EM-Quali: Weitere Playoff-Teilnehmer stehen fest

Von am 22. Juni 2012 – 10.02 Uhr 3 Kommentare

Nahezu alle Mannschaften greifen bis September nicht mehr ins EM-Qualifikationsgeschehen ein. Doch vor der dreimonatigen Pause haben einige von ihnen in ihren Gruppen bereits für die Entscheidung gesorgt.

Die italienische Mannschaft ist bereits seit dem Wochenende für die Europameisterschaft qualifiziert. Das Team mit den besten Chancen auf den zweiten Platz in Gruppe 1 ist Russland.

Gruppe 1: Russland siegt durch Strafstoß
Die Russinnen siegten am Donnerstag in Sarajevo gegen Bosnien und Herzegowina mit 1:0. Der Siegtreffer fiel allerdings erst in der 73. Minute, als Elena Morozova einen Strafstoß verwandelte. Durch den „Dreier“ hat sich der Zwei-Punkte-Vorsprung der Russinnen auf Polen nicht verändert, denn die Polinnen hatten bereits am Mittwoch mit 4:0 gegen Mazedonien gewonnen. Noch sind zwei Spiele zu absolvieren, das direkte Duell zwischen Russland und Polen findet am 19. September statt. Dann könnte der Kampf um die Playoffs allerdings bereits für die Russinnen entschieden sein, denn drei Tage zuvor muss Polen gegen Spitzenreiter Italien antreten.

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Spanien, Nationalmannschaft

Die Spanierinnen stehen, wie vor vier Jahren, in den Playoffs. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Gruppe 2: Spanien erreicht Playoffs
Die Schweiz ist wohl das Überraschungsteam dieser Qualifikationswoche: Zunächst gewannen die Eidgenössinnen gegen Spanien, doch am Donnerstag folgte eine 2:4-Niederlage gegen Rumänien. Da Spanien kurz zuvor mit 4:0 gegen die Türkei gewann, ist den Ibererinnen der zweite Tabellenplatz hinter Deutschland nicht mehr zu nehmen. Wie vor vier Jahren stehen sie erneut in den Playoffs.

Gruppe 3:  Weiter alles offen
Keine Entscheidung ist in Gruppe 3 gefallen, wo die drei Spitzenteams im Gleichschritt gewannen. Angeführt wird die Tabelle von Island, die am Donnerstag einen 10:0-Kantersieg gegen Bulgarien holten. Am Tag zuvor hatte Norwegen erneut Mühe gegen Nordirland. Tore von Lene Mykjåland (77.) und Maren Mjelde (86.) stellten den 2:0-Sieg erst spät sicher. Damit stehen die Norwegerinnen auf dem zweiten Rang. Der Vorsprung auf die drittplatzierten Belgierinnen beträgt einen Punkt. Belgien gewann am Mittwoch mit 3:1 in Ungarn. Am 15. und 19. September  finden die Spitzenspiele zwischen Norwegen und Belgien bzw. Norwegen und Island statt.

Gruppe 4: Schottland vor Einzug in die Playoffs
Der erste Platz der Französinnen ist nur noch Formsache – bereits ein Punkt aus den Septemberspielen gegen Wales und Schottland würde der „Équipe Tricolore“ genügen. Beste Chancen auf den zweiten Platz hat Schottland. Die Mannschaft von Trainerin Anna Signeul gewann am Donnerstag in Cork gegen die Republik Irland mit 1:0. Der Siegtreffer gelang Rachel Corsie in der 25. Minute. Die legten nach ihrem 1:0-Erfolg vom Wochenende gegen Irland noch ein 5:0 gegen Israel nach und untermauerten ihren Aufwärtstrend, der sie in der Gruppe auf den dritten Rang bringt.

Gruppe 5: Finnland so gut wie durch
Nach dem 4:0-Sieg am Mittwoch gegen Weißrussland ist auch den Finninnen die direkte Qualifikation zur EM kaum noch zu nehmen. Sechs Punkte beträgt ihr Vorsprung auf die zweitplatzierten Weißrussinnen, der direkte Vergleich ist positiv. Schon ein Punkt gegen Estland am 15. September würde die Qualifikation unter Dach und Fach bringen. Mit je zehn Punkten haben Weißrussland und die Ukraine, die am Mittwoch mit 2:0 in der Slowakei gewann die besten Chancen auf den zweiten Rang. Die beiden Teams treffen am 15. September aufeinander.

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Englands Nationaltrainerin Hope Powell ist mit ihrem Team auf dem besten Weg zur EM © Nora Kruse, ff-archiv.de

Gruppe 6: Favoritensiege
Mit 4:0 gewannen die Niederlande am Mittwoch in Serbien, tags darauf auch die Engländerinnen in Slowenien. An der Tabellensituation hat sich daher nichts geändert. Die Niederländerinnen führen mit zwei Punkten Vorsprung vor den „Lionesses“, die aber noch ein Spiel in der Hinterhand haben. Die Teams dahinter haben keine Chance mehr den zweiten Platz zu erreichen.

Gruppe 7: Dänemark spitze, Österreich in den Playoffs
Durch einen knappen 1:0-Erfolg gegen Tschechien hat Dänemark am Mittwoch wieder die Tabellenführung in Gruppe 7 übernommen. Der Siegtreffer gelang Nadia Nadim in der 55. Minute. Die Österreicherinnen wurden dadurch auf den zweiten Rang verdrängt, werden dies allerdings verkraften können, da ihnen der Einzug in die Playoffs schon nicht mehr zu nehmen war. Die drittplatzierten Tschechinnen haben bei noch einem zu absolvierenden Spiel sechs Punkte Rückstand.

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3 Kommentare »

  • Jarmusch sagt:

    Ich lese immer Play-Offs. Der beste Gruppenzweite ist doch direkt für die EM qualifiziert.

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  • FFFan sagt:

    @ Jarmusch:
    „Ich lese immer Play-Offs. Der beste Gruppenzweite ist doch direkt für die EM qualifiziert.“

    Ist er! Die übrigen sechs Gruppenzweiten aber nicht. Sie spielen im Oktober die verbleibenden drei EM-Startplätze aus. Du wirst also noch häufiger von „Play-Offs“ lesen. (Man könnte allerdings auch „Entscheidungsspiele“ schreiben. ;-))

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  • pinkpanther sagt:

    … und da der Gruppenzweite aus Gruppe 6 (Holland oder England) auf jeden Fall mehr Punkte auf dem Habenkonto hat als Spanien, können die Spanierinnen nicht mehr bester Gruppenzweiter werden.
    Da sie den Platz 2 in der Gruppe schon sicher haben, sind sie somit definitiv für die Play-Offs qualifiziert.

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