Hope Solo: Olympia-Teilnahme trotz Dopingverstoßes

Von am 9. Juli 2012 – 23.31 Uhr 46 Kommentare

US-Torhüterin Hope Solo hat wegen eines Verstoßes gegen die Anti-Doping-Regularien eine öffentliche Verwarnung der US-Anti-Doping-Agentur USADA erhalten, wird aber dennoch an den Olympischen Spielen in London 2012 teilnehmen können.

Die 30-Jährige war zuvor bei einer am 15. Juni außerhalb des Wettkampfs genommenen Urinprobe positiv auf das verbotene Canrenon getestet worden. Solo hat die Verwarnung akzeptiert und kann somit am Olympischen Frauenfußball-Turnier teilnehmen.

Die Substanz kommt in harntreibenden Medikamenten vor. Canrenon gehört zu den spezifischen Substanzen, was zu einem verminderten Strafmaß führen kann, wenn es in der Probe eines Athleten entdeckt wird. Solo war die Substanz in therapeutischer Dosis verabreicht worden.

Anzeige
Hope Solo

Hope Solo: „Aufrichtiger Fehler“ © Nora Kruse / ff-archiv.de

Solo: „Aufrichtiger Fehler“
„Ich habe das Medikament von meinem persönlichen Arzt aus pre-menstruativen Gründen verschrieben bekommen, ich wusste nicht, dass es ein harntreibendes Mittel enthält. Als ich davon erfuhr, habe ich sofort mit der USADA kooperiert und ihnen alle notwendigen Informationen zur Verfügung gestellt, so dass sie gleich den Schluss ziehen konnten, dass ich einen aufrichtigen Fehler begangen habe und das Medikament meine Leistung in keinster Weise gesteigert hat“, so Solo.

Genaue Untersuchung
„Als jemand, der an einen sauberen Sport glaubt, bin ich froh, mit der USADA zusammengearbeitet zu haben, diese Angelegenheit zu klären und ich freue mich darauf, mein Land bei den Olympischen Spielen in London 2012 repräsentieren zu dürfen.“

Rückendeckung für Solo
USADA-Geschäftsführer Travis T. Tygart erklärte: „Wie in allen Fällen untersuchen wir die Umstände sehr genau und wir tun alles, was für saubere Athleten und die Integrität des Sports fair und wichtig ist.“

In einer Erklärung des US-Verbands heißt es: „Nach Gesprächen mit Hope unterstützen wir voll und ganz ihre Klarstellung, dass der positive Canrenone-Test auf den Gebrauch eines aus pre-menstruativen Gründenverschriebenen Medikaments ihres persönlichen Arztes  zurückzuführen ist und in keinem Zusammenhang zu einer Leistungssteigerung steht.“

Schlagwörter: ,

Tags: ,

Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

46 Kommentare »

  • Winter sagt:

    Glaubhaft, Frauen habe einfach noch mit anderen Problemen als wehleidige Männer zu kämpfen.

    (0)
  • berggruen1 sagt:

    Genau, Frauen sind ja so gut 😉 – und die US-amerikanische Anti-Doping-Agentur bekannt für ihre unglaublich harte Vorgehensweise, siehe Lance Armstrong u. v. m.

    (0)
  • SC07 24/7 sagt:

    Unglaubhaft, Herr Vukcevic (ehemals 1860 München) nahm vor einigen Jahren auch ein Präparat für den Haarwuchs, da er an massivem Haarausfall litt.
    Der Herr wurde damals für 6 Monate gesperrt!
    Mag sein, dass Hope Solo an „pre-menstrualen“ Problemen leidet, aber das tun die meisten anderen Frauen auch und müssen damit klar kommen! Insofern ist das für mich aufjedenfall leistungssteigernd, weil die anderen Frauen das Mittel ja anscheinend nicht nehmen und somit mit ihren „Problemen“ anders klarkommen müssen, als Hope Solo…

    Hier wird sicherlich mit zweierlei Maß gemessen, weil bei der Dame „Hope Solo“ draufsteht. Eine nicht so bekannte Persönlichkeit wäre sicherlich gesperrt worden.

    (0)
  • waiiy sagt:

    Offenheit ist immer der beste Weg. 🙂

    waiiy

    (0)
  • WalesGER sagt:

    Man müsste ja meinen, dass eine PRO Athletin wie Hope Solo zwischen Weltcup und Olympia bei einer Verschreibung eines Medikamentes Ihren Arzt darum bitten nachzusehen, ob ggf. Dopinggefahr besteht. Und das es angeblich nicht leistungssteigernd sein soll….. unerheblich! denn egal ob bewusst oder unbewusst eingenommen, der Inhaltsstoff steht auf der Dopingliste!
    Jetzt kommen natürlich die Leute und sagen, ja aber das war ja nicht der Zweck warum sie es eingenommen hat und die Liste ist soooo lang und ändert sich quasi täglich…blabla…. Eine Nachfrage bei der USADA oder beim Verband USSF eine Liste angefordert mit den jeweiligen aktuellen Supstanzen….wäre nicht zu viel verlangt für jemand in ihrer Position.
    Ausserdem, wer Hope Solo kennt bzw Ihre Karriere, der könnte durchaus auf die Idee kommen, dass ein Mittel, dass eine Spielerin dazu bringt, Ihre Launen im Zaum, Ihre Konzentration aufrecht und ggf. körperliche Beschwerden und somit Beeinträchtigungen in bestimmten Zeiten zu minimieren durchaus als Leistungsteigerndes Mittel angesehen werden kann! 🙂
    Und das auf Doping auch im Frauenfussball getestet wird, müsste Hope Solo eigentlich klar sein….. !!

    (0)
  • WalesGER sagt:

    Ergänzung
    das enthaltene Mittel gilt im übrigen als eines der weitverbreitetesten „Masking agents“ ..das sind Substanzen, die das eigentliche Doping Mittel überdecken/verschleiern sollen!
    siehe hierzu auch
    http://en.wikipedia.org/wiki/Masking_agent

    „Ein Schelm wer böses dabei denkt“

    (0)
  • Opossum69 sagt:

    Och neeeeeeeeeee, Hope ist doch alt genug und lang genug Leistungssportlerin um zu wissen, dass man bei Medikamentenverordnung evtl.vorhandene Dopingsubstanzen ausschließen sollte.

    Ich geh doch auch zum Arzt und informiere ihn darüber, welche Medikamente ich nicht einnehmen darf, weil es bei mir zu unerwünschten Nebenwirkungen kommt.

    Ich glaub das nicht, halte es für ein falsches Spiel, eine laxe Reaktion der Dopingkommission und freu mich trotzdem, dass ich sie zu Olympia sehen kann.

    (0)
  • hanah sagt:

    Da kann die USA ja froh sein!!!..:)

    (0)
  • Ralf sagt:

    Solange sie sich keine Sprungfedern unter die Beine und Verlängerungen an die Arme baut.

    (0)
  • speedy75 sagt:

    Was mich immer wieder wundert die Spielerinnen bzw. Sportler und auch die betreuenden Ärtze müssten die Richtlinien doch eigentlich kennen und deshalb lieber mal zu viel als zu wenig Nachfragen, aber scheinbar nehmen das manche immer noch zu lässig.

    Positiv ist ja an zu merken dass sie kooperiert hat, schlimmer wäre das wohl gewesen wenn das erst in London bei den Spielen öffentlich geworden wäre und da womöglich durch dritte.

    (0)
  • ballander sagt:

    @speedy: deshalb hat sie ja „kooperiert“…

    (0)
  • Jennifer sagt:

    Dass Nord-Korea mit all seinen Dopingverstößen an den Olympischen Spielen teilnehmen darf – halte ich für viel bedenklicher!

    (0)
  • berggruen1 sagt:

    @Jennifer: Warum ist es bedenklicher, wenn koreanische Spielerinnen gedopt sind als wenn es us-amerikanische sind? Doping ist Doping, da gibt es keinen Unterschied. Nur weil Dir die Nord-Korea vielleicht unsympathischer ist, ist es noch kein Freibrief für Hope Solo. Wer weiß, vielleicht ist sie nur dieses Mal erwischt worden? Vielleicht ist sie nur die Spitze eines us-amerikanischen Doping-Berges? US-Amerikaner haben schon nahezu traditionell einen recht lockern Umgang mit Doping – so es ihre eigenen Sportler betrifft.
    Damit Du mich Recht verstehst: Ich bin nicht für die Teilnahme der nord-koreanischen Mannschaft, jedoch darf man da nicht mit zweierlei Maß messen.

    (0)
  • WalesGER sagt:

    Fakt ist auch, dass die Regelung mit der öffentlichen Verwarnung erst 2009/2010 überhaupt eingeführt wurde und das bei Supstanzen die als „klassisch“ leistungssteigernde Mittel eher unwahrscheinlich sind aber als sogenannte „Transfer agents“ (siehe oben) also als Zusätze zum Verschleiern von Doping bekannt sind! Damals haben die USA mit der USADA bei eine Bobfahrer den Präzedenzfall geschaffen! Die WADA (Weltantidopingarentur) war und ist davon nicht begeistert, hat sich jedoch vermutlich auf Druck und aufgrund der Tatsache, weil eben aoooo viele Atlethen in fast allen Sportarten mittlerweile Mehr oder weniger legale Mittel nehmen entschlossen, die Substanzen in Ihrer Bedenklichkeit zu unterteilen! Entsprechend gibt es vereinfacht gesagt nun mittel die mehr Doping sind als andere! So oder so halte Ich es für bedenklich, wenn ein Athleten Medikamente nimmt ohne sich vorher über Mögliche Konsequenzen nachzudenken! Und mIch nervt an der ganzen Sache, das die USMedien das runterspielen und „ach ja peinlicher Fehler“ sagen!? Angesichts der beiden schweren Verletzungen die Hope vor und nach der WM hatte und der sehr Megaschnellen Wiedergenesung hat das einen ganz fahlen Beigeschmack, wenn man weiß, dass das Mittel/ Substanz als Verdeckermittel genutzt wird um wahres Doping zu verbergen

    (0)
  • hopkins sagt:

    Warum sollte Hope Doping betreiben? Manche Freuen haben einfach monatlich Probleme! warum soll ein Mittel, daß harntreibend ist, die Leistung steigern? Es dient nicht zum Muskelaufbau! In manchen Fällen sind die Dopingvorwürfe absurd. Egal was für eine Sportart!!!

    (0)
  • qwert sagt:

    Lol, Hope Solo wird nicht gesperrt, weil sie nur aus Versehen gedopt hat. Hat es so auch noch nicht gegeben.

    (0)
  • FFFan sagt:

    @ berggruen1:
    „Doping ist Doping, da gibt es keinen Unterschied.“

    Doch, es gibt schon Unterschiede. Ohne das Vergehen von Hope Solo bagatellisieren zu wollen – was sich Nordkorea bei der WM geleistet hat, hatte dann doch eine ganz andere Qualität. Die beiden Fälle kann man kaum miteinander vergleichen.

    (0)
  • berggruen1 sagt:

    @hopkins: Wenn der einzige Effekt dieses Mittels ein harntreibender wäre, stünde es mit Sicherheit nicht auf der Dopingliste! Und Gegenfrage: Warum sollte sie nicht dopen? Sie ist ja keine Heilige, nur weil sie Hope heißt ;-).

    (0)
  • wrack sagt:

    Mittlerweile sollte man in allen Sportarten in Sachen Doping gelernt haben, dass halbe Sachen für die Glaubwürdigkeit des Sports nicht förderlich sind. Konsequenzen auf Dopingbefunde dienen ja nicht nur der Abschreckung bzw. Bestrafung, sie sollen ja auch die Glaubwürdigkeit des Sports schützen. Im Fall Solo ging einmal mehr etwas Glaubwürdigkeit verloren.

    (0)
  • berggruen1 sagt:

    @FFFan: Und genau da liegt das Problem, dass angeblich leichte Dopingfälle wie jetzt der von Hope Solo bagatellisiert werden! Natürlich ist es nicht akzeptabel, wie die nord-koreanische Mannschaft gedopt hat, dennoch ist es vollkommen gleichgültig, WER dopt, es ist auch vollkommen gleichgültig, WIE OFT jemand gedopt hat, ob es im großen Stil geschieht oder ob es jemand alleine und „privat“ macht. Hast Du Baumann geglaubt, dass sein Doping aus der Zahnpasta kam? Zufällig, entschuldbar? Oder dass Ovtcharov wirklich gedoptes Fleisch gegessen hat (seine Nichtbestrafung gefiel mir auch nicht)? – Beispiele gibt es in diesem Bereich viele und je nachdem wie sympathisch Jemand ist, findet man es schlimm oder eben nicht so. Aber das darf nicht die Grundlage der Bewertung eines klaren Verstoßes gegen eine Vorgabe sein. Gerade im us-amerikanischen Sport wird dermaßen viel und so lange unter den Tisch gekehrt, wie es nur irgendwie möglich ist, dass es gerade bei einer us-amerikanischen Sportlerin doppelt und dreifach so viel wiegt, wenn sie erwischt wird – und dann wieder laufengelassen wird!

    (0)
  • berggruen1 sagt:

    @wrack: Volle Zustimmung!

    (0)
  • speedy75 sagt:

    Hat zwar nichts mit Frauenfußball zu tun aber zum Thema Doping bei der Tour gibt es auch mal wieder unrümliche Neuigkeiten.
    Und auch bei Lance Amstrong und seine „Helfern“ tut sich was siehe hier:

    http://www.kicker.de/news/radsport/startseite/571664/artikel_armstrong-reicht-erneut-klage-ein.html

    Die merken alle gar nicht wie unglaubwürdig sie mittlerweile sind.

    (0)
  • Timmy sagt:

    Wurden die Teams denn schon nominiert? Vielleicht verzichtet die Trainerin auf Solo.

    (0)
  • Zaunreiter sagt:

    “Als jemand, der an einen sauberen Sport glaubt, bin ich froh, mit der USADA zusammengearbeitet zu haben, diese Angelegenheit zu klären und ich freue mich darauf, mein Land bei den Olympischen Spielen in London 2012 repräsentieren zu dürfen.”

    Bei solchen Sätzen muß ich immer an Lance Armstrong, Marion Jones, Jackie Joyner-Kersee etc. etc. denken. Allzeit getragen von der Bereitschaft, stets ihr bestes für ihr Land zu geben. – Mir wird dann immer ganz fad im Magen…

    Aber in jedem Land ist ja der Umgang mit den jeweiligen Dopingsündern anders. Es sei hier nur an Jan Ullrich, Katrin Krabbe oder Dieter Baumann erinnert.

    (0)
  • WalesGER sagt:

    @Timmy AUf SOLO verzichten?? LOL
    never ever!! Pia hat SOLO quasi rehabilitiert nach 2007 und dem WMSkandal!
    ausserdem JA das Team wurde schon nominiert, deswegen auch jetzt die öffentliche Rüge zum positiven Test am 15.06.!!!
    Hope SOLO schrieb übrigens auf Ihrem Twitteraccoutn sinngemäß, sie sei nicht!! durch einen Dopingtest gefallen!! man habe nur eine Substanz gefunden das versehentlich in einem ihr verschriebenen Mittel war….

    Was mit eben grade so bitter aufstösst ist die Tatsache, dass es bei Frauen (und ich bin selbst eine! ) durchaus einen Unterschied macht, ob jemand PMS belastet ist oder eben mit Medis etwas dagegen tut.. wir wissen ja auch nicht, wogegen genau dieses PMS Mittel helfen sollte! dadurch verschafft sie sich durchaus einen Vorteil!
    und viel schwerwiegender ist…das derartige Mittel bzw. Substanzen (harntreibend) etc… wie oben schon mehrfach von mir erwähnt, sozusagen TARNMEDIS sind, um das eigentlich Dopingmittel zu verschleiern….

    und ich stimme meinen VorrednerInnen zu, warum solle eine Hope SOLO nicht dopen? man denke nur an die vielen Verletzungen die sie in den letzten 2 Jahren hatte und an die teilweise „wundersamschnellen“ Wiedergenesungen… sie ist auch nicht mehr die Jüngste..jedenfalls im Fussballerinnenalter gesehen und ausserdem schon seit JAHREN mit dabei…da kommen eben körperliche Ermüdungserscheinen vor…

    (0)
  • speedy75 sagt:

    @WalesGER
    gute Postings von dir hier. Ich schreib lieber hier mal rein anstatt nur Daumen hoch bzw. runter.

    (0)
  • FFFan sagt:

    @ berggruen1:
    „Wenn der einzige Effekt dieses Mittels ein harntreibender wäre, stünde es mit Sicherheit nicht auf der Dopingliste!“

    Doch, genau deshalb steht es auf der Liste! Weil infolge der harntreibenden Wirkung andere (verbotene) Substanzen nicht mehr so gut nachweisbar sind.

    Und ich bin weiterhin der Meinung, dass es NICHT gleichgültig ist, ob Doping systematisch ‚im großen Stil‘ von einem ganzen Team betrieben wird (Nordkorea) oder von einer Einzelnen (Yineth Varon). Davon hängt ab, ob Sanktionen (auch) gegen den Verband verhängt werden oder nur gegen die betroffene Spielerin.
    Ebenso ist es NICHT egal, ob ein Sportler vorsätzlich, versehentlich oder gar unverschuldet mit einer verbotenen Substanz in Berührung kommt. Im letzteren Fall kann das dann auch mit einem Freispruch enden, wie z.B. bei Ovtcharov.

    Zu guter Letzt: Hope Solo ist nicht deshalb mit einer Verwarnung davongekommen, weil sie Amerikanerin ist oder weil sie sympathisch ist, sondern weil das Reglement in solchen Fällen eben (nur) eine Verwarnung vorsieht. Alles andere gehört schon in den Bereich der Verschwörungstheorien!

    (0)
  • Silvijjaaa sagt:

    Re: FFFan: Zu guter Letzt: Hope Solo ist nicht deshalb mit einer Verwarnung davongekommen, weil sie Amerikanerin ist oder weil sie sympathisch ist, sondern weil das Reglement in solchen Fällen eben (nur) eine Verwarnung vorsieht. Alles andere gehört schon in den Bereich der Verschwörungstheorien!

    Das stimmt nicht so ganz. Das Reglement ermöglicht eine Reduzierung der Strafe. Die Strafe für Hope musste also zwischen einer Verwarnung und einer zweijährigen Dopingsperre liegen. Sie ist also mit der geringst möglichen Sanktion davon gekommen.

    Im Übrigen sind diese Mittel vor allem wegen des Gewichtsverlusts so beliebt. So versuchen z.B. Kampfsportler ihre Gewichtsklasse zu halten.

    Außerdem (jetzt wird’s interessant) bei Springern aller Art. Von Volleyball, über Skispringen bis zum Turnen. Man springt einfach etwas höher und weiter mit 5 Kg weniger Gewicht an Bord. Und was ist Hope Solo’s Hauptaufgabe? Genau! Springen.

    M.M.n. völlig unverständlich eine solch lächerliche Strafe auszusprechen.

    BTW. Ich würde mich durchaus als Hope Solo-Fan bezeichnen.

    (0)
  • eisbär sagt:

    Mal was positives von Hope Solo. http://www.youtube.com/watch?v=-nu7mYX2exw
    Einfach super!!!

    (0)
  • qwert sagt:

    Mann o Mann, ich bin total konfuse, soviele Fragen zwirren durch meinen Kopf.

    1. wenn man Hope Solo jetzt als Hoch oder Weitspringerin zu den
    Olympischen Spielen schickt, hat sie gute Chancen aufs Gold?.

    2. Wer ist schneller, Hope Solo oder Usain Bolt?.

    3. Wie weit kann Hope Solo einen Hammer werfen?.

    Ps: Mit einen Hammer, habe ich nicht diesen Autos gemeint, mitdem
    Promi immer rum fahren.

    (0)
  • WalesGER sagt:

    Mal ein aktueller Nachtrag:
    Mr. Schleck wurde bei der Tour de France gerade positiv auf Diuretika getestet und SOFORT war klar es ist DOPING und wenn die B-Probe positiv ist, dann wird er disqualifiziert! Warum… Weil Diuretika Verschleierungsmittel für Doping sind!!
    Also komisch das Hope Solo vom USVerband, der das ja anders sieht (wie oben schon berichtet!) nur die kleinstmögliche Sanktion erhalten hat!
    Vielleicht hat der Herr Schleck als Mann ja nur das Pech nicht sagen zu können, es war in seinem PMS Mittel drin!? 👿

    (0)
  • Speedy75 sagt:

    Tja bei der Tour hab ich mir heute auch gedacht die macht sich mal wieder alle Ehre nach dieser Meldung.

    (0)
  • enthusio sagt:

    Bei Fansoccer ist eine interessante Rezension der Biografie von Hope Solo erschienen.
    Hier der Link: http://ffschweden.wordpress.com/
    Eine deutsche Übersetzung wird es vermutlich nicht geben, aber das Buch scheint interessante Einblicke in das Innenleben der US-Nationalmannschaft seit 1999 zu vermitteln, weil Pia Sundhage eine Veröffentlichung dieser Biografie vor den diesjährigen Olympischen Spielen in London verhindert hat.

    (0)
  • Jennifer sagt:

    Also, enthusio, ich habe das Buch kürzlich gelesen und kann es nicht nur Frauenfussball-Fans weiter empfehlen sondern auch denjenigen, die loved ones (sorry, jetzt weiss ich doch tatsächlich nicht was das auf Deutsch heisst; vielleicht ’nahestehenden Personen‘) verloren haben. Eindrückliches Leben, das Hope Solo geprägt hat und sie offensichtlich auch zu herausragenden Leistungen gezwungen hat.

    Hier noch der Link: http://fansoccer.de/7492/buchvorstellung-hope-solo-a-memoir-of-hope/

    Die Geschichten um die WUSA und WPS haben mich nicht überrascht. Das ist eine tragische Geschichte. Der Zickenkrieg innerhalb des Teams, besonders der 99er Weltmeisterinnen, hätte bei einer guten Leiterschaft allerdings vermieden werden können. Traurigstes Beispiel sind jüngste Kommentare auf NBC von Brandi Chastain. Die Mädels des 99er Teams haben wirklich unglaubliches geleistet, aber haben es leider nicht geschafft das „nachrückende Team, die jungen Wilden“ entsprechend zu integrieren. Ich glaube, dass das heutzutage viel besser klappt und Pia Sundhage daran einen grossen Anteil hat.

    Ich persönlich glaube, dass es sehr gut war, die Veröffentlichung auf die Zeit nach den Olympischen Spielen zu verlegen, da es sonst während der Berichterstattung viel um das Buch gegangen wäre, aber nicht um den Sport selbst. Vernünftige Entscheidung, um den Frauenfussball in den Vordergrund zu stellen.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @Jennifer: Tut mir leid, aber von diesen amerikanischen Biographien habe ich schon genug gelesen. Und ich muss sagen, ich habe etwas gegen diese Vermarktung von Einzelschicksalen. Es ist egal, ob es sich dabei um Hope Solo oder um Lira Bajramaj handelt.
    Ich weiß, dass diese Storys unglaublich ankommen (Supertalent kann da ein Lied von singen), aber diese Geldschneiderei kann ich nicht ab.

    Stars werden nicht deswegen zu besseren Spielerinnen oder gar Menschen, nur weil sie schreiben, wie schrecklich ihr Leben war und wie sie sich aus dieser Situation befreit haben. Sie sollen einfach das vernünftig machen, was sie können!

    Gerade vor dem Hintergrund ihrer Dopinggeschichte und den Enthüllungen um Lance Armstrong wirkt das fast schon ironisch und wie ein Eingeständnis!

    (0)
  • karl sagt:

    @Jennifer : Die ‚loved ones‘ sind am ehesten Angehoerige oder eben ’nahestehende personen‘ , da liegst du schon voellig richtig. Manches ist halt schwer uebersetzbar.

    (0)
  • Jennifer sagt:

    Sheldon: Das kannst du ja auch halten wie du willst. Allerdings hast du einen Denkfehler bzgl. der erbrachten Leistung. Hope Solo hat sich ihrem Schicksal nicht ergeben sondern gekämpft und konnte erstaunlicherweise ausgezeichnete Leistungen bringen. Sie ist zu einer der besten Torhüterinnen der Welt geworden. Viele Jahre danach hat sie ein Buch geschrieben. Sprich: Erst Leistung, dann alles aufgeschrieben.

    Zu Bajramaj’s Bio kann ich nichts sagen, die habe ich nicht gelesen.

    Lance Armstrong hat mit dem Hope Solo Buch überhaupt nichts zu tun. Weiss nicht wie du jetzt auf den kommst. Die beiden kennen sich, glaube ich, noch nicht einmal.

    Ich gehe mal davon aus, dass du das Hope Solo Buch gar nicht gelesen hast, oder?

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @Jennifer: Nein, ich habe keinen Denkfehler da drin. Und genau deswegen vergleiche ich Solo mit Armstrong.

    Armstrong war genauso ein Fall, schwer vom Schicksal getroffen, dann durch überdimensionale sportliche Leistungen zum Olymp aufgestiegen. Für mich ist er ein Held, weil er nie darauf wertgelegt hat, sich selbst in den Vordergrund zu stellen, sondern alles für seine Fans und seine Stiftung getan hat. Wenn auch mit „unfairen“ Mitteln, wobei doch jeder dazu gegriffen hat, um dieses Spektakel mitzuleisten.

    Aber ich brauche dann nicht auch noch Bücher, wo die Sportler sich dann selbst verherrlichen und schreiben, wie toll sie ihr Leben gemeistert haben, etc. pb. Ich weiß, dass solche Bücher die Amis gerne lesen, weil sich bei ihnen alles um Emotionen dreht, doch mir als gutem, alten norddeutschen Preußen geht das nunmal gegen den Strich!

    Und dass man Bücher nicht mehr lesen muss, um sie zu bewerten, dürften wir seit Sarrazin alle gelernt haben!

    Zu Bajramaj: Die Biographie gibt es nicht zum Lesen, aber du kannst dir sicher mindestens ein Dutzend Videos anschauen, wo ihre Biographie von Kindesbeinen an aufbereitet wurde, die immer bei den Länderspielen vor und während der WM zwischendurch eingespielt wurden. Alles Hype halt…

    (0)
  • wrack sagt:

    Sheldon: „…durch überdimensionale sportliche Leistungen zum Olymp aufgestiegen… Für mich ist er ein Held, weil er nie darauf wertgelegt hat, sich selbst in den Vordergrund zu stellen, sondern alles für seine Fans und seine Stiftung getan hat.“

    Es besteht nach meinen Informationen kein vernünftiger Zweifel mehr daran, dass Lance Armstrong über viele Jahre hinweg systematisch betrogen hat. Betrug. Das ist das einzig passende Wort. Der für den Radsport angerichtete Schaden ist unermesslich. Und natürlich hat Armstrong darauf Wert gelegt, sich und niemanden neben sich in vorderster Front zu präsentieren. Ich erinnere mich z.B. an eine Tour-Etappe, in der er zusammen mit einem anderen, in der Gesamtwertung völlig unbedeutenden Fahrer ausgerissen war, Armstrong die ganze Zeit an dessen Hinterrad. Und dann auf den letzten Metern, mit einigen Etappensiegen im Gepäck, überspurtete Armstrong den Mann, der die ganze Arbeit gemacht hatte, gegen jede Gepflogenheit und holte sich noch einen Etappensieg. Was Armstrong seinen Fans, die immer an ihn geglaubt haben, angetan hat, muss ich kaum beschreiben. Wie oft haben sie ihn gegen die gerunzelten Stirn von Skeptikern verteidigt, wenn er die anderen in den Bergen stehen ließ. Harte Arbeit, das haben sie als Erklärung akzeptiert. Und die auf Betrug und Lügen gebaute Stiftung ? Auch hier alles zerstört, Gelder werden nun zurückgefordert, die Existenz von ungezählten Menschen, die Armstrong vertraut haben, ist womöglich auch zerstört.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @wrack: Armstrong hat niemanden betrogen. Wer wirklich geglaubt hat, dass irgendeiner der Athleten bei der Tour ohne Doping fährt bzw. fahren kann, ist einfach nur naiv. Ich habe die Tour jahrelang verfolgt, obwohl ich genau wusste, woher der Wind bei Armstrong, Ullrich, Basso usw. wehte.

    Armstrong hat das Spiel der UCI angenommen. Dort wusste man seit Jahren, dass Doping zum geschäft gehört, wäre man aber dagegen vorgegangen, hätte man Spektakel wie die Tour einpacken können. Genauso ist es beim französischen Verband. Armstrong hat nur ein System, was sowieso schon da war, perfektioniert, und damit dieses Spektakel erst ermöglicht. Das wusste man bei der UCI und war ihm denke ich nicht undankbar.

    Die Fahrer mussten natürlich immer in der Öffentlichkeit aus Selbstschutz behaupten, dass sie unschuldig sind und nie Doping nehmen würden, weil es offiziell aufgrund der Todesfälle bei der Tour verboten war. Und das ist auch legitim, schließlich geht es hierbei um den juristischen Selbstschutz.

    Spätestens seit einem fiktiven Bericht eines Zeitzeugen vom Anfang des 20. Jahrhunderts in der TOUR 2007 hätte jedem Radfahrfan klar sein müssen, was da abläuft. Und entweder, man kann damit leben, oder eben nicht! Aber so zu tun, als ob da nichts ist, das ist Selbstbetrug, gerade vor dem Hintergrund, was früher alles genommen wurde: Ein Drogencocktail aus Koks, Amphetaminen, Schmerzmitteln und was weiß ich noch alles.

    Allerdings habe ich das Beispiel Armstrong nur angeführt, weil es aktuell ist und weil es passt.
    Denn bei Solo muss man hinter ihre persönlichen Leistungen auch noch große Fragezeichen hintermachen (siehe Überschrift). Und das wäre ein riesiger Skandal, denn anders als im Profi“zirkus“ bei den Radprofis, wo Doping nicht legal, aber geduldet ist, ist es im Frauenfußball extrem verpönt und eine echte Leistungsverzerrung (wo es doch bei der Tour nur eine relative gab, schließlich quälten sich trotzdem noch alle und sauber war keiner).

    Und gerade unter diesem Aspekt sind mir solche großen Heldentaten im Sport ein bisschen zu sehr umjubelt, gerade wenn man dann an anderer Stelle bei Armstrong drauf einschlägt.

    (0)
  • wrack sagt:

    @ Sheldon: „Armstrong hat niemanden betrogen.“

    Ich habe in Berichten von Veranstaltungen der Stiftung Armstrong neben kranken Kindern gesehen, die ihn angehimmelt haben. Ich habe Fans von Armstrong gehört, einige Jugendliche, die selbst Radsport betrieben. Ich habe Armstrong gehört, der in den Medien gelogen hat und niemand hat mit der Pistole hinter ihm gestanden. Armstrong hat Millionen für eigene Zwecke eingenommen, basierend auf Täuschung von Geldgebern (Doping hört nicht bei der Tour auf, du darfst die Olympiade mit einbeziehen) – das nenne nicht nur ich Betrug und das wird der inzwischen sehr stille Herr Armstrong vielleicht auch noch ausbaden müssen. Darf ich auch noch darauf aufmerksam machen, dass in einigen Ländern Europas Armstrong wegen seines Dopings und der Umstände inzwischen als Straftäter gelten würde ? Ob der Radsport Doping nun „duldet“, wie du zynisch schreibst, oder nicht.

    „Wer wirklich geglaubt hat, dass irgendeiner der Athleten bei der Tour ohne Doping fährt bzw. fahren kann, ist einfach nur naiv. Ich habe die Tour jahrelang verfolgt, obwohl ich genau wusste, woher der Wind bei Armstrong, Ullrich, Basso usw. wehte.“

    Ich war und bin noch „naiv“ und glaube, dass es mehr als einen Athleten gegeben hat, der die Tour und andere Radrennen, bei denen Armstrong teilgenommen hat, ohne Doping gefahren ist. Bei dem einen oder anderen hat man bestenfalls ein schlechtes Gefühl gehabt, sonst hätten sich die meisten den „Chemie-Wettkampf“ nicht angesehen. Das du natürlich schon immer genau gewußt hast, dass z.B. Ulrich bei seinen Siegen gedopt war, heißt nicht, das es alle wußten – du rühmst dich ja selbst eines besonderen Weitblicks – im Rückblick 🙂 . Was mich aber wundert, ist, das du damals mit diesem Knüller nicht an die Öffentlichkeit gegangen bist :-).

    „…bei den Radprofis, wo Doping nicht legal, aber geduldet ist“

    Tja, dazu führen eben die Handlungen von Armstrong, Ullrich und Co – zu abgebrühten „Sport“-Fans.

    „ist es (Doping) im Frauenfußball extrem verpönt und eine echte Leistungsverzerrung (wo es doch bei der Tour nur eine relative gab, schließlich quälten sich trotzdem noch alle und sauber war keiner).“

    Wo ist hier die innere Konsistenz deiner Argumente: Du zitierst den „juristischen Selbstschutz“ der Doping-Sünder, aber den nicht belasteten Tour-Teilnehmern gibst du nicht einmal ein „Im Zweifel für den Angeklagten“ ?

    Der gilt vielleicht für Hope Solo, die vor der Leinwand eines Armstrong (und nur da) wie eine amerikanische Klischee-Heldin wirkt: Sie hat mit ihrer Selbstanzeige „das Richtige getan“. Als Befürworter einer harten Linie gegen das Doping ist sie für mein Empfinden freilich etwas zu sanft behandelt worden.

    Zu den Büchern von Sportstars, die du als „Geldschneiderei“ bezeichnest – lustig vor dem Hintergrund der „Heldentaten“ der einstigen Geldmaschine Armstrong, der die wenigsten Einnahmen durch Literatur gehabt haben dürfte:
    Einige dieser von dir verrissenene Bücher (u.a. !) haben – dokumentiert – bei nicht wenigen Kids in den USA durchaus positive Effekte gehabt – z.B. Zuwendung zum Sport oder Abwendung von Gangs. Jedenfalls haben sie nicht annähernd den Schaden angerichtet, für den der ehemalige Tour-Sieger Armstrong (Dein Held) steht.

    In der Summe deiner Ausführungen bist du einmal mehr ganz du selbst geblieben, wie ich dich seit zwei Jahren kenne, von deiner einstigen Verdammung einer Celia auf Basis eines nie gesehenen Spiels bis hin zum „Kantersieg“, weswegen ich einen leicht abgewandelten Satz von dir gebrauche:

    „…dass man Sheldon nicht mehr lesen muss, um ihn zu bewerten“ 😉

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @wrack: Ich weiß, dass der Staat sich allzu gerne in Angelegenheiten einmischt, die ihn nichts angehen, insbesondere Doping. Der Radsport ist nun einmal damit aufgewachsen, gerade die Tour. Oder glaubst du wirklich, dass um 1900 die französischen Bauern auf ihren Straßenrädern tatsächlich 14 Stunden im Sattel saßen und die 2000er-Berge hochfuhren, ohne komplett zugedröhnt gewesen zu sein? Und glaub mir, das war nicht nur Voltaren, was ja auch zu den tollen Dopingmitteln gehört 😉
    Dass Doping überhaupt erst verboten wurde, passierte erst nach dem ersten Todesfall in den 60ern, als einer mal das Maß nicht kannte.

    Zu Armstrong: Zunächst einmal sind bis jetzt bereits GANZE EHEMALIGE TEAMS des konsequenten Dopings überführt worden: US Postal, Festina, Once, Telekom, alle gedopt.
    Das zieht sich durch andere Teams weiter: Die drei großen Kapitäne von Phonak sind alle des Dopings überführt (Zülle, Landis, Hamilton), Gerolsteiner ist daran kaputt gegangen, obwohl sie zu den Anti-Doping-Vorreitern gehörten (Schumacher, Kohl). Auch ein Oscar Pereiro wurde auf Doping getestet. Von Größen wie Cipollini ganz zu schweigen. Und auch die großen Helden der Franzosen – Richard Virenque und Laurent Dufaux – fuhren nicht nur mit Energy Drinks, sondern wurden beide positiv auf Doping getestet.
    Man könnte noch stundenlang so weitermachen, seitenweise Dopinggerüchte und -vorwürfe gegen jeden Fahrer im damaligen Peloton vorbringen, aber das würde den Rahmen sprengen.
    Zumindest die Treppchen, die hinter Armstrong kamen, waren alle ebenso gedopt.
    Und wenn mittlerweile selbst ein Fränk Schleck auffliegt, von dessen Unschuld man immer ausgegangen ist, und auch ein Jens Voigt beschuldigt wird, wer kann dann noch glaubhaft beteuern, die Tour gefahren zu sein ohne Doping???

    Darüber hinaus habe ich nie behauptet, dass die Tour de France ein sportlicher Wettkampf ist. Ich habe oben bereits gesagt, es ist reine Show. Ebenso wie ein Wrestlingkampf. Keiner soll mir erzählen, dass da irgendwas echt ist. Wenn sich mal jemand ernsthaft verletzt, dann ist das ein Unfall.
    Ich fände es auch besser, wenn der Radsport nicht mehr bei Olympia vertreten wäre. Das bringt sowieso nichts und es kommen nur künstliche Sieger zum Vorschein.

    Was die „Fans“ von Armstrong angeht:
    1. glaube ich nicht, dass die kranken Kinder ihn primär angehimmelt haben, weil er gut und ehrlich Rad fährt, sondern weil er ihnen Hoffnung für ihre Heilung gab. Für sie war er der Krebsbezwinger, nicht unbedingt der Radsportstar.
    2. wurde niemand gezwungen, ihn zu sponsorn. Weder Nike noch irgendeiner der anderen. Denen ging es nur genauso um Profit. Jetzt Schadensersatzforderungen einholen zu wollen, ist dreist, denn sie haben die Ernte bereits gehabt.
    Hätten sie sich einmal vernünftig mit der Geschichte des Radsports auseinandergesetzt, dann wäre ihnen klar gewesen, dass sie sich da sportlich mit dem Teufel ins Bett legen.
    In Verbindung mit Nike kam übrigens ein cooler Spruch zutage (im Vergleich zu Tiger Woods): „To be sponsored by Nike, you’re allowed to cheat on your wife, but you’re not allowed to cheat on your bike“ 😀
    3. „Die nicht belasteten Tour-Teilnehmer“ – wird es bald nicht mehr viele von geben, wenn Hamilton seinen Rachefeldzug durchzieht. Fahrer wie Hinault und Merckx können nur noch den Finger erheben, weil sie selbst niemand mehr überführen kann. Doch mit großer Sicherheit waren auch diese gedopt. Insofern bewege ich mich da gar nicht mehr „in dubio pro re“, da es kein „in dubio“ mehr gibt.

    Ich habe auch nicht gesagt, dass Stars keine Bücher schreiben dürfen, nur solange es darin um Selbstverherrlichung geht.

    Was nun Hope Solo anbelangt, Selbstanzeige hin oder her: Diese Selbstanzeige hat sie sicherlich einem schlauen PR-Berater und einer guten Justizabteilung zu verdanken, die bereits vorher alles in die Wege geleitet haben für einen sauberen Abgang. Schließlich stand für Solo etwas Sportliches auf dem Spiel, ihre Karriere. Armstrong brauchte das nicht. Er ist einer der wenigen Radsportler, den man nur mittels Indizien überführen konnte, und das hätte man sowieso, ob man wollte oder nicht, denn die Armstrong-Hetze war ein Politikum, da ging es nicht mehr um Sport! Er hat sich einfach in seiner Karriere zu viele Feinde angeschafft, ansonsten wär das nicht so gelaufen.
    Armstrong kann das aber ziemlich egal sein, denn er hat dafür eine Stiftung in die Welt gründen können, die mit seinem Geld sehr viel Gutes tun konnte und noch tun wird. Die Spenden sind übrigens seit den Dopingvorwürfen in die Höhe geschossen, von durchschnittlich 3000 Euro pro Tag auf bis zu 80000 Euro pro Tag. Von Schaden keine Spur!

    Dass es Armstrong nicht um sich selbst ging, zeigt, dass er sich komplett aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat und jetzt nicht noch einen reißerischen Prozess anstrengt, um sich weiter in die Öffentlichkeit zu drängen. Er hat sogar den Sitz seiner Stiftung abgegeben, um ihnen weitere Unannehmlichkeiten zu ersparen.

    Zurück zu Hope Solo:
    1. Für mich ist es ein Unding, dass eine Sportlerin zu Lebzeiten eine Biographie herausbringt. Ob das nun Philipp Lahm ist oder Hope Solo, ist da egal.
    2. Für mich ist es weiterhin ein Unding, dass eine Sportlerin dies tut, nachdem sie gerade des Dopings überführt wurde und sie weiterhin unter akutem Dopingverdacht steht, gerade aufgrund ihres steilen Aufstiegs.
    3. Für mich ist es klar, dass sich dieses Buch in den USA verkauft, da die Amis auf dramatische Karrierenentwicklungen stehen.
    4. Für mich ist es Ironie des Schicksals, dass gerade nun, wo alle auf Armstrong herumtrampeln, Hope Solo, die selbst nicht besser ist, so ein Buch herausbringt.

    Alles in allem ist dieser Schritt sicherlich keine Werbung für den FF und ich bitte darum, Hope Solo mit derselben Strenge zu verurteilen wie einen Lance Armstrong, wenn nicht sogar noch härter!

    (0)
  • wrack sagt:

    @ Sheldon:

    „…nachdem sie gerade des Dopings überführt wurde.“

    Mitnichten wurde Solo überführt, sie hat sich selbst angezeigt. Ist der Unterschied klar ?

    „Für mich ist es ein Unding, dass eine Sportlerin zu Lebzeiten eine Biographie herausbringt. “

    Auf den KANN ich nicht verzichten: Wann soll sie es denn dann herausbringen ? 🙂

    „…wer kann dann noch glaubhaft beteuern, die Tour gefahren zu sein ohne Doping???“

    Die Feinheit liegt in dem Wort „glaubhaft“. Jeder nicht überführte oder nicht durch Indizien „erdrückte“ Radsportler kann sagen, er habe die Tour ohne erlaubte Hilfsmittel gefahren und hat m.E. nach Anspruch auf Glaubwürdigkeit. Aber gerade Typen wie Armstrong haben ja offenbar auch deine Sicht geprägt, die die Glaubhaftigkeit von Unschuldigen wegwischt und auf diese Weise den Radsport kaputtgemacht haben. Und sei es auch nur ein Unschuldiger, der sich da wochenlang auf dem Rad gequält hat, um nun von dir mit den Dopern zusammengetrieben zu werden.

    „…die kranken Kinder ihn primär angehimmelt haben, weil er gut und ehrlich Rad fährt, sondern weil er ihnen Hoffnung für ihre Heilung gab“

    Armstrong kann keinen Krebs heilen. Ich glaube nicht, dass die meisten schwerkranken Kinder sich Gedanken über Spenden machen. Die hatten das „große Sportlervorbild“ vor Augen.
    Was ist das überhaupt für eine seltsame Einstellung, nicht zu fragen, woher das Geld für die Spenden kommt. Auch Drogenbosse spenden, Sheldon. Und das fällt ihnen erklärbar leicht – wie auch Armstrong.

    „. Er ist einer der wenigen Radsportler, den man nur mittels Indizien überführen konnte… Dass es Armstrong nicht um sich selbst ging, zeigt, dass er sich komplett aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat und jetzt nicht noch einen reißerischen Prozess anstrengt, um sich weiter in die Öffentlichkeit zu drängen. Er hat sogar den Sitz seiner Stiftung abgegeben, um ihnen weitere Unannehmlichkeiten zu ersparen.“

    🙂 Lance Armstrong ist wirklich ein Ausbund an Uneigennützigkeit und Integrität (Ironie)

    „…wurde niemand gezwungen, ihn zu sponsorn. “

    Du bist ja auch nicht gezwungen, einem Drücker an der Tür, der dir die Hucke voll lügt, ein überteuertes Abo abzukaufen. Trotzdem sind sich die meisten Länder in ihren Gesetzen einig, dass mittels Lügen erschlichener Profit zum Nachteil eines Anderen nicht ungestraft bleiben darf.

    „Ich weiß, dass der Staat sich allzu gerne in Angelegenheiten einmischt, die ihn nichts angehen, insbesondere Doping. “

    Zum Schutze unserer in Sportvereinen spielenden Kinder fordere ich den Staat auf, Doping unter Androhung von Strafen aus diesen Gemeinwesen fernzuhalten. Doping resultiert oft auch in Drogen- Medikamenten)-Handel, da ist der Staat ohnehin in der Pflicht.

    „Darüber hinaus habe ich nie behauptet, dass die Tour de France ein sportlicher Wettkampf ist. Ich habe oben bereits gesagt, es ist reine Show. Ebenso wie ein Wrestlingkampf.“

    Außer dir und wenigen anderen hat das in den vergangenen Jahren die Mehrheit nicht gewußt – nirgendwo wurde veröffentlicht: Das ist ein Fake, eine Dauerwerbesendung oder Ähnliches. Auch die Buchmacher, die Wetten auf die Sieger und Platzierten in der ganzen Welt angenommen haben, waren entweder nicht informiert oder Teil einer globalen Verschwörung.

    „Die Spenden sind übrigens seit den Dopingvorwürfen in die Höhe geschossen, von durchschnittlich 3000 Euro pro Tag auf bis zu 80000 Euro pro Tag. Von Schaden keine Spur!“

    Seit den Dopingvorwürfen… Das ist etwas vage. Kannst du den Zeitpunkt genauer angeben, vielleicht mit Quelle ?

    „Fahrer wie Hinault und Merckx können nur noch den Finger erheben, weil sie selbst niemand mehr überführen kann. Doch mit großer Sicherheit waren auch diese gedopt. Insofern bewege ich mich da gar nicht mehr “in dubio pro re”, da es kein “in dubio” mehr gibt.“

    Also wat nu ? Mit „großer Sicherheit“ oder „Ohne Zweifel“. Na, du kannst natürlich glauben und bezweifeln, was du willst. Aber wenn du diese Sicherheit hast, warum hältst du dann den Radsport für völlig duchseucht, den – als Beispiel – Männerfußball aber nicht ? Auch da geht es um viel Geld, wir sehen Wettbetrug und Schiedsrichterkorruption ? Musst du, wenn du nicht völlig willkürlich bist (und genau das bist du), nicht von der BL annehmen, dass da munter geschoben wird, ohne Ausnahme ?

    „ich bitte darum, Hope Solo mit derselben Strenge zu verurteilen wie einen Lance Armstrong, wenn nicht sogar noch härter!“

    Nein, abgelehnt, Solo ist hübscher als Armstrong.

    (0)
  • FFFan sagt:

    Hope Solo hat diese Woche geheiratet. Vorher musste ihr Verlobter allerdings erst noch aus dem Polizeiarrest freikommen…

    http://www.bild.de/sport/fussball/hope-solo/party-pruegel-vom-verlobten-ex-football-star-27187948.bild.html

    (0)
  • kelly sagt:

    hallo leute ich drücke hope so die Daumen,das sie es schafft ihrem leben eine stabile Richtung zu geben zum Glück hat sie den sport,aber durch ihre Kindheit zieht es sie leider zu den falschen Partnern!!!bitte eine Therapie machen und auch neu anfangen etc.meinen support hast du toi toi toi

    (0)