IFAB gibt grünes Licht für Kopftücher

Von am 6. Juli 2012 – 11.29 Uhr 35 Kommentare

Der International Football Association Board (IFAB) hat gestern in Zürich historische Beschlüsse für die Zukunft des Fußballs getroffen. So wurde nicht nur der Weg für die Torlinien-Technologie geebnet, sondern auch das Kopftuchverbot endgültig aufgehoben.

Unter dem Vorsitz von FIFA-Präsident Sepp Blatter beschloss das IFAB einstimmig, das Tragen von Kopftüchern vorerst für eine Testphase zuzulassen. Bereits im März hatte sich der IFAB für eine Zulassung ausgesprochen.

Kopftuch im Fußball zukünftig erlaubt

Revolutionäre Entscheidung: Das Tragen von Kopftüchern ist nun offiziell erlaubt © Rainer Hennies

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Detailfragen noch zu klären
„Die Frage ist jetzt nicht mehr, ob Spielerinnen Kopftücher tragen dürfen oder nicht. In Zukunft geht es nur noch um das Design und die Farbe, in denen Kopftücher erlaubt sind“, erklärte FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke. Die zulässigen Schnitte, Farben und Materialien werden nach der IFAB-Jahresgeschäftssitzung in Glasgow festgelegt und bestätigt, die im Oktober stattfinden wird.

Keine belegten Hinweise auf Verletzungsrisiko
Bisher hatte die FIFA das Tragen von Kopftüchern im Fußball mit dem Hinweis auf das Verletzungsrisiko untersagt.

Doch bislang gibt es keine medizinische Literatur zu Verletzungen durch das Tragen eines Kopftuch. Die Ergebnisse der Testphase sollen dann auf der IFAB-Jahresversammlung 2014 überprüft werden.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

35 Kommentare »

  • grammofon sagt:

    Finde ich gut!

    Verletzungsrisiko… auf so was muss man erst mal kommen. Aber irgendwie mussten sie es ja begründen.

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  • hanah sagt:

    Zum Glück!!!

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  • grammofon sagt:

    Was ist denn hier los? Vielleicht wollen diejenigen, die bei den obigen Kommentaren Daumen-runter gedrückt haben, ihre Position erläutern?

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  • FFFan sagt:

    Ob die „Torlinien-Technologie“ im Frauenfußball jemals zum Einsatz kommen wird? Ich schätze mal, dass dies frühestens bei der WM 2015 der Fall sein wird. An einen Einsatz in der Frauen-Bundesliga glaube ich schon wegen der damit verbundenen hohen Kosten nicht.

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  • hanah sagt:

    Ich finde jeder darf seine Religion auch im Sport ausleben und wenn es dazu gehört Kopftücher zu tragen dann dürfen sie es doch auch,oder ist hier jemand anderer Meinung?

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  • hopkins sagt:

    Ich bin anderer Meinung. Religion und Politik haben im Sport nichts zu suchen.

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  • defense2 sagt:

    @hopkins:

    vielleicht hat Religion nichts im Sport zu suchen, aber es ist ja nicht die Religion, die sich da in den Sport einmischt!
    Im Gegenteil: durch das Kopftuchverbot werden bestimmte Menschen aus dem Sport ausgegrenzt – und das geht eindeutig gegen jegliche Anti-Rassismus-bemühungen (z. B. exchange your jersey)!

    Vielleicht bist Du ja auch dagegen, dass Fahradfahrerinnen Kopftücher tragen, da sie anderen Verkehrsteilnehmern die Sicht behindern könnten?!?

    Ein Sportverband kann nunmal nicht die Religion dazu zwingen, ihre Anhänger von der Kopftuchpflicht zu befreien, er kann aber seine Statuten ändern, um diese Menschen am Sport teilhaben zu lassen und deren Religion zu tolerieren!

    Ich finde es gut!!!

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  • P.Enalty sagt:

    @hopkins: Frauen, die Fußbal spielen habens in arabischen Ländern schon wirklich schwer genug. Wenn die einzige Möglichkeit zu spielen für sie also darin besteht, Kopftücher zu tragen, sollte man ihnen das erlauben und den Mut dieser Frauen dadurch belohnen. Ich denke, wenn sie dadurch Frauenfußballländerspiele bestreiten können und sich der Öffentlichkeit zeigen können, kann dies viel eher zu Veränderungen in arabischen Ländern führen.

    PS: Ich habe letztes Jahr ein sehr interessantes Buch mit ähnlicher Thematik gelesen, „Kick it in Kabul“ heißt es. Darin geht es um die erste Frauenfußballnationalmannschaft in Afghanistan. Wäre vielleicht mal ganz interessant für den einen oder anderen hier, um diese Frauen und ihre Situation besser zu verstehen…

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  • Sheldon sagt:

    Nun, ich finde ja eure religionstolerierende Einstellung echt toll, doch gerade noch vor ein paar Wochen wurde hier Stimmung gegen eine Thomas Obliers gemacht, der genau das getan hat innerhalb seines Amtes, nämlich die Religion des Landes, in dem er gearbeitet hat, und die damit verbundenen Gesetze und Ansichten toleriert.

    Für mich sieht das enorm nach Doppelmoral aus, in dem man versucht, selbst die Religion des Gegenübers nach seinen Interessen zu formen. Wir entscheiden, was richtig und was falsch ist.

    Das Kopftuch ist also okay, obwohl es das Zeichen der Knechtschaft der Frau gegenüber dem Mann ist. Aber Beschneidung oder Verbot der Homosexualität ist nicht okay, weil es nicht unserer Vorstellung einer Religion entspricht???

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  • hopkins sagt:

    Ich finde es großartig, dass Frauen in diesen Ländern Fußball spielen. Dazu gehört sehr viel Mut. Persönlich finde ich es sehr schade, dass sich die Religion wieder durchsetzt.

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  • defense2 sagt:

    @sheldon & hopkins

    es bedeutet nicht, dass die Kopftuchpflicht an sich „okay“ ist – aber es ist ein Zeichen dafür, dass man Frauen TROTZ dieser „Knechtschaft“ ermöglicht, sich anderswo (hier eben im Sport) zu emanzipieren.
    Alles andere hieße doch, den Frauen noch zusätzlich Steine in den Weg zu legen. Ich finde, dass ein Kopftuchverbot diese Unterdrückungssymbolik eher noch unterstützt.

    Des Weiteren bin ich ein wenig erschrocken über die Bewertungen einiger Kommentare hier – ich dachte, Leser eines Frauenfußball-Blogs interessiert es, dass Frauen Fußball spielen und dies auch können/dürfen.

    Und außerdem: was ist denn ganz pragmatisch gesehen schlimm daran?
    Störend dürfte das Tuch doch höchstens für die Trägerin (schwitzen) sein, oder?

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  • qwert sagt:

    @hopkins, Lol, dürfen jetzt nur noch Artheisten Fussball spielen oder was?.

    @P.Enalty, hat doch keinen Zweckt, mancher Leute sehen schon Rot, bei Wörtern wie Arabisch, Afghanistan oder Kopftücher.

    Ich finde, was die Moslemischen Frauen in ihren Ländern tunen müssen, dürfen oder nicht. Ist Politik, und hat mit Fussball nichts zutun. Aber es ist nicht richtig, diese Frauen aus allen Fussballwettbewerben aus zu schließen, nur weil sie Kopftücher tragen MÜSSEN. Jetzt bin ich nur froh, dass das Verbot aufgehoben wurde.

    Ps: bin Katholik, und Danke im voraus für die Roten Daumen.

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  • Sheldon sagt:

    @defense: Ich sehe es so, dass die Kopftuchbefürworter sich eher noch bestätigt fühlen und man schmeißt denen Steine vor die Füße, die sich in diesen Ländern unter Einsatz ihres Lebens für die Rechte der Frau einsetzen.
    Ihnen nimmt man nun alle Argumente!

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  • Sheldon sagt:

    Übrigens, da fällt mir etwas ein: Seit einigen Jahren wurde das T-Shirt ausziehen beim Jubel verboten. Damit wurde den Spielern die Möglichkeit genommen, ihre ganz persönliche Botschaft den Menschen zu überbringen. Einfachste Dinge wie „Jesus liebt dich“ oder „R.I.P. …“ waren da zu lesen. Ich kenne persönlich Leute, die sich gerade brasilianischen Fußball unter anderem deswegen sehr gerne angeschaut haben, um diesen Torjubel erleben zu dürfen.

    Heute dürfen und müssen islamische Frauen ein bewusstes religiöses Zeichen im Sport setzen, indem sie ein Kopftuch tragen. Sie repräsentieren damit eine Religion, die menschenverachtend und grausam ist.

    Ist das nicht Doppelmoral der FIFA? Wieso verbietet man das Trikot ausziehen, aber nicht das Kopftuchtragen?

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  • grammofon sagt:

    Nur um mal ein Argument anzusprechen, welches hier (und wohl überhaupt im Westen) völlig falsch angegangen wird:

    Das Kopftuch ist nicht unbedingt ein Symbol der Unterdrückung! Überhaupt verstehen es viele Muslimische Frauen eher umgekehrt als Befreiung von der sexuellen Objektivisierung, die ihnen sonst von den Männern aufgedrängt wird. Ich kenne viele sehr emanzipierte Muslimische Frauen, die das Kopftuch gerne tragen.

    Aber sei das mal beiseite gestellt. Wenn man schon nicht die Religion tolerieren kann, dann vielleicht zumindest die Kultur? Die Kopftücher sind nämlich wirklich eher Teil der Kultur als der Religion.

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  • wrack sagt:

    qwert schrieb: „Aber es ist nicht richtig, diese Frauen aus allen Fussballwettbewerben aus zu schließen, nur weil sie Kopftücher tragen MÜSSEN. Jetzt bin ich nur froh, dass das Verbot aufgehoben wurde“

    Das ist die vermeintlich positive Seite. Es ist aber noch gar nicht sicher, dass diese Frauen wegen dem Wegfall des „Kopftuchverbots“ tatsächlich international oder national spielen dürfen. Sind denn z.B. die Beine bedeckt ? Zeigen nicht die Trikots zuviel von den weiblichen Formen und könnten Männer erregen ? In einigen Ländern (z.B. Jemen) dürfen Männer bei Sportveranstaltungen der Frauen z.B. gar nicht im Publikum sein – was heißt das z.B. für Spiele der Nationalteams ? Und man hat sich noch nicht auf Form und Farbe es Kopftuches geeinigt.
    Ich finde übrigens „Kopftuchverbot“ einen tendenziösen Terminus. Es gibt eine Kleiderordnung auf dem Fußballplatz. Die wurde geändert. Ob damit den Frauen, die Kopftuch tragen MÜSSEN, das Fußballspielen erleichtert oder eher erlaubt wird, ist m.E. nach noch dahingestellt und für mich zweifelhaft.
    Wo nämlich der Zwang zum Bedecken der Haare der Frauen groß ist, ist die Bereitschaft, Frauen Fußball spielen zu lassen, sicherlich (proportional ?) klein.
    Und für Deutschland ? Glaubt jemand, dass eine relevante Zahl entsprechend „skeptische“ Eltern ihre Tochter Fußball spielen lassen, weil sie dabei ein Kopftuch tragen „darf“ ? Oder eine fußballspielende Frau mit Kopftuch bei Traditionalisten tatsächlich weniger negativ beurteilt wird als eine, die es nicht trägt ?
    Sport soll mit Politik nix zu tun haben, aber bitte dann auch keine politischen und / oder religiösen Symbole auf dem Platz zulassen. Und allein der Terminus „Kopftuchverbot“ sagt aus, dass die, die ihn benutzen, das Kopftuch auch als religiöses Symbol sehen.

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  • defense2 sagt:

    @sheldon:
    ich sehe es eher so:

    http://www.openpr.de/images/articles/c/2/c2f9a351c2383ebfa51829a50e10ebdf_g.jpg&imgrefurl=http://www.openpr.de/news/272574/Sport-mit-Kopftuch-Sportsfreundin-greift-brisantes-Thema-auf.html&h=399&w=600&sz=25&tbnid=B7eY4nueaAKNyM:&tbnh=90&tbnw=135&prev=/search%3Fq%3Dkopftuch%2Bsport%26tbm%3Disch%26tbo%3Du&zoom=1&q=kopftuch+sport&usg=__h4ZAjH-bwmV7O4O_H6w_Um_NmBo=&docid=u2zCLXIVWR9TSM&sa=X&ei=tJ_6T8bpGczltQb_5qjTBQ&ved=0CKcBEPUBMA8&dur=2394

    Es geht hier um Frauen, die aus Leidenschaft Sport treiben und ein Zeichen setzen wollen, dass dies auch mit islamkonformer Kleidung funktioniert.
    Du stellst es so dar, als würden unterdrückte Frauen losgeschickt, um ihr „Unterdrückungssymbol“ zur Schau zu stellen und eine „Botschaft“ zu senden.

    Wie grammofon sagt – viele tragen freiwillig ein Kopftuch, weil es nunmal zu ihrem Glauben gehört. Ich habe auch kirchlich geheiratet und trage überzeugt meinen Ehering, obwohl sich lt.biblischer Hierarchie die Frau dem Mann unterordnen soll…und ich darf sogar arbeiten gehen und Fußball spielen 🙂

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  • wrack sagt:

    @ grammofon: Zunächst etwas off topic: Es ist eine rührende Illusion, zu glauben, das Kopftuch schütze davor, von EINIGEN Männern als Objekt betrachtet zu werden. Das hat etwas von dem furchtsamen Kind, dass sich die Decke über den Kopf zieht und glaubt, das MONSTER könne es nun nicht mehr sehen.

    Zur Toleranz: Ich z.B. betrachte keine Frau mit Kopftuch a priori als unterdrückt. Sie muss es tragen DÜRFEN, wann immer sie will, wenn das ihre religiöse Überzeugung ist (auch wenn meiner Auslegung nach lediglich GEBOTEN wird – und dies nicht von Gott – das Haar zu BEDECKEN (nicht zu VERBERGEN), wofür auch ein Haarband reichen würde.) Freilich gibt es Räume in UNSERER Gesellschaft, wo man und frau sich kurzfristig von einigen ihren persönlichen Überzeugungen ALS ÄUSSERLICHKEIT trennen muss. Das hat damit zu tun, dass man in pluralistischen Gesellschaften nicht alle individuellen Interessen unter einen Hut bringen kann – Beispiel Schule / Schulpflicht mit den Problemfeldern Lehrerin, Schwimm- und Sportunterricht, Unterricht durch Eltern etc.. Dabei bitte nicht vergessen, dass es ausser dem Islam noch andere Religionen gibt, die wiederum ebenfalls verschiedene (m.E. z.T. skurrile) Auslegungen ihrer Schriften pflegen und mit dem Hinweis auf das Kopftuch dann IHRE Rechte fordern können. Von Deutschland zurück in die Welt:
    Beim internationalen Fußball, um den es hier geht, haben wir es immerhin NICHT mit einer pluralistischen Gesellschaft zu tun, sondern mit einem Verband bzw. einer Weltorganisation, deren Wirken für mich dann und wann eher undurchsichtig erscheint. Wie wir wissen, sind hier die Entscheidungsprozesse nicht selten weniger auf das Wohl der FußballerInnen bedacht, sondern frommen auch schon mal den Funktionären.
    Als Santaria-Anhänger könnte ich z.B. mit Verweis auf den Entscheid fordern, mir auch mein Recht zu gewähren, nämlich ständig mein Huhn bei mir zu führen – damit keine Tiere gequält werden und die Verletzungsgefahr gegen 0 geht, würde ich natürlich ein Gummihuhn mit auf den Platz nehmen ;-). Allein, mir fehlt das nötige Kleingeld, um meinem Antrag beim Weltfußballverband Nachdruck zu verschaffen…

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  • dadida sagt:

    also ich glaube hier wurde verletzungsrisiko falsch interpretiert. würde ich eher als risiko bei kopfverletzungen sehen. der/die schiedsrichter/in kann eine offene kopfwunde dadurch mglw. nicht gleich oder rechtzeitig erkennen und damit steigt das risiko, dass die behandlung zu spät erfolgt, was bei kopfverletzungen vielleicht nicht so günstig ist….

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  • defense2 sagt:

    @wrack:
    naja, das mit dem Huhn ist dann wohl doch etwas überzogen…

    Es geht hier ja sogesehen um ein Kleidungsstück – ich selbst spiele bei heißem Wetter auch mit Bandana als Schutz vor Sonnenstich; das ist ja eigentlich nichts anderes, als ein Kopftuch und das würde ich mir auch nicht verbieten lassen wollen…

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  • wrack sagt:

    @ defense2: Was ist ISLAMKONFORME Kleidung ? Der Begriff könnte durchaus eine Diskriminierung nicht-kopftuchtragender Muslima sein. Auch die haben frei ihre Kleidung gewählt und sind deswegen nicht weniger im Islam daheim.
    Außerdem empfehle ich einen genauen Blick auf den von dir präsentierten Link: Eine PR-Seite, eine PR-Agentur, ein gerade aus der Taufe gehobenes Promo-Blatt und die Bekleidungsindustrie – das mit dem Thema zu verknüpfen, überlasse ich den Usern.
    Religion ist Kopf- oder Herzenssache – Gott wird niemanden verdammen, weil er sich „falsch“ anzieht. Und wenn Gott es nicht tut, sollte es der Mensch auch nicht.

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  • Sheldon sagt:

    @wrack: Genau das ist die Crux.

    @defense2: Nun, das Kopftuch in der Öffentlichkeit abzulegen, ist nicht mit dem Islam vereinbar.
    Aber dürfen muslimische Frauen eigentlich professionell Frauenfußball spielen? Die Antwort ist: NEIN!
    Denn 1. werden sie durch eine professionelle Ausübung des FFs von ihren Aufgaben und Pflichten als Hausfrau und Mutter abgehalten, 2. würde eine professionelle Ausübung nur möglich, wenn man international anerkannt wäre. Das ist aber nicht möglich, da bei keinem Länderspiel einer jordanischen Nationalmannschaft auf der ganzen Welt Männer anwesend sein dürften, weder im Stadion noch vor den Fernsehbildschirmen oder den Internetstreams.

    Demzufolge ist diese Debatte islamisch an Scheinheiligkeit gar nicht mehr zu überbieten, denn es geht hierbei ja um internationale Anerkennung durch die FIFA. Doch die FIFA wird noch nicht mal ein Bild einer fußballspielenden Muslimin veröffentlichen dürfen, daher sind alle Spiele, die Jordanien beispielsweise bestreitet, für die FIFA irrelevant, da sie sich sowieso nie für eine WM qualifizieren könnten!

    Von daher setzen sie die Möglichkeit, ein Kopftuch zu tragen durch, um sich von Männern angaffen zu lassen!

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  • qwert sagt:

    @sheldon, glaubst du allen ernstes, dass irgend eine feministische Bewegung mit dem Argument (Frauen dürfen mit Kopftuch bei Fifa nicht Fussball spielen) irgend etwas ändern könnten.
    Die Machthabern diese Länder lachen sich kaputt. Ihren Ansicht nach, gehören Frauen in die Küche und nicht auf den Sportsplatz. Sie würden sich sogar noch bei der Fifa für dieses entgegen kommen bedanken.
    Die einzigen die über den Kopftuchsverbot todtraurig sind, sind diese Fussballerinen.

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  • grammofon sagt:

    @wrack: Du verstehst mich da vollkommen falsch. Persönlich würde ich ja auch kein Kopftuch tragen. Die Frage ist eher kulturell. Und als Außenstehender kann man andere Kulturen nicht verstehen und sollte sie daher auch nicht verdammen.

    Übrigens, wenn man sich anguckt, welche Zwänge den Frauen z.T. im Westen aufgelegt werden, dann relativiert sich das ganze auch ein wenig.

    @Sheldon: „Sie repräsentieren damit eine Religion, die menschenverachtend und grausam ist.“

    Solch eine Verdammung einer ganzen Religions- und Kulturgemeinschaft ist einfach nur traurig und ignorant und unter dem Niveau der amerikanischen Republikaner. Bitte erkläre uns doch in einem deiner endlosen Beiträge, wie denn der Islam genau menschenverachtend ist. Und zwar möglichst mit vielen Zitaten aus dem Koran und dessen verschiedenen Interpretationen.

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  • qwert sagt:

    @Sheldon, warum haben deine Vergleiche immer so einen provokative Unterton?. Also, ich finde das immer nur albern. Du bist ja wie diese Internet Trolle, die nur nach Beachtung aus sind.

    @wrack, ich schaue mir den Sport an und nicht die Beine der Mädels.
    Von daher, ist es mir egal wie die sich verhüllen, solange die dadurch keinen Vorteil gegenüber die anderen Teams haben.
    Ich erinnere daran, dass diese Mädels ohne Kopftuch, noch nicht mal das Haus verlassen dürfen. Also, wer viel Haut sehen möchte sollte sich Frauen Beachvolleyball anschauen.

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  • pmm... sagt:

    Dann will ich auch meim Goldkreuz und Rosenkranz mit auf den Platz nehmen.

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  • qwert sagt:

    @pmm, anders als diese Frauen, bist du nicht dazu GEZWUNGEN diese Sachen zu tragen. Es kann und sollte, dir das Niemanden verbieten. Du tust genau das richtige. Einpaar Goldkettchen um den Hals, ist genau das richtige beim Fussball. Weiterso, ich unterstütze dich.

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  • Sheldon sagt:

    @grammofon: Dazu würde ein Beitrag nicht ausreichen, mit einem solchen Beitrag würde ich den Server lahm legen!

    Guck dir nur die Schari’a an, schau dir die medinischen Suren an, da findest du genug Gewaltpotential!

    Doch es soll hier nicht um die grausamen Auswüchse des Koran gehen, sondern darum, dass dieses Kopftuchverbot, wie schon zuvor beschrieben, in sich islamisch paradox ist!

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  • qwert sagt:

    Leute, ihr schreibt seitenslangen Komentaren und es kommt nur wirres Zeug heraus.
    Tatsache ist, hier im Westen spielen auch Muslimischen Mädchen Fussball und sie tragen keinen Kopftüchern, weil ihnen Niemanden dazu Zwingt.
    Die Frauen in den Ländern die Kopftücher tragen MÜSSEN, die sollte man nicht auch noch zurückt an den Herd oder zum Teufel jagen. Damit greift man den Unterdrückern nur unter die Armen.

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  • Zaunreiter sagt:

    Ah…wie ich sehe, befinden sich hier viele Religionswissenschaftler 😛

    An it harme as none, do as ye will!

    Es sollte doch allen klar sein, daß allen 3 monotheistischen Buchreligionen Gewalt und Unterdrückung immanent ist. Auch wenn sich alle mit Feuer und Schwert ausgebreitet haben, so lasse ich euch doch euren Glauben an den christlichen, moslemischen oder jüdischen Gott.

    Wenn es Frauen in moslemischen Ländern nur möglich ist, mit Kopftuch Fußball zu spielen, dann muß man das so akzeptieren! Punkt!

    Und wenn jemand mit nem Goldkreuz auf den Platz will, bitte schön!
    Die Göttin hat nen großen Tiergarten. Da ist auch für rebellische Christen Platz *schmunzel*

    Ich bitte dann zur Kenntnis zu nehmen, daß auch pagane Menschen dort mit einem Pentagramm oder dem Gehörnten um den Hals auf dem Platz dürfen! Lässt das eure Toleranz zu? 😉

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  • qwert sagt:

    @Zaunreiter, wenn die Leute in einem Land leben indem diese Satanistische Symbole Pflicht ist, und man sie nicht aus freien Willen trägt. Und wenn es keine Verletzungsrisiko für sich selbt, Mit. und Gegenspieler dastellt. Dann kannt man auch das tolerieren.
    Lieber Leute, verzeihe mir, aber ich antworte hier nur auf die frage von Zaunreiter. Nicht ich habe, Satanismus ins Gespräch gebracht. Und ich möchte hiermit auch nicht irgend eine Religion mit Satanismus vergleichen.

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  • qwert sagt:

    Für die, die gerne Kruzifixe, Pentagramme oder den Gehörnten tragen. Empfehle ich, es direkt auf dem Trikot drucken zu lassen, weil, wenn man es am Hals trägt wie eine Kette, ist es eine Verletzungsrisiko, und wird nicht zugelassen. Und dann, müsste man nur noch ein Land finden in dem diese Symbole Pflicht ist, sich einbürgern lassen. Und dann bei Fifa nach Gleichberechtigung Verlangen.;)

    Ich denke, auch Gesetze sollen mit Fingerspitzengefühl gemacht werden.

    Der Unterschied in diese Diskusion, liegt zwischen den Wörtern WOLLEN und MÜSSEN.

    Die, die diese Symbole tragen WOLLEN. Sollen sich für diese Symbole oder den Fussball entscheiden.

    Die, die diese Symbole tragen MÜSSEN. Solange es für den Träger keine sportliche Vorteile und Verletzungsrisiko für sich selbt oder seinen Mit. und Gegenspieler darstellt. Sollte man dafür ein bisschen Verständnis haben.

    Ich persönlich denke schon, dass diese Muslimischen Frauen das Kopftuch nicht aus freiem Willen tragen. Weil, es gibt in Europa viele Muslimische Fussballerinen die keine Kopftuch tragen. Ganz einfach, weil sie es nicht tragen MÜSSEN.

    Ps: Es gibt tatsächlich Fussballer die den Gehörnten und Pentagramme als Tätovierung auf der Haut tragen, aus freiem Willen. Und Kruzifixe sowieso.

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  • FFFan sagt:

    Zum ‚Kopftuchstreit‘:

    Eigentlich geht es bei der jetzt getroffenen Entscheidung doch nur darum, ob eine bestimmte Art von Kopfbedeckung der vorschriftsmäßigen Bekleidung im Fußball entspricht. Das ‚Kopftuch‘ stand anscheinend bisher im Verdacht, das Verletzungsrisiko zu erhöhen (seine Trägerin könnte -im schlimmsten Fall- stranguliert werden). Inzwischen sind aber Modelle entwickelt worden (mit Klettverschlüssen etc.), bei denen keine Gefahr mehr gesehen wird. Deshalb konnte das Verbot aufgehoben werden.

    Es ist nicht Aufgabe des IFAB, bestimmte Religionen zu fördern oder zurückzudrängen, oder die Rolle der Frau in der Gesellschaft neu zu definieren. Solche Aspekte durften mithin keine Rolle spielen.

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  • wrack sagt:

    2005 sollte in England das Swastika, ein hinduistisches Glückssymbol und Zeichen des Gottes Ganesh, verboten werden. Dagegen liefen die Hindus Sturm und hatten Erfolg. Das Swastika = Hakenkreuz ist also nach wie vor in England nicht verboten. Ein Blick in die Zukunft: Länderspiel Deutschland – England im Jahre 2016. Religiöse Symbole auf dem Platz sind erlaubt. Und da man Religion und Ideologie kaum trennen kann, politische Symbole auch. Wir haben auf dem Platz einige Kopftücher, oh, und einen roten Stern, das Emblem der vergangenen Sowjetunion, dann das Hakenkreuz bei zwei Hindus und einem Skinhead, ein Pentagramm, den Schriftzug von Scientology und natürlich mein Gummihuhn. Toleranz über alles ! Friede, Freude, Eierkuchen… 🙂 Nee, bestimmt nicht !

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  • Opossum69 sagt:

    Es ist mir eigentlich völlig wurscht,ob auf dem Platz jemand mit Kopftuch und langen Hosen rumrennt,ob jemand erst mal den Rasen küssen muss, ob jemand erst mal Zwiesprache mit Buddha halten muss oder sich kurz imaginär mit Herrn Ratzinger in Rom oder Herrn Luther unterhalten muss, bevor er auf einem Platz Fussball spielt.

    Man kann sich darüber streiten, ob es vielleicht albern aussieht, ulkig wirkt, oder lächerliches getue ist oder auch einfach nur in Ordnung. Alle glaubensorientierten Handlungen müssen die Spielerinnen mit sich, ihrer Religion, ihrem Glauben oder Nichtglauben allein ausmachen und sie stellen für mich keinen Stein des Anstoßes dar……solange, bis man in deren Gefilden für den eigenen Lebensinhalt angegangen wird.

    Wenn ich in Nordafrika angegangen werde, weil ich kurze Hosen anziehe und nicht zwei Schritt hinter meinem Mann gehe, hört für mich auch der Spaß auf. Will sagen, so lange es eine gegenseitige Akzeptanz der eigenen Sitten, Gebräuche und Lebensphilosophien gibt, finde ich alles in Ordnung. Also lasst sie doch mit Kopftuch spielen, so lange wir in Katarr nicht auch noch eins tragen müssen…

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