Klangvolle Viertelfinals bei Olympia

Von am 2. August 2012 – 23.58 Uhr 2 Kommentare

Im olympischen Frauenfußballturnier stehen am Freitag die Viertelfinals an. Den Auftakt um 13 Uhr macht die Begegnung zwischen Schweden und Frankreich – eine Neuauflage des Spiels um den dritten Rang bei der vergangenen Weltmeisterschaft. Die Britinnen beenden den Tag am Abend mit ihrer Partie gegen Kanada.

Das Team Großbritanniens ist das einzige, das in der Vorrunde keinen Gegentreffer kassierte. Schon vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Brasilien war die Mannschaft von Hope Powell für das Viertelfinale qualifiziert. Die Kanadierinnen mussten hingegen zittern.

Tancredi gegen Houghton
Nach der 1:2-Auftaktniederlage gegen Japan zeigte das Team des englischen Trainers John Herdman allerdings Moral. Es folgte ein 3:0-Sieg gegen Südafrika, ehe das Viertelfinale mit einem 2:2 gegen Schweden klar gemacht wurde – und das immerhin nach 0:2-Rückstand. Maßgeblichen Anteil daran hatte Melissa Tancredi mit insgesamt vier Treffern. Mit Steph Houghton haben die Britinnen allerdings eine fast ebenso treffsichere Schützin in ihren Reihen – nur ist Houghton eigentlich in der Viererkette zu Hause. Als Außenverteidigerin hat Houghton bislang dreimal getroffen, unter anderem gelang ihr der entscheidende Treffer im ersten Spiel gegen Neuseeland und auch am Dienstag gegen Brasilien.

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Kanada mit Arena vertraut
„Es ist unglaublich und beeindruckend. Vor mehr als 70.000 Zuschauern zu spielen – man kann sich keinen besseren Tag vorstellen“, so Houghton nach der Partie in Wembley gegen Brasilien. Die Begegnung mit Kanada in Coventry ab 20.30 Uhr könnte am Freitag ausverkauft sein. Die Kanadierinnen haben bereits zwei ihrer Spiele in der Ricoh Arena ausgetragen, die Britinnen konnten dort aufgrund des Regens nicht trainieren. Der Ausgang des Duells dürfte dennoch offen sein – ein Halbfinaleinzug wäre für beide Mannschaften eine Premiere.

David gegen Goliath
Weit weniger offen als die Begegnung in Coventry sollte das Duell der US-Amerikanerinnen ab 15.30 Uhr mit Neuseeland sein. Während die Amerikanerinnen mit drei Siegen souverän ins Viertelfinale einzogen, gewannen die Neuseeländerinnen einzig ihr letztes Gruppenspiel gegen Kamerun. Für Neuseeland ist bereits der Einzug in die K.O.-Runde der größte Erfolg aller Zeiten, die USA haben hingegen bei den bisherigen vier Olympischen Spiele Gold gewonnen. Die Rollen sind klar verteilt; aber genau deshalb hat Neuseeland nichts zu verlieren und kann nur positiv überraschen. Schon im Februar gelang dies, als man den Weltranglistenersten am Rand einer Niederlage hatte und erst in den letzten Minuten doch noch mit 1:2 verlor.

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Dürfen die Schwedinnen erneut gegen Frankreich jubeln? © Nora Kruse, ff-archiv.de

Revanche für die WM?
Den Auftakt des langen Frauenfußball-Freitags machen allerdings die Schwedinnen ab 13 Uhr gegen Frankreich. Bei der vergangenen Weltmeisterschaft gewannen die Skandinavierinnen das Spiel um den dritten Platz gegen die „Équipe Tricolore“ mit 2:1, nun wollen die Französinnen Revanche. Seit der Europameisterschaft 2009 hat Frankreich bei jedem Turnier die Gruppenphase überstanden (zuvor kein einziges Mal) und ist zu einer der weltbesten Mannschaften geworden, die in London zum engsten Favoritenkreis gehört. Bei den Olympischen Spielen haben beide Mannschaften bislang noch nicht über 90 Minuten überzeugen können. Beide Mannschaften haben schon frühe 2:0-Führungen vergeben. Frankreich gegen die USA, die Schwedinnen am Dienstag gegen Kanada.

Brasilien immer mindestens im Halbfinale
Bei den vergangenen Olympischen Spielen kam Japan auf den vierten Rang, und damit begann der rasante Aufstieg der Asiatinnen, der seinen Höhepunkt im WM-Sieg 2011 fand. Vor dem Duell gegen Brasilien ab 18 Uhr in Cardiff sieht Japans Trainer Norio Sasaki das Mannschaftsspiel seines Teams als großen Vorteil. Genau damit konnten die Brasilianerinnen am Dienstag gegen Großbritannien nicht überzeugen, wobei sich zusätzlich auch die individuelle Klasse von Marta und Cristiane zu selten zeigte. Beim den bisherigen olympischen Turnieren konnten die Südamerikanerinnen allerdings immer mindestens das Halbfinale erreichen. Diese Statistik würde Brasilien sicherlich gerne fortsetzen, allerdings war auch in zwei der vier Turniere ausgerechnet gegen den amtierenden Weltmeister Endstation.

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