U20-WM: Deutschland startet gegen China

Von am 19. August 2012 – 14.50 Uhr 12 Kommentare

China heißt am Montag (ab 12 Uhr live auf Eurosport) der Gegner der DFB-Elf im ersten Spiel bei der U20-Weltmeisterschaft in Japan. Mit einem Sieg will Titelverteidiger Deutschland in Hiroshima einen optimalen Start ins Turnier erwischen.

„Von China weiß man, dass sie eine gute und kompakte Mannschaft haben“, so Bundestrainerin Maren Meinert vor dem Auftaktduell gegen die Asiatinnen in Gruppe D. Und sie erklärt: „Die größte Schwierigkeit ist, dass man über den aktuellen Stand der chinesischen Mannschaft nicht sehr viel weiß.“

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Spielplan

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Schwere Gruppengegner
Ein guter Auftakt gegen China ist Pflicht, da es gegen die weiteren Gruppengegner Ghana und USA nicht einfacher werden wird. „Wir wollen bis zum Ende hier bleiben, das sollte als deutsche Mannschaft unser Ziel sein. Auf der anderen Seite ist uns allen klar: Wenn wir gegen China kein gutes Spiel machen, dann brauchen wir gar nicht über andere Dinge zu reden.“

Vielfältige Spielerinnen
Doch Meinert und ihr Team können mit Selbstbewusstsein ins Turnier gehen. „Wir haben einen sehr breiten Kader und damit die Auswahl zwischen verschiedenen Spielerinnentypen. Was uns die Möglichkeit gibt, je nach Gegner zu entscheiden, wen wir bringen, weil sich alle auf einem hohen Niveau befinden“ erklärt Meinert.

Dzsenifer Marozsan

Dzsenifer Marozsan will ihr Team zum neuerlichen Titel führen © Nora Kruse, ff-archiv.de

Brasilien rettet Punkt
Zum Auftakt des Turniers standen am ersten Spieltag am Sonntag vier Partien auf dem Programm: In Gruppe B trennten sich Brasilien und Italien in Saitama 1:1 (0:1). Elena Linari brachte ihre Elf mit einem sehenswerten Freistoß in den Winkel aus 30 Metern in Führung (38.), doch in der Nachspielzeit gelang Amanda in einer ruppigen Partie mit einem Heber der Ausgleich für die Südamerikanerinnen (90.+2).

Nigeria souverän
Im zweiten Spiel der Gruppe gewann Nigeria mit 2:0 (1:0) gegen Südkorea. Ngozi Okobi (15.) und Desire Oparanozie (67.) erzielten die Treffer für den Finalisten der U20-WM 2010.

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Schweiz verliert
Die Schweiz musste in Gruppe A zum WM-Auftakt  in Myiagi eine 1:2 (0:2)-Niederlage gegen Neuseeland einstecken. Evie Millynn (39.) und Rosie White (52.) brachten den Ozeanien-Meister in Front, der Anschlusstreffer von Eseosa Aigbogun (90.+1) kam zu spät.

Japan gewinnt
Einen Auftakt nach Maß erwischte hingegen Gastgeber Japan beim 4:1 (1:0)-Sieg gegen Mexiko. Für die Japanerinnen trafen Hanae Shibata (32.), Hikaru Naomoto (56.), Kumi Yokoyama (77.) und Yoko Tanaka (89. Elfmeter), den Ehrentreffer der Mexikanerinnen erzielte Sofia Huerta (90.+1).

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

12 Kommentare »

  • FFFan sagt:

    Japan ist seiner Favoritenrolle bislang absolut gerecht geworden. Nach diesem perfekten Start könnten sie von der Begeisterung in den Stadien durchs Turnier ‚getragen‘ werden – ähnlich wie die deutsche U20 vor zwei Jahren. Den Treffer von Yokoyama kann man sich schon mal vormerken für die Auswahl zum „Tor des Turniers“.

    Auch die anderen Ergebnisse fielen (mit Ausnahme von BRA-ITA) wie erwartet aus. Die Schweiz wird es sehr schwer haben, die Gruppenphase zu überstehen. Und Nigeria (mit noch zahlreichen Spielerinnen des Vizeweltmeisters von 2010, von denen viele inzwischen auch A-Nationalspielerinnen sind) zählt für mich sowieso zu den Turnierfavoriten.

    P.S.: wie fandet ihr die Schiedsrichterleistung von Christine Baitinger bei JPN-MEX?

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  • qwert sagt:

    Mein Tipp, Deutschland 16:0 China.

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  • Detlef sagt:

    Das Spiel Japan-Mexico habe ich noch nicht gesehen!!!
    Aber die Schiri im Spiel Nigeria-Südkorea war ziemlich grenzwertig!!!
    Da hätte man einige Karten mehr zeigen müssen, und mM nach hätte es auch einen Strafstoß für Südkorea geben müssen

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  • Marcel sagt:

    Eigentlich war die Schiri-Liestung in Ordnung beim Spiel Japan-Mexiko
    sogar die vielen falschen Einwürfe bei Japan(wie kann das eigentlich passieren) hat sie glaub ich alle gesehen.
    Gut der der Treffer von Mexiko war glaub ich nicht ganz konform aber da war das Spiel sowieso entschieden.

    Entäuscht war ich von Brasilien-Italien das war schon am Rande von „Antifussball“ da waren wirklich nur die 2 Treffer die Highlights,dafür viel „geholze“.Obligatorisch fürs Spiel das Gelb-Rot für Italien:die Eingewechselte mit ihren ersten beiden Aktionen sofort vom platz geflogen.

    Mach mir ja ein bisschen sorgen um unsere Mädels nicht das ihnen die hohen Siege in der Vorbereitung zu Kopf gestiegen sind.Aber Schweden und Norwegen sind wohl nicht die Gradmesser zumindest wenn man um den Titel mitspielen will.

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  • Jennifer sagt:

    Bin ganz erstaunt, dass die Spiele derzeit in China auf CCTV-5 übertragen werden. Zwar nicht live, da tagsüber, sondern abends zur besten Sendezeit gegen 20 bzw. 22 Uhr. Das ist schon toll, da ich gerade beruflich in China bin.

    Hier erwartet man mit Spannung das Spiel morgen gegen Deutschland. Das Spiel wird auch wieder abends zur besten Sendezeit übertragen. Laut TV-Berichten ist das chinesische Team top motiviert und kann Deutschland durchaus schlagen. Na ja, ich glaube, da müssen wir einfach das Spiel morgen abwarten. Aber das chinesische Team ist tatsächlich schwer einzuschätzen.

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  • grammofon sagt:

    Seit wann spielt denn Jenny Cramer als Innenverteidigerin? Ich kenne sie in Potsdam eher außen, und eigentlich gefällt sie mir im Mittelfeld besser. Macht ihre Sache aber so weit sehr gut.

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  • Matze sagt:

    Guter 4:0 Sieg 🙂
    Und ein Tor von Luisa Wensing!
    Freut mich als Wolfsburger besonders.

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  • FFFan sagt:

    Ein Anfang ist gemacht. Weiter so, Mädels! 🙂

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  • qwert sagt:

    Wow, was für ein grandioses Spiel unsere Mädels. Die Chinesen haben uns ganz schön das leben schwer gemacht. Aber unser Mädels haben wie Göttinnen gespielt und die Chinesen vom Platz gefegt.

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  • Detlef sagt:

    @ qwert,
    Irgendwie haben wir beide ein anderes Spiel gesehen!!!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    > Wow, was für ein grandioses Spiel unsere Mädels. …. Aber unser Mädels haben wie Göttinnen gespielt und die Chinesen vom Platz gefegt.
    Genau das meinte ich als ich im Parallelartikel schrieb:
    > Es immer gefährlich, mit zuviel Lobhudelei, Siege hochzuspielen und am Ende mit einem bösen Erwachen dazustehen.
    Meiner Auffassung nach gehen solche Begriffe wie grandios, Göttinen und vom Platz gefegt, die hier als Superlative gebraucht werden, nicht zu toppen, obgleich die wahre Leistung ziemlich viel Luft nach oben beinhaltete.
    Wie soll denn eine Spielerin, die so über den Klee gelobt und deren Blick verklärt wird, zu einer unbedingt notwendigen Leistungssteigerung angetrieben werden?

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  • qwert sagt:

    Konnte das Spiel leider nicht sehen, habe nur diesen Artikel gelesen. Wollte mal ein Bisschen WM Stimmung machen.

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