Olympia: Kanada komplettiert die Halbfinals

Von am 3. August 2012 – 15.00 Uhr 31 Kommentare

Die kanadische Nationalmannschaft hat als viertes Team am Abend das Halbfinale des olympischen Frauenfußballturniers erreicht. Die Kanadierinnen boten gegen Großbritannien eine starke Leistung und gewannen mit 2:0. Zuvor hatten bereits Frankreich, die USA und Japan den Einzug in die Runde der letzten Vier geschafft.

Kanadas Trainer John Herdman stellte seine Mannschaft taktisch optimal ein, und die zeigte sich laufstark, kämpferisch und ließ die Britinnen zu keiner Zeit zur Entfaltung kommen.

Führung durch Filigno
Schon in der elften Minute ging Kanada durch Jonelle Filigno in Führung. In den Folgeminuten hatte Großbritannien die Chance zum Ausgleich. Zunächst versuchte es Jill Scott (17.) mit einem Schuss aus der zweiten Reihe, im Anschluss hatte Karen Carney die beste britische Möglichkeit im gesamten Spiel, als sie eine Flanke von Alex Scott am gegnerischen Kasten vorbei köpfte.

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Kanadas Fans

Die kanadischen Fans können in London weiter jubeln. © Nora Kruse / ff-archiv.de

Team GB kommt nicht ins Spiel
Stattdessen war es Christine Sinclair, die mit einem direkt verwandelten Freistoß auf 2:0 für die Kanadierinnen erhöhte. Dem Team GB, dem Kelly Smith fehlte, war der Zahn gezogen. Im Vergleich zu den bisherigen Partien war die Mannschaft ein Schatten ihrer selbst. Die Kanadierinnen fanden genau die richtigen Mittel, griffen früh an und unterbanden das britische Aufbauspiel von Beginn an.

Am Montag gegen die USA
Im Halbfinale trifft Kanada nun am Montag ab 20.45 Uhr in Manchester auf die US-Amerikanerinnen, die sich am Nachmittag gegen Neuseeland ebenfalls mit 2:0 durchgesetzt hatten. Abby Wambach (26.) und die eingewechselte Sydney Leroux (86.) sorgten für einen standesgemäßen Sieg der Amerikanerinnen.

Wambach trifft
Die Neuseeländerinnen standen kompakt und machten den USA das Leben schwer, doch es mangelte an der nötigen Offensivkraft, um den Gegner ernsthaft in Gefahr zu bringen. Und so war es nur eine Frage der Zeit, dass das Team von Trainerin Pia Sundhage in Führung ging, Alex Morgan legte den Ball mustergültig in den Lauf von Wambach, die aus kurzer Distanz nur einschieben musste.

Leroux macht den Sack zu
Die Amerikanerinnen hatten das Spiel im Griff, allerdings ohne zu glänzen und ohne sich eine Vielzahl von Gelegenheiten zu erarbeiten. Und so dauerte es bis zur Schlussphase, ehe Leroux dank ihrer Schnelligkeit ihre Gegenspielerin stehen ließ und mit einem Schrägschuss für die Entscheidung sorgte.

Frankreich gewinnt gegen Schweden
Das zweite Halbfinale, das am Montag um 18 Uhr in London angestoßen wird, bestreiten Frankreich und Japan. Die Französinnen gewannen gegen Schweden mit 2:1, obwohl die Skandinavierinnen den besseren Start erwischt hatten. Bis zur 18. Minute hatten die Schwedinnen bereits vier Eckbälle zugesprochen bekommen – und der vierte brachte schließlich auch Erfolg. Nilla Fischer kam frei zum Kopfball und netzte zum 1:0 ein.

Defensivspielerinnen drehen das Spiel
Doch die Französinnen schafften noch vor der Halbzeit die Wende. Nach einem Eckball von Louisa Nécib traf Laura Georges (28.) zunächst zum Ausgleich. Nur zehn Minuten später war Abwehrkollegin Wendie Renard zur Stelle und erzielte nach Vorarbeit von Spielführerin und Routinier Sandrine Soubeyrand die 2:1-Führung.

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Die Französinnen stehen bei ihrer ersten Olympiateilnahme direkt im Halbfinale. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Torlose zweite Halbzeit
Nach dem Seitenwechsel fielen keine weiteren Treffer. Schwedens Trainer Thomas Dennerby versuchte, dem Spiel seiner Mannschaft neue Impulse zu geben und brachte Kosovare Asllani und später Potsdams Antonia Göransson ins Spiel. Aber auch die Einwechselung von Stürmerin Madeleine Edlund in der Schlussphase brachte nicht die Wende. Die Französinnen spielten das knappe Ergebnis nach Hause, mussten aber in der Nachspielzeit noch zittern. Zunächst klärte Torhüterin Sarah Bouhaddi einen Schuss von Fischer. Doch auch bei der anschließenden Ecke in der 92. Minute konnten die Französinnen den Ausgleich verhindern.

Ogimi schießt Japan in Führung
Im Viertelfinale zwischen Japan und Brasilien war es Yuki Ogimi vom 1. FFC Turbine Potsdam, die mit einem Schuss ins rechte Eck die Japanerinnen in Führung schoss (27.). Bis zum Halbzeitpfiff fielen keine weiteren Tore. Die Brasilianerinnen zeigten sich erneut weit von der Form früherer Tage entfernt. Kurz vor der Halbzeitpause trat Marta einen Eckball ins Toraus.

Nach dem Seitenwechsel suchte Brasilien zwar verstärkt den Abschluss, doch die Aktionen waren nicht zwingend genug, und es fehlte die Präzision. Mit einem Freistoß in der 59. Minute verfehlte Marta das gegnerische Tor knapp. In der 73. Minute zeigten sich die Japanerinnen hingegen effizient. Shinobu Ohno erreichte ein schönes Zuspiel, die Stürmerin setzte sich gegen Erika durch und verwandelte zum 2:0-Endstand.

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31 Kommentare »

  • karl sagt:

    Die Lufthoheit und Sicherheit der Torfrau ist um so erstaunlicher wenn man weis dass die nur 1,64 m gross ist. Aber ich glaub Picarelli ist auch nicht groesser und trotzdem ne excellente Torfrau.

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