Europa: Hattrick für Anja Mittag

Von am 28. August 2012 – 19.07 Uhr 18 Kommentare

Der durch das turbulente Wetter im Frühjahr durcheinander geworfene Spielplan der englischen Liga wird langsam begradigt – und Meister Arsenal nutzte sein Nachholspiel am Wochenende, um den Vorsprung auf Verfolger Birmingham zu vergrößern. In Schweden gelang Anja Mittag ein lupenreiner Hattrick, und in der Republik Irland fiel der Startschuss für die neue Spielzeit.

In der Premierensaison nahmen umfasste die irische Liga noch sechs Mannschaften, jetzt in der zweiten Saison ist mit DLR Waves FC ein neues Team hinzugekommen – allerdings musste die Mannschaft gleich zum Start Lehrgeld zahlen.

Republik Irland: Olympiasiegerin rührt die Werbetrommel
Mit 1:6 unterlag der Newcomer auf eigenem Platz Vizemeister Raheny United, der damit am ersten Spieltag die Tabellenführung übernahm. Auch Meister Peamount United gab sich keine Blöße; die Mannschaft von Trainerin Eileen Gleeson gewann gegen Wexford mit 4:1. Dabei hatte Peamount schon in der Vorbereitung die wohl derzeit bestmögliche Unterstützerin auf seiner Seite: Katie Taylor. Die ehemalige Spielerin der „Peas“ gewann in London olympisches Gold im Boxen und wurde zur gefeierten Heldin. In den letzten Wochen gehörten ihr die Titelseiten der irischen Zeitungen, und Talkrunden in Fernsehen und Radio diskutierten ihre weitere Karriere. Für Peamount absolvierte sie 2010 ihr letztes Spiel, half jedoch in der Vorbereitung die Werbetrommel zu rühren. In der dritten Begegnung des ersten Spieltags gewann Cork gegen die Shamrock Rovers mit 2:1.

Anzeige

England: Arsenal setzt sich ab
Die Nachholbegegnung des zweiten Spieltags bei den Doncastar Rovers Belles nutzte Arsenal mit einem 4:0 zum Ausbau der Tabellenführung. Schon nach 18 Minuten hatte Jordan Nobbs mit einem Doppelschlag für die Vorentscheidung gesorgt. Katie Chapman (42.) und Kim Little (76.) stellten den deutlichen Auswärtserfolg sicher. So war Verfolger Birmingham City gegen Bristol unter Druck. Die Partie, die live auf ESPN übertragen wurde, endete 1:1, wodurch Birminghams Rückstand auf die „Gunners“ nach neun Spieltagen bereits acht Punkte beträgt. Die Nachholbegegnung zwischen Liverpool und Lincoln endete 2:3.

Anja Mittag

Anja Mittag führt die schwedische Torschützenliste an. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Schweden: Anja Mittag bringt Malmö auf die Siegerstraße
Es war ein enges Duell, das sich Linköping und Meister Malmö am 14. Spieltag lieferten. Zweimal war Linköping in Führung gegangen, beide Male konnte Nationalspielerin Anja Mittag ausgleichen und ebnete mit ihrem Treffer zum 4:3 dann auch noch den Weg zum Sieg. Durch einen Treffer von Ramona Bachmann (85.) hieß es am Ende 5:3 für Malmö, wodurch der Titelverteidiger weiter an der Tabellenspitze bleibt. Aber auch Tyresö kam zu drei Punkten. Der Verfolger geann bei Piteå IF mit 5:1 und liegt punktgleich mit Malmö auf dem zweiten Rang. Die weiteren Ergebnisse: Vittsjö GIK – Kristanstad 2:1, Kopparbergs/Göteborg – Umeå IK 5:0, AIK – Djurgården 0:1, KIF Örebro – Mölndal 1:0.

Dänemark: Brøndby weiter vorweg
Vier Spiele, vier Siege – Dänemarks Meister Brøndby baute seinen optimalen Saisonstart am Wochenende weiter aus. Mit 12 Punkten und einem Torverhältnis von 16:1 liegt der Titelverteidiger mit zwei Punkten Vorsprung auf Taastrup FC an der Tabellenspitze. Der Verfolger landete einen knappen 3:2-Auswärtssieg gegen KoldingQ. Aber auch Fortuna Hjørring zeigte sich nach der Niederlage gegen Brøndby aus der Vorwoche gut erholt und fand mit einem deutlichen 5:0-Auswärtserfolg gegen Vejle BK zurück in die Spur. Die weiteren Ergebnisse: OB – B 1913 2:3, B.93/HIK/Skjold – BSF 3:1.

Tags: ,

Sie haben eine Frage zum Beitrag? Dann kontaktieren Sie mich doch per Mail! Oder folgen Sie uns einfach via RSS, Facebook oder Twitter!

18 Kommentare »

  • Katerli sagt:

    wunderbar Anja – das läuft ja toll in Schweden. So sehr sie in Potsdam fehlt, ihr sei es vergönnt. Und Frau Neid darf wohl nicht mehr an ihr vorbeisehen

    (0)
  • Detlef sagt:

    SUPER ANJA!!!

    Ich freue mich für unsere Ex-TURBINE, daß es für sie in Schweden dieses mal so SUPER läuft!!!
    17 Tore hat sie bereits erzielt!!!

    (0)
  • hapl27 sagt:

    Zu dem Schritt nach Malmö kann man Anja nur gratulieren! Sicherlich ist das ein großer Verlust für unsere Bundesliga, aber die Entwicklung die sie in Schweden nimmt ist überragend! Ich hoffe sehr für sie, dass sie ihre Form hält und gesund bleibt und dann bei der EM 2013 gemeinsam mit Celia Okoyino da Mbabi unsere Offensive stellt!

    (0)
  • Jochen-or sagt:

    Nicht schlecht Anja – 17 Tore in 14 Spielen!

    Die nächste in der Rangliste mit 12 Toren und Marta mit nur 7 Toren(aber immerhin 10 Vorlagen).

    (0)
  • laasee sagt:

    Anja is class.

    (0)
  • fisch sagt:

    Und wie ich Anja diesen Lauf von Herzen gönne! Sie kann in Malmö ihr Riesenpotenzial ausspielen. Bei Turbine hat ihr Wechsel die größte
    Lücke in der Vereinsgeschichte gerissen, die je eine abgewanderte Spielerin hinterlassen hat. Bernd Schröder hat das wohl auch etwas anders gesehen, als er Anja ziemlich widerstandslos gehen ließ und mit Maggie an einen gleichwertigen Ersatz glaubte. Einer seiner wenigen großen Irrtümer. Silvia Neid hat nun endlich auch ihr großes
    Können erkannt, eigentlich zu spät. Auf jeden Fall stellt sich hypothetisch die Frage, ob Anjas WM-Ausbootung ein weiterer großer Fehler von S. Neid bei der folgenschweren WM-Pleite mit Olympia-Aus
    gewesen ist.

    (0)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Ich, der bekannter- und zugegebenermassen ein langjähriger Fan von Anja ist, kann mittlerweile die Abstinenz von meiner Lieblingsspielerin ganz gut hinnehmen, weil letztendlich auch genau dieses Aufblühen bei LdB Malmö eine Art Genugtuung für mich darstellt!
    Ich habe sowieso mehrfach in den letzten Jahren gegrübelt, woran es wohl liegen mag, dass Anja insbesondere in der N11 kaum Bedeutung fand, ihr wahres Leisutngsvermögen nie abzurufen in der Lage war, was bekanntermassen auch bei der WM im vergangenen Jahr in der Endkonsequenz zu ihrer Nichtnominierung führte.
    Langsam verstehe ich die Entscheidung durch einen derartigen Schnitt, den Anja vollzog, einen Verein mit viel Nestwärme, dem sie viel und er auch ihr zu verdanken hat, Knall und Fall zu verlassen!
    Es war genau der richtige Weg für die Rückkehr ihres Selbstvertrauen, ein sehr positiver Karriereschub, eine neue sportliche Herausforderungen, die voll eingeschlagen hat wie eine Bombe.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    Ich kann es gar nicht erwarten, dieses Dream-Team in der N11 spielen zu sehen: Mittag – Celia – Bajramaj! Ersetze Celia durch Nagasato und du hättest den alten Potsdamsturm wieder beisammen.
    Tut mir ein bisschen leid für Alex Popp, die wohl hinter Celia in der N11 nur noch zweite Wahl sein wird.
    So ist schon mal der zweite Teil (neben dem Tor) in der N11 wohl ganz nach meinem Geschmack.
    Fehlt nur noch das Mittelfeld (wo es mit Magull, Keßler und Odebrecht zu einer reinen Wolfsburg-Kombi kommen könnte) und die Abwehr, wo auch noch einige Veränderungen möglich sind!

    Ganz große Klasse jedenfalls ihr Auftritt in Schweden, das macht ihr so schnell keiner nach! Es ist erstaunlich, dass auf einmal wieder die besten Stürmerinnen Europas (Celia und Mittag) aus Deutschland kommen!

    (0)
  • Winter sagt:

    Anja ist menschlich und sportlich TOP!!!
    Wir freuen uns, wenn wir sie in Potsdam und im Karli bei ihren vielen privaten Besuchen sehen!

    (0)
  • Winter sagt:

    Popp wird schon lange überschätzt. Sie macht viel durch ihre Kraft und Willen wett, ist aber keine großartige technische Spielerin.

    (0)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Sorry, Winter, aber eine derartige Kritik über Popp sollte hier nichts zu suchen haben, was vermutlich auch Anja´s Meinung wäre, die einen Vergleich gleichfalls nicht gutheissen würde!
    Anja ist nach wie vor für mich die techn. beste Spielerin ihres Jahrganges und denen drumherum, von daher hat sie auch insbesondere ihre Qualitäten bei den Hallenturnieren mehrfach unter Beweis gestellt.

    (0)
  • Andreas sagt:

    Das mit Popps technischen Fähigkeiten mag ja sein. Aber sie hat (abgesehen von der WM 2011) einen enormen Torriecher bewiesen. In 29 Länderspielen hat sie bisher immerhin 19 Tore erzielt. Das ist ja durchaus eine ansprechende Quote. Und auch wenn der Vergleich hinkt, Gerd Müller war auch kein Riesentechniker.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @Andreas: Nun, das mit der Quote mag sein. Allerdings hinkt auch hier der Vergleich ein bisschen zu Celia. Die hat nämlich zwar nur 31 Treffer in 68 Spielen, hat allerdings in ihren letzten 9 Spielen davon 19 Treffer erzielt und in ihren letzten 24 Spielen 27 Treffer. sie mag in ihrer ersten Zeit in der N11, wo sie sowieso immer nur Einwechselspielerin gewesen ist, nur sehr selten getroffen haben (4 Tore in 44 Spielen bis 2009), doch zur Zeit ist sie Alex Popp um einiges voraus.

    @SF: Wenn du es auf die technisch beste Stürmerin beschränkst, dann kann man das so unterschreiben. Ansonsten denke ich, dass Patricia Hanebeck ihr technisch durchaus das Wasser reichen kann.

    (0)
  • Andreas sagt:

    @Sheldon: Ich habe sie auch gar nicht mit Celia verglichen. Die ist als mitspielende Stürmerin sicher aktuell um einiges besser als Popp. Ich fand nur die Aussage von Winter etwas pauschal. Trotz technischer Mängel hat Popp ihren Wert in der Vergangenheit oft unter Beweis gestellt und hat m.E. zu Recht einen festen Platz in der N11. Stürmer werden nun mal an Toren gemessen und solange Popp weiter trifft ist alles in Butter.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    Nur auf welcher Position soll sie spielen? Sie hat signalisiert (auch in Duisburg, deswegen ist sie ja weg), das sie auf Außenbahn keinen Bock hat und nur Spitze, allenfalls hängende Spitze spielen wird. Dort ist aber Celia gesetzt. Willst du wieder mit zwei Spitzen spielen?

    Es tut mir ja leid für sie, aber wer in Deutschland als Stürmerin spielen will, muss sich nunmal an Madame da Mbabi messen lassen!

    (0)
  • Andreas sagt:

    Das ist ja nun Sache der Bundestrainerin. Ja nach Taktik und Gegner variiert die Aufstellung sicherlich. Natürlich sind manche Spielerinnen gesetzt, aber es gibt ja nun auch Gelbsperren und Verletzungen. Von letzterem war Celia ja auch schon oft genug geplagt. Da wird es auch für eine Alexandra Popp reichlich Gelegenheit geben zu spielen und manchmal vielleicht auch nur als Einwechselspielerin. Die Saison bis zur EM ist lang. Da kann noch viel passieren.

    (0)
  • waiiy sagt:

    Im Zusammenhang mit den Spielsystemen, wo man nur mit einer Spitze spielt, ist es unumgänglich, eine 2 Stürmerin zu haben, die nahezu gleichwertig ist, weil die Stürmerin, die ab Spielbeginn aufläuft, spätestens nach 60 Minuten so platt ist bzw. sein sollte, dass sie dringend für die letzten 30 Minuten ausgetauscht werden muss. Da die meisten Tore sowieso in der Schlussphase fallen, ist diese „Einwechselspielerin“ genauso wichtig, wie die „Stammspielerin“.

    Dabei sind Gelbsperren, drohendes Gelb-Rot oder Verletzungen noch gar nicht berücksichtigt.

    Teams, die nur diese eine Spitze haben und keinen adäquaten Ersatz, werden sich bei Turnieren nicht durchsetzen. Von daher sind Alex und Celia als gleich wichtig zu behandeln, zumal sich sicher jede Verteidigerin freut, wenn nach einer körperlich robusten Spielerin, die langsam müde wird, noch einmal so ein Brecher reinkommt und für frischen Wind sorgt.

    Ausnahme von dieser Regel ist eigentlich nur Abby Wambach, die auch nach 120 Minuten immer noch ohne Unterlass kämpft, auch wenn sie natürlich auch müde wird.

    waiiy

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @waiiy: … und Celia! Man hat es doch beim Algarve Cup gesehen, Celia hat gegen die Topteams Schweden und Japan einmal 80, einmal 90 Minuten gespielt, hat 3 Tore geschossen und hat nicht so gewirkt, als bräuchte sie ne Pause. Und das waren der Dritte und der Sieger der Weltmeisterschaft!

    Außerdem hat man in München eine Stürmerin, die ebenfalls diese Rolle einnehmen kann.
    Dass Popp als Joker glänzt, war bisher noch nicht zu erkennen. Diese Fähigkeiten bringen Rudelic und Martina Müller eher mit!

    (0)