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Olympia: Setzt sich US-Dominanz fort?

Von am 24. Juli 2012 – 12.58 Uhr 17 Kommentare

Am Mittwoch um 17 Uhr wird im walisischen Cardiff mit der Partie Großbritannien gegen Neuseeland das olympische Frauenfußballturnier angestoßen. Es ist die fünfte Auflage, denn erst 1996 wurde die Sportart olympisch. Nahezu immer hieß der Goldmedaillengewinner am Ende USA.

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Bei vier Olmpischen Spielen haben die USA überhaupt erst zwei Partien verloren – beide Male gegen Norwegen, das im Jahr 2000 olympisches Gold holte; doch die Skandinavierinnen sind in diesem Jahr nicht dabei. Die Hauptkonkurrenten im möglicherweise letzten Turnier mit Pia Sundhage als Cheftrainerin dürften Frankreich und Japan sein. In 16 Spielen, die die US-Amerikanerinnen in diesem Jahr absolviert haben, gingen sie nur gegen Japan zweimal nicht als Sieger vom Platz (0:1 und 1:1). Kurz darauf folgte allerdings auch ein deutliches 4:1.

USA gegen Frankreich zum Auftakt
Die Französinnen haben sich in den vergangenen Jahren auf allen Ebenen verbessert. Bei der WM im vergangenen Jahr erreichten „Les Bleues“ den vierten Platz, im Testspiel in der vergangenen Wochen gewannen sie gegen Weltmeister Japan. Einen ersten Fingerzeig könnte es am Mittwoch im schottischen Glasgow geben. Dort treffen die USA und Frankreich im ersten Gruppenspiel aufeinander. Das Potenzial, im ersten Spiel zu pokern, hält sich in Grenzen. Ins Viertelfinale ziehen die beiden besten Mannschaften der drei Gruppen ein, hinzu kommen die beiden besten Gruppendritten. Mit den Nordamerikanerinnen und der „Équipe Tricolore“ ist aber auch noch Nordkorea in der Gruppe. Hinzu kommt Kolumbien. Für die Südamerikanerinnen ist es nach der WM das zweite Großereignis in Folge, bei dem man auf der Weltbühne mitspielen kann. Ein großer Erfolg, doch mit dem Ausgang des Turniers wird Kolumbien kaum etwas zu tun haben.

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17 Kommentare »

  • hanah sagt:

    Man darf gespannt sein:D Ich hoffe Frankreich oder Brasilien gewinnt;D

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  • Fee sagt:

    Von mir aus kann jeder Gold holen – außer Brasilien.

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  • FFFan sagt:

    „Für die Südamerikanerinnen ist es nach der WM-Teilnahme im vergangenen Jahr bereits das zweite Großereignis in Folge, für das man sich qualifizieren konnte.“

    Kunststück, wenn die WM-Qualifikation zugleich als Olympia-Qualifikation zählt!^^

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  • Nora Kruse sagt:

    Ist geändert, danke.

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  • qwert sagt:

    Die Dynamische Spielweise und Dominanz der USA ist schon sehr beeindrucken.

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  • qwert sagt:

    Einen Artikel über das Spiel Japan vs Canada, und die Aufstellungen.[http://www.sportsmole.co.uk/football/japan/olympics/preview/preview-olympic-womens-football–japan-vs-canada_35918.html]

    Lol, Homare Sawa ist so gut, dass man sie neuerdings, gleich als Zwei Akteurerinnen für Japan wertet.

    Das ist so, als müsste ein sehr robuste Mensch Zwei Tickets kaufen für einen Platz im Stadion. 😀

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  • hanah sagt:

    Da ich halb Französin bin schlägt mein Herz natürlich für Frankreich:D

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  • qwert sagt:

    Olympisches Fussball Tunier Live Stream

    [http://www.eurovisionsports.tv/london2012/index.html]

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  • Jarmusch sagt:

    Die Verspätung des Kolumbien-Nordkorea-Spiels soll übrigens von den Nordkoreanerinnen verursacht worden sein, da wohl die südkoreanische Flagge direkt am Spielertunnel hing und kurzzeitig auch das Emblem von Südkorea auf der Anzeigetafel erschienen sein soll. Das haben sie dann wohl als Affront gewertet.

    http://blogs.wsj.com/dailyfix/2012/07/25/north-korean-soccer-match-delayed/

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  • eisbär sagt:

    @ qwert

    Danke für den Link.

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  • Sokrates sagt:

    @ Nora: Ich lese in deinem Artikel zum ersten Mal, dass das Olympische Turnier das letzte Turnier von Pia als Head Coach der US-Amerikanerinnen sei. Nach einer ersten Internet-Recherche habe ich keine Bestätigung dieser Info gefunden. Ein Rücktritt würde mich auch überraschen, weil die Verjüngung der Mannschaft und vor allem der Umbau der Spielkultur erst eingeleitet, aber noch nicht abgeschlossen wurde. Auch hat Pia noch nicht den WM-Titel mit ihrem Team gewonnen. Schließlich sind die Zukunftsperspektiven der neuen Generation um Alex Morgan mehr als vielversprechend. Kannst du bitte noch kurz etwas zu Pias Rücktritt schreiben.

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  • qwert sagt:

    @eisbär, hab ich gern gemacht. Übrigend, gibt es auf dem Link nicht nur alle Spiele Live, sondern auch als Aufzeichnung in volle Länge.

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  • Nora Kruse sagt:

    Pia Sundhages Vertrag läuft nach den Olympischen Spielen aus, und Ende 2011/Anfang 2012 hat sie mehrfach verlauten lassen, dass sie gerne zurück nach Schweden möchte. Siehe unter anderem: http://www.usatoday.com/sports/soccer/story/2011-11-20/pia-sundhage-coach/51321482/1?csp=34sports&AID=4992781&PID=4169777&SID=1qwb4bi0xu9pc

    Allerdings stimme ich dir zu, es scheint wohl nicht mehr mehr ganz so klar zu sein, wie es noch vor einigen Monaten wirkte. Es wird wohl auch entscheidend sein, wie die schwedische Mannschaft in London abschneidet, was das für Auswirkungen auf den Vertrag von Thomas Dennerby hat (läuft, glaube ich, auch aus) und ob dann ein Angebot aus der Heimat kommt. Ein aktuellerer Artikel dazu aus Schweden:
    http://www.svd.se/sport/sundhage-hanger-lost-som-kapten_7331779.svd

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  • eisbär sagt:

    „Übrigend, gibt es auf dem Link nicht nur alle Spiele Live, sondern auch als Aufzeichnung in volle Länge.“

    Dass ist ja gerade das Gute daran, so kann man sich alle Spiele anschauen, auch wenn diese sich überschneiden. Und als großer Tennis- und LA-Fan brauche ich mir dann auch keine Sorgen mehr machen, wenn ich eine wichtige Entscheidung verpassen sollte.
    Super Seite!

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  • Katerli sagt:

    @Jarmusch: da verdrehst Du wohl Ursache und Wirkung. Wenn nordkoreanische Spielerinnen mit Südkoreanischer Flagge vorgestellt werden und diese dann so reagieren, dann sind doch die Verursacher die Veranstalter und nicht die betroffenen Frauen. Ob die Reaktion Nordkoreas angemessen war oder nicht, ist eine andere Frage. Auf alle Fälle ist sie bei der Situation beider Länder nachvollziehbar

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  • Jarmusch sagt:

    [Katerli schrieb: „@Jarmusch: da verdrehst Du wohl Ursache und Wirkung. Wenn nordkoreanische Spielerinnen mit Südkoreanischer Flagge vorgestellt werden und diese dann so reagieren, dann sind doch die Verursacher die Veranstalter und nicht die betroffenen Frauen. Ob die Reaktion Nordkoreas angemessen war oder nicht, ist eine andere Frage. Auf alle Fälle ist sie bei der Situation beider Länder nachvollziehbar“]

    Man könnte jetzt über das Wort Verursacher diskutieren, aber das ginge doch zu weit.

    Fakt ist, Nordkorea hätte pünktlich auflaufen können und trotzdem seinen Unmut über diesen Fauxpas zum Ausdruck bringen können. Vor oder nach dem Spiel, egal. Die Diskussion wäre doch dann die gleiche geblieben. Und der Gegner Kolumbien konnte doch auch gar nix dafür und den hat man mit der Verzögerung ja auch in der Vorbereitung gestört. Also auch nicht gerade sportlich das Verhalten.

    Und mit gesundem Menschenverstand muss doch den Nordkoreanerinnen auch klar gewesen sein, dass die britische Organisation das Ganze nicht mit Absicht gemacht haben wird. Denn peinlich ist es so oder so schon genug.

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  • FFFan sagt:

    Die Reaktion der nordkoreanischen Mannschaftsleitung war völlig überzogen. Falsche Flagge – na und? Was haben (bundes-)deutsche Sportler nicht schon alles über sich ergehen lassen müssen: DDR-Hymne, belgische Flagge etc.; hat irgendeiner deswegen einen Eklat verursacht?
    Man hätte das Ganze also auch unter „britischer Humor“ verbuchen können. 😉

    Aber selbst wenn man die Sache ernster nimmt, hätte eine offizielle Beschwerde genügt. Es war nicht nötig, den Spielbeginn um mehr als eine Stunde zu verzögern. Leidtragende waren diejenigen, die am wenigsten dafür können: Gegner, Schiedsrichter, Zuschauer – und nicht zuletzt die eigenen Spielerinnen! (Glücklicherweise war COL-PRK in Glasgow nicht als erstes Spiel des Abends angesetzt, sonst hätte auch die nachfolgende Partie nicht pünktlich beginnen können!)

    Alles in allem war das wieder mal eine Aktion, die dieses -politisch ohnehin isolierte- Land nicht gerade sympathischer macht.

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