U20-WM: Wer schafft den Sprung ins Halbfinale?

Von am 30. August 2012 – 0.49 Uhr 26 Kommentare

Am heutigen Donnerstag stehen bei der U20-WM in Japan die beiden ersten Viertelfinals auf dem Programm und in beiden Partien scheint die Favoritenrolle auf den ersten Blick klar verteilt zu sein.

Den Auftakt macht um 9 Uhr (live auf Eurosport) die Partie zwischen Nigeria und Mexiko. Auch wenn die Mexikanerinnen in ihrem letzten Gruppenspiel Neuseeland mit Kampfkraft und viel Leidenschaft beim 4:0 klar in die Schranken verwiesen, geht der Afrikameister nach den Eindrücken der Vorrunde als Favorit in die Partie.

Mexiko optimistisch
Mexikos Stürmerin Sofia Huerta sieht sich vor dem Duell im Nationalstadion von Tokio aber nicht in der Außenseiterrolle: „Das wird ein interessantes Spiel. Denn einerseits verfügen unsere Rivalinnen über Qualitäten, die wir nicht haben, andererseits können wir mit bestimmten Qualitäten aufwarten, die wiederum unser Kontrahent nicht zu bieten hat.“

Anzeige
Desire Oparanozie

Desire Oparanozie, eine der Stützen der nigerianischen U20 © Nora Kruse / ff-archiv.de

Sperren drohen
In beiden Teams sind jeweils vier Spielerinnen mit einer Gelben Karte vorbelastet: Auf Nigerias Seite Blessing Edoho, Gloria Ofoegbu, Desire Oparanozie und Chioma Nwankwo, bei den Mexikanerinnen müssen Arianna Romero, Christina Murillo, Kenia Sanchez und Tanya Samarzich mit Bedacht zu Werke gehen.

Hungrige Japanerinnen
Japans Kapitänin Nozomi Fujita, deren Team im bisherigen Turnierverlauf ebenfalls einen starken Eindruck hinterließ, meint vor dem Duell mit Südkorea (ab 12.30 Uhr live auf Eurosport): „Jede koreanische Mannschaft ist gut, doch ich bin froh, dass wir bereits im Viertelfinale auf sie treffen. Ich denke, wir sind hungriger auf den Sieg als sie.“

Minji wieder fit
Doch auch im Lager der Südkoreanerinnen ist man guter Dinge. „Vor allem der Sieg gegen Brasilien hat uns noch einmal Selbstvertrauen gegeben“, so Trainer Jong Songchon. Hinzu kommt, dass die in den vergangenen beiden Spielen wegen einer Fußverletzung fehlende Yeo Minji wieder einsatzfähig ist. Gleich sechs Spielerinnen der Südkoreanerinnen gehen gelbvorbelastet in die Partie, bei den Japanerinnen sind es nur zwei.

DFB-Elf am Freitag im Einsatz
Am Freitag stehen dann die beiden weiteren Viertelfinals auf dem Programm. Deutschland empfängt in Saitama ab 9 Uhr (live auf Eurosport) Norwegen, danach kommt es ab 12.30 Uhr (live auf Eurosport) an gleicher Stelle zum Duell zwischen Nordkorea und den USA.

Tags: ,

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

26 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    Gute Beobachtung, qwert! Habe ich auch gesehen… Da sollte man mal nachhaken!

    (0)
  • laasee sagt:

    USA are not a good team but today North Korea were very poor.
    The best Korean player is Kim Un Hwa but she only plays 78 minutes.
    She was the brightest talent on the field (and tournament) and a pity not to see more of her.

    USA deserved the win because they have a special attitude of never giving up.
    They are resilient, determined and have massive self-belief, even if the play is not good.

    I think that the winner of Germany v Japan is 100% certain to become Champions.

    (0)
  • qwert sagt:

    Hey, sorry dass ich so neugierig bin. Aber, man darf jawohl noch fragen dürfen, oder?.

    Vielleich muss ich konkrete werden. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass gleich 5 oder 6 US Spielerinnen zur selben Zeit Kopfschmerzen bekommen haben.

    (0)
  • karl sagt:

    @qwert: Das werden dann wohl doch keine Partydrogen oder tranquilizer gewesen sein ? Wahrscheinlich waren es keine tabletten sondern Bonbons , saure drops oder sowas 🙂 🙂

    (0)
  • qwert sagt:

    Bonbons, Tictac oder Smarties schluckt man doch nicht mit einem Ruck runter und kippt Wasser hinterher.

    Der Menschliche Körper verliert bei Anstrengungen diese Art, sehr viel Salz und andere Stoffe durch das schwitzen. Das kann man mit diversen Vitaminen zufuhr kompensieren.

    Was natürlich nicht Doping ist, weil es keine Drogen oder Chemikalien sind. Sondern nur die Stoffen ersetzen, die der Körper im lauf des Spiel verliert.

    Es ist zwar bekannt, dass Fussballer und Athleten im gemeinen, Vitaminen nehmen. Aber, dass man es jetzt schon mitten auf dem Spielfeld einnehmen, habe ich zum ersten mal gesehen.

    (0)
  • qwert sagt:

    Die USA revolutioniert gerade den FF, und sorgen immer wieder für Überraschungen. Leider, kann ich mich irgendwie gar nicht über diese neue Entwicklung freuen. Hoffenlich kommen andere Nationen nicht auf den Gedanken es nach zu eifern. Das wäre der sichere Tod für den FF.

    (0)
  • eisbär sagt:

    Ich glaube das waren Calcium oder Magnesium Tabletten. Jedenfalls ein Mittel, die dazu dienen sollen, Krämpfe vorzubeugen. Wird auch im Männerfußball, wenn es in die Verlängerung geht oder beim Tennis häufiger benutzt.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    Was qwert da gesehen hat, gibt einem schon irgendwie zu denken. Klar kann es sich um Vitamintabletten handeln, aber ist das deswegen weniger schlimm?
    „Vitamine stärken das Immunsystem und sind unverzichtbar beim Aufbau von Zellen, Blutkörperchen, (…)“ (Quelle: http://www.wikipedia.org)

    Ist das keine Leistungssteigerung? Je mehr Vitamine du nimmst, desto mehr Blutkörperchen kannst du bilden, desto mehr Sauerstoff kannst du aufnehmen. Und dadurch wird die Grenze zum Doping unscharf. Und glaub mir, man merkt es durchaus, wenn man so eine Tablette schluckt, gerade im Fußball. Die Konzentrationsfähigkeit steigt sprunghaft, die Antizipation wird besser, du bist einfach frischer im Kopf, ein unschlagbarer Vorteil im Fußball.

    Wenn man mit etwas dopen will im Fußball, dann genau damit! Insofern sollte man dies auf die Anti-Doping-Liste setzen, denn es verursacht einen Leistungsanstieg, der im Fußball vergleichbar einem Testosteron-gedopten Radsportler ist!

    (0)
  • AdiPreissler sagt:

    Keine Vitamine mehr für Fußballer! Obst und Gemüse müssen immer mindestens 12 Stunden lang zu Tode gekocht werden, damit garantiert alle Vitamine vernichtet sind.

    Bei Angerer konnte man auch kürzlich sehen, dass sie zum Frühstück einen Früchtesalat gegessen hat!
    https://twitter.com/#!/NAngerer/media/slideshow?url=pic.twitter.com%2FeOk00IdT

    Und hier sind eindeutig Gemüseschnipsel zu erkennen:
    https://twitter.com/#!/NAngerer/media/slideshow?url=pic.twitter.com%2FNL7sHqtM

    Das sieht mir nach systematischem Obst- und Gemüsedoping in Frankfurt aus!

    (0)
  • be sagt:

    Ähem: Der menschliche Körper kann die wenigsten Vitamine auf Vorrat speichern und scheidet das Überangebot im besten Fall einfach wieder aus. Falls nicht (kommt auf das Vitamin an), dann setzen sie sich dauerhaft als Verunreinigung im Organismus fest und können den Organismus auf verschiedene Weise beeinträchtigen oder schädigen. „Vitaminschock“ ist nicht nur eine Floskel.

    Schlussfolgerung: Entweder, man hat tatsächlich einen diagnostizierten und akuten Mangel und schluckt so ein Zeug unter ärztlicher Aufsicht, bis man seinen Ernährungsplan entsprechend angepasst hat. Oder aber, man lässt die Finger von dem Zeug und fragt sich, warum so etwas überhaupt rezeptfrei verkauft werden darf. Aber solange die nicht aus Drüsenextrakt des Moschuhirschs gewonnen werden…

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @be: Okay, ich verwende zu wenig Smileys 😉 Das dort oben war absolute Ironie. Sollte man meinen! Ist es aber leider nicht, wenn man sich die Dopingliste anschaut. Sie selbst ist der Witz.
    Da steht alles drauf, selbst das billigste Schmerzmittel, die einfachste Salbe, du darfst einfach nichts mehr als Sportler.

    Man könnte nahezu alles auf diese Dopingliste setzen, was den Körper dazu bringt, Topleistungen zu bringen, überhaupt Leistungen zu bringen. Nicht nur Vitamine, nein, auch Nudeln (ungeheuere Kohlenhydratanteil), Fleisch (Eiweiß) oder die Proteinshacks, alles dient dazu, den Körper auf Höchstleistungen zu trimmen.
    Längst ist die Anti-Doping-Liste nicht mehr nur ein Mittel, um sauberen Sport zu generieren, sie dient vielmehr dazu, um jede Form von Höchstleistungen überhaupt zu unterbinden. Es geht dabei nicht mehr darum, wie es ja ursprünglich war, auch eine Art Schutz für den Sportler zu sein, damit er nicht tot aus den Latschen kippt, sondern sie ist eher zum Gegenteil geworden, eine Hürde, die jeder Sportler nehmen muss.

    Die Spielerinnen haben diese Vitamindrops genommen, weil sie diese in ihrer Situation brauchten, um die Leistung zu vollbringen, die von ihnen in dem Moment erwartet wird. Das ist nach heutigen Maßstäben Doping.
    Doch die WADA macht sich damit lächerlich, weil sie damit den Sport zerstört, indem sie Höchstleistungen überhaupt nicht mehr zulässt, sondern letztlich das Ziel besitzt, das sich der Sportler mit den besten genetischen Anlagen durchsetzt und alle anderen auf der Strecke bleiben!

    (0)