FSV Gütersloh 2009: Gekommen, um zu bleiben

Von am 6. September 2012 – 16.17 Uhr 6 Kommentare

Neue Liga, neuer Sponsor, neues Stadion, neue Spielerinnen – in den vergangenen Monaten wurde beim FSV Gütersloh 2009 viel erreicht. Doch die Wahrheit liegt bekanntlich auf dem Platz, und dort möchte man nach sechs Jahren erstmals wieder ein Aufsteiger aus der Nordstaffel der zweiten Liga sein, der im Oberhaus die Klasse hält.

Zuletzt schaffte dies 2006/2007 der VfL Wolfsburg; in den Folgejahren musste jeweils der Aufsteiger aus der Nordstaffel direkt wieder absteigen. Doch von den Mitteln eines VfL ist man in Gütersloh weit entfernt, der Verein steht vor einer Mammutaufgabe.

Maren Wallenhorst: Nach drei Jahren zurück in Gütersloh
„Nicht wir“, beantwortet Maren Wallenhorst schmunzelnd die Frage, welche Mannschaft am Ende der Saison absteigen werde. Aber schließlich ist die Mittelfeldspielerin zum FSV zurückgekehrt, um in der ersten Liga spielen zu können. Beim FSV hatte sie bereits in ihrer Jugend gespielt, ehe sie 2009 zum SV Werder Bremen wechselte, weil sie dort Ambitionen sah, in die Erste Bundesliga aufsteigen zu können. „Ich hatte drei schöne Jahre in Bremen, aber sportlich lief es nicht so wie vorgestellt.“

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Verein ist Herzenssache
Mit Gütersloh stand sie immer in Kontakt und so ist es für die gebürtige Osnabrückerin eine „Herzenssache“, wieder beim FSV anzuheuern. Nebenan an in Bielefeld studiert die 21-Jährige Maschinenbau und lernt Chinesisch. „Essen bestellen und den Weg zum Hotel erfragen kann ich schon“, lacht sie. „Ich möchte später beides verbinden und vielleicht ein Jahr nach China gehen.“ Im nächsten Jahr will sie in der Sommerpause das Land schon mal kennenlernen. Bis dahin heißt es, mit dem FSV am Klassenerhalt zu arbeiten. „Der Verein ist zwar noch recht klein und vielleicht unerfahren, aber ich bin zuversichtlich, dass hier einiges entsteht.“

Heimspiele auf Kunstrasen
Schon in den vergangenen Monaten haben die Verantwortlichen beim FSV viel geschaffen. Zunächst sorgte die Bekanntgabe des neuen Hauptsponsors Tönnies für Aufsehen, mit dem ein ligaunabhängiger Vertrag über drei Jahre geschlossen wurde. Neue Spielerinnen, unter anderem Anne van Bonn, Marie Pollmann, Mirte Roelvink, Tessa Rinkes und Wallenhorst, schlossen sich dem FSV an. Und schließlich verkündete man den Umzug vom Heidewald Stadion in die neu geschaffene Tönnies-Arena in Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh), ein Stadion mit etwas über 3000 Plätzen und Kunstrasen.

Um auf Kunstrasen spielen zu können, bedarf es der Zustimmung der Gegner – zehn der elf Mannschaften hätten sich bislang dazu geäußert, so Geschäftsführer Michael Horstkötter, und nur der FF USV Jena lehne es ab, dort anzutreten.

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6 Kommentare »

  • laasee sagt:

    They do not play on grass?……….in the top league in Europe???

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  • sitac sagt:

    Ist „Graskamp“ das niederdeutsche Wort für Kunstrasen? 🙂
    Jena ist es nicht zu verübeln, dass sie diese Zumutung ablehnen.
    Alle, die nicht die Möglichkeit haben, vor dem Spiel in Gütersloh auf Kunstrasen zu trainieren, sind im Nachteil.
    Wäre mal interessant, Statements zu lesen von hier im Forum sich tummelnden aktiven oder früher aktiven Spielerinnen/Spielern, die den Unterschied Rasen versus Kunstrasen aus eigenem Erleben kennen.

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  • Sheldon sagt:

    Na und? Russische Teams spielen CL auf Kunstrasen!

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  • Nora Kruse sagt:

    @sitac: Sindelfingen trainiert am Samstag im Stadion.

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  • Detlef sagt:

    @sitac,
    Da kannst Du aber nur heutige Spieler/innen fragen, denn die Qualität des Kunstrasens hat sich deutlich verbessert!!!
    Ich kenne noch die aller erste Generation, das war ein echter Graus darauf zu spielen!!!

    Ein Unterschied zu Naturrasen ist es auf jeden Fall, und das läßt sich auch nicht so leicht in einer Trainingseinheit verinnerlichen!!!

    Andererseits verfügt heute fast jeder Dorfverein über einen Kunstrasenplatz, auf dem sie im Winter trainieren und auch spielen, um den Rasenplatz zu schonen!!!
    Würde mich sehr wundern, wenn nicht auch der USV so einen Kunstrasenplatz zur Verfügung hätte!!!

    @Sheldon,
    Nicht nur in Rußland, auch in Skandinavien wird vorrangig auf Kunstrasen gespielt!!!
    Deshalb gibt es da auch keine Vor- oder Nachteile, weil es einfach normal ist!!!

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  • yellow'n'blue sagt:

    auf kunstrasen sind technischversierte teams im vorteil, da der ball einfach so gut wie nie verspringt. jena gehört leider nicht zu diesen teams und vielleicht ist das ein grund warum sie auf naturrasen spielen wollen. da lässts sich auch schmerzfreier grätschen ;-p

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