Militär-WM: Bundeswehr-Elf gewinnt Finale

Von am 30. Juni 2012 – 17.34 Uhr 5 Kommentare

Die Bundeswehr-Nationalmannschaft hat die Militärweltmeisterschaft in Warendorf gewonnen. In einem spannenden Finale setzte sich Deutschland knapp mit 1:0 gegen Südkorea durch.

1 200 Zuschauer, darunter DFB-Direktorin Steffi Jones, verfolgten die Partie im Neumühlenstadion von Beelen. Conny Pohlers gelang der entscheidende Treffer schon in der ersten Halbzeit.

Teams tasten sich heran
Bei schwülem Wetter und periodisch einsetzenden Regenschauern waren beide Teams zunächst darauf bedacht, auf dem rutschigen Rasen nicht schon zu Beginn kapitale Fehler zu machen. Daher verwunderte es sich nicht, dass die ersten zaghaften Torannäherungen auf beiden Seiten in Form von Distanzschüssen zu verzeichnen waren. Für Südkorea verfehlte Young A Yoo das deutsche Tor, auf der anderen Seite setzte Stefanie Börold einen Hammer aus über 25 Metern an das Außennetz.

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Das offizielle Logo der Militär-WM in Warendorf. © SportSBw/FMZ

Pohlers trifft zum 1:0
Dank einer stark aufspielenden Lena Goeßling, die mit ihrer Zweikampfstärke im Mittelfeld immer wieder die Bälle eroberte und Räume für ihre Mitspielerinnen schaffte, bekam die deutsche Mannschaft langsam einen besseren Zugriff auf das Spiel. Gleich die erste Großchance nutzte Pohlers zum 1:0. In der 27. Minute wurde der Ball nach einer schönen Kombination im Mittelfeld in den freien Raum auf Pohlers gespielt. Die behielt die Nerven und überlupfte die südkoreanische Torhüterin Seu Ri.

Weiß hält Führung fest
Südkorea versuchte, möglichst umgehend zu antworten, aber Young A Yoo fand bei einem Schrägschuss im Strafraum ihre Meisterin in Lisa Weiß; Deutschlands Keeperin konnte mit einem blitzsauberen Reflex klären.

Deutschland lässt Chancen liegen
Nach dem Seitenwechsel vergab Deutschland einige Möglichkeiten, die Führung höher zu gestalten. Zweimal stand Pohlers frei vorm gegnerischen Kasten, schoss jedoch jeweils über das Tor. Adriane Gründig verfehlte den Ball freistehend nach einer Hereingabe von Stefanie Börold.

Südkoreas Schlussoffensive
Die Koreanerinnen machten konditionell einen guten Eindruck und starteten in der letzten Viertelstunde die Schlussoffensive, während Deutschland auf der anderen Seite versuchte, über lange Bälle zum Erfolg zu kommen. Da die deutsche Hintermannschaft um Marlene Kowalik und Jenny Napieraj sicher stand, wurde die knappe 1:0-Führung der deutschen Mannschaft ins Ziel gerettet.

Die Platzierungsspiele
Spiel um Platz 7: Belgien – Kanada 2:1
Spiel um Platz 5: Niederlande – USA 5:1
Spiel um Platz 3: Brasilien – Frankreich 2:0

Deutschland – Südkorea 1:0 (1:0)

Deutschland: Lisa Weiß; Marlene Kowalik, Jenny Napieraj, Nina Mittrop, Lena Goeßling, Conny Pohlers (90. Vanessa Schweinshaupt), Vanessa Skradde (83. Barbara Legrand), Jasmin Hommel, Maren Toerne, Stefanie Börold, Adriane Gründig

Südkorea: Seu Ri Kim; Jez Hye Choi, Do Young Han, Hung Hye Han (71. Eun Ju Jung), Young A Yoo, Won Ji Kim, Ba Kyung Lee (58. Jung In Kim), Yu Jin Moon (43. Hye Won Kong), A Ra Min, Na Ra Mam, Yun Hee Lee

Tor: 1:0 Pohlers (27.)

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5 Kommentare »

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Nun, auch wenn ich nicht live vor Ort war, aber die Distanzschüsse auf das südkoreanische Tor oder auch anders herum, werden wohl eher weniger aus einer großen Vorsicht heraus, keinen Fehler zu begehen, erfolgt sein, sondern einfach nur deshalb, weil bei diesen Boden-/Wetterverhältnissen diese nunmal ein probates Mittel sind, um zu einem möglichen Torerfolg zu kommen!
    Dennoch danke für den zusammenfassenden Bericht, der auch zu meiner Freude Lena Goeßling erneut positiv heraushob! 🙂

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  • Goldfuß sagt:

    Warum hat die Bundeswehr-Truppe nicht in Bestbesetzung gespielt? Da gibt es doch noch mehr Nationalspielerinnen außer Weiß, Goesling, Pohlers.

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  • gabbo sagt:

    Simone Laudehr war ja anscheinend auch nicht dabei, obwohl sie es auf ihrer HP angekündigt hatte. Weiß jemand, warum?

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  • FFFan sagt:

    @ Goldfuß & gabbo:

    Ich nehme an, dass Babett Peter und Simone Laudehr auf eine Teilnahme verzichtet haben, um sich auf die neue Saison bei ihrem neuen Verein zu konzentrieren.

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