Gaza-Kickerinnen machen Trainerschein in Berlin

Von am 23. Juni 2012 – 9.47 Uhr 2 Kommentare

Fast hätte niemand mitbekommen, dass da acht Fußballerinnen aus dem Gazastreifen, organisiert vom Berliner Fußballverband und finanziert vom Auswärtigen Amt (AA), in der deutschen Hauptstadt eine Trainerlizenz machen. Genauer: Die C-Lizenz mit Schwerpunkt Jugendfußball.

Acht junge Frauen und acht junge Männer konnten dank des AA den besonders abgeriegelten Gazastreifen zur Ausbildung nach Berlin verlassen. Alles junge Lehrer/-innen beziehungsweise Lehramtsstudenten/-innen an einer UNO-Schule, die als Avantgarde vor Ort künftig Fußball unterrichten sollen. Denn im Gazastreifen gibt es zum Beispiel noch keine Teams. Angesichts der großen Restriktionen läuft ohnehin nicht viel. Ein Investment also für eine bessere Zukunft.

Ausbildung dauert zweimal vier Wochen
Keine Frage, das Helwa, Hanan, Maha, Eftiraj und Raja an jenem Sonntagabend in Kreuzberg im Auditorium saßen, um Honeys Talijeh bei ihrem Ausführungen zu lauschen, wie es denn ist in der Heimat mit Frauenrechtlern und Frauenfußball. Nicht nur bei Discover Football, das den Abend in einer Kneipe organisiert hatte, schauten die Fünf Gaza-Girls vorbei. Die jungen Palästinenserinnen  wurden auch am Tag darauf unter den Zuschauern beim 1. FFC Turbine Potsdam im letzten Spiel gegen die SG Essen-Schönebeck gesichtet, ehe es zur Ausbildung zum BFV weiter ging. Der nahm sich immerhin zwei mal vier Wochen, also doppelt so viel Zeit wie normalerweise die Lizenzierung dauert. Schließlich musste ja alles aus dem Deutschen ins Arabische übersetzt werden.

2 Kommentare »

  • Ulf sagt:

    Ein Lob an das Auswärtige Amt. Da geht sicher noch mehr.

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  • Ulf sagt:

    Kam der roten Daumen vom Hindukusch ?

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