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Trio komplettiert olympisches Viertelfinale

Von am 31. Juli 2012 – 23.44 Uhr 32 Kommentare

Das Teilnehmerfeld des Viertelfinales beim Olympischen Frauenfußball-Turnier ist komplett. Am letzten Gruppenspieltag sicherten sich Frankreich sowie die beiden besten Gruppendritten Kanada und Neuseeland ihr Ticket für die K.-o.-Runde. Team GB gelang ein Prestigeerfolg gegen Brasilien, Weltmeister Japan begnügte sich mit einem taktischen Remis gegen Südafrika.

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Den Französinnen reichte gegen Kolumbien ein früher Treffer von Elodie Thomis (5.), um sich durch einen 1:0 (1:0)-Sieg als Zweiter der Gruppe G für das Viertelfinale zu qualifizieren, wo es am Freitag im ersten Spiel des Tages gegen Schweden gehen wird – eine Neuauflage des Spiels um Platz 3 bei der WM in Deutschland, als sich die Schwedinnen mit 2:1 in Sinsheim durchsetzten.

Taktisches Remis von Japans B-Auswahl
Trotz einer verspielten 2:0-Führung sicherte sich Schweden beim 2:2 (2:1) gegen Kanada dank des besseren Torverhältnisses den Sieg in Gruppe F, da eine B-Auswahl von Weltmeister Japan, der ohne zahlreiche Stammspielerinnen antrat, sich mit einem 0:0 gegen Südafrika begnügte und so einem Duell mit Frankreich aus dem Weg ging. Gegen die Elf von Bruno Bini verlor das Team von Weltfußballerin Homare Sawa kurz vor dem Turnier ein Testspiel mit 0:2.

Kanada mit Moral in die K.-o.-Runde
Die Kanadierinnen wurden für ihre Moral mit dem so wichtigen Punkt belohnt, der ihnen als bester Gruppendritter den Einzug ins Viertelfinale bescherte. Marie Hammarström (14.) und Sofia Jakobsson (16.) sorgten für eine schnelle Führung der Skandinavierinnen, doch ein Doppelpack von Melissa Tancredi (43., 84.) ließ die Ahornblätter um Trainer John Herdman jubeln und katapultierte Tancredi mit vier Treffern an die Spitze der Torjägerliste – sie hatte bereits gegen Japan und Südafrika getroffen.

Bundesliga-Duo schießt Neuseeland weiter
Als zweitbester Gruppenzweiter gelang Neuseeland durch einen 3:1 (1:0)-Sieg gegen Kamerun der Sprung unter die besten acht Teams des Turniers. Rebecca Smith vom VfL Wolfsburg erlöste die Kiwis kurz vor der Pause (42.), ein Eigentor von Ysis Sonkeng (48.) und Sarah Gregorius vom SC 07 Bad Neuenahr (61.) schraubten die Führung in die Höhe, ehe Gabrielle Onguene der Ehrentreffer gelang (74.).

Kanadas Fans

Kanadas Fans hatten nach dem 2:2 gegen Schweden Grund zum Jubeln © Nora Kruse / ff-archiv.de

USA siegen dank Wambach
Dabei profitierten die Neuseeländerinnen von der Schützenhilfe der USA, die gegen Nordkorea mit 1:0 (1:0) gewannen. Abby Wambach erzielte nach Vorarbeit von Alex Morgan den Treffer des Tages (24.). Die Asiatinnen hätten zumindest einen Punkt benötigt, um unabhängig vom Ausgang des Neuseeland-Spiels das Viertelfinale zu erreichen.

Team GB schlägt Brasilien
Großbritannien beendete die Gruppenphase mit optimaler Punktausbeute und ohne Gegentreffer. Nach den Siegen gegen Neuseeland und Kamerun setzte sich die Elf von Trainerin Hope Powell gegen Brasilien im Duell um den Sieg in Gruppe E mit 1:0 (1:0) durch.

Ein früher Treffer von Stephanie Houghton (2.) machte den Unterschied vor 70 584 Zuschauern im Wembley-Stadion, der größten je erzielten Kulisse bei einem Frauenfußball-Spiel auf der Insel. Der Sieg hätte sogar höher ausfallen können, doch Kelly Smith scheiterte mit einem Foulelfmeter (55.), nachdem Francielle Eniola Aluko zu Fall gebracht hatte.

Zwei Kracherspiele im Viertelfinale
Alle vier Viertelfinal-Partien werden am kommenden Freitag, 3. August, ausgetragen. Den Auftakt macht die Partie in Glasgow zwischen Schweden und Frankreich (13 Uhr MESZ), danach geht es für den Weltranglisten USA in Newcastle gegen Neuseeland (15.30 Uhr). Ein weiterer Leckerbissen verspricht die Partie Brasilien gegen Japan in Cardiff zu werden (18 Uhr), den Abschluss bildet das Duell zwischen Großbritannien und Kanada in Coventry (20.30 Uhr).

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

32 Kommentare »

  • intersoccer sagt:

    Ich bin wirklich gespannt auf Japan gegen Brasilien. Ein interessantes Duell!

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  • Torrichter sagt:

    Schade das manche Mannschaften beim Olympischen Eid offensichtlich weggehört haben. Die Absicht bei Olympischen Spielen willentlich schlechter aufzutreten um potentiell stärkeren Gegnern im späteren Verlauf aus dem Weg zu gehen, will ich ganz bewusst nicht unterstellen. Aber wer mit einer B-Elf den Gegner und die von ihm zu erwartende Leistung herabsetzt, tritt den Geist von Olympia und Sportlichkeit mit Füßen.

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  • FFFan sagt:

    70584 Zuschauer – das ist stark! Da wurde der Europarekord ja nur um rund 3000 verpasst…

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  • Spocky sagt:

    Ja da sind wirklich einige „Kracher“ im Viertelfinale … Schweden – Frankreich = da bin ich persönlich sehr gespannt, wer sich da durchsetzt … Bei Großbritianien wird man sehen, ob die Zuschauer die Mannschft nach vorne „peitschen“ können … Dass Neuseeland im Viertelfinale ist = das freut mich sehr 🙂 Die haben jetzt gegen USA eigentlich nichts mehr zu verlieren … Brasilien – Japan = das ist auch eine Hammerbegegnung …

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  • wrack sagt:

    @ Torrichter: Teile deine Meinung, zumal Japan immerhin Weltmeister ist. Das sollte eigentlich Verpflichtung genug sein.
    Überhaupt hat Japan mich bisher enttäuscht, nicht ganz unerwartet. Nicht einmal an meine Voraussage betreffs erhaltener Kopfballtreffer haben sie sich gehalten, im Gegenteil, sie haben selbst einen erzielt :-). Im Ernst: Drei Runden gegen Gegner, die nicht in der absoluten Weltklasse sind und herausgesprungen sind zwei Nullnummern und 2 Tore.
    Aber die Viertelfinales sind dann der Tag der Wahrheit. Brasilien und Japan, da treffen die beiden Teams aufeinander, die bisher hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. Vielleicht geht´s ja besser als zuvor, aber ich habe Zweifel, dass das Spiel hält, was die Namen versprechen. Nach wie vor glaube ich an ein Finale Frankreich – USA.
    Insgesamt hätte die deutsche Mannschaft der Olympiade gut getan, vielleicht sollte man in der Zukunft im Interesse der Veranstaltung in Europa den Quali-Modus für Olympia ändern.

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  • waiiy sagt:

    Ich denke nicht, dass Japan unbedingt Frankreich aus dem Weg gehen wollte. Immerhin kennt man aus dem Spiel, das noch nicht so lange zurückliegt, den Gegner und kann sich besser einstellen, auch wenn man damals verloren hat.

    Außerdem wird dieses 0:0 gegen Südafrika psychologisch schlechter sein als eine Niederlage in einem Testspiel, weil es von Vielen als Enttäuschung angesehen wird. Glück für Japan ist hier, dass es auch Brasilien nicht gelungen ist, die Leistung abzurufen, um Großbritannien in die Knie zu zwingen.

    Als Drittes glaube ich nicht, dass man sich mit Brasilien statt Frankreich so einen Gefallen tut. die Südamerikanerinnen haben bisher noch nicht die Leistung abgerufen, die sie sich vorstellen. Aber das kann von heute auf morgen passieren.

    Dass man im letzten Gruppenspiel auch andere als die Stammspielerinnen einsetzt, wenn man relativ sicher weiter ist und einen vermeintlich schwächeren Gegner hat, ist doch normal. Damit schont man bei dem 3-Tages-Rhythmus die Stammkräfte und hält die Ersatzspielerinnen bei Laune. Das sind Beides Aspekte, die man nicht unterschätzen sollte. Außerdem kann man sich heute (nach dem eher verwunderlichen 0:0) auf die Position zurückziehen, dass das Ergebnis eben dadurch passiert ist, weil man mit einer nicht eingespielten Formation aufgelaufen ist und dass es nichts mit der tatsächlichen Leistungsfähigkeit zutun hat (was ein Problem wäre).

    Ich denke, dass Japan eines der letzten Teams ist, dem man Unfairness oder fehlenden Sportsgeist unterstellen kann. Dafür tritt die Mannschaft (und nicht nur die Fußballerinnen) ganz anders auf.

    waiiy

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  • waiiy sagt:

    Ich freue mich auf die Viertelfinales und vor allem für Großbritannien. Mal sehen, was mit wachsender Moral und den Zuschauern im Rücken noch möglich ist. Kanada sollte auf jeden Fall lösbar sein.

    Und ein europäisches Team ist ja auch schon im Halbfinale. 🙂

    waiiy

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  • Markus Juchem sagt:

    @wrack: Schweden ist 4. der Weltrangliste, Kanada 7. Wer gehört denn dann zur Weltklasse?

    Die Japanerinnen werden wissen, was sie tun, bei der WM hatten sie sich auf den Sieg gegen Deutschland im Viertelfinale auch mit einer 0:2-Niederlage gegen England im letzten Gruppenspiel eingestimmt. 😉

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  • wrack sagt:

    @ Markus Juchem: Schweden hatte ich „übersehen“ – vermutlich, weil ich sie nicht auf der Liste habe. Absolute Weltklasse sind nach meiner Definition die Teams mit einem Rating über 2000. Was Schwedens 0:0 gegen Japan wert ist – Na ja…
    Ja, es ist nicht gegen die Regel, sein Team zu verändern. Es ist unter diesen Umständen m.E. auch nicht schlicht unsportlich. Aber es ist nicht das offene Visier, mit dem der WM hier Medaillen anpeilt. Ich habe den Japanerinnen den WM-Titel herzlich gegönnt, nicht zuletzt auch wegen Fukushima. Sie sind mir sehr sympathisch. Aber diese Haltung oder Leistung enttäuscht mich. Warum also bleiben sie unter den Erwartungen ? Geniale Taktik ? „Steigerungslauf“ ?
    Haben sie sich also bisher „versteckt“ oder können sie tatsächlich nicht mehr ? Ist es wie bei der WM ? Ich denke, nein. Denn Japans Menge an Glück sollte sich bei der WM aufgebraucht haben

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  • Markus Juchem sagt:

    @wrack: In der Vorrunde geht es doch nur darum, sich langsam an die K.-o.-Phase heranzuspielen und genug zu tun, um sich einen Startplatz im Viertelfinale zu sichern. Ab jetzt werden die Karten neu gemischt. Weder Japan noch Brasilien haben mich enttäuscht, sie haben getan, was bisher nötig war. Am Freitag wird sich zeigen, wessen Form punktgenau da ist, wo sie sein soll.

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  • hanah sagt:

    Ich freu mich auf Japan gegen Brasilien und Frankreich und Schweden:D Ich glaube in jeweiligen Spielen kommen France und Brasilien weiter!!!:D

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  • Markus Juchem sagt:

    @waiiy: Die Aussagen von Trainer Sasaki und auch Kozue Ando deuten an, dass man Frankreich aus dem Weg gehen wollte bzw. vor allem auch einen Ortswechsel vermeiden wollte: http://www.jfa.or.jp/eng/topics/2012/263.html

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  • karl sagt:

    Ich glaube Japan hatte nicht mit Brasilien sondern mit Grossbrittannien als Viertelfinalgegner gerechnet. Und im ausschalten von Heimmmannschaften im Viertelfinale haben sie ja Erfahrung 🙂 :-). Ob denen nun Brasilien oder Grossbrittannien eher liegt als Frankreich kann ich nicht beurteilen. Das wird bei diesen Partien sowieso eher auf die Tagesform und das Glueck ankommen. Das einzige Viertelfinale mit einem eindeutigen Favoriten ist fuer mich das Spiel USA gegen Neuseeland.

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  • qwert sagt:

    London 2012 ist eie groe Farce. Diskriminierung Asiatischen Athleten und Beschimpfungen Asiatischen Völker an der Tagesordnung. Das ist die schlechteste Olympide aller Zeiten.

    Der Westen macht 16 Jährige Ye Shiwen das Leben zür Hölle, betrogt Shin A Lam, und Disqualifiziert Asiatishcen Sportler ohnen Grund.

    Wenn man seine Kräfte für die Finalsrunden spart, heiss es jezt Betrugt. Dann müssten alle Schwimmer, Ruderer und überhaupt 99% aller Teilnehmer disqualifiziert werden.

    […]


    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • qwert sagt:

    Hope Solo hat ja nur aus Versehen gedoppt, und Michael Phelps nehm Drogen nur gegen seinen Schmerzen.
    Aber Ye Shiwen wird von allen Westlichen Medien als Achse des bösen dargestellt.
    Muss man wirklich, auf jedes US Amerikanisches Boot springen?.

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  • bneidror sagt:

    Ich glaube das ist hier nicht der geeignete Ort für diese Diskussion.

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  • karl sagt:

    @qwert: Ich habe mir hier alle Texte nochmal durchgelesen und ich kann beim besten Willen nichts erkennen was in irgendeiner Weise gegen asiatische Sportler gerichtet waere. Mit den Olympischen Spielen hat dieser Blog nur insofern zu tun dass auch Frauenfussball olympisch ist. Und wenn man das ganze mal einfach logisch sieht : wenn bei den Olympischen Spielen die Asiaten mehr benachteiligt wuerden als andere Athleten dann koennte China wohl kaum die meisten Medaillen gewinnen, oder sind Chinesen keine Asiaten?
    Und zum Thema dopen: Das tun auf die ein – oder andere Art vermutlich alle , anders kann man nicht gewinnen, aber es ist halt ein ewiger Wettlauf zwischen den Chemikern und den Kontrolleuren und das wird erst dann aufhoeren wenn man es freigibt.

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  • qwert sagt:

    Es ist eine Frechtheit die Japanerinnen unfairness und Betrug nach zu sagen. Taktisches Vorgehensweisse um ein Tunier zu gewinnen ist kein Betrug.
    Jede Mannschaft die das Viertelfinale erreicht hat, hat ihre Stammkräfte mehr oder weniger für die Finalsrunden gespart.

    OHNE AUSNAHME.

    Ps: Hope Solo Doppt, versehenlich.

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  • Jan sagt:

    Dass 2 Teams aus Europa schon im VF aufeinander treffen, finde ich etwas unglücklich; auch wenn es bedeutet, dass mind. 1 europ. Team ins HF kommt.

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  • wrack sagt:

    @ Quert: In diesem Blog hat niemand von „unfairness und Betrug“ geschrieben – außer dir.

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  • qwert sagt:

    Man kann Unfairness und Betrug auch anders formulieren. Man muss nur seinen Hirn beim lesen einschalten, um es raus zu lesen.

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  • bneidror sagt:

    Man kann auch alles so interpretieren wie man Lust und Laune hat. Gut das niemand auf diese überflüssige Provokation eingeht und sich zu einer leidigen Diskussion hinreißen lässt.

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  • NaviDrH sagt:

    Off-Topic: wehret den Anfängen! Wer das Verhalten der Teams aus Deutschland und Österreich in Gijon bei der Fußball-WM 1982 ablehnt, der sollte auch die Konsequenzen aus der Lachnummer (jaja „Kräfte sparen“, „die anderen haben angefangen“ und weitere nette Begründungen von Beteiligten) beim olympischen Badminton-Turnier gutheissen, ist jedenfalls meine Meinung.

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  • berggruen1 sagt:

    Es gibt einen Unterschied zwischen „B-Mannschaft“ (nicht zwangsläufig schlechter) aufs Feld schicken nach erfolgreicher Qualifikation und dem, was im Badminton abgegangen ist. Wenn wir anfangen wollten, von Ungerechtigkeiten zu sprechen: der japanische Turner ist gestern nach seinem Abgang vom Pferd mit der gleichen Punktzahl belohnt worden wie Hambüchen, dem nur ein kleiner Wackler am Beginn seiner Übung unterlaufen ist… Ungerecht? Vielleicht ist man in GB ja auch „anti-deutsch“? Solche Diskussionen sind müßig!

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  • MatzeM sagt:

    @NaviDrH: Ich kann Dir versichern, dass quasi die ganze Badmintonwelt – mit Ausnahme der Betroffenen – die Disqualifikation der vier Doppel begrüßt. Zumal ähnliche Mauscheleien besonders vom chinesischen Verband schon oft vorgekommen sind (nicht ausgetragene oder vorzeitig „verletzungsbedingt“ abgebrochene Halbfinals zwischen chinesischen Spielern). Allerdings noch nie so dummdreist offensichtlich, wie jetzt. Wir wundern uns eigentlich nur, dass die Koreaner und Indonesier dämlicherweise mitgemacht haben.

    Und jetzt wird es wieder OnT: Solche Manipulationen, auch wenn sie im Fußball fast nie offensichtlich sondern höchstens erahnbar sind, ließen sich meiner Meinung nach nur vermeiden, wenn nur die Gruppensieger „Planungssicherheit“ bezüglich der Spielorte haben. Die Gruppenzweiten sollten _nach_ der Gruppenphase per Los verteilt werden.

    Matze

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  • FFFan sagt:

    Anders als der Badmington-Weltverband, der sofort hart durchgegriffen hat, scheint die FIFA solche ‚Manipulationen‘ locker zu nehmen. Bislang hat man jedenfalls nichts von irgendwelchen Sanktionen oder auch nur Untersuchungen gegen Japans FF-Team gehört. Zum einen will man wohl nicht den Weltmeister desavouieren, zum anderen haben der Modus des Turniers und die Auslosung der Vorrundengruppen eine Situation geschaffen, in der der japanische Trainer sich zu seiner Taktik geradezu herausgefordert fühlen musste:
    Man wollte dem Gastgeberland einen kleinen Bonus geben und hat deshalb Großbritannien als ‚Gruppenkopf‘ gesetzt. OK, kann man so machen! Nur hat das eben mit dazu geführt, dass die Gruppe E (vermeintlich?) etwas schwächer besetzt ist als die anderen beiden Gruppen. Durch den Modus mit 12 Teilnehmern und damit drei Vierergruppen ergibt sich außerdem die Situation, dass zwei Gruppensieger im Viertelfinale gegen einen Gruppendritten spielen, während ein Gruppensieger gegen einen Gruppenzweiten ranmuss. Dieser kleine Nachteil betrifft hier die Gruppe F (mit Japan). Da man in Gruppe F also sowohl als Gruppenerster als auch als Gruppenzweiter auf jeden Fall im Viertelfinale gegen einen Gruppenzweiten spielen muss, im ersteren Fall gegen den der (vermeintlich stärksten) Gruppe G, im letzteren gegen den der (vermeintlich schwächsten) Gruppe E, war von vornherein klar, dass es in der Gruppe F nicht unbedingt erstrebenswert ist, Gruppenerster zu werden (diese Thematik hatte ich übrigens schon vor Turnierbeginn in einem Beitrag angesprochen). Für Japan, das sein letztes Gruppenspiel in Cardiff austrug, kommt jetzt als Gruppenzweiter noch der zusätzliche Vorteil hinzu, nicht reisen zu müssen.
    Unter diesen Umständen finde ich es legitim, nicht auf Sieg, sondern auf Ergebnis zu spielen.
    In Zukunft Abhilfe schaffen könnte eine Aufstockung des olympischen Frauenfußballturniers auf 16 Teams, vorausgesetzt das IOC spielt dabei mit. Dann besteht sowohl weniger Möglichkeit als auch weniger Bedarf zum Taktieren:
    Weniger Möglichkeit, weil keine Gruppendritten weiterkommen und es somit auch weniger Mannschaften gibt, die schon vor dem letzten Gruppenspieltag für die k.o.-Runde qualifiziert sind.
    Und weniger Bedarf, weil von vornherein klar ist, aus welcher Gruppe ein potenzieller Viertelfinalgegner kommt. Der Erste der Gruppe A spielt gegen den Zweiten der Gruppe B, und umgekehrt der Erste der Gruppe B gegen den Zweiten der Gruppe A. Ebenso mit Gruppe C und D. Folglich ist es grds. immer erstrebenswert, Gruppenerster zu werden.

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  • Aldur sagt:

    Ich glaube man vergleicht da auch ein wenig Äpfel mit Birnen. In meinen Augen ist es ein Unterschied, ob man als bereits qualifizierte Mannschaft nur mit etwas gebremster Kraft, und ohne letztes Risiko spielt, oder absichtlich Fehler macht, wie in besagtem Badminton-Fall. Ich denke, wenn eine Fussball-Mannschaft z.B. mutwillig Eigentore erzielen würde, um ein Spiel zu verlieren, und so den gewünschten Gegner in der k.o.-Runde zu erhalten, würde sich das auch die FIFA nicht tatenlos anschauen.

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  • qwert sagt:

    @Aldur, beim Federball kann man nunmal keine Eigentore schiessen. aber beim fussball kann man auch absichlich spielentscheidende Fehler machen. Wie bsw. den Gegner nicht daran hindern Tore zu schiessen.

    Japan hat Brazilien geschlagen aber nicht Süd Afrika. Noch offensichliche geht gar nicht mehr.

    Das ist doch Unfair gegen Brazilien, die Heute eigenlich nicht gegen Japan spielen müssten, sondern Jemand anders.

    Lol, ein Team das beim Federball Turnier alle seine Gruppenspiele verloren hat, wird höchst wahrscheinlich das Tunier am ende gewinnen.

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  • qwert sagt:

    Generell bin ich nicht gegen diese Disqualifizierungen. Wer beim taktieren, sich so ungeschickt anstellt, hat es verdient disqualifiziert zu werden.

    Ich bin nur dagegen, wie man die Sache aufpauschen. Und es so darstellt als ob es das schlimmste Verbrechen wäre.

    Man redet von Manipulationen und Betrug und noch mehr. Es gibt bei diese Olympiade, viel schlimmere Vergehen, die das IOC sehr Disket und schnell unterm Tisch gekehrt hat.

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  • qwert sagt:

    Torrichter sind das unnützte was je erfunden wurde. Das hat die letzte Fussball EM der Herren eindrucksvoll bewiessen.

    Glaubst du echt, die Olympiade ist so Rein und so Heillig. Dann beneide ich dich wirklich. Denn, wie man ja bekannlich weiss, ist Unwiessenheit manchmal auch ein Segen.

    Glaubst du denn, alle Athleten sind Engel, Schiedrichter sind Propheten und Funktionären der Verbänden und Kommitees sind Götter. Dann glaubst du vielleich auch, Grimm’s Märchen seien Dokus oder?.

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  • qwert sagt:

    @Aldur, wer absichlich das Gegnerische Tor nicht trifft und es auch noch zugibt, der muss einfach disqualifiziert werden.
    Mehr Beweisse kann man nicht mehr haben. Da gibt es absolut keinen Unterschied zur Badminton Fall. Egal wie man es dreht und wendet. Es ist nämmlich Unfair gegenüber Schweden und auch Brasilien, was die Japaner gemacht haben.

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  • MatzeM sagt:

    @FFFan:
    > Und weniger Bedarf, weil von vornherein klar ist, aus welcher
    > Gruppe ein potenzieller Viertelfinalgegner kommt.

    genau das war ja das Problem im Badminton-Turnier. Das zweite chinesische Doppel (die letztendlich Gold holten) haben ein Vorrundenspiel gegen die Weltranglisten-Sechsten aus Dänemark verloren. Juhl/Pedersen hatten da einfach einen richtig guten Tag erwischt und die Chinesinnen (Weltrangliste:2) sind dadurch nur Gruppen-Zweite geworden. Trotzdem wurden Tian/Zao stärker eingeschätzt als die Däninnen, und denen wollten sowohl die anderen Chinesinnen als auch die Koreanerinnen aus dem Weg gehen. Unfair, unschön, aber verständlich.

    Kurz: Wenn der Weg in einem Turnier mit Gruppenphase von Anfang an klar ist, ist das eine Einladung dazu, das letzte Gruppenspiel „taktisch“ zu gestalten. Blöd nur, wenn dann beide Teams verlieren wollen. Deswegen auch mein Vorschlag von oben, die Gruppenzweiten nach der Gruppenphase per Los zu verteilen, dann ist immer ein Anreiz da, die Gruppe gewinnen zu wollen.

    Matze

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