  • karl sagt:

    @waiiy : Ich glaube wir waren alle enttaeuscht von der Niederlage gegen Japan im WM Viertelfinale was nicht nur das WM Aus sondern auch das Olympia Aus besiegelt hat. Insofern moeglicherweise das wichtigste Spiel des Jahrzehnts. Aber in einer Sportart bei der es keine Siegesgarantie gibt muss man das doch so langsam mal unter der Rubrik „shit happens“ ablegen. Und wenn man bei allen bisherigen WMs wenigstens unter die Top 8 gekommen ist ist man doch durchaus Konkurenzfaehig. Ich finde das man mehr auch nicht erwarten kann.

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  • laasee sagt:

    „Celia und Behringer führen die Torjäger nzw. Assists-Liste an. Gibt es zur Zeit eine Nation mit einer ählichen Serie ?“

    The top 4 goal scorers are all from Group 2.
    The top two assists are both from Group 2.

    http://www.uefa.com/womenseuro/statistics/index.html

    The conclusion is that lots of goals were scored in Group 2.

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  • Sheldon sagt:

    @wrack: Natürlich gibt es ein Team, dass eine ähnliche Bilanz vorweisen kann: Italien!
    Die letzten 9 Pflichtspiele wurden allesamt gewonnen (EM-Quali) und dabei wurden 35:0!!! Tore erzielt. Genau dieselbe Bilanz wie Deutschland, mit einem Unterschied: Es wurde in allen Spielen kein einziges Gegentor kassiert.

    Finde ich ja toll, dass wir mittlerweile auf dem Niveau von Italien spielen, bis jetzt hatte ich gedacht, die erreichen wir nie!
    Frankreich ist ja sowieso schon meilenweit entfernt, denn, lassen wir Olympia raus (da hat Deutschland schließlich nicht gespielt), dann bringt es Frankreich sogar auf 13 Siege in Folge mit 41:4 Toren.

    Auch eins musst du bei der Einschätzung des Algarve-Cups beachten: Deutschland war dort das einzige Spitzenteam, für das dieses Turnier das größste in diesem Jahr war, für Japan, Schweden oder USA war das lediglich ein Vorbereitungsturnier für Olympia.

    @enthusio: Neid stellt nur nach Leistung auf?!?! Wieso spielte dann eine Annike Krahn bei der WM in der Abwehr und keine Lena Goeßling?

    @waiiy: Ich glaube, wir sind wirklich einfach zu anspruchsvoll für dieses Forum. Hier hat utopisches Gedankengut keinen Platz, hier wird nur Ergebnisfußball erwartet. Ein 1:0 gegen Kasachstan ist ja auch gut, schließlich hat man 3 Punkte errungen.
    Qualitativ hochwertiger Fußball wird überbewertet und das Streben nach dem perfekten Fußball ist Sünde.
    Da muss man sich wohl dem Willen des Volkes geschlagen geben!

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  • wrack sagt:

    @ Sheldon: „Natürlich gibt es ein Team, dass eine ähnliche Bilanz vorweisen kann: Italien! Die letzten 9 Pflichtspiele wurden allesamt gewonnen (EM-Quali) und dabei wurden 35:0!!! Tore erzielt. Genau dieselbe Bilanz wie Deutschland…“

    Die Betonung liegt hier auf Pflichtspiele. Italien hat z.B. am 1. März 2012 1:2 gegen Kanada verloren. Schade, dass du das verschweigst…
    Dagegen nimmst du bei Frankreich mal kurz die Pflichtspiele bei Olympia raus. Frankreich hat drei Niederlagen bei der Olympiade einstecken müssen, u.a. gegen Kanada im Spiel um Platz 3.
    Wäre ich Sheldonist, würde ich daraufhin einfach argumentieren, dass man dann auch die WM-Spiele bzw. das Japan-Spiel „wegkürzen“ müsste, weil das ja dazu führte, das Deutschland sich nicht für Olympia qualifizierte.

    Der schiefe Vergleich deinerseits liegt vor allem darin, dass du Deutschland sozusagen gegen eine von dir gewählte Schnittmenge von Ergebnissen zweier Teams „antreten“ läßt, um die tatsächliche Leistung der Nationalmannschaft in ein schlchteres Licht zu rücken.

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  • karl sagt:

    @Sheldon : Sieh es einfach mal lockerer . Immerhin ist die deutsche Frauennationalmannschaft mit Frankreich und Italien zumindest auf Augenhoehe. Davon kann Lahm’s Gurkentruppe doch nur traeumen 🙂 🙂

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  • Sheldon sagt:

    @karl: Ich weiß nicht, wann Frankreich in den letzten 6 Jahren überhaupt mal bei den Männer mit Deutschland auf Augenhöhe war.

    @karl: Genau das ist das Problem. Eine Kategorie „Shit happens“ darf es im Profifußball nicht geben. Jedes Spiel, das verloren geht, ist eines zuviel. Gerade bei einer WM, die gleichzeitig eine Olympia-Quali ist. Seit 2000 wissen wir, wie es im Männerfußball ist, wenn man eine solche Einstellung hat, seit 2002 wissen wir, dass man dann auch schon mal eine WM mal verpassen kann, wenns schlecht läuft.

    Das Ding ist, alle hier gehen mit der Einstellung ran, dass es nicht so schlimm ist, wenn es passiert, schon im Vorhinein. Doch das ist ein katastrophaler Fehler. Es ist schlimm, wenn es passiert, vorher und nachher. So etwas darf nicht passieren.

    @wrack: Es müssen vergleichbare Daten vorliegen. Du kannst nicht 25 Freundschaftsspiele gegen Timbuktu, Venezuela oder Kirgisistan austragen und am Ende sagen, weil du jedes Spiel 25:0 gewonnen hast, dass du die beste Mannschaft der Welt bist.
    Und du kannst auch nicht sagen, dass eine Mannschaft schlechter ist, nur weil sie bei einem Wettbewerb, wo die 8 besten Nationen der Welt antreten, nicht jedes Spiel gewinnen.

    Freundschaftsspiele sind Freundschaftsspiele und Pflichtspiele sind Pflichtspiele. In Freundschaftsspielen hast du keinen Druck, in Pflichtspielen schon. In Freundschaftsspielen probierst du mehr aus, in Pflichtspielen spielst du mit einem festen Team.

    Die Spiele, die ich von Italien und Frankreich vergleichen habe, waren gleichwertig, insbesondere Frankreich. Dort habe ich genau dieselben Spiele genommen wie bei Deutschland, wobei Algarve durch Cyprus ersetzt wurde. Gleiche Vorzeichen, gleichstarke Gegner, aussagekräftiges Ergebnis der Statistik.
    Und, ach übrigens: Wir sind alle im Jahr 2012 angekommen, nur du anscheinend nicht. Denn 6 der 9 Torvorlagen liegen im Jahr 2011.

    Außerdem muss man Behringer auch bei Frankfurt sehen, wo sie Tag für Tag abbaut.

    Wir sehen heute die Spielerinnen im Mittelfeld an, mit ihrem Leistungsvermögen zur Zeit: Und da sehe ich offensiv Mittag, Keßler, Bajramaj vom derzeitigen, aktuellen Leistungsstand her erste Wahl!

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  • karl sagt:

    Es gibt auf DFB TV ein video von der PK mit Sylvia Neid. Da auessert sie dass diejenigen spielen die im training den staerksten eindruck hinterlassen. Ich glaub ihr das halt einfach. Und wie die Spielerinnen im Verein spielen ist doch eigentlich Schnuppe solange sie in der Nationalmannschaft Leistung bringen. Sicher haben die Trainer auch Werte von den Spielerinnen auf die wir keinen Zugriff haben , wie zum Beispiel die Hoechstgeschwindigkeit auf 30 oder 50m …. Ausdauertests etc… Wir koennen das nur nach Augenschein von den Spielen beurteilen, wenn ich zum Beispiel die Geschwindigkeit beurteilen soll wuerde ich drauf tippen dass Bianca Schmidt die schnellste ist weil die abgeht wie ne Rakete , ob das aber wirklich so ist wissen wir doch alle nicht.

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  • Sheldon sagt:

    @karl: Da liegt das Problem. Nach dem, wie sie eingesetzt werden, steht Behringer felsenfest in der N11. Doch Neid schafft sich selbst ein Problem: Sie hält so sehr an ihrem System fest, dass die besten Offensivspielerinnen (z.B. Bajramaj) entweder falsch oder gar nicht eingesetzt werden.
    Es ist wie in Frankfurt. Dort muss man dazu gezwungen werden, (durch Verletzungen oder Rote Karten) in einem System zu spielen, dass den meisten Spielerinnen zu gute kommt (zum Beispiel 3er Abwehrkette).

    Hier sagt ja auch niemand, dass man gleich alles über Bord werfen muss. Aber Fakt ist: Behringer hat in den letzten 15 Spielen immer gespielt. Den besten Fußball in der Zeit spielte man aber in dem Spiel, als sie nach 25 Minuten rausmusste.
    Da wird man sich doch mal für einen Versuch ohne sie einsetzen dürfen, zumal das Spiel sowieso immer stärker an ihr vorbeibugsiert wird.
    Es ist egal, ob man nun Bajramaj rechts, Mittag „10“ und Keßler „6“ spielen lässt oder Bajramaj rechts, Mittag links und Keßler „10“, die drei werden sich immer suchen und finden. Spielt Behringer links, spielt man defensiv lediglich mit einer Spielerin weniger.

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  • waiiy sagt:

    Die eigentliche Frage ist noch nicht einmal, ob Melanie Behringer gut oder schlecht spielt. Die Sache ist die, dass bestimmte Sachen einfach nicht hinterfragt werden. Wenn eine Spielerin seit über einem Jahr so sehr diskutiert wird, muss man genauer hinschauen. Das wurde bei Krahn und Bresonik getan, bei Mittag und Zietz (bereits vor der WM). Und Melanie Behringer hat sich in den wichtigen Spielen versteckt. Bei der WM erzielte Garefrekes 2 Kopfballtore auf Flanken von links… von Babett Peter! Das ist eine Ohrfeige für Melanie Behringer.

    In Frankfurt hat man die schnellsten und spielstärksten Außenverteidiger. Alle Turbine Fans werden das bestätigen. Aber davor spielen mit Garefrekes und Behringer Spielerinnen, die mit dem Druck von hinten nicht umgehen können. Garefrekes hat den Biss irgendwo verloren, den sie noch vor 2 Jahren hatte (man denke an Kemmes Rot in 2010). Damals wurde sie gefürchtet und bei jeder Aktion in Potsdam niedergemacht, weil man einfach Angst vor ihr hatte. Mittlerweile lächelt man, wenn sie am Ball ist, weil nicht viel passiert. Nur bei Kopfbällen ist sie noch stark.

    Ähnlich ist es bei Behringer, die mit Bayern München Potsdam im eigenen Stadion mit 0:3 weggeschossen hat und fast jeden Zweikampf gewonnen hat. Jetzt greift sie immer mehr zu Fouls, um den Ball zu behaupten bzw. wiederzugewinnen. Wenn sie am Ball ist, hat keiner im Stadion mehr Bauchschmerzen. Auch wenn das wieder despektierlich klingt. Aber so ist die Realität. Sie muss da wieder hinkommen. Und in meinen Augen fehlt es ihr gerade körperlich. Sie ist nicht schnell genug und das schon lange Zeit. Vielleicht wäre sogar eine Auszeit von 2 – 3 Monaten und danach indiviuelles Training das Richtige für sie.

    Und was bei Behringer immer wieder auffällt, dass die Frankfurter Fans bei jeder Ecke fleißig „Ecke, Ecke, Ecke… Tor, Tor, Tor“ brüllen (das machen in dieser Form wohl sonst keine Fans,,, Respekt!). Aber dann viel zu wenig raus dabei. Wenn sie die Standards vor Bajramaj und Marozsan (auch in der N11)schießen darf, dann muss da mehr rauskommen, denn die beiden Anderen können das auch und zwar sehr gut.

    Und ich als gegnerischer Fan von Frankfurt muss mit allem Respekt sagen, dass mir die Flügelzangen mit Peter/Bajramaj links und Schmidt/Garefrekes rechts mit einer Marozsan in der Schaltzentrale viel mehr Angst machen würden, als wenn Behringer dabei ist, auch wenn sie einen guten Schuss hat. Und diese Aufstellung würde sich dann logischerweise in der N11 widerspiegeln (mit Mittag für Garefrekes), wenn man die Option Popp als Einwechselspielerin für Da Mbabi behält.

    Ich mache mir für die N11 wirklich Sorgen, weil wir in allen Sparten langsam die Spiele verlieren, die wirklich wichtig sind, obwohl die eigentlich die spielerisch besseren Teams haben. Und da müssen wir wirklich an den Ursachen arbeiten, sonst werden wir irgendwann wie Holland bei den Männern.

    Und da fällt der Name „Behringer“ ja nicht immer wieder, weil man irgendwen ärgern will, sondern weil man sich selbst über sie ärgert.
    Und das liegt doch daran, dass sie schon ein ganz anderes Potential gezeigt hat.

    waiiy

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  • karl sagt:

    Wenn ich der Trainer waere wuerde ich heute vor dem Spiel Mel Behringer eure Kommentare zeigen. Mehr Motivationsmaterial kann man garnicht bekommen. Die muesste dann eigentlich fast in der Lage sein die Tuerkische Mannschaft allein zu bezwingen 🙂

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  • enthusio sagt:

    Ich werde heute mein besonderes Augenmerk auf Behringer richten. Und dann kann die kontroverse Diskussion ja weitergehen …

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  • Sheldon sagt:

    @karl: Ich wünschte, es wäre so…

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