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Duisburg wendet Insolvenz ab

Von am 1. Juli 2012 – 12.34 Uhr 34 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist FCR 2001 Duisburg hat nach monatelangem Ringen eine akut drohende Insolvenz abgewendet.

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Nur mit dem „unermüdlichen Einsatz aller Verantwortlichen“ und der „Hilfe der treuen Sponsoren“ habe man die Finanzkrise überwinden können, heißt es in einer Erklärung des Vereins.

Rettung dank Sponsoren
„Wir haben zehn Jahre in der absoluten deutschen und teilweise auch in der europäischen Spitze mitgespielt, haben begeisternden Fußball geboten und überragende Erfolge gehabt. Das alles war u.a. nur mit der Hilfe unserer vielen Sponsoren möglich, die uns auch jetzt wieder geholfen haben – und nur so war die Rettung des Vereines möglich“, so Vorsitzender Thomas Hückels.

Probleme mit der Professionalisierung
„Dafür dankt der gesamte Verein seinen Unterstützern recht herzlich. Darüber hinaus danken wir auch allen Löwinnen, allen Übungsleitern und Mitarbeitern, die es in den vergangenen Monaten ebenfalls nicht leicht hatten.“ Als Gründe für die finanziellen Probleme führt der Verein die zunehmende Professionalisierung und damit auch Kommerzialisierung des Frauenfußballs an.

Erfolg auf Pump gekauft
Finanzvorstand Dirk Broska erläutert: „Leider macht sich diese Weiterentwicklung derzeit nur auf der Ausgabenseite bemerkbar (steigende Gehaltsforderungen, Berufsgenossenschaftsbeiträge etc.) und nicht auf der Einnahmenseite. In der Vergangenheit wurde der Erfolg leider auf Pump gekauft. Die Situation war vergleichsweise mit der von Borussia Dortmund im Jahr 2005. Zukünftig gelten nunmehr kaufmännische Gepflogenheiten eines Unternehmens, bei dem nur noch das ausgegeben wird, was auch finanziell machbar ist“, erklärt Broska.

Logo des FCR 2001 Duisburg

Logo des FCR 2001 Duisburg ©FCR 2001 Duisburg

Kleine Brötchen backen
„Natürlich gönnen wir allen Spielerinnen die Möglichkeit, für ihre Leistungen auch mehr verdienen zu können“, erklärt Hückels,, „andererseits wird es für viele Vereine – und für uns ganz besonders – immer schwieriger, die dafür notwenigen Gelder zu akquirieren. Jetzt werden wir zunächst einmal den Weg der Konsolidierung gehen müssen, um den Verein wieder in sichere finanzielle Fahrwasser zu manövrieren.“

Bundesligasaison 2012/13 gesichert
Deshalb werde es für die anstehende Saison auch nach der Rettung nicht möglich sein, spektakuläre Neuverpflichtungen zu realisieren. Zumindest die Bundesliga-Spielzeit 2012/13 ist gesichert. Hückels: „Ganz klar, es waren und es sind keine einfachen Zeiten für den FCR 2001, aber wir können den Fans, den Gönnern und den vielen Sympathisanten unserer Löwinnen versprechen, dass wir alles daran setzen werden, um in der kommenden Saison wieder attraktiven, erfolgreichen Fußball in Duisburg zu spielen – auch wenn es diesmal sicher nicht reichen wird, um in den Titelkampf einzugreifen. Aber wir sind ja immer für die eine oder andere Überraschung gut.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

34 Kommentare »

  • mas sagt:

    Armer FCR.

    Daß Duisburg nicht extrem viel Geld hat, war mir klar. Aber daß sehr große Anstrengungen notwendig waren, um die Insolvenz abzuwenden, nicht.

    „Aber wir sind ja immer für die eine oder andere Überraschung gut“ gewesen. Und in Zukunft? Ich lass mich gerne überraschen.

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  • Jarmusch sagt:

    Auf jeden Fall scheint mir Thomas Hückels ein Mann der ehrlichen, klaren und offenen Worte zu sein. Und das ist gut so!

    Für den Frauenfußball insgesamt ist die Entwicklung in bezug auf die Gehälter (oder die diesbezüglichen Vorstellungen einiger Spielerinnen) allerdings sehr bedenklich. Wenn sich die besten Spielerinnen auf die zwei potentesten Vereine (Frankfurt, Wolfsburg) konzentrieren ist das allgemeine Interesse an der 1.Bundesliga gefährdet, da ein ständig gleicher Zweikampf um die Meisterschaft drohen könnte. Da kann dann selbst Potsdam wohl nicht mehr mithalten, von den anderen Mannschaften ganz zu schweigen.
    Die (weitgehende) Abhängigkeit von Großsponsoren, Gönnern oder dem prallen Säckel männlicher Großvereine wird wohl in nächster Zeit ständiger Begleiter im Frauenfußball bleiben.
    Schade, die positive Entwicklung einer Sportart sieht sicher anders aus.

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  • FF-Talent sagt:

    Wurden nicht vor geraumer Zeit im Rahmen der HSV-Abmeldung hier immer wieder die finanziellen und sportlichen Vorteile von reinen FF-Clubs als Argument herangezogen? Duisburg war da auch immer Paradebeispiel gegenüber den „schlimmen“ FF-Ablegern von Männer-BuLi-Clubs … nicht einmal zwei Monate her und jetzt so eine Nachricht!

    Krahn begründete jüngst ihren Abschied mit Entwicklungen im Verein „in den letzten Wochen und Monaten (…) die mich nachdenklich gestimmt haben“: Das wurde hier fast ausschließlich in Kommentaren nur auf die sportliche Erfolgsebene hin interpretiert, wenige haben ganz allgemein nur von „schlechten Management“ oder „Schulden“ geschrieben – dass der FCR-Dampfer tatsächlich so kurz vorm Absaufen war /ist, hat keiner geschrieben.

    Jetzt rückt auch Krahns Begründung ins rechte Licht, sie meinte wohl nicht nur die sportliche Zukunft. Kommt jetzt nach dem sportlichen Schnitt (Abgänge der Leistungsträgerinnen) früher oder später auch der finanzielle Kollaps für Duisburg oder geht es 2013 wieder besser? Die Geschichte vom guten soliden reinen FF-Club ist jedenfalls spätestens ab jetzt Stoff für Grimms Märchen.

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  • Sheldon sagt:

    Der FCR-Kahn war seit Jahren immer vor dem potentiellen Absaufen. Das war er auch schon letztes Jahr, als MVT den Verein verließ. Der Verein wäre schon letzte Saison insolvent gegangen, wenn man Grings behalten hätte. Diese Mannschaft, die 2009 den UEFA-Cup geholt hat, war die Ursache allen Übels. Hätte man die folgenden Jahre nicht immer hochbezahlte Spielerinnen abgegeben, wer weiß, ob der FCR in dieser Saison überhaupt noch gespielt hätte.

    Die Naivität hier im Forum ist aber auch unglaublich! Da wird wie selbstverständlich von einem Zweikampf zwischen dem FFC Frankfurt und dem VfL Wolfsburg ausgegangen. Der FFC wird in ein paar Jahren selbst vor einem solchen Kollaps stehen, wenn er so weitermacht und ob der VfL wirklich alles hält, was er verspricht, ist auch sehr fragwürdig.

    Ich sehe Duisburg nach wie vor ganz oben dabei, denn sportlicher Erfolg, das sollten wir spätestens seit dieser Saison wissen, hängt nicht an großen Namen, sondern an Trainern, die Spielerinnen große Namen geben können.
    Wer hätte vor der Saison darauf gesetzt, dass Anonma Torschützenkönigin wird, wer darauf, dass Islacker unter den Topscorern der Liga ist? Wer hätte darauf gesetzt, dass Naeher und Schult die Toptorhüterinnen der Liga werden? Wer hätte darauf gesetzt, dass eine 2.-Liga-Spielerin Potsdam zur nächsten Meisterschaft führt? Wer hätte etwas auf den DFB-Pokalsieg der Bayern gesetzt? Wer hätte darauf gesetzt, dass Frankfurt derart versagt? Wer hätte auf eine Top 3-Platzierung von Duisburg gesetzt, die sie – und das betone ich noch einmal – auch zum Saisonende innegehabt hätten mit einer Jennifer Oster in den letzten drei Spielen?

    Ich stelle jetzt einfach mal die Elf der Saison auf:

    Naeher – Peter, Neboli, Schmidt – Oster, Hanebeck, Keßler, Göransson – Anonma, Pohlers, Islacker

    Wer hätte das vorher gedacht?

    Insofern, auch im nächsten Jahr wird Duisburg wieder zu den GANZ Großen gehören!

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  • hanah sagt:

    Duisburg ist für mich ein Verein der viel Potenzial hat aber eben das Geld ein großer Begleiter sein wird. Ich weiß nicht ob ihr bei den Männern Arminia Bielefeld kennt aber bei denen ist es änlich. Sie haben / hatten eine Starke Mannschaft aber das Geld fehlt Geld und jetzt sind sie in der 3. Liga. Bei Duisburg wirds so genauso.

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  • laasee sagt:

    What a mess!!
    So, Inka was forced out of the club for financial matters and not football reasons!
    All the propaganda was just bull shit!
    The „gentlemen“ lack ethics!

    It is the players who have suffered and who have had to leave.
    But the ‚clowns‘ remain at the ‚circus‘.

    Were the DFB blind to all these happenings at Duisburg?
    As the Governing Body, do they not have a responsibility for monitoring clubs financial well being?
    Or is the crazy English debt system now being copied in Germany?

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  • Detlef sagt:

    @Jarmusch,
    Ich würde die Zukunft der BuLi nicht so schwarz malen wie Du!!!

    Schon vor der letzten Saison hatten Viele den Frankfurterinnen einen problemlosen Durchmarsch in Meisterschaft und Pokal vorhergesagt!!!
    Am Ende holten sie mit dem stärksten Kader aller Vereine lediglich den Hallenpokal als einzigsten Titel, und blieben ganze 10 Punkte hinter dem Meister zurück!!!

    Auch wenn sie sich personell noch weiter verstärkt haben, werden sie die neue Saison ganz sicher nicht nach Belieben beherrschen!!!
    Der mentale Druck ist von Beginn an riesengroß, denn jeder Punktverlust wird für sie wie eine Ohrfeige werden!!!
    Das Team besteht dann aus 10 deutschen Nationalspielerinnen, und wir alle haben eindrucksvoll miterleben dürfen, wie die mit enormen Drucksituationen klarkommen!!!

    Wolfsburg wird ihnen mächtig zusetzen, denn auch sie haben gewaltig aufgerüstet!!!
    Allerdings geschah dies in Niedersachsen mit Verstand und Blick in die Zukunft, und nicht ausschließlich unter Vermarktungsgedanken!!!

    Auch Bayern und Potsdam könnten am Ende wieder vor Mainhatten liegen!!!

    @FF-Talent,
    Seit ich mich für FF interessiere (seit 2004), ging immer mal wieder das Gerücht um, daß Duisburg am Rande einer Pleite steht!!!
    Das wurde auch immer wieder in Foren und Blogs zur Sprache gebracht!!!
    Neu daran ist nur, daß man von Vorstandsseite nun endlich zugibt, was man seither wehemend bestritten hat!!!

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  • Sheldon sagt:

    @laasee: Ich kann es nur wieder betonen: MVT war selbst Teil der Maschinerie! Wer hat denn die ganzen teuren Spielerinnen (Nationalspielerinnen geholt): Bresonik, Holl, Fuss, Roelvink, Maes, Ando, Hartmann?
    War das etwa nicht MVT?

    Und Inka Grings, ja, sie wurde „entfernt“, weil sie zu viel gekostet hat und den Erfolg, den man mit ihr hatte, kann man genauso gut ohne sie haben. Keine Titel, keine CL, das hat man auch, wenn man auf Platz 10 in der Bundesliga steht und in der 1. Runde des Pokals rausfliegt!

    Ich glaube und hoffe, dass in der nächsten Saison Potsdam, Bayern, Neuenahr und Duisburg die ersten 4 Plätze belegen werden!

    @Detlef: Eines hast du vergessen: Duisburg steht nicht nur zur Fastinsolvenz, sie ist auch überwunden. Zum ersten Mal seit 8 Jahren geht es finanziell bergauf und die Altlasten sind fast alle ausgeschlachtet!
    So sieht es aus!

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  • laasee sagt:

    @Sheldon
    Please try and live in the real world!
    If, as you claim, MVT had been so über powerful then the „gentlemen“ could not have sacked her!
    It is simple logic. Try and understand.
    Inka was the best amd most important player in the history of the club.
    The lack of respect that the „gentlemen“ had for her was disgraceful.
    Inka did the business on the football field.
    The „gentlemen“ failed to do the business off the football field.
    So, because the „gentlemen“ screwed up, Inka becomes the victim.
    That is how football operates in England – I had hoped that football in Germany had better principles!
    The old proverb is ‚reap what you sow‘ – the „gentlemen“ are useless ‚gardeners‘.
    It is they that have the total responsibility for the financial chaos at the club!

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  • xyz sagt:

    Gut dass es Duisburg geschafft hat die Insolvenz abzuwenden.
    Ich kann einfach nicht verstehen,dass die Gehälter immer weiter nach oben schnellen. Wollen die lieben Damen denn nur noch Fußball spielen und nicht sich parallel um eine berufliche Zukunft kümmern?
    Mir fällt sofort die Bild Überschrift vor der WM 2011 ein,in der es heißt:
    A. Popp:,,Ich bin jetzt Profi“!

    Ich finde es sehr dumm,dass einige denken,selbst wenn sie 100.000€ pro Jahr verdienen würden oder etwas mehr,,dass sie nach ihrer Karriere ausgesorgt haben. Am Ende jeder Fußballkarierre einer Frau,stehen noch mind. 30 Jahre an,die finanziert werden müssen!Nicht jede Natiospielerin wird einen job beim DFB bekommen,diese Pöstchen sind auf Jahre schon vergeben.
    Es wird in den nächsten Jahrzehnten nicht soweit kommen,dass eine Fußballspielerin in Deutschland so viel verdienen wird,wie die männlichen Profis.
    Die Vereine können nicht so viel zahlen,sollten auch nicht über ihre Verhältnisse leben.
    Ich kann nur jeder Spielerin raten,neben dem Fußball einen Beruf auszuüben oder ein Studium vernünftig abzuschließen,denn der Markt gibt es einfach nicht her,dass man von einer Profiliga sprechen kann.
    Den Vereinen kann ich nur raten,nicht über ihre Verhältnisse zu leben.Wenn amn sich da einig wäre,dann würden die überhöhten Forderungen ganz schnell verschwinden. Anstatt viel Geld,sollte man den Damen zu einem moderaten Gehalt eine Ausbildungsstelle,Job bzw. Studienplatz bieten.

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  • Detlef sagt:

    @Sheldon,
    Die drohende Insolvenz ist nun fürs Erste mal abgebügelt!!!
    Das sie wirklich endgültig überwunden ist, dürfte nur Dein Wunschdenken sein!!!
    Es fehlen weiterhin potente Investoren, die eine Rückkehr des FCR an die Tabellenspitze, und in den internationalen Wettbewerb möglich machen!!!

    Woraus ist für Dich eigentlich ersichtlich, daß die Altschulden getilgt sind, und das es nun wieder bergauf geht für den FCR???

    Meiner Meinung nach geht es jetzt erst mal durch ein Tal der Tränen, wo man zunächst kleinere Brötchen backen wird!!!
    Über Platz 4-8 wird man wohl kaum hinaus kommen!!!

    In 2-3 Jahren könnte das junge Team dann soweit sein, daß man wieder oben angreifen kann!!!
    Aber nur dann, wenn diese ewigen internen Streitigkeiten endlich aufhören, die viele Fans und Akteure so lange zermürbt haben!!!

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  • Detlef sagt:

    @xyz,
    sei versichert, daß auch die Duisburgerinnen wissen, daß man nach der Karriere sich nicht auf die faule Haut legen kann!!!
    Ich kenne keine Spielerin, die sich darüber nicht im Klaren ist!!!

    Selbst in Wolfsburg und Frankfurt ist man nicht bis an sein Lebensende abgesichert, wenn man mal die Töppen an den berühmten Nagel hängt!!!

    Aber Du hast Recht, daß die Vereine in Zukunft immer mehr aufpassen müssen, daß sie diese Aufwärtsspirale der Gehälter nicht blind mitmachen können, wenn ihnen der finanzielle Rückhalt dazu fehlt!!!

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  • Winter sagt:

    Duisburg geht den richtigen Weg! Potsdam geht ihn schon lange, sich nur das zu leisten, was man kann. Ansonsten müssen sich die Wege halt trennen. Die Duisburger sind erfahren genug, sich mittel- und langfristig eine gute Mannschaft aufzubauen. Den Gehaltspoker sollte man jedenfalls nicht mitspielen.

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  • Kenner sagt:

    Ich werbe – mit ganzem Herzen – dafür, dass nicht wenige Fraufussballbegeisterte und insbesondere die dem FCR 2001 Duisburg nahe stehen, jetzt erst recht in den nächsten Tagen den Verein mit einer Dauerkarte in der kommenden Saison ( erhältlich über die Homepage des Vereins ) unterstützen und damit für ein ausgewogeners Gleichgewicht in der Frauenbundesliga sorgen.

    Gleiches gilt natürlich auch für andere Frauenbundesligisten erwünscht, die dies dringend nötig haben.

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  • Sheldon sagt:

    @xyz: Bin mal gespannt, was passieren wird, wenn VW irgendwann pleite geht! Wolfsburg würde so schnell vom Boden verschwinden, wie es aufgetaucht ist!

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  • neutral77 sagt:

    @xyz

    auch wenn dieser spruch in dieser aussagekräftigen zeitung stand, fängt a. popp in diesem jahr in wolfsburg eine ausbildung zur tierpflegerin an.

    @ sheldon

    über dich kann man immer nur wieder den kopf schütteln – sämtliche argumenete legst du dir hin, wie du sie gerade brauchst = geht gar nicht !!

    zu deiner information, vw wird auch in 50 jahren nicht pleite gehen oder kennst du da auch die finanzen, wie du sie bei fast jedem verein / jeder spielerin kennst …. ??

    zudem geht jeder !!! verein krachen (bei den frauen genauso wie bei den männern), bei dem der hauptsponsor pleite geht oder aus irgendwelchen gründen abspringt (wenn man sich dann nicht zeitig genug um einen neuen sponsor kümmert).

    und zu deinem spruch der vfl würde so schnell vom boden verschwinden, wie es aufgetaucht ist = der vfl ist ein folgeverein vom vfr eintracht wolfsburg (wie der fcr 2001 einer von rumeln-kaldenhausen ist)und die waren 1990 gründungsmitglied der bundesliga – da war vom fcr 2001 / rumeln in der bundesliga noch nichts zu sehen, denn da spielte der kbc duisburg in der bundelsiga, der aber mit den beiden vereinen nichts zu tun hat!!!!!

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  • Sheldon sagt:

    @Detlef: Aus der Zeit vor Ketelaer, der wie kein Zweiter für die wirtschaftliche Konsolidierung steht, werden nur noch 6 Spielerinnen nächste Saison im Kader sein: Himmighofen, Bresonik, Oster, Ando, Weichelt, Islacker

    Bis auf Bresonik alles keine absoluten Topspielerinnen, als sie zum FCR kamen, sondern eher Ergänzungsspielerinnen, und Bresonik konnte sich große Gehaltsforderungen nach ihrem Querschießer im Sommer sicherlich nicht leisten. Das bedeutet, der Kader ist auf ein bestimmtes Gehaltsniveau erst einmal heruntergebrochen. Daher denke ich, dass man jetzt eine Basis gefunden hat, wo man erst einmal in einem finanziellen Gleichgewicht die nächsten Jahre arbeiten kann mit den Spielerinnen.

    Und alles andere, ich frage mich echt, ob niemand aus seinen falschen Prognosen im letzten Jahr gelernt hat? Im letzten Jahr hat hier jeder Duisburg in die zweite Tabellenhälfte zitiert, denn es waren mit Grings, Holl, Fuss, Kiesel, Maes und auch van Bonn Spielerinnen abgegangen, die alle zur nominellen Stammbesetzung gehörten. Dafür war nur eine Silva und eine Neboli gekommen sowie ne ganze Horde Jugendspielerinnen. Silva hat nicht einmal gespielt und dennoch wurde die Platzierung annähernd gehalten.

    In diesem Jahr sind es bisher nur Bellinghoven, Preuß (Tor), Hogewoning, Wensing, Krahn (Abwehr), Laudehr (Mittelfeld) und Popp (Sturm).

    Popp wird durch Martens ersetzt, Bellinghoven und Preuß durch Harris, Laudehr hat sowieso einige Spiele nicht bestritten und wurde dort gut vertreten vom Kollektiv und in der Abwehr kann man nun auf Silva zurückgreifen, die hoffentlich zum Saisonstart dann auch richtig durchstarten kann.

    Der Umbruch ist also viel kleiner und dennoch kreisen hier schon wieder die Unheilsvorhersagen…

    Sehen wir es doch einfach mal so, Duisburg hat dieses Jahr überrascht und gezeigt, wie man auch mit wenigen Mitteln oben gut mitspielen kann.
    Wieso sollten sie es also nicht noch einmal schaffen?

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  • laasee sagt:

    Nothing about this saga makes any sense.
    It starts with the sacking of MVT and the explanation that they want to get to the CL Final.
    That rationale is absurd.
    The effect of sacking MVT was guaranteed to have a negative effect on player morale, confidence etc.
    Therefore there was never any logic in sacking the coach.
    Subsequently, Guido Lutz leaves his position and goes on record as stating that the clubs finances were stronger on his leaving than when he started.
    The assertion from Lutz has never been contradicted.
    Now the club state that they are at the gates of financial hell.
    Then there is the ‚policy‘ of creating a new young team.
    The two best young players (Poppi and Lulle) then decide to leave.
    Annike Krahn is appointed captain because of her ‚loyalty to the club‘.
    Annike only enters into 12 month contracts, which suggests that her ‚loyalty to the club‘ is not that solid.
    Whatever pronouncements the „gentlemen“ utter, their words lack credibility and reason.
    This saga is surreal and I would envisage that yet more drama is to be played out.

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  • gerd karl sagt:

    ach sheldon, vw gehört zu 20 prozent dem land niedersachsen und zu 5 prozent deutschland, die können nicht pleite gehen.

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  • xyz sagt:

    Es wird nächste Saison spannend. Wie wird es in den Mannschaften klappen,die nur A- Natiospielerinnen haben.Wer wird es lange auf der Ersatzbank aushalten,wenn die ,,Stars“ immer ihren Einsatz fordern?
    Wird es wirklich nur zwei Mannschaften geben,die oben die Meisterschaft unter sich ausmachen?
    Ich glaube das nicht!Es werden noch einige erstaunt sein,was die Spielerinnen von den Vereinen leisten werden,die ein kleines Budget zu verfügung haben.Man konnte das schon gut bei den Essnerinnen beobachten,die im letzten Jahr neu,mit talentierten jungen Spielerinnen eine gute Saison gespielt haben.
    In dieser Saison bleiben so gut wie alle Spielerinnen,die jetzt eingespielt sind. Ich glaube diese Mannschaft wird so manch einen ,,Großen“ ärgern und das mit nicht so großen finanziellen Aufwand. Jede Spielerin arbeitet,studiert oder geht zu Schule und es sind einige U-Natiospielerinnen in der Mannschaft die es schaffen,alles erfolgreich zu meistern.

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  • speedcell sagt:

    Ja,sheldon. Wolfsburg hat auch erst letzte saison angefangen eine frauenmannschaft zu gründen. Es ist auch nicht so,dass man schon seit jahren in der 1. Liga spielt.
    Wenn du weniger zeit damit verbringen würdest andere vereine schlecht zu reden anstatt deinen verein ( wer auch immer das sein mag) zu unterstützen, wäre es wirklich toll.

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  • Beobachter sagt:

    Viele Spielerinnen haben zum Ende der Saison 2010/2011 und zum Ende der jetzt abgelaufenen Saison den FCR verlassen. Die hat nicht der Verein „abgegeben“, die sind gegangen. Als Gründe für Wechsel wurden Entwicklungen im Verein genannt. In der Richtung haben sich viele Spielerinnen geäußert, nicht nur die Nationalspielerinnen. Es ging nicht nur ums Finanzielle.

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  • FF-Talent sagt:

    @ Iaasee: Man sollte die Vertragslaufzeiten von Krahn nicht per se als Ausdruck von Untreue überinterpretieren, sondern Jahresverträge etc. als allg. übliche Praxis im (deutschen) FF sehen.
    You said Krahn has a low loyality to Duisburg because she forces only annual contracts. But, in general, contract periods of 12 months or one-year extensions of contracts are common practice in (German) women’s football. So, I think it’s for the main part not a Krahn-specific expression of disloyalty.

    @ Sheldon und andere: Crash-Kurs zum Dauerthema Volkswagen + Fußball: 1. VW und VfL sind in Wolfsburg schon seit Beginn verbunden (unter anderem, weil die Stadt fest in VW-Platzhirschhand ist) 2. VW (Aktiengesellschaft) ist nicht VfL-Großsponsor, sondern seit 2001 bzw. 2007 sogar alleiniger Besitzer der Wolfsburger Fußball-GmbH (Männer- und Frauenfußball) … großer Unterschied!

    D.h.: 1. Den VfL mit Erfolg und Miserfolg und mal mehr mal weniger VW-Geld gab es schon zu Zeiten als der VfL noch ein Verein war (nicht erst seit 1-2 Jahren), 2. Es ist ein Unterschied, ob eine FF-Abteilung abhängig von individuell auf- und abspringenden Sponsoren ist oder ob sie (wie Wolfsburg) fester Firmenbestandteil ist, 3. die Frauen sind bei den Männer-Kickern in deren GmbH. Dass VW im Vergleich zu so manchen globalen Kredit-, Aktien- oder Immobiliengeschäften ausgerechnet diese komplett durchkonzeptionierte Unternehmenstochter im finanziell sicheren System Sportbusiness fallen lässt, ist äußerst unwahrscheinlich (allein schon aus Steuer- und globalen Marketinggründen). Die Frauen sind zudem innerhalb der Fußball-GmbH verglichen mit den Männern immer noch Peanuts in der Jahresbilanz (selbst Top-Spielerinnen wie Pohlers, Goeßling und Co. sind dank Sportsoldatinnen-Bezahlung keine Finanzbelastung für VW und VfL).

    Die Angst, der VfL-FF könnte von heute auf morgen einbrechen, ist durch den VW-Alleinbesitz erstmal nur realistisch, sollte der Besitzer VW pleite gehen … und dass das nicht geschieht, hat die Politik hierzulande in den letzten Jahren kreativ bewiesen (siehe Gerd Karl … 20 % Aktienbsitz Land Niedersachsen, Abwrackprämie, Aktien-Ankauf des Emirats Katar, etc.)

    Hoffe, der Exkurs war hilfreich für weitere Diskussionen und back to topic … Frage: Was machen 11 andere BuLi-Clubs, die nicht in Weltkonzern-Besitz sind, sondern wie z.B. der Duisburg-Dampfer (als eingetragener Verein) nach wie vor finanziell mehr schlecht als recht auf dem offenen Meer herumdümpeln?!

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  • Sokrates sagt:

    FFFan und SF haben die Leistungen und Verdienste von Annike angemessen gewürdigt und viele andere Vorredner haben die „Kritik” von Sheldon zurückgewiesen. Wenn auch noch Linda und Kozue¹ den Verein verlassen bzw. ihre Verträge vom FCR aus finanziellen Gründen vorzeitig aufgelöst werden müssten, wird es sportlich kritisch für Dusiburg.

    @ speedcell: Sheldon ist – überraschenderweise – Fan des 1. FFC Frankfurt.

    ¹ Wenn Kozue den FCR verlassen würde, wäre sie dann eine interessante Offensivspielerin für den FFC?

    PS: Warum fiel mein letzter Beitrag vollständig der Zensur zum Opfer?

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  • hanah sagt:

    Es ist schade,dass so vielestarke Spielerinnen den Verein verlassen!!!!:(

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  • Nora Kruse sagt:

    @Sokrates: Da ist gar nichts der Zensur zum Opfer gefallen. Dein Kommentar von heute Nacht um 3 Uhr ist vollständig veröffentlicht (aber du hast unter dem Artikel zu Annike Krahn gepostet). Ein weiterer Kommentar von dir im Anschluss ist mir nicht bekannt.

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  • Sokrates sagt:

    @ Nora: Entschuldige, mein Fehler. Ich hatte in der Erinnerung die beiden Threads, die thematische Berührungspunkte haben, verwechselt. Es war wohl doch zu spät heute Morgen. Der Fehler hätte mir niocht passieren dürfen.

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  • Goldfuß sagt:

    Nein, da ging es wahrlich nicht nur ums Finanzielle. Da wurden gerade auch im Jugendbereich viele Spielerinnen vergrault, genauso wie Trainer. Wer den Eindruck erweckte, er könnte den nach dem MVT-Abgang in Ämter gekommenen Verantwortlichen widersprechen, hatte beim FCR keinen Platz. In dieser Hinsicht machen einzelne aktuelle Personalentscheidungen im Unterbau des FCR Mut. Schlechter kann es jedenfalls nicht mehr werden.

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  • Speedy75 sagt:

    Leute jetzt „zerfleischt“ euch doch nicht wegen der wohl fast Insolvenz in Duisburg. Dass dort einiges nicht mehr stimmte wurde die letzten Monate und Wochen immer offensichtlicher. Hoffen wir der Verein findet nun auf einen guten Weg aus der Krise.

    Btw. Aylin Yaren wechselt vom HSV nach Bad Neuenahr.

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  • Goldfuß sagt:

    Insgesamt sehe ich die Entwicklung des FCR sehr positiv. Quer durch den ganzen Verein scheinen jetzt die richtigen Entscheidungen getroffen worden zu sein, um für die Zukunft perfekt aufgestellt zu sein.

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  • prinz9 sagt:

    Arme Duisburg – es ist schade,dass so vielestarke Spielerinnen den Verein verlassen! It would be such a shame for a team like that to bow out of the BuLi. Despite the firing of MVT (no MVT-no hope), I wish them well to save the club!

    @Lassee – I agree. It all started with the loss of MVT!

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  • FFFan sagt:

    @ Sheldon:
    „Ich kann es nur wieder betonen: MVT war selbst Teil der Maschinerie! Wer hat denn die ganzen teuren Spielerinnen (Nationalspielerinnen geholt): Bresonik, Holl, Fuss, Roelvink, Maes, Ando, Hartmann?
    War das etwa nicht MVT?“

    Verantwortlich für die ‚Finanzkrise‘ des FCR sind dennoch weder MVT noch die Spielerinnen, sondern einzig und allein der damalige Vorstand, der diese Transfers abgesegnet hat!

    Umgekehrt ist es auch nicht Ketelaer, der für den Kurs der wirtschaftlichen Konsolidierung steht, sondern die jetzige Vereinsführung um T.Hückels.

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  • Goldfuß sagt:

    Aufatmen in Duisburg. Jetzt haben wir die Sache schriftlich.

    Die WAZ schreibt u.a.:

    Der Umbruch beim FCR 2001 Duisburg geht unvermindert weiter. So kursierte das Gerücht, dass Jürgen Raab, der Jugendkoordinator des Frauenfußball-Bundesligisten, zurückgetreten sei. „Das ist richtig. Ich habe um Vertragsauflösung zum 30. Juni gebeten“, sagte Raab.

    Der Hintergrund: „Persönliche Gründe“, wollte Raab gar nicht viel dazu sagen. „Es gab keinen Zirkus und kein böses Wort. Es ist einfach viel zusammengekommen“, so der Ex-Koordinator, dessen Vertrag am gestrigen Montag aufgehoben worden ist. „Meine Stellung ist zudem überflüssig geworden, da Jörg Schemberg als sportlicher Leiter ja nun da ist. Der Verein hat neue Ideen. Das ist okay.“

    Dennoch ist es nicht so, dass die Aufgaben des Jugendkoordinators nun vom Sportlichen Leiter übernommen werden sollen. „Wir sind in Verhandlungen“, berichtet FCR-Vereinschef Thomas Hückels …

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  • laasee sagt:

    How can the finances of the club be worse now than ten months ago when Inka left?
    She was the highest earner. The wages of Sonia have also been saved. In addition, the wages of Meike, Femke and Uschi had also been saved.
    Now, the wages of Simone, Annike, Poppi and Lulle are from 1 August saved.
    The WM ‚bounce‘ of zuschauer numbers has significantly increased income during 2011/2012, plus the additional income from merchandising.

    Yet the „gentlemen“ claim that the club was about to go bankrupt!
    With reduced wage expenditure and increased zuschauer income it is incomprehensible that the club should be in a worse financial position today than at the start of last season.

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