Potsdam im Torrausch, Zittersieg für Frankfurt

Von am 2. September 2012 – 14.20 Uhr 43 Kommentare

Am ersten Spieltag der neuen Bundesligasaison erteilte Meister 1. FFC Turbine Potsdam dem überforderten Aufsteiger VfL Sindelfingen eine Lehrstunde, der 1. FFC Frankfurt hatte gegen den gut eingestellten FF USV Jena hingegen mächtig Mühe, nach Rückstand und früher Roter Karte gegen Saskia Bartusiak drei Punkte einzufahren.

Potsdam kam vor 1 050 Zuschauern im Sindelfinger Floschenstadion zu einem 9:1 (2:0)-Kantersieg. Dabei hatte die Elf von Trainer Bernd Schröder in der ersten Halbzeit sichtlich Mühe gegen die zunächst kompakte Sindelfinger Defensive, auch wenn Keelin Winters (8.) nach einer Ecke die frühe Führung erzielte und Patricia Hanebeck per direkt verwandeltem Freistoß erhöhte (29.).

Sindelfingen rennt ins Verderben
In der zweiten Halbzeit wollte der Aufsteiger mehr für die Offensive tun, doch die taktische Umstellung mit eingehender Lockerung der Defensive ging nach hinten los und die Potsdamer Spielerinnen nahmen die Einladung dankbar an. Der schottische Neuzugang Lisa Evans erhöhte zum 3:0 (49.), ehe Natalia Mann eine Unachtsamkeit der Potsdamer Defensive zum Ehrentreffer nutzte (55.).

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Potsdamer Torflut
Doch dann brach eine wahre Flut an Gegentoren über die Gastgeberinnen hinein: Die eingewechselte Stefanie Mirlach per Kopf (57.), Yuki Ogimi aus 17 Metern (64.), zweimal Genoveva Anonma (76., 77.) sowie die ebenfalls eingewechselte Natasa Andonova (79.) und ein Eigentor von Tamar Dongus (81.) zementierten den Klassenunterschied beider Teams.

Schröder: „Hätten 15 Tore machen können“
Trotz des Erfolgs war Schröder alles andere als zufrieden: „Es geht nicht um das Ergebnis, sondern darum, wie wir hier teilweise gespielt haben. Wir hätten hier mindestens 15 Tore machen können und dann lassen wir uns auch noch ein Tor reinkullern. Sindelfingen hat seine Möglichkeiten ausgeschöpft, wir haben noch Luft nach oben.“

Yuki Ogimi und Genoveva Anonma

Yuki Ogimi (li.) und Genoveva Anonma trafen zum Saisonauftakt ins Schwarze © Lutz Kollmann / girlsplay.de

Koutroubis: „Wie eine Schülermannschaft ausgespielt“
Ein geknickter Sindelfinger Trainer Niko Koutroubis meinte: „Wir sind heute hart in der ersten Liga gelandet. Im Nachhinein ärgere ich mich natürlich über die Umstellungen, wir wollten aber offensiv etwas mehr Druck entwickeln. Potsdam hat dann aus jeder Chance ein Tor gemacht und uns wie eine Schülermannschaft ausgespielt.“

Frankfurt mit Mühe
Der  1. FFC Frankfurt hatte im ersten Heimspiel vor 2 370 Zuschauern im Stadion am Brentanobad große Mühe einen Fehlstart zu verhindern. Am Ende stand ein hart erkämpfter 2:1 (0:1)-Sieg gegen den FF USV Jena.

Gäste-Führung durch Utes
Die Gastgeberinnen hatten Pech, dass Neuzugang Sandrine Bretigny in der Anfangsphase nach Hereingabe von Fatmire Bajramaj nur die Latte traf (6.). Susann Utes brachte die Gäste aus Thüringen nach einer kurz ausgeführten Ecke per Kopf überraschend in Führung (25.).

Rot für Bartusiak
Die Aufgabe wurde für Frankfurt nun noch schwerer, denn Saskia Bartusiak sah nach einer Notbremse außerhalb des Strafraums die Rote Karte (38.). Und das Glück war Frankfurt zunächst nicht hold, denn Melanie Behringer scheiterte kurz vor der Pause mit einem Pfostenschuss (44.).

Matchwinnerin Laudehr
Doch den Frankfurterinnen gelang in der zweiten Halbzeit die Wende: Erst lenkte Jenas Carolin Schiewe eine Hereingabe von Bretigny zum Ausgleich ins eigene Tor (70.), dann bewahrte die eingewechselte Simone Laudehr kurz vor Spielende die Elf von Trainer Sven Kahlert vor einem Fehlstart, als sie eine Flanke von Kerstin Garefrekes per Kopf zum Siegtreffer verwertete (87.).

Kahlert: „Für Riesenaufwand belohnt worden“
Frankfurts Trainer Sven Kahlert war erleichtert: „Kompliment an meine Mannschaft, wie wir in der zweiten Halbzeit in Unterzahl Willen und Biss gezeigt haben, das hat mir in der ersten Halbzeit ein wenig gefehlt. Die Mannschaft hat den Kopf nicht hängen lassen trotz Rückstand und Roter Karte. Wir sind für unseren Riesenaufwand letztendlich noch belohnt worden, Glück gehört dazu. Aber solche Zitterspiele wollen wir sicherlich nicht immer haben.“

Kraus: „Kräfte haben nachgelassen“
Jenas Trainer Daniel Kraus erklärte: „Ich hätte heute Morgen nicht gedacht, dass ich mich auf der Pressekonferenz ärgern würde, ohne Punkte dazustehen. Wir haben gut verschoben und die Räume eng gemacht und durch einen Standard ein Tor erzielt. Aber Frankfurt hat auch zu zehnt die Klasse, uns auseinanderzuspielen und mit der Zeit sind unsere Kräfte geschwunden.“

Zahlreiche Verlegungen
Die restlichen vier Spiele des ersten Bundesliga-Spieltags wurde wegen der Teilnahme der U20-Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft in Japan auf einen späteren Zeitpunkt verlegt. Auch vier Spiele des am kommenden Wochenendes angesetzten zweiten Spieltags werden aus demselben Grund an einem neuen Termin ausgetragen.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

43 Kommentare »

  • H2O sagt:

    Glückwunsch nach Potsdam und Frankfurt. 🙂
    Für die Liga ist ein 9:1 natürlich keine gute Werbung…

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  • Nicole sagt:

    Es gab einmal eine Zeit, das gehörte Fairness zum Sport und zur Fairness gehörte Anstand und zum Anstand gehörte es, sich auch im Triumph zu mäßigen.

    Zugegeben, Fairness war nie die Stärke von Frauen. Aber da gibt es doch auch Männer bei diesen Zickenkriegen, die mäßigend einwirken könnten!

    Ein Sieg, der den Gegner demütigt ist einfach widerlich! Und ein 9:1 Siegt ist keine Leistung, sondern einfach nur unanständig! Wie sagt Schiller schon in seinem „Lied von der Glocke“? „Da werden Weiber zu Hyänen …“

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  • Sokrates sagt:

    Glückwunsch nach Potsdam und Frankfurt. 🙂
    Für die Liga ist ein 9:1 natürlich keine gute Werbung…

    Richtig, H2O. Und das Ergebnis von Frankfurt mit zwei späten Toren ist keine gute Werbung oder sogar Anti-Werbung für Frankfurt. Das Ergebnis (und die Spielweise?) schließen nahtlos an die letzte Saison an. Der Frankfurter Kader muss doch den Anspruch haben, eine fußballerisch limitierten Gegner wie Jena mit offensivem Fußball zu dominieren und auszuspielen und mit 5:0 oder einem ähnlichen Ergebnis zu schlagen. Wie lange lässt Dietrich diesen Trainer noch im Amt und wen holt er nach der überfälligen Entlassung von Kahlert als neuen Coach während der laufenden Saison?

    Kann jemand vielleicht die Aufstellungen von Frankfurt und Turbine hier posten? Danke.

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  • qwert sagt:

    Unfair, unsportlich, unanständig und widerlich???. Lol, mir fällt echt nichts mehr ein, wie ich das kommentieren sollt.

    Hier frage ich mich, wieso manchmal Kommentaren von mir nicht zugelassen werden, aber so ein Kommentar hier erscheint?.

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  • wfm sagt:

    @Sokrates
    Nun, der letzjährige Meister Potsdam hat Jena am 17. Spieltag auch nicht gerade vom Platz gefegt. Und bis zur Halbzeit hat sich Sindelfingen mit dem 2:0 noch achtbar aus der Affäre gezogen, bis der Trainer der fatalen Einfall hatte, gegen Potsdam in die Offensive gehen zu wollen. Da haben sie dann in 5 Minuten 4 Tore kassiert.
    Frankfurt hat immerhin gelernt, dass es auch Stürmerinnen gibt und dass man auch kämpfen muss, zumal wenn man seit der 37. Minute nur noch mit 10 Spielerinnen auf dem Platz stand.

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  • Maximus sagt:

    Erst dachte ich: Nicht schon wieder, Frankfurt ! Dann aber dachte ich erleichtert: Mit 10 Spielerinnen einen Rückstand in einen Sieg verwandelt und das entscheidende Tor kam auch noch von Simon ! Es ist ja so schön, wenn der Schmerz in der vorletzten Minute nachläßt ;-).

    Ach ja: Warum, Herr Kahlert, kam Simone Laudehr erst in der 2. Halbzeit ? Wurde da vorher gewürfelt, wer zuerst darf ? DAS würde ich mir an Ihrer Stelle schnell abgewöhnen !

    Ja, und Potsdam hat nicht so gut gespielt wie möglich, sagen Sie, Herr Schröder ??? Und Sindelfingen hat seine Möglichkeiten ausgeschöpft ? Jaja, wie immer das Skalpell auf der Zunge…

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  • Speedy75 sagt:

    Dass Potsdam so hoch gewann lag auch mit daran das Sindelfingens Trainer Koutroubis mit den 2 Wechsel kurz vor der Halbzeit und dann gleich nach der Halbzeit viel mehr auf offensive setzte. Gegen das 5-4 „Bollwerk“ der ersten Halbzeit wäre kein so hohes Ergebnis zustande gekommen.

    Im Zweitligaspiel das ich noch geschaut habe hat Crailsheim gegen die 2te von Frankfurt mit 2:1 gewonnen.

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  • yellow'n'blue sagt:

    was soll an einem 9:1 unsportlich oder unfair sein ? ich kann mir sehr gut vorstellen,dass die meisterschaft auch über das torverhältnis entschieden wird, von daher kann man es sich nicht leisten absichtlich schlechter zu spielen.

    zu frankfurt fällt mir nichts ein. Kahlert bekommt es offensichtlich immernoch nicht auf die reihe ein team zu formen.
    kompliment an jena. ich denke einige haben erwartet,dass sie hoch verlieren. so wirds was mit dem klassenerhalt.

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  • Ralf Wolfram sagt:

    Frankfurt hat das Problem, ich vergleiche mal. Ein Gestüt kann noch so viele erfolgreiche Rennpferde kaufen. Wenn der Jockey von Pferden nichts versteht gibts keine Erfolge.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Zuerstmal ist es schade, dass ein BL-Saisonauftakt mit einzig 2 Partien erfolgt, da ist irgendwas in der Planung wohl völlig daneben gegangen!
    Allerdings kommt es dann zu absolut konträren Begegnungen, wo die 2 Titelaspiranten auf Teams der unteren Region treffen und Langeweile kommt überhaupt nicht auf. Zum Titel geblasen und dann gerade nochmal am Fehlstart vorbeigeschrammt, gegen eine Mannschaft mit konditionellen Problemen, die selbst die numerische Überzahl nicht zu nutzen vermag.
    Der VfL war für meine Turbinen der denkbar beste Auftaktgegener, leider ist jetzt erneute Spielpause, obgleich ich durchaus einiges an Potenzial bei der blutjungen Truppe entdecken konnte. Solche Niederlagen haben ihre Dynamik und einen Lerneffekt. Bei TP ist das Spiel jetzt schon abgehakt. Ich aber habe ein Resümee, in dem Lisa Evans einen besonderen Stellenwert einnimmt, denn sie hat mir recht gut gefallen – sie war immer mannschaftsdienlich, hat Torgefahr ausgestrahlt und mannigfaltige Qualitäten unter Beweis gestellt, so dass ich mir ziemlich sicher bin, wir werden von ihr öfter hören. Eine Verpflichtung mit Zukunft, wie eigentlich die anderen auch, denn homogen wirkte das Teamgebilde auch schon, was sicher eine Frage der Saisonvorbereitung ist.

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  • Detlef sagt:

    @Markus,
    die „Linda“ heißt in Wirklichkeit LISA!!!

    Ansonsten kann man Bernd Schröder wohl rechtgeben, daß da in allen Mannschaftsteilen noch gut Luft nach oben ist!!!

    Es war doch klar, daß SiFi hinten Beton anrühren würde, und vor allem über Konter zum Erfolg kommen wollte!!!
    In Hälfte Eins hat zumindest die Bollwerk-Strategie funktioniert, weil TURBINE viel zu ungenau agierte!!!
    Wo 7-9 Sindelfingerinnen im eigenen 16-er stehen, kann man den Ball eben nicht in den freien Raum spielen, denn da gibt es keinen!!!
    Und die genauen Zuspiele in den Fuß kamen in Hälfte Eins viel zu selten, sodaß immer ein SiFi-Bein zur Stelle war, um die Murmel wegzuspitzeln!!!

    Die Umstellungen von Koutroubis ergaben für Potsdam dann in Hälfte Zwei genau die Räume, die vorher nicht da waren!!!
    Denn auch jetzt waren die meisten Zuspiele immer noch zu ungenau, um sie direkt verarbeiten zu können!!!
    Aber nun konnten sich die TURBINEN im Raum die Bälle erlaufen!!!
    Mit jedem Tor wuchs jetzt das Selbstvertrauen des deutschen Meisters, und es sank die Moral der Platzherrinnen!!!

    Aber im Mittelfeld und der Abwehr des deutschen Meisters, zog ein gefährlicher Schlendrian ein, wovon einer dieser blöden Schnitzer auch zum Gegentor führte!!!

    Wer weiß was passiert wäre, wenn Koutroubis bei seiner Beton-Strategie geblieben wäre!!!
    Gewonnen hätte SiFi damit sicherlich nicht, aber ihnen wäre eine derartige Klatsche erspart geblieben!!!

    Damit ist den Württembergerinnen nun schon im ersten Spiel sehr deutlich vor Augen geführt worden, wie der Hase in Liga Eins läuft!!!
    Sie können/müssen nun gegen den direkten Abstiegskontrahenten aus Gütersloh zeigen, daß sie auch Offensivqualitäten besitzen, und die ersten Punkte einfahren!!!

    Der andere Mitkontrahent, um das Erreichen des rettenden Platz 10 hat heute bewiesen, daß man auch einen Meisterschaftsanwärter ins Schwitzen bringen kann!!!
    Glückwunsch nach Jena, schade das es nicht zumindest für einen Punkt gereicht hat!!!

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  • Markus Juchem sagt:

    Danke, Detlef, ist korrigiert.

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  • TomS sagt:

    Nur Info:
    Eine Zusammenfassung Frankfurt-Jena lief gerade beim mdr-„sport im Osten“ über den Schirm. Also Bilder gibt es schonmal, vielleicht werden sie auch online gestellt.

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  • Guido sagt:

    Mich würde wirklich einmal interessieren, wie das Spiel in Frankfurt von jemandem gesehen wurde, der vor Ort dabei war.

    Rein von den Daten her sieht es ja nach einem extrem holprigen Dusel-Sieg aus. Allerdings, wenn man in den Berichten von mehreren Aluminium-Treffern, einem Gegentor aus dem Nichts usw. liest, dann klingt das nach einem eigentlich überlegenen Spiel, das aber insgesamt einen sehr unglücklichen Verlauf für den FFC genommen hat und das die in Unterzahl spielende Mannschaft mit viel Moral umgebogen hat. Letzte Saison hat der FFC in solchen Spielen Punkte gelassen; vielleicht ist gerade dieser „dreckige“ Sieg ein erster Hinweis darauf, dass dieses Jahr ein anderer FFC auf dem Platz steht, der dieses Mal um jeden Punkt fighten wird. Vielleicht war das aber auch ganz einfach eine indiskutable Leistung, die die Aufbruchstimmung am Brentano-Bad gleich mal empfindlich gedämpft hat.

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  • Detlef sagt:

    Das 1:9 erzielte übrigens nicht YUKI, sondern es war ein Eigentor der Sindelfingerin Tamar Dongus!!!

    @Sokrates,
    Die Aufstellung von TURBINE findest Du hier;

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  • Till sagt:

    Also ich muss sagen, dass ich Frankfurt in dem Spiel sehr schwach fand. Ich hab es live in Frankfurt gesehen und was da von Seiten der Frankfurter an Fehlpässen und fehlender Präzession in den Pässen kam, kann nicht der Anspruch einer Spitzenmannschaft sein.

    Auch der Kampfeswille und der Einsatz hat bei dem Großteil der frankfurter Mannschaft über fast die kompletten 90min nicht gestimmt, wenn das alles war, dann wird Frankfurt definitiv nicht Meister.

    Das 2:1 ist dem einzigen wirklich guten Angriff gefolgt und danach ist Frankfurt aufgewacht. Die letzten fünf Minuten konnte man dann auch wirklich sehen, dass die Mannschaft gewinnen will, was vorher nur einzelne Spielerinnen phasenweise rübergebracht haben.

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  • be sagt:

    Ja, Beitrag ist beim MDR jetzt online:

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  • qwert sagt:

    Highlights 1 FFC Frankfurt vs FF USV Jena.

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  • Marcel sagt:

    Da hat die „Natio“ fast Schiffbruch erlitten gegen den vermeintlichen Absteiger aus Jena.

    Bei Turbine scheints nach dem Ergebnis ein lockerer Aufgalopp gewesen zu sein.
    In der ersten HZ hätte man das auch wörtlich nehmen können da war doch wenig Tempo im Spiel.Was natürlich auch ein wenig der „Mauertaktik“ von Sindelfingen geschuldet war.Spielerisch viel da nicht viel ein und so mussten die Standarts herhalten ein Abstauber nach ner Ecke und ein schöner Hanebeck Freistoß.Die 2.HZ wesentlich verbessert auch weil Sindelfingen dann endlich mal mitspielen wollte.Aber auch endlich mehr Tempo im Spiel von Turbine und auch die Fehlpässe hielten sich in Grenzen.Siehe da plötzlich schlugs fast im Minutentakt im Sindelfinger Tor ein.
    Gefallen haben mir heute fast alle Neuzugänge. Sara Doorsoun-Khajeh hat mir in der Abwehr sehr gut gefallen aggressiv und Zweikampfstark nur der Fehler vorm Gegentor bleibt ein wenig negativ hängen.
    Lisa Evans gefiel mir durch ihre Geschwindigkeit und machte viel Wirbel mit Göranson auf ihrer Seite.
    Steffi Mirlach könnte bei Ecken und langen Freistössen goldwert sein.Scheint unheimlich kopfballstark zu sein.
    Nur bei Keelin Winters weiss ich nicht so recht hat einige unnötige Fehlpässe und wirkt manchmal behäbig.Aber nun gut war auch ihr erstes Pflichtspiel für Turbine.
    Andonova hat mir auch sehr gut gefallen obwohl sie gar nicht so viel Zeit hatte, doch ein Tor und ich glaub sogar ne Vorlage können sich sehen lassen.Vielleicht schafts sie es ja dies Saison sich in der 1. festzuspielen.

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  • Speedy75 sagt:

    Ach übrigens noch eine kleine Ergänzung zu oben. Beim Zweitligaspiel zwischen Crailsheim und der 2ten von Frankfurt war heute auch Alex Krieger über 90 Minuten im Einsatz.

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  • laasee sagt:

    Turbine look good.
    Lisa Evans had an impressive debut game.
    Patti Hanebeck is absolute class.

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  • Ralf sagt:

    9 Tore unfair unanständig…

    😀 😀 wird immer lustiger hier.
    Ich frag mich ob die Mannschaft dann einfach bei nem 3:1 vom Platz gehn soll oder einfach aufhören zu spielen und nur noch rumplänkeln…??
    Was muss man genommen haben um solch ein Kommentar zu verfassen…
    😀

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Nun, qwert hat da ein prominentes Vorbild, was diese Art der Stellungsnahme zu FF-Spielergebnissen anbetrifft!
    Ich glaube mich zu erinnern, dass selbst Herr Blatter persönlich den deutschen 11:0-Sieg über Argentinien bei der WM 2007 ähnlich kritisierte.
    Beweis–> http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/wm-in-china-deutsches-schuetzenfest-nicht-gut-fuer-den-frauen-fussball-1463038.html

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  • FFFan sagt:

    Vfl Sindelfingen – Turbine Potsdam:

    In dieser Partie waren die Rollen von vornherein klar verteilt: hier der Aufsteiger, mit der jüngsten Mannschaft der Liga und ohne eine einzige bundesligaerfahrene Spielerin, dort der amtierende Deutsche Meister, der zwar einige Veränderungen im Kader zu verkraften hat und zudem verletzungsbedingt auf mehrere Spielerinnen verzichten muss, von dem Trainer Bernd Schröder aber behauptet, die Mannschaft sei noch stärker als im Vorjahr.

    So war es wenig überraschend, dass Sindelfingens Trainer Niko Koutroubis zunächst ein ultradefensives System wählte: vor Torhüterin Jessica König (Neuzugang Pascale Küffer ist verletzt und die bisherige Nr.1, Simone Holder, noch gesperrt) verteidigte eine Fünferkette, die sich selbst bei eigenem Ballbesitz nicht nach vorne bewegte, und vor dieser noch mal eine Viererkette – also quasi ‚beide Mannschaftsbusse vor dem eigenen Tor geparkt‘! Vorne rieb sich Jana Spengler als einzige Sturmspitze gegen Potsdams Dreierkette auf.

    Gegen diese destruktive Taktik des Aufsteigers taten sich die ‚Turbinen‘ überraschend schwer. Immer wieder verhedderten sich die Stürmerinnen in den eng gestaffelten Abwehrreihen; anstatt den Platz auf den Außenbahnen zu nutzen, versuchte man es zu oft durchs Zentrum, aber mit ca. 15 Spielerinnen am und im Sechzehner war die Mitte dicht. Außerdem machten die Potsdamerinnen sich durch eine Vielzahl von Abspielfehlern und Konzentrationsschwächen selbst das Leben schwer. Gefährlich wurde es fast ausschließlich durch Standards, und nicht zufällig resultierten aus solchen auch die beiden Treffer vor der Pause.

    Warum Koutroubis dann trotz dieses relativen Erfolges zu Beginn der zweiten Halbzeit seine Defensivtaktik aufgab und eine seiner drei Innenverteidigerinnen zugunsten einer zweiten Stürmerin opferte, bleibt rätselhaft. Zwar setzte der VfL nun auch offensive Akzente und konnte ungeahnte Schwächen in der neuformierten Turbine-Hintermannschaft aufdecken; beim ‚Ehrentreffer‘ der Gastgeberinnen war die zur 2.HZ für Draws eingewechselte Mirlach zu weit weg von Torschützin Natalia Mann, und in der 70.Minute verhinderte nur eine Weltklasseparade der ansonsten weitgehend beschäftigungslosen Alyssa Naeher das zweite Gegentor durch einen Kopfball von Spengler. Aber auf der Gegenseite wurde Sindelfingens Abwehr zunehmend löchrig und der Meister nutzte dies weidlich aus. Allein zwischen der 76. und 81.Minute erzielten die Gäste vier Tore (warum der letzte Treffer offiziell Yuki Ogimi gutgeschrieben wurde, ist mir schleierhaft, das war ein ‚glasklares‘ Eigentor!).

    Fazit: der VfL Sindelfingen wird es mit der gezeigten Leistungen schwer haben, sich in der Bundesliga zu behaupten. Gegen Turbine mußte die junge Mannschaft reichlich ‚Lehrgeld‘ bezahlen. Ob Potsdam tatsächlich stärker ist als letzte Saison, läßt sich dagegen noch nicht sagen. Dazu war das Spiel zu einseitig. Turbine-Coach Schröder war jedenfalls mit Recht nicht ganz zufrieden, denn noch läuft bei seiner Mannschaft nicht alles ‚rund‘.
    Obwohl Turbine über viele starke Spielerinnen verfügt, ist Patricia Hanebeck besonders hervorzuheben. Viele Tore und torgefährliche Aktionen wurden von ihr eingeleitet; nachdem sie in der zweiten Halbzeit nicht mehr so oft in den Strafraum drängte, sondern sich mehr ins Mittelfeld zurückfallen ließ und nach Keelin Winters‘ Auswechslung deren Position übernahm, hatte sie mehr Platz und konnte mit genauen Pässen und Flugbällen die Stürmerinnen in Szene setzen. Denn eine Spielmacherin braucht Spielerinnen vor sich, für die sie das Spiel ‚machen‘ kann!

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  • Sheldon sagt:

    FFFan: Nunja, in Sindelfingens Fall nützt es nichts, ob man nun 0:2 oder 1:9 verliert. Es zählt jeder Punkt. Und wenn man 0:2 im 1. BL-Spiel zurückliegt, dann gibt man natürlich alles, um das Spiel noch zu drehen, auch wenn man dabei Gefahr läuft, unter die Räder zu geraten.
    Auch wenn Sindelfingen jung und noch unerfahren ist, dieses Risiko wurde von Potsdam ausgenutzt, von anderen Mannschaften vielleicht nicht, und dann steht es tatsächlich 2:2 und nicht 1:9.

    Mir gefällt die Aufstellung schon sehr gut, vor allem, dass sich wohl Evans/Göransson sehr gut eingespielt haben und auf der anderen Mittelfeldseite Doorsoun sich auch hineingefunden hat. Hinten würde ich allerdings tatsächlich eher auf Steffi Mirlach statt Steffi Draws setzen.

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  • grammofon sagt:

    Ein Paar Bemerkungen zur neuen potsdamer Mannschaft:

    Evans: Zeigte viel Motivation und auch Qualität. Ich hätte sie vor der Saison eigentlich eher als Auswechselspielerin getippt aber sie hat sich anscheinend schon voll integriert.

    Winters: Einige haben sie hier kritisiert, aber sie hat eine unglaubliche Technik, und dieses Spiel lag ihr eigentlich sehr gut. Hinter dem SiFi Bollwerk war sie es, die den Raum hatte die Bälle zu verteilen. Und das hat sie eigentlich sehr gut gemacht.

    Andonova: Es freut mich riesig für sie, dass sie jetzt endlich mal für mehr als 5 Minuten spielen darf. Sie hat 3 Tore (2 für Anonma und das Eigentor) vorbereitet und selbst eins geschossen. Ich habe schon lange erwartet, dass sie endlich in den ersten Kader stößt und das hat sie jetzt anscheinend getan. Sie ist jung und hat unglaubliche Qualitäten. Da kann man noch einiges erwarten.

    Ogimi: Weltmeisterliche Stürmerin, klar. Aber irgendwie komisch, dass sie nach der Auswechslung von Winters ins defensive Mittelfeld gerückt ist (die alte Odebrecht-Position), oder zumindest mit Hanebeck da auf der gleichen Linie war. In der letzten Saison wurde sie schon einige Male (ich meine nicht erfolgreich) im Mittelfeld ausprobiert, aber dieses Mal hat sie sich da eigentlich sehr gut geschlagen. Naja, mal sehen. Gegen eine andere Mannschaft sieht es im Mittelfeld auch ganz anders aus. Ihr Tor war genial.

    Kemme: Super, dass sie der neue Kapitän ist. Aber in der Abwehr (1. HZ) finde ich sie besser. Draws war heute nicht genial, aber gibt es im rechten Mittelfeld keine bessere Alternative? Cramer vielleicht, wenn sie wieder da ist, oder Doorsun (die angeblich alles spielen kann)?

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  • speedy75 sagt:

    @FFFan
    Sehr gute Zusammenfassung von Dir. Als jemand der live vor Ort war kann ich das so bestätigen. Hatte ja gestern noch meinen Eindrücke kurz via UTMS in nem anderen Thread mitgeteilt.

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  • waiiy sagt:

    @Sheldon: Sarah hat eindeutig in der Abwehr (zentral) gespielt und Ulla rechts. War für mich zwar auch überraschend (weil es auch in den Vorbereitungsspielen anders war), aber es war so. Es gilt wieder der Satz: „Schröder wird sich etwas dabei gedacht haben.“

    Im Potsdamer Spiel war gut, dass sich alle Offensivkräfte in die Torschütztenliste eintragen durften. Das sollte Sicherheit geben. Gerade im Fall von Yuki bin ich beruhigt. Sie darf diese Saison in der 1. Hälfte nicht in so ein Loch fallen wie nach dem WM-Titel. Sonst wird es eng vorn.

    Der Freistoß von Patti war mit Ansage und erinnerte stark an das Tor gegen Duisburg vergangene Saison. Schön, dass sie das reproduzieren kann und es kein Zufallstreffer ist (wie bei anderen bekannten Freistoßschützinnen).

    Die „dünne“ Bank bei Potsdam (Kommentator) ist zu erklären, wenn man in die 2. Mannschaft schaut, die gestern auch gespielt hat. Dort hießen die Torschützen Kulis, Starke, Dillmann und im Tor stand Sarholz. Die Devise hieß also: „Besser 90 Minuten in der 2. Mannschaft als in Sindelfingen auf der Bank“. Die Einzige, die ich ganz vermisst habe, ist Heleen Jaques.

    waiiy

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  • Zetbo sagt:

    @FFFan
    Der Treffer zum 9:1 wird inzwischen auch offiziell als Eigentor von Tamar Dongus gewertet.

    @waiiy
    Heleen Jaques war wegen einer Spielsperre aus der belgischen Liga nicht spielberechtigt.

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  • jochen-or sagt:

    Schön sind die 3 Punkte + Zusatz für das Torverhältnis.

    Ansonsten finde ich, dass das Spiel wenig Aussagewert hat.
    Von Evans habe ich schon nach ihrem Auftritt in Potsdam mit Glasgow City viel gehalten und sie auch als Stammspielerin gesehen.
    Ihre Qualität hat sie gestern gegen eine schwache Truppe, aber immerhin massierte Abwehr bestätigt.

    Für mich gab es allerdings eine weitere – eher negative – Erkenntnis. Bei den wenigen ernsthaften Angriffen von Sindelfingen, die man wohl an einer Hand abzählen kann, sah für mich die 3-er-Abwehrreihe gar nicht gut aus.
    Da muss man wohl mal abwarten, wie sich die gegen einen ernsthaften Gegner zeigt.

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  • Sheldon sagt:

    @jochen-or: Nun, wir sollten bei der Abwehr wirklich noch ein bisschen abwarten. Das muss sich alles noch finden. In der letzten Spielzeit standen meist Singer, Peter und Zietz in der Abwehr, ansonsten Schmidt.
    Nicht einmal zwei von den jetzigen Abwehrspielerinnen im Kader haben bisher in der Bundesliga zusammengespielt. Das braucht natürlich Zeit. 4 Wochen bis zu Frankfurt, 3 Wochen bis zu Duisburg, da könnte es eng werden.

    Aber ich bin guter Dinge! Die Offensive ist fantastisch und eingespielt, der Sturm Evans – Anonma – Nagasato und die Offensivreihe Göransson – Hanebeck – Doorsoun (sehe ich einfach im Mittelfeld stärker als Kemme) sind absolut top. Die Vielseitigkeit der Offensive ist atemberaubend. Hanebeck mit ihren Standards, die Außen zielsichere Flanken, da braucht man sich keine Sorgen zu machen.

    Und hinten drin hat man dann immer noch Naeher, die einfach auf einem Weltklasseniveau spielt.

    Es ist unglaublich, was da noch für die Zweite Mannschaft abfällt. Kein Wunder, dass auch die Serienmeister sind!

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  • waiiy sagt:

    @jochen-or: Ich denke, dass es mit Heleen (und später vor allem mit Johanna Elsig) dann anders hinten aussehen wird. Außerdem wird Keelin gegen einen starken Gegner deutlich defensiver stehen. Sie hat ja gestern praktisch auf einer Linie mit Patti gespielt.

    Ich kann mir auch vorstellen, dass Schröder nach den Erfahrungen der letzten Saison je nach Gegner wieder auf ein 4-4-2 umstellen wird. Damit hat er ja zuletzt mehr Stabilität ins Spiel bekommen. Aber das braucht sicher nicht gegen einen Gegner passieren, bei dem man erwarten kann, dass er hinten drinstehen wird.

    waiiy

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  • Sheldon sagt:

    @waiiy: 4-4-2 passt nicht zu Potsdam und ehrlich gesagt, hat mich dieses Spielsystem in der letzten Saison nicht überzeugt.

    Vorne brauchst du einfach heute drei Spitzen, das hat jeder Verein, auch wenn es bei den meisten die beiden Außen sind, die noch als Stürmerinnen mitfungieren.

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  • qwert sagt:

    @schenschtchina, ich habe bis jetzt den 9:1 Sieg der Turbinen nirgends und in keinster Weise kritisiert. Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

    Das Spiel der Turbinen waren m.E sehr gut. Vielleich, fehlt da noch ein bisschen Kreativität im Mittelfeld, vor allem im 1HZ.
    Ogimi hat mir als Mittelfeld Spielerin sehr gut gefallen. Sie hat als Mittelfeld Spielerin viele kreative Impulse im 2HZ. eingebracht. Sie ist die einzige gewesen, die in der Lage war, die Sindelfinger Abwehr 3 oder 4 mal aus zu hebeln und Großchancen für Andonova & Anonma zu kreieren.
    Sie hat auch als Mittelfeld Spielerin, das Spiel mehr und öffter nach aussen verlegt, so dass man die SiFi Betonmauer durch Flanken von Aussen umgehen konnte.
    Vielleich ist es gar nicht so falsch, Ogimi im Mittelfeld auf zu stellen. Jetzt, wo Odebrech weg und Zietz noch verletzt ist.

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  • waiiy sagt:

    Zum Zittersieg von Frankfurt kann ich eigentlich gar nicht soviel sagen. Aber mir ist aufgefallen, dass man trotz hochwertiger Einkäufe Spielerinnen wie Smisek, Behringer und Weber nicht ersetzen kann. In allen Begegnungen, die ich gesehen habe (die zumeist die wirklich schwierigen für Frankfurt waren), haben diese Spielerinnen auf ihren Positionen kaum überzeugt und weder spielerisch noch für die Mannschaft intern Akzente gesetzt. Von daher verstehe ich nicht, dass da nicht auf Alternativen zurückgegriffen wird bzw. für diese Positionen keine Alternativen verpflichtet wurden.

    Insgesamt würde ich das Ergebnis aber nicht so negativ bewerten. Klar geht man gern mit einem überzeugenden Spiel in eine Saison. Aber nach dem Spielverlauf kann so ein Spiel auch mal ins Auge gehen. Dann wäre man vielleicht die ganze Saison hinterhergelaufen. Jetzt war es ein Warnschuss, den man mit 3 Punkten überstanden hat. Die Frage, wie gut Frankfurt und Potsdam sind, beantwortet sich beim Spiel gegeneinander, dass ja auch bald ansteht…

    waiiy

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  • waiiy sagt:

    Zur 1. Halbzeit gestern in Sindelfingen wurde schon einiges geschrieben. Aber ich habe dazu eine andere Meinung:

    Die Spielweise von Sindelfingen war logisch und zu erwarten. Sie wurde übrigens letzte Saison in der Champions League der Männer berühmt, wo sich eine Mannschaft damit sehr weit spielen konnte…

    Ich finde, dass Potsdam gegen dieses Bollwerk hervorragend gespielt hat. Die Mannschaft ist ruhig geblieben. Es gab immer mal wieder eine Chance. Wenn man nicht durchkam, versuchte man, Standards zu erzielen und so Torgefahr auszustrahlen. Das sieht man im Fußball längst nicht bei allen spielüberlegenen Mannschaften, die gegen einen extrem defensiven Gegner antreten müssen. Da hilft nur Geduld und das Nutzen einer der wenigen Chancen, damit dass Deffensivgefüge gelockert werden muss. Das hat wunderbar geklappt.

    Da zahlt es sich aus, dass man nach hohen Bällen immer Gefahr im Strafraum schürt und sich Kopfball- oder Schusschancen (wie gestern bei Winters) ergeben. Außerdem ist es da klasse, wenn man Freistoßschützinnen (wie Hanebeck und Göransson) hat, die Freistöße von der Strafraumgrenze verwerten können.

    Man darf auch nicht verkennen, dass auch die Spielerinnen aus Sindelfingen verteidigen und die Räume zustellen können. Das sollte auch die Erkenntnis für den Aufsteiger sein, dass man durchaus mithalten kann, wenn man defensiv operiert.

    waiiy

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  • Detlef sagt:

    Ich denke, daß wir die gestrige Abwehrvariante nicht mehr wiedersehen werden!!!
    Es wurde in den brenzligen Situationen deutlich, daß diese Variante nicht eingespielt ist!!!
    Mich hat Schröders Aufstellung schon ziemlich gewundert, daß er STEFFI auf der Bank sitzen ließ, und dafür SARA in die IV stellte!!!

    STEFFI hat ja die meisten Testspiele auf dieser Position gespielt, und dabei gar keine schlechte Figur gemacht!!!
    Außerdem war HELEEN nur dieses eine Spiel gesperrt, und ist nun bereit, ihre Stelle als JOHANNA-Ersatz anzutreten!!!

    Anmerkung ganz nebenbei,
    Vieleicht könnte Markus uns in diesem- (oder einem extra-) Beitrag mal über die Regeln in Kenntnis setzen, wie eine Rotsperre aus der belgischen Liga, in der Bundesliga wirksam werden kann???
    Ich habe bisher niemand gefunden, der mir das erklären, bzw ein Beispiel nennen konnte!!!

    Zurück zu TURBINE,
    Ich fand SARAs Talent in der Abwehr verschenkt!!!
    Sie ist zwar unheimlich schnell, aber keine wirkliche Defensivspezialistin!!!
    Ich glaube fest daran, daß sie ihren Platz im rechten Mittelfeld finden, und mit schnellen Flügelläufen die Spitzen füttern wird!!!

    KEELIN machte zwar ein gutes Spiel, aber ich glaube ihre Leistenprobleme sind noch nicht ganz ausgestanden!!!
    Deshalb wahrscheinlich auch der frühe Wechsel!!!
    Ihr unterliefen gestern sehr viele Fehlpässe, was man in den Testspielen eher selten bei ihr sah!!!
    Wenn sie mal ausfallen sollte, ist zumindest im Moment kein Ersatz da!!!
    Langfristig könnte KRISTIN in diese Rolle schlüpfen, aber zuerst muß sie mal gesund und fit werden!!!

    YUKI fand ich im Mittelfeld etwas verloren!!!
    Sie fand erst recht spät in die Partie, und hatte mit SiFis Defensiv-Taktik große Probleme!!!
    Ihr Tor war dann aber klasse gemacht, und es gab ihr sichtlich mehr Stabilität!!!

    AYOMA war sehr fleißig, und ein ständiger Unruheherd!!!
    Aber auch sie hatte mit der Sindelfinger Beton-Strategie ihre liebe Müh und Not, und versuchte krampfhaft Räume zu schaffen!!!
    Als SiFi die Räume dann anbot, machte AYOMA gern Gebrauch davon!!!
    Freut mich für sie, daß sie ihrem Saisonziel gestern um 2 Tore näher gekommen ist!!!

    Sehr gefreut habe ich mich auch über NATASCHA!!!
    Ihre zwei Torvorlagen für AYOMA (beim Eigentor gab LISA die Vorlage) und ihr sehenswerter Treffer zum 8:1 nähren die Hoffnung, daß ihr in dieser Saison der ganz große Durchbruch gelingt!!!

    Insgesamt bleibt es aber dabei, daß es in allen Mannschaftsteilen noch Steigerungspotential gibt!!!
    Nach öfterem Anschauen der Bilder auf DFB-TV bin ich mir fast sicher, daß der Ball von Natalia Mann nicht unhaltbar war, da sie ihn nicht voll traf!!!
    Natürlich sahen vorher TUBBY, SARA und STEFFI auch nicht besonders gut aus, und ALYSSA (die auch zwei starke Paraden hatte) war hier nicht ganz auf der Höhe!!!

    Jetzt sind noch zwei Wochen Zeit, um an den Unzulänglichkeiten zu arbeiten, ehe man dann in Duisburg auf einen wesentlich stärkeren Gegner treffen wird!!!

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  • Herr Schulze sagt:

    Frankfurt knüpft nicht nur spielerisch, sondern auch mit den Trainer-Kahlert-Kommentaren nahtlos an die vergangene Saison an. Er wolle sowas nicht mehr sehen!!!
    @waiiyi: Ich bin zumindest hinsichtlich Sandra Smisek derselben Meinung, die ich bei allen Qualitäten etwas über dem Zenit ihres Leistungsvermögens sehe. Ich empfand sie in der letzten Saison oft mehr als einen Hemmschuh, denn als eine Lenkerin.
    Der Grund, dass sie immer wieder spielt, auch wenn sie selten überzeugt, ist bestimmt nicht, dass es keine Alternativen zu ihr gäbe, sondern dass Trainer Kahlert diese nicht sieht oder sehen will. Wenn Dzenifer kommt, muss ja jemand weichen, denk ich. Wer sonst?
    In der Abwehr fürchte ich nach den Erfahrungen der letzten Spiel in der Vorsaison ein wenig, dass Kahlert mit Saki die nächste Landström-Ekelnummer fährt.

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  • Winter sagt:

    Die Sperre von Heleen (Jaques) würde mich auch mal interessieren. Warum konnte sie nicht spielen in der BL?

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  • Sheldon sagt:

    @Herr Schulze: Das würde ziemlich weh tun, wenn es Saki treffen könnte. Aber auch Crno, Thunebro und Schumann stehen durchaus auf dem Abschuss. Gerade für Crno täte es mir leid! Sie hat in der letzten Saison Frankfurt vor der Riesenblamage in der CL gerettet!

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  • waiiy sagt:

    @Herr Schulze: Wenn Maro kommt, weicht Lira. Damit nimmt man den Gegnern dann auch eine Denksportaufgabe…

    waiiy

    PS: Ja, ich würde mir auch ein „Daumen runter“ geben. Aber ich denke, dass Kahlert so tickt. Begreifen tue ich es auch nicht…

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  • Sheldon sagt:

    Was doch sehr interessant ist, durch den Platzverweis von Bartusiak ist Kahlert auf einmal zu einer taktischen Maßnahme gezwungen worden, die anscheinend 1A eingeschlagen hat, jedenfalls bei den Fans: Die 3er-Kette mit Schmidt, Weber und Peter. Kaum spielten Peter und Schmidt wieder in dem ihnen aus Potsdam bekannten System, da stand die Abwehr bombensicher.
    Wollen wir mal hoffen, dass Frankfurt nicht immer erst ne Rote Karte bekommen muss, damit es läuft! 😉

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  • Sheldon sagt:

    Wenn wir schon dabei sind, ein Verein aus der 3. Liga hat einen neuen, hochkarätigen Trainer: Frank Rost trainiert die HSV-Frauen! Da könnte es demnächst wieder aufwärts gehen mit dem Verein 🙂

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