SGS Essen startet Grundschulprojekt

Von am 12. Juli 2012 – 18.18 Uhr 1 Kommentar

Mädchen in den Grundschulen für den Fußball begeistern, sie in den Vereinssport integrieren, und die Mädchenfußballangebote deutlich auszuweiten – das sind die Ziele eines jetzt von der SGS Essen vorgestellten Projektes. Dabei wollen die Essenerinnen vor allem Mädchen mit Migrationshintergrund zum Fußballspielen motivieren.

An ausgesuchten Grundschulen und in enger Abstimmung und mit Unterstützung der Stadt Essen, Fachbereich RAA/Büro für interkulturelle Arbeit (RAA) werden Fußball AGs für Mädchen ab acht Jahren eingerichtet. Die erstmalige Einrichtung, Organisation und Leitung dieser liegt in der Verantwortung der SGS.

Scheu vor dem Vereinswesen entgegen wirken
Sukzessive  steigt im Laufe eines Jahres ein schulnaher Sportverein dann in die AG ein, um den Mädchen den Übergang in den Verein zu erleichtern. Die bisherigen Erfahrungen hätten gezeigt, dass insbesondere die Mädchen mit Migrationshintergrund und ihre Eltern eine gewisse Scheu vor den ihnen unbekannten Abläufen in einem Verein haben, so die SGS. Dem soll das Konzept mit seiner Idee eines sanften Überganges von der Schule in den Verein entgegen wirken.

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Übungsleiterausbildung an der Uni
Neben der SGS, den jeweiligen Schulen und der Stadt Essen kooperieren das Projekt „spin – sport interkulturell“ der Stiftung Mercator, der Heinz Nixdorf Stiftung und des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen e.V., die Sport Jugend im Essener Sportbund e.V., der Essener Verbund der Immigrantenvereine e.V. und die Gleichstellungsstelle der Stadt Essen. Die Universität Essen wird eine spezielle Übungsleiterausbildung für dieses Projekt erarbeiten und umsetzen.

Logo der SG Essen-Schönebeck

Logo der SGS Essen © SGS Essen

Zufriedenheit im Verein
Willi Wißing, der Manager der SGS hierzu: „Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, so viele erfahrene und sachkundige Partner von unserer Idee zu überzeugen. Diese breite Unterstützung ist für unser einmaliges Projekt wichtig.“

Weitere Schulen ansprechen
Nachdem bereits fünf Schulen gestartet sind, folgen zunächst  weitere sieben nach den Sommerferien. Einmal in der Woche steht für die Mädchen in den Grundschulen jetzt der Fußball im Mittelpunkt. Spielerisch sollen sie an den Sport herangeführt werden. Regelmäßige Turniere der beteiligten Schulen – wie sie bei den Jungen häufig schon Praxis sind – sollen für die Mädchen ein weiterer Anreiz  sein. Jahr für Jahr sollen jeweils zwölf neue Grundschulen die bisherigen Schulen ablösen. Die Maßnahme ist zunächst mit einer Laufzeit von drei Jahren geplant.

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1 Kommentar »

  • FFFan sagt:

    Gute Sache! Dem Frauenfußball fehlt der Nachwuchs. In vielen Landesverbänden ist die Zahl der Mädchenmannschaften rückläufig. Um diesem Trend entgegenzuwirken, bräuchte es mehr solche Initiativen.

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